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  1. Buddhaland Forum
  2. Brücke

Beiträge von Brücke

  • H A I K U S

    • Brücke
    • 12. Juli 2011 um 07:33

    So, und damit ich nicht immer nur über fremde herfalle:

    Ganz zerknittert liegt
    das kurze Hemd vom Tanz noch
    am Rand der Wanne.


    Sind bestimmt auch Schwächen drin, aber so in etwa: Ein Anblick, eine Jahreszeit - das kurze Hemd, also ist es Sommer. Der Betrachter hat den Abend und die Nacht getanzt und erkennt sich jetzt schlaglichtartig im Hemd wieder, das er nur noch schnell über den Rand der Badewanne abgelegt hat, bevor er müde ins Bett gefallen ist. Jetzt, am Morgen ist er auch etwas zerknittert und die Melodien des Tanzabends schweben noch in seiner Erinnerung...

    Brücke

  • H A I K U S

    • Brücke
    • 12. Juli 2011 um 07:24

    Haikus im traditionellen Sinne beschreiben nicht die vier Jahreszeiten sondern den Augenblick des Eins-Seins.
    Zumindest in der Zen-Tradition.
    Was andere Silbenschmiede aus dieser Form machen, ist vielleicht auch nett, aber hier — dachte ich — kommen die Haikus als Zen-Weg daher... oder irre ich?

    dieses Haiku:

    Zitat

    Frühes Tageslicht
    aufgeschreckt fliegen Spatzen
    bunte Blätter dort.

    Ist schon sehr schön, der Fokus des Betrachters des Haiku wird auf eine Tageszeit eingestimmt, dann sieht er die kleine Schar des Spatzen aus einem Gebüsch (an einem Weg - oder an einem Platz in Stadt oder Dorf... da kommt der Betrachter in's Spiel und malt das Bild weiter).
    Doch dann schweift der Blick ab und verliert die Spatzen wieder und folgt dem herbstlichen Laub im Wind. Wo sind die Spatzen?
    Das Haiku enthält Zwei Augenblicke nacheinander, keine Einheit.
    Ist der Betrachter im Spatzenschwarm ? Ist er innerlich aufgeschreckt?
    Fliegt er mit den Blättern? Beides gleichzeitig ist schwerlich möglich.

    Vielleicht bin ich zu orthodox, was das betrifft, aber ein Haiku ist für mich eben ein Zen-Moment, kein romantisches, "hach, wie ist das Leben schön"-Gedicht.

    Brücke

  • H A I K U S

    • Brücke
    • 11. Juli 2011 um 07:05

    Hmm... die meisten Haikus hier sind wirklich nur 5-7-5 Silben, aber die anderen Merkmale der Haiku-Kunst fehlen.
    Da wir hier ja im Zen-Bereich sind, wäre es doch schön, wenn die Haikus nicht ganz so dualistisch und ein wenig mehr Haiku wären.

    Herbstnacht -
    das Loch in der Tür
    spielt Flöte.

    Issa (1763-1827)

    Da pfeift der Wind und jeder kann es hören, unwillkürlich zieht man den Kragen zu, um sich zu wärmen...
    Da ist dann auch der jahreszeitiche Bezug, der regulär im Haiku offen oder versteckt auftaucht, und kaum einmal ein ich!

    Brücke

  • PM - Artikel "Wohin gehen wir?"

    • Brücke
    • 5. Juli 2011 um 08:25

    Die Aussage:
    "Ein Tropfen kehrt in den Ozean zurück" sagt ja nichts über Atman oder Seele aus. Diese Verbindung entsteht alleine durch den Kommentar des westlichen Autors.

    Wohin ich gehe ist andererseits doch nicht so schwer zu beantworten... wenn ich meine Fingernägel schneide, auf Toilette gehe oder ein Gedanke vom nächsten verdrängt wird, dann offenbart sich das Sterben.
    Ich vermute ja, der so genannte Zen-Meister ist konstruiert.

