Wenn so der Eindruck entsteht, entspricht das nicht meiner Absicht.
Dann entschuldige bitte, Igor. Das habe ich dann wohl in den falschen Hals bekommen.
Wenn so der Eindruck entsteht, entspricht das nicht meiner Absicht.
Dann entschuldige bitte, Igor. Das habe ich dann wohl in den falschen Hals bekommen.
Solche Ansichten teile ich nicht.
Das musst du auch nicht. - Ich störe mich daran, weil es von deiner Seite aus missionarisch wird und du über andere Meinungen drüber bügelst. Was du eigentlich sagst: "Ich hab's gecheckt und wer eine andere Meinung als ich hat, liegt falsch."
Person" und "Individuum" oft
synonymgebraucht:
Nein, liebe Anna, ich habe darum gebeten, das ganze Buch zu lesen, nicht die ganzen Notizen zu Dhamma.
Wenn man hier zuerst ein Buch gelesen haben muss, bevor man mitreden darf, dann sollte man das Ganze vielleicht in die Rubrik "Buddhistische Bücher" verschieben.
Für mich ist Spiritualität immer dann toxisch, wenn sie nicht zum eigentlichen Ziel führt.
Aus deiner Sicht als säkularer Buddhist also immer.
Achtsamkeit ist für mich, den inneren Impuls zu bemerken, bevor er zur Handlung wird.
KarmaHausmeister:[..] Wenn man keine Argumente mehr hat, aber dennoch seine Überzeugung nicht ändern möchte, macht man so etwas. Ich halte so ein Verhalten ja nicht für sehr buddhistisch. Soviel zur Metaebene.
[...] Ich finde es auch nicht besonders hilfreich, die Antworten hier im Forum wiederholt als unbuddhistisch abzuwerten.
Das ist keine Abwertung sondern eine Feststellung. Würdest Du mir zustimmen, dass das Festhalten an – was auch immer – der buddhistischen Idee entgegenläuft? Das Festhalten an (religösen) Überzeugungen ohne eine valide argumentative Grundlage ist in seiner harmloseren Form spirituelles Bypassing. Im schlimmeren Falle führt diese dann geradewegs in den Fundamentalismus.
Wenn tatsächlich alles falsche Ansicht wäre, von dem du sagst, dass es falsche Ansicht ist, würde ich das auch so sehen – Da das aber nicht so ist und keine der Auslegungen besser als die andere ist, bleibt das Etikett ‚unbuddhistisch‘ für mich eine Abwertung.
KarmaHausmeister:[..] Wenn man keine Argumente mehr hat, aber dennoch seine Überzeugung nicht ändern möchte, macht man so etwas. Ich halte so ein Verhalten ja nicht für sehr buddhistisch. Soviel zur Metaebene.
Fehlende Argumente oder die Einsicht, dass es nur ums Rechthaben geht.
Ich finde es auch nicht besonders hilfreich, die Antworten hier im Forum wiederholt als unbuddhistisch abzuwerten.
Ich habe immer noch ein Verständnis- und Abgrenzungsproblem, wenn es um den säkularen Buddhismus geht. Folgendes habe ich gerade dazu gelesen:
"... Meditationsformen wie MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) vermeiden bewusst jede spirituelle Sprache.
Der säkulare Buddhismus – und auch Thomas Metzinger – geht aber weiter: Er lehnt die religiösen Dogmen ab (Gott, Wiedergeburt, Karma), nicht aber die spirituelle Dimension der Praxis."
Kann man das aus deiner Sicht so auf den Punkt bringen, KarmaHausmeister ?
ZitatIch auch.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen - solange es niemandem schadet...
Der Spruch klingt ja selten dämlich unangebracht, wie im Kindergarten.
Wieso denn das? Der Spruch spiegelt doch genau dein Motto:
"Mit dieser sprichwörtlichen Redensart will man zum Ausdruck bringen, dass man jedem zubilligen muss, so zu handeln, sich so zu verhalten, wie er es für richtig hält, auch dann, wenn dabei besondere Marotten, Verrücktheiten zutage treten."
(Duden)
Vielleicht kann einer oder andere die eigene, nicht die aus irgendwelchen Quellen, Sichtweise kurz beschreiben?
Buddhismus ist für mich die Brille, mit der man Samsara durchschauen kann.
Alles anzeigenDas ist keine Erwiderung auf den Essay. Hast Du ihn gelesen?
Ich habe den Text gelesen und meine Kritik bezieht sich genau auf seinen Kern. Er beschreibt sehr gut, wie ein Ich weniger reaktiv und bewusster handeln kann. Aus nicht-säkularem Buddhismus ist Befreiung jedoch nicht die Optimierung dieser Selbststeuerung, sondern das Erkennen, dass es keinen eigenständigen Akteur gibt, der steuert. In diesem Sinn bleibt dein Essay konsequent westlich-psychologisch.
Wo finden wir anatta in dem Essay?
Dass ein Ich/Selbst existiert, darüber sind wir uns einig, nicht wahr? Es ist lediglich dynamisch, es ist zusammengesetzt. Es ist keine unabhängige Instanz, die in der Lage ist, freie Entscheidungen zu treffen. Es ist bedingt. Was auch alle Handlungen dieses Ichs bedingt sein lässt. Das Essay dekonstruiert genau diese Vorstellung von einem un-bedingten, zum freien Willensakt fähigen Ich. Deutlicher kann man auf anatta nicht hinweisen.
