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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Bosluk

  • Umgang mit Gefühlen

    • Bosluk
    • 13. Oktober 2023 um 12:48
    Mabli:

    Hier ein längeres Zitat von Jack Kornfield zu dem Thema Umgang mit unheilsamen Gedanken. Hier kommt auch das Ersetzen und Ignorieren von Gedanken vor.

    Beitrag

    RE: Unheilsame Gedanken

    Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Buch "Das weise Herz" von Jack Kornfield, vielleicht hilft das jemandem weiter. :) (Die Formatierung und Nummerierung stammen von mir und kommen so im Buch nicht vor, davon abgesehen ist der Text unbearbeitet und ungekürzt.)


    [lz]

    Die Anleitungen zur Umwandlung des Geistes in der buddhistischen Psychologie fallen sehr detailliert aus. Der Buddha selbst lehrte seine Schüler: (1.) »Wie ein geschickter Zimmermann einen groben Pflock durch einen passenden ersetzt, so…
    hiri
    25. Februar 2019 um 15:09

    Die verschiedenen Möglichkeiten der Antworten deiner Frage liegen in den unterschiedlichen Traditionen zugrunde. Jack Kornfield bereiste Kloster in Indien und Thailand (also einen Hintergrund in der Waldtradition/Theravada) und als klinischer Psychologe auch einen psychologischen Hintergrund. Die therapeutische Brille, mit der er den Palikanon liest, findet man auch in (zumindest, die ich gelesen habe) seinen Büchern wieder.

    Das Zitat aus dem Beitrag, den du verlinkt hast stammt z.T. aus dem Majjhima Nikaya 20, dass eben genau die therapeutischen Werkzeuge beinhaltet, um die Konditionierungen selbstständig und gezielt durchzuführen*, die sonst unweigerlich (und unbewusst) aus der Interaktion zwischen einem Selbst und der Umwelt fortgesetzt werden.


    *z.B. in Richtung eines Metta-citta, den Brahma-vihara oder zur Entfaltung der Vertiefungen.

    Tai:

    Die negativen, unheilsamen Gefühle ablehnen und nur die guten (heilsamen) Gefühle zulassen - eine solche Haltung gehört wohl zu den verhängnisvollsten Missverständnissen buddhistischer Praxis.

    Nun - Ganz verhängnissvoll ist nicht, wenn man die Erfahrung macht, dass dukhha dadurch immernoch vorhanden bleibt. Dann gibt´s wieder ein bisschen Paññā oben drauf.

    Man kann es zwar direkt richtig machen, man kann aber auch alle falschen Wege verwerfen - dann landet man irgendwann unweigerlich auch auf dem Richtigen, auch wenn es etwas mühseliger ist :)

  • Sprache lernen?

    • Bosluk
    • 27. September 2023 um 16:55
    Christopher:
    Bosluk:

    Ich kann nicht für deine Praxis sprechen, aber ohne die Schriften, Vorträge, Bücher, Kommentare anderer Menschen und Geduld von Lehrern wäre ich im Leben niemals auf den Pfad gekommen.... Da hätte ich mich noch so lange hinsetzen können.

    OK, aber wir reden hier von einer ganz anderen Sprache lernen, um die Lehre "besser zu verstehen". Das halte ich nach wie vor für überflüssig.

    Wie willst du das denn beurteilen, wenn du es gar nicht gemacht hast? Ich denke nicht, dass sich das a priori beurteilen lässt.

    Christopher:

    Eine Sprache - und zwar Deine eigene - reicht da vollkommen aus

    Um dukkha und das Ende von dukkha zu sehen? Ja, da stimme ich dir zu. Dafür bräuchte man ja nichtmal den gesamten Kanon - ein paar Suten würden womöglich schon ausreichen, wobei das sicherlich auch vom Anwender abhängt (ein paar Begriffststutzige wie mich bräuchten da sicherlich etwas mehr Text).

    Sich die Texte aus dem Pali (z.T) selbst zu übersetzen oder bestehende Übersetzungen einer genauen Probe zu entziehen, setzt den bestehenden Übersetzungen einen neuen Bezugsrahmen:

    Ein eingefleischter Theravadin übersetzt den Text anders als ein Zennie. Ein Beispiel:

    So wurde in der Übersetzung von Sabbamitta (die ihre Übersetzungen z.T auch aus dem Englischen von Bhikku Sujato referiert) in konsequenter Weise das Wort "Jāti" mit Wiedergeburt übersetzt. Und damit liest man automatisch den Kanon aus der Perspektive des Übersetzers (in dem Fall, aus der Perpektive eines Theravadin).

