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  1. Buddhaland Forum
  2. nuk

Beiträge von nuk

  • Daseinsfaktoren

    • nuk
    • 18. September 2022 um 20:04

    Nicht so viel schwafeln, haerter meditierren. Ganz allgemein gehalten, ohne jemanden ansprechen zu wollen.

  • Völlige Verwirrung nach langer Suche

    • nuk
    • 7. September 2022 um 13:19
    lilbuddha:

    Will das Leben da etwas mitteilen, in der Art, „Das ist gut für dich, geh da hin“.

    Das musst du schon selbst entscheiden. Es fuehrt letztendlich auf die Frage hinaus: "Greift jemand bewusst in mein Leben ein oder sind solche Ding nur Zufall?"

    Ich persoenlich denke, dass solche Ereignisse auf Zufall beruhen. Also wenn im Laufe der Zeit milliarden von Dingen wahrgenommen werden, dann bleibt es nicht aus, dass dann dabei auch mal Ereignisse auftreten, bei denen man sich dann denkt: "Dass kann kein Zufall sein." Menschen, vielleicht auch Tiere, suchen unbewusst nach solchen Mustern. Auf die Schnelle habe ich nichts zu dieser Zufallserkennung bei Mustern im Netz gefunden, da ich vergessen habe, wie dieses Phenomaen heisst. Auf jeden Fall fand ich folgende Uebersicht zu verschiedensten kognitivern Verzerrungen hilfreich:

    de.wikipedia.org: Liste kognitiver Verzerrungen

  • Völlige Verwirrung nach langer Suche

    • nuk
    • 5. September 2022 um 09:26
    lilbuddha:

    Na weil ich nur das eine hab und glaube, dass es eher nich so schön ist mit nix dazustehen.

    Im Buddhismus werden alle Probleme letztendlich auf Hass und Gier runtergebrochen. Wobei Angst als eine Form des Hassens gesehen wird ("Ich hasse, was mir Angst macht").

    Davon abgesehen moechte ich mich den Vorschlaegen von Hendrik und Railex anschliessen.

  • Völlige Verwirrung nach langer Suche

    • nuk
    • 5. September 2022 um 08:42

    Lieber lilbuddha , warum bist du denn so bekuemmert, dass du kein "Zahnrad" im Getriebe des kapitalistischen arbeitsteiligen Systems bist? Moechtest du lieber so ein Raedchen sein?

    Du schriebst, dass du unter anderem manchmal denkst":

    lilbuddha:

    ...

    2. Du musst wissen, was du willst, und dann diesen Weg gehen

    Warum denkst du dass du so denkst? Sind es gesellschaftliche Zwaenge?


    Und deine berufliche Laufbahn ist gar nicht so ungewoehlich, wie es dir vielleicht scheint. Betrachte mal meine. Ich war im Laufe meines Lebens schon:

    Dachdecker

    Fliesenleger

    Kommunikationselektroniker

    Antennenmonteur

    Elektriker

    Gaertner

    Und ich war zwischendurch auch lange Zeit Hartzie, jetzt bin ich wegen gravierender psychischer Probleme erwerbsunfaehig verrentet. Dabei bin ich erst Anfang 40. Jetzt mache ich eine Umschulung als Programmierer (ein grosses Hobby von mir), und bin auch ab und an an unserem Hauptbahnhof mit meiner Gitarre am Jammen, just for fun (ein weiteres Hobby von mir).

    Das alles gab mir frueher sehr zu denken, und ich schaemte mich sehr dafuer, dass ich nicht so ein schnoerkellosen Lebenslauf hatte wie die meisten anderen Mitmenschen. Aber heute sage ich mir:

    "Was bin ich froh, dass ich so ein ereignisreiches Leben fuehre."

    Und ich lebe nach dem Motto: "Es ist eben so, wie es ist. Das einzige das zaehlt, ist der Moment."

    Der Zen-Lehrer Kodo Sawaki sagte mal: "Sterben ist bisher noch jedem gelungen."

    Diesen Spruch kann man auch umdrehen und sagen: "Leben ist bisher noch jedem gelungn."

    Zu deiner Hauptfrage zum Schluss:

    lilbuddha:

    Warum bin ich ständig so unzufrieden? :?:

    Ich kann sie nur von meiner eigenen Perspektive aus betrachten, da ich lange Zeit aehnlich dachte.

