Gibt es Informationen darüber bei Tenzin Peljor? (Ist er noch Beauftragter der DBU?)
Beiträge von Helgo
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Zurück zum flow ist er hilfreich oder nicht
Mir fällt noch etwas ein, was vielleicht in deinem Sinne ein "Flow" war: das legendäre "Köln-Konzert" von Keith Jarret. Ich habe es nicht gesehen, aber es hört sich (auf der Platte) an als wenn da jemand in einen "Flow" gegangen ist.
Und in manchen ekstatischen Momenten, wenn sie sich zu einem ganzen Zeitraum ausweiten, möchte ich die Einheit von Motorik, Rythmik, Atem, melodische Figur,... (die man selbst erleben (z.B. am Piano) oder hören/vermuten kann) vielleicht sogar als "Flow" bezeichnen. Vielleicht paßt das zu deiner Anfangsfrage/-Idee?
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Ob Beppo Straßenkehrer sich in den Flow gekehrt hat?
Hmm, weiß man nicht. Aber eine schöne Stelle hast du da gefunden!
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Dann hast du dich vielleicht überfordert. Der flow kann auch als positive sucht vorkommen. Es ist wichtig die Anforderung im rechten verhältnis zu halten. Umd ich glaube es ist wichtig an diesem zustand nicht anhaften.
Ich kenne diesen Zustand aus meinen jungen Erwachsenenjahren, als ich intensiv programmiert habe. Der längste "Flow" war wohl als ich in 3 Tagen & Nächten (kaum geschlafen) ein dialogfähiges Statistiksystem für unsere Forschungsabteilung fertigbekommen habe (das war noch BS2000 und fernsehartige Bildschirme bei denen man -ganz modern damals- eine Maske mit Ein-/Ausgabefeldern erzeugen konnte)
Aber dieses Prinzip von "Flow" kannte ich schon mit 20 im Informatikstudium, in dem der Aspekt des "produzierens"/"Aktivität"/"steuern" enthalten war. Im musizieren konnte ich auch diesen "Flow" erleben, aber da gab es nicht den ebengenannten Aspekt - das war vielleicht eher das Kinderspiel aus dem Artikel.
Für den schriftlichen Teil meiner SozArb/-Päd Prüfung im 2. Studium nahm ich das Thema "Computersucht" - "Sucht" im Zusammenhang mit "Computer" und vor allem mit "Programmieren" war damals (1985) noch ziemlich neu und wenig untersucht; aber es gab erste Hype-Artikel über sog. "Superprogrammierer" einerseits, bei denen eher eine auftretende Trance beschrieben wurde (fast wie so eine Art "Erleuchtung"), aber sogar ein populäres Buch gab es schon, das auch die problematische soziale Auswirkung thematisiert hatte.
Ich hatte das mehr unter dem Aspekt einer "Sucht" und daher des sozialen Leidens betrachtet (aus eigener Erfahrung und aus Beobachtung im Bekanntenkreis und in der "Szene" und dann aus ein paar Interviews speziell für diese Arbeit). (Habe die Arbeit digitalisiert, kann man/frau gerne bekommen).
Umd ich glaube es ist wichtig an diesem zustand nicht anhaften.
Zum Glück hatte ich immer andere starke Anker - früher die Liebe, dann das buddhistische Feld, den Seminar-Betrieb, und wiederum die Liebe, und dann auch "Pappaschaft"
, sodaß nicht ein naheliegendes Bedürfnis, sich damit (oder daraus) zu identifizieren, entstanden wäre und/oder zu einer Anhaftung geführt hätte.[hr][/hr]
Heute ist die "CPU" ein bißchen eingerostet und es ist (glaube ich) nicht mehr möglich, diesen "Denkraum" /"Geistesraum" mit der gleichzeitigen Awareness für sehr viele Aspekte eines bestimmten Problems so aufzubauen wie das noch vor ein paar Jahren ging. [Mal probieren, was da noch geht ... bei Gelegenheit...
][hr][/hr]
Hmm, was sagt das alles jetzt zu deinem Thema? - Das Schlüsselwort "Sucht" war der Trigger. Und: bei mir ist diese Flow-Erfahrung nicht aus dem buddhistischen Training entstanden.
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Es sind schon einige Beiträge gekommen, die ich noch nicht gelesen habe. Aber ich habe eine Erfahrung, die den Titel dieses Threads eindeutig unterstützt.