    Ohne den vorgefertigten Bezugsrahmen, in den der Leser automatisch durch die Übersetzung gepresst wird, bieten sich natürlich ganz andere Perspektiven zur Deutung des Kanons, die in Summe auch ein ganz anderes Bild ergeben können. Ob man das dann das Urteil "besseres Verständnis" fällt, ist ebenfalls individuell. Treffender wäre vielleicht:

    Ein unabhängigeres Verständnis (unabhängig von der Perpektive des Übersetzers)

  • Sprache lernen?

    • Bosluk
    • 25. September 2023 um 16:30
    Christopher:


    Du kannst "die buddhistische Lehre" zwar (vielleicht) besser verstehen, aber der Buddhismus an sich ist ja bekanntlich jenseits von Wörtern. Musst Du leider bis in die Knochen erarbeiten :)

    Ich kann nicht für deine Praxis sprechen, aber ohne die Schriften, Vorträge, Bücher, Kommentare anderer Menschen und Geduld von Lehrern wäre ich im Leben niemals auf den Pfad gekommen.... Da hätte ich mich noch so lange hinsetzen können.

    Zitat

    Freund, es gibt zwei Bedingungen für das Erscheinen von Richtiger Ansicht: die Äußerung eines anderen und weises Erwägen.

    Majjhima Nikaya 43

    Das "bis auf die Knochen erarbeiten" lese ich als "weises Erwägen". Fehlt eines der beiden, wird´s schwer, weshalb ich auf das Wort eines anderen nicht verzichten wollen würde.

  • Sprache lernen?

    • Bosluk
    • 24. September 2023 um 08:24
    pano:

    Ich muss ehrlich sagen, ich traue mir kaum zu dass ich in irgendeiner Weise mit Familie und Job in meiner Freizeit nennenswert Pali Kenntnisse erwerben könnte, um solche Fußangeln zu umgehen. Zumal das Lehrmaterial für Pali durchaus eingeschränkt ist.

    Da schließe ich mich Hendrik an - zum Übersetzen braucht man ja nun nicht alle Vokabeln und grammatikalischen Regeln auswendig kenne.


    Auf SuttaCentral gibt es die Möglichkeit, sich parallel beim Lesen auch die Absätze in Pali anzeigen zu lassen. Dadurch bekommt man ja schon alleine durch das Lesen viele Begriffe mit, die sich in den Sutten häufen. Zudem gibt es bei SuttaCenral direkt die Möglichkeit auf ein Paliwort das Nachschlagewerk zu öffnen.

    Die Übungswerke, die ich benutzt habe sind:

    A.K. Warder: Introduction to Pali (PDF) und

    Lily da Silva: Pali Primer

    Ansonten gibt es einige Onlineressourcen, die als Wörterbücher fungieren:

    Wisdom Library; The portal for Hinduism, Sanskrit, Buddhism, Jainism, Mesopotamia etc...

    Ein mächtiges Werkzeug ist der Digital Pali Reader, da hier besonders bei Wortketten (die im Pali üblich sind) einzelne Wörter und z.T. auch die Wortstämme per Mausklick angezeigt werden. Allerdings ersetzt es das Denken nicht, da manchmal auf Unsinn angezeigt wird.

    Hendrik:

    Die Ergebnisse können spannend sein, denke ich.

    Ich habe mich schon einige Male darüber gewundert, wie eine bestimmte Übersetzung gewählt worden ist. Auch gibt es Stellen, bei der jede Art der Übersetzung den Informationsinhalt verschieben würde. Daher: Viel Spaß :)

  • Wir erschaffen unsere Wirklichkeit Werner Vogd im Gespräch mit Peter Riedl

    • Bosluk
    • 22. September 2023 um 14:47
    crocus:

    Was systemtheoretisch aber gut machbar ist, ist, dass das System sich der Bedingungen seiner Existenz selbst bewusst wird. Es kann sich dann mäßigen, statt alles kontrollieren zu wollen.

    Was im buddh. Kontext bedeuten würde, dass der soteriologische Anspruch des Tranzendenten (z.B. Kensho, Satori, die Vier Früchte oder welchen Begriff man dafür auch verwenden möchte) schlicht in der Rückkehr zum Immanten liegt: Man übernimmt die großtmöglichste Verantwortung für sein tun (=Absichten) auf eine heilsame Weise innerhalb seines wechselseitig konditionierten Netzwerkes (=Alltag) über die Systemgrenzen (z.B. Kommunikation).

