Wann taucht eigentlich die Karma-Lehre zuerst auf? Ist das bei den frühen Upanischaden, oder gab es sie früher schon? Ich hatte immer den Eindruck, dass Karma und Wiedergeburt auch erst recht späte Lehren waren.
Beiträge von Keine Ahnung
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Herzlich willkommen hier.
Allgemein, falls du es irgendwo noch kriegen kannst: Volker Zotz: Geschichte der buddh. Philosophie (Ich empfehle eh gern die Fernleihe der Bibliotheken)
Für Theravada: R.G. de S. Wettimuny - Die Lehre des Buddha und ihre wesentliche Bedeutung (gibt es glaub ich bei Dhamma Dana für lau)
Buddhadasa Bhikkhu - Das Kernholz des Bodhibaumes (ebenso)Für Zen: Kodo Sawaki - Zen ist die größte Lüge aller Zeiten
Dietrich Roloff: Zen vom Kopf auf die Füße gestellt
Für deinen rationalen Geist: Byung-Chul Han - Philosophie des Zen Buddhismus
Eher am Rand zum Zen: Alles von Toni Packer
Für Shin: Takamaro Shigaraki: Sogar der Gute wird erlöst, um wie viel mehr der Böse. Der Weg des buddhistischen Meisters Shinran
Für Vajrayana: Thartang Tulku: Raum, Zeit und Erkenntnis
Rigdzin Shikpo: Meditation und Achtsamkeit
Für Nichiren: Yukio Matsado - Nichiren, der Ausübende des Lotossutra
Für Tien-t'ai (Tendai): (auch falls du es noch kriegen kannst) Bruno Petzold - Die Quintessenz der T'ien-tai -(Tendai)Lehre
Für Shingon : (auch falls du es noch kriegen kannst)Taiko Yamasaki: Shingon: Der esoterische Buddhismus in Japan
Für säkularen Buddhismus: Stephen Batchelor: Buddhismus für Ungäubige
Für Altbuddhismus (angelehnt an die nicht mehr existierende Pudgalavada-Schule): Georg Grimm: Die Lehre des Buddho (auch eher antiquarisch)
Für einen Überblick (und weil du schon ein Buch aus seiner Feder gelesen hast):M.B. Schiekel - Kleine Übersicht über Philosophie und Praxis einiger buddhistischer Schulen
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Wurde das Ursache-Wirkungsmodell in der Wissenschaft nicht längst durch die Unbestimmtheitsrelation ersetzt?
Andererseits ist es eine andere Frage, ob der Geist (nehmen wir mal der Einfachheit halber einen solchen an) nach physikalischen Gesetzen funktioniert. -
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Die Einübung in MU, die Versenkung ins wu, schliesst einen derartigen metaphysischen Urgrund von vornherein aus, und deshalb kann es ein christliches Zen prinzipiell nicht geben. Solange wir glauben, in MU Gott zu erfahren, ist dieses MU kein MU. Da helfen auch keine Taschenspielertricks wie der, Gott als das Bodenlose auszugeben, weil dann eben das Bodenlose nicht bodenlos, sondern Gott und damit Urgrund aller Dinge ist.
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Dietrich RoloffDas gilt auch für "buddhistisches" Zen, denn solange wir glauben, in MU Buddhanatur oder Buddha zu erfahren, ist dieses MU kein MU. Der entscheidende Punkt liegt in dem Erfahren - alle Erfahrung ist bedingt und kann das Unbedingte nicht erfahren. Auch Leerheit lässt sich nicht erfahren. Das Bewusstsein, das erfährt, hat da keinen Zugang.
An solchen Aussagen lässt sich also allerhöchstens das persönliche Problem des Autors erkennen, das er mit dem Etikett "christlich" haben mag. Die Identifikation mit etwas nicht-christlichen, wie buddhistisch, ist dann eben auch nur wieder eine weitere Identifikation. Es geht aber im Zen um die Auflösung jeglicher Identifikation und im buddhadharma, um das Verlöschen jeglicher Ansichten. Andererseits braucht es zur Weitergabe des Dharma ein In-Erscheinung-Treten von Person und Ansicht. Name und Person sind aber keine Wirklichkeiten und das erkennt dann auch wiederum nur einer, der sich bis zur Auflösung von Identifikation durchgeschlagen hat.
Für den ernsthaft Praktizierenden ist es völlig gleich, welches Etikett da an seiner Praxis hängt.
Das war nur so ein kleiner Nebenabschnitt. Eigentlich geht es ihm darum, dass es in Mu Buddhanatur, jn letzter Konsequenz auch Leerheit, nicht gibt.
