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Beiträge von Amdap

  • Netzwerk Ex-Diamantweg

    • Amdap
    • 28. Juni 2025 um 16:24
    Kauai:

    Die Tools, die er seinen Schülern gegeben hat, waren Ngöndro und Guru Yoga. Das war für mich vielleicht zu wenig. Genauso wie ich persönlich davon profitiert hätte (Stichwort Sektierertum), wenn ich die damals noch lebenden großen Lehrer wie z.B. Urgyen Tulku und Dilgo Kyentse gesehen hätte, hätte ich mich tiefer mit den Vajrayanalehren beschäftigen können, wenn mir eine Yidampraxis beigebracht worden wäre. Aber das ist nicht nur ein Problem bei Ole, sondern bei den Kagyüs insgesamt. Für eine tiefgründige Praxis ist es notwendig, in ein drei Jahres Retreat zu gehen. Deshalb wollte ich schon 2004 zu den Gelugpas wechseln, aber Ole hielt mich davon ab.

    Ich war zwar nicht bei Ole Nydahl, habe ihn in den Neunzigern nur auf einem Vortrag kennengelernt in unserer Stadt, aber ich bin schon mehrere Jahre bei den anderen Karma-Kagyüs, mit Oberhaupt Orgyen Trinley Dorje.

    Deinen Satz habe ich hier hervorgehoben, weil ich mich sofort angesprochen fühlte und Dir vollauf zustimmen kann, denn hier, wo ich Mitglied bin, ist es dasgleiche, und mir geht es genauso. Hat bei den Karma-Kagyüs jemand das Ngöndro "durch", muss er wieder von vorn anfangen (wobei, auf Anfrage oder Bitte, der Lama auch mal frech werden kann). Ob der Adept das nun will oder nicht. Dieses Sich-im-Kreise-Drehen ist eine Art Beschäftigungstherapie. Niemals wurde ich auch nur ansatzweise darauf hingewiesen, dass man das Ngöndro als Unterlage für eine weiterführende, maßgeschneiderte Yidam-Praxis verwenden kann. In der Theorie gibt es das vielleicht, in der Praxis ist es aber so, als ob man immens fortgeschritten sein muss, um Yidampraxis anzugehen. Es stellt sich mir so dar, als ob nur "besondere Leute" das üben dürfen. Und als ob die Lamas auf diese Weise ihre Schäfchen in Schach halten, damit sie einfacher zu führen sind.

    Zu den Karma-Kagyüs wechselte ich, weil meine vorherige Gemeinschaft, der Orden Arya Maitreya Mandala, gegr. von Lama Anagarika Govinda, sich auflöste (ist nur noch eine Karteileiche bei der DBU, wird aber nicht rausgenommen, weil der Ein-Mann-Betrieb [Volker Zotz] immer noch die Mitgliedsgebühr bezahlt). Im Orden AMM war es eine Selbstverständlichkeit, dass man schließlich, bei ernsthafter Praxis und Bemühen, an den Punkt kam, eine Yidampraxis aufzunehmen. Das ging natürlich nicht von heute auf morgen, wie man sich denken kann, aber in Begleitung von persönlichen Gesprächen. Ich muss hier hinzufügen, dass Lama Anagarika Govinda Abstand nahm vom Ngöndro, weil er - aus verschiedenen Gründen - meinte, dass dieses einem westlichen Menschen, nach Mentalität und Kultur, nicht zuträglich sei. Trotzdem haben wir sehr gute Vorübungen für eine Yidam-Praxis gemacht: Vieles von dem, was bei den Theravadins Grundlage ist, wie etwa Atembeobachtung, die Gedanken ziehen lassen, ohne sich mitreißen zu lassen, aufkommende Gefühle beobachten und dergleichen. Und weiter: Konzentrations- bzw. Kontemplationsübungen auf die Chakras, verbunden mit den ihnen zugeordneten Farben, auch dreidimensional. Nachspüren dessen, was im Alltag mit dem entsprechenden Chakra kompatibel ist. Hatte man da eine gewisse innere Stabilität erreicht und war das Bedürfnis da, so konnte man die Yidampraxis angehen. Dabei war das nicht starr, sondern konnte, auf Rücksprache, auch immer an die persönliche Befindlichkeit angepasst werden.