    Und geht einfach den Weg.

  • Wir erschaffen unsere Wirklichkeit Werner Vogd im Gespräch mit Peter Riedl

    • Bosluk
    • 20. September 2023 um 16:23

    Ich fand das bereits Watzlawicks Werke zum Konstruktivismus eine große Nähe zu den Pali Texten aufweisen. Aber einen Systemtheoretiker, der die Ideen des Konstruktivismus mit neurobiologischen Erkenntnissen verknüpft, ist ja wirklich spannend. Insbesondere an dem Begriff der „autopoietischen Systeme“ fand ich den Transfer in eine buddhistische Fragestellung bzgl. dukkha nicht leicht umzuformulieren.

    "Ein autopoietisches System bringt Prozesse hervor, die rekursiv das System produzieren, aus denen sie hervorgebracht wurden" (mit meinen eigenen Worten wiedergegeben)

    Die Deklaration im Pali-Kanon, wann man von einem „Wesen“ (satta) spricht findet sich in S23.2:

    Zitat

    Was da Wille, Gier, Lust und Begehren zur Form/Gefühl/Wahrnehmung/Gestaltungen/Bewusstsein ist, da hängt man (satto), da hängt man fest (visatto); daher heißt es (Lebe-) Wesen (satto)

    Im Buddh. Kontext kann man „Wesen“ daher als ein System betrachten. Und da sich das System durch Prozesse (Ergreifen, Begehren) rekursiv selbst produziert, ist es ein autopoietisches System. Die Prozesse, die das System hervorbringt könnte man auch mit kamma bezeichnen. Die Reproduzierung des Systems, dass es nährt, vipāka.

    Die Frage, die sich mir aufdrängt: Bis zu welchem Punkt kann ein solches autopoietisches System „Wesen“ durch eigene Prozesse zur Selbstauflösung beitragen? Meine vorgreifende Vermutung: Gar nicht. Das System unterliegt einer autopoietischen Gesetzmäßigkeit, die es nicht auflösen kann, da jeglicher Versuch zur Auflösung ein weiteren Prozess darstellt der das System aufrecht erhält. Damit ist es nicht möglich, sich aus dem Beziehungsnetzwerk zu befreien, in dem man sich hineingeworfen vorfindet. Man kann sich aber das Wissen über das (autopoietische) Beziehungsnetzwerk zunutze machen, um es geschickt anzuwenden, indem man es 1) durchschaut (z.B. durch anattā-sañña ) und 2) mit heilsamen Prozessen nährt, wie z. B. Metta-bhavana oder grundsätzlich die Vier Brahmaviharas und eine Sila-Praxis, um zumindest aus dem Erleben eine Komponente rauszuziehen: dukkha.

  • Seit wann gibt es im Buddhismus "meditierende Laien"

    • Bosluk
    • 17. September 2023 um 18:22
    Helmut:

    Woher weist du das? Lieferst du als Begründung jetzt wieder nur diese oder jene Schrift einer Religionswissenschaftlerin / eines Religionswissenschaftlers, die man bitteschön lesen möge, anstatt eigene Argumente zu formulieren?

    Meinst außerhalb des wissenschaftlichen Konsens?

    Ich war bereits in einigen buddhistischen "Laien"gemeinschaften, denen es um eine religiöse Praxis der Niederwerfungen gab, um gutes Karma für eine Gute Wiedergeburt zu sammeln und Meditation eher als etwas für Mönche angesehen wurde. Das schien mir fernab von jeglichem soteriologischen Hintergrund. Ich möchte das natürlich nicht auf alle verallgemeinern, aber das gibt es auch.

  • Wer war Buddha wirklich?

    • Bosluk
    • 12. September 2023 um 20:04
    void:

    Wo steht denn, das mit dem Pfügen? In der Übersetzung von Palikanon.com steht "beschäftigt sein"

    Bei Sutta Central heißt es;

    Sutra central:

    Then it occurred to me, ‘I recall sitting in the cool shade of the rose-apple tree while my father the Sakyan was off working

    ich kann ja leider kein Pali.

    Suttacentral:

    abhijānāmi kho panāhaṃ pitu sakkassa kammante sītāya jambucchāyāya nisinno vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṃ savicāraṃ vivekajaṃ pītisukhaṃ paṭhamaṃ jhānaṃ upasampajja viharitā.

    Gibt es plügende Könige?