Ich empfand nur in der Praxis, dass es zwei paar Schuhe sind. Oder radikal gesagt auch drei. Ein christliches Zen, dass an Gott, Seele und Jesus festhält, ein buddhistisches, dass an Buddhanatur und Leerheit festhält, und ein Zen, das an nichts festhält. -
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Die Einübung in MU, die Versenkung ins wu, schliesst einen derartigen metaphysischen Urgrund von vornherein aus, und deshalb kann es ein christliches Zen prinzipiell nicht geben. Solange wir glauben, in MU Gott zu erfahren, ist dieses MU kein MU. Da helfen auch keine Taschenspielertricks wie der, Gott als das Bodenlose auszugeben, weil dann eben das Bodenlose nicht bodenlos, sondern Gott und damit Urgrund aller Dinge ist.[/lz]
Dietrich Roloff -
Ich hab ne zeitlang in ner christlichen Zengruppe mitgesessen. Wenn dann Leute erzählten, was Jesus während des Sitzens zu ihnen gesagt hat, fand ich das doch recht befremdlich. Auch so ein Verbinden von Session und christlichen Ritualen (Taufe z.B.) war nicht so meins.
Auch setzt man Sachen gleich (Seelengrund und Buddhanatur z.B.), die aus meiner Sicht sehr verschieden sind (und es auch durchaus Zennies gibt, die sie infragestellen. Man denke an Yuan Wu's "Weder Geist, noch Buddha(natur), noch sonst irgend etwas). Zumal hatte ich den Eindruck, sie werden dazu benutzt, um die eigenen Anschauungen zu stärken. (So in der Art: wenn auch die Buddhisten dasselbe glauben, sieht man, dass es wahr ist).
Zudem war es mir ein zu billiges Unterschiede nivillieren. Da fand ich selber es spannender, dass z.B. Byung Chul Han sehr schön in die Tiefe ging, und die Unterschiede zwischen Meister Eckhart und Zen herausgearbeitet hat, gerade da, wo sie oberflächlich ähnlich erscheinen.
Ich habe ja gar nichts dagegen, dass die Christen mittels Zazen-ähnlichen versuchen, eine eigene Mystik zu revitalisieren, aber sie ist halt etwas anderes. (Ich denke, dass es besser ist, das je eigene in der eigenen Schönheit zu leben, anstatt zu versuchen, alles zu einem Einheitsbrei zu verkochen). -
Man benutzt halt eine Meditation im Stile des Zazen, um den Seelengrund zu finden. Sie waren früher mit der Sanbo-Kyodoan-Schule (die in Japan öfters unter neuen religiösen Bewegungen läuft) verbunden, haben sich aber dann zum Teil von ihr abgespalten, um mehr Lehrer ernennen zu können. (Ob das, was W. Jäger lehrte, noch Christentum ist, oder doch schon in Richtung Esoterik geht, wie ein Bekannter von mir anmerkte, ist dann noch eine andere Frage). Ob das noch viel mit Zen (mit seiner radikalen Kritik an allem Überweltlichen) zu tun hat, muss jeder für sich entscheiden.
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Woanders hab ich geschrieben:[lz]
Wenn ich es recht verstanden habe entspricht Kensho dem Rechten Sehen als tiefer Er-/Entfahrung, es heisst ja auch: Erschauen des eigenen Wesens.
Erwachen entspricht dem Satori meines Wissens. Man könnte auch sagen, Kensho/Rechtes Sehen ist ein kurzes Erwachen/Satori.[/lz]
Im Shin-Buddhismus ist Shinjin ein ähnlicher Punkt wie Kensho im Zen, oder Rechtes Sehen in den anderen Traditionen. -
Und ich dachte, der Buddhismus kennt abhängiges Entstehen. Außerdem die Aussage, dass Körper und Bewusstsein sich gegenseitig bedingen. Ein unabhängiges Bewusstsein würde ja quasi Atman sein. Auch der Daoismus kennt meines Wissens kein unabhängiges Bewusstsein (Herz-Geist klingt sogar sehr körperlich), ebenso der Konfuzianismus.
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Sieht man sich die Zahlen des Alkoholkonsum in den einzelnen Ländern an, so sind buddh. Länder da irgendwo im Mittelfeld. Zum Vergleich des Konsumes an reinen Alkohol pro Person (über 15 Jahren) in Litern pro Jahr: Deutschland 13,4 Liter, Laos 10,4 Liter. Es scheint sich also praktisch nicht durchgesetzt zu haben (anders als in einiges muslimischen Ländern).
