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Beiträge von Amdap

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 03:35

    Ich kann nur wiederholen, wenn man von Gewissheit und spiritueller Hingabe erfüllt ist, können einem solche "inneren Angriffe" überhaupt nichts anhaben.

    Dämonenartige Verkorksungen können sich nur verselbstständigen, wenn man bereits zu psychischer Labilität neigt, bevor man solche Kurse antritt. Leider habe ich immer wieder beobachtet, dass Mitglieder in religiösen Gemeinschaften zu einem höheren Prozentsatz davon befallen sind als Durchschnittsmenschen. Das liegt aber nicht in unserer Hand, darum müssen sich Fachleute kümmern. Wenn aber kein Befallener sie aufsucht, kann man auch nichts machen. Der Topf muss schon zum Deckel kommen, anders geht es nicht.

    Ich sitze ja auch nicht auf dem Sofa, drehe Däumchen und denke: schluchz, schluchz, ich bin so einsam, wenn doch jemand käme und mich wahrnähme! - Nein!, denn wie soll einer kommen, wenn keiner weiß, dass ich einsam auf dem Sofa sitze? Da muss ich mich schon selbst bemerkbar machen.

    Wir Otto Normalmenschen können nicht verhindern, dass psychisch Angeknackste nicht selten eher zu einer religiösen Gemeinschaft gehen als zum Psychiater. Wir sind keine Fachleute.

    Aber spirituelle Lehrer sind nicht imstande, mit solchen Erscheinungen umzugehen. Das sollten sie aber. Doch sie sind darauf nicht geschult, und das ist fatal.

    Ich habe mal an einem Ngöndro-Kurs teilgenommen mit einem Teilnehmer, der offensichtlich an Tourette-Syndrom litt. Er war einmal nach dem Mittagessen zum Küchendienst eingeteilt, während ich noch mit ein paar Anderen plaudernd am Tisch saß. Anscheinend bekam der Betroffene in der Küche einen Anfall. Kurz darauf ein furchtbares Geschrei, und eine Ehrenamtliche des Kamalashila-Instituts schmiss ihn raus und brüllte, er dürfe sich in der Küche nie wieder sehen lassen. Diese Ehrenamtliche ist mir sowieso unsympathisch. Sie hat ein Mitgefühl wie ein Holzhammer. Dass sie im Institut helfen darf, ist mir ein Rätsel.

    Wenn man Ehrenamtliche(r) ist, darf man an den Kursen kostenlos teilnehmen. Sie wusste also schon vorher, dass der Betroffene krank ist, denn er verhielt sich etwas seltsam während der Sitzungen (wahrscheinlich hatte ihn sein Therapeut angeleitet, wie er am besten einen drohenden Anfall ableitet), aber in diesem Fall störte es eher nicht. Ich vermute auch, dass ihm sein Therapeut ein Attest geschrieben hatte, dass er an dem Kurs teilnehmen durfte.

    Der Kandidat selbst war relativ schüchtern und mir tat es sehr Leid, dass er so isoliert wirkte.

    Einmal habe ich ihm "Arbeitsmaterial" geliehen und bin selbst rausgegangen, weil ich die Übung in jener Stunde nicht ertragen konnte und mal an die Luft musste. Ich hatte gesehen, dass ihm Material für die Übung fehlte, aber er traute sich nicht, jemanden zu fragen.

    Am nächsten Morgen nach dem Krach in der Küche, beim Frühstück, als der Lama in meiner Nähe saß, fragte dieser mich, was denn mit dem jungen Mann los sei, und ich erklärte ihm, dass ich vermute, dass er an Tourette-Syndrom leide. Der Lama hatte anscheinend noch nie davon gehört. Er hat mich das gefragt, weil er weiß, dass ich einen medizinischen Beruf erlernt habe.

    Wie man sieht, ist hier einiges schiefgelaufen, dank der Tatsache, dass "spirituelle Fachpersonen" null Ahnung haben über neurologische Störungen.

    Selbst die Lamas sind, trotz ihrer Ausbildung zum Lehrer, eher im "Learning-by-Doing-Modus", wenn es um ihr eigenes spirituelles Fortkommen geht, und das ist fatal, wie gesagt.

    Mit den Vorgaben zu traditionellen Ritualen kommen sie zurecht, aber wenn es bei den Kandidaten zu Unregelmäßigkeiten kommt, aus welchem Grund auch immer, dann müssen sie passen. Das gilt auch, wenn man eine harmlose Frage stellt, die jedoch außerhalb der Norm liegt und nicht erwartet wurde.

    Habe ich alles erlebt.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 24. Februar 2025 um 02:57

    Und dann auch noch die Vorgabe, soundso viele Mantras auf der Mala abzurattern, soundso viele Niederwerfungen zu machen undsoweiter, wenn die innere Gewissheit innerlich strahlt.

    Dann ist doch dieses ganze Gehampel überflüssig und lächerlich. Dann kommt man sich vor wie im Kindergarten.

    Aber das ist noch nicht alles. Wenn man mit diesem ganzen Ngöndro fertig ist, endlich damit durch ist und froh ist, es hinter sich zu haben, dann heißt es vonseiten des Lehrers: fang wieder von vorn an.

