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  1. Buddhaland Forum
  2. ARYA DHARMA

Beiträge von ARYA DHARMA

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 17:12
    Thorsten Hallscheidt:

    Der Buddha, der mir im Palikanon begegnet, hatte jedenfalls die Fähigkeit, seine Lehre den jeweiligen Hintergründen derer anzupassen,die ihm Fragen gestellt haben. Wenn ein Lehrer oder eine Lehrerin diese Fähigkeit hat, ist es egal, welcher Linie er oder sie entstammt.

    Ja, aber auch dies könnte man übertreiben, bzw. in die Versuchung kommen, einem ständig "nach dem Mund zu reden". Ich finde es schon wichtig, dass man seine Kernigkeit behält und sich nicht überall zwanghaft anpasst.

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 16:36
    Thorsten Hallscheidt:

    Wenn z.B. Lehrer oder Lehrerinnen stark an ihrer jeweiligen kulturell determinierten Linie und deren Inhalten festhalten, die eigene Linie absolut setzen oder folkloristische und patriarchale Attribute ihrer Tradition mit der Lehre verwechseln, kann das auch sehr viel verderben

    Das soll wohl eine leichte Breitseite gegen den tib. Buddhismus sein. Ich verstehe aus deiner Zen Sicht was du meinst. Auf der anderen Seite bin ich der Überzeugung, dass gerade diese Linie ihre Anhänger anzieht, eben weil sie so ist. Ich muss dir ehrlich sagen, dass auch ich von Zen zu tib. Buddhismus gewechselt bin, eben weil mich das anzieht. Wo vorher meine Vorlieben bei diesem minimalistischem Stil des Zen gelegen haben, mag ich nun sehr den "überladenen" und "folkloristischen" Stil - das kommt aber auch bestimmt daher, dass ich Schamanismus sehr mag.

  • Was ist euer Lieblingssutra?

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 16:17

    Hallo,

    mich würde mal interessieren, was ihr für ein Lieblingssutra habt bzw. welches eure liebste Unterweisung war/ist.

    Ich habe dies extra hier unter "Allgemein" gepostet, damit jede Tradition antworten kann und wir viele verschiedene

    Quellen zusammenbekommen.

    Vielleicht könnt ihr noch ein paar Sätze darüber sagen, warum ihr gerade dieses Sutra bzw. Belehrung/Unterweisung

    gewählt habt und was das mit euch zu tun hat.

    Auf eine schöne und wertvolle Sammlung :)

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 16:07
    Aravind:

    In der Form kann ich Dir uneingeschränkt zustimmen.

    Danke, was anderes hatte ich nie im Sinn.

  • Fragwürdiges Interview mit Dzongsar Jamyang Khyentse in "Buddhismus Aktuell"

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 15:49
    Elke:

    Ich weiß nur, dass hochintelligente Menschen auf anderen Linien ziemlich einfach gestrickt sein können oder Dinge tun oder glauben, wo man nur noch fassungslos den Kopf schütteln kann.

    Aber das meine ich ja gerade - du und deine Freundin schüttelt fassungslos den Kopf - warum denn? Vielleicht hat er ja gute Gründe dies zu sagen. Ein vorschnelles Urteil ist meist Gift für die eigene Intelligenzentwicklung bzw. Wissenserweiterung.

  • Fragwürdiges Interview mit Dzongsar Jamyang Khyentse in "Buddhismus Aktuell"

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 15:09
    Elke:

    Es gibt verschiedene Formen von Intelligenz. Erst neulich hat mir eine Bekannte von einem Rechtsanwalt erzählt, der felsenfest glaubt, dass alle Covid19-Geimpften innerhalb von zwei Jahren sterben werden. Sie konnte es nicht fassen, dass jemand, der studiert hat und offensichtlich eine gewisse Intelligenz und Bildung genießt, solches von sich geben kann.

    Nun, damit möchtest du ja aussagen, dass dieser Rechtsanwalt keine Intelligenz besitzt - aber vielleicht kann man das ganz anders sehen und du und deine Freundin müsstet euch an die eigene Nase fassen. Schon mal daran gedacht?

