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  1. Buddhaland Forum
  2. ewald

Beiträge von ewald

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 23. September 2025 um 18:53
    Mahasi:

    Ich, ich, ich. Allgemein gesprochen: manchmal ist es schon absurd in welchem Ausmaß Lehrnachfolger einer Nichtich-Lehre von "ich" und "selbst" sprechen. So einen Widerspruch kann man auch mal mit weniger "Ich", probieren aufzulösen.

    Das 'Ich' ist wichtig, vor allem Dir gegenüber, der nur Allgemeinplätze artikuliert. Auch Siddharta Gautama war ein individueller Mensch und wurde zum weltweit einzigartigen Buddha. Mehr Selbstwahrnehmung ist nicht mehr möglich. Habe schön öfter die psychologischen Einflüsse geschildert, die auch in der buddhistischen Lehre zu finden ist und da ist die Fähigkeit von ich fühle gerade das und das ein wichtiger Punkt der Heilung. Wer das nicht kann, hat ein psychisches Problem. Diese gesunde Kommunikation gehört zu Punkt drei: die rechte Rede. Es geht um die inneren Ansichten des Mitgefühls, es fängt damit an, sich selbst achtsam zu betrachten. Wie gesagt, wer das nicht kann, hat irgendeinen Knacks. Wer zur Selbstwahrnehmung (Meditation) nicht in der Lage ist, leidet unter verschiedenen Defiziten und ist auf Hilfe von außen angewiesen.

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 20. September 2025 um 14:41

    Es wird keine Lehrmeinung angezweifelt, die ist niedergeschrieben und als solche Unveränderlich.

    Jedoch es steht mir als individuelle Persönlichkeit frei zu entscheiden, was ich von der Lehrmeinung glaube und was nicht, nur in einer Sekte ist der vorgegebene Glaube Zwang.

    Diejenigen, die die Lehrmeinung aufgeschrieben haben, wussten nichts von mir, was ich brauche, welche Bedürfnisse ich habe und welche Entscheidungen ich treffen muss. Da ist es meine Aufgabe als Individuum, die Lehrmeinung an meine Bedürfnisse anzupassen. Jeder Mensch hat diese Aufgabe, denn es gibt keine allgemeine Lehrmeinung auf das Individuum bezogen.

    Wer sich als Individuum verbiegt, um der allgemeinen Lehrmeinung zu entsprechen, kann das tun, das schafft Konflikte und macht letztlich seelisch krank.

    Ich halte die Lehrmeinung von Buddha für absolut schlüssig, trotzdem nehme ich individuelle Anpassungen vor z.B. mit dem Satz bei uns Zen Buddhisten: 'Wenn Du Buddha triffst, töte ihn.'

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 19. September 2025 um 14:14
    Mahasi:

    Es geht hier nicht um dich!

    Doch, mir schon, die Hauptverantwortung im Leben habe ich mir gegenüber. Auch Buddha hat sein Wesen in der Welt nicht geleugnet, im Gegenteil, er hat ganz existenzielle Erfahrungen gemacht, die seine Persönlichkeit geprägt haben. Diese Erfahrungen nutzte er im Umgang mit anderen Menschen. Für mich ist Buddha keine religiöse Figur. Wer Buddhismus als Religion betreibt, kann auf meine Unterstützung nicht hoffen. Jeder kann an die Wiedergeburt glauben so viel er will, ich tue es nicht. Wenn jemand den Glauben an die Wiedergeburt kund tut, werde ich es kommentieren, wenn es mir möglich ist. Um wen geht es, bei dem kein Widerspruch aufkommt?

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 18. September 2025 um 15:42

    Natürlich gibt es einen Widerspruch, von den anderen sieben, zu denen ich zähle. Ich lehne den Glauben an die ewige Wiedergeburt ab. So wie Buddha durch die Erleuchtung befreit wurde, bin ich als Mensch in der westlichen Welt lebend, von dem Glauben an die Wiedergeburt befreit, ich bin sozusagen ein direkter Nachfolger Buddhas, erleuchtet und befreit. Die Wiedergeburt und das passende Karma dazu ist für die Buddhisten gedacht, die an die Schriften glauben, da steht es so drin. Ich lasse mich neben Buddha auch von den psychologischen Wissenschaften leiten, da kommt die Wiedergeburt nicht vor.