    Deshalb will ich mit einer Gegenfrage antworten:

    Warum nimmst du dein Leben so wichtig, dass du dir diese Frage stellst?

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 31. August 2022 um 06:29

    Sorry, wenn ich das hier einfah so direkt schreibe, aber ich habe den Eindruck Bebop , dass du luegst. Wenn du Angstschreie nicht von Wutschreien bei Schweinen unterschceinden kannst - und das, obwohl du dich bruestest, mit ihnen viel Umgang gehabt zu haben. Tja, was soll ich da noch sagen.

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 31. August 2022 um 01:48

    Mein Vater hat immer gerne geschlachtet. Zumindest nahm ich immer wahr, wie er sich auf das Schlachten freute. Er wollte dieses Gefuehl auch an mich weitervermitteln. Aber versetzte mich immer gedanklich in die Tiere hinein. Deshalb wollte und konnte ich nie schlachten.

    Das einzige Mal, wo ich selbst ein Wirbeltier getoetet hatte, war das aus Mitleid. Ein Huhn hatte sich in einem der Gitterstaebe vom Schweinekoben verfangen und ich konnte es nicht befreien. Da das Schwein Anstalten machte, das Huhn bei lebendigem Leibe aufzufressen, brach ich dem Huhn das Genick.

    Wir schlachteten auch jedes Jahr ein Schwein. Die quieckten jedes mal panisch, wenn der Metzger das Bolzenschussgeraet an die Stirn setzte. Deshalb versuchte ich immer, den Schweinen wenigstens einen angstfreien Tod zu ermoeglichen. Ich ging immer fruehs, bevor der Metzger eintraf, in den Schweinekoben und schmuste mit dem Schwein und tat alles, dass es sich sehr wohl fuehlte. Als dann immer der Metzger bereit war, oeffnete ich die Stalltuer, und weil das Schwein Freude daran hatte, dass da jemand war der sich mit ihm abgab, folgte es mir bereitwillig aus dem Stall. Vor den Leuten, die davor warteten, hatte es natuerlich Angst. Als dann immer der Metzger das Bolzenschussgeraet ansetzte, Umarmte ich die Schweine immer fest am Hals. Mir kam es jedes Mal so vor, als wuerden die mein Mitgefuehl spueren, und deshalb blieben sie ganz gelassen. Bei quieckte nie mehr ein Schwein in panischer Angst. Die anderen Schlachthelfer bewunderten mich dafuer und verstanden nicht, warum die Tiere bei mir immer so ruhig blieben.

    Letztendlich bleibt bei mir das Gefuehl zurueck, ich haette die Tiere verarscht, ihnen die Wahrheit verheimlicht.

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 28. August 2022 um 09:53
    Bebop:

    ...würde ich z.B. zwar einräumen, dass ich selbst gern noch lange im gegenwärtig recht gesunden Zustand leben würde, mich aber auch nicht beklagen könnte, wenn mein Leben zueende wäre, da es ganz interessant war, gelebt zu haben (das heißt, auch die mögliche Zeitspanne oder Lebenserwartung nicht auszuschöpfen ist in Ordnung).

    ...

    Nun, und ich bin der Meinung, dass das Leben generell sinnlos ist, da man sich nach dem Todespunkt sowieso nicht mehr daran erinnern kann. Von daher waere es auch egal, ob jemand leidet. Sollte ich nun dafuer plaedieren, dass ein Nuklearkrieg wuenschensswert waere, oder dich dazu ermuntern, dir dein Leben vorzeitig zu beenden?

    Nein.

    Und zwar, weil ich zwar eine Meinung habe, aber auch jedem das Recht auf eine eigene Meinung zugestehe. Und wenn ein Tier den Wunsch zu leben hat, und zwar leidfrei, gestehe ich es ihm ebenso zu. Warum? Weil ich moechte, dass Andere mir ebenso das Recht einraeumen, meine eigene Meinung zu haben.

  • Buddhismus und psychedelische Drogen

    • nuk
    • 25. August 2022 um 05:55
    Railex:

    Jesus erscheint auf der Erde und trifft zwei Kiffer. Er raucht mit ihnen zusammen einen Joint und sagt nach einer Weile:" Wisst ihr eigentlich, dass ich Jesus bin?" Grinst einer der Beiden: "Ja Mann, so muss es knallen!!"