    Brücke

  • Ein säkulares Koan

    • Brücke
    • 25. Juni 2011 um 21:28

    Eine Wolke zieht über den Himmel,
    Mauersegler zerschneiden das All.

  • Zen-Zitate die mich berühren

    • Brücke
    • 20. Mai 2011 um 22:11

    Wow, das beeindruckt mich auch sehr, diese klare Unterscheidung, die präzise Begründung, ganz wunderbar!!
    Meine Verehrung!!

    _/\_

  • Buddhawesen

    • Brücke
    • 2. März 2011 um 10:13

    Hm hm,

    ist nicht auch das, was ihr als Müllhaufen bezeichnet das Selbe, der goldene Wind, der sich manifestiert?
    Erinnert ihr euch an Mumonkan21?

    Mir scheint ihr konstruiert gerade einen Dualismus und erfindet etwas Heiliges... wie schade um die Hälfte (oder mehr), die ihr wegzuschmeißen bereit seid.

    () Brücke

  • Suche

    • Brücke
    • 12. Dezember 2010 um 18:32
    Helmut9:


    Ich danke euch, ihr habt mir geholfen obwohl ich und ihr nicht wisst wie es geschehen ist. :)

    Es reicht manchmal schon, die Frage zu formulieren, denn die Antwort steckt in der Frage. Wer nicht zu fragen weiß, dem ist nicht zu helfen, doch dem, der Fragen hat, wird bald Klarheit zu Teil werden.

    () und liebe Grüße!

    Brücke

  • Suche

    • Brücke
    • 12. Dezember 2010 um 14:00

    Hi Helmut

    Ich verstehe Folgendes aus deinem Geschriebenen:
    Du hast körperliche Symptome, die in Diagnose/Behandlung sind - wohl irgendetwas Neurologisches, was Deinen Tastsinn und das Empfinden insgesamt an bestimmten Stellen des Körpers beeinträchtigt (Füße z.B.)
    Das somatische Problem ist aber nicht das Entscheidende, da Du es für im Moment in einem angemessenen Prozess angegangen siehst.
    Das eigentliche Problem ist Dein eigener Umgang mit diesen Missempfindungen, die Du eigentlich lieber als etwas betrachten würdest, was einem Konzept entspricht und damit eigentlich Irreal ist? Als etwas, was Du selbst machst statt es zu erleiden? Hier bin ich unsicher.

    Schnell erreichbar heißt in lokaler Nähe für face to face Gespräche? Hmm das kommt darauf an, wo Du steckst. Ich bin in Niederbayern ... (ich lese gerade: Du bist in Essen!)
    Ich kann Dich spiegeln, das gehört zu meinem Job - und kann mich dabei auch sehr zurückhalten bzw. unter Kontrolle halten. Meinen Verstand dabei völlig ausschalten/raushalten kann ich gewiss nicht.

    :-/

    () Brücke

  • Zen-Meditation

    • Brücke
    • 3. Dezember 2010 um 20:33
    Aiko:

    Ich möchte da noch, was hinterher sagen, weil du nicht ganz kapiert hast, worum es ging, was ich aber wieder nachvollziehen kann, denn es dauert ziemlich, bis durch die Praxis selbst, dann sich diese Dinge klären.
    Bei Dogen findet sich ein schönes Satz, der den Unterschied von echt und falsch bezüglich des wahren Dharma zeigt.
    "Wenn das Wahre Dharma noch nicht vollständig erreicht ist, und zwar körperlich und geistig, besteht die Gefahr, daß man meint, das ganze Dharma zu besitzen und, dass die Arbeit beendet ist. Wenn das Dharma jedoch vollständig gegenwärtig ist, erkennst du deine eigene Unzulänglichkeit."