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Mich erinnert das an Heraklit: Alles fliesst. Das zu sehen, ist doch konkrete Praxis. Letztlich ist da nur dies, und nichts dahinter (daher finde ich Dietrich Roloffs (das ist aber die Zen-Ecke, aber Nagarjuna gilt ja auch als Zen-Patriarch (Als Shin-Patrirach übrigens auch) ist also für viele Mahayana-Schulen bedeutsam) Ablehnung von Buddhanatur, Dharmakaya etc. durchaus nachvollziehbar).
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Ich würde es anders sagen: Folge den Situationen oder folge Vorstellungen. (Bei ersteren hast du aber keinen dahinterstehenden Sinn, das fällt in die Vorstellungen).
Oder anders gesagt: Vertraue dich dem Leben an (diesen Ansatz seh ich in frühen Zen-Texten vertreten (Der höchste Weg ist nicht schwer, nur ohne Wahl)) oder nicht (darunter fallen aus meiner Sicht auch Versuche, das Leben (aka Samsara) überwinden zu wollen). Achtsamkeit kann also in verschiedene Richtungen benutzt werden.
Zudem es verschiedene Konzepte von Achtsamkeit gibt.
Brad Warner wies (bezug nehmend auf Nishijima Roshi) darauf hin, dass "für manche Achtsamkeit bedeutet, sich immer mehr in den eigenen Kopf zu verbohren, und dass das hat nichts mit Buddhismus zu tun". Im Buddhismus geht ja der Achtsamkeit auch das Rechte Sehen voraus, die Basis ist also eine "Erfahrung" des Wegfalls des Ich-Gefühls. "Sei achtsam" als Appell an das Ich macht aus meiner Sicht genauso wenig Sinn wie ein "Sei spontan" aus daoistischer Ecke.
Naja Brad Warner scheint ja manchen Achtsamkeitsübungen kritisch gegenüberzustehen. Er schrieb einmal in seinen Blog :[lz]Ich glaube, ich habe schon mal darüber gelästert. Aber ich lebe in einem Meditationszentrum, wo verschiedene Lehrer unterrichten, und ich kann dir nicht sagen, wie oft ich schon in meinem Zimmer war und hörte, wie jemand über Achtsamkeit plapperte. Wenn ich dann, nachdem die Gruppe gegangen ist, aus meinem Zimmer komme, finde ich folgendes vor: die Tür ist unverschlossen, die Fenster weit offen und die Stühle überall kreuz und quer verteilt … Was zur Hölle lernen sie dort für eine Art von Achtsamkeit?[/lz]
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Sorry, war zu faul zu recherchieren.
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Aus meiner Sicht sagt Nagarjuna einfache Sachen kompliziert. Letztlich sind modern gesprochen da keine Dinge/Wesen, sondern Prozesse, Geschehen.
Aber er leistet zumindest aus meiner Sicht eine gute Dekonstruktion des Buddhismus. -
Wenn man merkt, dass einem etwas nicht gut tut, sollte man es vielleicht hinterfragen.
Aus meiner Sicht ist es wichtiger, sich dem Leben anzuvertrauen, loszulassen, einfach so zu sitzen.
Letztlich hat hier jemand geschrieben (war es Schneelöwin?): Wenn eine Saite zu sehr gespannt ist klingt sie nicht gut, ebenso wenn sie zu lasch gespannt ist.
Je älter ich werde, so mehr lass ich meine Vorstellungen los, und um so mehr folge ich den Situationen, und schau, was in ihnen stimmig ist. Ich würde das eher als Resonanz als als Achtsamkeit beschreiben. Ansonsten hilft mir, über mich zu schmunzeln und mich nicht allzu wichtig zu nehmen. Auch einen eher lauschenden und einen geschehenlassen könnenden Zugang fand ich stimmig. Probier einfach verschiedenes aus.
Beim Tai-Chi und in der Musik erleb ich es so: durchaus ein wenig Achtsamkeit haben, aber das wesentlichere ist geschehen zulassen, eher ein fließen, als ein Tun meinerseits. Auch beim Sitzen (und beim Stehen) geht es mir so.
Und H. D. Thoreau war für mich eine gute Richtschnur.
[lz]Unser Leben
wird von tausend Einzelheiten
aufgezehrt …
Vereinfacht, vereinfacht![/lz]
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Danke für deine inspirierende Schilderung.
Ich finde es schade, dass die vielleicht interessantesten Schulen aus meiner Sicht, Tendai und Kegon (ich bleib der Einfachheit halber bei den jap. Namen) im Westen so wenig Interesse erzeugen. Aber auch Shin ergeht es ja nicht viel besser. -
Der Mahayana Bereich ist irgendwie verschwunden, aber man kann es ja gerne verschieben.