    :nospeak:(:

    Ja, ich durfte ihn auch schon persoenlich kennenlernen, und zwar auf der geschlossenen Psychiatrieabteilung. Nachdem er eine Weile von den Aerzten begutachtet wurde, haben sie ihn auf eigenen Wunsch wieder herausgelassen, da erkannt wurde, dass von ihm keine Eigen- und keine Fremdgefaerdung ausgeht. Joints waren dort leider nicht erlaubt, er wollte auch keine. Penetrant seine Heilsbotschaft verbreiten wollte er trotzdem. Naja was solls. Den Hitler habe ich uebrigens auch getroffen. Der musste allerdings drin bleiben.

  • Scobel über Nagarjuna

    • nuk
    • 22. August 2022 um 17:21

    void, dein Code gibt meiner Meinung nach nicht das Geruest (keine Ahnung, wie der Fachbegriff ist) des Tetralemmas wieder. Nicht nur, dass er 3-wertig ist (positive Werte, 0, Negative Werte). Und wenn du genauer darueber nachdenkst, koennte man schon eine Zahl NaN definieren, als x / 0.0. Mit den vier Aussageformen ueber eine Gegebenheit mitttels Tetralemma, gegossen in duale Praedikatenlogik geht das nicht.

    Just for fun, Ich testete mal deinen Code:

    #include <stdio.h>

    int main()

    {

    float f = 0.0 / 0.0;

    if ( f == f ); // false, at my machine

    else if( f != f ); // true (here, at my ARM machine)

    else if(f < 0);

    else if(f == 0);

    else if(f > 0);

    else printf( "NaN\n" );

    }

  • Scobel über Nagarjuna

    • nuk
    • 22. August 2022 um 06:59
    Zitat
    Gerd Scobel:

    "Es gibt Sachen ueber die man nicht reden kann, auch wenn man darueber reden wollte."

    Na, in dem obigen Video hat er aber ganz ordentlich darueber geredet. Und mit der der unsagbaren Sache mit dem Finger draufgezeigt. Jetzt kann ich meinem manchmal erfahrbaren Gefuehl einen Namen geben: Tetralemma.

    Ich fasse noch mal das Tetralemma zusammen, Syntax in Anlehnung an C-Style-Programmiersprachen:

    X = "Es regnet."

    X == false, wegen der Leerheit

    ~X == false, wegen der Form

    ( X & ~X ) == false, weil entweder das Eine, oder das Andere zu beobachten ist

    ~( X & ~X ) == false, weil es auch falsch waere, alles zu leugnen

    Daraus wuerde dann folgen:

    [ ~X & X & ~( X & ~X ) & ( X & ~X ) ] == true

  • Aufzwingende Ego Gedanken

    • nuk
    • 20. August 2022 um 01:53

    Ich kann mich nur Igor07 anschliessen. Gehe auf Nummer Sicher und lasse dich mal von einem Facharzt durchchecken (ich meine damit nicht einen Psychologen). Also wenn das Problem in letzter Zeit immer haeufiger auftritt. MRT und so.

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 19. August 2022 um 18:52
    Hajobo:

    ...Was passiert, wenn man aus der Nahrung alle pflanzlichen Bestandteile eliminiert und sich nur von tierischen ernährt,

    und was passiert, macht man es umgekehrt?

    Mal an die Inuit denken. Die waren vielleicht dazu gezwungen. Keine Ahnung, ob sie noch flanzliche Stoffe in Form von Meeresalgen zu sich nahmen.

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 19. August 2022 um 18:34

    Bebop , ich denke ja auch, dass Emotionen fuer den taeglichen Alltagsumgang notwendig sind (oder zumindest waren). Es ist nun mal so, dass Ich normalerweise, wenn mir ein Loewe in der Savanne begegnen wuerde, dann panisch versuchen wuerde auf einen Baum zu fluechten. Wenn ich im erleuchteten Zustand waere, wuerde ich mir vielleicht sagen: "Oh ein Loewe. Er koennte mich fressen. Was soll's, egal."