    Dogen, Genjokoan -

    Das bedeutet - jeder, der meint er sei erleuchtet, hat einen Sprung in der Schüssel. Und den sollte man dann auch so am besten stehen lassen.
    "Buddha" ist ja kein Zustand oder eine andere Identität - das ist Nicht-Identität. Als Buddha handeln heißt - gemäß Dogen - den Wahren Weg üben. Das bedeutet auch, es ist keine Frage von Wissen - und zu meinen, man wüsste, dass man dies oder jenes sei - von mir aus "Buddha" macht nur deutlich, dass so jemand gar nicht weiß, wovon überhaupt die Rede ist.


    _()_

    Aiko, hörst Du Dir eigentlich selber beim Denken zu?? Man könnte meinen, dass Du völlig taub bist.
    Manchmal sagst Du ganz richtige Dinge, an denen man merkt, dass Du schon länger übst — die letzten Bemerkungen sind ganz in meinem Sinne. Und dann davor: " ... du hast das nicht ganz kapiert ... und ich kann das aber nachvollziehen ...lala " und dann merkt man schnell, dass Du keinen Dialog führst sondern für Dich selbst schreibst.
    Hey, ich merke schon, wenn ich was nicht kapiere und wenn das so ist, frage ich nach, aber die Dinge, Die Du in Deinem Posting schreibst, sind nur in anderen Worten genau die Dinge, die ich geschrieben habe — wo ist denn bitte der Zuwachs an Weisheit? In jeder Zeile deiner Antworten aber machst Du deutlich, wie wissend DU bist. Und ja, das ist herablassend und wirkt sehr unreif. Wir vergleichen hier aber nicht die Längen unserer Prajna-Schwerter — oder??
    Du wirst flugs wieder antworten, dass das nur am Betrachter liege, also an mir, aber es ist so offensichtlich wie die Nase in deinem Gesicht. :lol:

    Brücke

  • Zen-Meditation

    • Brücke
    • 3. Dezember 2010 um 19:47

    Soso, Hotei lacht; alles ist ganz wunderbar, schönen Abend noch!

    () :)

  • Zen-Meditation

    • Brücke
    • 3. Dezember 2010 um 18:19

    Da würde ich Dir auch widersprechen Onda, denn Erleuchtung ist nicht etwas, was dazu kommt.
    Und jetzt muss auch ich mir den Mund auswaschen gehen...

    () Brücke

  • Zen-Meditation

    • Brücke
    • 3. Dezember 2010 um 17:32

    OH herrlich!

    Aiko, meinst Du wirklich, dass der, der Dir hier die Zunge raus streckt und das Ganze hier nicht so sehr ernst nimmt, noch nicht weiß, dass er Buddha ist...
    Aber: Wer weiß das schon? Du weißt, dass Du Buddha bist? Wasch Dir den Mund aus!
    Ich muss lachen - und ich dachte immer, der Barbar hat keinen Bart. :D

    Danke dafür!

    () Brücke

    PS.: Zitat:
    "wenn du das tust, dann handelst du in diesem Sinne als Buddha"
    Dieser Satz ist übrigens falsch.

  • Zen-Meditation

    • Brücke
    • 3. Dezember 2010 um 13:27

    Hmmhm,

    samadhi ist Versenkung, Sammlung, zumindest seiner Wortbedeutung nach.
    Samadhi ist eine Erfahrung bzw. ein empfundener Zustand - ist das soweit richtig?

    Meditation ist ein möglicher und üblicher Weg zu dieser Erfahrung?
    Aber Samadhi kann auch beim Zähneputzen geschehen? ... ja?
    ... oder beim Wäsche machen ...
    Das Rumsitzen auf dem Kissen ist, ob nun mit Atem-Zählen, mit Koans (meist für den Anfang "MU") oder blank als Shikantaza keine Meditation, weil ...
    Der UNterschied zwischen dem, was Meditation genannt wird und Zazen ist: ...


    kann vielleicht einer die letzten beiden Sätze vervollständigen?
    Möglicherweise mag auch einer die Sätze davor so kommentieren, dass sie jemand versteht, der das einfach mal nur so wissen will?

