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Beiträge von Zenman

  • Wie gründet man eine Zen Sekte?

    • Zenman
    • 12. September 2016 um 15:17

    Ich finde die Schrift sehr interessant. Warum sollte man denn nicht sein Verständnis der Lehre zu Papier bringen? Erstens wird dabei einem selbst klarer, was man denkt oder erkennt. Zweitens kann man sich dann viel besser mit anderen darüber streiten.

    Es schadet bestimmt auch nicht, solche Sachen in eigenen Worten zu formulieren - denn das Herzsutra auswendig lernen und dann wie ein Computer logisch davon abzuleiten bringts auch nicht.

    Danke für die Veröffentlichung, IkkyuSan! Wenn ich das erstmal durchgelesen habe, werde ich mich wohl mit Kritik bei dir melden :grinsen:

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 2. September 2016 um 22:00
    Spacy:

    Was hat das Primat? Materie oder Bewußtsein?

    Lass dich nicht von diesen Ideologen vor dir hertreiben!

    Es gibt kein vorne!

    Ist jetzt Geist dasselbe wie Bewusstsein?

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 2. September 2016 um 21:39
    Irmin82:

    Sorry, aber beschäftigt euch echt mal mit der Quantenphysik. Eine Einführung genügt. Da werden nämlich so lustige Dinge wie ein objektiver Zufall bewiesen oder das Geist Materie formt, wenn nicht gar erzeugt. Wenn dir ein Denken in Materie Geist nicht gefällt, geh lieber davon aus, dass alles Geist ist. Denn auf der Mikroebene greifen unsere pyhsikalischen Gesetze nicht mehr.

    Geist muss der Materie gleichartig sein, um sie formen und erzeugen zu können. Wenn Geist und Materie grundverschieden sind, wie soll dann die Beeinflussung stattfinden? Das eine kann das andere beeinflussen, das ist doch richtig. Das beweist, dass es keine strikte Trennung zwischen den beiden gibt.

    Mir ist durchaus bekannt, dass die Ergebnise von bestimmten Experimenten nicht feststehen, bevor man nachgesehen hat, wie es ausgegangen ist. Bis hin zu der Annahme, dass die automatisch festgehaltenen Ergebnise leeres Papier sein müssen, bis zu dem Augenblick als jemand sie mit seinen Augen sieht.

    Aber es gibt auch genug Beispiele, wie Materie den Geist formt. Was soll man damit machen? Sollen die jetzt unwahr sein, nur weil jemand glaubt, dass Quantenphysik das Gegenteil bewiesen hat?

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 2. September 2016 um 14:46
    Irmin82:

    Zenman, das heist, du gehst einfach davon aus, dass alles Materie ist und Materie Geist erzeugt bzw. es Geist gar nicht gibt sondern unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein nur der Ausdruck eines materiellen Zusammenspieles ist?
    Habt ihr euch schon mit den Erkenntnissen der Quantenphysik beschäftigt?

    ich gehe nicht davon aus, dass es Geist und Materie gibt. Es gibt keine voneinander unterschiedliche Bestandteile der Realität, die Realität ist gleichmässig sozusagen. Die Aufteilung der Realität in Geist und Materie ist eine willkürliche und wird erst später vorgenommen, nachdem die Realität sich verwirklicht hat und nachdem sie sich in der Wahrnehmung als ein ganzes, zusammenhängendes Objekt offenbahrt hat.

    Von Materie und Geist zu sprechen, ist als ob ich auf einem Tisch eine Linie male und sage, dass alles auf der linken Seite materiell sei, und alles auf der rechten geistig. Wenn ich das so mache, dann gibt es die Aufteilung natürlich, nur ist sie dem Tisch nicht von Natur aus gegeben und jemand anders kann die Linie wo anders ziehen.

    Einfacher gesagt, ich verstehe was mit Materie und Geist gemeint ist, aber ich glaube nicht daran, dass sich Materie und Geist prinzipiell voneinander unterscheiden. Weder erzeugt Materie den Geist, noch der Geist die Materie, sondern sie sind einfach nur ein Ding, dass von unterschiedlichen Blickwinkeln aus betrachtet wird - einmal als Materie und einmal als Geist.