    All dieses vermisse ich bei den Karma-Kagyüs. Die gewöhnlichen Otto Normalmeditierer werden dort kleingehalten und das Ngöndro ist eine nützliche Beschäftigungstherapie, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen oder etwa aufmüpfig werden. Schließlich könnten westliche Menschen ja gefährlich werden, die sind anders erzogen und haben eine andere Kultur, also haben anscheinend die Lamas beschlossen, an ihnen rechtzeitig vorzubeugen! Ich möchte auch zu gerne mal Mäuschen spielen und lauschen, was sie über uns so reden, wenn sie ganz unter sich sind. Vielleicht machen sie sarkastische Witze über uns.

    Aber so etwas Bombastisches ist die Yidam-Praxis gar nicht. Sie ähnelt ja auch den "Archetypen" bei C. G. Jung.

    Zwischen der Schar der gewöhnlichen Mitglieder jedoch, da hat man sich angewöhnt zu sagen, in Wirklichkeit sei das Ngöndro eine sehr tiefgründige Praxis und keinesfalls nur eine Vorübung. Damit wollen sie sich selbst trösten, weil ihnen die Yidampraxis verwehrt wird, um zu zeigen, dass man ja wirklich einer hohen Übung nachgeht, die in ihrem Wert auf gleicher Stufe steht wie eine Yidam-Praxis, und so wird es untereinander erzählt. Währenddessen wird man alleingelassen, was persönliche Gespräche betrifft: bei Fragen werden nur pauschale Antworten gegeben, so wie der Lama es selbst gelernt hat, und sind die Fragen zu spezifisch und der Lama weiß keine Antwort, so gibt er sich nicht die Blöße und ihm fällt trotzdem immer eine Antwort ein, denn so lautet die Tradition:

    Paragraph Eins: Der Lama weiß immer eine Antwort. Paragraph Zwei: weiß der Lama ausnahmsweise mal nichts, tritt automatisch Paragraph Eins in Kraft. Und so redet man mit ihm aneinander vorbei. Auch das ist eine Beschäftigungstherapie!

    Um die Beschäftigungstherapie zu festigen, wird schließlich empfohlen oder angewiesen, sich dem Guru-Yoga zuzuwenden. Das hat zur Folge, dass man Paragraph Eins und Zwei mit großem Ernst folgt. Noch besser ist es, "den Lama aus der Ferne zu rufen", falls der Lama nicht greifbar ist, und das ist er meistens.

    Nun wundert Ihr Euch bestimmt, warum ich noch Mitglied bin.

    Nun, das hat einen einfachen Grund: ich bin sehr neugierig und will wissen, wie es weitergeht. Um es mit Albert Einstein zu sagen: "Ich habe keine besondere Begabung. Ich bin nur leidenschaftlich neugierig."

    Und außerdem: wenn man wechselt, kann man noch so viel [spirituelle] Erfahrung haben: man gilt in der neuen Gruppe immer als Anfänger. Keine Chance! Und dazu habe ich keine Lust. Denn ich bin ein Mensch im fortgeschrittenen Alter und fühle die Altersweisheit meiner Lebenserfahrung. Das ist eine reale Würde, und die lasse ich mir nicht kaputtbelehren.

    Das musste ich mal loswerden, auch wenn ich nie bei Ole Nydahl war und seine emotionalen Eskapaden nie erlebt habe. Der hat vielmehr andere Methoden - angewendet, muss man hier sagen (Perfekt anstatt Präsens), denn anscheinend tritt er nicht mehr auf, weil er schon zu dement ist.

  • Übergänge: Altes/Vertrautes l o s lassen - auf Neues/Unbekanntes e i n lassen...