    Es gibt tatsächlich Kandidaten, die diese Anweisung heilig finden und so doof sind, das zu befolgen. Auf diese Weise wird einem die spirituelle Freude endgültig ausgetrieben, und das ist ja auch der ganze Sinn und Zweck dieser Aktion, dass solche Empfindungen dadurch nach und nach und tiefer und tiefer in die Vergangenheit sinken, damit man sich verloren fühlt und langsam vergisst, wie spirituelle Freude sich mal angefühlt hat, und somit umso mehr nach der Führung des Lehrers sucht: ein Teufelskreis.

    Dabei ist es doch so einfach. Schau nach innen, die Lösung liegt viel näher als du glaubst.

    Dann kann man diesen Teufelskreis durchbrechen und die "Übermacht" des Lehrers kann einem nichts mehr anhaben, weil man wie ein Fels in der Brandung in sich selbst ruht.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 23. Februar 2025 um 19:49
    Igor07:

    Die Praktizierenden berichteten von emotionalem Auftrieb bei subtilen Körperpraktiken sowie während anderer Vajrayna-Praktiken, wie z.B. Visualisierungen. Während einige Praktizierende diese Erfahrungen in Bezug auf eine normative tantrische Steritiologie der Reinigung betrachteten, berichteten fast alle Praktizierenden mit einer Traumageschichte von traumatischen Wiedererzählungen und neigten dazu, keinen Reinigungsrahmen anzunehmen. Diese Praktizierenden suchten auch eher eine zusätzliche psychotherapeutische oder medizinische Behandlung, um ihre praxisbezogenen Herausforderungen zu lösen. Die Art und Weise, in der sich somatische und affektive Erfahrungen manifestieren, wie sie bewertet werden und wie sie die Fähigkeit des Praktikers beeinflussen, sich am Vajrayna-Weg zu beteiligen, hängt von vielen individuellen, zwischenmenschlichen und kulturellen Faktoren ab.

    Ich kann nur wiederholen, wenn man von Gewissheit und spiritueller Hingabe erfüllt ist, können einem solche "inneren Angriffe" überhaupt nichts anhaben.

    Dämonenartige Verkorksungen können sich nur verselbstständigen, wenn man bereits zu psychischer Labilität neigt, bevor man solche Kurse antritt. Leider habe ich immer wieder beobachtet, dass Mitglieder in religiösen Gemeinschaften zu einem höheren Prozentsatz davon befallen sind als Durchschnittsmenschen. Das liegt aber nicht in unserer Hand, darum müssen sich Fachleute kümmern. Wenn aber kein Befallener sie aufsucht, kann man auch nichts machen. Der Topf muss schon zum Deckel kommen, anders geht es nicht.

    Ich sitze ja auch nicht auf dem Sofa, drehe Däumchen und denke: schluchz, schluchz, ich bin so einsam, wenn doch jemand käme und mich wahrnähme! - Nein!, denn wie soll einer kommen, wenn keiner weiß, dass ich einsam auf dem Sofa sitze? Da muss ich mich schon selbst bemerkbar machen.

    Wir Otto Normalmenschen können nicht verhindern, dass psychisch Angeknackste nicht selten eher zu einer religiösen Gemeinschaft gehen als zum Psychiater. Wir sind keine Fachleute.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 23. Februar 2025 um 19:38
    Igor07:

    und in anderen Fällen erhielten Praktizierende eine tibetische medizinische Diagnose von Lungenerkrankungen.

    Seit 25 Jahren, als ich eine Diagnose von einer tibetischen Ärztin in Dharamsala erhielt, betrachte ich die tibetische Medizin mit Argwohn.

    Diese Ärztin riet mir doch allen Ernstes, abends Rotwein zu trinken. Ihr war wohl nicht klar, dass Alkohol krebserregend ist. Oder vielleicht dachte sie, dass Westler sowas gern hören und es umso lieber umsetzen.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 23. Februar 2025 um 19:35
    Igor07:

    Laut einem Lehrer in unserer Studie, einem tibetischen männlichen Unterricht in den Vereinigten Staaten,

    Da haben wir den Salat.

    Ein tibetisch männlicher Unterricht also.

    Das passt ziemlich gut zur neuen alten Trump-Regierung.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 23. Februar 2025 um 19:33
    Igor07:

    Nein, sorry, es ist doch kein sinnvolles Argument. Man kann nicht alles vorhersehen.

    Das ist ein Artikel zum Thema, nur als das Beispiel, um nicht um herum ohne Fakten zu reden:

    Du hast Recht, es ist ganz und gar kein Argument.

    Sondern es ist eine innere Erfahrung. Und darauf basierend, habe ich laut gedacht.

    Die innere Erfahrung macht, dass sich Gewohnheitsmuster von selbst auflösen.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 23. Februar 2025 um 19:17

    Und dann auch noch die Vorgabe, soundso viele Mantras auf der Mala abzurattern, soundso viele Niederwerfungen zu machen undsoweiter, wenn die innere Gewissheit innerlich strahlt.

