Tilopa:Jedoch hinzugehen und z.B. zu sagen: "Tja, selbst schuld wenn Du nicht glücklich bist,weil gerade dieses oder jenes Unglück passiert ist, das wäre... jenseits allen Mitgefühls.
Das ist eben eine Einstellung die man als Buddhist verlieren sollte, sonst kann man sich nicht vom Leid befreien:
Es gibt kein Anspruch auf "Glück". Streng genmommen ist Glück oder Unglück nur Ausdruck der eigenen Verblendung. Man stellt sich selber ins Zentrum und beurteilt die Welt aus einer Ich-Perspektive. Man hat ein Ideal wie die Dinge laufen sollen damit man sich selber und natürlich auch alle anderen glücklich fühlt. Das ist Quatsch, Anhaften an gutem Gefühl.
Dao läuft einfach ab. Es gibt kein Glück, kein Unglück, kein Gut oder Böse, keine Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit. Sterne entstehen, Sterne vergehen. Leben entsteht, Leben vergeht that's all.
Leid entsteht nur in unseren Köfpen weil man Dinge in ein Schema passen will und dabei immer wieder erkennen muss, dass sie sich nicht in dieses selbst erschaffene imaginär vorgestellte Schema pressen lassen. Alles Verblendung, Einbildung Träumerei. Oder etwas poetischer ausgedrückt:
bel:...Doch obgleich sich dies sagen lässt, fallen die Blüten in sehnsüchtiger Liebe, und das Unkraut sprießt zu unserem Ärger, und das ist alles.
Ich erinnere hier noch mal an die 10 Fesseln:
ZitatAlles anzeigensamyojana
'Fesseln'. Es gibt 10 die Wesen ans Dasein kettende Fesseln, nämlich:
Persönlichkeitsglaube (sakkāya-ditthi, siehe ditthi),
Zweifelsucht (siehe vicikicchā),
Hängen an Regeln und Riten (sīlabbata-parāmāsa; upādāna, 3),
Sinnliches Begehren (siehe kāma-rāga),
Groll (vyāpāda),
Begehren nach Feinkörperlichkeit (rūpa-rāga),
Begehren nach dem Unkörperlichen (arūpa-rāga),
Dünkel (siehe māna),
Aufgeregtheit (siehe uddhacca),
Unwissenheit (siehe avijjā).
http://www.palikanon.com/wtb/samyojana.html
Wenn man diese nicht ablegen kann, dann leidet man an der Welt, an den Dingen die nie so sind wie man sie sich vorstellt oder gar gerne hätte das sie sind.
Promi