    • Amdap
    • 8. Juni 2025 um 13:49
    pano:

    Bei deiner Eingangsanalyse kann ich einigen Argumenten gut folgen. Was du aber nicht ausführst ist, warum nun das Weideschaf / Weiderind Vorrang vor dem Wolf genießen sollte

    Gegenfrage: warum sollte der Wolf Vorrang vor dem Weidetier genießen?

    Du hast keine Ahnung, wie problembehaftet diese ganze Sache ist.

    Nebenbei bemerkt, die Wölfe mussten irgendwie in den Stall eingedrungen sein, eigentlich hätten die drei Rinder gar nicht herauskommen können, denn es war noch früher Morgen und das Tatgeschehen erfolgte nah beim Stall. Der Vorgang wird gerade untersucht.

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Kleinkinder dran sind oder hilflose Personen.

  • Übergänge: Altes/Vertrautes l o s lassen - auf Neues/Unbekanntes e i n lassen...

    • Amdap
    • 8. Juni 2025 um 10:17
    Monika:

    Es stimmt auch nicht, dass ein Tier nur zum Über-Leben tötet.

    Zum Beispiel der Goldschakal auf Sylt hat innerhalb von 3 Tagen 76 Schafe und Lämmer gerissen.

    Wozu?

    Das ist ein falscher Vergleich, denn wir tendieren dazu, solches Geschehen mit menschlichem Maßstab zu messen. Die Natur "tickt" aber anders.

    Der Goldschakal, wie auch Wölfe und andere Raubtiere, muss sich bei natürlichen Gegebenheiten seine Beute schwer erarbeiten. Das kostet richtig Energie, und darum ist ihm ein sehr hohes Angriffspotential eingegeben. Bei natürlichen Gegebenheiten gibt es keine friedliche Schafherde, die vor sich hingrast und deren Individuen sich nicht ausreichend wehren könnten. Das ist heute immer noch eine künstliche Situation, aus Sicht des Raubtiers.

    Die Schafe sind domestiziert, der Goldschakal aber nicht.

    Wenn viele Beutetiere auf engem Raum sind, kann das Raubtier in einen Jagdrausch geraten und weitermachen, auch wenn es bereits genug Beute hat. Das hat ihm die Natur so eingegeben und das hat, übergeordnet betrachtet, einen gewissen Sinn.

    Zudem fliehen Schafe oft panisch, was den Jagdtrieb weiter anregt.

    Wenn die Beute leicht zu überwältigen ist, kann das Raubtier mehr Tiere töten als nötig.

    Domestizierte Tiere haben einen verkümmerten Fluchtreflex, indem sie weniger wachsam sind als Wildtiere. Hier haben wir einen deutlichen Unterschied zwischen Haus- und Wildschafen.

    In den Gegebenheiten und Bedingungen, wie sie bei domestizierten Tieren, durch den sie haltenden Menschen, vorherrschen, laufen sie oft ziellos umher, statt geordnet zu fliehen, was sie noch anfälliger macht. Es sind immer künstlich erzeugte Situationen durch den Menschen.

    Ich kann deswegen diesem Post kein Like erteilen.

    Überall häufen sich solche Schreckensmeldungen. Im Landkreis Stade musste kürzlich ein Landwirt erleben, dass sich Wölfe über drei seiner Rinder hergemacht hatten. Er konnte sie nicht mehr retten - gleich gegenüber vom Stall. Und die Wölfe waren noch vorort und Mensch und Wölfe schauten sich gegenseitig in die Augen. Der Wolf hat die Scheu vor dem dämlichen Menschen verloren. Er hätte schon längst Menschen angegriffen, wenn er wüsste, wie dämlich und ungeschickt der Mensch ist. Und es ist eine Tatsache, dass viele Fälle überhaupt nicht gemeldet werden, da gibt es eine hohe Dunkelziffer - aus Angst vor Anfeindungen von "Wolfsfreunden". In Niedersachsen besteht die höchste Wachstumsrate an Wolfsterritorien, mit hochgerechnet über 500 Wölfen.

    Es ist schon überfällig, dass systematisch und angepasst Entnahmen vorgenommen werden sollten. Der Feind des Wolfes war früher der Bär, den gibt es nicht mehr.

