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  1. Buddhaland Forum
  2. Jan87

Beiträge von Jan87

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 10. Februar 2024 um 13:17
    mukti:

    Es soll auch vorkommen dass Kinder die Sprache sprechen die dort gesprochen wird oder wurde. Oder Z.B. dass ein Fliesenboden eines Wohnhauses beschrieben wurde und das Haus wird dann gefunden, wird aber gegenwärtig als Stall benutzt und unter einer Schicht Erde finden sich die beschriebenen Fliesen.

    Von Narada mukti - die Stelle passt wohl gerade ;)

    Kapitel 24 - Gründe, an die Wiedergeburt zu glauben

    Zitat

    Aber wie konnte Christian Heineken innerhalb weniger Stunden nach seiner Geburt sprechen, im Alter von einem Jahr Bibelstellen wiederholen, im Alter von zwei Jahren jede Frage zur Geografie beantworten, im Alter von drei Jahren Französisch und Latein sprechen und im Alter von vier Jahren Philosophie studieren? Wie konnte John Stuart Mill im Alter von drei Jahren Griechisch lesen; wie konnte Macaulay im Alter von sechs Jahren eine Weltgeschichte schreiben; wie konnte William James Sidis, das Wunderkind der Vereinigten Staaten, im Alter von zwei Jahren lesen und schreiben, mit acht Jahren Französisch, Russisch, Englisch, Deutsch sowie etwas Latein und Griechisch sprechen; wie konnte Charles Bennet aus Manchester im Alter von drei Jahren in mehreren Sprachen sprechen?

    https://bps.lk/olib/bp/bp102s…s_Teachings.pdf

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 8. Februar 2024 um 12:46
    Metta:
    Jan87:

    Die dhammacakka sutta verweist dann auch deutlich darauf, dass mit Geburt und Tot Dukkha gemeint ist.


    "Das ist die noble Wahrheit des Leidens: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden; Trauer, Klage, Schmerz, Betrübnis und Verzweiflung sind Leiden; die Vereinigung mit dem Nicht-Geliebten ist Leiden, die Trennung von dem Geliebten ist Leiden, nicht zu bekommen, was man will, ist Leiden; kurz gesagt, die fünf Komponenten der Anhaftung sind Leiden."

    das halte ich für einen sehr bedeutenden Hinweis, der in der ja erst später formalisierten (und im Original nie durchnummerierten) "Kette" verloren ging: paticasamuppada beschreibt die Fortsetzung von Dukkha und nicht etwa die Wiedergeburt von Wesen.

    Mit dem Begriff "Wesen" muss man vorsichtig sein, in der Dhamma-Sprache beschreibt sie auch die "Wiedergeburt von Wesen"

    Pañcāpādānakkhandha – Nach dem Buddhismus besteht dieses sogenannte Wesen aus fünf Gruppen, nämlich: Rūpa, Materie, Vedanā, Gefühl, Saññā, Wahrnehmung, Samkhārā, geistige Zustände, und Viññāna, Bewusstsein. Diese fünf psycho-physischen Bestandteile bilden einen individuellen Menschen. Materie besteht aus Kräften und Qualitäten. Der Geist besteht ebenfalls aus geistigen Zuständen (cetasikas). Es gibt zweiundfünfzig von ihnen. Von diesen werden Vedanā und Saññā als zwei verschiedene Gruppen behandelt. Die verbleibenden fünfzig werden gemeinsam als Samkhārā bezeichnet.

    Vorher sieht man aber an dem Pali-Begriff ponobhavikā, das nicht die Geburt Jati, sondern das Werden aus der bedingten Entstehung gemeint ist.

    Es ist dieses Verlangen, das Wiedergeburt (ponobhavikā) hervorruft, begleitet von leidenschaftlichem Festhalten, das dies und jenes (Leben) begrüßt. Es ist das Verlangen nach sinnlichen Freuden (kāmatanhā), Verlangen nach Existenz (bhavatanhā) und Verlangen nach Nicht-Existenz (vibhavatanhā).

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 8. Februar 2024 um 12:10
    Igor07:

    Dann es wäre keine Bedingte Entstehung möglich, logisch , oder? :?:

    Vom Fuße des Rājāyatana-Baums begab sich der Buddha zum Ajapāla-Banienbaum, und als er in einsamer Meditation vertieft war, kam ihm der folgende Gedanke:

    „Dieser Dhamma, den ich erkannt habe, ist in der Tat tiefgründig, schwer zu erfassen, schwer zu begreifen, ruhig, erhaben, nicht im Bereich der Logik, subtil und soll von den Weisen verstanden werden. Diese Wesen sind an materielle Vergnügen gebunden. Dies kausal verbundene 'Abhängige Entstehen' ist ein Thema, das schwer zu verstehen ist."

    Narada

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 8. Februar 2024 um 10:34
    Sotapannabumm:

    Diese Dhammasprache würde ich bloß eine eher abwegige Interpretation nennen. Mit Tod und Geburt sind in den Lehrreden diese Vorgänge gemeint, und nicht eine Metapher für mentale Erscheinungen. Über diese wird ja gesondert erklärt und auch sehr konkret (nicht in der Absicht eine passende Metapher anzubieten).

    Man gucke es sich im Zusammenhang mit der bedingten Entstehung an und untersuche es in sich selber. Das zu verstehen ist das Ziel. So entsteht und endet Dukkha:

    1. Avijjā (Unwissenheit): Dies ist das erste Glied, das den Zyklus in Gang setzt. Es bezieht sich auf die Unkenntnis der wahren Natur der Realität, insbesondere der Vier Edlen Wahrheiten.
    2. Saṅkhārā (Formung des Geistes): Dies bezieht sich auf die Bildung von karmischen Neigungen und Tendenzen aufgrund von Handlungen, Gedanken und Absichten in der Vergangenheit.
    3. Viññāṇa (Bewusstsein): Dies bezeichnet das Bewusstsein oder das individuelle Bewusstsein, das aus den karmischen Ursachen entsteht.
    4. Nāmarūpa (Geist und Materie): Dies bezieht sich auf den Prozess der mentalen und physischen Formationen, die das individuelle Leben bilden.
    5. Saḷāyatana (Sechs Sinnesbasen): Dies sind die sechs Bereiche oder Orte, durch die wir die Welt wahrnehmen: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist.
    6. Phassa (Kontakt): Dies bezieht sich auf die Berührung oder das Zusammentreffen der Sinnesorgane mit ihren jeweiligen Objekten, was zur Entstehung von Empfindungen führt.
    7. Vedanā (Gefühl): Dies bezieht sich auf die Empfindungen oder Gefühle, die als angenehm, unangenehm oder neutral erlebt werden.
    8. Taṇhā (Verlangen): Dies bezieht sich auf das Verlangen oder den Durst nach Sinnesbefriedigung und Existenz, der aus den angenehmen und unangenehmen Empfindungen entsteht.
    9. Upādāna (Anhaftung): Dies bezeichnet die Anhaftung oder das Festhalten an Objekten oder Ideen aufgrund von Verlangen.
    10. Bhava (Werden): Dies bezieht sich auf den Prozess der Existenz oder des Werdens, der durch Anhaftung an Objekte oder Ideen entsteht.
    11. Jāti (Geburt): Dies bezieht sich auf die physische oder psychologische Geburt, die aus dem Prozess des Werden entsteht.
    12. Jarāmaraṇa (Altern und Tod): Dies bezieht sich auf den Prozess des Alterns, des Sterbens und des Todes, der aus der Geburt entsteht.

    Psychologische Bedeutung von Geburt und Tod:

    Geburt: Psychologisch gesehen repräsentiert Jāti (Geburt) den Beginn eines neuen Zyklus von Leben und Leiden. Es steht für die fortgesetzte Identifikation mit einem konzeptuellen Selbst (Ego) und die Anhaftung an Existenz. Jede Geburt im Sinne der Bedingten Entstehung führt zu einem weiteren Zyklus von Leiden und Samsara, solange das Verlangen und die Anhaftung bestehen bleiben. Es verdeutlicht auch die fortlaufende Manifestation von Identitäten und Erfahrungen, die durch unsere Handlungen und Gedanken geformt werden.