Weiteres aus dem Mahayana folgt unter dem Säkularen Buddhismus-Unterforum.
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Man sollte Medizin (Antidepressiva, Psychopharmaka) und Drogenmissbrauch (und es ist auch sicher sinnvoll, zwischen Drogengebrauch und Drogenmissbrauch zu unterscheiden) nicht gleichsetzen.
Wenn Leute mit Psychose Verbrechen begehen, ist es wahrscheinlich, dass sie auch medikamentös behandelt werden. Ich glaube weniger, dass die Verbrechen primär auf die Medikamente zurückzuführen sind. Und vielen Menschen (die große Masse) helfen diese Mittel und sie werden nicht zu Massenmördern.
Wenn in buddh. Ländern Genozide verübt werden (wie in Myanmar), laste ich das ja auch nicht der Meditation an.
Bei Drogen scheint es vielen Menschen (nicht allen) um angenehme Zustände zu gehen. Meditation sucht oft dagegen eher einen Weg raus aus den Zuständen. Bei beiden können allerdings Einheitserfahrungen auftreten. Es ist nur die Frage, ob man sie so wichtig nehmen sollte. (In den Worten von Nagarjuna: weder Einheit noch Vielheit). -
Die wissenschaftliche Forschung hat ja einen ganz anderen Background als die buddh. Sichtweisen zur Meditation (Anatman kann ihr je erstmal egal sein, wobei anzumerken ist, dass atman nicht Ego heißt). Zudem Meditation letztlich nicht buddh. Meditation heißen muss. (Aus wissenschaftlicher Sicht würde ich sogar vermuten: heißen darf). Und in Bezug auf Drogen auch eine größere Differenzierung. Was nützt wann und wie. Was schadet wann und wie. Kritische Aspekte von Meditation werden ja nur wenig bis jetzt erforscht (Es gab aber eine Studie, die eine sinkende Empathie nahelegte - oder anders gesagt: eine größere Gleichmut).
Ich denke, man sollte da nicht zuviel von der Meditationsforschung erwarten. Und es gibt sicher auch einige Punkte, die aus buddh. Sicht einen nicht so passen. (Z.B. das man eine Einheitserfahrung mit der richtigen "Verdrahtung" produzieren kann, sie also da nichts mit Meditation zu tun haben muss). Und die Frage ist sicher auch immer, was man untersucht und wie man es untersucht (und warum). Und wie man die Ergebnisse interpretiert.
Was ich amüsant finde: der Ursprung der Meditationsforschung stammt meines Wissens eher aus der TM-Ecke. Hatte da also ne ganz andere Funktion. (Und führte dann auch zu solch seltsamen Ansätzen wie die Mindmachines - aber die scheinen gar keine Rolle inzwischen mehr zu spielen).
Was ich ganz amüsant fand, dass laut den Gehirnwellen im Westen bei Meditierenden ganz andere Wellen eine Rolle spielen, als unter asiatischen Meditierenden. (Wenn ich mich recht erinnere im Westen eher Theta-Wellen, in Asien eher Alpha-Wellen). -
Bei LSD ist es aber sicher ein Unterschied, ob es in einem therapeutischen Setting (da würde ich auch einige schamanistische Ansätze mit Peyote ähnlich gelagert sehen) benutze, oder ob ich mich berauschen will. Da ist auch die Integration in den Alltag eine andere. (Ich hab aber selber damit keine Erfahrungen).
Bei psychotischen Menschen hab ich die Erfahrung gemacht, dass da auch intensive Meditation einen Schub auslösen kann. Railex hat ja was ähnliches schon bemerkt): Dafür sollte man aber psychisch stabil sein.)
Wenn man schon vergleichen will, dann sollte man Psychedelika und Meditation bei psychotischen Menschen bzw. Psychedelika (in einem therapeutischen Setting) und Meditation (in einem Lehrer-Schüler-Setting) bei nichtpsychotischen Menschen miteinander vergleichen, sonst kommt man zu einer schiefen Sicht. -
Mūlamadhyamakakārikā (Lehrstrophen über die grundlegenden Lehren des Mittleren Weges) von Nagarjuna vermute ich.
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Von den Independent Nichiren-Gruppen hab ich keine Ahnung, was es da in Deutschland gibt. Vielleicht mal Kontakt zu den englischsprachigen aufnehmen, oder vielleicht weiß Benkei mehr (ihn finde ich diesem Zusammenhang (und auch sonst) eh interessant, weil er eine eigene Mischung aus Zen, Nichiren- und Amida-Buddhismus praktiziert, wenn ich das richtig verstanden habe).