  • Heute auf Arte: "Bhutan, Glücksland im Wandel", 19.30 Uhr

    • Amdap
    • 17. Mai 2025 um 06:04

    Danke.

    Ich mache jetzt erstmal eine Pause.

  • Heute auf Arte: "Bhutan, Glücksland im Wandel", 19.30 Uhr

    • Amdap
    • 15. Mai 2025 um 12:50

    Vielen Dank!

    Wahrscheinlich sehen zufriedene Menschen mehr die entspannten Aspekte und Unzufriedene mehr die unentspannten.

    So passiert es eben, dass ich Ersteren ein Freude gemacht habe und Letztere aufgemischt.

    Es ist sehr wichtig, dass man sich seine Emotionen bewusst macht. Auf diese Weise kann man lernen, sein Spiegelbild zu erkennen.

  • "The Geshema is Born..." = Film

    • Amdap
    • 11. Mai 2025 um 07:53

    Ein berührender Film zur Gleichstellung der Nonnen und Erlangung des Geshe-Titels

    The Geshema is Born | Award-winning Film | Malati Rao

    mit [abschnittweise] S. H. Dalai Lama im Interview

  • Theorie vs.Praxis

    • Amdap
    • 7. Mai 2025 um 07:52

    Es ist eine gute alte Erfahrungstatsache hier, dass Teilnehmende, die sich emotional zu viel hier herausnehmen, früher oder später sich selbst herauskatapultieren.

    Wir werden sehen. Abwarten und Tee trinken.

  • Vesakh 2025

    • Amdap
    • 5. Mai 2025 um 09:38

    Im "Haus der Stille" in Roseburg bei Büchen (SH) wird es am 18.05.25 gefeiert.

  • Ich verstehe nichts!

    • Amdap
    • 4. Mai 2025 um 09:20
    rinzai14:

    Nein nein pano ich sagte das nur weil ein Mitglied so auf dem Benutzernamen herumritt.

    Wenn ich „Entaklemmer“genommen hätte,dann hätte ich vermutlich auch nicht verlangt dass „man“gefälligst Schwabe zu sein hat und die schwäbische Geschichte kennen sollte um den Benutzernamen zu verstehen .

    (Entaklemmer ist ein Geizkragen by the way…)

    Ursula-rinzai14

    Ist doch völlig wurscht.

  • Ich verstehe nichts!

    • Amdap
    • 2. Mai 2025 um 07:19
    pano:

    Spricht man von Leid denkt man an großes Leid, spricht man von Stress denkt man nicht an Leid. Spricht man unter Buddhisten von Dukkha so hat man einen gemeinsamen Begriff der sich eben auch in den buddhistischen Schriften findet.

    Ja, so ist es landläufig: man denkt dabei an Leid im negativen, schmerzvollen Sinne.

    Aber aus buddhistischer Sicht wird Leid noch übergeordnet betrachtet: auch die scheinbaren Freuden sind leidvoll. "Einfachversteher" merken das erst mit Verzögerung, nämlich, wenn die scheinbaren Freuden zu Negativem und Schmerzvollem führen.

    Beispiele:

    heftig Party machen -----> nächsten Tag Kater haben, Brummkopf, Übelkeit.

    Spaß im fremden Bett haben, obwohl verheiratet -----> Baby gemacht, Trennung, kostspielig.

    Schlecht über den Chef reden (was ja auch Spaß machen kann) -----> Kündigung.

    Jahrelang zu viel geraucht -----> Lungenkrebs.

    Kaufsüchtig sein, sich übernommen haben -----> Wohnung verloren, Armut.

    usw. usw.

    Also, zuerst hat man "Spaß" aus Dummheit und fehlender Weitsichtigkeit, und dann gibt es ein böses "Erwachen".

    Jedoch, fortgeschrittene Versteher erschauen den Fehler von Anfang an und erkennen, dass scheinbares Glück bereits das Leid mit einschließt.

    Ich habe hier nur primitivste, einfachste scheinbare Glücksphasen/Freuden genannt, die zu vordergründigem Leid führen.