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 16. September 2025 um 18:52

    Es ist eine zweigleisige Form und mit einem simplen Fakt nicht zu beschreiben. Atem, Hauch, was Leben bedeutet, Psyche oder Seele ist eine stark flüchtige Form, nur für den Moment geltend und hat deshalb einen besonderen Wert, jedoch wiederholt sich dieser Vorgang, ein stetiger Hauch, wird daraus eine Beständigkeit, die Beständigkeit des langen Lebens, wenn der rechte Pfad erhalten ist. Es ist flüchtig, aber es ist immer wieder flüchtig und wird somit stabil.

    Atman (Sanskrit: ātman) ist ein Begriff aus der indischen Philosophie, der meist als "Selbst" oder "Seele" übersetzt wird und die unzerstörbare, ewige Essenz eines Menschen bezeichnet, das wahre, innere Wesen, das unabhängig vom sich ständig verändernden Körper und Geist existiert.

    Im Buddhismus gibt es das Konzept von Atman nicht, da Buddha die Lehre vom Anatta (Nicht-Ich) formulierte, die im Gegensatz zur hinduistischen Vorstellung einer unveränderlichen, ewigen Seele (Atman) steht. Atman ist im Hinduismus das göttliche, ewige Selbst, das sich mit dem universellen Brahman vereinigt, während der Buddhismus diese feste und ewige Identität ablehnt und stattdessen eine sich ständig verändernde Natur des Selbst betont

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 15. September 2025 um 14:56

    Die Seele, die auch im Buddhismus vorkommt, ist weder das Selbst, noch das Ich, sie ist Grundbaustein des Lebens. Buddha wird wohl kaum das Nicht-Leben verkündet haben. Mit Seele ist nicht die unsterbliche Seele wie im Katholizismus gemeint, sondern die lateinische Übersetzung vom griechischen Begriff Psyche. Das ist Hauch, Atem, Leben. Das machte das Dasein der Menschen lange vor Buddha aus. Eine Seele hatten schon die Urmenschen, sonst hätten sie nicht miteinander leben können. Das Nicht-Selbst (Anatta) steht mit der Seele nicht im Widerspruch.

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 13. September 2025 um 13:40

    Vergleiche zwischen Mensch und Auto oder Mensch und Computer sind stets menschenverachtend, denn sie ignorieren das Wesentliche, die Seele. So ein Vergleich ist so primitiv reduziert, da bleibt vom lebenden Wesen kaum noch etwas übrig.

    Natürlich sind wir als Mensch in der Ganzheit ein Wesen aus vielen einzelnen Komponenten, sowohl materiellen als auch immateriellen.

    Das Ich-bin-Gefühl entsteht nicht erst in der Erziehung, das ist angeboren. Schon das pränatale Embryo hat dieses Gefühl ab einer gewissen Stufe der Entwicklung. In der Erziehung werden die natürlichen Anlagen überschrieben und ein Mensch für die Zivilisation gestaltet.

    Das stimmt, die Sicht auf die Leere hilft beim Loslassen, denn da wo Leere herrscht, braucht man alles Andere nicht mehr. Jedoch die Veränderung ist beständig.