    Einfachstes Beispiel dafür ist ein Zyllinder. Wenn du von der einen Seite drauf guckst, siet er aus wie ein Kreis. Von der anderen, sieht er aus wie ein Viereck mit Schattenverlauf. Es ist aber in Wirklichkeit weder ein Viereck, noch ein Kreis! Kreis und Viereck sind Ergebnisse von Betrachtungswinkeln auf den Zyllinder. Real ist zu jeder Zeit nur der Zyllinder, egal wie man drauf guckt. Da der Zyllinder real ist, sind auch Kreis und Viereck gleichzeitig real, immer und zu jeder Zeit, selbst wenn man gerade mit dem anderen Blickwinkel drauf guckt.

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 1. September 2016 um 20:01
    Stero:
    Zenman:

    ... indem ein Begriff eingeführt wird der die scheinbar unterschiedlichen Materie und Geist auf eines zurückführt.


    Das würde Spock jetzt wieder als Monismus verdächtigen. :grinsen:

    Wenn "alles ist eigentlich eins" Monismus ist, wäre das sogar korrekt, in diesem Sinne bin ich wohl Monist. Das ist auch, so weit ich es weiss, die buddhistische Ansicht.

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 1. September 2016 um 08:40
    Stero:


    ...
    Ja, das ist unlogisch. Wer hat je Leben außerhalb von Materie gesehen? Leben ist nur bekannt als belebte Materie.

    Dann nimm meinen Text und ersetze die Worte "Leben" mit "Universum" oder was auch immer bei dir Geist und Materie auf einen Nenner bringt.

    Mag sein, dass du Vertreter von "es gibt keinen Geist, alles ist Materie" bist. Dann versuch bitte meinen Text so zu verstehen, dass er den Leser genau zu dieser These hinführen soll, indem ein Begriff eingeführt wird der die scheinbar unterschiedlichen Materie und Geist auf eines zurückführt.

    Hoffe das war jetzt verständlich erklärt!

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 1. September 2016 um 08:26
    Irmin82:

    Das Materie Materie ist, hab ich mir auch schon gedacht, da eben unter einem Mikroskop der menschliche Körper genauso aus Atomen besteht, wie der Stein.
    Dennoch besteht ja ein Unterschied zwischen einem lebenden und einem toten Menschen, nicht?

    Dass Materie Materie ist, hast du dir schon gedacht, doch einen Unterschied zwischen lebendiger Materie und nicht-lebendiger Materie suchst du immer noch? Materie ist doch Materie. Lebendig und nicht-lebendig - sind Ansichten, unterschiedliche Kulturen sehen unterschiedliche Dinge als lebendig und nicht-lebendig an.

    Es ist kein qualitativer Unterschied m.M.n. zwischen den Toten und den Lebenden. Im lebenden Menschen verlaufen (denke ich) mehr und vor allem andere Prozesse. Im toten Menschen verlaufen aber auch Prozesse, die im lebenden Menschen nicht verlaufen und die ihrerseits lebensspendend sind für andere Lebewesen (wie Pflanzen z.B.).

    Es gibt m.M.n. keinen "Tod" im Sinne von absolutes Ende von allem. Der tote Mensch der angeblich "nicht mehr da ist" verbraucht erstaunlich viel Platz dafür, dass er nicht mehr existieren soll. Und ein Toter stinkt wohl mindestens genauso schlimm wie ein Lebender auch. Ja, der Tote atmet nicht und zeigt keine Willensäußerungen mehr, nimmt kein Essen auf, etc. Es ist ein Unterschied da, aber wie zwischen einem PC der eingeschaltet und ausgeschaltet ist.

  • Frage zu Gedanken

    • Zenman
    • 31. August 2016 um 20:31
    Irmin82:

    Ich bin nicht meine Gedanken, kann diese auch nicht erzeugen, kann sie aber beobachten. Einerseits nehme ich Dinge wahr, kann mich dabei aber beobachten. Wer ist dieser Beobachter? Könnt ihr dazu ein Buch empfehlen oder mir Tipps geben? Finde die Frage sehr spannend.