    Tod: Jarāmaraṇa (Altern und Tod) repräsentiert das Ende eines Zyklus von Leben und Leiden. Psychologisch gesehen steht der Tod für die Auflösung des konzeptuellen Selbst (Ego) und die Befreiung von der Identifikation mit einem festen Selbstbild. Es symbolisiert auch das Ende des Leidens, das mit dem Zyklus von Geburt und Tod verbunden ist, und bietet die Möglichkeit zur Erkenntnis der ultimativen Realität jenseits der Dualität von Geburt und Tod.

    PS:
    Die dhammacakka sutta verweist dann auch deutlich darauf, dass mit Geburt und Tot Dukkha gemeint ist.

    "Das ist die noble Wahrheit des Leidens: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden; Trauer, Klage, Schmerz, Betrübnis und Verzweiflung sind Leiden; die Vereinigung mit dem Nicht-Geliebten ist Leiden, die Trennung von dem Geliebten ist Leiden, nicht zu bekommen, was man will, ist Leiden; kurz gesagt, die fünf Komponenten der Anhaftung sind Leiden."

    PPS: Dhammacakka sutta und Bedingte Entstehung waren ausreichend für die ersten fünf Jünger des Buddha, um Arahatschaft zu erreichen ;)

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 8. Februar 2024 um 09:21

    Zu Anhaften, auch von Buddhadasa.
    Man kann haben und sein, ohne dadran anzuhaften/sich zu identifizieren.

    Für mich war das doch eine recht wichtige Aussage, vielleicht hilft das ja noch jemanden.[lz]

    „Ich-und-Mein“ ist die Ursache dafür, dass wir uns mit
    diesen Dingen beschäftigen, denn „Ich-und-Mein“ will haben, will sein und will
    nach dem greifen, was als lohnenswert zu haben, zu sein und zu ergreifen
    angesehen wird. Solange aber Anhaften in unserem Haben, unserem Sein und
    unserem Ergreifen involviert ist, werden wir mit nichts als Leiden enden.
    Es gibt zwei Arten von Haben, Sein und Ergreifen. Die eine ist mit Anhaften
    verbunden, die andere mit Intelligenz und frei von Anhaftung. Intelligenz
    bedeutet hier wahre Intelligenz, nicht die Art von Intelligenz, mit der das
    Anhaften spielen kann.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…ch-und-Mein.pdf[/lz]

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 8. Februar 2024 um 08:41
    mukti:

    Das kann sich verändern, die Identität Mensch verändert sich nicht von Geburt bis Tod. Ein junger, alter, kranker, guter, schlechter Mensch usw., ist immer ein Mensch.

    Nicht ganz richtig in Dhamma-Sprache


    [lz]

    Mensch
    Wir wollen jetzt das Wort "Mensch" (manussa) näher beleuchten. Wir denken uns nichts mehr dabei, wenn wir das Wort "Mensch" benutzen. Jede Person ist für uns ein Mensch. Aber wir sollten sorgfältiger mit diesem Wort umgehen, denn das Wort "Mensch" hat zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen.
    In der Umgangssprache bezeichnet das Wort "Mensch" ein Wesen in einer menschlichen Gestalt. In der Dhamma-Sprache bezieht sich das Wort "Mensch" auf bestimmte, besonders hohe geistige Qualitäten, die in dem Begriff enthalten, jedoch unausgesprochen sind. Das ist nicht schwer zu verstehen. Wenn beispielsweise jemand seinen Freund kritisiert und sagt: „Du bist kein Mensch“, was meint er damit? Die kritisierte Person besitzt einen menschlichen Körper, genauso wie der Kritikübende. Warum also wird er beschuldigt, "kein Mensch" zu sein? Der Grund liegt darin, daß ihm die "edle Gesinnung" fehlt, die in dem Begriff "Mensch" implizit enthalten ist. So hat das Wort "Mensch" zwei verschiedene Bedeutungen, die umgangssprachliche für eine Kreatur in menschlicher Form und die der Dhamma-Sprache für ein Individuum mit hohen spirituellen Qualitäten.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%2…der_Sprache.pdf[/lz]

    Und weiter aus dem Buch, passt noch zum Topic:

    Zitat

    Geburt

    Wir wollen unsere Betrachtungen mit dem Wort "Geburt" (jāti) fortsetzen. In der Umgangssprache bezeichnet das Wort "Geburt" die körperliche Geburt aus dem Mutterleib in diese Welt. Ein Mensch wird nur einmal physisch geboren. Nach seiner Geburt lebt er in dieser Welt, bis er stirbt und eingesargt wird. Physische Geburt gibt es für jeden von uns nur einmal. Die Geburt aus dem Mutterleib ist die Bedeutung des Wortes
    "Geburt" in der Umgangssprache.
    In der Dhamma-Sprache bedeutet das Wort "Geburt" das Aufsteigen einer bestimmten Vorstellung im Geist, nämlich der Vorstellung eines "Ich" oder eines "Egos", die immer wieder im Laufe des Tages in unserem Geist aufsteigt. In diesem Sinne wird der gewöhnliche Mensch sehr häufig geboren, wieder und wieder. Eine weiter entwickelte Person wird nicht so oft geboren; eine in der Übung weit fortgeschrittene Person (ein Edler, ariya puggala) wird noch seltener und schließlich gar nicht mehr geboren. Jedes Entstehen der Vorstellung von einem "Ich" oder "Mein" in dieser oder jener Form ist eine "Geburt". Jedes Mal, wenn ein Mensch wie ein Tier denkt, wird er im gleichen Augenblick als ein Tier geboren. Wenn er wie ein Mensch denkt, wird er als Mensch geboren. Wenn er wie ein himmlisches Wesen denkt, so wird er als himmlisches Wesen geboren. Leben, das Individuum, Glück und Leid, usw., all das wurde vom Buddha als momentane Bewußtseinszustände erkannt. Sich damit als "Ich" oder "Mein" zu identifizieren, ist die Bedeutung des Wortes "Geburt" in der Dhamma-Sprache - nicht die der körperlichen Geburt, wie in der Umgangssprache.
    "Geburt" ist ein oft benutzter Ausdruck in den Lehrreden des Buddha. Wenn er von Alltagsdingen sprach, so benutzte er das Wort im umgangssprachlichen Sinn. Wenn er jedoch den höheren Dhamma darlegte - wenn er etwa über das "Bedingte Zusammenentstehen" (paṭicca-samuppāda) sprach - benutzte er das Wort "Geburt" in der Bedeutung der Dhamma-Sprache. In seiner Erklärung des "Bedingten Zusammenentstehens" sprach er nicht über die physische Geburt. Er sprach vielmehr von der Geburt der Anhaftung an den Vorstellungen "Ich", "Mein", "Ich-Selbst", "Mein Eigen"

    Zitat

    Tod
    Nun zum Gegenteil, dem Wort "Tod". In der Umgangssprache bedeutet dieses Wort das Ereignis, das zur Einsargung, Verbrennung oder Beerdigung eines Leichnams führt. In der Dhamma-Sprache jedoch wird damit das Erlöschen der "Ich- und Mein-Vorstellung"
    gemeint, die wir gerade besprochen haben. Das Vergehen dieser Vorstellung im Geist eines Menschen nennt man "Tod" in der Dhamma-Sprache.

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 6. Februar 2024 um 21:27
    Igor07:

    Aber darin war und bleibt der springende Punkt, der Körper hatte gelitten, denn er , wie alle bedingte Phänomene vergänglich, also sterblich ist. Aber der Buddha war nicht mehr sein Körper. Im diesen Sinne das Leiden sollte und auch kann unpersönlich erlebt werden. Genau dazu dient Satipatthana, als der direkte Weg zur Erlösung, oder? Im Umkehr-Schluss das ganze dann würde keinen Sinn machen.

    Er hat physisch unangenehme Empfindungen erlebt. Das ist aber kein Dukkha. Hätte er Dukkha erlebt, wäre er nicht Buddha gewesen, das schließt sich aus.

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 6. Februar 2024 um 14:54
    Metta:
    Jan87:

    Bewusstseinskontinuum ist ein wichtiger Begriff aus der Theravada-Lehre, von dem wird hier wohl gesprochen.