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 15:05
    mkha':

    Hier handelt es sich um den Zufluchtsbaum der Jonang:

    - Oben versammeln sich die Linien-Lamas incl. Dolpopa & Taranatha um Vajradhada, Tib. rdo rje 'chang, der Sambhogakayaform von Samantabhadra

    - In der Mitte befindet sich Kalachakra, umgeben von den Schützern/ Yidam, Tib. yid-kyi-dam-tshig

    - Im unteren Drittel Buddha Sakyamuni mit der Arya-Sangha,

    - darunter die Dharmaschützern, Tib. chos skyong, Ḍākinīs, Tib. mkha' 'gro mas und ihre männlichen Equivalente.

    Genau, besser kann ich es auch nicht erklären ^^:like:

    Das Bild sollte eigentlich nur ausdrücken, dass es mehr gibt als den physischen Lehrer. Wir können sogar sagen, dass es 4 Arten von Lehrern gibt und nur einer ist der physische Lehrer, was bedeutet, wenn man den nicht hat (aus welchen Gründen auch immer), hat man immer noch 3 Lehrer zur Verfügung. Das schlägt sich auch nieder in der Bauernweisheit: "Das Leben ist der beste Lehrmeister".

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 11:29
    Losang Lhamo:

    Niemand würde auf die Idee kommen, ohne Fahrlehrer*in Autofahren lernen zu können.

    Aber bei sowas "Marginalem" wie dem Dharma sei eine vermitteln Person nicht so wichtig?

    Doch, hier sind ein paar Vermittler

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 20. August 2021 um 10:54
    Losang Lhamo:

    Das zeugt von grober Selbstüberschätzung und sollte hier nicht auch noch als guter Ratschlag an andere weitergegeben werden.

    Spiegel

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 19. August 2021 um 20:58
    Lucy:

    Wie sollte wohl ein Weg ohne authentische Lehrer aussehen? Ohne Vorträge, Bücher, Belehrungen

    Die zwei Sachen kann man ja gut trennen, gerade in der heutigen Zeit. Gerade darum geht es ja auch ohne physischen Lehrer (vorsichtshalber sag ich mal bis zu einem gewissen Punkt).

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 19. August 2021 um 20:55
    Aravind:

    Und was ist mit denen, denen Du die Lehrersuche ausredest

    Hab ich nie getan. Vor allem hat der Threadersteller auch gesagt, dass er bei sich in der Nähe keine Lehrer hat. Er hat also schon gesucht.


    Aravind:

    Es wäre ja eine konstruktive Möglichkeit, Deine Meinung mit Deiner Erfahrung zu unterfüttern, um eine Diskussion zu ermöglichen, anstatt den "Tenor hier im Forum" als Unsinn abzutun.

    Das brauch ich ja gar nicht zu tun, da du mir eigenartigerweise eine "Anti-Lehrer" Einstellung unterschieben möchtest, die ich jedoch gar nicht besitze.


    Aravind:

    Das halte ich für Ausreden

    Ja natürlich, weil du ja einen Lehrer hast und dann halt meinst, das müsste bei jedem so laufen.


    Aravind:

    Du hast doch nicht über Lehrer gesprochen, sondern über Forumsmenschen, die einen Lehrer empfehlen, und deren Meinung als Unsinn bezeichnet.

    Forumsmenschen, die einem Anfänger sagen, dass er zwingend (!!!) einen Lehrer brauch um Buddhismus zu praktizieren...ja, solche Forumsmenschen habe ich gemeint. Das dies Unsinn ist, ist auch nicht meine persönliche Meinung, sondern wird auch von Lehrern selbst gesagt - warum? Weil es stimmt. Wenn jemand sagt, dass ein Lehrer besser wäre (!), um Unterweisungen zu verstehen oder die richtige Meditation zu lehren ist dies selbstverständlich und natürlich auf keinen Fall eine unsinnige Aussage - wogegen ich mich klar ausspreche ist diese Absolutsheitsaussage, dass ohne Lehrer "nichts gehen würde". Dann gibt es Bereiche, wo ohne Lehrer tatsächlich nichts gehen würde, aber die betreffen nicht den Buddhismus an sich oder gar die Buddhalehre, so wie sie gelehrt wurde.