    Es ist eine unglaublich spannende Frage! Ein Buch führt dich nur in die Irre. Beobachte den Beobachter. Wenn du wirklich "sehr" daran interessiert bist zu wissen, wer du wirklich bist und bereits die Beobachtung des Beobachters "erreicht" hast, gibt es nur noch Abweichungen. Beobachte den Beobachter. Wer bist du? Der Beobachter, oder der Beobachter des Beobachters des ...? Wo ist ein "Ich"? Bücher führen nur in die Irre an dieser Stelle.

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 31. August 2016 um 20:28
    Stero:

    [
    Aber dann sollte auch gesagt werden können, dass Leben und Geist einfach zwei unterschiedliche Begriffe für ein und dieselbe Materie sind, die nie still steht und konstant im Fluss ist.

    Ja, sicher. Habe ich vergessen das zu schreiben?

    P.S.: ach ne, ich meine Materie und Geist sind zwei Sichtweisen. Mit "Leben" versuche ich doch beides zu einem gemeinsamen Nenner zu bringen...

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 31. August 2016 um 20:27
    Irmin82:

    Ein Danke an alle für ihre Antworten. @ Zenman und was ist dann der Unterschied zwischen belebter und unbelebter Materie? Einem Stein und einem Hund?

    zwischen Materie und Materie ist kein Unterschied. Wenn sogar zwischen Geist und Materie kein Unterschied besteht, welcher soll dann zwischen Materie und Materie bestehen?

    Der Hund atmet, frisst, bellt, etc. Der Stein macht das alles nicht. Trotzdem bestehen sie aus derselben Materie.

    Belebt und unbelebt sind doch nur Ansichten. In bestimmten Kulturen hält man auch Steine für belebt. In meinem alten Schulbuch für Biologie stand, dass Pflanzen Lebewesen sind, obwohl mir das immer seltsam vorkam, denn sie haben ja kein zentrales Nervensystem (Gehirn). Dennoch reagieren Pflanzen auf ihre Umgebung, werden geboren, essen, wachsen und sterben.

    Wenn du Lebewesen oder sogenannte unbelebte Materie unter einem Elektronenmikroskop vergleichst, sehen die Atome alle gleich aus. Die Periodentabelle der Elemente ist ja hinreichend bekannt und alles besteht daraus, sogenannte Lebewesen und sogenannte nicht-Lebewesen. Welche Elemente sollen nun lebendig sein und welche nicht? Natürlich kann man an einen unsichtbaren Geist glauben, der die Lebewesen beseelt und sie lebendig macht, aber in Gegenständen ohne Leben nicht vorhanden ist. Der Buddha-Dharma ist das allerdings nicht, sollte man halt nur nicht verwechseln.

  • Passendes Sitzkissen

    • Zenman
    • 31. August 2016 um 19:47

    Gern geschehen. Es ist gut zu wissen, dass dir meine richtige Sitzposition so wichtig war :like:

  • Warum ist das Ego eine Illusion?

    • Zenman
    • 31. August 2016 um 19:45
    Irmin82:

    Ich beschäftige mich erst seit einigen Monaten mit dem Buddhismus und wollte hier meine Gedanken dazu als Frage stellen und freue mich auch über Kritik und Anregungen.

    Das ist ein sehr interessantes Thema zur Beschäftigung! Willkommen hier im Forum.

    Irmin82:


    Ich bin ein spiritueller Mensch und für mich ist das Ego eine Illusion, weil ich glaube, dass die gesamte belebte Materie von einem Geist erfüllt ist. Ohne diesen Geist wäre sie unbelebt. Ich denke auch, dass nach dem Tod dieser Teil in uns wieder zurück geht zu diesem Ganzen, um danach vielleicht wieder etwas zu beleben.

    Ich bin auch spirituell veranlagt und halte das Ego für eine Illusion. Aber was das genau bedeutet, ist manchmal kompliziert zu erklären. Das was du schreibst, dass Materie von einem Geist erfüllt ist, ist nämlich genau das, was ich z.B. mit Ego meine. Im Buddhismus sind Geist und Körper eins und nicht getrennt, deswegen kann das eine nicht von dem anderen erfüllt sein. Es kann nicht das eine sterben und das andere weiterleben und irgendwohin zurückkehren. Das Gefühl von Trennung, oder Ego, wird im Buddhismus als Illusion erklärt. S.h. auch meine Signatur. Ich persönlich finde das ebenso.

