Beiträge von Amitabha
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mukti:Bishafu_2:
Na dann sind wir ja ziemlich auf einer Linie! Für uns Menschen ist immer schwierig in den eigenen Spiegel zu schauen, deswegen bleiben wir auch so gerne verhaftet, entweder in dem "Konsumieren", "Feischeslust" (oder wie auch immer man das Verlangen auch nennen mag) oder in der Askese (dem "Nichtverlangen"). Beides sind Extreme und jeder muß sich selber justieren, was für ihn oder sie heilvoll ist.
Ja der mittlere Weg ist ein Balanceakt zwischen den individuellen Bedürfnissen und deren Zurückweisung. Wenn man in einem der Extreme verbleiben möchte, verliert man vollends das Gleichgewicht. Für mich ist dabei das Wichtigste, bei allen Schwankungen das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
klingt schwierig. nach Anstrengung.wie kannst du's dir einfacher machen?
ich stell mir das gerade so vor:
"ICH DAAAAARF diese Torte nicht essen! Böse mukti, böse mukti! Keusch, sitz"
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malsehen:
Oh, der Begriff hat für mich momentan außer im "normalsprachlichen Sinne" keinerlei Bezug zu meinem Alltag.
Ich bin einfach immer sehr neugierig, was sozusagen hinter den Bildern, die wir uns alle so von diesen Begrifflichkeiten machen, für Erleben, Geschmäcker, Eindrücke, was auch immer aufblitzen könnten.
ist aber Teil von dir, man identifiziert die Leere u.a. mit Akasha, dem 5. Tattwa wenn dir das ein Begriff ist -
malsehen:Amitabha:
Danke das hab ich ja. Leere ist für mich Abwesenheit von Form: kein Körper, kein Universum, kein Ego, nur ein ruhiges Dahintreiben in der unendlichen Schwärze
Und ein unendliches Glücksgefühl.
Das wirkt wie eine Vorstellung (Grund – sitz!). Was ist die Leere für Dich, was macht sie in Dir/um Dich/mit Dir jetzt, heute morgen, 10:05 Uhr?
Du fragst aber nach... Sie durchzieht alles, ist für alles offen, ist unendliche Erleuchtung, das Tao, ist gleichzeitig und ist nicht, und jetzt SAG DU EINMAL was Leere für DICH ist! -
malsehen:
Ähm, nein?Der Geist erzeugt eine vorherrschende Illusion,
die darin besteht, zu glauben,
dass wir durch diesen Körper, den wir für den unseren halten, existieren.
(Kalu Rinpoche)oder
„Form ist Leerheit - Leerheit ist Form“: Der buddhistische Kerngedanke aus dem Herz-Sutra zieht sich (wenn auch nicht explizit) wie ein roter Faden auch durch das Diamant-Sutra. Nach der Lehre des Buddha existieren zwei Wirklichkeiten/zwei Wahrheiten: 1.) einerseits die Welt der Form, die Welt der sinnlich erfahrbaren Phänomene, die Welt der in Zeichen und Begriffen geronnenen trügerischen, da einseitigen, Wahrnehmungen und 2.) auf der anderen Seite: die Welt der Leerheit (Shunyata), die Welt der „Soheit“, eine Sphäre jenseits der Form, jenseits von Geburt und Tod, Anfang und Ende, Selbst und Nichtselbst, eine Welt jenseits aller Begriffe.
http://de.wikipedia.org/wiki/Diamant-Sutra -
malsehen:
es ist ja nicht imer mit erklärenden Sätzen getan. Egal, ob sie von Wikipedia, aus dem Paliknanon oder von einem anderen User stammen.
Magst Du mal sagen, was es für Dich bedeutet?Danke das hab ich ja vorhin, aber man hat es ja hinterfragt?
Leere ist für mich Abwesenheit von Form: kein Körper, kein Universum, kein Ego, nur ein ruhiges Dahintreiben in der unendlichen Schwärze
Und ein unendliches Glücksgefühl.
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askese =/= buddhismus
Buddhismus = der Versuch Erleuchtung in einem selbst (bzw. ohne dieses Selbst) zu erlangen
Askese = nur eine Technik, die nicht viele Menschen durchhaltenBuddha dazu:
"All wrong-doing arises because of mind. If mind is transformed can wrong-doing remain?"
auf den Geist aufpassen, nicht auf den Körper.