In NRW gibt es einen Nichiren Shu-Tempel. Meines Wissens in Frankfurt/Main einen Tendai-Tempel (deren Webseite scheint aber nicht mehr aktiv zu sein, ist aber vielleicht auch von deinen Vorstellungen zu weit weg). Ansonsten einfach selber anfangen und Leute suchen, und schaun, wie die anderen Independent Nichiren-Leute das so machen. Aber ich hab den Eindruck, dass es viele SG-Aussteiger gibt, da müsste eigentlich etwas gehen. Dir viel Erfolg auf deinem Weg.
Von der Hokkeko (Laienorganisation der Nichiren Shoshu) scheint es ne Seite zu geben, da steht aber nichts von Gruppen, Aber interessante Texte. -
Ich hab mal spaßeshalber ein paar Namen nebeneinander gesetzt, da sieht TNH gar nicht so toll aus. Selbst ein Osho ist beliebter. (Das hätt ich echt nicht gedacht). Sogar Zhuangzi. Und gegen den Dalai Lama ist alles Kleinkram. (meine TNH-Kurve geht aber am Ende nach unten) auch wenn DL auf dem absteigenden Ast ist.
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Das Risiko, dass sich das Krankheitsbild unter Psychedelika verschlimmert ist einfach zu groß.
In Deutschland geht man jährlich von ca. 3-5000 Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis aus, die veranlagt sind,aber durch Psychedelika erst zum Ausbruch kommen. Das sind oft lebenslange chronische Behinderungen.
Psychopharmaka sind oft auch nicht die optimale Lösung,klar,aber lösen z.b.nicht noch zusätzliche Halluzinationen aus.
Im low Dose Bereich wird ja geforscht, warten wir die Ergebnisse dazu ab.
Ich finde, dass gut eingestellte Leute an Lebensqualität zurückgewinnen. (Das seh ich tagtäglich in meiner Arbeit bei Behinderten). Zudem hatte ich einen Bekannten, der an Schizophrenie litt, und seine Medikamente allein absetzte, sich dann in sein Auto setzte und viele Autos zu Klump fuhr. Er hatte das Glück, dass die Polizei rechtzeitig kam und er nicht gelyncht wurde. Ich würde die Einschätzung da eher Leuten überlassen, die davon Ahnung haben.
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Mehr muß zu dem Thema eigentlich gar nicht bedacht werden, scheint mir.
Tatsächlich? Bei solcher grundsätzlichen Unbedachtsamkeit fällt leicht etwas unter den Tisch. Die verlinkte Übersetzung ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Übersetzer seine persönlichen Sichtweisen als die Buddhas ausgibt. Machen wir zwar alle mehr oder weniger, aber bei etwas, das als Übersetzung daherkommt, erwarte ich da weniger - nämlich eine möglichst neutrale und textnahe Wiedergabe.
Ich hatte bereits darauf hingewiesen: in den Sutten wird ganz konkret von surāmeraya gesprochen, vergorenen Getränken*. Wobei das Gelübde nicht auf eine oder mehrere spezifische Rauschdrogen zielt, sondern sondern einen mentalen Zustand.
Das 'surāmeraya majjapamā daṭṭhānā veramaṇī sikkhāpadaṃ samādiyāmī' würde ich übersetzen mit 'ich nehme den Übungsweg (sikkhāpadaṃ) auf mich, den Geisteszustand (daṭṭhānā) von Trunkenheit (majjapamā, wörtl. etwa 'Behinderung durch Vergiftung) zu meiden, [wie] er von alkoholischen Getränken hervorgerufen wird.' Da einfach pauschal ein 'Rauschdrogen' daraus zu machen, mag ja eine legitime Interpretation sein. So oder so hätte dies einem seriösen Übersetzer zumindest eine Fußnote wert sein sollen. Da ist mit Nyanatiloka/Nyanaponika wohl etwas der Missionseifer durchgegangen.
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Gab es Cannabis eigentlich zu Buddhas Zeiten schon? Wenn ich mich recht erinnere, kommt es schon in den Veden vor, und spielt besonders bei Shiva-Anhängern eine bestimmte religiöse Rolle.
Zudem hab ich beim Vinaya oft den Eindruck, dass Buddha oft einfach Imageschaden von seinem Orden abwenden wollte.
Ich seh auch bei Alkohol einen großen Unterschied, ob man ein Glas Wein oder einen Whisky oder wie ich gerade einen Cidre genießt, oder ob man sich zusäuft und ausfällig wird. So pauschale Regeln finde ich eh nicht so überzeugend.