    Aber ich glaube, wir sind mit dieser Diskussion weit vom Ursprungsthema abgeschweift. Lassen wir die Diskussion damit auf sich ruhen, wenn du einverstanden bist. Es war mir angenehm, mit dir zu diskutieren.

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 19. August 2022 um 15:38
    Bebop:

    nuk, es kann sein, dass du andere Erfahrungen machtest, aber ich halte es mit dem Neurologen Damasio: Gefühle und Gedanken sind untrennbar miteinander verwoben.

    ...Dann gaebe es keine Chance, jemals echte, wertfrei urteilende KI zu entwickeln. Ich bezweifle die Allgemeingueltigkeit der Aussage des von dir erwaehnten Neurologen. Ich glaube - du kannst mich gerne korrigieren falls ich falsch liegen sollte - dass er den Normalzustand bei Menschen meinte, wo die Gefuehle nicht durch biochemische Prozesse unterdrueckt sind.

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 19. August 2022 um 12:26
    Bebop:

    ...sondern auf die Tatsache, dass ein Tier, das nicht in der Lage ist, gedanklich wie wir zu leiden, und auch nicht in der Lage ist - weil dafür gar keine Notwendigkeit besteht - zu erwachen, diese Buddha-Natur besitzt und damit auch durch Töten nicht aus diesem Tathagatagarbha herausfällt. Das Tier kommt als sich manifestierende Buddha-Natur oder sich manifestierendes Tao auf die Welt und tritt auch als solches ab. Im Gegensatz kann es das aber nicht nur nicht wissen, es muss es überhaupt nicht wissen.

    Tiere sind aber nun mal in der Lage, zu leiden. Wir als Menschen leiden auf dem selben Level. Nur mit dem Unterschied, dass wir unser Leiden gedanklich erkennen koennen. Ich behaupte sogar, dass jegliches menschliches Leiden in keinster Weise in Form von Gedanken entspricht. Leid ist meiner Meinung nach immer Gefuehlssache. Wenn es gelingt, die Gefuehle auszuschalten, erlischt auch jegliche Form von Leiden. Ich selbst habe es sowohl in Form aus dem Resultat der Meditation erfahren koennen, als auch mit Hilfe von Medikamenten (Habe hier noch eine Schachtel mit Benzodiazepinen rum liegen). Da Tiere sich aber nicht in einen Erleuchtngszustand hineinmeditieren koennen und auch nicht mit Benzodiazepinen vollgepumpt werden, betrachte ich die Quealerei der Massentierhaltung als das, was sie ist. Zufuegen von Leid zwecks Genussbefriedigung

    Bebop:

    Priya:Zitat

    Warum nicht auch Menschen züchten (...)


    Nicht abwegig, wenn man sich vorstellt, wir könnten von Aliens dominiert werden, denen wir nicht gewachsen sind und die uns gern essen. Wir haben noch Glück, an der Spitze einer Evolution auf dieser Erde zu stehen.

    Ich behaupte, wenn du in einem Zustand der Gefuehllosigkeit waerst, dann waere dir egal, ob man dich zuechtet und dann schlachtest, selbst wenn du es gedanklich erkennen koenntest.

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 19. August 2022 um 07:52

    Bebop ,

    ich denke, der Knackpunkt von deinem Denken bezueglich des Hoeherwertens der Geburt von Schlachttieren gegenueber ihrer Nichtexistenz ist folgender:

    Du denkst (was aus Sicht eines momentan Lebenden betrachtet wird), dass tot-sein ein unangenehmer Zustand waere. Jedenfalls glaube ich, dass du denkst, dass ein leidvolles Leben besser waere, als gar nicht zu leben.

    Es ist meiner Meinung nach auf jeden Fall wert, darueber - also ueber den Zustand des Tot-Seins - lange und gruendlich nachzudenken. Vielleicht ist diese Problematik ein sehr tiefer Koan.

  • Tenzin Palmo über Fleisch-essende (Laien), was haltet ihr davon?

    • nuk
    • 17. August 2022 um 08:20

    Ich denke, es ist schon ausreichend, seinen Fleischkonsum so weit zu reduzieren, wie es gerade (mental) machbar ist. Die Einen schaffen es komplett, leben vielleicht vegan, Andere haben im Konsum mit erhebleichen Schwierigkeiten zu kaempfen.

