Danke für den aufschlussreichen Beitrag. Gibt es denn für
d) Buddha selbst hat vermutlich nicht an eine Wiedergeburt geglaubt
genauere Quellenangaben und Zitate?
Danke für den aufschlussreichen Beitrag. Gibt es denn für
d) Buddha selbst hat vermutlich nicht an eine Wiedergeburt geglaubt
genauere Quellenangaben und Zitate?
Der Titel des Theads klingt sehr groß.
Und dann liest es sich so leicht.
Und dann ist es doch so schwer.
Seit kurzem frage ich mich immer wieder, ob es sich bei sowas um schlechtes Karma aus einem früheren Leben handelt?
Mein aufrichtiges Mitgefühl und die besten Wünsche!
Die Frage nach dem Karma würde ich (so) nicht stellen. Vergangenes ist im Hier und Jetzt nicht mehr präsent. Falls Du für Dich um die Frage nach dem Karma nicht herum kommst, würde ich mich auf die Gegenwart fokussieren: auch jetzt kannst Du viel gutes Karma erzeugen, z. B. durch den Umgang mit Deiner Krankheit. Dein offener Post und die evozierten Beiträge sind da nur ein Beispiel. Wege der Meditation zu entdecken (z. B. durch fragen und ausprobieren) kann Dich zur Hilfe und zum Vorbild für andere machen
und wäre damit vielleicht ein anderes Beispiel.
(Auf die Diskussion ob Karma überhaupt „gut“ oder „schlecht“ sein kann u. ä., verzichte ich hier bewusst.)
Vielen Dank für die interessanten Beiträge. Bei mir selbst konnte ich beobachten, dass eine morgendliche Metta-Meditation oder auch nur die Lektüre der Metta Sutta am Tagesanfang mich ziemlich immun gegen Beleidigungen und (vermeintliche) Geringschätzung macht. Vielmehr gelingt es mir dann immer öfter auch in solchen Situationen mit aufrichtigem Mitgefühl zu reagieren.
Wie meditiert man über das Nicht-Ich?
Vielleicht am besten gar nicht. Denn so wenig wie es ein Ich gibt, gibt es ein Nicht-Ich. Hilfreich ist es aber vielleicht über das Ich zu meditieren: Was ist das? Wie fühlt es sich an? Wo spüre ich es? Ist es immer da? Ist es immer gleich? Irgendwann erfährt man immer besser die fünf Skandhas und merkt, das „Ich“, das gibt es ja gar nicht.
Ja, aber das muss echt sein, nicht vom Verstand, sondern vom Geist/ Herzen kommen, sonst macht man sich nur etwas vor oder verleugnet sich.
Manchmal darf auch der Verstand dem Herzen den Weg bereiten. Und dann ist es vielleicht gar nicht so falsch (auch wenn es sich noch so anfühlt und ich gut nachvollziehen kann, was Du meinst).
Bei wachsenden Threads besteht ja immer die Gefahr, etwas zu übersehen. Falls noch nicht bekannt könnte aber https://www.iit.wiki/overview interessant sein.
M. E. gilt dies nicht. Es gibt unterschiedliche Gründe, um eine Praxis abzulehnen, die nicht unbedingt mit der subjektiven Erfahrung eines Individuums korrelieren müssen. Ein Beispiel wäre hier die Tatsache, dass eine Praxis unethisch sein kann. Ein anderes Beispiel wären wissenschaftliche Studien, die individuelle Erfahrungen zusammenfassen oder Messbares vermitteln. Schwierig wird eine Bewertung immer dann, wenn es widersprüchliche Informationen zur Bewertung einer Praxis gibt, auch weil dann die Gewichtung der Informationen nicht immer trivial ist. Wie bewerte ich z. B. eine Praxis, die mir Wohlbefinden bereitet, aber temporär meine Gesundheit beeinträchtigt?
Mit Mitgefühl sieht man durchaus die Fakten, fühlt jedoch die Beweggründe des Betreffenden (mit), versteht die Ursachen für dessen Gehabe und Handlungen und verurteilt ihn nicht (von oben herab) dafür.
Gerade „dieses nicht von oben herab“ scheint mir ein wichtiger Punkt.. hier ist es manchmal so, dass der Grad von „heilig“ zu „scheinheilig“ schmal ist, und man sich immer wieder ehrlich prüfen muss….
Gestern blind der Religion vertraut, heute der KI geglaubt.
Vielleicht sind weder Religion noch KI das Problem, sondern „blind vertraut“ und „geglaubt“?
Das würde ich gerne können.
Man ist quasi in sich drin wie in einer Schaltzentrale und entscheidet sich nicht den Hebel um andere zu verletzen zu betätigen, obwohl man rot sieht.
Für mich hört sich das so an, als seiest Du echt schon auf einem guten Weg. Mit weiterer Übung könnte es sein, dass Du die Wut noch früher erkennst. Es kann dann helfen, diese genau zu beobachten (z. B. Wo im Körper spüre ich diese Wut? Wie fühlt sie sich dort an? Nimmt das Gefühl zu oder ab? …?) Vermutlich wird die Wut nicht so schnell ganz verschwinden, aber vielleicht wird sie seltener und weniger stark ausgeprägt.
Vielleicht hilft regelmäßige Achtsamkeitsmeditation (in Verbindung mit dem „rechten Streben“). Manchmal hilft das, aufkommende Wut und herannahenden Zorn so früh zu erkennen, dass man ihn einfach beobachten und ohne weitere Reaktion vorbeiziehen lassen kann.
Jetzt komme ich mit niedrigen Dosierungen aus, aber ich hoffe, dass ich es wieder schaffe, ohne diese chemische Keule zu leben. So ist meine Erfahrung.
Großen Respekt für Euren Weg. Und wie schon Vorredner:innen schrieben: Gegen medizinisch notwendige Medikamente ist aus buddhistischer Sicht nie etwas einzuwenden. Man könnte noch anführen, dass die Medikamente auf ethisch vertretbarem Wege bereitgestellt worden sein sollten und die Einnahme freiwillig erfolgen muss, aber das würde ich hier mal außen vor lassen.
Editiert 2.11.24 13:06: „Deinen“ >> „Euren“ (Typo)
In der Tat ein nachvollziehbares Dilemma: Einerseits zählt die Sangha zu den drei Juwelen (wobei es unterschiedliche Definitionen von Sangha gibt und mancher eine Gruppe Meditierender vielleicht nicht für sich genommen als solche definiert), andererseits belasten Autofahrten natürlich wie geschrieben die Umwelt. Persönlich, denke ich, dass, wenn Du Dich in der Gruppe wohlfühlst und sie Dich und die anderen Mitglieder auf dem buddhistischen Weg weiterbringt, die Fahrt mit dem Auto durchaus in Ordnung sein kann - gerade, wenn es keine Alternativen gibt.
Herzlich willkommen, flaneur
Dankeschön 🙏🙂
Das ist auf jeden Fall ein spannendes Thema, finde ich. Es gibt viele Studien, die zeigen, wie heilsam Meditation sein kann. Für den buddhistischen Weg ist sie sogar essenziell. Nicht übersehen werden darf aber auch, dass es Umstände gibt, unter denen Meditation problematisch sein kann (vgl. dazu z. B. https://www.tagesschau.de/investigativ/s…kungen-100.html)