Ist halt eine brahmanische Technik, die in manche Spielarten des Buddhismus Einzug fand. Nichts dramatisches, und Selbstkasteiung ist NICHT buddhistisch, mit Sanftheit nicht zu vereinbaren.
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Onyx9:
Sampai : Sich niederwerfen, das Vorderhirn, das immer nur projiziert, zur Erde hinunterbringen. Dieses Hirn, das ans Vorher, an die Zukunft denkt, Pläne macht berührt die Erde.
Das ist eine Geste, zugleich Bescheidenheit und Aufgabe des Ego darstellt. Und auch den Kontakt mit der Erde. Im spirituellen Bereich meint man immer, daß das Spirituelle sich oben, im Himmel, befindet, weit weg. - Im Zen ist es sehr wichtig, zu lernen, daß Himmel-und-Erde letztlich eine Einheit ist, und daß der Mensch existiert, um beide zu verbinden. Das ist die chinesische Sicht: der Mensch als Verbindung von Himmel und Erde. Selbst wenn man ein starkes spirituelles Streben hat, muß man verstehen, daß die Dimension des Himmels, das, was über unser Ego hinausgeht, uns nicht nur begegnet, wenn wir nach oben hin ausgerichtet sind, sondern genau so oder sogar viel sicherer, wenn man sich zur Erde niederwirft und den Geist aufgibt, der etwas ergreifen will. Diese Niederwerfung im Sampai ist wirklich grundlegend. Meister Deshimaru sagte, daß Religionen, die eine Praxis wie die der Niederwerfung bewahren, wie beispielsweise der Islam - fünf mal täglich -, dank dieser Praxis einen starken Geist bewahren. Das ist sehr wichtig.
Kann, muss man aber nicht machen m.E.
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Zorița Câmpeanu:
Du hättest auch googlen können z.B. hier:http://de.wikipedia.org/wiki/Shunyata
oder hier: http://www.gungfu.de/buddhismus/buddhism.html
ZitatDie Leere (shunyata) ist ein zentraler Begriff im Buddhismus. Er besagt, daß alle zusammengesetzten Dinge leer, unbeständig, nicht-wesenhaft und leidvoll sind (->Herz-Sutra). Außerdem existieren alle Dinge nur im Wechselspiel mit all den anderen Dingen (=> Jeder/jedes ist ein Teil des Ganzen und das Ganze selbst). Jeder Wirkung geht eine Ursache voraus. Im Hinayana (kleines Fahrzeug) wird die Leere nur auf die >Person< bezogen; im Mahayana (großes Fahrzeug) wird sie dagegen auf alle Dinge angewandt. Erst die Leere erlaubt die Entwicklung der Dinge. Leerheit bedeutet nicht, daß die Dinge nicht existieren, vielmehr stellen sie nichts als Erscheinungen (des Absoluten) dar.
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Jetzt mal 'Buddha' bei die Fische
Ihr werdet mir doch nicht sagen, dass ihr alle so heilig und demütig seid, dass ihr euch JEDE Beleidigung gefallen lasst? Ein bißchen sich zu wehren ist keinesfalls unbuddhistisch. Man muss nur freundlich und gelassen bleiben und aus dem Herzen sprechen, dann kommt sich der Angreifer wie ein Depp vor
Man muss doch nicht jeden Impuls, der uns von Natur aus gegeben ist, unterdrücken und an seine Stelle Gelassenheit setzen!
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Es gibt kein Gehirn, es gibt kein Ego, es gibt dies alles nur auf der "relativen Ebene"-der Erleuchtungsgeist bleibt von all dem ungetrübt.
Das Problem beim Alkohol ist die ABHÄNGIGKEIT, die er schafft.
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Abwesenheit von Form. Damit Abwesenheit von Ego. Einssein mit der unendlichen Leere, die in allem ist.
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Was einem besser liegt.
Bei mir funktioniert Mantra am besten, andere haben andere Übungen, die ihnen besser dienen.
Man muss nicht alle Methoden, die es gibt, ausprobieren, es genügt, zu finden was bei dir wirkt.
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Warum sollte Erleuchtung mit Erleuchtung inkompatibel sein?
Es sind alles nur Formen, wie das was im Menschen angelegt ist, verwirklicht wird. Man kann sich natürlich an Formen aufhängen, genauso wie "Katholiken" sich zu "Evangelen" abgrenzen, aber wir sind alle Menschen und der Weg, wie sich Erleuchtung manifestiert ist auf allen Wegen gleich: durch harte Arbeit an sich selbst