    Und wenn man es schaffen sollte, den herkoemmlichen Fleischkonsum um die Haelfte zu reduzieren, haette man schon mal bewirkt, dass nur noch halb so viele Tiere dafuer sterben muessten.

    Ich selbst komme aus einem Umfeld (Sachsen-Anhalt, hoechster Fleischkonsum Deutschlands), wo sehr viel Fleisch konsumiert wird. Aber im Laufe der letzten paar Jahre schaffte ich es, meinen Wurst- und Fleischkonsum auf weniger als ein Viertel meines alten Konsums zu verringern. Das ist zwar noch nicht ideal, aber ich sage mir immer, dass ich dadurch schon mal drei von vier Tieren das Leiden ersparen konnte.

    Also macht euch nicht heiss, indem ihr denkt, dass nur ein kompletter Totalverzicht was bewirken wuerde.

  • Buddhismus und psychedelische Drogen

    • nuk
    • 17. August 2022 um 07:37
    Igor07:

    nuk

    Lies das, er ist der echte Profi, aber beweist dasselbe. Und auf dem Berliner-Kongress seine Untersuchungen ( und der Auftritt) waren tot geschwiegen.

    Irving Kirsch - Wikipedia

    Machs gut, macht keinen Spass etwas zu beweisen.

    Ich hatte meine zwei enge Freunde dank("") die Einnahme von NL verloren.

    Und ich hatte fast alle schlimmste Diagnosen, welche überhaupt in der Psychiatrie gibt.

    Trotzdem ich funktioniere, lese, denke, und das schreibe.

    Ohne die Pillen.

    Jedem Das Seine.

    Alles anzeigen

    Es tut mir ehrlich leid, dass du zwei enge Freunde durch die Einnahme von (was genau, Antidepressiva, Antipsychotika?) verloren hast. War es Aerztepfusch oder haben sie ihr Dasein freiwillig beendet?

    Ist dir ueberhaupt klar, dass wir hier ueber Antipsychotika und Psychedelika diskutieren und NICHT ueber Antidepressiva (wo eventuell der Placebo-Effekt zur Geltung kommt)? Wenn nicht, eruebrigt sich jegliche weitere Diskussion.

    Und es ist schoen fuer dich, dass du auch ohne Medikamente im Leben klar kommst. Andere (so wie ich) sind dringend darauf aungewiesen, wollen sie nicht geistig umnachtet vor sich hin leben. Es kann sein, dass es fuer mich ein angenehmerer Zustand waere, wenn ich nicht mehr logisch denken und handeln koennte. Aber aus meiner momentanen Perspektive aus betrachtet ist dies kein erstrebenswerter Zustand. Denn NOCH falle ich der Gesellschaft nich allzusehr zur Last. Es waere aus meiner momentanen Perspektive unertraeglich, wenn ich unmuendig wie ein kleines Kind den Handlungen meiner Mitmenschen unterworfen waere.

  • Buddhismus und psychedelische Drogen

    • nuk
    • 17. August 2022 um 07:06
    Igor07:

    nuk , mich aber freut( Ironie), dass du viel mehr als R. Whitaker weiss.

    Whitaker ist ein einfacher Journalist, kein Fachmann. Und es scheint mir, dass er mit seinen Werken eher reisserisch "auf die Kacke hauen" will. Nimm's mir nicht uebel, wenn ich da eher den Aussagen von Fachleuten traue, die echte Feldforschungen in ihrem Fachgebiet durchfuehren.

  • Buddhismus und psychedelische Drogen

    • nuk
    • 17. August 2022 um 06:28

    Igor07, ich widerspreche den Behauptungen von dem von dir angemerkten WP-Artikel zum Buch von Robert Withacker.

    Wenn Neuroleptika - wie von dir behauptet - legale gesellschaftliche Verstuemmelung sein sollen - dann bin ich dann wohl auch verstuemmelt. Um ehrlich zu sein, waere ohne die Hilfe meines Neuroleptikums nicht in der Lage, hier im Forum zu schreiben. Ja, ich waere wahrscheinlich nicht mal in der Lage, meinen Haushalt zu fuehren, zu lesen, geschweige denn ueberhaupt einen Computer zu benutzen.

  • Buddhismus und psychedelische Drogen

    • nuk
    • 17. August 2022 um 04:50
    Hendrik:

    Dieser Beitrag ist im Zusammenhang mit dem Thread vielleicht interessant.

