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  1. Buddhaland Forum
  2. Snake_Dance

Beiträge von Snake_Dance

  • War Buddha depressiv veranlagt?‏‏‏‏‏‏‏

    • Snake_Dance
    • 6. März 2012 um 08:44
    monikamarie:
    brigittefoe:

    Für mich ist der Buddha, die historische Persönlichkeit,
    nicht nur depressiv veranlagt, sondern in seiner Gewissheit, den Menschen
    sein Erfahrungwissen nicht vermitteln zu können, auch höchst schwermütig.
    Er blieb deshalb einsam !
    Ihm ist es genauso ergangen wie Jesus - beide wurden in ihrer ungeheuren
    geistigen Vermittlung aus anderen Ebenen, nicht verstanden.

    :|

    Guten Morgen liebe Brigitte,
    wo hast Du das denn gelesen? Wenn Du den Palikanon liest, wirst Du eines Besseren belehrt. In seiner Gegenwart wurden sehr, sehr viele Menschen zu Heilsgängern, zu Stromeingetretenen und viele fanden sogar spontan Befreiung. Meinst Du die waren ihm nicht nahe? Abgesehen davon, dass bei Verlöschen aller Hindernisse nicht mal mehr ein Bedürfnis nach Nähe besteht, denn Bedürfnis nach "Freunden" und Empfinden von Einsamkeit sind Anzeichen, dass da noch Daseinsdurst ist. Das kann aber nicht der Fall gewesen sein.

    Bei Jesus ist das etwas anderes, er wurde sehr bedroht, lebte inmitten einer revolutionären "Gesellschaft", hat sich inmitten dieser Gesellschaft auch entsprechend geäußert. Als er verhaftet wurde, haben eben alle Anhänger Angst bekommen und gekniffen, da sie sich über seine Macht und Fähigkeiten Illusionen gemacht hatten. Außerdem hatte er nicht die Einsichten und Erkenntnisse wie Buddha.

    Und dann: Warum eigentlich darüber derartig spekulieren? Ein depressiver und schwermütiger "Erleuchteter" ist absolut undenkbar. Jeder, der auch nur annähernd ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wie im Palikanon beschrieben, wird das wissen, selbst wenn er wieder "zurückfällt". Allein die Erinnerung daran und die daraus gewonnenen Einsichten helfen, sich weiter um Befreiung zu bemühen, selbst wenn kein großes Leid ihn mehr dazu antreibt und es ihm womöglich "saugut" geht. Das normale "glückliche Leben" ist dagegen nämlich ein Schattendasein. Aber wer das nicht kennt, wird das natürlich auch nicht glauben wollen. Das muss eben jeder selbst erfahren.
    _()_ Monika

    Alles anzeigen

    ....gut beschrieben, Klasse.

  • gier und buddhismus

    • Snake_Dance
    • 9. Januar 2012 um 11:17
    TMingyur:
    Snake_Dance:


    ...was hat die Verwendung des Wortes "Vollkommenheit" mit Phantasterei zu tun? Verstehe den Zusammenhang nicht. Vielleicht interpretierst du da unnötigerweise was hinein was nicht hinein gehört. Vollkommen bedeutet hier eben ohne ein Rest von jeglicher Identifikation, was z.B. ja noch bei einem Nicht-Wiederkehrer vorhanden sein mag. Deshalb die Verwendung des Wortes Vollkommenheit in Zusammenhang mit Nibbana.


    Nun aus meiner Perspektive verhält es sich so: Von "vollkommen" redet man, wenn man sich was ausdenkt, von dem man denkt, dass es etwas "besseres" sei als das womit man vergleicht. Das womit man vergleicht erachtet man dann notwendigerweise als "verbesserungswürdig". Das bezeichne ich als "Phantasie".
    Aus deiner Perspektive mag es sich anders verhalten. Aber ich hoffe ich konnte klarstellen wie ich das gemeint habe.

    ...von "besseres" kann ja nicht die Rede sein, weil ich schon vorher dazu schrieb dass es "absolut richtig" sei. Habe dann das Wort Vollkommen benutzt um die Bedeutung von Nibbana hervorzuheben. Wie auch immer, ich hab verstanden was du meinst aber so war das ganz sicher nicht gemeint.

