ZitatDa spricht deine Bevorzugung und Anlehnung.
Natürlich, Morpho. Ich liebe allerdings auch die Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Wir können aber heute wissen, was möglich ist, wenn man sie praktiziert, wir haben die zahlreichen "Vorbilder". Und in der Welt von heute ist m. E. eben nicht Rückzug angesagt, sondern aktive Teilhabe. Wir sind eine Informationsgesellschaft in schnellem Wandel, und wenn man nach zehn Jahren Bergleben zurückkäme, müsste man sich vlt. mit Fragen von Klonen und künstlicher Intelligenz beschäftigen und würde mit Sicherheit so alt aussehen, wie manche Palikanon-Anhänger, wenn sie sich mit aktuellen ethischen Fragen auseinandersetzen. Da meines Erachtens wahrscheinlich ist, dass "Verstehen" (satori) sowieso zur Hinwendung an andere führt, darf man von Anfang an das Bodhisattva-Ideal in den Vordergrund stellen - im Wissen einer lediglich möglichen Annäherung, ohne Vollkommenheit. Und in der nötigen Flexibilität, die die Einsicht in die Leere jeglicher moralischen Ideale hoffentlich gewährt hat. Denn wenn der andere im Mittelpunkt steht, dann sind es nicht mehr nur sechs paramita oder vier brahmavihara.