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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Ist alles nur Leiden?

  • Wetering
  • 28. Juni 2016 um 12:00
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    • 21. August 2016 um 23:45
    • #51
    accinca:
    accinca:

    Ob aber auch alles Leiden als Leiden empfunden wird ist eine
    andere Sache. Der Buddha sagte: Wer sich des Leides erfreut ist
    nicht befreit vom Leiden.


    Ja, wer sich des Leides erfreut. Aber wer wird schon glauben
    sich des Leides zu erfreuen? Im Gegenteil, wird man doch denken
    kein Leiden zu haben sondern Freude.

    Das stolpert immer wieder über die Vergänglichkeit. Freude, Leid erscheinen und es gibt keinen Grund sie in irgend einer weise zu ergreifen und festhalten zu wollen. Die Lösung ist wie immer: Alles berühren können nichts festhalten. Also sich immer wieder auf die Finger schlagen wenn sie wieder zugreifen wollen.

  • Morpho
    Gast
    • 21. August 2016 um 23:54
    • #52

    sati zen:

    Zitat

    was Andere empfinden und sagen, vor allem virtuell, ist völlig egal.

    ist merklich so. aber einem "zen lehrer" dem iwas egal ist, der igonrant ist, ist kein echter.

  • sati-zen
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    • 22. August 2016 um 12:21
    • #53

    Doch denn der Zen-Lehrer ist nicht das Mündel der Schüler, das glauben nur die mit Helfersyndrom die auf die Liebe der Schüler angewiesen sind. Buddha war als Lehrer ein Egoist, er hat zuerst durch Meditation für sein eigenes Seelenheil gesorgt und ist erst dann auf die Schüler zugegangen.
    Erst loslassen, auch die Liebesanhaftungen und dann die Beziehung eingehen, erst ist mir das Gegenüber völlig egal wenn ich eine wirkliche Tiefe in der Beziehung erreichen will. Sobald ich irgendein Gefühl vom Anderen haben will ist die Beziehung in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr möglich und es läuft auf besitzen wollen hinaus. Genau darum geht es in der Gemeinschaft hier im Kloster, dass das nicht passiert und wenn ich den Anderen egal bin, dann bin ich ihnen zunächst dankbar, würden sie anhaften hätte ich ein Problem, ich wäre nicht mehr frei so ohne weiteres.

  • accinca
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    • 23. August 2016 um 10:30
    • #54
    sati-zen:

    Buddha war als Lehrer ein Egoist, er hat zuerst durch Meditation für sein eigenes Seelenheil gesorgt und ist erst dann auf die Schüler zugegangen.


    Es ist keineswegs anzunehmen, das der Buddha als Lehrer ein Egoist gewesen sei.
    Aber solange er noch kein Buddha war und nichts zu lehren hatte, hat
    Gotamo auch nicht versucht irgend welche "Schüler" über etwas zu belehren
    was er selber nicht kannte. Wieso sollte auch ein im Sumpf versinkender
    einen anderen der auch im Sumpf versinkt herausziehen können?

  • accinca
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    • 23. August 2016 um 10:36
    • #55
    Ellviral:
    accinca:

    Aber wer wird schon glauben
    sich des Leides zu erfreuen? Im Gegenteil, wird man doch denken
    kein Leiden zu haben sondern Freude.

    Das stolpert immer wieder über die Vergänglichkeit. Freude, Leid erscheinen und es gibt keinen Grund sie in irgend einer weise zu ergreifen und festhalten zu wollen. Die Lösung ist wie immer: Alles berühren können nichts festhalten. Also sich immer wieder auf die Finger schlagen wenn sie wieder zugreifen wollen.


    Das tut aber keiner der sie nicht schon als Leidhaft und minderwertig durchschaut hat.

  • Noreply
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    • 23. August 2016 um 10:51
    • #56
    accinca:
    Ellviral:

    Das stolpert immer wieder über die Vergänglichkeit. Freude, Leid erscheinen und es gibt keinen Grund sie in irgend einer weise zu ergreifen und festhalten zu wollen. Die Lösung ist wie immer: Alles berühren können nichts festhalten. Also sich immer wieder auf die Finger schlagen wenn sie wieder zugreifen wollen.


    Das tut aber keiner der sie nicht schon als Leidhaft und minderwertig durchschaut hat.

    Dann gibt es für den aber nur noch Erscheinen, kein Vergehen kein Geboren kein Altern und keinen Tod mehr. Begriffe werden verwendet weil es Kommunikation geben muss, zwar ohne Werte vom Sender der wohl weiß das der Empfänger wertet und selten jemanden anspricht von dem er weiß das der nicht wertet sonder die Erscheinungen sieht als erscheinen.

  • Noreply
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    • 23. August 2016 um 10:55
    • #57
    Ellviral:
    accinca:

    Das tut aber keiner der sie nicht schon als Leidhaft und minderwertig durchschaut hat.

    Vergänglichkeit ist nicht minderwertig sonder eine zu lassende Wertung um zum erscheinen durchzudringen. Dann gibt es für den aber nur noch Erscheinen, kein Vergehen kein Geboren kein Altern und keinen Tod mehr. Begriffe werden verwendet weil es Kommunikation geben muss, zwar ohne Werte vom Sender der wohl weiß das der Empfänger wertet und selten jemanden anspricht von dem er weiß das der nicht wertet sonder die Erscheinungen sieht als erscheinen.