    Dann ist doch dieses ganze Gehampel überflüssig und lächerlich. Dann kommt man sich vor wie im Kindergarten.

    Aber das ist noch nicht alles. Wenn man mit diesem ganzen Ngöndro fertig ist, endlich damit durch ist und froh ist, es hinter sich zu haben, dann heißt es vonseiten des Lehrers: fang wieder von vorn an.

    Es gibt tatsächlich Kandidaten, die diese Anweisung heilig finden und so doof sind, das zu befolgen. Auf diese Weise wird einem die spirituelle Freude endgültig ausgetrieben, und das ist ja auch der ganze Sinn und Zweck dieser Aktion, dass solche Empfindungen dadurch nach und nach und tiefer und tiefer in die Vergangenheit sinken, damit man sich verloren fühlt und langsam vergisst, wie spirituelle Freude sich mal angefühlt hat, und somit umso mehr nach der Führung des Lehrers sucht: ein Teufelskreis.

    Dabei ist es doch so einfach. Schau nach innen, die Lösung liegt viel näher als du glaubst.

    Dann kann man diesen Teufelskreis durchbrechen und die "Übermacht" des Lehrers kann einem nichts mehr anhaben, weil man wie ein Fels in der Brandung in sich selbst ruht.

  • Das Glühen der Chakren

    • Amdap
    • 23. Februar 2025 um 19:04
    Samadhi1876:
    Amdap:

    Darum ist mir inzwischen vollkommen klar: ich brauche keinen sogenannten spirituellen Lehrer. Viel besser kenne ich selbst mich mit mir aus. Das liegt ja auch auf der Hand und ist logisch.

    Ein erfahrener Lehrer kann manchmal schon helfen. Wenn Du zB das erste Mal Makyos siehst und selbst noch nicht weißt was das ist. Oder wenn Chakren anfangen zu glühen und doch noch nicht weißt was das ist. Da ist in Büchern manchmal auch schwer was zu finden. Und deshalb ist es auch gut wenn man jemanden hat den man fragen kann. Auch wenn einen solchen zu finden schwierig manchmal ist. Aber zb hier im Forum findet man ja auch manche Antworten und darum finde ich dieses Forum auch an sich wertvoll. Auch wenn manche Diskussionen manchmal erschöpfend und endlos wirken.

    Wenn man von einer spirituellen Sehnsucht durchdrungen ist, löst das Glühen von Chakren keine Furcht aus, ganz im Gegenteil. Wozu soll man dann nachträglich einen Lehrer fragen, wenn man von Gewissheit erfüllt ist? Das ist doch überflüssig. Und nicht nur überflüssig, sondern man kann dann von ihm auch noch subtil eine Ohrfeige bekommen. Also, was soll das? Sowas braucht keiner.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 23. Februar 2025 um 14:05
    Tai:

    void : Wir sind hier absolut in topic, weil mit diesem Trick zweifelhaftes Verhalten eines Lehrers gerechtfertigt bzw. Schüler, durch eine solche Argumentation in ihrer Einschätzung des Lehrers möglicher Weise verunsichert werden. Statt, wie es angemessen wäre, ein juristisch oder ethisch relevantes Verhalten auch juristisch bzw. ethisch zu bewerten, wird als eine Art Totschlagargument zur Selbstlegitimierung von solchen Lehrern oder deren Schülern die Zen-Lehre zur Befreiung des Geistes herangezogen. Eine Lehre, in der es um das große Erwachen und - da bin ich ganz bei Bebop - nicht darum geht, ob etwas jetzt moralisch "okay" ist oder nicht.

    Ich vermute, KarmaHausmeister hat noch etwas ganz anderes gemeint, das hier aber vollkommen untergegangen ist.

    Und dieser einseitige Schwerpunkt hat Helmut veranlasst, zu überlegen, ob man das Thema hier abtrennen soll.

    Wie ich schon sagte, ist es den Themen über (sexuellen) Missbrauch zu ähnlich, was auch für mich unbefriedigend ist, mich hier ernsthaft zu beteiligen.

    Wenn ich an gute oder schlechte Lehrer denke, dann denke ich in erster Linie darüber nach, ob ein Lehrer sich überhaupt ernsthaft mit der inneren Struktur seines Adepten befasst, oder ob er nur sein Programm abspult. Ob es ihm nicht vielleicht auch noch lästig ist, wenn ein Schüler sich verhält oder etwas fragt, das sich außerhalb der Norm bewegt. Aber das ist nun mal zutiefst menschlich; schließlich sind wir keine dressierten Zirkustiere.

    Es reicht nicht, viele Schüler zu haben und ansonsten nur sein Programm abzuspulen. Das ist aber genau das, was ich über die Jahre erlebt habe, und es wird nicht besser. Ich bin vollkommen ernüchtert und sehe Lehrer der Richtung, der ich mich näher zugewandt habe, nur noch wie Dozenten an der Volkshochschule. Vor denen habe ich natürlich, aufgrund ihres Wissens, ziemlichen Respekt, aber bei spirituellen Lehrern sollte noch etwas ganz anderes im Vordergrund stehen.

    Vor langer Zeit habe ich mir dieses Andere vorgestellt, aber das war naiv.

