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Tagesablauf?

  • hoefi
  • 15. Februar 2012 um 16:09
  • Zum letzten Beitrag
  • SpringMode5708
    Gast
    • 17. Februar 2012 um 12:23
    • #26
    bel:

    "Weiter sodann, ihr Mönche: der Mönch ist klar bewußt beim Kommen und Gehn, klar bewußt beim Hinblicken und Wegblicken, klar bewußt beim Neigen und Erheben, klar bewußt beim Tragen des Gewandes und der Almo­senschale des Or­dens, klar bewußt beim Essen und Trinken, Kauen und Schmecken, klar bewußt beim Entleeren von Kot und Harn, klar bewußt beim Gehn und Stehn und Sitzen, beim Einschlafen und Erwachen, beim Sprechen und Schweigen." M10
    Verdammt, auch hier steht auch nicht ausdrücklich "Rezitieren" drin. Kurioserweise auch nicht "den Kopf rasieren", "das Gewand nähen" usw...


    Der Erwachte hat doch verschiedentliche Methoden zur Übung vorgeschlagen.

    Wenn jetzt, was weiß ich, fuffzehn Mal im Kanon die Empfehlung zur Rezitation stehen würde:
    'Er übt so (sikkhati), achtsam rezitiert er dies und das' betrachtete ich es gewiss anders.

    Aber so. Nicht ein Wörtchen in Richtung 'Liebe Laien/Bhikkhus, bitte rezitiert, es wird von großen Segen
    für Euch/alle/die Übung/den Fortschritt sein'.

    Gruß, :)

  • Elliot
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    • 17. Februar 2012 um 12:43
    • #27

    Hier ist mal eine konkrete Aussage zu "Zaubersprüchen" (aber wohl nicht über das Rezitieren von Dharanis, sondern von Mantren: mantajjhāyakassa)

    Zitat

    "Wenn einer, der Zauberformeln rezitiert, der habgierig ist, allein durch das Rezitieren von Zauberformeln die Habgier überwände; der einen Geist voller Übelwollen hat, das Übelwollen überwände; der zornig ist, den Zorn überwände; der voller Rachegelüste ist, die Rachegelüste überwände; der voller Verachtung ist, die Verachtung überwände; der anmaßend ist, die Anmaßung überwände; der neidisch ist, den Neid überwände; der geizig ist, den Geiz überwände; der betrügerisch ist, den Betrug überwände; der hinterlistig ist, die Hinterlist überwände; der üble Wünsche hat, üble Wünsche überwände; der falsche Ansicht hat, falsche Ansicht überwände;

    dann würden ihn seine Freunde und Gefährten, seine Angehörigen und Verwandten zu einem, der Zauberformeln rezitiert, machen, sobald er geboren ist und ihn so zum Rezitieren von Zauberformeln veranlassen: 'Komm, mein Lieber, sei einer, der Zauberformeln rezitiert, so daß du als einer, der Zauberformeln rezitiert,

    wenn du habgierig bist, die Habgier überwindest; wenn du einen Geist voller Übelwollen hast, das Übelwollen überwindest; wenn du zornig bist, den Zorn überwindest; wenn du voller Rachegelüste bist, die Rachegelüste überwindest; wenn du voller Verachtung bist, die Verachtung überwindest; wenn du anmaßend bist, die Anmaßung überwindest; wenn du neidisch bist, den Neid überwindest; wenn du geizig bist, den Geiz überwindest; wenn du betrügerisch bist, den Betrug überwindest; wenn du hinterlistig bist, die Hinterlist überwindest; wenn du üble Wünsche hast, üble Wünsche überwindest; wenn du falsche Ansicht hast, falsche Ansicht überwindest.' Aber ich sehe hier einen, der Zauberformeln rezitiert, der habgierig ist, der einen Geist voller Übelwollen hat, der zornig ist, der voller Rachegelüste ist, der voller Verachtung ist, der anmaßend ist, der neidisch ist, der geizig ist, der betrügerisch ist, der hinterlistig ist, der üble Wünsche hat, der falsche Ansicht hat;

    und deshalb sage ich nicht, daß der Mönchsstatus bei einem, der Zauberformeln rezitiert, allein schon durch das Rezitieren von Zauberformeln zustande kommt." (http://www.palikanon.com/pali/majjhima/maj040.htm)