  • gier und buddhismus

    • Snake_Dance
    • 9. Januar 2012 um 10:59
    TMingyur:
    Snake_Dance:

    ...das ist absolut richtig oder noch anders ausgedrückt:
    "Dies ist nicht mein, dies bin nicht ich, dies ist nicht mein selbst" mit allem und jedem das da kommen oder gehen mag, unterschiedslos.
    Doch die vollkommene Nicht-Identifikation ist gleichzusetzen mit Nibbana, was zur Erinnerung.....das höchste Glück und Ziel jedes verständigen "Buddhisten" ist.

    "Doch die vollkommene Nicht-Identifikation"
    Nicht-Identifikation ist realisierbar durch Achtsamkeit ... da muss man nicht immer gleich gewohnheitsmäßig von "Vollkommenheit" phantasieren. Auch gegen derartige ich-bedingte Phantasien hilft Achtsamkeit 8)

    ...was hat die Verwendung des Wortes "Vollkommenheit" mit Phantasterei zu tun? Verstehe den Zusammenhang nicht. Vielleicht interpretierst du da unnötigerweise was hinein was nicht hinein gehört. Vollkommen bedeutet hier eben ohne ein Rest von jeglicher Identifikation, was z.B. ja noch bei einem Nicht-Wiederkehrer vorhanden sein mag. Deshalb die Verwendung des Wortes Vollkommenheit in Zusammenhang mit Nibbana.

  • gier und buddhismus

    • Snake_Dance
    • 8. Januar 2012 um 23:51
    Onyx9:

    Ach so.

    Danke, Snake Dance !

    Gern geschehen.

  • gier und buddhismus

    • Snake_Dance
    • 8. Januar 2012 um 23:42
    Roni:
    Snake_Dance:

    Abwehr entsteht durch Wille. Niederzwingen, niederdrücken und niederquälen sind eine Form von Abwehr.


    Ab-wehren ist ok. Aversion wäre Ab-wertung, ich bin mir nicht sicher, ob das im allgemeinen notwendig ist.

    ;)

    Liebe Grüße Roni

    ....eine Ab-wertung von GHV ist sicher notwendig um sie erstmal als Unheilsames anzuerkennen. Dieses "niederzwingen, niederdrücken und niederquälen" wird ja auch nicht unbedingt mit derselben Aversion angegangen die man auch letztendlich los werden möchte. Man wird, wenn möglich, mit der Kraft der Liebe kämpfen nämlich der Liebe zum Heilsamen, also das erreichen von Wunschlosigkeit, Wohlwollen und Wissen (Weisheit).

  • gier und buddhismus

    • Snake_Dance
    • 8. Januar 2012 um 22:44
    Roni:

    In der Tat, widersprüchlich. Du zitierst aber eine Passage über den Willen. Also keine Abwehr, sondern der Wille?

    Liebe Grüße Roni

    ...wie geschrieben es klingt anfänglich widersprüchlich, aber letztendlich sollte das kein Problem darstellen wenn man ein wenig darüber nachdenkt. Es dient ja der Versiegung von Gier, Hass und Verblendung. Es ist Zweckgebunden und sollte nach Zweckerfüllung nicht weiter kultiviert werden.
    Abwehr entsteht durch Wille. Niederzwingen, niederdrücken und niederquälen sind eine Form von Abwehr.

  • gier und buddhismus

    • Snake_Dance
    • 8. Januar 2012 um 21:53
    Onyx9:
    darkwave:

    wo willst du denn da die grenze ziehen?

    gruss zenbo

    Kann ich nicht. Ich weiß nur, dass alles einer Quelle entspringt, und Aversion zur Hassseite gehört.
    Gier, Hass, Unwissenheit.