Das war nach einer schweren(?) (offensichtlich) Lebensmittelvergiftung(?) in einem Hotel-Abendessen.
In der Nacht danach fing ich zunächst an, mich allerheftigst zu erbrechen. Ich sah keine Möglichkeit meinen Aufenthalt zu verlängern (keine Selbstversorgung über den Tag möglich) und stimmte dann meiner Frau zu, mich aus dem Hotel nach Hause zu holen.
In der folgenden Nacht, sozusagen, übernahm mein Körper vollständig die Kontrolle, und nur durch meine Erfahrungen mit den buddhistischen Konzepten blieb es mir möglich zu "beobachten". Rechtsdrehung im Bett, Linksdrehung, Kühlung, Wärme, Nahrungsbedarf ( und -aufnahme), Erbrechen - alles machte mein Körper und "ich" hatte überhaupt nichts zu sagen. Mein Wahrnehmungsraum war auf - sagen wir - 1/2 Meter um mich herum eingeschränkt; "ich" habe es vollständig geschehen lassen, was meine Physis zu ihrer Rettung(?) tat.
Das war eine meiner längsten Nächte meines Lebens, wenn nicht die längste überhaupt (Im Sinne von "Erleben").
Seitdem weiß ich, daß der Körper die Kontrolle übernehmen kann, und daß das völlig gut ist, im Sinne von "machbar". Ca 2-3 Tage war dieser Zustand, bis der Notfall-Modus mich wieder zuverlässig losließ und das "Ego"-Bewußtsein wieder seine Rolle für die Steuerung meines Körpers (und meiner sekundären Geistreaktionen!) übernehmen konnte.
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In dem schön bebilderten, und aus dem PK etwas frei übersetzten, Buch von E.Saß/D.Kantowski ist unter AN X,91 eine Textstelle, die m.Mn. nach hier schön zum Thema paßt: wer unter den weltlich Genießenden zu loben ist.
Es ist mir gerade zuviel Text um ihn aus dem Scan der Seite abzutippen, so stelle ich diesen Scan einfach mal so hier ein. (Vielleicht kann ja jemand anders zB. eine OCR anschließen um den Klartext zu bekommen, solange der Text eine legale Größenbegrenzung (Copyright!) nicht überschreitet?)
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Zitat
(...) Im Jahr 2021 fielen 123,3 Millionen AU-Tage aufgrund von psychischen Belastungen an. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 waren es 45,4 Millionen AU-Tage, also ein Anstieg von über 50 Prozent. (...)
Ähm, wie kommt man bei einer Veränderung von 45.4 Mill nach 123.3 Mill auf "Anstieg von über 50 %"? Für mich ist das beinahe verdreifacht (Anstieg "auf 271%" oder "um 171%"). Sehe ich irgendetwas nicht?
Habe mal bei der Quelle nachgefragt. Antwort (gekürzt): oh sorry, wohl die Zeiträume verrutscht, haben den Halbsatz jetzt gestrichen.
War wohl einfach ein Fehler, kann ja vorkommen...
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Hallo void -
Es hat also auch eine politische Dimension in der die Zahlen als politisches Versagen aufscheinen.
danke daß du nochmal draufkuckst. Bei dieser speziellen Zahl ("mehr als 50 Prozent") habe ich nach Lektüre des ganzen Textes eher den Verdacht, daß das eine Nachlässigkeit in einem schnell & billig verfaßten Text ist. Habe gerade mal an die Betreiber der Webseite (via "Kontakt"-Formular) geschrieben und diese Merkwürdigkeit moniert, und daß vielleicht einfach "mehr als 150 Prozent" getippt werden sollte... Na, vielleicht werden wir es sehen.
Aber die "politische Dimension" - du hast vielleicht Recht und dann "Au weia" meinerseits...
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Zitat
(...) Im Jahr 2021 fielen 123,3 Millionen AU-Tage aufgrund von psychischen Belastungen an. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 waren es 45,4 Millionen AU-Tage, also ein Anstieg von über 50 Prozent. (...)
Ähm, wie kommt man bei einer Veränderung von 45.4 Mill nach 123.3 Mill auf "Anstieg von über 50 %"? Für mich ist das beinahe verdreifacht (Anstieg "auf 271%" oder "um 171%"). Sehe ich irgendetwas nicht?