    Die meisten Vorgänge dieser Art sind aber viel subtiler und da ist es schwer, ihnen auf die Schliche zu kommen.

    Was ich sagen will:

    Erstens, es ist sehr schwierig, herauszufinden, wie man selber tickt und in mentalen eingefahrenen Spuren fährt. Es braucht dazu viel Erfahrung in Meditation und/oder Achtsamkeit im Alltag. Es braucht regelmäßige innere Einkehr. Doch nur so kann man rechtzeitig Korrektur-Weichen stellen.

    Zweitens: es erfordert zusätzliche innere Erfahrung, scheinbares Glück, Beispiele siehe oben, schon in seiner Basis als Leid zu erkennen und innerlich zu verwerfen. Arthur Schopenhauer beispielsweise wurde von seiner Umwelt als komischer Kauz und womöglich verbittert wahrgenommen, doch in Wirklichkeit zog er sein wahres inneres Glück aus der selbstgewählten Einsamkeit. Das ist ein kostbares Gut.

    Drittens, und damit wiederhole ich mich gewissermaßen: das "Glück", die scheinbaren Freuden zu erfahren, z. B. ins Kino oder Konzert/Theater gehen, sich den täglichen Schwimmbadbesuch leisten können oder edel essen zu gehen usw., beinhaltet schon allein in der Erfahrung an sich, ob man es wirklich als Glück erfährt oder schon in seiner Gegenwart (ich meine, ohne das bereits Folgen eingetreten wären) subtil als Leid zu erfahren.

    Viertens: Wahres Glück ist in Wirklichkeit was anderes, nämlich, alles dies Genannte als heilsam zu betrachten in dem Sinne, es als Werkzeug benutzen zu können, um sich weiterzuentwickeln.

    Das ist die wahre Sichtweise, das wahre Unterscheidungsvermögen.

    Wenn wir landläufig von "Sichtweise" sprechen, meinen wir meistens: ich habe diese Meinung und du hast eine andere Meinung, so hat jeder seine Sichtweise.

    Das aber ist in Wirklichkeit nicht mit "Sichtweise" gemeint, obwohl die meisten Buddhisten das glauben, genauso wie andere Religionsangehörige dieses oder jenes glauben. Leider hat dieses Wort gerade unter Buddhisten eine gewisse Inflation erfahren. Wenn man sich selbst dabei erwischt, sollte man denken: Holzauge sei wachsam!

    Nein, Sichtweise ist etwas ganz anderes. Das ist das Verständnis, der Durchblick (empirisch erarbeitet), welche Gegebenheiten uns zum Heil führen und welche nicht.

    -----------------------------

    P. S.: Ein Mensch, der sich nach Definition "unter der Armutsgrenze" befindet, sich z. B. kein Kino, keine regelmäßigen Schwimmbadbesuche usw. leisten kann, ist nicht wirklich arm. Er ist nur arm, wenn er damit nicht umgehen kann.

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 25. April 2025 um 06:35
    Amdap:
    pano:
    Amdap:

    Wat is denn 'n Wat?

    Ein thailändischer Tempel.

    OH ! - Wat wär'n wir ohne Wat(t)-Würmer....

    Bei den Niederwerfungen könnte man ja auch denken: "Ich bin nur ein Wurm...."

    Aber Vorsicht!, denn wenn man schon angeknackst ist und mit Minderwertigkeitskomplexen beladen, sollte man doch lieber Abstand nehmen von solchen Methoden.

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 24. April 2025 um 18:38
    Metta:

    Ganzkörper.
    Wirklich gute Videos hab ich nicht gefunden, aber die japanische Art kommt dem sehr nahe.

    Aber beide Videos zeigen nicht "Ganzkörper".

    Ganzkörper wäre wie die vollständige Niederwerfung bei den Tibetern, sich mit der gesamten vollen Körperlänge auf den Boden "werfen". Dazu muss man allerdings erst die Hände vorstrecken. Geht ja nicht anders.

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 24. April 2025 um 18:14
    pano:
    Amdap:
    chilli68:

    Allerdings nur nach einer Belehrung (pers. eher als Vortrag empfunden) im Wat.