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 17. Februar 2012 um 12:52
    • #28
    Elliot:

    Hier ist mal eine konkrete Aussage zu "Zaubersprüchen" (aber wohl nicht über das Rezitieren von Dharanis, sondern von Mantren: mantajjhāyakassa)
    ...
    Viele Grüße
    Elliot


    Was willst du damit sagen Elliot? :)
    Bei mir bleibt als Essenz des Textes "Allein durch das Rezitieren von Mantren wird man kein Mönch."
    Na und?

    LG
    Ji'un Ken

  • SpringMode5708
    Gast
    • 17. Februar 2012 um 12:52
    • #29
    Elliot:
    Zitat

    "Sollte ein Bhikkhu wünschen:
    'Mögen die Dienste derjenigen, deren Roben, Almosenspeise, Lagerstätte und krankheitsbedingte Medikamente und Requisiten ich benutze, ihnen reiche Frucht und Nutzen bringen',
    dann soll er die Sittlichkeit erfüllen, sich der inneren Herzensruhe widmen (ceto-samatha-manuyutto), die Meditation nicht vernachlässigen (anirākataj-jhāno), Einsicht pflegen (vipassanāya) und in leeren Hütten wohnen."
    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m006z.html)


    Verstehe ich nicht. ākaṅkhā ist doch Wunsch/Sehnsucht. Was hat dies nun mit dem Rezitations-Thema zu tun ? :) (das ja auch schon leicht OT wird)

    Gruß, :)

    OT:
    Wobei ich darin von der Bedeutung her eher *kaṅkh* (Zweifel/Unsicherheit) überwiegen sehe. Passt auch gut in dem Zusammenhang.
    Denn solches Wünschen kann, eben wenn unachtsam ausgeführt, den Zweifel leicht nähren, den Ich-Durst stärken.

  • Elliot
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    • 17. Februar 2012 um 13:17
    • #30
    Ji'un Ken:

    Bei mir bleibt als Essenz des Textes "Allein durch das Rezitieren von Mantren wird man kein Mönch."


    Bei mir bleibt: "Verlasse Dich nicht auf Mantren (allein), es gibt anderes in der Praxis, was wichtiger ist."

    Sicher haben Dharanis und Mantren eine Wirkung, bloss welche, wie rosie ja sagt, ist manchmal nicht so ganz klar. Mir fällt eine Geschichte ein, leider nicht mehr im Detail, wo ein missmutiger Geselle und Raubmörder einen Reisenden überfällt. Der Überfallene erlangt Leben und Freiheit, indem er dem Wegelagerer ein Mantra verrät, das diesen noch stärker machen soll: Ma-Ra Ma-Ra Ma-Ra ... soll er rezitieren, und der Gauner freut sich und murmelt grimmig Ma-Ra Ma-Ra Ma-Ra ... in seiner Höhle vor sich hin, während der Reisende weiterzieht. Irgendwann wird der Räuber immer unaufmerksamer und unmerklich verwandelt sich das Ma-Ra Ma-Ra Ma-Ra ... in ein Ra-Ma Ra-Ma Ra-Ma ... der Raubmörder wird mildmütiger, bereut seine Taten und ergreift einen anderen Beruf. Oder so ähnlich.

    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • Elliot
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    • 17. Februar 2012 um 13:20
    • #31
    Mirco:

    Was hat dies nun mit dem Rezitations-Thema zu tun ? :)


    bel meinte, nur weil bei den Grundlagen der Achtsamkeit nichts zum Roben-Nähen steht, heisst das ja nicht, dass sie nicht doch irgendwo herkommen müssen. Darauf bezog sich das Zitat.