    Alles anzeigen

    Das Wort kammante hat "kammanta" in seinem Ursprung. Wenn ich das noch richtig auf dem Schirm habe, bedeutet die Endung "E", dass es im Akkusativ steht.

    Kammanta setzt sich aus kamma (das kennt man ja) und anta zusammen. Die Englische Übersetzung mit "Work off" trifft es da wohl besser, da es eher eine "professionelle Beschäftigung" meint.

    Und "professionelle Beschäftigung" kann natürlich im jeweiligen Kontext alles bedeuten.

    Vermutlich hat der Übersetzer den Begriff kammanta in einer anderen Sutta zufällig im Kontext von "Feldarbeit" gefunden.

    void

    Der Ehr. Sujato bietet aktuell einen Pali-Kurs an. Vielleicht kannst du noch quereinsteigen :)

    Mir wurde das aber irgendwann zu kompliziert.

  • Meditation ist gleichbedeutend mit Gebet

    • Bosluk
    • 23. August 2023 um 15:36
    Leonie:

    Das nennt sich Selbstreferenz.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Das war ein spannender Vortrag!

    Ergänzen wollte ich, dass er eine Homepage hat, auf der er viele interessante Fachartikel veröffentlicht hat.

    Z.b: Wozu achtsam sein und worauf die Achtsamkeit lenken? Welten ohne Grund bauen und darin heimisch werden! Werner Vogd

    Was eine Kurzform eines ganzen Buches von ihm ist (das auch auf seiner Seite zur Verfügung gestellt wurde).

  • Meditation ist gleichbedeutend mit Gebet

    • Bosluk
    • 22. August 2023 um 15:22
    Helmut:
    Igor07:
    Bosluk:

    Wo willst du denn sonst Buddha finden, wenn nicht in dir selbst?

    Ach, echt süss von dir, Bosluk .

    Ich kann mir nichts verkneifen , PD zu zitieren, aber sehr kurz, sorry:

    Zitat

    Der Buddha zeigt also, dass es hier nicht um philosophische

    Hypothesen und Mutmaßungen geht, sondern vielmehr

    praktische Erfahrung des Weltendes vorliegt, und er sagt sogar,

    wodurch der Betreffende zum Ende der Welt und damit

    zur vollständigen Weltkenntnis gekommen ist: Er hat den

    Reinheitswandel, Läuterungsübungen, welche das Herz rein

    und frei machen, bis zur Vollendung gebracht.

    Alles anzeigen
    Alles anzeigen

    Wenn wir Zuflucht zu den Drei Juwelen nehmen, dann bezieht sich die Zuflucht zum Buddha zunächst erst einmal auf Buddha Sakyamuni. Dies ist aber nur die ursächliche Zuflucht. Wichtig ist die resultierende Zuflucht Buddha, die durch die Dharmapraxis entsteht. Diese besteht darin, dass wir selbst die Qualitäten der Buddhaschaft verwirklicht haben. Es geht also schon darum, den Buddha in uns selbst zu verwirklichen und dann finden wir auch den Buddha in uns selbst

    Alles anzeigen

    Igor07

    Du hast es sogar selbst zitiert:

    https://www.buddhaland.de - Kann man Lehrer und Lehre trennen?

    Zitat

    Seid euch selbst Insel, Ananda, seid euch selbst Zuflucht, habt keine andere Zuflucht! Die Lehre sei euch Insel, die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht

    Was nützt es dir, dass es jemand anders es verwirklicht hat? Viel wichtiger ist doch der eigene, persönliche Weg.

  • Meditation ist gleichbedeutend mit Gebet

    • Bosluk
    • 22. August 2023 um 09:53
    eitelpfuetze:

    Dass sudhana in dem Zusammenhang Buddha nannte spricht ja schon für sich bzw ist damit die Haltung bzw Selbsteinschätzung erkennbar.

    Wo willst du denn sonst Buddha finden, wenn nicht in dir selbst?

  • Ich habe viele Fragen

    • Bosluk
    • 18. August 2023 um 15:42
    Sylfer:

    Wo ist man am besten aufgehoben? Als Antwort auf die Frage habe ich folgendes bislang bekommen: na einfach mal alles ausprobieren. also 1. Fehlt dafür das Geld und 2. die Zeit.

    Dafür ist gar nichtmal viel Geld notwendig. Vieles ist auf Danabasis und steht damit kostenfrei zur Verfügung.