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 12. September 2025 um 14:20

    So simpel ist es nicht, es ist nicht alles automatisch letztendlich unbeständig, dann wäre Leben gar nicht möglich, es ist eine Zeit lang beständig, solange es gut funktioniert und dann sollte es sich auflösen können, sollte losgelassen werden und in die Unbeständigkeit übergehen. Dieses Loslassenkönnen ist von den Anfängen angelegt und kann jederzeit umgesetzt werden. Jedoch zuvor kommt der Lebensprozess, der Daseinsprozess und erst wenn der hinfällig ist, setzt die Unbeständigkeit, die Hinfälligkeit, das Loslassen ein. Dazu gehört die Fähigkeit entscheiden zu können, ab wann etwas besser in die Unbeständigkeit überführt wird, bevor es alles mit ins Verderben zieht. So ist auch der Tod am Ende des Lebens ein Loslassen vom Leben. Das Leben ist unbeständig, nicht stabil, wann ist der Zeitpunkt des Loslassens? Dieser Prozess bleibt sich gleich, egal ob an die Wiedergeburt geglaubt wird oder nicht.

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 11. September 2025 um 13:51
    Mahasi:

    Woher sollen wir das wissen? Und was meint in diesem Zusammenhang "Lehre"? Was genau hat er da "gelehrt"? :?

    Das ist ja mein Thema auch. Es werden die ganzen Begriffe verwendet aus der heutigen Überlieferung, teilweise auch dogmatisch und die menschlichen Empfindungen, die dahinter stecken und die Buddha damals meinte, gehen unter. So nach dem Motto, wer am meisten Begriffe in der Gegenwart verwendet ist am dichtesten an der Erleuchtung. Ich würde sagen, da ist Erleuchtung grob missverstanden. Buddha ist kein Lehrer der einen Lehrstoff vermittelt, er ist in meinen Augen ein Therapeut der weiß wie menschliches Leben möglich ist. Das kann man üben, dann wird man im Bewältigen des Lebens besser, aber eine Lehrmeinung ist es nicht. Sicher kann man den achtfachen Pfad zur Orientierung nehmen, aber man muss nicht, man sollte das üben, was für die eigene Persönlichkeit notwendig ist und nicht das, was Buddha gesagt hat, dass man es tun soll. So gesehen gibt Buddha nichts vor, was man auswendig lernen soll, um das Leben besser zu bewältigen. Das steckt für mich in der Frage: Was genau hat er da "gelehrt"?

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 10. September 2025 um 13:54
    chilli68:

    Darf ich fragen welche Biographie du gelesen hast?


    Habe die Biografie über Siddhartha Gautama von Thich Nhat Hanh gelesen. Es geht in diesem Buch rein um die Lebensgeschichte so gut wie sie rekonstruierbar ist und nicht um die Lehre, wie sie uns heute überliefert wird. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass zwischen dem Leben von Siddhartha Gautama vor etwa 2500 Jahren und der Lehre, wie sie uns heute vermittelt ist, große Unterschiede herrschen, weil die Texte oft umgeschrieben und neu übersetzt wurden. Eine Garantie für eine authentische Biografie gibt es heute nicht mehr, aber die Geschichte von Thich Nhat Hanh bleibt an der Lebensgeschichte des Menschen ohne religiöse Ausschmückung.

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 9. September 2025 um 14:22

    Ich weiß, in den überlieferten Texten taucht die Wiedergeburt immer wieder auf (Textgläubigkeit und Alltagsanwendung). In der Biografie von Siddhartha Gautama, die ich gelesen habe, ist davon nicht die Rede. Buddha ist eine überlieferte Figur.

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • ewald
    • 8. September 2025 um 13:36

    Sehe das nicht so mystisch, aber durchaus humorvoll. Meine vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt lautet, halte gar nichts davon. Für mich ist das Leben mit dem Tod zu Ende. So kann man mich mit dem Karma nicht erpressen und von der Erleuchtung als Ziel um aus dem Kreislauf der Wiedergeburt herauszukommen halte ich auch nichts. Für mich gilt die historische Buddhafigur und seine Lehre. Auch Buddha ist am Ende gestorben, ohne Schnickschnack.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 5. September 2025 um 14:53

    Heute ist mehr Muse zum Schreiben, es regnet draußen und überhaupt steht heute nichts Konkretes an. Meditiert habe ich schon ausgiebig, eine Wohltat.