    Die Frage ist wieder, was soll damit gemeint sein. Im Sutta-Pitaka kommt zweierlei vor: "Strom des Verlangens" (chinna-srota) und "Bewußtsseinsstrom" (viññāṇa-sota) - Kontinuum kann man da aber nicht hineindichten. Beide Begriffe sind synonym - und auch "bhava-sota" müßte man synonym verstehen, da Verlangen die Basis von "Dasein" ist. Dazu muss aber wieder etwas (aktiv) ergriffen werden, und dafür ist entwickeltes "namarupa" Voraussetzung.

    Das ist Abhidhamma-Lehre. Der Ehrwürdige Narada Mahathera erklärt es in The Buddha and his Teachings recht ausführlich.

    Deinen letzten Punkt sehe ich auch so. Ohne Ergreifen und ohne Name und Form kommt der Bewusstseinsstrom zum erliegen.

    Wenn ich das jetzt richtig verstehe, besteht dieser Strom aus den Bhavanga, Javanga und den anderen Bewusstseinszuständen (Narada spricht da von 85 Bewusstseinszuständen), die alle mit Kammaformation zusammenhängen.

    Ohne Name und Form kein Ergreifen, kein Kamma, und somit kein Bewusstseinsstrom (konditionierter würde ich eventuell ergänzen).


    [lz]

    Die Grundlage für die Lehre der Wiedergeburt ist die Annahme, dass das Bewusstsein eines jeden Lebewesens, speziell die tiefsten und grundlegenden Schichten des Gewahrseins, ein jeweils anfangs- und endloses Kontinuum bilden. Dieser Strom des subtilen Bewusstseins beruht auf den jeweils vorausgehenden Bewusstseinsmomenten, die die Hauptursache für die jeweils nachfolgenden Wahrnehmungen bilden. Dabei unterscheidet die buddhistische Psychologie viele verschiedene Arten von Wahrnehmungen und unterschiedliche Subtilitätsgrade von Bewusstsein. Oberflächliche Sinneswahrnehmungen, flüchtige Gedanken und Emotionen entstehen und vergehen und ergeben keinen durchgängigen Bewusstseinsstrom. So kommen sie etwa in den Tiefschlafphasen und spätestens im Todesprozess zum Erliegen. Und so sind es nur die grundlegenden und subtilen Formen des Bewusstseins, welche die Basis für die Kontinuität des Geistes bilden und als Hauptursache für eine Wiedergeburt angesehen werden.

    https://www.tibet-initiative.de/reinkarnation-…hen-buddhismus/[/lz]

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 6. Februar 2024 um 10:07
    Sotapannabumm:

    Das Erkennen der offenen Fragen und ungeklärten Implikationen in nicht wenigen Erklärungen über das Bewusstsein und die Triebe mit Hilfe evolutionstheoretischer Modelle, sowie schließlich die Erkenntnis dass es lediglich Interpretationen von empirischen Befunden sind, die Widersprüchlich zu der Lehre vom Bedingten Entstehen erscheinen (können) kann schon hilfreich sein, den Zweifel an der Lehre Buddhas zu verringern bzw. das Vertrauen hierhinein zu stärken.

    Die bedingte Entstehung ist in dir selber zu verstehen, da hilft die Evolutionstheorie nicht viel.
    Neurowissenschaft würde ich da eher empfehlen, die hilft mehr, die eigenen Gedanken und kammischen Prozesse zu verstehen.
    Da ist dann auch die Antwort zu finden, was wiedergeboren wird ;)

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 6. Februar 2024 um 09:46
    Sotapannabumm:

    Ich fand meine Versuche, diese verschiedenen Perspektiven bzw. die hieran geknüpften Verständnisse miteinander in Einklang zu bringen, gar nicht sinnlos bzw. sogar erhellend.


    Natürlich gibt es Interpretationsweisen die grosse Widersprüche andeuten - es ist dann eben eine Frage wie man damit umzugehen gewillt ist.

    Bei der Frage ist der Buddha halt sehr eindeutig gewesen.

    Auch die Aussage von Ihm "Früher wie heute lehre ich nur Leiden und die Beendigung des Leidens" zeigt deutlich, dass der Buddhismus keine Evolutionstheorie erklären will.


    [lz]

    Bei einer bestimmten Gelegenheit näherte sich ein bestimmter Bhikkhu namens Mālunkyaputta dem Buddha und forderte ungeduldig eine sofortige Lösung einiger spekulativer Probleme unter Androhung der sofortigen Abwerfung des Gewandes.

    „Herr“, sagte er, „diese Theorien wurden nicht erläutert, wurden beiseitegelegt und vom Erhabenen abgelehnt - ob die Welt ewig ist oder nicht ewig; ob die Welt endlich oder unendlich ist; ob das Lebensprinzip (jīva) dasselbe ist wie der Körper oder ob das Lebensprinzip eins und der Körper ein anderes ist; ob der Tathāgata nach dem Tod ist oder nicht; ob der Tathāgata nach dem Tod sowohl ist als auch nicht ist; ob der Tathāgata nach dem Tod weder ist noch nicht ist.“[1]

    Der Buddha riet ihm, keine Zeit und Energie mit solchen nutzlosen Spekulationen zu verschwenden, die dem moralischen Fortschritt abträglich waren.

    „Es ist, als ob eine Person von einem mit Gift dick eingeschmierten Pfeil durchbohrt wird und sie sollte zum Chirurgen sagen, der ihn entfernen will: Ich werde nicht zulassen, dass der Pfeil entfernt wird, bis ich die Details der Person kenne, die mich verletzt hat, die Natur des Pfeils, mit dem ich durchbohrt wurde, usw. Diese Person würde sterben, bevor dies jemals ihr bekannt wäre. Auf die gleiche Weise würde diese Person sterben, bevor diese Fragen jemals erläutert worden wären.“

    Die Lösung dieser metaphysischen Fragen führte nicht zu Abwendung, Leidenschaftslosigkeit, Erleuchtung oder Nibbāna.

    [1] Majjhima Nikāya, Cūta Malunkya Sutta, Nr. 63[/lz]

    Igor07

    Zu deinem Wiki-Link und dem Leib-Seele-Problem: Buddhismus wird da als seperate Geistestheorie unter Punkt 4 aufgeführt.
    Wenn ich dich richtig verstehe, meinst du auch eher Mind-Body-Unity, Zusammenhang zwischen geistiger und körperlicher Gesundheit, oder?
    Das Körper und Geist als Einheit zu sehen ist, ist den östlichen Lehren ja klar.

    Das Wort "Bewusstsein" muss ja immer in der entsprechenden Lehre gesehen werden.
    Buddhistisches Bewusstsein ist etwas anderes als Bewusstsein nach einer bestimmten westlichen Psychologie und beide unterscheiden sich z.B. von Eckhart Tolles Lehre, der Bewusstsein als das eigentliche Ich bezeichnet ("Ich bin formloses Bewusstsein in meiner Essenz").

    In den Yoga-Sutras wird Bewusstsein auch wieder etwas anders definiert, aber deckt sich auch, wenn man es richtig betrachtet, mit der buddhistischen und Tolles Lehre.


    [lz]

    Die Yoga-Sutras, verfasst von dem indischen Gelehrten Patanjali, bieten eine umfassende Anleitung zum Yoga und zur Entwicklung des Bewusstseins. In den Sutras wird das Bewusstsein auf verschiedene Weisen beschrieben und definiert. Eine grundlegende Definition des Bewusstseins in den Yoga-Sutras könnte wie folgt lauten:

    Bewusstsein (im Sanskrit: Chitta) wird als der gesamte mentale Prozess oder die mentale Substanz betrachtet, die Gedanken, Emotionen, Eindrücke und Wahrnehmungen umfasst. Es ist das Feld des Geistes, das durch die Praxis von Yoga diszipliniert und beruhigt werden kann. In einem Zustand reiner Bewusstheit oder Samadhi erreicht das individuelle Bewusstsein die höchste Stufe der Reinheit und Erleuchtung, wo die Trennung zwischen dem Selbst und dem Objekt der Wahrnehmung aufgehoben ist.