    Aravind:

    Das haben ja noch eine ganze Reihe anderer Leute falsch verstanden.

    Wer denn? Der Einzige, der da so schroff reagiert hat bist du gewesen. Aber ich will hier auch keinen Krieg anfangen, denn der Threadersteller hat ja genau verstanden worum es mir geht, und darauf kommt es ja hier an:

    Okashi:

    ARYA DHARMA das denke ich auch das sowas noch kommt mit "ohne Lehrer geht überhaupt nichts usw." aber wir müssen bedenken wir haben viele Lehrer um uns herum, lesen Bücher, hören Audio und sehen uns Videos an usw.

    Womit er ja vollkommen Recht hat.


    Aravind:

    Was ist dann mit Deiner "Bodhisattva Pflicht".

    Die Bodhisattva Pflicht ist ja u.a., den Menschen zum Dharma zu führen und dazu zu motivieren - das mache ich ständig hier (Motivation zur Praxis usw.). Die Art und Weise der Pflichtausübung muss auf den Kontext und auf die relativen Umstände eingehen. Sagt jetzt jemand z.B. er möchte mal in den Buddhismus reinschnuppern, und ich weiß genau, dass es eine Infoverantsaltung mit einem Lehrer in Zentrum XY gibt, welches nur 500m von der Wohnung desjenigen entfernt liegt - dann empfehle ich ausdrücklich dort hinzugehen und sich gegebenenfalls diesem Lehrer bzw. dem Zentrum dann auch anzuschließen. Beim Threadersteller liegt jedoch ein anderer Kontext und andere Umstände vor, die selben wie bei mir auch - und auch mir hat man hier vor Jahren gesagt, dass ohne Lehrer "nichts gehen würde". Hätte ich drauf gehört, wäre ich weder hier im Forum, noch auf meinem Sitzkissen. Ich hoffe es wurde jetzt klar, wie das gemeint war. LG!

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 19. August 2021 um 10:35
    Aravind:

    Das finde ich sehr amüsant, dass Du Dich vorsichtshalber schon mal zu einer Frage positionierst, die noch gar nicht gestellt wurde.

    Ich kenne ja hier den allgemeinen Tenor, und bevor hier wieder Leute entmutigt werden, greife ich vorher ein, nenne es Bodhisattva Pflicht.


    Aravind:

    Mit wie vielen Lehrerinnen und Lehrern hast Du denn gesessen, dass Du das als Unsinn einstufen kannst?

    Mit 3, aber das spielt überhaupt keine Rolle. Wenn die Lehre Buddhas immer an Lehrer geknüpft wäre, wäre sie schon längst ausgestorben bzw. in manchen Ländern (wie Deutschland) nie aufgeblüht.


    Aravind:

    In Hinsicht darauf, dass Du in einem anderen Faden sagst, dass Du einen Dreijahres-Retreat machen möchtest, finde ich Deine Aussage geradezu unlauter.

    Nein sie ist nicht unlauter, sondern motivierend. Auch wenn manche das hier nicht verstehen können, aber es gibt nun mal Leute, die wohnen am Ende der Welt und haben gar keine Möglichkeit, mit einem Lehrer permanent zusammenzukommen...manche sind arbeitslos, haben kein Geld, haben kein Auto, sind obdachlos, werden zu Überstunden verdonnert usw.

    Aber es ist auch klar, dass mein Post falsch verstanden wird - es geht nämlich nicht darum, die Wichtigkeit oder die Hilfestellungen eines Lehrers zu diskreditieren, sondern darum, auch wenn man keinen Lehrer zur Verfügung hat, sich an die Praxis heranzuwagen und das Dharma zu studieren...oftmals kommt ja dann der Lehrer irgendwann, aber das kann ja nun auch mal ein paar Jahre dauern.