    WSR055-Antipsychotika: Vom Chlorpromazin zu den Magic Mushrooms - Spektrum der Wissenschaft

    Ein wiklich interessanter Podcast. Die Beschreibung der Molekuele scheint nicht allzu schwierig zu sein. Ich glaube, die eigentliche Schwierigkeit ist das Anordnen dieser, sodass das richtige Ergebnis erziehlt wird. Leider wurde darauf nicht eingegangen Es war auch interessant zu erfahren, wie aus einem gut gegen Psychose wirkenden Medikament einfach nur durch die Umstellung eines oder mehrerer Atome dann ploetzlich ein Psychedelikum wird. Die im Podcast noch mal deutlch ausgesprochenen Warnungen davor kann ich aus eigener Erfahrung nur bestaetegen. Ich hatte viele sehr junge Mitpatienten mit mir in der Klinik, die durch Einnahme von Psychedelika nun ihr Leben lang auf medizinische Hilfe angewiesen sind. "Haengengeblieben", Pech gehabt.

  • Hilfestellung für Freund mit Krebsdiagnose

    • nuk
    • 15. August 2022 um 03:37

    Meiner Meinung nach gibt es bezueglich des Todes verschiedene Optionen, aus einem atheistischen Blickwinkel betrachtet:

    Moeglichkeit 1)

    Ein Tod ist endgueltig, absolut. Dann ist es egal, wie man gelebt hat, ob es freudvoll oder Leidvoll war, ob es nur kurz war oder ob man hornalt geworden ist. Einfach, weil mit dem Tod alle Erinnerungen an die Vergangenheit verschwunden sind. Die Vorstellung, ewig tot zu sein, ist dann allerdings auch nur eine Illusion, da jegliches Zeitbewusstsein dann nicht mehr existent ist. "Schiesse deine Augen und zaehle bis Eins. So lange dauert die Ewigkeit."

    Moeglichkeit 2)

    Da alles darauf hin deutet, dass wir in einem Multiversum leben, das sich staendig in neue Universen aufspaltet, wird es in diesem Falle so sein, dass dein Freund in einem bzw. mehreren anderen Universen weiterlebt. Das Bewusstsein wird in diesem Falle auf die anderen Eigenen Daseinsformen ueberspringen. Das waere dann so, als wenn dein Freund ploetzlich keinen Krebs haette, aber sich nicht mehr an sein jetziges Leben miit dem Krebs erinnern wuerde. Die Erinnerung waere dann einfach anders, ode dass er es merken wuerde.

    Moeglichkeit 3)

    Nahtoderfahrungen legen nahe, dass ein Leben nach dem Tode moeglich waere. Das waere dann der Fall, falls sich sehr weit fortgeschrittene Ausserirdische sich unserer Sterblichkeit erbarmen wuerden und unser Bewusstsein in irgend einer Form retten wuerden. Da es alleine in unserer Milchstrasse viele Milliarden Sterne gibt, wird es wahrscheinlich auch eine unermesslich grosse Anzahl von Intelligenten Ziviliisationen geben, die wahrscheinlich schon viele Milionen jahre Entwicklungszeit hinter sich haben.


    Ich persoenlich halte die Moeglichkeiten 2 und 3 bei weitem wahrscheinlicher als Moeglichkeit 1. Vermutlich passieren beide Moeglichkeiten gleichzeitig.

    Dies, liebe/r Anandasa, hilft hoffentlich (nicht nur) deinem Freund weiter, seine Angst vor der Zukunft ein wenig zu lindern.

  • Unterschied zwischen Bewusstsein und Verstand

    • nuk
    • 15. August 2022 um 01:02

    Ich will mal meine Ansicht in den Ring werfen:

    Meiner Meinung nach ist Bewusstsein das sich Bewusst-Sein seiner eigenen Entitaet, also die Erkennung der Abgrenzung seines eigenen Koerpers von seiner Umwelt.

    Somit denke ich, dass der Spiegeltest ein guter Test ist, ob bei jemandem Bewusstsein vorhanden ist. Dies Bedeutet, dass so manche Tiere durchaus Bewusstsein besitzen. Besonders bei manchen Vogelarten scheint es der Falll zu sein.