    Darum ist mir inzwischen vollkommen klar: ich brauche keinen sogenannten spirituellen Lehrer. Viel besser kenne ich selbst mich mit mir aus. Das liegt ja auch auf der Hand und ist logisch.

    Es ist ziemlich kurios, dass sich die Abhängigkeiten umgekehrt haben. Zuerst denkt man, man sei abhängig vom Lehrer, weil dieser quasi das Schiff steuert, mit dem man sich fortbewegt, und da man selbst ja kein Kapitän ist, legt man sein ganzes Vertrauen in den Lehrer für diese Tätigkeit, diesen Einsatz.

    Nun, bei mir haben sich die Abhängigkeiten umgekehrt: die Lehrer sind abhängig von mir.

    Denn würde ich - und Andere - sie nicht finanziell unterstützen, dann könnten sie einpacken und zurückgehen in ihr Heimatland, in ihr Kloster.

    Ich unterstütze sie finanziell, weil ich denke, wenn es bei mir schon nichts fruchtet, da ich es bevorzuge, mich selbst zu lenken, dann fruchtet es vielleicht bei Anderen, die noch nicht herausgefunden haben, wie sie sich selbst lenken können. Vielleicht gibt ihnen die Verantwortung auf den Lehrer abzuschieben ein bisschen mehr innere Stabilität - keine Ahnung - , aber das ist ja schon mal was und da lohnt es sich zu spenden. Es geht ja schließlich um die Allgemeinheit, und nicht einfach bloß um mich.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • Amdap
    • 23. Februar 2025 um 11:34
    Helmut:

    Ich denke, es wird Zeit die Frage nach einem qualifizierten Lehrer von der Missbrauchsdebatte abzutrennen. Wenn man den Schülern / Schülerinnen, die einen qualifizierten Dharmalehrer suchen, vermittelt, geht nicht zu diesem oder jenem Lehrer weil er Missbrauch betrieben hat, dann hat man ihnen noch keine Kriterien an die Hand gegeben, die ihnen bei der Suche nach einem qualifizierten Lehrer wirklich weiterhelfen.

    In den Sutras findet man ja Hinweise darauf, welche Qualitäten ein Dharmalehrer / eine Dharmalehrerin besitzen sollten; zum Beispiel in Schmuck der Sutras (skr. sutralamkara)

    So geht es mir hier schon die ganze Zeit, würde mich gerne beteiligen, aber das Thema ist den Themen über Missbrauch zu ähnlich, ist nur eine Variante davon.

    Darum bin ich hier lieber außen vor.

  • Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung

    • Amdap
    • 22. Februar 2025 um 08:42

    Die Doku wurde gerade auf Arte wiederholt.

    Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung - Die ganze Doku | ARTE

    Sie ist von heute an noch 6 Tage aufrufbar.

  • "Buddha ja, Karma nein"

    • Amdap
    • 4. Februar 2025 um 09:36
    Kaiman:
    Amdap:

    Es ist doch kein Problem, nicht an die Wiedergeburt zu glauben

    Für mich ist Buddhismus ohne Wiedergeburt undenkbar. Was sollte einen sonst motivieren zu praktizieren , wenn am Ende kein Zusammenhang mehr besteht zwischen dem Leid der früheren Existenz. Ich glaube auch nicht an eine Seele ich denke es ist eine Transformation eine Umgestaltung und Neuwerdung mit Bezug zum vorherigen Individuum.

    Du hast nicht richtig weitergelesen. Schau mal, was ich im Anschluss geschrieben habe:

    Amdap:

    Als Bild wird es gerne mit Ursache und Wirkung erklärt, ähnlich wie man mit einer brennenden Kerze eine weitere Kerze anzündet und die Flamme der ersten löscht (undsoweiter).

    Was ist daran so schwierig, das zu verstehen?

    Immer wieder wird dieser "Kreislauf" mit der hinduistischen Auffassung verwechselt, als ob es eine Seele gäbe, welche die Körper wechselt wie die Kleider. Der Grund dieser Verwechslung ist mit ziemlicher Sicherheit bei den einfachen Menschen zu finden, die in den Unrsprungsländern mit dem Buddhismus großgeworden sind. Dem volkstümlichen Buddhismus eben, der abweicht von der ursprünglichen philosophischen Denkweise.

    im Klartext heißt das:

    Es gibt keine Wiedergeburt.

    Aber es gibt auch keine "Nicht-Wiedergeburt".

    Es gibt kein "Weder-Noch",

    noch gibt es ein "Sowohl-als-auch".

    Und das alles zusammen gibt es weder noch, noch sowohl als auch.

    Ganz im klassischen Sinne von Nâgârjuna.

    Und mit einer ähnlichen Wahrscheinlichkeit wie bei Schrödingers Katze.

  • Die erste buddhistische KI

    • Amdap
    • 4. Februar 2025 um 09:27
    JoJu91:
    pano:

    bezieht sich auf die hypothetische künstliche Intelligenz die ein selbst Bewusstsein hat und somit

    Anhaften kann.