    Wenn man "Anfängern" ständig sagt, dass ein Lehrer "unabdingbar und zwingend notwendig ist", dann sagen sich viele: "Ok, na wenn das so ist - ich habe keinen Lehrer, auch keine Möglichkeit, also bleibt für mich der Buddhismus verschlossen...". Mir selbst wäre es ebenso ergangen, wenn ich nicht in die Kraft meines eigenen Geistes, bzw. der Buddhanatur vertraut hätte, die mir auch kein Lehrer geben kann - freischaufeln muss ich sie selbst.

  • Meine Mediation! Eure Meinung?

    • ARYA DHARMA
    • 19. August 2021 um 00:28
    Okashi:

    Bin gespannt was ihr dazu sagt.

    Es existieren ja tatsächlich zahlreiche Meditationsarten im Buddhismus - auch da muss man sich mal ausprobieren, auch mal neues wagen.

    Als Anfänger hab ich auch immer versucht, irgendetwas mit den Gedanken zu machen, bis ich gemerkt habe, dass Kontrolle ein weiterer Gedanke war und Anspannung erzeugte. Dann hab ich davon abgelassen und habe die "klassische" Zen Meditation gemacht und habe mich vor eine kahle Wand gesessen und einfach nur gegen die Wand geschaut. Das Gefühl der "vollkommenen Sinnlosigkeit" dieser Übung hab ich gefühlt und dann akzeptiert und weiter gemacht - irgendwann verschwimmen Sinn und Unsinn und da ist dann einfach nur Sitzen - und wenn dies erreicht ist, kann man auch Stunden sitzen.

    Hier werden dir aber wahrscheinlich viele sagen, dass "ohne Lehrer nichts geht" - aber das ist Unsinn. Mach einfach und probiere dich aus.

  • Untrennbarkeit von Samsara und Nirvana

    • ARYA DHARMA
    • 18. August 2021 um 20:09
    svea:

    Aber ich gehe jetzt auch hier mal weg und wünsche allen Anfängern, die hier noch durchsteigen wollen, alles Gute.

    Ich mache das Gleiche, hab ja meinen Standpunkt klar gemacht.


    Kaiman:

    Würd ich so nicht sagen... Geist ist ein höchst unspezifischer Begriff genau so hat es Schopenhauer auch mit dem Begriff gehandhabt und keine Philosophie auf einem Geist aufgebaut.

    Vielleicht ziehst du dir das zu Gemüte

    Nein danke, ich ziehe es vor, mich nicht mehr mit philosophischen Spekulationen rumzuschlagen, sondern nur noch mit handfester Dharma Belehrung...da hab ich genug zu tun. Die Zeiten sind auch bei mir vorbei, wo ich da gerne seitenlang über solche Dinge diskutiert hätte. Philosophie ist halt Philosophie, kein Dharma. Man kann immer irgendwelche Querverweise verwinden, da genügt nur ein Blick in die griechische Stoa und wir hätten direkt so etwas wie "westlicher Buddhismus". Aber diesen ganzen Dingen fehlt halt die Einheit der Lehre...nur Teilbereiche wie "Entsagung" oder "Askese" heraus zu nehmen reicht halt nicht. Und den Willen zu verneinen, nur um den Willen zu verneinen bringt halt auch nichts - obwohl, doch, man sieht es ja an der Biographie Schopenhauers ;)

    Also, lieber Buddha Lehre, statt Buddhaisten Lehre 8)

  • 3 Jahres Retreat

    • ARYA DHARMA
    • 18. August 2021 um 20:00
    no name:

    ARYA DHARMA


    Mit der Hütte im Wald sitzt du ja auf einer Kiste voll Gold - Ist doch mega zum praktizieren. Öfters ein verlängertes Wochende und hin und wieder eine Woche oder mehr im Jahr praktizieren, damit bist du doch ganz weit vorne.

    Hast du Retreat-Erfahrungen?