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Ich glaube nein. Sikkhs waren es nicht. Sie haben Meditationen für Kundalini Erweckung angeboten. Sikkhs haben eher nichts mit Kundalini zu tun, oder ?
Jainismus - siehe Jains / Mahavira (WP-de) Leider steht da nichts über die Hungerkasteiung (u.a. von Mahavira), evtl. mehr in der englischen Version
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Während die Rechtsradikalen in genau die andere Richtung wollen. Weg von dem multikulturellen Durcheinander hinein in eine archaischere Welt. Religiös beschrieben, ist ja das rechte Denken ein Stammeskult, der die eigene, gemeinsame Herkunft vergöttlicht und zelebriert und Stärke und Wohlergehen für die "eigene Sache" beschwört. Und auch wenn man da voll von "spirituellen" Gefühlen der Ehrfurcht und der Hingabe ist - man ist ja bereit ganz selbstlos sein eigenes Leben hinzugeben und das der anderen oft auch - sind diese Gefühle aus buddhistischer Sicht nur nur Anhaften an ein kollektives Ego.
Gut gesagt, finde ich.
Bin vor einiger Zeit an die "w.e.l.l.n.e.s.s" CD von "Stoppok"(2002) gekommen. Darauf gibt es das Lied "Die Gladiatoren" - in der "wir"-Form eine bemerkenswerte Illustration deiner Darstellung oben, wie ich gerade finde.
Stoppok-DieGladiatoren(YouTube)
ZitatAlles anzeigenStoppok
Wir sind die Sieger wir sind Gladiator'n
"Niemals verlier'n" haben wir uns geschwor'n
Alles was uns mal im Wege stand
Ob ein alter Krüppel oder ein ganzes Land
Haben wir einfach beseitigt, daß es uns nicht mehr stört
Alles wir tun ist nie verkehrt
Wir schwenken die Fahnen, wir wetzen die Messer,
Ist der Feind erst begraben, geht es uns besser.
Andere besiegen ist unsere Natur,
So sind wir geborn das ist Leben pur.
Wir sind die Sahne, wir bleiben oben.
Dafür werden wir immer den Herrgott loben
Wir haben kein Mitleid mit den Barbaren
Die dreckigen Lumpen soll'n zur Hölle fahren
Sie haben kein Recht, auf dieser Erde
Frei 'rum zu laufen - diese stinkende Herde
Die haben bald nichts mehr zu lachen
Wir wissen genau, wie wir sie fertig machen
Wir töten die Kinder und nehm'n ihre Frau'n
In Ketten gelegt dürfen sie uns dann zuschau'n
Wir sind die Sieger...
(Text aus Video
entnommen)Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Ich finde es übrigens bedenklich wie wenig bewußt wir uns im allgemeinen in unsern Kreisen sind, was da an archaischem Atavismus außerhalb unserer Kreise immer wieder nachwächst...
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Hallo Kaiman - hat (meinerseits) nix mit dir zu tun. Auch beim 2ten/3ten Lesen bekomme ich nicht die geringste Inspiration für einen Kommentar über deine Zusammenstellung der Begriffe und Konzepte Meditation/Erfahrung/Erkenntnis/3-Daseins-Merkmale/strukturierte Meditation/Erkenntnis im Geist vorhanden...
Aber wir Menschen sind unterschiedlich in unserm mentalen Zugang zur Welt, nimm bitte meine Nichtresonanz (und vielleicht die mancher anderer) also nicht negativ persönlich...
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So verstehe ich den Text. Daher hat er keinen Sinn darin gesehen weiter streng zu fasten,
Liebe Hingabe -
ja, so verstehe ich das auch.
Mit fällt jetzt noch ein weiterer Aspekt auf - bin aber viel zu wenig Experte mit den damaligen Verhältnissen, um mehr als zu spekulieren/ zu fragen: es gab ja damals die Jain-Sekte, (die "Nacktgänger" - Follower von Mahavira wenn ich das richtig habe) - die hatten die Praxis manchmal zum Lebensende sich (folgend dem Asketen-ethos) tatsächlich zu Tode zu hungern im Sinne der Reinigung des Atman auf dem Wiedergeburtskreislauf. Vielleicht (!??) ist dies eine "didaktische" Abgrenzung von dieser Praxis (die aber eine mögliche Verächtlichmachung dieser Praxis seitens der Anhänger seines eigenen Ordens verhindert)? (Bei Discuss&Discover kann man sowas vielleicht mit Chance auf Antwort erfragen.)
