Ich dachte in den letzten Tagen etwas Ähnliches: Einfach nur noch bei der Meditation den Atem begleiten und alles andere weg.
Beiträge von Thorsten Hallscheidt
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Die Jhana sind Stufen, Bereiche, die unter bestimmten Bedingungen zuverlässig erscheinen. Diese Bedingungen kann ich durch bestimmte Übungen erfüllen und festigen. Das Schöne am Buddhismus ist ja: Wenn ich bestimmten Empfehlungen mit Geduld und Energie über einen gewissen Zeitraum folge, stellen sich zuverlässig entsprechende Ergebnisse ein. Das wirklich Ärgerliche am Buddhismus ist: Wenn ich bestimmten Empfehlungen nicht mit Geduld und Energie über einen gewissen Zeitraum folge, stellen sich entsprechende Ergebnisse auch nicht ein.
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Hier eine klar formulierte Passage von Hellmuth Hecker aus dem Buch "Der Heilsweg des Erwachten", S 30
ZitatDer Buddha erklärt: Das Gesetz steht dem Menschen zu Häupten, zu Lebzeiten und darüber hinaus (D 26) oder Ich lehre ein heiliges überweltliches Gesetz als Besitztum des Menschen (M 96). Und dieses dem Menschen überlegene Gesetz kann er sich doch verfügbar und zum Besitz machen, nämlich mittels des Gesetzes. Es sagt mir: „Es gibt nichts Angenehmes oder Unangenehmes, das Du nicht selber bewirkt hast." Wie ist das möglich? Nun, weil ich mir z. B. einen Ärger auf jemanden angedacht habe, deshalb muss ich mich jedes Mal über ihn ärgern, wenn er mir begegnet. Weil ich mir bestimmte Triebe angedacht habe, deshalb muss ich leiden, wenn sie nicht erfüllt werden. Weil ich mir illusionäre Vorstellungen über das Leben gemacht habe, deshalb falle ich aus allen Wolken, wenn die Realität sich als das entpuppt, was sie immer schon war. Indem ich mir Anziehung, Abstoßung und Verblendung angewöhnt habe, bin ich selber meines Glückes oder Unglückes Schmied. Ich gestalte mein Schicksal selber, indem ich mich bedürftig und verletzbar mache. Die Dinge und Ereignisse tragen ihren Wert nicht in sich, sondern ich verleihe ihnen diesen erst durch meine Bezüge. Das ist das Gesetz des sogenannten Schicksals, das Karma-Gesetz, das Gesetz von Saat und Ernte.
Dies Gesetz lässt keinerlei Raum für irgendeine Ungerechtigkeit des Schicksals, für irgendwelche unberechenbaren Zufälle oder Prädestinationsakte. Ich ernte immer das, was ich gesät habe, nämlich vor allem mich selber mit allen meinen Charaktereigenschaften, und in zweiter Linie die von mir gestaltete Welt - was an dieser Stelle nur erwähnt, aber nicht begründet werden kann. Mir wird nichts vorenthalten, weder an Gutem noch Bösem. Wie schlecht aber auch mein Charakter angelegt ist und wie ungünstig auch die Umwelt sein mag, ich habe doch die Möglichkeit in mir, wenigstens etwas davon zu überwinden. Nur weil ich die gewaltigen Möglichkeiten nicht kenne, die jeder Mensch in sich hat, deshalb resigniere ich so leicht. Das Gewisseste, auf das ich mich in der Existenz hundertprozentig verlassen kann, das sind meine Anliegen, Wünsche und Triebe: Sie sind so, wie ich sie gemacht habe, und bleiben so, wenn ich sie nicht ändere. Insofern ist eben die Lehre, das Gesetz, ersichtlich.
Also selbst Schuld, wenn Elend, Angst und Leiden (weiterhin) groß sind? Wahrscheinlich ja... Auch wenn Schuld hier der falsche Begriff ist – verantwortlich trifft es wahrscheinlich besser.
Habe ich mir Anziehung, Abstoßung und Verblendung angewöhnt, oder ist das Teil meines biologischen Programms als Tier, Sozialisation durch Gesellschaft, Freunde und Eltern? Nach buddhistischer Vorstellung kommt vieles ja auch aus dem letzten Leben. Eigentlich egal woher es kommt – sobald ich es bemerke, kann ich etwas dagegen unternehmen, oder?