    Verehrung im Buddhismus, ich kann verstehen, warum das für viele ein Bedürfnis ist. Ich kann jedoch mit der selbst geführten Sangha und dem ausgerufenen Kloster hier im Allgäu die buddhistischen Regeln selbst bestimmen, denn es gibt niemanden, der sie mir vorhalten kann. So hat die Reinkarnation keine Bedeutung, die Erleuchtung auch nicht und das Verehren genauso wenig. Das sind nur einige Punkte, die ich für den praktisch gelebten Buddhismus in der westlichen Welt hier für unsere Sangha abgeändert habe im Vergleich zu den Schriften. Für mich ist Buddhismus nicht dem Wort gehorchen, sondern im Sinne von Buddhas Lehre leben, ganz so wie es seine Biografie ergibt. Da geht es um das Leid (Dukkha) und was man dagegen tun kann. Aber Leid (Dukkha) lindern durch Verehrung von Persönlichkeiten kommt da nicht vor. Ich halte es auch aus psychologischer Sicht für unlogisch, wenn ich Schmerzen habe, warum sollen sie vergehen, wenn ich jemanden verehre und Trost allein reicht nicht aus? Wenn ich Schmerzen habe, analysiere ich die Umstände, gehe dem Gefühl auf den Grund und komme auf die seelischen Ursachen. So weiß ich, ob das Problem bei

    Wissen und Weisheit (panna)

    1. Rechte Einsicht

    2. Rechte Gesinnung

    Ethisches Handeln (sila)

    3. Rechte Rede

    4. Rechtes Tun

    5. Rechter Lebenserwerb

    Sammlung und Meditation (samadhi)

    6. Rechte Anstrengung

    7. Rechte Achtsamkeit

    8. Rechte Konzentration

    liegt und was ich tun muss, um das Defizit aufzulösen. Nun kann ich dem Autor des achtfachen Pfades danken für seine Weisheit und ihn verehren, aber notwendig für meine Erkenntnis ist es nicht. So ähnliche Listen gibt es in der Psychologie auch, die aufzeigen, wie man ein psychologisch gesundes Leben führt. Schon Sigmund Freud hat angeführt, was man für ein seelisch gesundes Leben tun kann. So gibt es einige interessante Persönlichkeiten in der Geschichte, die einiges für das Lindern des Leids getan haben, dann weiß man was man zu tun hat, aber vom Verehren der Persönlichkeiten wird es nicht besser. Jedoch ein verehrter fühlt sich gut, wenn es nach ihm geht, sollen alle auf die Knie gehen. Wer ein Bedürfnis hat, soll die Niederwerfung praktizieren, es ist ein Teil des Ganzen.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 2. September 2025 um 14:46

    Natürlich, loslassen ist die effektivste Form, ein Unbehagen aufzulösen.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 1. September 2025 um 14:18

    @Anna Panna-Sati Ich fühle mich von Dir massiv missioniert.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 29. August 2025 um 18:16

    Es soll ja nur ein Beispiel dafür sein, dass wenn wir glauben, dass wir für uns das Beste erreichen und uns in der heilen Welt wiegen, dass es für Andere überhaupt nicht der Fall ist, trotz gleicher Wahrnehmung. Der Glaube setzt Einen in Verzücken und Andere erschreckt es. So ist es hier oft mit den buddhistischen Regeln aus dem Schriftwerk. Für Einen ist es ein entzückender Halt sich zu orientieren, Anderen raubt es die Selbstständigkeit und die eigene Kreativität. So ist die Frage, kann man online etwas Gutes tun für alle? Oder entscheidet jeder selbst, was gut ist?

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 28. August 2025 um 15:43

    Meine Lautsprecher waren so laut eingestellt, dass der Gesang der Männer mit der tiefen Stimme geradezu bedrohlich auf mich wirkten. Ich habe mich erschrocken bei dem Sound.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 25. August 2025 um 14:03
    Monika:

    Ich traue den Therapeuten nicht mehr, wobei es sicher auch gute gibt, die nicht den Tunnelblick haben und weiter Blödsinn verbreiten.