Aber wahrscheinlicher ist es doch nur eine freischwebende Spekulation, und warum sich diese kleine schöne Wendung im (Neumann-)Original verderben...
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Der Weg der Befreiung ist ein spirituelles Konzept, also eine Religiöse Idee, so etwas ist nicht Teil der natürlichen Entwicklung des Universums.
Das kann man nicht wissen. Wenn Bewußtsein eine "natürliche Entwicklung" des Weltalls ist, (...)
Hmm, der "Weg der Meisterung des Chorsingens" - ist wie "der Weg der Befreiung" ein Konzept (spirituell oder nicht). Gehört m.Mn. nach (als Teil) zu der natürlichen Entwicklung des Universums.
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Also scheint es erforderlich zu sein, "von Sinnesvergnügungen zurückgezogen" zu leben und "Sinnesgier überwunden und beruhigt" zu haben, um auf dem Weg weiterzukommen....
Nach der selbstquälerischen Askese resümierte der Buddha, dass diese Praxis ihn nicht weiterbrachte und erinnerte sich daraufhin an seine Kindheit...In der Neumann-Übersetzung gibt es hier noch einen kleinen "Einschub" (hab jetzt beim Zumwinkel nicht nachgesehen), der m.Mn. nach seine eigene Bedeutung hat:
ZitatMajjhima Nikaya 36
"Da kam mir, Aggivessano, der Gedanke: 'Wie, wenn ich mich nun gänzlich der Nahrung enthielte?' Da traten, Aggivessano, Gottheiten zu mir heran und sprachen: Wolle nicht, Würdiger, dich gänzlich der Nahrung enthalten! Wenn du dich, Würdiger, gänzlich der Nahrung enthalten willst, so werden wir dir himmlischen Tau durch die Poren einflößen: dadurch wirst du am Leben bleiben.' Da kam mir, Aggivessano, der Gedanke: 'Wenn ich nun auch gänzliches Fasten hielte, diese Gottheiten mir aber himmlischen Tau durch die Poren einflößten und ich also gefristet würde, so wär' es bloßer Schein.' Und ich wies, Aggivessano, die Gottheiten zurück und sagte: 'Schon gut!'
Dieses letzte, unscheinbare, "schon gut" ist eine meiner absoluten Lieblingsstellen im Palikanon, stellt sich beim Lesen noch heute ein Grinsen ein, an diesem schönen Sonntagmorgen...
"(...) Würdiger, dich gänzlich der Nahrung enthalten! Wenn du dich, Würdiger, gänzlich der Nahrung enthalten willst, so werden wir dir himmlischen Tau durch die Poren einflößen: dadurch wirst du am Leben bleiben.' ... und sagte: 'Schon gut!'"
So redet man halt unter seinesgleichen, einmal noch gegenseitig auf die Schulter klopfen - es ist natürlich Neumanns Übersetzung, aber auch strengste Askese erlaubt immer noch alltäglichste Umgangsformen. Wie gesagt: smiley on

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Ein passender, und wie ich finde, interessanter Artikel zum Thema "freier Wille" von Stefan Schleim, (holl. Prof.) mit historischen & philosophischen Referenzen. Vielleicht interessiert's einen/eine hier? see Gedanken und Gehirn wie Urin und Niere
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Kleiner physikalischer einschub: Einstein hat sich aus dem Problem rausgewunden, in dem er definierte: "Zeit ist, was eine Uhr anzeigt".
Hmmm, ich hätte immer zugestanden, daß Einstein neben einer (erwartbaren) Definition für dieses wichtige Element seines Naturverständnisses einfach höflich andeuten will "ich weiß, daß ich nichts weiß". Nicht so ... ? ...