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Buddhisten sind Menschen,
- die sich die Bedingungen des Lebens, Fühlens und Denkens genau anschauen,
- die versuchen zu verstehen, warum trotz immer mehr Arbeit, Mühe und Wohlstand sich kein dauerhaftes Glück einstellen will,
- die bei sich und anderen bemerken, dass vor lauter Getriebensein das Leben ungelebt vergeht,
- die bemerken, dass Ausbeutung, Lügen, Gewalt und Diebstahl zu einem schlechten sozialen Klima führen (im Kleinen wie im Großen und über Generationen hinweg),
- die nicht versuchen, Alter, Krankheit und Tod zu verdrängen,
- die versuchen, Freundlichkeit und Gewaltlosigkeit im eigenen Leben nicht nur gegenüber anderen Menschen zu lernen,
- die bemerken, dass die Bilder, die sie sich von der Welt machen, nicht die Welt sind, sondern im Gegenteil nur Vorstellungen, die die Welt verstellen.
- die irgendwann die unsichtbaren, starken, Leid und Frustration erzeugenden Fesseln bemerken, als unerträglich erleben und sich davon befreien wollen
Hier lässt sich noch einiges anfügen...
Nichts davon ist meiner Ansicht nach "buddhistisch", sondern – vernünftig. Nichts davon hat mit Glauben zu tun, sondern mit einem immer weiter sich vertiefenden Prozess der Selbst- und Welterkenntnis. Es geht um Freiheit und Unabhängigkeit. Weniger um Identität als Buddhst:in.
Im Buddhismus ist dieser Weg am klarsten und freundlichsten und zugleich kompromisslos dargelegt. Aber es ging dem Buddha nie um den Buddha oder den Buddhismus, sondern um die Befreiung vom Leiden. Warum sollte es mir also daran gelegen sein, als Buddhist ernst genommen zu werden, wenn es mir um Freiheit, Verantwortung und Erkenntnis geht? Und was liegt mir daran, wenn jemand Freiheit, (Selbst-) Verantwortung und Erkenntnis nicht ernst nehmen kann? Kann ich ihn oder sie dann ernst nehmen?
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So:
'https://www.rebuy.de/i,1922575/buec…eits-revolutionAlan Wallace beschreibt hier sehr genau, wie man das jeweilige Jhana erreicht, woran man es erkennt und was dafür notwendig ist. Praktische, kompromisslose Darstellung von jemandem, der genau weiß, wovon er schreibt.
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Letztlich ist die Frage nach der Wiedergeburt eine Frage nach dem: Was wird aus mir?
Meine Existenz ist eine Verengung des Seins auf eine Perspektive. Diese Perspektive ist durch meinen Körper, meine Psyche, meine Erfahrungen, meine Umwelt geformt und verfestigt. Es ist eine extreme Verengung auf eine Sicht (auf einen Gesichtspunkt) und es ist eine Last (Dukkha). Diese Konfiguration, diese Perspektive verschwindet völlig, wenn die Bedingungen und Umstände, die sie geformt und aufrechterhalten haben, sich ändern. Das ist der Tod. Dass dieselbe Perspektive noch einmal entsteht, ist nicht möglich, auch nicht das, was ich jetzt als Verengung und Perspektive bin.
Die Person ist eine auf einen Punkt verengte Perspektive. Was ist ein Sein, ohne Gesichtspunkt, ohne Blickwinkel, ohne Ich-Zentrum, von dem aus Farbe, Form, Laut, Geschmack, Gefühl, Konzept, Bewertungen, Gedanken, etc. erst entstehen? All das sind Ergebnisse der Perspektive, nicht des Seins.
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Leben – Gedanken, Gefühle, Bewusstsein, Wille, Empfindungen, ICH sind wie Meeresschaum auf Wellen des unergründlichen Ozeans – kommen und vergehen mit den Wellen. Der Ozean ist ohne Zeit, Schaum und Wellen wechseln ständig die Form und so entsteht Zeit. Der Ozean kennt weder Geburt noch Tod. Entstehen irgendwo Schaum oder Wellen, sind sie wiedergeboren?