    So wie du das schreibst, ist grundsätzlich nicht falsch! Es ist eine schöne Metapher für die Realität. Aber im Buddhismus geht es um Realität wie sie wirklich ist und, wenn ich das mal so sagen darf, man ist dabei ziemlich penibel.

    Irmin82:


    Nachdem ich glaube, dass jeder Mensch in seinem Kern versucht glücklich zu sein und das was uns unterscheidet nur unser Erlebtes ist, glaube ich auch nicht, dass es gute oder böse Menschen gibt. Wenn ein Mensch sich mir gegenüber grantig verhält, ist das einfach sein ungeschickter Versuch glücklich zu sein und er tut es nicht, weil er böse ist.

    Hier kann ich nicht mit einem Zitat aufwarten, aber persönlich finde ich das auch so! Es gibt keine bösen Menschen, alle Menschen wollen gutes, nur nicht alle haben den klaren Blick dafür, was wirklich für sie und andere gut oder schlecht ist.

    Irmin82:


    Nachdem ich davon ausgehe, dass diese Welt ein Wille zum Glück ist, denke ich, das ist der ureigene Kern dieses Geistes, der uns alle erfüllt und deshalb sollten wir versuchen allen Menschen dabei zu helfen glücklich zu sein, da sie ja genauso Teil dieses Geistes sind, wie wir selbst und wir somit uns selbst gutes tun. Ich glaube auch nicht, das Materie Geist erzeugt, sage ich offen.
    Das sind einfach mal meine Gedanken dazu. Bitte freundlich sein ... ^^

    Wenn man die buddhistische Sichtweise der Dinge als Maßstab nimmt, erzeugt weder Materie den Geist, noch der Geist die Materie, vielmehr sind Materie und Geist einfach zwei unterschiedliche Begriffe für ein und dasselbe Leben, das nie still steht und konstant im Fluss ist. Materie und Geist sind nur zwei unterschiedliche Sichtweisen auf ein und dasselbe Leben. Und ja, wir sind natürlich alle miteinander verbunden, körperlich wie geistig betrachtet.

  • Passendes Sitzkissen

    • Zenman
    • 30. August 2016 um 18:27
    Ellviral:

    Ich erkenne da einen Unterschied zwischen "auf dem Arsch" sitzen und dem auf dem Sitzbein sitzen. Bei mir ist da eine gewaltiger Unterschied. Denn wenn ich nicht das Sitzbein spüre beim Zazen, oder auch bei normalem sitzen, kommt es zu einer flachen anstrengenden Atmung und zu Unkonzentriertheit. "Dein After versucht die Sonne zu sehen." oder so hat da mal ein Zazen-sitzer geschrieben.

    ich meine es aber so wie du und drücke die Hüften beim Sitzen durch. Ich weiss genau was du meinst wegen der Atmung. Danke für die zusätzliche Erklärung, aber ich verstehe wirklich wie die Position beim Sitzen sein soll.

  • Passendes Sitzkissen

    • Zenman
    • 30. August 2016 um 07:18
    Ellviral:

    Egal worauf du sitzt wichtig ist das Du dein Sitzbein spürst die beiden Knochen richten den geraden Sitz her wenn gleichzeitig die Knie den Boden berühren. Wenn du diese vier Punkte spürst und diese als Basis des Sitzes erkennst richtest Du dich so auf das du Stundenlang sitzen kannst, ja sogar schlafen. Der ganze Humbug um Lotus und so weiter sind Hirngespinste. Auf dem Sitzbein sitzen die Knie auf den Boden.

    In Theorie weiss ich ja schon, wie man richtig sitzt... Drei Punkte, der Arsch und die beiden Knie sollen ein gleichseitiges Dreieck bilden, Körperschwerpunkt liegt wegen durchgedrücktem unteren Rücken und erhöhtem Arsch innerhalb des Dreiecks, etc. Nur bisher kriege ich die Knie noch nicht ganz auf den Boden. Mache Dehnübungen vor dem Sitzen, versuche auch im Alltag mit verschränkten Beinen zu sitzen, aber bis die Sehnen das richtig mitmachen dauert es eben.