[hr][/hr]Gerade lese ich ein wenig in den Einträgen in wikipedia zum Thema "Zeit", "Zeitverständnis" . Skurril finde ich den Satz von Augustinus
"
Augustinus unterscheidet erstmals zwischen einer physikalisch exakten (messbaren) und einer subjektiven, erlebnisbezogenen Zeit. Zeit und Raum entstanden erst durch Gottes Schöpfung, für den alles eine Gegenwart ist. Das Geheimnis der Zeit fasst Augustinus in folgendem Ausspruch zusammen:
„Was also ist ‚Zeit‘? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht.“ (Confessiones XI, 14)[9]
"
Klingt fast wie eine Umdrehung der Unbestimmtheit eines Quantenzustandes in der Quantenmechanik:
- Ohne externe Messung ["Wenn mich niemand danach fragt"] kann ein "Quantum" zwischen zwei Zuständen unbestimmt sein [Augustinus' Umdrehung: "weiß ich es"]
- erst bei einer externen Messung ["will ich es einem Fragenden erklären"] "legt es sich fest" [Augustinus' Umdrehung: "weiß ich es nicht"].
very seltsam... regt an zu vertiefter Betrachtung...
...
(Seltsamerweise kann das "Quantum" sogar ein "verschränktes" (Partner-) "Quantum" haben, das dann -unabhängig von einer Entfernung!- im selben Moment die gleiche Festlegung trifft, also sozusagen die von Einstein für absurd gehaltene "spukhafte Fernwirkung" aufweist. Aber das nur am Rande zur Betonung des Effektes der Unbestimmtheit/Bestimmtheit durch Messung.)
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Ja, so habe ich das letztes Jahr auch kennengelernt. Durch die Berentung vor ein paar Jahren und unsere gute Beziehung miteinander, möglicherweise, hat sich im Laufe dieser Jahre bei mir auch dieses "freie Gefühl" (oder eben besser: Zustand) der "Dankbarkeit" gemeldet... Ich erinner mich so grob: wir saßen im Sommer auf dem Balkon und nachdem mir schon ein paar Tage dieses wunderbare, zunächst noch unbestimmte, Gefühl durch die Knochen gezogen war, sprach ich das dann an mit meiner Liebsten. Das Reden brachte es zuerst noch etwas mehr an die Oberfläche, allerdings ist ja die gewöhnliche mentale Übung dann zu fragen "Dankbarkeit - wofür denn?" Klar fiel mir einiges ein, aber nach ein paar Beispielen und deren Ausführungen empfand ich diese "Anbindungen" irgendwie papieren, nicht wirklich angemessen. Sicher, es war auch "Dankbarkeit für ..." vorhanden, aber worum es mir eigentlich ging war der tieferliegende Zustand im Herzen/in Seele/in Gefühlswelt - und der fühlte sich eher so "unangebunden" an.
Dies Gespräch hat sich ein paar Mal wiederholt, aber über die Monate sprachen wir dann nicht mehr so viel /wenn überhaupt, darüber - war ja auch egal: es war einfach da.
Als dann, vor ein paar Wochen eine Verwandte einmal hier hereinschwirrte, sprach sie zu ihr plötzlich über dieselben Gefühle, über dieses Grund-Gefühl der "Dankbarkeit", das in ihr Herz eingezogen sei.
(Hat mich gefreut
)
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<ratio on>
Durch die Verbalisierungen vollziehen wir üblicherweise die Einordnung in unser sprachliches Gefühls- und "Ansichten"-Referenzsystem. Es ist eine Reduktion, nach meiner kürzlichen Erfahrung: "Dankbarkeit" als Gefühl, angebunden z.B. an einen Event, ist eigentlich sehr flüchtig; und das sage ich jetzt auch so - obwohl wir in unserer (Osho-) "Tantra"-Gruppe vor 25 Jahren Meditationen explizit unter Zuhilfenahme unserer Erinnerungen an Dankbarkeitserlebnisse oder erinnerten Beziehungen zu unsern Eltern und/oder Freunden geübt, getanzt, meditiert haben.
Wir haben ja in den Meditations-retreat nach Thich Nhat Hanh diese Übung "5 Erdberührungen" - aber ich schätze nach meiner inneren Erfahrung seit letztem Sommer würde mein Innenleben sich anders dazu gesellen als bisher :-))
<ratio off>
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Ein Paradies gibt es nach buddhistischer Auffassung natürlich auch. Aber langfristig kann man an einem solchen vorübergehenden Zustand nicht interessiert sein.
Wer hat schon Lust, tagein, tagaus Halleluja singen zu müssen.....
Dieses "tagein, tagaus" im Zusammenhang mit "Paradies" erinnert mich doch an etwas...
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Habe ich kürzlich im Antiquariat gefunden.