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„aus seinem Kopf herauszuschauen“ wie als kleines Kind
Kinder schauen nicht aus dem Kopf heraus. Sie sind Kopf und Körper und Sinne und Gefühle... alles noch ungetrennt von der Welt. Irgendwann wird der Körper fremd, und man fühlt sich wie der "Geist in der Maschine" der aus den Augen heraus auf die Welt schaut. Das ist fortgeschrittener Dualismus, schmerzhafte Trennung. Durch die Meditation kann dieser Riss zeitweise wieder kleiner werden, und sogar sich schließen.
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und beide haben nichts bei den Brahmavihāra zu suchen!
Pāramitās = Übungsfelder / Vollkommenheiten auf dem Weg
Brahmavihāras = Geistesqualitäten / Haltungen, die kultiviert werden
Ich sprach oben von Pāramitās. Bei den Brahmavihāras gibt es keine Geduld als Kategorie.
Die Sila sind Übungsfelder, die zu stabilisierten Verhaltensmustern eines Menschen führen können, wenn man sie konsequent einübt. Als Paramita (Vollkommenheit) ist die Ethik mühelos und selbstverständlich.
Sīla = so leben, dass dein Dasein für andere keine Quelle von Furcht ist.ZitatDa verwirft der edle Jünger das Töten (Stehlen, Lügen etc...), steht ab vom Töten (Stehlen, Lügen etc...). Dadurch aber, daß er vom Töten (Stehlen, Lügen etc...) absteht, gewährt er unermeßlich vielen Wesen die Gabe der Furchtfreiheit, der Freiheit von Feindschaft und Bedrückung. Indem er aber unermeßlich vielen Wesen die Gabe der Furchtfreiheit gibt, der Freiheit von Feindschaft und Bedrückung, wird ihm selber Freiheit von Furcht, Feindschaft und Bedrückung zuteil.
Und diese Haltung, sowie deren Wirkung auf andere, ist eine der sechs Paramitas (nicht der vier Brahmavihāras)
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Ethik oder Moral
Das sind zwei Paar Schuh.
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Geduld und Weisheit sind zwei der sechs Paramita. Geduld allein ist nie Weisheit. Weisheit ohne Geduld ist ebenfalls keine. Bei den Paramita ist entscheidend, dass sie alle in Abhängigkeit zueinander bestehen.
Das bedeutet, Geduld ist ohne liebende Güte, ohne Weisheit, ohne Tatkraft, ohne Meditation, ohne Ethik nicht vollständig. Das mit einberechnet ist schnell klar, dass Geduld dann in die Irre führen kann, sobald sie aus Gleichgültigkeit entsteht, blind oder unreflektiert ist, aus Trägheit geschieht, ohne meditative Klarheit und Ruhe entstanden ist, ohne Relation zu Ethik ausgeführt wird.
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Mein erster Gedanke war Verwunderung und die Frage ob diese plötzliche Stille im Gehirn für immer bleibt. Sie ist für immer Geblieben.
Dein erster Gedanke hat diese Stille offenbar beendet.
By the Way: Hallo und guten Tag, Lukas.
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Vielleicht die Kultur, die Sprache oder Normen in den Sanghas/Retreats? Und was würdest du stattdessen einführen – ganz konkret?
Ich denke, ich würde versuchen, die Lücke zwischen den exotischen Formen und Ritualen (z.B. im tibetischen Buddhismus oder im Zen) und der Alltagserfahrung hier im Westen zu schließen, damit die Lehre "auf den Boden" kommt und nicht zu einem Fluchtraum in eine vermeintlich bessere Welt: Rituale, Gebete, etc. verstehen, übersetzen und in (auch sprachlich) verständlicher Form einüben, Kleidung normalisieren, Hierarchien hinterfragen, abflachen, demokratisieren. Lehrer sind wichtig, aber können nur unterrichten, wenn sie wissen, wie Menschen hier leben und welchen Problemen sie ausgesetzt sind. Keine abgehobenen Patriarchen, die Anbetung und unbedingten Gehorsam einfordern oder gewohnt sind. Keine devote Sangha, die um die Gunst des "Meister" eifert und buhlt.