    Oh, und bitte bezieht Euch doch nicht ständig auf die allerhöchste Wirklichkeit, es glaubt Euch sowieso schon jeder, dass ihr so schreiben könnt, aber ihr müsst doch auch mal Wurst kaufen oder das Auto zu Reparatur bringen — oder etwa nicht?
    Irgendwo hab ich glaub ich mal gelesen, dass es nicht so toll sei, wenn man das Zen immer so sehr riecht und dass der wahre Schüler in nichts zu unterscheiden ist, vom ungeübten Normalo. Ist das auch ein Irrtum? Sind diese Aussagen falsch?

    Oh Erleuchtete, neigt euch gnädig herab :P

    Grüße und () Dings
    Brücke

  • Shodoka

    • Brücke
    • 12. Oktober 2010 um 19:39

    Ganz herzlichen Dank!

    _()_

  • Shodoka

    • Brücke
    • 12. Oktober 2010 um 17:32

    Jetzt schreibst Du nicht ironisch und ohne Unterstellungen.
    Danke

    Mittlerweile bin ich weiter gekommen bei der Lektüre des Buches. Seine Interpretation des Shodoka gefällt mir ausgesprochen gut. Da stehen auch Absätze, die den ersten Seiten, wo er grobe Einführungen gibt, auch gelegentlich zu widersprechen.
    Es waren wohl tatsächlich besonders diese oben zitierten Sätze, die in meinem Verständnis haken.
    Vielleicht kannst Du mir wirklich erklären, was Senzaki damit meint, wenn er darüber schreibt, dass man Buddha "werden" kann bzw. irgendwann sein wird.
    Ich kann doch höchstens — und das ist mühsam genug und alle Mühen wert — erkennen, dass ich ganz und gar nicht getrennt von Buddha bin.
    Nennt er Erkennen etwa "Werden"?
    Ich werde doch nicht erst lebendig, wenn ich erkenne, dass ich am Leben bin?
    Ich würde sagen: Auch jemand, der nicht erleuchtet ist, ist ein Buddha - er weiß es nur nicht.

    Und, wenn Du kannst, hilf mir, was meint der Meister, wenn er von "geistiger und moralischer Vervollkommnung" spricht?
    Erscheint Dir dieser Ausdruck sinnvoll?
    Im Sinne einer "Selbstverbesserung" ist das doch Wahnsinn. Und was wäre dann das Unmoralische oder das geistig Unvollkommene, das ich abtrennen müsste?

    Dies sind eben die Punkte, die ich nicht verstehen kann — und ja, da unterstelle ich dem Autor wenigstens schiefe Sprache — es sei denn er meint etwas anderes.
    Du findest diese Sätze ja in Ordnung. Kannst Du mir weiterhelfen?

    _()_ Brücke

  • Shodoka

    • Brücke
    • 12. Oktober 2010 um 16:01

    Aiko

    Zum Verstehen gehören zwei. Was macht Dich so sicher, dass der Korken nicht auf Deiner Seite des Schlauches fest steckt?
    Die Texte, die Du zum Lesen empfiehlst sind sehr schön, sie stehen wohl nicht nur in Deiner Bibliothek. Danke für die Empfehlungen.

    _()_

  • Shodoka

    • Brücke
    • 12. Oktober 2010 um 14:17
    Aiko:

    Also erstens sind von die "Koan" hier eingebracht worden - dein berühmter Fall 9 - zweitens bist du doch jemand, der in der "Tradition" von Robert Aitken sich sieht und da empfehle ich dir einfach mal das Vorwort von Aitken zu diesem Buch hier zu lesen. Und dann diskutiere doch am bestens mit deinem Lehrer über die Lehrer deiner Traditionslinie.
    Deine Kritik kann ich nicht nachvollziehen, weil du noch immer keine Begründung geliefert hast. Mir hat sich auch wirklich bisher nicht erklären lassen, was du da in den Text von Senzaki hinein geheimst.
    Also nochmal - du hast keine Begründung gegeben - aber glaubst es - ist komisch nicht ?
    Wie soll man da miteinander reden, wenn solche grundlegenden Sprachprobleme vorhanden sind.