    ...eine gewisse Aversion ist aber aufzubringen, klingt vielleicht zuerst widersprüchlich aber anders ist es anfänglich nicht möglich von den unheilsamen Dingen loszukommen. So steht in M25 z.B. :


    Zitat

    "Wenn einem solchen, ihr Mönche, während er jene Erwägungen der Reihe nach einzeln eingehen läßt, noch böse, unwürdige Erwägungen aufsteigen, Bilder der Gier, des Hasses und der Verblendung, so soll er, ihr Mönche, mit aufeinandergepreßten Zähnen und an den Gaumen gehefteter Zunge durch den Willen das Gemüt niederzwingen, niederdrücken, niederquälen.

    ....manche brauchen karmisch bedingt vielleicht nicht soviel Aversion oder Kraft aufbringen wie andere aber legitim ist diese Kraft aufjedenfall. Natürlich immer in Eingedenk dass sie nur für einen heilsamen Zweck aufzubringen ist und nicht immerdar gehegt und gepflegt wird.

  • gier und buddhismus

    • Snake_Dance
    • 8. Januar 2012 um 21:31
    Zitat

    Da steht nichts von Ekel . Oder hab ich was übersehen?


    ....dort steht es nicht direkt aber es steht:

    Zitat

    Wenn der Nahrungsstoff Berührung richtig erkannt ist, ihr Bhikkhus, sind auch die drei Formen der Empfindung richtig erkannt. Wenn die drei Formen der Empfindung richtig erkannt sind, dann, behaupte ich, gibt es für den frommen Jünger fürderhin nichts mehr zu tun.

    ... ableiten kann man aus "wenn der Nahrungsstoff Berührung richtig erkannt ist" nämlich z.B. die Sutta A.V. 122, denn dort heißt es:

    Zitat

    A.V. 122 Ergebnisse der Betrachtung

    Wer da, ihr Mönche, von den Mönchen und Nonnen fünf Dinge entfaltet, fünf Dinge häufig übt, darf eine von beiden Früchten erwarten: schon bei Lebzeiten das Wissen der Heiligkeit oder, wenn noch ein Haftensrest da ist, die Nichtwiederkehr. Welches sind diese fünf Dinge?

    Da hat der Mönch in seinem Inneren die Achtsamkeit gut gefestigt; mit seiner auf das Entstehen und Vergehen der Dinge gerichteten Weisheit weilt er in Betrachtung der Unreinheit des Körpers; er ist eingedenk des Ekelhaften bei der Nahrung, eingedenk der Reizlosigkeit des ganzen Daseins und sieht die Vergänglichkeit aller Gebilde.

    Wer da, ihr Mönche, von den Mönchen und Nonnen diese fünf Dinge entfaltet und häufig übt, darf eine von beiden Früchten erwarten: noch bei Lebzeiten das Wissen der Heiligkeit oder, wenn noch ein Haftensrest da ist, die Nichtwiederkehr.

  • gier und buddhismus

    • Snake_Dance
    • 8. Januar 2012 um 19:38
    TMingyur:


    Denn effektives Nichts-tun ist nicht einfach. Es setzt Nicht-Identifikation voraus, aber Identifikation ist gewohnheitsmäßig tief verwurzelt. Nicht-Identifikation mit allem und jedem das da kommen oder gehen mag, unterschiedslos.

    ...das ist absolut richtig oder noch anders ausgedrückt:
    "Dies ist nicht mein, dies bin nicht ich, dies ist nicht mein selbst" mit allem und jedem das da kommen oder gehen mag, unterschiedslos.
    Doch die vollkommene Nicht-Identifikation ist gleichzusetzen mit Nibbana, was zur Erinnerung.....das höchste Glück und Ziel jedes verständigen "Buddhisten" ist.

  • man tötet was man wertschätzt und findet sich selbst?

    • Snake_Dance
    • 29. Dezember 2011 um 03:53
    accinca:
    wusheng:


    Mit Interesse hab ich diese Konversation verfolgt, vermisse jetzt allerdings eine sinnvolle Antwort. Du schreibst von einer richtigen Auffassung des Buddhadharma, während Sumedha von Deiner Auffassung sprach.