    Das ist schade, dass Du die produktive Zusammenarbeit mit den Therapeuten als Mutter verloren hast, haben doch Therapeuten einen besonders geschulten Blick auf den Menschen. Zwischen Therapeut und Klient gibt es ein ganz natürliches Gefälle, muss es auch, denn Therapeuten müssen intervenieren können, wenn sie helfen wollen und deshalb müssen sie in der Therapiesituation dominieren. Vielleicht ist das für eine Mutter schwer zu ertragen.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 19. August 2025 um 18:48

    Vielleicht liegt darin die Ursache, dass ich jegliche menschliche Verehrung ablehne und der religiösen Welt zuschiebe. Habe meine Eltern nie verehrt, im Gegenteil, habe sie verurteilt für ihre Lebensweise, die sie mir aufoktroyieren wollten. Es war ein großes Stück Arbeit, die ganze Kindheitsprägung als junger Erwachsener umzuändern. Habe es geschafft und keinen Groll mehr, aber auch keinen Kontakt, null, nichts. Jedoch bin ich auch ohne Religion aufgewachsen, das habe ich stets beibehalten und habe es erfolgreich leben können. Aber verehren der Eltern, niemals, überhaupt, Verehrung erscheint mir als Heuchelei. Es ist nicht notwendig, man kann im Leben sehr zufrieden sein und manchmal glücklich ohne etwas zu verehren. Wie gesagt, bin überzeugt, dass auch Buddha sich zu seinen Lebzeiten von den Mitmenschen nicht verehren lassen wollte, im Gegensatz zum Papst heute. Mein Vater, ich küsse Dir den Ring. Bin inzwischen nicht nur selber Vater, bin auch schon länger Opa.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 18. August 2025 um 14:06

    @Qualia Mache die Unterscheidung der Menschen am gesellschaftlichen Status nicht, sondern an der Erfahrung, mit Leid in Buddhas Sinne umzugehen. Man kann es spüren, ob jemand aus dem Leid etwas gelernt hat, oder ob das Leid nur aufgesetzt ist, um dazuzugehören. Es sind nicht nur die Bettler und Hilfsempfänger, die Leiden, es gibt auch Superreiche mit seelischem Leid. Es gibt Menschen, die ewig klagen und jammern, aber sie haben kein Leid. Gerade wir hier in der westlichen Welt beklagen uns gerne, obwohl uns nichts fehlt, im Gegenteil, es herrscht Überfluss. Da unterscheide ich, zwischen Menschen, die das seelische Leid erleben und Menschen, die das Leid benutzen, um Vorteile zu bekommen. In meinen Augen ist der Papst ein leidender Mensch, er muss laufend mit lächerlichem Kostüm vor den Massen lächeln, ich würde mir auf diese Art blöd vorkommen. Deshalb lehne ich Religion ab, damit ich solche Faxen nicht machen muss, um Menschengruppen zufriedenzustellen. In der Sangha gibt es keine Religion, keine Hierarchie, ich bin der Gründer und der Mieter der Immobilie, somit habe ich Verantwortung. Einen 'Diener' machen einer höher gestellten Persönlichkeit gegenüber ist mir in der Prägung der Kindheit nicht beigebracht worden. Wir hatten strenge Benimmregeln, aber das nicht.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 17. August 2025 um 15:08
    void:

    Im Zen haben wir doch auch Verbeugungen und Niederwerfungen.