    Ja das denke ich mir eben auch. Ich werde im Oktober mal 1 Woche dort verbringen. Retreat Erfahrung hab ich im Endeffekt nicht, aber ich habe schon mal Phasen gehabt, da bin ich 2 Wochen lang nicht vor die Türe gegangen, habe mit keinem geredet, Fernsehen oder Radio hab ich sowieso nicht und Internet hatte ich damals auch nicht. Also ich würde so gesehen nicht vollkommmen ins kalte Wasser springen. Natürlich bin ich auch ausgedehnte Meditationen (5 Stunden) gewohnt.

  • Untrennbarkeit von Samsara und Nirvana

    • ARYA DHARMA
    • 18. August 2021 um 17:46
    svea:

    Oh, ich wollte mich da gar nicht in dieses Schopenhauer-Ding einmischen, weil mir nicht klar ist, was er in dieser Diskussion zu suchen hat.

    Na weil die meisten hier meinen, dass S. genau das gleiche lehrt wie der Buddha.


    svea:

    Schopenhauer war kein Buddhist

    S. hat sich selbst als "Buddhaist" bezeichnet - was aber natürlich nicht bedeutet, dass seine Philosophie buddhistisch ist.

  • Untrennbarkeit von Samsara und Nirvana

    • ARYA DHARMA
    • 18. August 2021 um 17:31
    svea:

    Ich will nur kurz etwas anmerken, weil hier jetzt gerade über offenbar 2 "Arten" oder "Definitionen" von "Wille gesprochen wird.

    Der Wille bei S. ist nicht zu vergleichen mit dem Willen, wie er im B. definiert wird.


    svea:

    Ich würde deswegen gern eine Definition des Geistesfaktors "Wille" da lassen, wie ich sie im Studium gelernt habe:

    Der Wille bei S. ist ja kein Geistesfaktor, das ist ja das Problem.

    Ich zitiere:


    "Der Wille ist die Kraft, die alles Leben ermöglicht und stimuliert. Er ist grundlos, vollkommen frei und nicht den Gesetzen von Raum, Zeit und Kausalität unterworfen.Alle Erscheinungen oder Vorstellungen sind "Objektivationen" des Willens. Der eigene Leib ist für den Menschen die unmittelbarste Erscheinungsform des Willens.Das Leben ist nichts als ein ständig aufgeschobener Tod: Leben ist Leiden.Der Wille macht den Menschen zum Sklaven seiner Triebe und Wünsche. Nur wer diesen Kräften bewusst entsagt, kann dem Kreislauf entfliehen" https://www.getabstract.com/de/zusammenfas…tellung/3696Der


    Buddhismus sieht alles in den eigenen Geistesfaktoren, bzw. im eigenen Geist - S. sieht aber einen abstrakten "Weltwillen", der uns einen "Lebensdurst" usw. aufzwingt, was einfach nicht der Wahrheit enstpricht. Leben ist auch kein Leiden, sondern lediglich ungenügend, um wahres Glück zu erlangen - aber als Pessimist hat er nur Leiden im Fokus, daher auch seine Verstimmungen.

    Denn nach S. gilt:


    [lz]

    Der Pessimismus in Schopenhauers Philosophie ist die logische Folgerung seiner Annahmen. Wissen und Erkenntnis können den Menschen nicht aus dem Leid herausreißen. Im Gegenteil, wegen der Erkenntnisfähigkeit des Menschen wird bei ihm die Wahrnehmung des Leids sogar noch gesteigert.[/lz]

    Das widerspricht der Lehre des Buddha diametral.

  • Untrennbarkeit von Samsara und Nirvana

    • ARYA DHARMA
    • 18. August 2021 um 17:04
    Rudolf:

    Die Selbstmörder halten das Leben nicht mehr aus unter den aktuellen schlechten Lebensbedingungen. Das reicht nicht um den angeborenen Willen, den Lebensdurst zu vernichten

    Doch, der Lebensdurst ist sodann vernichtet, wenn der Körper gestorben ist. Karma ist unpersönlich, daher gibt es dort auch keinen Lebensdurst - das ist nur eine Erfindung.

    Rudolf:

    Das ist Wort-Akrobatik.