    Es ist wichtig anzumerken, dass die Yoga-Sutras viele Aspekte des Bewusstseins und der Bewusstseinsentwicklung behandeln, einschließlich der verschiedenen Stufen der Meditation, der Kontrolle über die Gedanken und Emotionen sowie der Erreichung von Einheit und Erleuchtung.

    (GPT)[/lz]

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 6. Februar 2024 um 08:27
    Sotapannabumm:

    Über DNA und DNS kann ich nicht mitreden. Eigentlich fragte ich ja nur, wie du das 'über den Tod hinaus sein bzw Nichtssein' geprüft hast. Und letztlich sind es ja keine Erklärungen, die aus eigener Erfahrung bzw Forschungstätigkeit resultieren (nehme ich an). Wäre es so, könnte man dir ja entsprechend tiefergehende Fragen stellen; vielleicht sogar versuchen einen begrifflichen bzw theoretischen Rahmen zu finden, in welchem die Erklärung Buddhas über das bedingte Entstehen des Bewusstseins als auch die Theorie über die Entstehung der Arten (bzw auch Genetik) aus harmonischer bzw weniger widersprüchlich bzw sogar einander ergänzend erscheinen, wenn man sie nebeneinander stellt.

    Der Buddha hat explizit nicht den Anfang des Bewusstsein erklärt, sondern nur die Beendigung des konditionierten Bewusstseins und des Leidens. Ein Versuch, das mit der Evolutionslehre in Einklang zu bringen, ist sinnlos, das ist nicht das Ziel des Dhamma

    Zitat

    „Ohne erkennbaren Anfang ist dieses Samsāra. Der früheste Punkt der Wesen, die, behindert durch Unwissenheit und gefesselt durch Verlangen, wandern und fortgehen, ist nicht wahrnehmbar.“[1]

    [1] „Anamataggo yam bhikkhave samsāro, pubbākoti na paññāyati avijjānivaranānam sattānam tanhā samyojanānam sandhāvatam.“

    „Unberechenbar ist der Anfang, Brüder, dieses Fortbestehens. Der früheste Punkt wird nicht offenbart, dieses Laufens, dieses Fortbestehens von Wesen, die von Unwissenheit umhüllt sind, an das Verlangen gebunden sind.” - F. L. Woodward - Kindred Sayings, Teil iii, Seite 118.

    „Unvorstellbar ist der Anfang dieses Samsāra, nicht zu entdecken ein erster Anfang von Wesen, die, durch Unwissenheit behindert und von Verlangen eingeschlossen, durch diesen Kreislauf der Wiedergeburten eilen und hasten.” - Nyānatiloka Thera.

    Samsāra bedeutet wörtlich wiederkehrendes Wandern. Atthasālini definiert Samsāra folgendermaßen: —

    „Khandhānam patipāti dhātu-āyatanāna ca abbhocchinnam vattamānāsamsāro ti pavuccati.“

    Samsāra ist die ununterbrochene Abfolge von Aggregaten, Elementen und den Sinnesgrundlagen.

    Alles anzeigen

    Die bedingte Entstehung erklärt nicht den Ursprung, sie ist als Rad zu verstehen.

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 5. Februar 2024 um 19:08

    Kleine Ergänzung noch, nachdem ich den nächsten Teil da nochmal gelesen habe:
    Das Bhavanga-Bewusstsein steht direkt in Verbindung zum Karma.

    Daher lässt es sich aus ultimativer Sicht denke ich sehr schlecht mit dem vergleichen, was die westliche Psychologie als Unterbewusstsein benennt.

    Dann verstehe ich auch Naradas aussage, dass es dafür keine Entsprechung in der westlichen Psychologie gibt.

    Im Bhavanga-Bewusstsein entsteht kein Kamma und im Javana-Bewusstsein wird Kamma erzeugt. Bei Buddhas und Arahats kommt der Prozess dann zum erliegen, wobei Bewusstsein in Form von citta oder viññāna auch bei ihnen noch vorliegt.

    Zitat

    Dieses Bhavanga-Bewusstsein, das man immer erlebt, solange es nicht von externen Reizen unterbrochen wird, vibriert einen Gedankenmoment lang und vergeht, wenn ein physisches oder mentales Objekt in den Geist eintritt. Angenommen, das präsentierte Objekt ist eine physische Form. Nun, wenn der Bhavanga-Strom des Bewusstseins unterbrochen wird, entsteht das Bewusstsein der Sinnespforte (pañcadvārāvajjana), dessen Funktion darin besteht, das Bewusstsein auf das Objekt zu richten und entsteht und vergeht. Unmittelbar danach entsteht das Seh-Bewusstsein (cakkhuviññāna), dass das Objekt sieht, aber noch nichts darüber weiß. Diese Sinnesoperation wird von einem Moment des Empfangs des gesehenen Objekts (sampaticchana) gefolgt. Als Nächstes entsteht der untersuchende Gedankenmoment (santīrana), der das gesehene Objekt momentan untersucht. Dies wird gefolgt von dem bestimmenden Gedankenmoment (votthapana), wenn Diskriminierung ausgeübt wird und der freie Wille seine Rolle spielen kann. Davon hängt die darauffolgende psychologisch wichtige Stufe Javana ab. In dieser Stufe wird eine Handlung beurteilt, ob sie moralisch oder unmoralisch ist. Kamma wird in dieser Stufe ausgeführt.

    Wenn es richtig betrachtet wird (yonisomanasikāra), wird es moralisch; wenn es falsch betrachtet wird (ayonisomanasikāra), unmoralisch. Unabhängig von der Wünschenswertigkeit oder Unerwünschtheit des dem Geist präsentierten Objekts ist es möglich, den Javana-Prozess moralisch oder unmoralisch zu gestalten. Wenn man zum Beispiel einem Feind begegnet, wird automatisch Ärger aufkommen. Eine weise Person könnte dagegen mit Selbstkontrolle einen Gedanken der Liebe gegenüber ihm ausstrahlen. Das ist der Grund, warum der Buddha sagt:

    „Durch sich selbst wird Böses getan,

    Durch sich selbst wird man befleckt,

    Durch sich selbst wird kein Böses getan,

    Durch sich selbst wird man gereinigt.

    Sowohl Befleckung als auch Reinheit hängen ab von einem

    selbst.

    Niemand wird von einem anderen gereinigt.“

    Es ist eine anerkannte Tatsache, dass Umgebung, Umstände, Gewohnheitstendenzen und dergleichen unsere Gedanken beeinflussen. In solchen Situationen wird der freie Wille untergeordnet. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass wir diese externen Kräfte überwinden und durch die Ausübung unseres eigenen freien Willens moralische und unmoralische Gedanken produzieren können.

    Ein externes Element kann ein verursachender Faktor sein, aber wir selbst sind direkt verantwortlich für die Handlungen, die schließlich folgen. Es ist äußerst schwierig, eine geeignete Übersetzung für Javana vorzuschlagen.

    Von einigen wird Wahrnehmung vorgeschlagen. Impuls wird als alternative Übersetzung vorgeschlagen, die jedoch weniger zufriedenstellend zu sein scheint als Wahrnehmung. Hier wird der Pāli-Begriff beibehalten.

    Javana bedeutet buchstäblich Laufen. Es wird so genannt, weil es im Verlauf eines Gedankenprozesses für sieben Gedankenmomente oder bei Todeszeitpunkten für fünf Gedankenmomente mit einem identischen Objekt konsequent läuft. Die mentalen Zustände in all diesen Gedankenmomenten sind ähnlich, aber die Potenzialkraft unterscheidet sich.

    Dieser gesamte Gedankenprozess, der in einem unendlich kleinen Teil der Zeit stattfindet, endet mit dem erfassenden Bewusstsein (tadālambana), das zwei Gedankenmomente lang anhält. Auf diese Weise ist ein Gedankenprozess am Ende von siebzehn Gedankenmomenten abgeschlossen.