    Das hast du richtig erkannt. Natürlich bin ich der Auffassung, das die
    von mir dargelegten Dinge auch der Lehre des Buddha entsprechen.
    Es war eine Annäherung zu sagen, der Buddha habe auf alle Fälle die
    einzig rechte Auffassung der Lehre dargelegt. (wie immer diese auch sei).
    Das es die Lehre des Buddha ist, letztendlich alles Anhangen, an alle intellektuellen
    wie auch emotionalen Konzepten aufzugeben, darin ist die Lehre ja sowieso ganz
    eindeutig. Dazu gehören dann auch ganz eindeutig surreale Dinge wie das Konzept
    eines geistigen Ermordens eines Buddhas welches aufzugeben ist. Aber manche erleben
    bei solchen surrealen Dingen wohl einen geistigen Kick und glauben dabei was ganz
    besonderes verstanden zu haben.

    Alles anzeigen

    ....so ist es und eindeutig beschreibt es wohl M1 was der Buddha von "Denken über 8 Ecken" hielt. Aussagen die unnötigerweise Raum für mehrere Interpretationen bieten, schaffen nur Ballaststoff für den Geist. Eines der wichtigsten Ziele der Lehre ist doch den Geist zur Ruhe zu bringen....Wobei natürlich letztendlich der Geist entscheidet ob es sich "verwirren" läßt und nicht die Aussage selbst.

  • Spirituelle reisen.

    • Snake_Dance
    • 21. Juni 2011 um 00:09

    ....war 2009/2010 u.a. bei den "vier verehrungswürdigen Orten". Insgesamt habe ich zu Fuß 967 km und knapp drei Monate dafür gebraucht. Falls jemand eine Pilgerreise solcher Art machen möchte kann ich mit persönlichen Infos behilflich sein.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 11. Juni 2011 um 17:29
    Erdmaus:
    Zitat

    Zu einer Zeit, Nāgita, wo ich auf der Straße wandere und niemanden vor mir und hinter mir sehe, zu einer solchen Zeit, Nāgita, fühle ich mich wohl, und sei es bloß beim Verrichten der Notdurft."

    diese Zeilen könnten auf eine Sozialphobie hinweisen. Denkbar, dass der Buddha unter psychischen Problemen litt. :(

    A.VIII.86 Das Glück der Loslösung

    Zitat

    "Möge ich nichts zu tun haben mit dem Ruhme, Nāgita! Möge mir nur kein Ruhm beschieden sein! Wer da nicht, wie ich, dieses Glückes der Entsagung, des Glückes der Loslösung, des Friedensglückes und des Erleuchtungsglückes nach Wunsch, ohne Mühe und Schwierigkeit teilhaftig wird, den freilich mag es nach jenem kotigen, trägen Glücke, nach der Freude an Besitz, Ehre und Ruhm gelüsten.


    ....nach diesen und dergleichen Zeilen ganz sicher nicht. Wozu sollte er die Gesellschaft suchen? Er unterrichtete aus Mitleid und Mitgefühl, jemand der sich von allem losgelöst hat "braucht" keine Gesellschaft, wohl eher andersherum. Die Ruhe und die Stille zu suchen gehören nun mal auf dem Weg zum Ziel dazu.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 11. Juni 2011 um 17:10
    Geronimo:
    Erdmaus:

    Das klingt interessant. Hast du die Stelle noch im Kopf oder kannst die Quelle nennen? Das würde ich mir gerne ansehen.

    lg
    maus

    Nee, leider nicht. Bin mir aber ziemlich sicher das ich ihn beim durchblättern der angeregten Sammlung gesehen habe.

    Vielleicht kennt jemand die genaue Stelle.

    A.VIII.86 Das Glück der Loslösung

    Zitat

    Zu einer Zeit, Nāgita, wo ich auf der Straße wandere und niemanden vor mir und hinter mir sehe, zu einer solchen Zeit, Nāgita, fühle ich mich wohl, und sei es bloß beim Verrichten der Notdurft."