    Dann müsste ein erleuchteter Techniker kleine Roboter bauen können, die unter verschiedenen Startbedingungen ins Leben treten und dann durch den achtfachen Pfad Befreiuung erlangen, und dann am Ende als Gurus den homo sapiens retten ?

    Da tun sich unglaubliche Geschäftsmöglichkeiten auf.

    Wenn wir beide das schaffen und damit reicher werden als Elon Musk, wäre dann unser Reichtum karmisch-moralisch gerechtgefertigt, weil wir ja dann als Kapitalisten die Menschheit gerettet hätten ? Faust lässt grüßen ?

    ;) :?

    Alles anzeigen

    Das ist ja eine genial verkorkste Idee! laughing-hysterically-smiley-emoticon.gif

  • "Buddha ja, Karma nein"

    • Amdap
    • 3. Februar 2025 um 06:51
    nuk:

    Aber sei 's drum. Von mir aus koennen die Diskussionen von mir in diesem Thread geloescht werden. Ich wollte nur sagen, dass auch der Saekulaere Zweig meiner Meinung nach hin Richtung Dogmatismus tendiert.

    Warum denn? Hier wird Dir und Anderen doch wohl niemand eine Meinung aufzwingen wollen.

  • Die erste buddhistische KI

    • Amdap
    • 2. Februar 2025 um 13:30
    Hue32:

    Ich frage mich nur ab wann oder inwieweit KI einen Geist haben kann?

    Das kommt darauf an, wie man Geist definiert.

    "Geist" ist ja eine ziemlich verschwommene Vorstellung und jeder versteht darunter was anderes.

    Aber egal - solange man den Geist nicht aus der Flasche lässt, ist wohl alles im Grünen Bereich.

  • "Buddha ja, Karma nein"

    • Amdap
    • 31. Januar 2025 um 16:01

    Es ist doch kein Problem, nicht an die Wiedergeburt zu glauben. Im Gegenteil, das ist urbuddhistisch.

    Als Bild wird es gerne mit Ursache und Wirkung erklärt, ähnlich wie man mit einer brennenden Kerze eine weitere Kerze anzündet und die Flamme der ersten löscht (undsoweiter).

    Was ist daran so schwierig, das zu verstehen?

    Immer wieder wird dieser "Kreislauf" mit der hinduistischen Auffassung verwechselt, als ob es eine Seele gäbe, welche die Körper wechselt wie die Kleider. Der Grund dieser Verwechslung ist mit ziemlicher Sicherheit bei den einfachen Menschen zu finden, die in den Unrsprungsländern mit dem Buddhismus großgeworden sind. Dem volkstümlichen Buddhismus eben, der abweicht von der ursprünglichen philosophischen Denkweise.

    Und natürlich gibt es Ursache und Wirkung.

    Aber ich kann mir auch vorstellen, dass bei einem Individuum das sogenannte Karma sich auch aus bunten Scherben zusammensetzen kann, die mal zu ganz unterschiedlichem Geschirr gehört haben.

    Zu einer Kaffeekanne aus Brasilien und einer Suppenterrine aus Schweden zum Beispiel.

    Ursachen und Wirkungen haben kein Ich, darum "haben sie die Freiheit", sich wieder völlig neu zusammenzusetzen.

    Dabei denke ich, es fällt uns so unsagbar schwer, uns Ursache und Wirkung ohne ein Ich vorzustellen, denn unser Ich ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Existenz.

    Weil ein vorübergehendes Ich in seiner Existenz nicht zu leugnen ist, kann es trotzdem passieren, dass in jemandem hier und da eine "Erinnerung", etwa durch einen Traum, aufblitzt. Aber man sollte sich nicht daran festkrallen, dass man wirklich mal, mit allen Aspekten und Konsequenzen, dieserjenige genau gewesen ist.

    Diese fehlerbehaftete Denkweise halte ich für gefährlich.

    So gesehen, kann man auch mich zu den säkularen Buddhisten zählen.

  • Wie haltet Ihr die Mitte ?

    • Amdap
    • 28. Januar 2025 um 08:51
    JoJu91:

    Im Hinduismus gibt es unter den "Bhakti-Yogis" die "Wahnsinnigen Gottes", die bewusst auf den letzten Schritt zum "Nirvana" verzichten, weil sie ihre Liebe zu Gott mit allen Extremen der Nähe und Ferne spüren wollen, vielleicht die "spirituelle" Version der Ehe von Liz Taylor und Richard Burton.

    Nah dran sind hier im Tibetischen Buddhismus die "Tulkus", die freiwillig auf den letzten Schritt zum Nirvana verzichten und somit auf die Nichtwiederkehr, traditionell "Bodhisattvas" genannt.

    Hier geht es natürlich nicht um "Liebe zu Gott", sondern um praktiziertes Mitgefühl mit den Mitwesen, bei dem auch "Verrückte Weisheit" angewendet wird.

    Ich spreche hier von der Theorie, welche ich nach wie vor mit Ehrfurcht betrachte.

    Die Realität sieht allerdings anders aus, aber das ist ein anderes Thema, das kann man bei "Buddhismus kontrovers" vertiefen.

  • Wie haltet Ihr die Mitte ?