    _()_


    Achachachja

    Na, da Du den Unterschied zwischen "Buddha sein" und "Buddha aus sich machen" nicht verstehst, werde ich nicht weiter insistieren. Vielleicht kann ein anderer diesen Unterschied sehen - wer weiß.
    Ich ging davon aus, dass man in diesem Forum über Buddhistische Texte diskutieren kann - da das nicht so zu sein scheint, werde ich mich wieder aufs Lesen beschränken.
    Prost!

  • Shodoka

    • Brücke
    • 12. Oktober 2010 um 07:13
    Aiko:
    Brücke:


    Auf den Rest meiner Bemerkungen gehst Du nicht ein .

    ()

    Wozu?
    Reicht es dir nicht, wenn sie einfach so stehen bleiben, wie Büsche und Gräser?

    _()_

    Da wir hier ja nicht in der Koan-Schulung sind, sondern diskursiv über die Aussagen eines Autors reden, wäre es schön, wenn Du, nachdem Du meine Aussagen vorher in Zweifel gezogen hast, nun ganz einfach sagen könntest, dass Du diese Aussagen nach wie vor bezweifelst oder nun meine Kritik nachvollziehen kannst - Du hast mich ja immerhin um eine Erläuterung gebeten. Nun, da ich sie gegeben habe, erwarte ich ganz schlicht mehr als nichts.

    _()_

  • Shodoka

    • Brücke
    • 11. Oktober 2010 um 19:41

    Wo bitte ist der Widerspruch??

    Auf den Rest meiner Bemerkungen gehst Du nicht ein — schade.

    ()

  • Shodoka

    • Brücke
    • 11. Oktober 2010 um 17:45

    Buddha ist die Natur der Büsche und Gräser - deine und meine Natur.
    Dieser Körper ist der Buddha (siehe oben das Zitat von Hakuin)
    Zu erlangen ist da nichts (vergleiche den Fall 9 Mumonkan
    Daher ist auch die Anstrengung völlig überflüssig.

    Eigentlich habe ich schon all diese Punkte dargelegt - lies oben.

    Wenn es sich um eine Einführung in Zen handeln soll, dann würde ich so etwas erwarten, nicht die Zitate oben, die dazu verleiten, dass Menschen etwas aus sich machen, was sie nicht sind — vollkommene Heilige, ethische und spirituelle Athleten, Krampf und Kampf.

    _()_

  • Shodoka

    • Brücke
    • 11. Oktober 2010 um 16:39
    Aiko:


    Dein Urteil über einen kurzen Absatz sollte doch auf einen größeren Kontext sich beziehen. Das Kapitel aus dem du das Haar herausziehst, um die Suppe zu bewerten. Das Buch wird glücklich sein, wenn es den Besitzer wechselt.

    Ich schreibe nicht über Haare, ich schreibe über Berggipfel, weil ich nicht die Berge beschreiben will.
    Schon auf all den Seiten davor habe ich immer wieder Punkte gefunden, die unangemessen waren.
    Dieser eine Punkt stach heraus und hat alles plastisch gezeigt.

    Zitat

    Buddha ist ein Gesiteszustand, der Zustand geistiger und moralischer Vervollkommnung, und bedeutet Erleuchtung. Jemand, der wirklich erleuchtet ist, ist ein Buddha. Buddha Shakyamuni erlangte durch seine eigenen Bemühungen die Buddhaschaft und verkündete, daß dies für jeden möglich sei. Du mußt den inneren Schatz durch deine eigenen Anstrengungen finden.(S.41)


    Auch hier widerspreche ich entschieden.