    Nein, das ist das, was der Buddhismus aussagt: Es existiert nicht so etwas wie ein "wahres Wesen", außer wir würden jetzt über den Dharmakaya diskutieren, aber darüber schrieb Schopenhauer nicht, da er keine buddh. Schrift verfasst hat (ich wiederhole es gerne noch einmal)


    Rudolf:

    Dazu gratuliere ich natürlich. dass du schon so weit gekommen bist.

    Ja, das war ein Kinderspiel, ich hatte mir einfach nur die 4 edlen Wahrheiten angeschaut und schon war klar, dass S. unrecht hat, dauerte ca. 1 Minute.


    Rudolf:

    Zum Selbstmord hat Schopenhauer auch einen Abschnitt geschrieben, den du wohl auch nicht gelesen hast.

    Ich habe die gesammelten Werke von Schopenhauer gelesen, also alles (weil ich das Glück hatte und die damals in einem Bücherbaum gelegen haben, komplett, mit extra Büchern nur mit Quellenverweisen) Jedoch liegt dies mindestens schon 10 Jahre zurück und ich musste Hirnkapazitäten frei machen für wichtigere Informationen, also seid mir nachsichtig, dass ich nicht jede Zeile von S. noch im Kopf habe.

  • Untrennbarkeit von Samsara und Nirvana

    • ARYA DHARMA
    • 18. August 2021 um 16:24
    Rudolf:

    Wenn man nun bedenkt, dass der Buddha oft gesagt hat, "der Wille ist die Tat" und vom "Lebensdurst" spricht: wie kommst du da auf die Idee, dass dies Überschrift nicht so sehr nach buddh. Lehre klingt?

    Weil es kein wahres Wesen gibt, ganz einfach.

    Rudolf:

    Bei Schopenhauer ist der unaufhörliche Wille (zum Leben und als Tatendrang) als Ding an sich die treibenden Kraft auch über den Tod in diesem Leben hinaus. (Dies ist der Inhalt der Schrift " Zur Lehre von der Unzerstörbarkeit unseres wahren Wesens durch den Tod"-

    Ja eben, und ich fühle mich diesem sogenannten "Willen" nicht ausgeliefert - daher folge ich der buddh. Lehre, weil sie mir genau die Mittel gibt, welche diesen Willen im eigenen Geiste ausschalten kann. Außerdem wird ja auch in der Praxis dieser "unaufhörliche Wille zum Leben" leicht ad absurdum geführt, wenn man sich mal die aktuellen Suizidzahlen anschaut. Was natürlich auch bedeutet, dass es solch einen "Weltwillen" nicht gibt, ergo ist die gesamte Philosophie von S. ein reines Spukprodukt.

  • Untrennbarkeit von Samsara und Nirvana

    • ARYA DHARMA
    • 18. August 2021 um 14:43
    void:

    Ich nehme an, dass so ein Vorgehen bei manchen Leuten hilft, während es z.B bei Donald Trump dazu führte, dass "Faken" und "Maken" total verschwimmen und man sich darauf konzentriert eine Illusion von Erfolg zu generieren.

    Naja, man kann ja nicht sagen, dass Donald Trump nicht erfolgreich war (und ich spreche hier nicht von Politik). Er hat eigentlich gar nicht diese "Faken" Einstellung, sondern ist ein alte Schule Macher, ohne Fleiß kein Preis, so etwas.

  • 3 Jahres Retreat

    • ARYA DHARMA
    • 17. August 2021 um 21:01
    svea:

    Die mir durchaus bekannt ist, auch wenn ich Freiberuflerin bin.

    Ja, ich will ja auch jetzt keinen Klassenkampf anstacheln :P


    svea:

    Da könnte man dann irgendwann vielleicht über so ein gesplittetes Modell nachdenken, wie es in Halscheid praktiziert wird. Da macht man ein paar Monate Retreat, arbeitet ein paar Monate, etc.

    Ja...mhh... geh ich zum Arbeitgeber und sage: "So, jetzt bin ich mal 3 Monate weg, muss buddhistisches Retreat machen!"...wie soll das denn in der Praxis aussehen? Klar ich könnte meinen Jahresurlaub auf einmal verballern, aber das ist ja dann nur 1 Monat.


    svea:

    Es gibt ja wirklich viele Hürden, bis man in seiner Meditationskiste sitzt.