    Unter Medien hier im Forum findest du sicherlich viele Quellen. Dazu ein paar hier hinzugefügt:

    Auf der Seite der DBU findest du gelistete Gruppen, die in deiner Umgebung sind. An denen kannst du dich sicherlich auch wenden. Da wirst du sicherlich auch "langsam" an das Thema geführt.

    Allgemein:

    dhamma-dana.de enthält viele pdf´s. Eine eigene Kategorie "Als Einsteiger" gibt es auch.

    Aus der Waldtradition (Theravada angelehnt)

    Im Dhammazentrum gibt es auch einige Vorträge, Studiengruppen u.s.w.

    Das Amaravati Kloster hat auf ihrer Homepage (englischsprachig) viele Vorträge, Bücher, Essays u.s.w.

    Muttodaya-Mediathek enthält ebenfalls Bücher und "dhamma-talks"

    Das Suan Mokh bietet einige Vorträge und Bücher speziell von Buddhadasa Bhikku an

    Das Dhammapala Kloster enthält ebenfalls viele Bücher, Voträge und Übungsgruppen

    Ein riesiges Sammelsorium bietet Thanissaro auf seiner Seite Accesstoinsight (englischsprachig an). Darunter auch Hilfestellungen für Einsteiger.


    Zum Zen kenne ich bisher nur:

    Den Zensplitterblog

    Die Zen-buddhistische Vereinigung Europas (ABZE) enthält viele Informtationen zu Zen, darunter auch Lesetipps.

    Zudem das Antaiji Kloster enthält viele Informationen


    Ansonsten ist das Forum vollgestopft mit Informationen zu den einzelnen Richtungen, Literatur und Gruppen.

    An Informationen soll es also wirklich nicht mangeln.

  • Nirwana

    • Bosluk
    • 18. August 2023 um 12:44
    eitelpfuetze:
    Leonie:

    Deshalb sind die 5 Daseinsgruppen nicht dukkha, sondern nur, wenn es sich um die Daseinsgruppen des Ergreifens handelt.

    Das sind sie ja. Es sind die Gruppen des Ergreifens.

    Es heißt ja Pañc`upādānakkhandhā dukkha. Ergreifen (upādāna) ist der Baustein in Verbindung mit den fünf khandhā, die dukkha sind.

    Wären, wie du sagst, die fünf khandhā dukkha, gäbe es keinen Grund von Pañc`upādānakkhandhā zu sprechen. Dann wäre der der Palitext "Pañc`kkhandhā dukkha" vollkommen ausreichend (den es aber nicht gibt, an keiner Stelle des Kanons).

    Diese Betrachtungsweise verstößt nicht nur gegen den Text, sondern bedeutet in der Konsequenz auch (da die khandhas nicht zu Lebzeiten aufgehoben werden), dass gar keine Befreiung von dukkha zu Lebzeiten möglich wäre.


    Und dann kann ich mir den ganzen Spaß auch gleich sparen.

    eitelpfuetze:

    [lz]

    'Die Persönlichkeit, die Persönlichkeit' heißt es, Ehrwürdige; was hat denn wohl der Erhabene gesagt, Ehrwürdige, daß die Persönlichkeit sei?"

    "Die fünf Daseinsgruppen sind die Persönlichkeit, hat der Erhabene gesagt, Bruder Visākho, als da ist

    Wenn das die Übersetzung ist, ist sie schrott. Denn auch hier heißt es richtig im Pali:

    Zitat

    Pañca kho ime, āvuso visākha, upādānakkhandhā sakkāyo

    Es ist wieder Pañc`upādānakkhandhā sakkāyo (die Persönlichkeit). Auch hier sind nicht die khandhā die Persönlichkeit, sondern in Verbindung mit Ergreifen (upādāna).

  • Nirwana

    • Bosluk
    • 17. August 2023 um 15:09
    Thorsten Hallscheidt:
    eitelpfuetze:

    Also Nibbana ist nicht Samsara. Es ist das vollkommene Verlöschen von Bewusstsein Gefühl und Geburt, Altern und Tod.

    Nibbana ist definiert als das Verlöschen von Gier, Hass und Unwissenheit. Wo steht, dass es das Verlöschen von Bewusstsein, Gefühl etc. ist? Hast Du bitte eine Quellenangabe dazu?

    Da möchte ich auf das gesamte Nidana-Samyutta hinweisen. Für den arahat ist traditionsgemäß die Nidana-Reihe rückwärts (paṭiloma) und aufgehoben (nirodhā).