    Der Gedankenprozess

    1

    Atīta Bhavanga (Vergangenes Bhavanga)

    2

    Bhavanga Calana (Vibrierendes Bhavanga)

    3

    Bhavanga Upaccheda (Gestopptes Bhavanga)

    4

    Āvajjana (Sinnespfortenbewusstsein)

    5

    Panca Viññāna (Sinnesbewusstsein)

    6

    Sampaticchana (Empfangsbewusstsein)

    7

    Santīrana (Bestimmungsbewusstsein)

    8

    Votthapana (Entscheidungsbewusstsein)

    9,10,11,12,13,14,15

    Javana

    16,17

    Tadālambana (Erfassungsbewusstsein)

    Bücher ziehen das Gleichnis vom Mangobaum heran, um diesen Gedankenprozess zu veranschaulichen.

    Ein Mann liegt tief schlafend am Fuße eines Mangobaums mit bedecktem Kopf. Ein Wind bewegt die Äste, und eine Frucht fällt neben den Kopf des schlafenden Mannes. Er entfernt seine Kopfbedeckung und wendet sich dem Objekt zu. Er sieht es und hebt es dann auf. Er untersucht es und stellt fest, dass es eine reife Mangofrucht ist. Er isst es und schluckt die Reste mit Speichel hinunter und resigniert wieder in den Schlaf.

    Der traumlose Schlaf entspricht dem ungestörten Strom von Bhavanga. Das Schlagen des Windes gegen den Baum entspricht dem vergangenen Bhavanga, und das Schwanken der Äste entspricht dem vibrierenden Bhavanga. Das Fallen der Frucht repräsentiert das gestoppte Bhavanga. Das Wenden zum Objekt entspricht dem Bewusstsein der Sinnespforte; das Sehen des Objekts der Wahrnehmung; das Aufheben dem Empfangsbewusstsein; die Untersuchung dem Bestimmungsbewusstsein; das Feststellen, dass es eine reife Mangofrucht ist, dem Entscheidungsbewusstsein.

    Das eigentliche Essen ähnelt dem Javana-Prozess, und das Schlucken der Reste entspricht der Retention. Sein Resignieren in den Schlaf gleicht dem erneuten Absinken des Geistes in Bhavanga.

    Von den sieben Gedankenmomenten, wie oben angegeben, kann man die Wirkung des ersten Gedankenmomentes, die schwächste in der Potenzialität, bereits in diesem Leben ernten. Dieses Kamma wird als „unmittelbar wirksam“ (dittha-dhammavedaniya) bezeichnet. Wenn es in diesem Leben nicht wirkt, wird es unwirksam (ahosi).

    Der Nächstschwächste ist der siebte Gedankenmoment. Seine Wirkung kann man in der darauffolgenden Geburt ernten. Daher wird dieses Kamma als „nachfolgend wirksam“ (upapajjavedaniya) bezeichnet, das automatisch unwirksam wird, wenn es in der zweiten Geburt nicht wirkt.

    Die Wirkung der Zwischengedankenmomente kann zu jedem Zeitpunkt im Verlauf der Wanderungen im Samsāra erfolgen, bis zur endgültigen Befreiung. Diese Art von Kamma wird als „unbestimmt wirksam“ (aparāpariyavedaniya) bezeichnet.

    Es gibt also eine Klassifizierung von Kamma in Bezug auf seine Wirkungszeit: —

    1. Ditthadhammavedaniya Kamma (Unmittelbar wirksames Kamma)

    2. Upapajjavedaniya Kamma (Nachfolgend wirksames Kamma)

    3. Aparāpariyavedaniya Kamma (Unbestimmt wirksames Kamma) und

    4. Ahosi Kamma (Unwirksames Kamma)

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  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 5. Februar 2024 um 18:17
    Igor07:

    Das ist alles genug verwirrend. Aus der Sicht der modernen Psychoanalyse ( James Hollis is an American Jungian psychoanalyst, author, and public speaker. He is based in Washington, D.C.[1][2], so als der Beispiel), mehr als 90% von unserem Verhalten verläuft nach den bestimmten Patterns, Mustern, also ich kann, folglich, nicht absolut bewusst in genau diesen Augenblick sein.

    Je erleuchteter und bewusster man ist, desto weniger wird man von seinen unterbewussten Mustern gelenkt. Das, was James Hollis meint, kann man auch gut aus buddhistischer Sicht erklären.

    Die Pattern sind mit Karma zu erklären, konditionierte Aktivitäten finden wir ja in der bedingten Entstehung wieder.

    Igor07:

    mehr als 90% von unserem Verhalten verläuft nach den bestimmten Patterns, Mustern, also ich kann, folglich, nicht absolut bewusst in genau diesen Augenblick sein. Ich konnte es sogar nicht abtippen. Denn dazu ich brauche ( unbewusst) die duale Logik der Sprache und der Kommunikation, und das ganze ist /!/ schon im meinem Unbewusstem abgespeichert.

    Damit meinst du aber wieder etwas anderes. Man kann wohl sagen, dass die Sprache auch in dem Bewusstseinskontinuum gespeichert ist (wissenschaftlich müsste man da sicher mehr auf das Sprachzentrum im Gehirn eingehen, da reichen meine Kenntnisse aber nicht weit genug ;) ).

    Igor07:

    Deswegen der ganze Vergleich mit der modernen Psychologie hinkt, denn auch mein Herz ( genau) und die alle Drüsen funktionieren unbewusst, als ich das schreibe. Bin ich aber der ganzen Arbeit im Körper nicht bewusst, das ist absolut logisch.

    Körperfunktionen sind ja wieder etwas anderes, da laufen die meisten komplett unbewusst und nicht psychologisch unterbewusst ab. Ausnahme der Atem, den wir bewusst oder unbewusst laufen lassen können ;)

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 5. Februar 2024 um 17:13

    Also GPT weiß auch nicht so genau, was damit gemeint ist und deckt sich soweit dann mit dem von Narada.

    Zitat

    User

    kannst du mir sagen was im Abhidharma und Visuddhi Magga über das unterbewusstsein steht?

    ChatGPT

    Das Abhidharma ist eine buddhistische Schriften-Sammlung, die systematische Analysen und Abhandlungen über die Natur der Realität, den Geist und die menschliche Erfahrung enthält. Der Visuddhimagga ist ein Kommentar zum buddhistischen Pali-Kanon, der als "Pfad der Reinigung" übersetzt wird. Beide Texte stammen aus der buddhistischen Tradition, insbesondere aus der Theravada-Schule.

    In Bezug auf das Unterbewusstsein im westlichen Sinne gibt es möglicherweise keine direkten Entsprechungen in diesen Texten, da die Konzepte und Terminologien sich zwischen den kulturellen und philosophischen Kontexten unterscheiden.

    Jedoch behandeln sowohl das Abhidharma als auch der Visuddhimagga detailliert die Struktur des Geistes, die Natur der mentalen Prozesse und die Mechanismen der Wahrnehmung. Diese Schriften betonen die Notwendigkeit, die Natur des Geistes zu verstehen, um Leiden zu überwinden und den Weg zur Erleuchtung zu beschreiten. Die Konzentration auf Bewusstsein, Achtsamkeit und die Natur von Geisteszuständen sind zentrale Themen.

    Es ist wichtig zu beachten, dass die buddhistische Psychologie und Philosophie ihre eigenen Begrifflichkeiten haben, die nicht immer direkt mit westlichen Konzepten wie dem Unterbewusstsein übereinstimmen. Wenn Sie spezifische Informationen zu einem Thema suchen, wäre es hilfreich, direkt in den entsprechenden Abschnitten dieser Texte nachzuschlagen oder sich an Experten in der buddhistischen Philosophie zu wenden.

    Alles anzeigen

    Mal GPT etwas weiter gefragt, da wird der Unterschied denke ich klar. Mit Unterbewusstsein ist in der deutschen Übersetzung etwas anderes gemeint, als was die westliche Psychologie als Unterbewusstsein sieht.[lz]

    User

    Wie werden bhavanga-sota und bhavanga-citta ins englische übersetzt?