    ...irgendwo gibt es noch eine Stelle aber weiß gerade auch nicht wo.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 11. Juni 2011 um 09:34
    monikamarie:
    Snake_Dance:


    ...
    ... accinca. Deine Postings hier sind eine echte Bereicherung. Das nur mal an dieser Stelle vermerkt.
    Zurück zum Thema möchte ich noch ergänzen:

    Was oft fälschlich bei solchen Aussagen, auch hier im Forum, angenommen wird ist, dass bei Dingen wie "Vergänglichkeit" oder "Wiedergeburt" niemand dahinter stecke, man sozusagen vom Arahant ausgeht. Nur wer befreit ist kann sagen "Vergänglichkeit" oder "Wiedergeburt" tangiere ihn oder sie nicht und sei damit nur eine "Eigenschaft".
    So ist und bleibt u.a. die Vergänglichkeit immer eine Ursache für Leid.

    Guten Morgen Snake_Dance,
    ich möchte mich für mein gestriges posting entschuldigen.
    Heute Nacht ist mir aufgegangen, wo mein bisheriger Interpretationsfehler lag. Genau in dem obigen Zitat. Und auch in der fälschlichen Annahme, ich sei schon da, obwohl ích es ja nur erahne und schon Früchte "ernte". Solange ich mir jedoch noch einzelne Tortenstückchen heraussuche und andere meide, bin ich immer noch "gefangen". Es geht nun auch nicht darum, darunter zu leiden, noch nicht so "weit" zu sein, sondern darum, es als Tatsache anzuerkennen, aufzuhören zu behaupten, ich wäre schon so "weit" und anstelle dessen aber weiter zu praktizieren. Und dazu gibt es keine andere - mir bekannte - bessere Möglichkeit, als Buddhas Lehre tiefer zu verstehen und der Austausch mit Euch Allen hier im Forum. :D
    _()_ Monika

    Alles anzeigen

    ....keine Ursache Monika. Manchmal ist es richtig zu hinterfragen ob man schon "soweit" ist um zu erkennen das es eben noch nicht soweit ist, damit auch weiterhin "Antrieb" in der Praxis und Theorie entstehen.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 11. Juni 2011 um 09:27
    sumedhâ:
    Snake_Dance:

    Außerdem ist die Vergänglichkeit oft nicht immer unmittelbar als Leid zu erkennen und entpuppt sich erst später (nach genauem nachdenken) als solche heraus.


    ich mache die erfahrung das nach genauerem berachten vergänglichleit kein leid verursacht.
    deswegen fände ich es hilfreich wenn die beteiligten an der discussion über ihre erfahrung mit der vergänglichkeit berichten.
    alles andere kann jeder nachlesen :)

    ....naja Beispiele kann man viele nennen nur führt das wieder vom hundertsten ins tausendste. Solange du mit deiner Erfahrung so problemlos leben kannst ist es ja gut.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 11. Juni 2011 um 09:14
    Onda:
    Snake_Dance:

    ....auch hier wird angenommen das niemand hinter der Eigenschaft Vergänglichkeit steht, dem ist aber ( außer beim Erlösten) leider nicht so. Solange dies so ist bleibt es eben nicht bei einem "Daseinsmerkmal" oder einer "Eigenschaft".

    War der Buddha niemand?

    Vergänglichkeit ist ein Merkmal des Daseins. Jeder kann es erfahren.
    Die meisten leugnen Vergänglichkeit auf einer tiefen Ebene. "Alle anderen sterben, aber ich lebe ewig"

    LG
    Onda

    ....er war "niemand" im Sinne von der Vernichtung des "Ich-Dünkels". So war das im übertragenen Sinne gemeint.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 11. Juni 2011 um 09:11
    Onda:
    Snake_Dance:


    So ist und bleibt u.a. die Vergänglichkeit immer eine Ursache für Leid.

    Trifft das auch auf die Vergänglichkeit der Verblendung zu?
    Auf die Vergänglichkeit des Leidens?

    Sicherlich nicht.