    Das heißt beim Arahat ist

    • avijjānirodhā saṅkhāranirodho
    • saṅkhāranirodhā viññāṇanirodho
    • viññāṇanirodhā nāmarūpanirodho
    • nāmarūpanirodhā saḷāyatananirodho u.s.w. bis jarāmaraṇanirodho

    D.h. Kennzeichen des Arhat sind also viññāṇanirodho, vedanānirodho, jātinirodho und jarāmaraṇanirodho, was übersetzt werden könnte mir Verlöschen von Bewusstsein, Gefühl, Geburt, Altern und Tod.

    Jetzt kommt meine eigene Meinung:

    Allerdings wäre es falsch daraus abzuleiten, dass es kein Bewusstein mehr gibt. Nirodho sagt also in diesem Kontext nichts über die Nicht-Anwesenheit aus, sondern beschreibt ledigleich eine andere Qualität. In diem Fall eine Qualität, die nicht mehr in Richtung Dukkha zeigt.

  • Nirwana

    • Bosluk
    • 16. August 2023 um 09:11
    Sandaju:

    Ich brauche nur auf meine Tasse Kaffee (die ich gerade genieße) zu schauen um das Prinzip der Selbstlosigkeit zu erkennen.

    Es ist eine Betrachtungsweise, bei der ein "Ich" gerade "etwas" genießt. Eine andere Betrachtungsweise ist es, denn Prozess des Genießens (Begehren und ein angenehmes Gefühl) anzusehen und wie daraus der Eindruck des "Ichs" entstanden ist. Und welches "Ich" ist daraus entstanden? Ein "Ich", dass auf auf seine Tasse hinabschaut.

    Der Prozess wird fortgeführt, wenn die Tasse kaputt geht, der Kaffee zu heiß oder verschüttet wird. Welches "Ich" wird durch diesen Prozess unweigerlich fortgesetzt?

  • Nirwana

    • Bosluk
    • 11. August 2023 um 14:48
    Hendrik:

    Solange ihr „Gefühl“ und „Emotion“ nicht im buddhistischen Sinne trennt, wird die Diskussion darüber nur für mehr Verwirrung sorgen, als für Klarheit.

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hast du diese Trennung in eines von Nyanaponika´s Büchern gesehen. Dieses Buch als Maßstab für einen "buddhistischen Sinne" zu erheben, erscheint mir hinterfragenswert.

    Damit möchte ich nicht unterstellen, dass es falsch wäre. Ich habe seitdem einige Sutten aus dieser Perpektive gelesen, konnte jedoch keine begründeten Anhaltspunkte dafür finden.

    Vielleicht magst du erläutern, wieso die Aufspaltung von vedanā in Gefühle und Emotionen für dich mehr Klarheit verschafft? Ich finde Erfahrungen dabei genauso interessant wie Literatur.

  • Nirwana

    • Bosluk
    • 11. August 2023 um 13:51
    eitelpfuetze:

    Nibbana ist das Verlöschen aller Gefühle, das Ende von Geburt Altern und Tod.

    Wo wir her gerade schon bei Gefühlen im Zusammenhang von Nibbana sprechen:

    Zitat

    Da wandte er sich an die Mönche und Nonnen: „Geehrte, das Erlöschen ist Seligkeit! (Sukhamidaṁ, āvuso, nibbānan”ti)

    Darauf sagte der Ehrwürdige Udāyī zu ihm: „Aber geehrter Sāriputta, was ist daran selig, da doch nichts gefühlt wird?“

    „Dass nichts gefühlt wird ist gerade das Selige daran. (sukhaṁ yadettha natthi vedayitan”ti)

    A. IX. 34, Nibbānasukhasutta

    Allerdings ist es unsinnig deshalb alle Gefühle ignorieren oder unterdrücken zu wollen. Das ist in den letzten Threads, in denen es um die Gefühle ging, beschrieben; hier nochmal die Verlinkung.

    Jedoch zeigt sich bei mir im Verlauf der Praxis durchaus eine Abnahme der Gefühlsintensität, d.h. die Gefühlsspitzen bei Wut, Ärger und Trauer die zumindest bei mir damals weit ausschlugen, sind recht abgeflacht und zeigen sich eher subtil. Und ganze Emotionsstränge wie Enttäuschungen (resultierend in der Erwartungshaltung gegenüber anderen) sind ganz verschwunden. Als einen Verlust sehe ich das allerdings nicht.

    Ergänzend gibt es ungeachtet dessen bei mir noch genug, dass Leid verursachen wird. Die Liebe zu meinen Kindern bietet ungemein großes Potential hohe Trauergefühlsspitzen hervorzurufen.

    eitelpfuetze:

    Gefühle werden nicht geboren, sie entstehen in Abhängigkeit.