    Ich merks grad :grinsen:


    Martin1980:

    Ich hatte bis vor 10 Jahren kein großes Budget, und habe doch viele und auch lange Retreats gemacht.

    Ja ich habe ja deine Geschichten verfolgt, das bewunder ich auch, ganz ehrlich, wie du das alles gemacht hast. Nun ja, mal sehen wie sich da die Lage entwickelt mit Reisen usw.

    Auf der anderen Seite denke ich mir, warum nicht einfach mal selbst loslegen...wir haben da noch so ne alte Hütte in einem Waldstück, da könnte ich mich mit Schlafsack und so zurückziehen, gute Literatur, wenig essen...klar ist das absolut nicht vergleichbar, aber irgendwo kann man mal den Anfang finden, denn ich finde das schon wichtig, mal weg von allem, 100% Fokus.

  • 3 Jahres Retreat

    • ARYA DHARMA
    • 17. August 2021 um 20:39
    svea:

    Mit "physischer Anwesenheit" meinst du die Anwesenheit von einem Lehrenden? Oder spielst du auf zoom an?

    Ja genau, damit meinte ich "mich selbst", also dass ich irgendwo sitzen muss und nicht daheim vorm Rechner.


    svea:

    Man kann das nicht so einfach beginnen und durchführen.

    Ja gut, dann fällt das schon mal weg.


    svea:

    Na ja, man hat einen Platz im Retreatcenter, an dem man meditiert und schläft und isst. Das alles kostet.

    Ja klar, das verstehe ich ja auch...nur für mich persönlich ist so etwas dann einfach unmöglich. Man kann solche Sachen dann einfach de facto nur angehen, wenn man über Geldmittel verfügt. Du müsstest dir ja pi mal Daumen ca. 40-50.000 € minimum angelegt haben, um 3 Jahre über die Runden zu kommen (mit Krankenversicherung usw.). Ich habe bzw. arbeite immer auf Mindestlohnbasis, d.h. da bekommst du ca. 1200€ raus...da könnte man im Maximalfall ca. 300€ zurücklegen...dann müsste ich theoretisch 100 (!) Monate arbeiten, damit ich auf 30.000 komme und dann dürfte aber auch absolut gar nichts dazwischenkommen...dann könnte ich mir das Retreat immer noch nicht leisten. Nur mal als Einblick in die Welt eines normalen Arbeiters.

    Aber trotzdem Danke für die Informationen!

  • 3 Jahres Retreat

    • ARYA DHARMA
    • 17. August 2021 um 20:02

    Ja klar, das war nur mal so überschlagen...so werden Interessierte wieder abgehalten durch Geldfragen.

    Ich will nicht unbedingt sagen, dass dies unredlich ist, aber wenn man doch so etwas komplett durch Spenden

    finanziert bekommt und dann Häuser da stehen hat...warum verlangt man dann noch so viel Geld?

    Da müsstest du ja quasi entweder schon reich sein, oder ein Pensionär etc., aber das geht ja dann auch wieder nicht,

    da du ja deine Wohnung in dem Alter nicht aufgibst bzw. dein Haus einfach 3 Jahre leer stehen lässt (was dich ja auch nicht

    von den laufenden Kosten entbindet).

  • 3 Jahres Retreat

    • ARYA DHARMA
    • 17. August 2021 um 19:40

    Danke für die Infos! Wusste nicht, dass die Sachen doch so kostenintensiv sind, das kann ich mir halt auch nicht leisten :cry: Ich frag mich, wer da 3 Jahre leben kann, das sind ja knapp 30.000€ dann...mmh...muss ich wohl selbst im Wald ne Hütte bauen :grinsen:

  • 3 Jahres Retreat

    • ARYA DHARMA
    • 17. August 2021 um 19:04

    Gibt es in Deutschland oder Österreich, Schweiz begleitete 3 Jahres Retreats? (Physische Anwesenheit in Abgeschiedenheit)

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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