    • Amdap
    • 28. Januar 2025 um 07:20
    Monika:

    Hallo Kaiman, ich kenne das auch, allerdings schon seit der Kindheit.

    Früher nannte man das himmelhochjauchzend zutodebetrübt.

    Was auch immer, es gibt gerade durch das Praktizieren der Lehre die Kraft der Mitte. Meiner Erfahrung nach durch Disziplin, sich nicht zu erlauben, ständig um sich selbst zu kreisen.

    Ich wünsche Dir alles Gute Kaiman

    _()_Monika

    Bei mir funktioniert Disziplin überhaupt nicht.

    Ich bin ein sehr kreativer Mensch und mein echtes Leben pulsiert durch spontane Einfälle. Gerade gestern schon wieder sowas: ich saß ruhig da, in einem philosophischen Buch lesend. Hatte es mir gemütlich gemacht, ein paar Kerzen brannten. Plötzlich fiel mir, wie ein Blitzschlag, ein, wie ich eine hochwertige Tasche mit kleinem Defekt kreativ reparieren kann, so dass sie sogar noch zum Blickfang wird. Ich musste das Buch beiseite schmeißen und sofort zur Tat schreiten.

    Aber wie kann das sein?! Das Buch handelte doch von einem ganz anderen Thema.

    Es war wie ein Überfall.

    So ist es bei mir, und erzwungene Disziplin würde mir schaden und könnte bei mir viel eher zu Suizidgedanken führen.

    Suizidgedanken hatte ich allerdings auch schon, vor sehr langer Zeit.

    In meiner Pubertät.

    Gleichzeitig fühlte ich mich wie ein Alien, ganz, ganz einsam auf der Welt, ohne einen Menschen, der mich versteht. War in meiner eigenen Welt versponnen. Mit der Zeit habe ich mich, langsam aber sicher, selbst da herausgewurschtelt und habe nie eine psychotherapeutische Praxis von innen gesehen, außer im Fernsehen.

    Kaiman:

    Oder geht es eher darum , das Pendeln zu akzeptieren.

    Macht das das Leben aus ?

    Meine Erfahrung ist: nicht das Akzeptieren des Pendelns ist der Springende Punkt, sondern mit dem Pendeln zu arbeiten.

    Dabei meine ich aber nicht bloß punktuell den Gedanken an Sein oder Nichtsein, sondern das Pendeln an sich, die Schwankungen im Leben.

    Beispielsweise, wenn man sich körperlich nicht besonders fit fühlt, weil vielleicht eine Grippe im Anmarsch ist. Sowas kann, wenn man sowieso psychisch angeschlagen ist, schwer aufs Gemüt drücken. Als ich noch ganz jung war, konnte sowas Suizidgedanken bei mir durchaus verstärken.

    Heute kann ich sehr gut unterscheiden, ob es um echte Stimmungstiefs geht oder ob mein Körper einfach nur ein bisschen krank ist, und dann denke ich: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei, und lenke mich dann mit irgendwas ab, irgend eine Haushaltsarbeit oder dergleichen. In solchen Situationen ist es nach meiner Erfahrung nicht günstig, das zu vertiefen, indem man etwa noch mehr grübelt oder sich darüber in diesem Forum auslässt. Besser ist es, den Körper was arbeiten oder was fummeln zu lassen, oder spazieren gehen, das macht den Kopf wieder frei. Wenn das nicht hilft, ins Bett gehen.

    Da ich hier, so wie ich lebe, niemandem verpflichtet bin, erlaube ich mir den Luxus, sehr früh zu Bett zu gehen und äußerst früh wieder aufzustehen. Ich gehe meistens zwischen 19 und 19.30 Uhr zu Bett und stehe ca. 4 Uhr wieder auf (heute habe ich allerdings verschlafen und es wurde 5.30 Uhr!). Ich genieße die Morgenstunden, in denen ich ganz mit mir allein sein und selbst bestimmen kann, was ich mache. Langfristig gesehen hat das mit dazu beigetragen, Glücksgefühle zu steigern.

    Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich nie wieder zum Sitzen auf dem Kissen zurückgefunden habe. Mein "Lerchen-Leben" hat diese Überzeugung noch gefestigt, obwohl der Grund, das aufzugeben, ursprünglich ein anderer war.

    Anmerken möchte ich noch, dass gerade Nâgârjuna sich mit dem Mittleren Weg (Madhyamaka) befasst hat.

    Dieser ist aber sehr tiefgründig und meint noch viel mehr, als diese einfachen Beispiele, die ich hier genannt habe. Nâgârjuna betonte, dass die Dinge weder eine unabhängige Existenz haben noch völlig nicht existieren. Stattdessen entstehen sie in Abhängigkeit von anderen Bedingungen und sind daher leer von einer eigenständigen Existenz.

    Es nützt nichts, wenn man über diese seine Aussagen sich hinsetzt und darüber kontempliert. Erst, wenn man mit Beispielen, die einem im Leben zustoßen, arbeitet, erschließt sich der Sinn dieser Erkenntnisse in subtiler Form.

  • Über die Vergänglichkeit des Lebens.