    Stimmt, und wenn sich die Abhängigen Elemente verändern, verändert sich das Gefühl. Und wenn die Abhängigen Elemente ausbleiben, bleibt auch das jeweilige Gefühl aus. Dies Gesatzmäßigkeit gibt´s aber auch in der Psychologie unter dem Namen ABC-Modell, und hieretwas praktischer beschrieben.

  • Dharma-Praxis und Therapie?

    • Bosluk
    • 3. August 2023 um 16:29
    LobsangDargye:

    Dennoch glaube ich, nach einigen Jahren Therapie-Erfahrung, dass ein stetes Umkreisen und Hochholen von längst Vergangenem eher wenig konstruktiv ist, weil hier der Fokus stets auf "dir fehlt etwas" liegt. Andererseits haben selbst die Mönche bei uns teilweise einschlägigen Background mit Therapien und für sie war es sehr hilfreich..

    Ich finde eine Therapie und Dhammapraxis können sich prima ergänzen. Das ist natürlich nur ein persönlicher Eindruck, der von jedem unterschiedlich bewertet wird.

    Wenn du bedenken über deine Therapie hast, ist der beste Ansprechpartner für dein Anliegen der Therapeut selber. Wenn du nicht in der Vergangenheit "herumrödeln" möchtest, gibt es auch alternative Therapieformen, die sich mehr auf den jetzigen Umgang fokussieren. Aber auch darüber kann dich am besten der Therapeut aufklären.

    Ich wünsche dir alles Gute!

  • Mission?

    • Bosluk
    • 2. August 2023 um 12:31
    Anna Panna:

    Allerdings geht es hier um Mönche, nicht um Laien... :?

    Es gibt in Majjhima 95 allerdigs eine ähnliche Darlegung :

    • Erlangen der Wahrheit durch Bemühen
    • Bemühen durch genaues Prüfen
    • Genaues Prüfen durch den Willen fassen
    • Den Willen fassen durch Eifer
    • Eifer durch reflektives Annehmen der Lehre
    • Reflektives Annehmen durch Untersuchen der Bedeutung
    • Untersuchen der Bedeutung durch Merken der Lehre
    • Merken der Lehre durch genaues Zuhören des Dhamma
    • Genaues Zuhören des Dhamma durch "einem Lehrer respekt erweisen"
    • Einem Lehrer Respekt erweisen durch einem Lehrer häufig besuchen.
    • Einen Lehrer häufig besuchen durch einem Lehrer Vertrauen.

    Die Darlegung ist etwas ausgiebiger als in A VIII 82, ist aber nicht (nur) an Mönche gerichtet.

  • Mission?

    • Bosluk
    • 2. August 2023 um 11:13

    Hihi Anna Panna-Sati Zwei Dumme, ein Gedanke :D

  • Mission?

    • Bosluk
    • 2. August 2023 um 11:11
    fotost:

    Auf jeden Fall lässt sich Buddha nicht beeinträchtigen und zieht weiter zu jüngeren, für neue Ideen potentiell offeneren Menschen. Er denkt dabei an die Gruppe der Asketen, mit denen er früher herumgezogen ist.

    Allerdings scheint im weiteren Verlauf der 45 Jahre Lehrtätigkeit eher die Situation, dass die Leute zu der Sangha (Sariputta, Ananda, Maha Moggalana, Maha Kaccana und co.) kamen und die Lehre hören wollten.

    Also getreu dem Motto: Der Schüler kommt zum Meister und nicht anders herum.

    Und damit zeigt sich mir eigentlich das Hauptproblem, weshalb eine "offensive" Missionierung im Dhamma gar nicht fruchtbar ist:

    Das Dhamma hat sechs Qualitäten und eine davon ist, dass es nur bei sich selbst nachprüfbar, indivuduell erfahrbar (Paccattaṃ veditabbo viññūhi) ist. Man kann sich noch so sehr den Mund fusselig reden, ohne die Bereitschaft und Motivation Dhamma auch sehen zu wollen, ist jede Missionierung m.E fruchtlos.

  • Woran erkennt man spirituellen Fortschritt?

    • Bosluk
    • 26. Juli 2023 um 15:28
    Igor07:

    Ich denke, wie kann man überhaupt im diesem Zusammenhang über den Fort-Schritt( via Progress) zu reden? Eher es geht darum , wie kann man das "Transzendieren " des Daseins zu erlangen. Selsbt das Wort "Fortschritt" wäre dann fehl am Platz. Eigentlich es geht um die restllose Erlösung, eher die "Erlöschung" .