    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • Elliot
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    • 17. Februar 2012 um 13:56
    • #32

    Da ich oben irrtümlich die Pali-Version verlinkt hatte und anscheinend dort nicht mehr editieren kann, hier noch der Anfang:

    Zitat

    "'Mönche, Mönche', ihr Bhikkhus, so nehmen euch die Leute wahr. Und wenn ihr gefragt werdet: 'Was seid ihr?', so behauptet ihr, Mönche zu sein. Da ihr als solche bezeichnet werdet und behauptet, solche zu sein, solltet ihr euch so üben: 'Wir wollen auf eine Weise praktizieren, die für den Mönch angemessen ist, so daß unsere Bezeichnung zutreffend und unser Anspruch echt sein möge, und daß die Dienste jener, deren Roben, Almosenspeise, Lagerstätte und Medizin wir benutzen, ihnen große Frucht und Nutzen bringen werden, und daß unser Auszug in die Hauslosigkeit nicht umsonst, sondern fruchtbar und nützlich sein wird.'" (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m040z.html)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • bel
    Gast
    • 17. Februar 2012 um 16:06
    • #33
    Mirco:

    Wenn jetzt, was weiß ich, fuffzehn Mal im Kanon die Empfehlung zur Rezitation stehen würde:
    'Er übt so (sikkhati), achtsam rezitiert er dies und das' betrachtete ich es gewiss anders.
    Aber so. Nicht ein Wörtchen in Richtung 'Liebe Laien/Bhikkhus, bitte rezitiert, es wird von großen Segen
    für Euch/alle/die Übung/den Fortschritt sein'.

    Das Wesen von Satipatthana besteht darin, nichts auszulassen. Satipatthana ist der allgemeine Modus des Buddhaweges.
    Davon lassen sich konkrete Beschreibungen von Methoden des Einübens ableiten
    Rezitieren, Niederwerfen, Zazen .... usw ... sind aber - zumindest im Kontext des Buddha-Zen - nicht solche Methoden des Einübens, sondern das Ausüben selbst. Der Unterschied ist: Ausüben erfüllt sich vollständig im Moment des "Nur-Tuns". Einüben zeigt dagegen auf etwas Erwartetes, Gewünschtes (und das sind möglicherweise nur Täuschungen)

    Hört jetzt genau zu (atthi)! Oder aber Klarheit (sati) tritt in einem derartigem (yavadeva) Maße in Erscheinung (paccupatthita hoti), und mit äußerster Klarheit vergegenwärtigt er da: "Nur-Körper!" (kayo'ti) - hierin (nur da) ist er nirgendwo angebunden (na ca kiñci loke upādiyati)." (M10)

    "Nur-Körper" ist an überhaupt nichts gebunden, wie alles "Nur" an keinerlei spezielle Übung, kein Wollen, kein Ziel gebunden, es hat sich selbst erfüllt.
    Mir ist schon klar, daß die meisten PK-Freunde das anders sehen, aber so stehts nun mal da.

    _()_

  • SpringMode5708
    Gast
    • 17. Februar 2012 um 22:14
    • #34

    Schön übersetzt. Gefällt mir.

  • Onyx9
    Gast
    • 18. Februar 2012 um 02:34
    • #35

    Rezitationen haben eine gewisse Wirkung. Die Texte sind nicht zufällig entstanden. Noch sind sie willkürlich kreiirt. Sie öffnen das Bewusstsein und zwar auf jeder Ebene. Weil sie im Zustand der Verwirklichung ausgesprochen und festgehalten wurden.
    Wenn ein Karmapa ein Gebet an seinen Lama richtet, dann im Moment der Vertiefung, und so wird es aufgeschhrieben. Dadurch haben seine Worte Wirkung, weit über das begrifflichhe Denken hinaus. Und so verhält es sich mit allen Sutras. Die Rezitation bringt etwas zum Klingen. Diese "Erschütterung" verbindet mit dem Ursprung, wenn vollständig rezidiert wird, also in der vollständigen Haltung.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 18. Februar 2012 um 02:45
    • #36
    Onyx9:

    ...