    Wat is denn 'n Wat?

    Ein thailändischer Tempel.

    OH ! - Wat wär'n wir ohne Wat(t)-Würmer....

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 24. April 2025 um 18:04
    Beitrag

    RE: Niederwerfungen

    […]

    Ganzkörper.
    Wirklich gute Videos hab ich nicht gefunden, aber die japanische Art kommt dem sehr nahe.

    youtube.com/watch?v=jDs2Z8O38JA

    youtube.com/watch?v=YppGZUiA0-s
    Metta
    24. April 2025 um 16:06

    Vielen Dank!

    das zweite Video zeigt sehr interessant auf, wie exakt man auf die Details achten muss.

    Da sind die Tibeter legerer, abgesehen von den Ganzkörper-Niederwerfungen. Allerdings sind es da nicht zwingend Ganzkörper-Niederwerfungen, sie können auch aus der knieenden Position gemacht werden. Dann nennt man sie trotz des Bodenkontakts doch eher "Verbeugungen".

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 24. April 2025 um 17:49
    chilli68:

    Allerdings nur nach einer Belehrung (pers. eher als Vortrag empfunden) im Wat.

    Wat is denn 'n Wat?

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 24. April 2025 um 09:13

    Tai + Metta :

    Wie sieht denn eine Niederwerfung "auf Koreanisch" aus?

    Wie eine Boden-Verbeugung, oder ist es eine Ganzkörper-Niederwerfung?

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 23. April 2025 um 06:20
    Anna Panna-Sati:

    Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen ;) :

    Amdap:

    Ich habe vor einigen Jahren 25.000 Niederwerfungen "geschafft".

    Also gibt's doch etwas fürs "Ego" abzuschöpfen- die "großartige Leistung" tausender Niederwerfungen, die man verkünden kann, erbracht zu haben! :erleichtert:

    Tja, so ist das,,,,

    Ich habe mich zur Geburtstagsfeier des Dalai Lama, in Hamburg, angemeldet (06.07.).

    Er wird 90 Jahre alt.

    Zu diesem Anlass wird aufgerufen, das Mantra "Om Mani Padme Hum" so oft wie möglich zu rezitieren, mit so viel Hingabe wie möglich. Alle Mantras, die man gesammelt hat, soll man in eine virtuelle Liste eintragen, und die werden dann alle zusammengezählt.

    Ich bin gespannt, wie viele Mantras zusammenkommen.

    Glücklicherweise habe ich eine kerzenbetriebene Gebetsmühle mit demselben Mantra. Leider ist die metallene Mühle ein bisschen schwer, so dass die Kerzenflamme groß sein muss, damit das Oberteil sich dreht; und um die Kerze herum muss ein gewisser "Wall" sein, damit die Hitze der Flamme nicht entfleucht. Dazu musste ich mit viel Hingabe das ganze Konstrukt ein bisschen umbauen. Aber nach einiger hingebungsvoller Tüftelei ist mir das gelungen, schließlich bin ich sehr geduldig und kreativ. Jetzt klappt es (einigermaßen).

    Wenn sich die Mühle gut dreht, schafft sie ca. 400-1100 Umdrehungen pro Stunde. Also gehe ich von durchschnittlich 750 U/h aus. Manchmal aber kippt der Docht ein bisschen und die Mühle bleibt dann stehen, das jedoch kalkuliere ich in meine Berechnung mit ein.

    Ich kann das Gerät nicht ständig überwachen, doch ab und zu fällt mein kontrollierender Blick darauf, und wenn nötig, greife ich korrigierend ein.

    Bis zum Juli habe ich noch viel Zeit. Wenn ich beispielsweise 3000 Mantras in die Liste eintragen würde, wäre das eindeutig sehr weit unter dem realen Ergebnis, aber ich will auf Nummer sicher gehen und natürlich nicht schummeln.

    Nein, ich bin nicht vom Thema abgeschweift.

    Mantras muss man genauso zählen wie Niederwerfungen. Aber mit Hingabe natürlich.

