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  1. Buddhaland Forum
  2. Zenman

Beiträge von Zenman

  • Samadhi im Zen

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 14:23
    Ellviral:


    Da bleiben die von uns beiden erkennbaren Begriffe(Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) in ihrer Bedeutung. Und was noch klar wird ist das sie so bleiben müssen, sonst gibt es garkeine Besserung. Diese beiden Schranken(die beiden in Gegenüber gesetzten Haltungen, Keine Vergangenheit, es gibt Vergangenheit usw) werden von einer Haltung zusammen gehalten und diese bildet dann den mittleren Weg.

    Ah, Ok, jetzt habe ich es mehr oder weniger. Wenn man beide gegensätzlichen Ansichten als zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die an sich unerklärliche Realität versteht, zwei Modelle die jeweils ihren Nutzen, aber auch ihre Fehler haben, dann ist das die Haltung, die den mittleren Weg bildet.

    Ellviral:
    Zitat

    Sei bei deinen Handlungen nicht von Gier oder Hass oder Glauben wollen geleitet.

    Wenn das bewusst gelebt wird in Allen seinen Folgen ist Leidbefreiung möglich.-()-

    Das ist wohl so, nur für mich ist es bisher noch Theorie.

  • Samadhi im Zen

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 13:18
    Ellviral:

    Dreh ich das mal um, Vergangenes ist gewesen, Zukünftiges soll so sein, Jetzt handle ich so wie es dem Zukünftigen hilft.

    Das ist kein Umdrehen des vorher gesagten, das steht zum vorher gesagten im Widerspruch? So sehe ich das zumindest.

    Ellviral:


    Da bleiben die von uns beiden erkennbaren Begriffe in ihrer Bedeutung. Und was noch klar wird ist das sie so bleiben müssen, sonst gibt es garkeine Besserung. Diese beiden Schranken werden von einer Haltung zusammen gehalten und diese bildet dann den mittleren Weg.

    Sorry, das ist mir zu hoch...

    Ellviral:


    Sei bei deinen Handlungen nicht von Gier oder Hass oder Glauben wollen geleitet.
    Dann sind beide Schranken in ihrem so sein gestaltet und es gibt kein Anhaften an Vergangenem, der Gegenwart oder der Zukunft.

    Ja, genau! Wenn man keine unbedingten Wünsche zur Motivation nimmt, dann gibt es kein Anhaften. Was kommt das kommt, was geht das geht. Das beendet das Leid :like: Wenn ich nicht erwarte, dass das Leben meinen Wünschen entspricht, wird es keine Unzufriedenheit mehr geben.

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 13:07
    Monday:
    Zenman:


    Das Zitat aus dem Bendowa ist einfach eine Lieblingsstelle von mir, mir gefällt dieses Zitat sehr. Es ist eine schöne Abgrenzung des Buddha-Dharma gegen sogenannte falsche Ansichten.

    Und - was versteht Dogen unter dem Buddha-Dharma? Wieso lässt sich damit was abgrenzen?

    Der Buddha-Dharma als ganzes ist zu umfangreich, als dass ich ihn beschreiben könnte. Auch was Dogen im Ganzen darunter verstanden hat, kann ich nicht sagen. Dogen grenzt in diesem Zitat den echten Buddha-Dharma von falschen Vorstellungen ab, die nicht zu diesem gehören.

    Im Zusammenhang mit dem Glauben, der Buddha-Dharma bestünde u.a. darin, dass wir ein Geist sind, der dem Körper inne wohnt und nach dem Tod des Körpers "frei" wird einen anderen Körper zu bewohnen, gibt Dogen eine klare Antwort, was der Buddha-Dharma zu diesem Thema sagt.

    Da du schon das Kapitel genannt hast, aus dem das Zitat stammt, sollte dir wohl bekannt sein, was Dogens Antwort darauf ist - Geist und Körper sind eins, darum kann nicht der eine den anderen bewohnen und der eine sterben und der andere weiterleben...

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 12:42

    da bin ich einverstanden, es wäre besser mit der Führung eines Lehrers, also eines weiter fortgeschrittenen Praktizierenden, zu praktizieren. Ich hoffe, dass für mich irgendwann die Möglichkeit ergibt das langfristig zu tun.

    Das Zitat aus dem Bendowa ist einfach eine Lieblingsstelle von mir, mir gefällt dieses Zitat sehr. Es ist eine schöne Abgrenzung des Buddha-Dharma gegen sogenannte falsche Ansichten.

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 12:27
    Monday:
    Zenman:

    Sich mit anderen austauschen ist keine gemeinsame Praxis, das habe ich auch nicht behauptet.

    Was einer so macht, interessiert doch auch nicht - zumindest kann man das ja sehen, wenn man im Dojo ist. Und außerhalb des Dojo ist das keine Zen-Praxis. Werd' doch mal konkreter.

    Wie denn noch konkreter? Ich glaube, dass man außerhalb des Dojo und der überwachenden Augen eines Lehrers/Meisters praktizieren kann. Mit der Voraussetzung, dass man mal dort gewesen ist und sich erklären liess, wie man denn genau praktizieren soll. Das ist m.M.n. schlechter, als immer zusammen mit einem Lehrer im Dojo zu praktizieren, aber es geht.