    • Amdap
    • 27. Januar 2025 um 11:54
    JoJu91:

    Der Vater eines Dhamma-Freundes war emotional nicht so stabil wie Du und hat sich mit Ende Sechzig im Wald in seinem PKW mit Autoabgasen umgebracht, weil er zuviel über den Schrecken des Alters und des Todes nachgedacht hat, ansonsten war er noch kerngesund.

    Selbstmord aus Angst vor Alter und Tod, das gibts wirklich ...

    Hm, da wird wohl noch ein anderes psychologisches Problem mit reingespielt haben....

    JoJu91:

    Ein Arbeitskollege eines anderen Freundes ist in den Nullerjahren nach seiner Scheidung in Thailand in einem Etablissement gestorben, zuviel Viagra, er war Ende Fünfzig.

    In den Siebziger Jahren, oder Anfang der Achtziger, gab es einen ganz ähnlichen Fall in Hamburg auf St. Pauli, es passierte "mittendrin".... pikanterweise war es ein Priester. Darüber freute sich natürlich die Bild-Zeitung. Aber damals gab es noch kein Viagra. Es war einfach ein Herzinfarkt.

    Gut, dass es nicht mehr so weit kommen konnte, dass er sich schämen musste.

    Zitat
    Igor: "Dass der Tod nicht gut aussieht, versteht sich von selbst. Besonders entsetzlich sind die letzten Augenblicke beim Sterben: das sogenannte "Todesdreieck"."

    Ich finde die paar Monate vor dem Tod viel erschreckender. Das "Todesdreieck" tritt hier schon viel früher auf. Inzwischen habe ich sogar einen Blick dafür, dass ein Mensch nur noch wenige Wochen leben wird. Das dreieckige Gesicht, als "aschiges" Erscheinungsbild, ist absolut typisch dafür.

  • Über die Vergänglichkeit des Lebens.

    • Amdap
    • 26. Januar 2025 um 09:28
    Monika:

    Ich habe eine andere Erfahrung mit dem Tod. Sowohl mein Vater als auch mein Mann waren nicht sofort "ergraut", sondern sahen friedlich und lediglich schlafend aus.

    _()_Monika

    Das kann ich nur bestätigen (betreffs meiner Eltern).

  • Über die Vergänglichkeit des Lebens.

    • Amdap
    • 25. Januar 2025 um 14:11
    Igor07:

    Zitat

    In Gotamas Tagen meditierten Wanderer auf Leichenfeldern und beobachteten, wie die Leichen zu 'aufgeblähter, fahler und triefender Materie' wurden, während sie von Krähen, Schakalen und Würmern zerrissen und verschlungen wurden. 'Auch dieser Körper', überlegten sie, 'ist von derselben Natur, er wird ebenso sein, ist von diesem Geschick nicht ausgenommen'. Sich des Körpers bewusst zu sein, braucht Ehrlichkeit und den Mut, den möglicherweise auftretenden Ekel vor seinen Bestandteilen zu überwinden, ebenso wie den Schrecken, der durch die Vorwegnahme von Tod und Verfall hervorgerufen wird

    Das war zu Buddhas Zeiten bestimmt eine wirksame, drastische Lehre.

    Heute ist das normalerweise nicht mehr möglich, da Hygienevorschriften das verbieten.

    Aber man kann ja eine Light-Übung machen, indem man die Färbung, den Fall und die Verrottung von Herbstblättern verfolgt, beispielsweise.

    Allerdings: Solches versetzt mich immer in eine freudige Stimmung, denn erstens riecht es besonders schön, und zweitens freut es mich, dass die verrottenden Blätter dann wieder zu Dünger werden.

  • Teure Seminare

    • Amdap
    • 25. Januar 2025 um 14:03
    mukti:

    Im Theravada ist dāna üblich, freiwillige Gabe an der Lehrer. Das funktioniert, weil die Teilnehmer aus Dankbarkeit und Anerkennung etwas zurückgeben wollen. Fixkosten gibt es nur für etwaige Unterbringung und Verpflegung ohne zuviel Luxus.

    Ich schrieb ja schon, dass ich das auch so kenne (Kamalashila-Institut). Wenn aber die Fixkosten schon sehr hoch sind, ist das insgesamt, für Solche, die jeden Euro umdrehen müssen, kaum bewältigbar.

    Thorsten Hallscheidt:

    Es geht noch teurer. Eine Freundin erzählte uns gestern, dass sie plane ein Gruppen-Seminar in Sachen Coaching zu besuchen. 7 Wochenenden für schlappe 13 000 € pro Person. Das Interessante ist: Diese Seminare sind wohl gut besucht.

    https://diegruenewiese.de/produkt/grow-2025/

    :|

    Wahrscheinlich deswegen, weil das so teuer ist.

    Darum waren ja auch die Seminare von der Organisation, die Maharishi Mahesh Yogi gegründet hat, so teuer. Die Fortgeschrittenen sollten dort "Yogisches Fliegen" lernen, aber in Wirklichkeit sind sie nur auf elastischen Kissen im Yogasitz herumgehopst. Bestimmt haben sie dadurch jetzt Meniskusprobleme und Hüft- und Kniegelenksarthrose davongetragen.