"Gotama Buddha - Mein Weg zum Erwachen" Aus dem Pali-Kankon ausgewählt und poetisch zusammengefaßt von Eckehard Saß und Detlef Kantovski (1996).
Bildband im Hardcover mit Schutzumschlag; jede Doppelseite enthält eine kurze textliche Zusammenfassung eines Themas und ein Schwarz-weiß Photo von Dörfern bei einer Reise nach Indien - m.Mn. nach sehr hübsch gemacht und die Sutrenzusammenfassung (im Stile einer Autobiografie des Buddha) sehr klar und lesbar.
Seit ich das habe ist es ein kleiner Schatz in meinem Bücherregal
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Finde gerade einen aktuellen einfühlsamen Bericht über Einsamkeit von jemand, die in der Telefonseelsorge arbeitet. Ich finde den Artikel sehr schön, und Nachdenkenswert - aber mir scheint, ein copy&paste hierher wäre vielleicht nicht fair. Daher nur der Link: Elke Schilling (Overton-Magazin)
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insbesondere unter dem Aspekt des "das Sein bestimmt das Bewußtsein" . Auch
Was ist damit gemeint mit diesem Satz? Das sein bestimmt das Bewusstsein und das Bewusstsein bestimmt auch wieder das sein. Gibt es reines sein überhaupt oder ist das sein immer zwischen sein sollen und sein wollen?
In diesem Fall, wie allein der Blutzuckerspiegel den Fokus der Geistestätigkeit beeinflußt. Im politisch/philosophischen Fall, wie die generellen äußeren Bedingungen die Gedankenwelt einer Bevölkerung formen.
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Schopenhauer war ja der Ansicht das das Leben an und für sich ein Ort der Prüfung und des Kampfes ist und vielleicht kann man sagen, was das Leben nicht ist. Nämlich etwas intellektuelles.
Vor ein paar Jahren gab es wohl so eine kleine Clique, die Comics über Philosophen und philosophische Ideen gemacht haben. Nach meinem Gefühl haben sie oft einen Nerv getroffen, jedenfalls Nachdenkenswertes und Amüsantes kreiert. U.a. über den Buddha, über Epicur, über Descartes etc, und auch ein-/zweimal über Schopenhauer.
Hier eins der beiden Comics, das ich besonders niedlich fand - insbesondere unter dem Aspekt des "das Sein bestimmt das Bewußtsein" . Auch wenn es keine wahre Geschichte im Hintergrund haben mag ...
- Helgo
(Quelle war wahrscheinlich ein Blog "PhilosophersInHeaven", ich hab es aus dem Forum "Discuss&Discover" vor ein paar Jahren)
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Ich tue mir zum Zwecke des morgendlichen Studiums von Massenhysterien und multinationalem Trickbetrug eine Tageszeitung an (dazu einen Cappucino, ein Glas Orangensaft und zwei Laugencroissants - aber das tut hier nichts zur Sache).
Nur ein kleiner Beiklang aus dem C. Morgenstern-Labor, das ich sehr liebe und in dem ich gerade das folgende wiedergefunden habe ...
ZitatAlles anzeigenDie Mittagszeitung
Korf erfindet eine Mittagszeitung,
welche, wenn man sie gelesen hat,
ist man satt.
Ganz ohne Zubereitung
irgendeiner andern Speise.
Jeder auch nur etwas Weise
hält das Blatt.
Ganz Blutdruckfreundlich, wie mir scheint...
Eine andere Art der Alternative zu unserem Morgenzeitungskonsum vielleicht noch das:
ZitatAlles anzeigenDie Brille
Korf liest gerne schnell und viel;
darum widert ihn das Spiel
all des zwölfmal unerbetnen
Ausgewalzten, Breitgetretnen.
Meistes ist in sechs bis acht
Wörtern völlig abgemacht,
und in ebensoviel Sätzen
läßt sich Bandwurmweisheit schwätzen.
Es erfindet drum sein Geist
etwas, was ihn dem entreißt:
Brillen, deren Energieen
ihm den Text – zusammenziehen!
Beispielsweise dies Gedicht
läse, so bebrillt, man – nicht!
Dreiunddreißig seinesgleichen
gäben erst – Ein – Fragezeichen!!
Schönen Gruß nach meiner Schottland-Reise an alle Palmström&Korf-Liebhaber hier