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 22. April 2025 um 13:58

    Idealerweise fühlt man sich bei den Niederwerfungen als Teil eines unermesslich großen Ganzen.

    Man fühlt sich durchströmt.

    Es ruft Schweigen hervor, tiefes Schweigen, auch wenn der Begriff "Hervorrufen" hier nur ein ungeschickter Versuch ist, eine erlebte Haltung in einem Ausdruck darzustellen.

    Funken dieser Haltung sind tiefe innere Begegnungen.

  • Niederwerfungen

    • Amdap
    • 22. April 2025 um 06:18

    Manche Tibeter sagen:

    "Die Niederwerfungen halten mich fit".

    Also ist es für sie auch eine Gymnastik.

    pano:

    Das wording "ego zu besiegen" finde ich schwierig. Denn in Verbindung mit Niederwerfungen klingt es ein bisschen nach einer Selbstdemütigungsübung. Eine Demütigung halte ich aber für unheilsam. Es ist für mich ein unterschied ob man Demütigung übt, oder Demut übt.

    Da mache ich mir keine Sorgen.

    "Ego" ist nicht real - wer soll da wen besiegen? Und dann ist auch keine Selbstdemütigung zu finden.

    Ich habe vor einigen Jahren 25.000 Niederwerfungen "geschafft". Das hat den Kreislauf schön angekurbelt, war also ganz erfrischend. Aber ein besserer Mensch bin ich davon nicht geworden.

    Gelegentlich mache ich noch die eine oder andere, verbinde sie dann aber mit der Stellung namens "Bauchschaukel", das ist ganz schön anstrengend, wenn man das länger halten will. Sollte ich vielleicht mal wieder öfter machen, stärkt die Rückenmuskeln.

    In der tibetischen Tradition soll man sich während der Niederwerfungen den Guru-Baum der Linie vorstellen, der man sich zugehörig fühlt.

  • Heute auf Arte: "Bhutan, Glücksland im Wandel", 19.30 Uhr

    • Amdap
    • 20. April 2025 um 07:20

    Bhutan, Glücksland im Wandel - Die ganze Doku | ARTE

    Ebenfalls sehr sehenswert!

  • Leerheit - wie ist das zu verstehen?

    • Amdap
    • 18. April 2025 um 17:01

    Im Theravada sind mit "Phänomenen" die fünf Daseinsgruppen, die sechs Sinnesbereiche und die Prinzipien der bedingten Entstehung gemeint. Das sind auch Phänomene. Konzeptionelle Phänomene. Sie beschreiben die Bestandteile der Erfahrung und die Prozesse, die das Dasein bestimmen, ohne dass sie explizit als "Phänomene" bezeichnet werden.

    Ähnlich wie Leere/Leerheit können auch "Phänomene" in den verschiedenen Lehrrichtungen eine unterschiedliche Terminologie verfolgen.

    Das ist ja der Reichtum [in] einer ausgefeilten, differenzierten Sprache.

    Wenn man immer zwischendurch reinhackt und jedes Mal sagt: Halt, das wird da aber so und nicht so bezeichnet, dann wird es schwer, zum Kern der Sache, und in die Tiefe vorzudringen.

  • Leerheit - wie ist das zu verstehen?

    • Amdap
    • 18. April 2025 um 16:21

    "Das Spiel - Raum der Leerheit" versus "Der Spiel-Raum der Leerheit"

    Aaah!

    Es sollte ein Trennstrich sein und kein Gedankenstrich. :idea:

    Das ändert die Bedeutung ja enorm.

    :lol:

  • Leerheit - wie ist das zu verstehen?

    • Amdap
    • 18. April 2025 um 16:04

    Die Konzepte von "Leere" im Theravada und "Leerheit" im Mahayana unterscheiden sich im Wesentlichen in zweierlei Art, nämlich sowohl in ihrer philosophischen Tiefe als auch in ihrer praktischen Anwendung.