Die im Essay beschriebene Sichtweise ist im Kern eine Auslegung der anatta-Lehre. Die anatta-Lehre findet sich überall dort im Essay, wo das Selbst als Prozess, als bedingtes Entstehen, als fluide Konstruktion beschrieben wird.
Danke für den Hinweis. Ich sehe anatta im Essay auch klar benannt, verstehe meinen Einwand aber so, dass in deinen Ausführungen das bedingte, prozesshafte Ich ja dennoch der einzige Bezugspunkt von Wahrnehmung und Handlung bleibt. Dieser Selbstbezug ist jedoch - zumindest nach meinem Verständnis - auch nur konventionell und sollte letztlich auch losgelassen werden.
Das ist keine Erwiderung auf den Essay. Hast Du ihn gelesen?
Ich habe den Text gelesen und meine Kritik bezieht sich genau auf seinen Kern. Er beschreibt sehr gut, wie ein Ich weniger reaktiv und bewusster handeln kann. Aus nicht-säkularem Buddhismus ist Befreiung jedoch nicht die Optimierung dieser Selbststeuerung, sondern das Erkennen, dass es keinen eigenständigen Akteur gibt, der steuert. In diesem Sinn bleibt dein Essay konsequent westlich-psychologisch.
Auf das zweite Stück Torte schielen, noch bevor ich das erste ganz verputzt habe.
Aber es gibt einen Punkt, an dem diese vollkommene Hoffnungslosigkeit (m.E. ein anderes Wort für existenzielles, totales Loslassen oder Aufgeben oder Hingeben) umkippt – von einem Dagegen-Stemmen in ein Fließen: Der Kampf hört auf, der Versuch, sich gegen Anicca zu stellen, all das Streben, Eifern, Wollen, Schützen, Vorsorgen, Absichern, Planen, Festhalten etc. endet, und Ruhe kehrt ein.
Warum immer wieder dagegenstemmen, wenn doch die Lösung im Loslassen und Annehmen liegt?
Ich frage mich nun, ob man als prakt. Buddhist mit einer manifesten Depression (oder auch depressiven Verstimmungen) gefährdet ist, die dann vorhandene Leere, Antriebs-, Interesse- und Gefühllosigkeit mit überwundenem Daseinsbegehren zu verwechseln...
Ich glaube nicht, weil da ja die Leichtigkeit fehlt.
Oder ist der Buddhismus ein in sich geschlossener Weg, der keine Vermischung duldet?
..., ein geschlossener Weg, der keine Vermischung braucht.
Trotzdem kenne ich auch Erwachsene, die nach Gruppengesprächen oder Therapien sehr wohl sehen können, was die Ursache in den Eltern waren, dass sie so wurden, wie sie geworden sind. Und die dadurch durchaus auch mit Mitgefühl auf die Eltern schauen können, aber aus Schutzgründen trotzdem noch Abstand halten müssen. Es gibt auch Traumata, die man nicht "wegtherapieren" kann. Das gilt für beide Seiten und beide Seiten sollten das Recht haben zu entscheiden, wann ein konstruktiver Kontakt wieder möglich ist.
Das sehe ich ganz genau so - und Anna bestimmt auch. Aber bei Qualias Berichten über seine Schwester habe ich dann doch eher an Groll als an Mitgefühl denken müssen. Wie auch immer. Wenn ich damit falsch liege, kann Qualia das ja sicher für sich richtig einordnen.
Glaube erfordert keine Argumente, keine Logik/Rationalität/Widerspruchsfreiheit und keinerlei Einsicht.
Ganz genau. Warum fragst du dann nach Beweisen, wenn es doch gar nichts zu beweisen gibt.
[...] Ich verstehe aber, dass Gläubige nicht gern Argumente annehmen, das würde ja ihren Glauben gefährden. Geht aber auch in Ordnung.
Du glaubst doch auch - nur eben das Gegenteil. Oder kannst du es beweisen?
... aber als die Symptome immer unangenehmer und bedrohlicher wurden, regte sich plötzlich ein starker Überlebenswille in mir, sowie der übermächtige Wunsch, (weiter) dazusein ...
Das finde ich gut, ich hätte dich hier sonst sehr vermisst.
Das kann man aber verstehen. Wer sein Mitgefühl nicht auf sich richtet, wird kein Mitgefühl für andere haben.
Ich habe mich doch gar nicht ausgeschlossen.
Leider ist es im konkreten Alltag nicht immer leicht, zu entscheiden, was jetzt "gerade notwendig" ist, oft sieht man sich dazu gezwungen, Prioritäten zu setzen, ...
Typisch Samsara halt.
Was jetzt tun?!
Mein Selbst-Mitgefühl rät mir, den Rolli zu nutzen, bis ich mich auch ohne ihn "sicher" fühle, das Mitgefühl mit meinem Mann, es "ohne" zu versuchen (was ich mir aber -noch- nicht zutraue)...
... dann muss sich dein Mann eben noch ein bisschen gedulden.
Die (vorläufige) "Lösung":
Kauf eines zusammenklappbaren Campingstuhls (in einer Hülle mit Tragegriff), den mein Gatte nun - gerne! -
auf unseren Märschen trägt und auspackt, wenn mich die Kräfte verlassen....
Eine prima Lösung.
Ich verstehe eure Diskussion nicht ganz. Wenn Mitgefühl da ist, dann ist es doch für alle da. Und wenn es für alle da ist, dann tue ich eben das, was gerade notwendig ist. Ob für mich oder jemand anderen, spielt ja dann keine Rolle.