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Mitgefühl heißt: Ich kann mir vorstellen und mitempfinden, wie es einem anderen Wesen unter bestimmten Bedingungen geht. Wenn ich diese Fähigkeit bewusst begrenze, nicht ausübe oder gar nicht entwickelt habe, kann ich mir leichter etwas vormachen. Mitgefühl ist wie die Fähigkeit des Sehens. Scheuklappen machen das Leben oft einfacher. Der Selbstbetrug beginnt also mit der Begrenzung. Beispiel: Massentierhaltung.
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Es ist nicht allzu schwer, wenn du mal solche Macht hast, zu verhindern, dass gegen dich ermittelt wird.
*Schwurbel-di-Schwurbel*
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Zitat
Man könnte vor allem auch den überall grassierenden Rechtspopulismus unter der Frage ansehen, was er dazu beiträgt, irgendwie den Beschluss, in die ökologische Katastrophe zu gehen, zu ertragen, in dem Fall durch systematische Selbstverrohung. Denn wenn er mit der menschlichen Würde und dem Selbstbild der meisten Menschen nicht vereinbar ist, dann muss entweder der Beschluss geändert werden – oder das Selbstbild. Schließlich gibt es in allen Religionen, allen Kulturen bestimmte Normen von Mitmenschlichkeit, Solidarität und Nächstenliebe, die einen Anspruch an das eigene Tun darstellen, der wiederum permanent unterlaufen wird.
Der Rechtspopulismus bietet den Leuten eine menschenverachtende, gegenwartsgierige Ideologie an, die zur naturverachtenden, zukunftszynischen Praxis passt. Planetare Empathielosigkeit auf diese Weise politisch zu bejahen – für diese Ideologie müsste ein Name erst noch gefunden werden, Faschismus wäre vielleicht zu antiquiert. Jedenfalls gibt es gute Gründe für die Annahme, dass sich die rechte Drift nicht wirksam wird bekämpfen lassen, wenn der Beschluss, in die Katastrophe zu gehen, nicht revidiert wird.
Quelle -
So liegt es nicht in meiner eigenen kleinen Macht
Grosses und weit Entferntes Verändern zu können
Die Welt, wie wir sie vorfinden, ist das Ergebnis von 8 Milliarden Einzelentscheidungen (Konsum, Wahl, soziale Entscheidungen, etc.). Selbst der größte und mächtigste Konzern der Welt kann einpacken, wenn keiner/keine seine Produkte kauft.
ZitatEigner und Erbe meiner Taten bin ich, meinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, habe sie zur Zuflucht und die guten und bösen Taten, die ich tue, werde ich zum Erbe haben“
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Das sind ALLES Bereiche, wo Geld fehlt.
Um so wichtiger sind Steuern von Menschen, die etwas abgeben können. Ich habe gut geschlafen, danke.
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"Uns" heißt auch Steuerzahler, und uns wird definitiv was weggenommen, das ist ein Fakt und keine Frage von "Furcht"
Dafür bekommen wir Straßen, Zugstrecken, die gesamte Infrastruktur, Schulen, Universitäten, wissenschaftliche Einrichtungen, ein funktionierendes Gemeinwesen, Institutionen, politische Einrichtungen, etc... Steuern kommen vielfach zurück, wie das, was wir aus Freigebigkeit weggeben, um eine vielfaches wieder zurückkommt. Geben-Können ist ein Privileg.
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Ich meine, wir können ja auch – statt zu befürchten, man könnte uns was wegnehmen – mal überlegen, wann es für uns vielleicht mal genug ist. Was Warmes und Trockenes zum Wohnen, sauberes Wasser, genug und gesundes Essen, Freunde und Freude am Leben zum Teilen mit anderen. Und Frieden! Es kann doch nicht sein, dass wir den armen Leuten, die aus Kriegsgebieten oder aus Gebieten, die durch Klimawandel oder Ausbeutung keine Zukunft mehr bieten, hierher flüchten müssen, das wenige neiden, das sie hier bekommen. Da muss man sich doch schämen! Wir sollten noch mehr Flüchtlinge aufnehmen und nicht mehr so viel Schaden anrichten durch unsere imperiale Lebensweise.