  • Passendes Sitzkissen

    • Zenman
    • 29. August 2016 um 13:26

    Danke Festus!

  • Passendes Sitzkissen

    • Zenman
    • 28. August 2016 um 21:08

    Danke für die vielen Links! Lese mir das nach und nach durch.

    Ich denke schon, dass die Sitzhaltung dazu beiträgt Zazen besser praktizieren zu können.

    Ich habe angefangen mit auf dem Stuhl sitzen, später habe ich viel in der Seiza-Stellung praktiziert. Das war auf jeden Fall besser, als auf dem Stuhl.

    Als ich zum ersten Mal für längere Zeit mit gekreuzten Beinen sitzen konnte, habe ich gemerkt, dass es so noch besser wird. Deswegen möchte ich mein Bestes geben, um aus meinem relativ ungelenkigen Körper das Maximum rauszuholen. Ich kriege ja in meiner Sitzstellung nicht mal beide Knie nach unten, da geht auf jeden Fall noch was.

  • Passendes Sitzkissen

    • Zenman
    • 27. August 2016 um 19:58

    @Monday: Korrektur, ich sitze eher im burmesischen Sitz, wenn ich mich nach den Bildern im 2. Link von dir orientiere.

  • Passendes Sitzkissen

    • Zenman
    • 27. August 2016 um 19:50

    Ich weiss, dass man idealerweise im halben oder vollen Lotus sitzen sollte. Nur wenn ich meine Beine wirklich in korrekten vollen Lotus (Knie auf den Boden, Zehen in einer Linie mit Oberschenkel) reinzwinge, reissen mir etwaige Sehnen etc. Da ich erst Anfang 30 bin, glaube ich zumindestens halben Lotus mit der Zeit schaffen zu können.

    Beweglichkeit der Hüfte ist genau das Problem bei mir, ist wohl am Anfang das Hauptproblem bei vielen? Ich denke es macht Sinn, wenn ich mir ein höheres Kissen kaufe und das kleinere für später aufhebe...

  • Passendes Sitzkissen

    • Zenman
    • 27. August 2016 um 17:43

    Hallo an alle!

    Ich versuche gerade meinen Sitz zu verbessern. Kreuze die Beine momentan im Schneidersitz, also beide Füsse unten. Halben Lotussitz schaffe ich noch nicht, mache aber Dehnungsübungen. Wenn ich z.B. den linken Fuss auf den rechten Oberschenkel lege, kriege ich das linke Knie nicht mal ansatzweise zum Boden, so zu sitzen ist unmöglich.

    Wie kann ich einschätzen, welches Kissen sich für mich am besten eignet? Brauchen Menschen mit längeren Beinen tendenziell größere Sitzkissen, oder tendnziell kleinere?

    Ich bin 1,85m groß und habe eher lange Beine. Gibt es da eine Faustformel? Oder sollte ich abwarten bis ich zumindestens den halben Lotus schaffe und dann einfach andere Sitzkissen ausprobieren?

  • Ist alles nur Leiden?

    • Zenman
    • 24. August 2016 um 16:12
    Ellviral:


    ...Du kannst dem Gesetz nicht entkommen. Auch wenn Du von Leid und damit von Karma befreit bist kannst Du nicht dem Leid das durch Karma eines anderen erzeugt wird entgehen. Deine einzige Chance ist nicht danach zu greifen, also auch kein Karma mehr annehmen.

    Ich kann dem Gesetz nicht entkommen, so weit ist es klar.

    Derjenige der befreit von Leid ist, wird also nicht nach dem Leid greifen, dass durch das Karma eines anderen erzeugt wird... Klingt einleuchtend, danke!

  • Änderungen im Arbeitsalltag begegnen

    • Zenman
    • 24. August 2016 um 15:35
    Spacy:

    Das Dumme an individueller Erkenntnis ist, dass sie individuell ist.

    Bedeutet das, dass es nur dumme Erkenntnise gibt?

  • Ist alles nur Leiden?

    • Zenman
    • 24. August 2016 um 15:33
    accinca:
    Ellviral:

    Was mich auch noch sehr interessieren würde: kann es sein, dass karmische Umstände Leid hervorbringen, für jemanden der von Leid befreit ist?