    Das klingt so an den Haaren herbeigezogen, weil es in den Schriften so steht. In der Allgäuer Kleinstadt, in der ich lebe, mit der Sangha praktiziere ich weder Verbeugungen noch Niederwerfungen. Das sind für mich von Menschen erfundene Verhaltensweisen der Macht wegen und hat nichts mit Buddhas Lehre zu tun. Von mir aus kann sich jemand verbeugen und hinwerfen so viel wie er will, ich mache es nicht. Ich bin Zen-Buddhist wegen des Verzichtes vieler materieller Dinge, nicht wegen der Verbeugung. Bin Zen-Meister im von mir gegründeten Kloster, aber ich dulde keine Verbeugungen mir gegenüber und Niederwerfungen schon gar nicht. Wer das braucht, wird von mir psychologisch behandelt. Auch die Zuflucht zu den drei Juwelen ist letztendlich eine psychosoziale Maßnahme. Habe es immer wieder betont, bin kein Schrift-treuer Buddhist, ich halte mich ausschließlich an die historische Figur Buddhas und an den Satz: Wenn Du Buddha triffst, töte ihn.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 16. August 2025 um 17:50

    Den Papst verehre ich am allerwenigsten von allen Menschen, weil er als Mensch am allermeisten die Religiosität verkörpert. Der Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden erwartet ausschließlich Unterwürfigkeit, so wie Gott, den es in meinen Augen nicht gibt. Aber den Papst als Mensch gibt es und er möchte verehrt werden wie eine Gottheit. Dazu bin ich als Zen-Buddhist nicht bereit. Wozu die Philosophie des von Buddha entwickeltem Dharma leben, wenn ich den Papst verehre?

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 16. August 2025 um 14:32

    Bringe jemandem Hochachtung gegenüber, wenn ich mich unterwürfig verhalte. Aus meiner Sicht bedingt das Eine das Andere, Verehrung geht nur mit Unterwürfigkeit. Eine Verehrung eines Anderen mit vor allem eigenen Selbstbewusstsein gibt es nicht. Wenn ich jemanden verehre, mache ich ihn groß und mich klein, typisch für religiöses Verhalten der Frömmigkeit. Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, für mich bringen diese Begriffe die Beziehung zwischen Mensch und Gott zum Ausdruck, es fühlt sich für mich als Zen-Buddhist falsch an. Deshalb verehre ich keinen Menschen, unterwerfe mich, sondern klopfe ihm auf die Schulter und frage, na alter, wie hast Du es? Das mache ich auch bei anderen Zen-Meistern so, wenn ich sie treffe.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 14. August 2025 um 18:41

    Genau, es sind zwei Aspekte, die zum religiösen Kontext führen und ich weigere mich den Buddhismus, als Religion zu betreiben. Verehrung ist Teil der Religion, ich lehne Religion ab, somit lehne ich auch den Vorgang der Verehrung ab. Ich muss Buddha oder die Sangha nicht verehren, um die Lehre Buddhas (Dharma) zu praktizieren. Soweit ich aus der Biografie über Buddha herausgelesen habe, hat Siddhartha Gautama keinen Wert auf diese Verehrung gelegt, im Gegenteil, er propagierte den Mittelweg.

  • Verehrung (im Buddhismus)

    • ewald
    • 14. August 2025 um 15:05

    Um zu verstehen, was Verehrung im Buddhismus bedeutet, ist zunächst notwendig, sich darüber zu verständigen, was Verehrung im Deutschen bedeutet. So ein Satz: 'Im Kontext des Dharma sind die Verehrungsobjekte die drei Zufluchtsjuwelen Buddha, Dharma und Sangha.' klingt ja wunderbar und sehr buddhistisch, aber was bedeutet es für uns hier im Mitteleuropa. In meinen Ohren klingt es wie Pseudointellektuell ohne jeden praktischen Bezug. Wie ein Befehl, der ohne Wenn und Aber zu befolgen ist, da gibt es keine Widerrede. So hat sich Buddha die Welt nicht vorgestellt, ganz viele Schulmeister, die die Regeln ansagen und wer nicht gehorcht, bekommt etwas mit dem Rohrstock. Egal was irgendwelche Überlieferer in die Schriften getan hat, für uns im Hier und Jetzt haben sie nur dann Gültigkeit, wenn man keine eigene Idee entwickeln kann.

    Ich bin kein schriftgläubiger Buddhist, ich bleibe frei in meinem Bewusstsein. Ich halte Verehrung für ein falsches Verhalten, auch im Buddhismus.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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