    Aber MMY gab sich mittellos. Er stand auf der Bühne vor seinem Publikum und stülpte die Taschen aus seinem Gewand, um zu zeigen, dass sie leer sind.

    Währenddessen leerten sich die Rücklagendepots Vieler bis auf Null.

    Ich spreche im Imperfekt (Präteritum), aber vielleicht ist das heute noch so, weiß ich nicht.

  • Über die Vergänglichkeit des Lebens.

    • Amdap
    • 25. Januar 2025 um 07:06
    Igor07:

    Der sprachliche Ausdruck kann per Definition nur be-wert-end sein – so Ludwig Wittgenstein.

    Wie siehst Du den Unterschied zwischen "bewertend" und "be-wert-end"?

    Und hat Ludwig Wittgenstein wirklich diese beiden Schreibweisen miteinander verglichen und darüber eine Abhandlung geschrieben? Mir ist das jedenfalls nicht bewusst.

    Ich weiß aber, dass er sich damit beschäftigt hat, dass viele philosophische Probleme durch Missverständnisse und ungenauen Sprachgebrauch entstehen.

    Die Form "bewertend" ist ein Beispiel für die sogenannte grammatische Bezeichnung des Partizip Präsens, was man an der Endung "-end" erkennen kann. Es bezieht sich in diesem Fall auf jemanden, oder auch auf etwas, welches gerade bewertet oder eine bewertende Eigenschaft hat.

    Hebt man aber dieses Wort durch Trennstriche zwischen den Silben hervor, also: "be-wert-end", dann will man jede einzelne Silbe unterstreichen. Am interessantesten ist in diesem Fall das -end", denn es bekommt dadurch eine andere Bedeutung, plötzlich ist es nicht unbedingt mehr ein Partizip Präsens, sondern möglicherweise deutet es auf das Ende von einem Wert hin?

    Hattest Du das so gemeint?

  • Über die Vergänglichkeit des Lebens.

    • Amdap
    • 25. Januar 2025 um 06:46
    Igor07:
    Amdap:

    Ich empfinde es nicht so, als ob der Tod eine "entsetzliche Fratze" besäße.

    Überhaupt nicht. Warum denn?

    Warum hat Bhikkhu Anālayo viele Male in der Leichenhalle meditiert? Das war alles andere als angenehm, um es milde auszudrücken. Schließlich entwickelte er für sich eine Sterbe-Meditation, um besser einschlafen zu können.

    Warum praktizieren auch die Mönche des Muttodaya-Klosters diese Methode? Es gilt als eine der besten Meditationstechniken überhaupt, allerdings ist sie nicht für jeden geeignet. Das stimmt.

    Schon richtig, aber warum verbindest Du das damit, dass der Tod eine "entsetzliche Fratze" habe?

    Es ist doch ganz natürlich, wenn man über den Tod meditiert, dass man dazu auch ein Meditationsobjekt wählt.

    Aber was hat dieses eine mit dem anderen, Deiner Assoziation, zu tun?

  • Teure Seminare

    • Amdap
    • 25. Januar 2025 um 06:33
    void:

    In der Corina Zeit mußte man natürlich weiterzahlen, aber eben ohne Einnahmen zu haben. Das muß man wieder reinholen..

    Die Corona-Zeit hatte aber auch etwas Gutes.

    Online-Seminare wurden gang und gäbe, zugleich auch die Online-Kurse. Ohne Corona wären wir bestimmt noch nicht so weit.

    Das Kamalashila-Institut brauchte zunächst extra Spenden, um diese Möglichkeit in der EDV durch Fachleute auszubauen, aber mein Eindruck ist, dass die Investition sich gelohnt hat, denn dadurch konnten mehr Teilnehmer gewonnen werden zur Steigerung der Einnahmen.

    Der negative Effekt dieser Sache ist aber, dass Etliche dadurch fauler werden und gar nicht erst kommen, weil ein Online-Kurs ja viel bequemer ist, und man spart sich die Anfahrt und Unterkunft mit Verpflegung.

    void:

    Ich kann mir vorstellen, dass das für Institutionen, die Ordinierten ernähren müssen oder ein Mutterkloster in Asien Quercus Zieten, noch härter ist.

    Ich verstehe das nicht wirklich. Kannst Du das mal näher erklären?

    Was ist "ein Mutterkloster in Asien Quercus Zieten"?

    pano:[lz]

    Langfristig frage ich mich aber schon ob es nicht ein Modell braucht für Dharma Lehrer mit einem sicheren Gehalt. Was ist denn so üblich, wieviel Dana bekommt ein Lehrer so für einen Seminartag?[/lz]

    Man muss unterscheiden, ob es sich um Ordinierte oder um (frei)berufliche Gastlehrer handelt.

    Ordinierte erhalten meines Wissens neben freier Unterkunft und Verpflegung nur ein kleines Taschengeld. Da betrachtet man es als sinnvoll, sie für ihre Leistung nach eigenem Ermessen zu "entlohnen". Ist aber ein Gastlehrer zugegen, so mietet er den Raum und kriegt noch Gehalt, was in der Kursgebühr schon enthalten ist. Dann trotzdem zu spenden, ist ja möglich.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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