    Bedeutet die Befreiung vom Leid nur die Akzeptanz der Umstände, die einem Leid bringen, oder bedeutet die Befreiung vom Leid ebenfalls, dass das Karma des Leids nicht mehr neu geschaffen wird?

  • Sati-Zen - Was ist das?

    • Zenman
    • 24. August 2016 um 11:39

    So lässt sich wohl mehr Geld aus der Tasche ziehen? :nospeak:

  • Änderungen im Arbeitsalltag begegnen

    • Zenman
    • 20. August 2016 um 13:35
    Celestine1979:


    Ein Fernstudium? Da wäre eine Möglichkeit, aber löst es mein Problem, was dahinter steht?

    Das löst nur das Problem der Unterqualifikation, falls es ein solches Problem gibt. Das herauszufinden gilt es aber noch.

    Celestine1979:


    Wie gehe ich buddhistisch damit um, dass meine neue Kollegin sich jetzt so benimmt, als ist sie etwas ganz Besonderes (die übernommenen Aufgaben sind mit Anerkennung behaftet), mich das spüren lässt, aber ständig nachfragt (obwohl die Einarbeitung längst angeschlossen ist) und nicht eigenständig arbeitet? Gebefreudigkeit und Hilfe?

    m.M.n.: zunächst ignorieren und sich in Distanz zu seiner eigenen Situation üben. Es kann sein, dass die neue Kollegin sich wirklich so benimmt wie von dir wahrgenommen, doch es kann sein, dass du es einfach nur so siehst durch den Filter deiner starken Emotionen.

    Wenn die Kollegin dich etwas fragt, dann ist es nicht ein Hinweis darauf, dass du als Mitarbeiter in der Firma immer noch einen wichtigen Platz einnimmst und deine Qualifikation gefragt ist?

    Celestine1979:


    Lieben Dank für eure Hilfe

    Gern geschehen!

  • Änderungen im Arbeitsalltag begegnen

    • Zenman
    • 20. August 2016 um 11:20
    Celestine1979:

    Ja, das ist ein Punkt. Aber wie kann das sein, wenn ich über 15 Jahre die Tätigkeiten für ausgeführt habe?

    Alles ändert sich und entwickelt sich weiter. Wenn du z.B. vor 5 Jahren noch richtig gut in deinem Bereich warst, heisst es nicht, dass du heute mit denselben Erfahrungen und demselben Wissen immer noch vorne mit dabei bist. Hast du schon mal über eine Fortbildung nachgedacht? Ein Fernstudium?

    Ein Arbeitskollege von mir hat z.B. innerhalb von ein Paar Monaten so etwas wie ein kleines Fernstudium neben der Arbeit abgeschlossen.

    Celestine1979:

    Ich frage mich aber, welche buddhistischen Hindernisse stehen mir da gegenüber, dass ich es nicht schaffe, neutral dem gegenüber zu stehen. Ich leide deshalb sehr.

    Ob buddhistisch oder nicht, Hindernisse sind ja offensichtlich da. Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung nur folgendes sagen. Wenn man eine ganz genaue Erwartung an das Leben stellt, wie es sein soll, welchen Platz man darin einnehmen soll, dann ist es eine sehr gute Basis für eine Katastrophe. Früher oder später, größer oder kleiner, sie wird aber garantiert irgendwann kommen.

    Die Lösung dafür heisst - Distanz zu sich selbst. Lernen sich selbst sozusagen von der Seite zu sehen, als würde das eigene Leben einen selbst nicht wirklich betreffen. D.h. man stellt seine Erwartungen wie das Leben verlaufen soll und welchen Platz man darin einnehmen soll erstmal hinten an.

    Wenn du eine Distanz zu deiner eigenen Situation entwickeln lernst, dich also nicht mehr so stark mit deiner Arbeit und deiner Arbeitsleistung identifizierst, wirst du einen klareren Blick für die tatsächlichen Gegebenheiten bekommen.

    Das ist nicht zu unterschätzen. Dann wirst du entweder sehen, dass es in Wirklichkeit kein Problem gibt und das einzige Problem nur "eine Kopfsache" von dir selbst war, oder du wirst sehen worin genau das Problem besteht - dann bietet sich die Lösung auch wie von selbst an.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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