    Bewusstsein an sich sagt noch nicht gross was ueber die Faehigkeit des (logischen) Denkens aus. Eine besondere Form des Bewusstseins ist dann meiner Meinung nach noch, sich den Unterschieden von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewusst zu sein. Aber auch da gibt est Tests von Verhaltensforschern. Mittels Apperaten, die Belohnung durch vorausplanende Handlungen bewerkstelligen. Und auch dies meistern einige Tierarten ziemlich beachtlich. Besonders gut darin sind manche Vogelarten.

    Aber zum Unterschied zwischen Bewusstsein und Verstand: Ich denke, Bewusstsein ist eine Untermenge vom Begriff des Verstandes. Also wenn ich mir meiner selbst bewusst bin, habe ich den Unterschied zwischen mir und meiner restlichen Umwelt verstanden. Aber, wie void schon schrieb, kann es - wie etwa beim zerstreiten Professor - durchaus auch Denken, Verstand, geben, bei dem man sich gerade ueberhaupt nicht seiner selbst bewusst ist.

    Ergaenzung:

    Ich moechte noch anmerken, dass unter anderem der Buddhismus noch einen Schritt weiter geht:

    Indem erkannt wird, dass das klassische Bewusstsein an sich noch nicht hinreichend die Rolle des Ich's in Bezug zur Umwelt beschreibt. Im Buddhismus wird zusaetzlich gesagt, dass die Abgrenzung des Selbst von der restlichen Umwelt letztendlich nur eine nicht vollstaendig zutreffende Illusion ist, da alles mit allem verbunden ist. In Bezug auf den gefluegelten Spruch: "Ich denke, also bin ich." kann dann gesagt werden: "Es wird gedacht, also denkt das ganze Universum." Und Erleuchtung ist dann, dies nicht nur gedanklich zu erfassen, sondern es auch zu fuehlen. Und zwar in der gesamten Raum-Zeit.

  • Buddhismus und psychedelische Drogen

    • nuk
    • 14. August 2022 um 23:22
    Sudhana:
    nuk:

    Für mich jedenfalls steht fest: Buddisten, die versuchen, mittels körperfremder Substanzen die Erleuchtung zu erzwingen, sind gar keine Buddhisten.

    Ist das denn strittig? Nach meiner Wahrnehmung der Diskussion hier nicht - jedenfalls hat hier niemand behauptet, das ginge.

    Kann es sein, dass Du Dir da einen Watschenmann aufstellst?

    Ich wollte es nur noch mal extra erwaehnen. Fuer alle, die in diesem Thread lesen. Und da sind bestimmt viele Gaeste dabei.

    Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass die Versuchung verlockend ist. Besonders wenn man schon sehr lange praktiziert. Und ich habe auch, als Soto-Zennie keine Probleme mit irgendwelchen bewusstseinsveraendernden Sachen. Goenne auch jedem sein Bierchen, whatever, wenn er es mag. Es sollte meiner Meinung nach nur alles getrennt sein von der buddhistischen Praxis. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der echte Erleuchtungszustand am ehesten eintritt, wenn man gar nichtt beabsichtigt, ihn zu erlangen. Dann kann es sein, dass er einfach so kommt. Von einer Sekunde auf die andere.

  • Buddhismus und psychedelische Drogen

    • nuk
    • 9. August 2022 um 14:21

    Ich kann nicht verstehen, warum hier etliche so interessiert/scharf auf Psychedelika sind. Wenn ich die Meditationpraxis mit dem Laufen vergleiche, wäre es so, als ob ein Ausdauerläufer zu faul sein würde, seine Strecke zu laufen. Dann kommt er niemals in den Genuss eines Runner's-High. Stattdessen fährt er mit dem Auto ans Ziel und ballert sich Psychedelika rein, redet sich ein: "Jetzt habe ich's geschafft." Wird er dadurch fitter?

    Für mich jedenfalls steht fest: Buddisten, die versuchen, mittels körperfremder Substanzen die Erleuchtung zu erzwingen, sind gar keine Buddhisten. Es wäre dann meiner Meinung nach besser, sich ein anderes "Hobby" zu suchen, mit einem gleichgesinnten Freundeskreis, und dort über "Erleuchtung" zu schwafeln.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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