    Aber ich weiß ... Urteilen wird nicht gerne gesehen.
    Wenn ich nicht mehr Gestank zu Gestank sagen darf, brauche ich auch nicht mehr über Blumen schreiben.
    Wenn dies der wahre Buddha-Dharma sein soll, dann folge Du ihm, ich werde es nicht tun.

    _()_

  • Shodoka

    • Brücke
    • 10. Oktober 2010 um 19:47

    Also ehrlich ...

    Ich hab das Buch auf die Empfehlung hier mal antiquarisch besorgt und bin alles andere als angetan von der Qualität der Lehren Senzakis.
    Vielleicht liegt es daran, dass er des Englischen nie mächtig war und selbst nicht in notwendiger Klarheit seine Lehre darlegen konnte - oder aber er hat wirklich solche Sachen behauptet wie:

    Zitat

    Hast Du eine Abbildung oder eine Statue von Buddha zu Hause, bete sie nicht an und bitte sie nicht um Glück oder Gesundheit.
    Erkenne in ihr vielmehr das, was du einmal in Zukunft sein wirst. (S.32)

    Abgesehen davon, dass er mit seiner Bemerkung wohl die Christliche Praxis meint und sie dann arg verkürzt und polemisch darstellt finde ich, dass er einem fundamentalen Irrtum aufsitzt.
    Da halte ich es dann doch lieber mit Hakuin, der am Ende seines Lieds auf Zazen jedem zuruft:

    Zitat

    This very place is the Lotus Land,
    This very body, the Buddha

    Dieser Ort ist das Lotos-Land
    gerade dieser Körper der Buddha.

    Schon der Fall Neun im Mumonkan hätte eigentlich den Autor vor solch einem Unsinn retten müssen.
    Schade, ich werde das Buch wieder verkaufen.

    Brücke

  • Dogen-Zitat...

    • Brücke
    • 28. September 2010 um 16:48
    Bodo Sass:
    Bodo Sass:

    Für mich sind das Unterschiede, die Welten bedeuten.

    Dann mach doch mal uns Unwissenden die Unterschiede klar und lege dar, welche Übersetzung Dir am angemessensten scheint.
    Ich ahne auch, dass die vier Sätze verschiedene Ansichten implizieren, doch sind mir die Unterschiede nicht so klar, wie Dir offensichtlich.

    () Brücke

  • Lehrer für ZEN !?

    • Brücke
    • 3. September 2010 um 10:32

    In meiner Tradition ist es so, dass ein Zen-Meister die Koan-Schulung abgeschlossen haben muss.
    Dazu kommt immer auch eine Einschätzung des Meisters, ob der oder die jenige auch zum Meister geeignet ist, das heißt, ob er gerne lehrt oder dazu überhaupt die Persönlichkeit hat. Dieses Kriterium ist extrem subjektiv und da gibt es auch Irrtümer.
    Ich kenne eine Menge Menschen, die die Koan-Schulung abgeschlossen haben aber keine Meister sind.

    Klar kann jeder "Lehrer" sein und das auch gut machen, aber wenn er die Schulung nicht selbst abgeschlossen hat, wie will er dann Schüler bis zum Ende der Koan-Sammlungen begleiten?
    Natürlich muss man keine Koans machen und das ist auch nicht DER Weg oder der beste Weg oder sonst was, aber in meiner Tradition ist dies eben die Voraussetzung für die offizielle Beauftragung zum Lehrer ("Roshi").
    Bei anderen selbsternannten "Lehrern" wäre ich noch vorsichtiger, als bei den ernannten, wenn es darum geht, in die Irre geführt zu werden.
    Ich rede jetzt nicht von Sekten, sondern von Irrtümern im Zen, einer zu großen Betonung der Leere oder einen krassen Libertinismus bezüglich der Ethik.
    Ich übe in der Tradition des verstorbenen Robert Aitken Roshi (Diamond Sangha) und finde es sehr gut und klar geregelt.

    () Brücke

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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