    ChatGPT

    ChatGPT

    Die Begriffe "bhavanga-sota" und "bhavanga-citta" stammen aus der buddhistischen Abhidharma-Philosophie, insbesondere der Theravada-Tradition. Hier sind die Übersetzungen der Begriffe ins Englische:

    Bhavanga-sota:

    Übersetzung: "Stream of Existence" oder "Life-continuum"

    Erklärung: Der Bhavanga-sota repräsentiert einen grundlegenden, latenten Zustand des Geistes. Es ist ein Kontinuum des Unterbewusstseins oder der Grundströmung des Lebens. In bestimmten Zuständen, wie dem Tiefschlaf oder zwischen bewussten Wahrnehmungen, wird angenommen, dass der Geist im Bhavanga-Zustand ruht.

    Bhavanga-citta:

    Übersetzung: "Life-continuum Consciousness" oder einfach "Bhavanga-consciousness"

    Erklärung: Der Bhavanga-citta ist eine Form des Unterbewusstseins oder der Grundbewusstseinsströmung. Es ist eine bewusste mentale Aktivität im Bhavanga-Zustand. Dieses Bewusstsein wird als eine Art Ruhezustand des Geistes betrachtet, der zwischen den Phasen bewusster Wahrnehmung existiert.

    Es ist wichtig zu beachten, dass Übersetzungen variieren können und dass diese spezifischen Begriffe innerhalb der buddhistischen Philosophie oft Gegenstand von Diskussionen und Interpretationen sind. Wenn Sie sich für eine tiefere Untersuchung interessieren, könnte es hilfreich sein, auf die originale Quellenliteratur zuzugreifen oder sich mit Fachleuten in der buddhistischen Philosophie zu beraten.[/lz]

    Bhavanga-Momente sind Momente, in dem der Geist sich nichts bewusst ist und er so in einem unterbewussten Zustand ist. So würde ich das jetzt erklären. Deckt sich dann auch mit Narada, dass immer nur ein Zustand vorliegen kann.

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 5. Februar 2024 um 16:20
    Igor07:
    Zitat

    Dieser unterbewußte Daseinsstrom ist eben das, was die Psychologen als Unterbewußtsein, auch als das Unbewußte oder die Seele, bezeichnen. Es ist das, worauf alle Erinnerung beruht und wodurch sich das aus früheren Existenzen Ererbte erklären läßt.


    Der Bewusstseinsstrom sind auch die Gedanken, die würde ich eher nicht als unterbewusst sehen. Den Begriff "Unterbewusstsein" aus dem Kommentar beißt sich auch etwas mit Narada Mahatheras Erklärung, im Kanon findet sich dieser Begriff soweit ich weiß nicht.


    [lz]

    Einige Gelehrte identifizieren Bhavanga mit dem Unterbewusstsein. Laut dem Dictionary of Philosophy ist das Unterbewusstsein „ein Fach des Geistes, von bestimmten Psychologen und Philosophen behauptet, unterhalb der Schwelle des Bewusstseins zu existieren.“

    Nach Meinung westlicher Philosophen existieren Unterbewusstsein und Bewusstsein nebeneinander. Aber laut buddhistischer Philosophie existieren keine zwei Arten von Bewusstsein nebeneinander.[1]

    Auch ist Bhavanga keine Unterebene. Es entspricht auch nicht F. W. Meyers unterschwelligem Bewusstsein. Es scheint keinen Platz für Bhavanga in der westlichen Philosophie zu geben. Vielleicht verwenden wir diese philosophischen Begriffe mit unterschiedlichen Bedeutungen.

    [1] Gemäß der buddhistischen Philosophie gibt es keinen Moment, in dem wir nicht gewöhnlich eine bestimmte Art von Bewusstsein erleben, das an irgendeinem Objekt - sei es physisch oder geistig - haftet. Die zeitliche Begrenzung eines solchen Bewusstseins wird als ein Gedankenmoment bezeichnet. Auf jedes Gedankenmoment folgt ein weiteres. Die Geschwindigkeit der Abfolge solcher Gedankenmomente ist kaum vorstellbar für das Wissen der menschlichen Erkenntnis. Es gefällt den Kommentatoren zu sagen, dass während der Zeit, die ein Blitz einnimmt, Milliarden und Abermilliarden von Gedankenmomenten entstehen können.

    The Buddha and His Teachings (buddhanet.net) Seite 274-275[/lz]

  • Was wird wiedergeboren?

    • Jan87
    • 5. Februar 2024 um 13:48
    Qualia:

    Da kann man unmöglich ableiten, dass es ein Bewusstseinskontinuum gibt.

    Bewusstseinskontinuum ist ein wichtiger Begriff aus der Theravada-Lehre, von dem wird hier wohl gesprochen. Der wird in der Lehre auch wiedergeboren.

    Zitat

    Im Theravada-Buddhismus bezieht sich der Begriff "Bewusstseinskontinuum" auf die Vorstellung eines fortlaufenden Flusses von Bewusstsein oder Gewahrsein, der von einem Leben zum nächsten reicht. Diese Vorstellung steht im Einklang mit der buddhistischen Lehre von der Wiedergeburt (Samsara).

    Gemäß dem Theravada-Buddhismus setzt sich das Bewusstsein nicht in einem Leben fest, sondern setzt seinen Fluss fort. Es durchläuft verschiedene Zustände und Ebenen, die als "Bhavanga" bezeichnet werden. Bhavanga ist eine Art Grundzustand des Geistes zwischen den bewussten Wahrnehmungen und mentalen Aktivitäten. Dieses Bewusstseinskontinuum wird durch die karmischen Handlungen (Kamma) beeinflusst, die ein Individuum während seines Lebens ausführt. Das Karma beeinflusst nicht nur das gegenwärtige Leben, sondern setzt sich auch im Bewusstseinskontinuum fort und beeinflusst die Bedingungen für zukünftige Leben.

    Die Vorstellung des Bewusstseinskontinuums betont die Vergänglichkeit aller Dinge und die Verbindung zwischen den verschiedenen Lebenszyklen. Das Ziel im Theravada-Buddhismus ist es, das Leiden (Dukkha) zu überwinden und durch die Erreichung von Nirvana aus dem Kreislauf der Wiedergeburt auszusteigen. Die Praxis von Achtsamkeit, Meditation und ethischem Verhalten wird als Weg betrachtet, um das Bewusstseinskontinuum positiv zu beeinflussen und letztendlich die Befreiung zu erreichen.

    (GPT)

    Zu Metta: Das ist eine der 10 Perfektionen, die entwickelt werden sollte. Gutmütige und Selbstlose Gedanken, die als direktes Gegenmittel gegen Übelwollen und Gier wirken.

    Die Meditation hier hat mir selber sehr geholfen, meine Gedankengänge in eine positivere Richtung zu lenken.
    Die Qualitäten mögen jedem innewohnen, aber nach buddhistischer Lehre würde ich klar sagen, dass sie entwickelt werden müssen :)

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  • Wer kennt Monroe Coulombe alias Shi Heng Zong vom Shaolin Tempel Europe

    • Jan87
    • 5. Februar 2024 um 12:50

    In dem Video hier spricht er über die Kleidung und den Unterschied zwischen Kampfmönchen im Shaolin-Kloster und den Mönchen.
    Er sagt sehr offen, dass die Kleidung seine Uniform ist, wenn er im Auftrag des Klosters unterwegs ist oder im Kloster ist. Die Shaolin-Kampfmönche haben auch mit den richtigen Mönchen im Kloster in China zum Teil wenig gemeinsam und sind zum Teil nur Kampfsport-Schüler


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    Ferunchen:

    Kampfmönche brauchen sich nicht an das Zölibat halten?

    Das deckt sich mit dem, was Renton, der selber in China im Kloster war, berichtet.