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Ich bin vor 56 Jahren in diese Welt, und per Zufall in diesen Wohlstand migriert... beizeiten werde ich sie wieder verlassen. Vielen Menschen geht es sehr schlecht. Je mehr Geld (und somit Kraft zur Veränderung) bei wenigen Menschen akkumuliert, desto weniger bleibt für den Rest. Das muss und sollte nicht sein. Es ist mehr als genug zum Teilen da.
Billie Eilish redet Milliardären ins Gewissen - SRF News Videos - Play SRFBei einer Veranstaltung des «The Wall Street Journal Magazine» rief die US-Sängerin Billie Eilish Milliardäre und Milliardärinnen wie Mark Zuckerberg zu mehr…www.srf.ch -
Wer auf Grundlage des Grundgesetzes konservativ sein möchte darf das gerne und dann gibt es Debattenfenster. Die AFD öffnet dieses aber nicht. Das ist ihre Entscheidung und liegt nicht in meiner Hand.
Das Problem ist hier gerade, dass auch von den anderen Parteien, insbesondere von den wirtschaftsnahen Parteien das Grundgesetz sagen wir "flexibel" ausgelegt wird. Ich möchte nur das Pariser Klimaschutzabkommen nennen. Dass Politiker vor der Wahl etwas komplett anderes sagen als nach der Wahl, dass sie Wahl-Versprechen in vielen Fällen einfach nicht halten, dass bestimmte Skandale, Probleme, Ungereimtheiten auch nicht aufgeklärt werden (oder wenn, dann kaum Konsequenzen zeitigen) oder zumindest von unabhängigen Kommissionen untersucht, führt auch nicht gerade dazu, dass das Vertrauen in die Demokratie gestärkt wird, ja, man hat sich einfach auch schon daran gewöhnt und er wartet gar nichts anderes mehr. Und das ist schon massiv frustrierend.
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Aristoteles sah Demokratie, also die zu wählen, die am Beliebtesten sind, als durchaus problematisch an
Das ist ja nicht das Wesen der Demokratie. Ich wähle die Partei, von der ich glaube, dass sie meine Interessen, Ziele und Bedürfnisse berücksichtigt. Das klappt allerdings immer weniger, denn im globalen Kontext gibt es viel mehr Bedingungen als Spielräume für Richtungsentscheidungen, sodass sich Parteiprogramme immer seltener in reale Politik umwandeln lassen. Zudem sind die Zusammenhänge so komplex geworden, dass kleine Änderungen, zum Beispiel eines Gesetzes, weitreichende und kaum zu überblickende Auswirkungen haben. Das Wort von der Alternativlosigkeit der Politik ist leider zutreffender, als manche Leute wahrhaben wollen, die sich nach einer Alternative (für Deutschland) sehnen. Das ist kein Versagen der Politik – oder nicht nur –, sondern auch Zeichen einer strukturellen Schieflage globalen Niveaus. Merz führt die Politik von Scholz fort, nicht aus politischer Nähe, sondern aus Mangel an Optionen. Die AfD betreibt Augenwischerei, wenn sie behauptet, sie hätte Alternativen zu bieten.
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Wer ernsthaft versucht, den buddhistischen Pfad zu gehen, tut das Gegenteil von dem, wie die AFD handelt und was sie fordert. Die AfD arbeitet mit Wut, Angst und Abgrenzung. Ein Buddhist kann deshalb nie ein AFD-Sympathisant sein!
Ich habe mal einen guten Freund gefragt, warum er Buddhist geworden ist. Er antwortet: Weil ich's nötig habe. Das kann ich nur unterschreiben. Ich hab's auch nötig... Mich treiben oft Wut und Angst um, und ich grenze mich ab (z.B. von den der AfD) – nur eben aus einer anderen, aber letztlich leider ebenso verblendeten Perspektive. Demokratie heißt Dialog und die Suche nach einem Kompromiss auch mit unliebsamen Meinungen und den Menschen, die sie vertreten. Man kann nicht 27 Prozent der Menschen eines Landes unterstellen, sie wären dumm oder böse oder beides. Es gibt Umstände und Ursachen (das wissen wir Buddhisten am besten) für das Erstarken der Rechten. Welche?