    Hängt das nicht vom individuellen Standpunkt ab?

    Aus der gleiche Sutte (die ich verlinkt hatte) geht ja auch hervor, dass es ohne die "Sieben Kutschen" nicht funktioniert. Es wäre ja eine völlige missverständnliche Entscheidung, den Weg gar nicht erst zu gehen, weil er ja "eh fallen gelassen wird".

    Gibt es nicht in allen buddhistischen Traditionen eine graduelle Übung, die mit den Sila beginnt? Wenn ich gerade jemanden aus Gründen der Gier mitten ins Gesicht gelogen habe, ist es ratsam darüber zu reflektieren, worin denn der Fortschritt liegt. In diesem Fall darin in die Sila hineinzuwachsen.

  • Woran erkennt man spirituellen Fortschritt?

    • Bosluk
    • 26. Juli 2023 um 08:49
    Leonie:

    Spiritueller Fortschritt gehört nicht zu den Begriffen, die Buddha gebraucht hat - Fortschritt gibt es ja allenfalls im Daseinskreislauf - aber erst wenn die drei Geistesgifte erloschen sind, ist einer befreit oder erwacht.

    Das ist nichts anderes als "wenn dieses, dann jenes".

    Mir fällt dazu im pali der Begriff "paṭipadā" ein. Paṭipadā im Kontext zu deklarieren ist einfach, da es hunderte Male im Kanon benutzt wird (alle Sutten dazu hier) und wird häufig im Zusammenhang einer Art Fortschrittsweg benutzt (das kommt zumindest dem "spirituellem Fortschritt" etwas näher, auch wenn es nicht das Gleiche ist)

    Hervorheben möchte ich aber Majjhima Nikaya 24 (Englisch oder Deutsch):

    Zitat

    Dann geschieht es um der Läuterung (visuddhi) durch Wissen und Schauung (ñāṇadassana) des Übungswegs (paṭipadā) willen, daß das heilige Leben unter dem Erhabenen geführt wird?“

    „Nein, Freund.“

    [...]

    Wenn der Erhabene Läuterung durch Wissen und Schauung des Übungswegs (paṭipadā) als endgültiges Nibbāna ohne Anhaften beschrieben hätte, würde er etwas, das noch von Anhaften begleitet ist, als endgültiges Nibbāna ohne Anhaften beschrieben haben.


    (Es ist jetzt aus insgesamt Sieben Punkten etwas aus dem Kontext gerissen)

    Aber auch in diesem Fortschritts/Übungsweg kann man sich verfangen und hängen bleiben. Symptomatisch dafür wäre womöglicht das Hängen an Riten und Regeln (sīlabbata-parāmāsa, die dritte der 10 Fesseln).

    Es geht ja schließlich ums Loslassen (anupādāya) und nicht darum noch mehr anzuhäufen, wie z.B. meinen Fortschritt.

  • Wie ernst nehmt ihr die Wiedergeburtslehre im Pali Kanon?

    • Bosluk
    • 21. Juli 2023 um 15:38

    Neynia du hast jetzt überwiegend Antworten aus der "buddhistischen Praxis" erhalten (der Threadtitel provozierte natürlich auch dahingehende Antworten). Falls du eher an einem Diskurs über eine kritische Auseinandersetzung interessiert warst, schlage ich (statt eigene Interpretationen über Auszüge des Tipitaka) vor, jeweils nachzulesen welche Interpretationen bestehende buddh. Traditionen zu dem Thema haben.

    Stellvertretend für den Theravada findest du im Visuddhi Magga (im Teil der paññā, beginnend mit Kapitel 14) eine drei-Leben- Interpretation des bedingten Entstehens, bei der heutige Absichten eine spätere Geburt nach dem Ableben dieses Körpers zur Folge haben können.

    Natürlich empfiehlt es sich auch gegenüberstellend den gesamten Tipitaka zu lesen.

  • Angelnde Zen-Mönche. Wieso und warum?

    • Bosluk
    • 17. Juli 2023 um 17:22

    Anna Panna-Sati

    Ich wollte nur kurz auf diesen Thread hinweisen:

    Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    Da hat Bebop und natürlich auch andere bereits einiges zur Ethik zum Fleischkonsum aus buddhistischer Sicht geäußert.

    Auch wenn der Thread hier natürlich nicht weit davon entfernt ist

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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