    [lz]

    Es muss eine Unterscheidung getroffen werden zwischen Shaolin-Mönchen, Shaolin-Kriegermönchen und Shaolin-Schülern. 99% der Menschen wissen das nicht, dass es diese Unterscheidung zwischen Mönchen und Kriegermönchen im Tempel gibt. Es ist nicht so schwierig. Also, was ist der Unterschied und was bedeutet das? Shaolin-Mönche sind vollwertige Mönche, tatsächliche buddhistische Mönche, so wie ihr es euch vorstellt, okay? Sie sind sehr gut im Kung-Fu, aber sie haben keine Freundinnen, sie essen kein Fleisch, trinken nicht und beten viel. Sie arbeiten im Tempel, räumen auf, das sind die Shaolin-Mönche. Shaolin-Kriegermönche sind diejenigen - übrigens, das ist seit langer, langer Zeit im Shaolin-Tempel der Fall, ich weiß nicht, ob es seit seiner Gründung so ist, aber schon seit vielen Hunderten von Jahren - die trainieren den ganzen Tag, jeden Tag. Sie konzentrieren sich wirklich auf das Training. Sie waren in vielen Kriegen in der Vergangenheit involviert. Shaolin-Kung-Fu geht überhaupt nicht darum, Pazifist zu sein, auch wenn sie versuchen, es so zu verkaufen. Jetzt sind sie nicht besonders gut im Lesen buddhistischer Schriften, und sie dürfen Fleisch essen. Sie müssen gelegentlich an Zeremonien teilnehmen, sie müssen an bestimmten Traditionen teilnehmen. Natürlich leben sie im Tempel, aber ihr Hauptaugenmerk liegt auf dem Kung-Fu-Training und so fit wie möglich zu sein und im Wesentlichen Krieger zu sein. Ich nenne mich manchmal einen Shaolin-Kriegermönch, weil es erstens Zeit spart. Ich muss nicht erklären, wie alles funktioniert, genau jetzt, und außerdem ist es die genaueste Beschreibung dessen, was ich dort gemacht habe, wie habe ich meine Zeit dort verbracht? Ich habe meine Tage hauptsächlich mit den Shaolin-Kriegermönchen verbracht, nicht so sehr mit den Mönchen. Also, trainieren, entspannen, auftreten und gelegentlich mit den Mönchen reisen. Aber nur weil ich mich einen Shaolin-Kriegermönch nenne, macht das das nicht offiziell wahr, denn ich war es nicht und bin es nicht. Ich bin offiziell kein Shaolin-Mönch, ich bin offiziell kein Kriegermönch. Die Leute haben oft Schwierigkeiten zu verstehen, wie meine tägliche Routine war. Ich war kein Mönch. Ich bin offiziell ein Shaolin-Schüler. Was bedeutet das im Wesentlichen? Nicht viel. Ich möchte nicht wirklich in das ganze Geschäftsaspekt von Shaolin eingehen, vielleicht spreche ich darüber in der Zukunft, aber dann wird es fast politisch. Fast jeder kann ein Shaolin-Schüler werden. Du kannst zum Tempel gehen, sie werden eine Zeremonie für dich haben, du bekommst einen buddhistischen Namen, du bekommst einen kleinen buddhistischen Pass, und dann wirst du Schüler des aktuellen Abtes, und deshalb bin ich offiziell ein Schüler. Aber als ich im Tempel war, war ich kein Schüler. Ich habe diese Zeremonie am Tag oder am Tag vor meiner Abreise gemacht, weil es für mich nicht wirklich viel bedeutet. Einige Leute kommen nach Shaolin, werfen Geld auf sie und machen die Zeremonie, werden Schüler, weil sie das Zertifikat brauchen, sie brauchen das Papier.

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    [/lz]

    Wie gesagt, Shi Heng Yi sagt total offen, dass er die Rolle des Kung Fu- und Qi Gong Meisters in dem Kloster inne hat und das seine Uniform die des Meisters ist und er kein Mönch ist.
    Er hat ja recht, wenn er sagt, dass seine TED-Talks nicht den gleichen Effekt hätten, wenn er dort mit Jeans und Hemd stehen würde und irgendwelche Kung-Fu-Übungen zeigt. Da gehört die Kleidung schon zum Bild dazu, auch wenn man das dann "verkaufen" nennt.
    Auf kurze Haare, praktische Kleidung und Malas haben Mönche ja kein Patent ;)

  • Wer kennt Monroe Coulombe alias Shi Heng Zong vom Shaolin Tempel Europe

    • Jan87
    • 5. Februar 2024 um 11:15
    Ferunchen:

    Hier der Link: https://koreander.net/shi-heng-yi-shaolin-spirit/


    Wirklich schade dieses Thema. Das "Kloster" stand auf meiner ToDo Liste. 😔

    Die habe ich mir gerade mal durchgelesen, und diesem Punkt würde ich auch zustimmen:


    [lz]

    Der wohl berühmteste Schüler des Tempels in Kaiserslautern ist Julian Jacobi. Seine Sicht auf die Dinge scheint mir sehr bemerkenswert. Er verließ den Shaolin Temple u.a. wegen des Abtes, für den er kein gutes Wort übrig hat. Das ganze Gebaren erschien ihm wie in einer Sekte. Ein Eindruck, den man sich bereits nach dem Schauen einiger Reportagen des ÖR die es zum Tempel gibt, selber nicht erwehren kann. Und dennoch differenziert Jacobi. Die Kampfsportschule und die Leistungen Shi Heng Yis sind unzweifelhaft großartig. So ist er in Kontakt mit Shi Heng Yi, trainiert mit ihm und redet sehr offen über alles. Und alles Weitere interessiert ihn nicht. So müsste man es wohl auch sehen. Für Kampfsportinteressierte bleibt Kaiserslautern ein erstklassiger Ausbildungsort. Für Buddhismus-interessierte sollte man doch ein nachweislich echtes Kloster aufsuchen.[/lz]

    Shi Heng Yis Training bin ich selber zwei Monate intensiv nachgegangen (Dann kam ein Gartenunfall dazwischen, der Satz motiviert mich aber gerade wieder, das ich wieder anfangen muss :) )

    Es ist ja reichlich kostenloses Material von ihm vorhanden.

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    Er sagt selber über sich, dass er kein buddhistischer Mönch ist und nur Kung-Fu-Meister.
    Dafür sind seine Kenntnisse und Anmerkungen in dem Bereich doch immer ganz schön - der buddhistischste Sport, den ich bisher gefunden habe.
    Nur für Meditationen sollte man sich, wie die Kritik da sagt, doch eher an richtige Mönche wenden.

    Persönlich muss ich auch sagen, dass mir der Abt da anfangs etwas merkwürdig vorkam - ein Gefühl, welches mir bei Shi Heng Yi nie aufkam. Bei ihm kam ich bisher nur durch äußerliche Einflüsse etwas ins zweifeln, wie sie auch hier zu lesen sind.

  • Formen von Hochsensibilität und ist sie ein Geschenk für den Befreiungsweg ?

    • Jan87
    • 12. Januar 2024 um 11:31
    Rigpa:

    Habe das auch ein wenig ( Geräuschempfindlichkeit ) und einiges mehr auch ADS ( der ruhigere Typ, wobei ich von Syndromen nicht so viel halte, denke, dass so etwas in der Art fast alle haben, aber sie wissen es nicht, und Andere andere Syndrome haben, wofür es noch keine Diagnosen gibt ), und merke aber auch wie das Meditieren das alles deutlich abschwächt. :) _()_

    Die Persönlichkeitstypen nach der Aryuveda-Lehre finde ich da auch hilfreicher als die Einteilung nach westlicher Psychologie.
    ADHS ist nach dem ein Ungleichgewicht, wo der Vata-Typ zu stark wird, was sich dann je nach Person an anderen Symptomen deutlich macht.
    Auch ist der Grundtyp Vata der, der als empfindlicher, aber auch als kreativer, eingestuft wird, der anfällig für ADHS ist.
    Das deckt sich eigentlich sehr gut mit der Ansicht von Dr. Mate und dem, dass man an den Genen nur eine Wahrscheinlichkeit für ADHS ausmachen kann, es aber keine "Krankheit" ist, die bei bestimmten Genen mit Sicherheit auftritt.
    Der Grundtyp, der sensibel ist und anfällig für ADHS, ist durch Gene bestimmt, aber die "Störung" eine Folge der Umwelteinflüsse, könnte man wohl sagen.
    Aus buddhistischer Sicht würde ich es auch nach beiden dann als eine sehr frühe Konditionierung bestimmter Verhaltensmuster sehen (Nach Mate liegen die Ursachen häufig in emotionalem Stress schon während der Schwangerschaft und frühen Kindheit).
    Mates Buch "Unruhe im Kopf" war mir da noch eine recht gute Hilfe, um da bestimmte Muster selber erkennen zu können. ADHS beschreibt er da als ein Erlernen von "tuning-out" des Gehirns, um sich vor zu viel emotionalem Stress zu schützen und ein entkoppeln von seinen Gefühlen, wodurch dann, würde ich sagen, auch viele negative Sensibilitäten entstehen können.