    Sunyata im Theravada,

    da bedeutet "Leere" normalerweise die Abwesenheit eines festen, unveränderlichen Selbst (Anatta), bzw. "leer von"; die Betonung liegt darauf, dass alle Phänomene bedingt entstanden sind und keine eigenständige Existenz [und/oder 'Essenz'] besitzen. Hinsichtlich der Praxis ist das mit Achtsamkeit und der Einsicht in die Vergänglichkeit und das Leiden verbunden (wobei das Leiden, nach buddhistischer Auffassung, auch scheinbare Freuden mit einschließt). Diese daraus resultierende Einsicht zielt darauf ab, die Anhaftung an "Ich" und "Mein" zu überwinden und auf diese Weise Nirvana zu erreichen.

    "Leerheit" [Sunyata] im Mahayana

    ... wird vor allem definiert und vertieft durch die Philosophie der Madhyamaka-Schule (s. Nagarjuna). Hier wird Leerheit nicht nur auf das Selbst, sondern auf alle Phänomene angewandt. Es wird betont, dass nichts eine eigenständige Existenz hat, sondern alles in wechselseitiger Abhängigkeit existiert (Pratityasamutpada).

    Diese Sichtweise zeigt auf, dass Leerheit als Mittel angesehen wird, die dualistische Wahrnehmung von Subjekt und Objekt zu überwinden; sie ist nicht nihilistisch, sondern hilft, die wahre Natur der Realität zu erkennen und Mitgefühl und Weisheit zu entwickeln.

    Im Theravada wird die Leere eher pragmatisch [und individuell] betrachtet, während das Mahayana sie als universelle Wahrheit und Grundlage für Mitgefühl und altruistisches Handeln versteht.

    Wichtig: Beide Ansätze ergänzen sich jedoch in ihrer Suche nach Befreiung und Erleuchtung.

    Ein Buddhist ist, wer die folgenden vier Wahrheiten akzeptiert:

    • Alle zusammengesetzten Dinge sind vergänglich,
    • Alle Gefühle sind Schmerz,
    • Alle Dinge haben keine eigenständige Existenz,
    • Nirvana ist jenseits von Konzepten.

    ------------------------------------

    Anmerkung: Wie alle wichtigen Leitsätze werden auch diese vier nicht immer exakt gleich ins Deutsche übersetzt. Der vierte Satz lautet auf Deutsch auch manchmal: "Nirvana ist Frieden". Das aber ist in unserer Kultur missverständlich, so dass mir der Satz: "Nirvana ist jenseits von Konzepten" besser gefällt; das trifft es einfach besser.

    Für die fehlenden Buchstaben-Zeichen bei den Sanskrit-Begriffen bitte ich um Entschuldigung.

  • Leerheit - wie ist das zu verstehen?

    • Amdap
    • 18. April 2025 um 15:30
    ewald:

    'Der Spiel - Raum der Leerheit'

    Wieso der Spiel? - Es heißt doch: das Spiel?

  • Leerheit - wie ist das zu verstehen?

    • Amdap
    • 18. April 2025 um 08:42

    Ich wurde hier leider unvollständig zitiert, zur Korrektur bitte zum Vergleich noch mal lesen:[lz]

    Mir kam noch der Gedanke, dass das Theravada sich zum Mahayana/Vajrayana verhält wie Newtons klassische Mechanik zur Quantenphysik.

    Mahāyāna und Vajrayāna können tatsächlich wie eine „Quantenebene“ der buddhistischen Philosophie erscheinen, die die fundamentalen Lehren des Buddha nicht leugnen, sondern sie um eine zusätzliche, feinere Dimension bereichern. Das Theravāda hingegen wirkt pragmatischer und direkter, ähnlich wie Newtons klassische Mechanik – klar und funktional. Beide Ansätze haben ihre Stärke, und letztlich sind sie Teil eines umfassenden spirituellen Weges.[/lz]

    Bitte auf das Fettgedruckte und Schriftgröße achten (nachträgliche Hervorhebung von mir).

    Ich mag es nicht, wenn Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen werden. Es führt zu falschen Schlussfolgerungen. Was zusammengehört, soll man auch zusammenlassen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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