Es sind schon einige Beiträge gekommen, die ich noch nicht gelesen habe. Aber ich habe eine Erfahrung, die den Titel dieses Threads eindeutig unterstützt.
Das war nach einer schweren(?) (offensichtlich) Lebensmittelvergiftung(?) in einem Hotel-Abendessen.
In der Nacht danach fing ich zunächst an, mich allerheftigst zu erbrechen. Ich sah keine Möglichkeit meinen Aufenthalt zu verlängern (keine Selbstversorgung über den Tag möglich) und stimmte dann meiner Frau zu, mich aus dem Hotel nach Hause zu holen.
In der folgenden Nacht, sozusagen, übernahm mein Körper vollständig die Kontrolle, und nur durch meine Erfahrungen mit den buddhistischen Konzepten blieb es mir möglich zu "beobachten". Rechtsdrehung im Bett, Linksdrehung, Kühlung, Wärme, Nahrungsbedarf ( und -aufnahme), Erbrechen - alles machte mein Körper und "ich" hatte überhaupt nichts zu sagen. Mein Wahrnehmungsraum war auf - sagen wir - 1/2 Meter um mich herum eingeschränkt; "ich" habe es vollständig geschehen lassen, was meine Physis zu ihrer Rettung(?) tat.
Das war eine meiner längsten Nächte meines Lebens, wenn nicht die längste überhaupt (Im Sinne von "Erleben").
Seitdem weiß ich, daß der Körper die Kontrolle übernehmen kann, und daß das völlig gut ist, im Sinne von "machbar". Ca 2-3 Tage war dieser Zustand, bis der Notfall-Modus mich wieder zuverlässig losließ und das "Ego"-Bewußtsein wieder seine Rolle für die Steuerung meines Körpers (und meiner sekundären Geistreaktionen!) übernehmen konnte.