    LG
    Onda

    Auf den ersten Blick scheint es auf diese Dinge nicht zu zutreffen. Doch um so eine Aussage zu erstellen muss man davon ausgehen, dass Vergänglichkeit und Leid entstanden sind. So muss man ja in deinem Beispiel glücklich sein Migräne zu haben, damit man sie nachher auch los wird und froh darüber ist.
    Außerdem ist die Vergänglichkeit oft nicht immer unmittelbar als Leid zu erkennen und entpuppt sich erst später (nach genauem nachdenken) als solche heraus.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 11. Juni 2011 um 07:58
    Onda:
    accinca:

    "Was meint ihr wohl, Mönche: ist die Form (der Körper usw.)
    unvergänglich oder vergänglich?"
    "Vergänglich, o Herr!"
    "Was aber vergänglich, ist das weh' oder wohl?"
    "Weh', o Herr!"

    Die hier vorgenommene Gleichung Vergänglichkeit = Leiden ist schlicht falsch.
    So ist die Vergänglichkeit eines Migräneanfalls nicht "weh" sondern "wohl."

    Vergänglichkeit ist lediglich ein Naturgesetz, ein Daseinsmerkmal.
    Leiden entsteht erst dann, wenn Dauer gewünscht wird, wo nur Vergängliches zu finden ist.

    Leiden resultiert aus dem Anhaften, dem Anhaften an Dingen, die nicht zu halten sind.
    Mit dem Erlöschen des Anhaftens erlischt das Leiden.

    Ohne Vergänglichkeit kein Fortschritt auf dem Dharma-Weg. Wären die Fesseln nicht vergänglich, könnte keiner sie überwinden. Wohl oder weh?

    LG
    Onda

    Alles anzeigen


    ....auch hier wird angenommen das niemand hinter der Eigenschaft Vergänglichkeit steht, dem ist aber ( außer beim Erlösten) leider nicht so. Solange dies so ist bleibt es eben nicht bei einem "Daseinsmerkmal" oder einer "Eigenschaft".

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 11. Juni 2011 um 07:50
    accinca:
    nibbuti:


    Anhaftung ans Vergängliche (als dauerhaft oder nicht-vergänglich) ist Ursache von Leid, nicht Vergänglichkeit an sich.
    Für eine unverständige Person mag Vergänglichkeit als Ursache erscheinen, weil da Ursprung & Ende in der Welt gesucht wird.
    Für verständigen Geist ist es nur eine Eigenschaft der Dinge in der Welt.
    Den Unterschied solltest du inzwischen verstehen können, accinca, statt
    in einen polemischen Zustand zu verfallen.


    Ein "polemischer Zustand" wäre es nur dann, wenn es so wäre wie du denkst.
    Für jemand der deinen Glauben mit den Worten des Buddha vergleicht
    sieht da aber erheblichen Unterschiede. Dort steht nämlich immer wieder:

    "Was meint ihr wohl, Mönche: ist die Form (der Körper usw.)
    unvergänglich oder vergänglich?"
    "Vergänglich, o Herr!"
    "Was aber vergänglich, ist das weh' oder wohl?"
    "Weh', o Herr!"

    Mag ja sein, das du den Buddha für eine, wie du schreibst, "unverständige
    Person" hältst der Vergänglichkeit als Ursache erscheint, weil sie Ursprung & Ende
    in der Welt sucht." Ich weiß zwar nicht, was du für eine Ursache hältst, aber
    in der Lehre ist Vergänglichkeit eine Bedingung des Leidens ohne die es kein
    Leiden geben könnte. Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit, und Unpersönlichkeit
    sind drei Daseinsmerkmale welche mit allen Dingen verbunden sind. So jedenfalls
    lehrte der Buddha die Lehre und deswegen ist es bei einer so diametralen Aussage
    von dir angebracht sich zu fragen was deine Ansicht mit der Lehre Buddhas zu
    tun hat, denn ohne Vergänglichkeit gäbe es kein Alter, keine Krankheit und kein
    Tod. Was natürlich nicht bedeutet, das Vergänglichkeit die einzige Bedingung
    für Leiden wäre. Auch die Vergänglichkeit hat ihre Ursachen. Oder man kann das
    Begehren oder Anhangen oder Nichtwissen als Leidensursache nennen. Aber auch
    diese, von der Vergänglichkeit durchdrungenen Faktoren haben wieder ihre Ursachen usw.
    Aus den Leidensfaktoren des Daseins läßt sich keine einzige als Leidlos entfernen und
    dazu gehört auch die Vergänglichkeit. Und wie sich der Buddha zum Dasein geäußert
    hat, sollte eigentlich bekannt sein. Zu der Leidensbeendigung gehört eben die Ablösung
    von allen vergänglichen Dingen des Leidens und andere Gebilde gibt es nicht.