  • accinca
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    • 23. August 2016 um 21:53
    • #58
    Ellviral:
    accinca:


    Das tut aber keiner der sie nicht schon als Leidhaft und minderwertig durchschaut hat.


    Vergänglichkeit ist nicht minderwertig sonder eine zu lassende Wertung um zum erscheinen durchzudringen.


    Das habe ich vom Buddha allerdings noch nirgends gehört.
    Insbesondere nicht in dem Zusammenhang der Leidensüberwindung.
    Nicht werten, wozu sollte man das tun, wenn es nichts minderwertiges
    bzw. leidhaftes gibt? Da vermutet man zu recht man möchte doch nur
    dem Minderwertigen und Leidhaften durch "nicht bewerten" entgehen,eben
    weil vergängliches als leidig erkennt ist oder?
    Der Buddha hat gelehrt, sich des Leidens nicht zu erfreuen.
    Wer sich des Leides erfreue sei nicht befreit vom Leiden.
    Darüber sprachen wir hier. Wenn es aber gar kein Leiden,
    nichts minderwertiges geben würde, ja was redet er denn
    überhaupt vom Leiden?
    Ergo: bevor man davon spricht nichts mehr zu werten muß man
    erst mal das richtige, heilsame Bewerten lernen. Nur dadurch
    kann es zur Befreiung (vom Leiden) kommen. Ist aber alles Anhaften
    am Leiden überwunden ist man zwar vom Leiden befreit, aber man
    weiß natürlich immer noch was Leiden ist. Sogar besser als je zuvor.

  • Zenman
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    • 24. August 2016 um 15:33
    • #59
    accinca:
    Ellviral:

    Was mich auch noch sehr interessieren würde: kann es sein, dass karmische Umstände Leid hervorbringen, für jemanden der von Leid befreit ist?

    Bedeutet die Befreiung vom Leid nur die Akzeptanz der Umstände, die einem Leid bringen, oder bedeutet die Befreiung vom Leid ebenfalls, dass das Karma des Leids nicht mehr neu geschaffen wird?

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

  • Spacy
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    • 24. August 2016 um 15:43
    • #60

    Heute?
    Geschaffen?
    Du hat nur zwei Möglichkeiten: Sein oder Nichtsein. (für den Anfang)

  • Noreply
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    • 24. August 2016 um 15:44
    • #61
    Zenman:
    accinca:

    Was mich auch noch sehr interessieren würde: kann es sein, dass karmische Umstände Leid hervorbringen, für jemanden der von Leid befreit ist?

    Bedeutet die Befreiung vom Leid nur die Akzeptanz der Umstände, die einem Leid bringen, oder bedeutet die Befreiung vom Leid ebenfalls, dass das Karma des Leids nicht mehr neu geschaffen wird?

    Du kannst dem Gesetz nicht entkommen. Auch wenn Du von Leid und damit von Karma befreit bist kannst Du nicht dem Leid das durch Karma eines anderen erzeugt wird entgehen. Deine einzige Chance ist nicht danach zu greifen, also auch kein Karma mehr annehmen.

  • Noreply
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    • 24. August 2016 um 15:45
    • #62
    Spacy:

    Heute?
    Geschaffen?
    Du hat nur zwei Möglichkeiten: Sein oder Nichtsein. (für den Anfang)


    Kein Heute, kein Schaffen, kein Sein oder Nichtsein, nur erscheinen. für das Ende.

  • Zenman
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    • 24. August 2016 um 16:12
    • #63
    Ellviral:


    ...Du kannst dem Gesetz nicht entkommen. Auch wenn Du von Leid und damit von Karma befreit bist kannst Du nicht dem Leid das durch Karma eines anderen erzeugt wird entgehen. Deine einzige Chance ist nicht danach zu greifen, also auch kein Karma mehr annehmen.

    Ich kann dem Gesetz nicht entkommen, so weit ist es klar.

    Derjenige der befreit von Leid ist, wird also nicht nach dem Leid greifen, dass durch das Karma eines anderen erzeugt wird... Klingt einleuchtend, danke!

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

  • Spacy
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    • 24. August 2016 um 16:23
    • #64
    Zenman:
    Ellviral:


    ...Du kannst dem Gesetz nicht entkommen. Auch wenn Du von Leid und damit von Karma befreit bist kannst Du nicht dem Leid das durch Karma eines anderen erzeugt wird entgehen. Deine einzige Chance ist nicht danach zu greifen, also auch kein Karma mehr annehmen.

    Ich kann dem Gesetz nicht entkommen, so weit ist es klar.

    Derjenige der befreit von Leid ist, wird also nicht nach dem Leid greifen, dass durch das Karma eines anderen erzeugt wird... Klingt einleuchtend, danke!


    Jedes Sein wird nach der "Erlösung" von sich selbst greifen.

  • Max Schenzle
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    • 11. September 2016 um 18:49
    • #65

    Hallo,
    ich habe vorher schon viel in diesem Thread gelesen und meine, wie immer, ihr solltet mal den ganzen Pali-Kanon lesen.
    Abegesehen davon, möchte ich Sariputto zitieren."Die objektiven Veränderungen der Materie werden subjektiv als Leiden empfunden."
    Ob belebte oder unbelebte Materie, die Materie kann Leiden auslösen und nach jedem nichtleidenden Moment kann ein negatives Ereignis eintreten.
    Diese ganzen Zusammenhänge werden im Buch des Patikaputos, Vor Uranfang,im Pali-Kanon;Längere Sammlung wunderbar dargestellt.

    sakko

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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