    Man kann wohl sagen, dass man mit Meditation die negativen Sensibilitäten schwächt und die positiven stärkt.

    Die fünf Augen des Buddha weisen da auch auf das hohe Maß an Empathie hin, die höchst bewusste Wesen haben können.
    Bisschen was von GPT dazu, auch wie Metta, Karuna und Upekkha damit zusammenhängen könnten _()_

    In Bezug auf die "Fünf Augen" und die erweiterten empathischen Fähigkeiten von Arahats (vollständig erleuchteten Wesen) und Buddhas gibt es im Abhidhamma einige Erklärungen, die auf psychologischen Aspekten basieren.

    1. Physisches Auge (cakkhu): Das physische Auge bezieht sich auf die normale visuelle Wahrnehmung. Psychologisch betrachtet bedeutet dies die Fähigkeit, die äußere Welt objektiv und klar zu sehen, ohne von Verzerrungen oder Vorurteilen beeinflusst zu werden.
    2. Himmlisches Auge (dibba-cakkhu): Dieses Auge repräsentiert im Abhidhamma eine Art übersinnliche Wahrnehmung, die es ermöglicht, himmlische Reiche und spirituelle Realitäten zu erkennen. Psychologisch gesehen steht es für eine erweiterte Form der Intuition und der Fähigkeit, über die Oberfläche der Dinge hinauszuschauen.
    3. Weisheitsauge (pañña-cakkhu): Das Weisheitsauge symbolisiert die tiefe Einsicht und Weisheit. Im Abhidhamma wird dies als die Fähigkeit verstanden, die Dinge in ihrer wahren Natur zu sehen, ohne von Illusionen oder falschen Vorstellungen getrübt zu werden. Psychologisch entspricht dies einer tiefen Einsicht in die Realität, die über konventionelles Wissen hinausgeht.
    4. Auge der Würde (kāla-cakkhu): Dieses Auge bezieht sich auf die Fähigkeit, zeitliche Aspekte zu verstehen, einschließlich der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Psychologisch könnte dies darauf hinweisen, dass Arahats und Buddhas eine umfassende Sicht auf die Zeit haben, ohne von den gewöhnlichen Beschränkungen der linearen Zeit beeinträchtigt zu sein.
    5. Auge des Dhamma (dhamma-cakkhu): Das Auge des Dhamma steht für die Fähigkeit, die fundamentalen Prinzipien des Dhamma zu erkennen und zu lehren. Psychologisch betrachtet bedeutet dies, dass diese Wesen eine tiefgreifende Einsicht in die Natur des Geistes und der Realität haben, die es ihnen ermöglicht, andere auf dem Pfad zur Befreiung zu führen.

    Die psychologische Bedeutung dieser Fähigkeiten liegt in der Vorstellung, dass Arahats und Buddhas ein höheres Maß an Bewusstsein, Weisheit und Mitgefühl entwickelt haben, das es ihnen ermöglicht, die Realität auf tiefgreifende und umfassende Weise zu verstehen und anderen auf ihrem spirituellen Weg zu helfen.

    1. Karuna (Mitgefühl): Karuna ist die Qualität des Mitgefühls und Mitleids gegenüber dem Leiden anderer. In Bezug auf die "Fünf Augen" bedeutet dies, dass die erweiterten empathischen Fähigkeiten, die durch diese Augen repräsentiert werden, von einem tiefen Mitgefühl für alle Lebewesen getragen werden. Durch die Entwicklung von Karuna wird das Verständnis für das Leiden anderer verstärkt, und die erweiterten Sichtweisen werden dazu genutzt, das Leid zu lindern und anderen auf ihrem spirituellen Weg zu helfen.
    2. Metta (liebende Güte): Metta bezieht sich auf die bedingungslose liebevolle Güte gegenüber allen Wesen. Im Zusammenhang mit den "Fünf Augen" bedeutet Metta, dass die erweiterten Sichtweisen von einer grundlegend positiven und liebevollen Einstellung gegenüber allem Leben durchdrungen sind. Diese liebevolle Güte trägt dazu bei, Harmonie und Wohlwollen zu fördern, während die erweiterten Augen genutzt werden, um allen Wesen zu helfen, ihre Leiden zu überwinden.
    3. Upekkha (Gleichmut): Upekkha steht für Gleichmut oder Gleichgewicht des Geistes inmitten der Höhen und Tiefen des Lebens. In Bezug auf die "Fünf Augen" bedeutet dies, dass die erweiterten Sichtweisen von einem Zustand innerer Ausgeglichenheit und Gelassenheit begleitet werden. Upekkha hilft dabei, die erweiterten empathischen Fähigkeiten in einer Weise zu nutzen, die frei von übermäßiger emotionaler Reaktion ist. Dies fördert eine objektive Wahrnehmung und eine effektive Anwendung der erweiterten Fähigkeiten zum Wohle aller Lebewesen.
  • Formen von Hochsensibilität und ist sie ein Geschenk für den Befreiungsweg ?

    • Jan87
    • 10. Januar 2024 um 20:17

    Hallo,

    der zweite Teil gleich kommt von GPT und fasst meine persönlichen Erfahrungen zusammen.
    Selber hatte ich früher mit ADHS Probleme und muss sagen, dass Dr. Mate die "Störung" sehr gut beschrieben hat und wie es mit einer hochsensiblen "Psyche" zusammenhängt.

    Die Hochsensibilität gegen Geräusche und ähnliches konnte ich aber durch Meditation gut angehen (Da war mir ein Video von Yongey Mingyur Rinpoche eine große Hilfe. "Probleme werden zu Lösungen", wenn man unangenehme Objekte als Meditationsobjekt nutzt und die Ursache der Reaktion und die Reaktion an sich beobachtet)

    Mit KI-Assist geschrieben:
    Hochsensibilität kann in verschiedenen Bereichen wahrgenommen werden und schließt in der Regel nicht nur ein starkes Mitgefühl ein, sondern kann auch mit einem hohen Bewusstseinsgrad einhergehen. Hier sind einige Punkte zu deinen Gedanken:

    1. Verschiedene Bereiche der Hochsensibilität:
      • Hochsensibilität kann in der Tat verschiedene Aspekte umfassen, darunter ein starkes Mitgefühl, Empathie und die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.
      • Ein hochsensibler Mensch kann dazu neigen, weniger schnell zu urteilen und zeigt oft eine wohlwollende Haltung gegenüber anderen.
      • Es gibt jedoch auch andere Facetten von Hochsensibilität, wie die Empfindlichkeit gegenüber Sinnesreizen wie Geräuschen, Gerüchen und visuellen Eindrücken. Dies kann zu einer schnelleren Überforderung durch äußere Reize führen.
      • Es ist wichtig zu beachten, dass Hochsensibilität nicht auf eine bestimmte Eigenschaft beschränkt ist, sondern verschiedene Ausprägungen haben kann.
    2. Medizinische Perspektive nach Gabor Maté:
      • Gabor Maté, ein bekannter Arzt, hat in seinen Arbeiten darauf hingewiesen, dass Hochsensibilität mit bestimmten gesundheitlichen Herausforderungen verbunden sein kann, einschließlich ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung).
      • Er argumentiert, dass hochsensible Menschen aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Umweltreizen anfälliger für Entwicklungsstörungen wie ADHS sein könnten.
      • Die Verbindung zwischen Hochsensibilität und Krankheiten wie ADHS zeigt, dass es bei dieser Eigenschaft nicht nur um soziale Aspekte, sondern auch um neurobiologische und medizinische Faktoren geht.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hochsensibilität vielfältig ist und verschiedene Aspekte des Empfindens und Wahrnehmens umfassen kann. Die Verbindung zur Gesundheit, insbesondere im Kontext von ADHS, verdeutlicht, dass Hochsensibilität nicht nur sozial, sondern auch medizinisch relevant sein kann. Es ist wichtig, diesen Begriff präzise zu betrachten und individuelle Ausprägungen zu berücksichtigen.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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