    Alles anzeigen


    ....das ist sehr verständlich und gut erklärt accinca. Deine Postings hier sind eine echte Bereicherung. Das nur mal an dieser Stelle vermerkt.
    Zurück zum Thema möchte ich noch ergänzen:

    Was oft fälschlich bei solchen Aussagen, auch hier im Forum, angenommen wird ist, dass bei Dingen wie "Vergänglichkeit" oder "Wiedergeburt" niemand dahinter stecke, man sozusagen vom Arahant ausgeht. Nur wer befreit ist kann sagen "Vergänglichkeit" oder "Wiedergeburt" tangiere ihn oder sie nicht und sei damit nur eine "Eigenschaft".
    So ist und bleibt u.a. die Vergänglichkeit immer eine Ursache für Leid.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 10. Juni 2011 um 21:11
    monikamarie:
    Snake_Dance:

    ....das ist ein kompliziertes Thema. Zuerst sollte man wissen wie das Gefühl entstanden ist und vor allem wodurch. Dabei der Ursache auf den Grund gehen und dafür sorgen das es nicht wieder zustande kommt. Karma bedingt wird es sicher hier und da immer Gefühle entstehen doch mit zunehmender Praxis wird irgendwann eben "nichts" mehr entstehen was dann mit dem hohen Ziel des Nibbana gleichzusetzen ist.

    Ich stelle jetzt mal eine ganz vergängliche, aber leidvolle Frage. Aus welchen Tiefen oder Weiten bist Du jetzt hervorgekommen, um eine Diskussion zu beginnen, ohne zu wissen mit wem?
    Dies ist ja die Wiedergeburt aller schon seit Jahren diskutierten, immer wieder missverstandenen einseitigen Sicht, ohne zu berücksichtigen, dass Dein Gegenüber bereits Deine Erkenntnisse durchdrungen haben mag, und die Freude, von der Sumedha schreibt, vielleicht dieser zunehmenden Praxis entspringt. ;)
    _()_ Monika

    ....die "Tiefen" und "Weiten" sind sicher schwer zu umschreiben und tuen auch bestimmt nichts zur Sache. Ob Sie die Erkenntnisse durchdrungen haben mag oder nicht spielt auch keine Rolle denn ihr persönlich habe ich nichts unterstellt.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 10. Juni 2011 um 20:36
    sumedhâ:
    Snake_Dance:


    :D


    klingt für mich (entschuldigung) wie ein Kuchen rezept: man nehme zu erst lauwarme milch butter und eier...wie es schmeckt wissen wir wenn wir ihn essen"
    aber, wenn es dein weg ist dann ist es für dich sicher auch richtig so vorzugehen.
    ich propagiere hier keine neu lehre ich versuche nur zu verstehen :)

    ...sicher klingt das ein wenig so aber da das Thema wie geschrieben zu kompliziert ist wurde es sehr "Allgemein" gehalten.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 10. Juni 2011 um 20:04
    Hanzze:
    Snake_Dance:

    ....nun dieses "ziehen lassen" ist nur ein Wunschgedanken, wer garantiert das es nicht wieder kommt? Die Garantie kann man nur sich selbst geben in dem man auch was dagegen unternimmt. Wissen alleine reicht in diesem Zusammenhang nicht aus.


    Ich garantiere dir, dass sie noch lange vielleicht das ganze Leben lang noch aufkommen. Das ist vollkommen normal, wenn du sie kennst, werden sie dich nicht berühren. Du weist es ist ein Gefühl und es ist vergänglich. Also warum solltest du es für wahr nehmen. Es geht so schnell wie es gekommen ist, wenn du es entdeckst, wenn du achtsam bleibst.