  • Samadhi im Zen

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 12:23
    Ellviral:

    Vergangenes ist nicht mehr, Zukünftiges ist noch nicht, wie kann dann Gegenwart sein? ... Es bleibt nur jetzt sein ...
    Gruß
    Helmut

    Wie denn, wenn sogar Gegenwart nicht sein kann?

    Ist schon eine schöne Aussage, dass der Geist der Vergangenheit Gegenwart oder Zukunft nicht ergriffen werden kann. In meinen Augen deutet sie eher darauf hin, dass Zeit gleich wie allen anderen Erscheinungen keine selbständige Realität zukommt.

    Zeit ist wieder etwas wie "Wärme". Es ist nicht das "Ding an sich", sondern eine Kategorie des Verstandes, ein Werkzeug des erkennenden Subjekts die Welt zu verstehen.

  • Samadhi im Zen

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 11:26

    Ja, selbstverständlich. Nur im Kapitel "Uji", "Jetzt-Zeit", behauptet er ganz dreist, die Zeit wäre die Buddhanatur. Das ist mit meiner Erfahrung nicht vereinbar. Wenn ich aussagen sollte was die Buddhanatur sei, würde ich ganz gewiss nicht die Zeit als Antwort nehmen, sondern das Bewusstsein als solches ist für mich die beste Metapher für die Buddhanatur.

  • Samadhi im Zen

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 10:56

    Samadhi im Zen ist ein interessantes Thema, würde gerne besser verstehen, was damit gemeint ist. Dogen schreibt darüber ungefähr folgendes:

    Der Samadhi, in dem man sich selbst benutzt und empfängt ist der Maßstab der Buddhas und Vorfahren.

    Also wer den Samadhi des sich selbst benutzens und empfanges erreicht, ist ein Buddha und Vorfahre.

    Da kommt wieder die Frage nach dem Selbst bzw. der Buddhanatur auf, was meint Dogen mit "sich selbst" usw...

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 10:48
    Monday:
    Zenman:


    Ich denke, jeder Mensch will sich mit gleichgesinnten austauschen darüber, was er macht. Das ist normal.


    Ich will mich nicht mit Gleichgesinnten austauschen. Das ist ja letztlich eine Filterblase. Das mag normal sein, aber es ist keine Zen-Praxis.

    Sich mit anderen austauschen ist keine gemeinsame Praxis, das habe ich auch nicht behauptet.

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 11. August 2016 um 07:34
    Monday:
    Zenman:

    Ich praktiziere auch weitgehend ohne Meister.

    Ich habe bei einem kompetenten Zen-Lehrer (Meister?) die Methode zur Praxis der Meditation erlernt.

    Was soll das sein, die Methode zur Praxis der Meditation?

    Na vielleicht drücke ich mich nicht klar aus. Das kennt doch jeder hier. Sich im Schneidersitz auf einem Kissen niederlassen, die korrekte Stellung einnehmen inklusive Handhaltung, etc. und für einen vorgegebenen Zeitraum den Atem beobachten (z.B.). Es gibt auch andere Methoden, nämlich irgendwas visualisieren. Ich beobachte den Atem.

    Mir war damals wichtig zu lernen, dass man bei der Praxis nicht auf der Jagd nach besonderen Bewusstseinszuständen ist, sondern das alleinige verbleiben im Augenblick so wie er ist, alltäglich und ein wenig langweilig, die richtige Praxis ist. Man versucht das besser kennen zu lernen, was schon da ist und nicht etwas neues darüber hinaus zu schaffen. Diese Anweisung war zumindest für mich damals richtig gewesen! Alleine wäre ich nicht drauf gekommen.

    Monday:
    Zitat


    Ich behaupte aber trotzdem, dass es möglich ist alleine zu praktizieren, wenn man erstmal die Methode zur Praxis erlernt hat.


    Weshalb suchst du dann Austausch? Das ist doch eben genau die Abweichung von deinem "alleine praktizieren".

    Man kann alleine praktizieren, es ist aber schwieriger. So meinte ich das. Ich denke, jeder Mensch will sich mit gleichgesinnten austauschen darüber, was er macht. Das ist normal.

  • Zen ohne Meister?

    • Zenman
    • 10. August 2016 um 12:00

    Ich praktiziere auch weitgehend ohne Meister.

    Ich habe bei einem kompetenten Zen-Lehrer (Meister?) die Methode zur Praxis der Meditation erlernt. Wie gut ich diese Methode gemeistert habe, ist eine andere Frage und das braucht natürlich viel Übung, bis man die Praxis annähernd so gut wie z.B. ein Mönch aus einem Kloster ausführen kann.

    Das ist wirklich schwer, weil man seinen Fortschritt nicht wirklich vom Rückschritt unterscheiden kann. Ich behaupte aber trotzdem, dass es möglich ist alleine zu praktizieren, wenn man erstmal die Methode zur Praxis erlernt hat.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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