    Wenn du mit dem Widerwillen, unterdrücken meinst, gebe ich dir recht. Das ist der erste Schritt um unheilsamen Gefühlen Herr zu werden, aber man sollte nicht versuchen seine Gefühlwelt abzutöten. Ums bekanntmachen und Verstehen der Gefühle geht es.

    Wenn du sie verstehst, kannst du im zweiten Stadium sogar lachen, wenn du Ablehnung in dir entdeckst. Und wenn du einen weiteren Schritt hast machen können, kommt Ablehnung und andere unheilsame Gefühle erst gar nicht mehr auf.


    ....die Balance ist natürlich zu wahren. Der Widerwille kann stark oder schwach aufgebracht werden....je nach Lage und persönlichem Fortschritt in der Sache.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 10. Juni 2011 um 19:57
    sumedhâ:
    Snake_Dance:


    ....wenn du dich mit diesen gelegentlichen "nachtrauern" angefreundet hast ist das ja okay aber wenn die Zeit kommt und du dich nicht mehr damit anfreunden kannst und möchtest dann kannst du dich vielleicht wieder an meine Worte erinnern.


    gestern habe ich meinen mann zum flughafen gebracht, ich werde ihn in 3 monaten erst wieder sehen. nun ich war gestern nicht gerade glücklich und ein leichter "katzenjammer" hatte ich auch. aber ich habe der tatsache das es so ist ins gesicht geschaut und bin in den garten, hier holte ich mir kraft und freute mich an dem was da war. natürlich habe ich meinen mann dadurch nicht hergezaubert aber der "katzenjammer" war weg. wir haben es in "der hand" wie wir mit uns und den dingen umgehen. :)
    hast du schon mal regenblasen bestaunt?

    ....so kann man damit auch umgehen und es ist sicher der bessere Weg als in Depressionen zu verfallen. Das ist klar, nur damit löst man das Problem nicht vom Kern. Auf deine Art wird man nach jedem "down" ein "up" suchen oder gar erfinden um das andere zu überwinden. Erstens kann das auf Dauer Stress verursachen und zweitens sind diese "positiven" Gefühle wieder ein Keim ins Unterbewusste (wie vorhin schon erklärt).

    Regenblasen....nun Schaumblasen kenne ich....was ist damit?

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 10. Juni 2011 um 19:46
    Zitat

    jetzt bin ich nur noch plat
    wie sieht dieser widerwille gegen das gefühl aus?

    ....das ist ein kompliziertes Thema. Zuerst sollte man wissen wie das Gefühl entstanden ist und vor allem wodurch. Dabei der Ursache auf den Grund gehen und dafür sorgen das es nicht wieder zustande kommt. Karma bedingt wird es sicher hier und da immer Gefühle entstehen doch mit zunehmender Praxis wird irgendwann eben "nichts" mehr entstehen was dann mit dem hohen Ziel des Nibbana gleichzusetzen ist.

  • Warum an der Vergänglichkeit leiden?

    • Snake_Dance
    • 10. Juni 2011 um 19:32
    sumedhâ:
    Snake_Dance:

    ...nun ein ständiges beobachten des Geistes, des Körpers usw. (kurz: Khandas). Sobald irgendeine Art von Gefühl gesteht sollte man deren Vergänglichkeit ins Bewusstsein holen eine Art Widerwillen aufbringen und sich auf das speichern des Unterbewusstsein verlassen damit es irgendwann nicht wieder Gefühle hervorbringt....zum Beispiel.


    vielen Dank.
    ich will mein leben nicht in wiederwille leben aber in achtsamkeit.
    diese achtsamkeit ist quelle für freude die vergehen darf ohne das ich ihr nachtrauere, wenn es aber doch mal passiert hilft sie mir zu erkennen das vergänglichkeit mein ständiger begleiter ist, wir gehen sozusagen hand in hand durchs leben, als freunde nicht als feinde.


    ....wenn du dich mit diesen gelegentlichen "nachtrauern" angefreundet hast ist das ja okay aber wenn die Zeit kommt und du dich nicht mehr damit anfreunden kannst und möchtest dann kannst du dich vielleicht wieder an meine Worte erinnern.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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