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    • 18. Februar 2012 um 06:00
    • #37
    Onyx9:

    Rezitationen haben eine gewisse Wirkung. Die Texte sind nicht zufällig entstanden. Noch sind sie willkürlich kreiirt. Sie öffnen das Bewusstsein und zwar auf jeder Ebene.


    Texte öffnen das Bewußtsein ... soso ... und dazu noch auf jeder Ebene ... aha 8)

    Da finde ich die Formulierung "Glaube kann Berge versetzen" angemessener. Aber um dem Spruch etwas Positives abzugewinnen bräuchte man ein unverkrampftes und pragmatisches Verhältnis zu "Glauben" ... Der Volksmund ist doch irgendwie bodenständig und das macht ihn oft so zuverlässig, ganz ohne Lama und "geheim" und so 8)

  • nyalaana
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    • 22. Februar 2012 um 16:44
    • #38

    Hm und ich habe gedacht wenn man den Palikanon liest, dass einem sich dann neue Einsichten erschließen können, sich das Bewustsein also erweitert.
    GLaubst Du nicht TMingyur?

  • monikamarie
    Gast
    • 22. Februar 2012 um 17:22
    • #39
    nyalaana:

    Hm und ich habe gedacht wenn man den Palikanon liest, dass einem sich dann neue Einsichten erschließen können, sich das Bewustsein also erweitert.
    GLaubst Du nicht TMingyur?

    Hi nyalaana,
    die Frage stellst Du zwar TM, aber ich möchte Dir gerne darauf antworten: Ja, bei aufmerksamen Lesen und Erwägen und durch Praxis Erfahren wird sich mit der Zeit das Bewusstsein erweitern.

    Das Problem, das ich hier im Buddhaland immer wieder sehe, ist, dass Begriffe wie Bewusst-Sein mit unterschiedlichen Inhalten "gefüllt" werden und dadurch Missverständnisse entstehen.

    So, wie Du den Begriff Bewusstsein "benutzt", verwende ich ihn auch.
    _()_ Monika

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    • 22. Februar 2012 um 17:48
    • #40
    nyalaana:

    Hm und ich habe gedacht wenn man den Palikanon liest, dass einem sich dann neue Einsichten erschließen können, sich das Bewustsein also erweitert.
    GLaubst Du nicht TMingyur?


    Wenn sich das Bewußtsein erweitert, dann ist das eine schlimme Sache.
    Wie sollte es sich denn erweitern, wenn da nicht nur mehr angesammelt und angehäuft wird und also der Ballast zunimmt? Erweitern heißt doch "größer werden".
    Wenn man liest und das Bewußtsein versiegt, dann ist das aber eine gute Sache. 8)

    Zitat

    4. Wenn einer aber nicht denkt, ihr Bhikkhus, und nichts beabsichtigt und auch nicht (bei den Dingen) verharrt, - so entsteht damit keine Grundlage für den Bestand des Bewußtseins. Wenn keine Grundlage vorhanden ist, so tritt Fortdauer des Bewußtseins nicht ein. Wenn das Bewußtsein nicht fortdauert und nicht zunimmt, so tritt für die Zukunft Wiedergeburt und Neuerstehung nicht ein. Wenn Wiedergeburt und Neuerstehung nicht vorhanden ist, so werden für die Zukunft Geburt, Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zustande."
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=53&t=8786

  • Onda
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    • 22. Februar 2012 um 19:18
    • #41
    TMingyur:


    Wenn sich das Bewußtsein erweitert, dann ist das eine schlimme Sache.

    Manche erweitern ihr Bewusstsein.
    Andere erweitern ihr Terrain.
    Hundchen erweitern ihr Terrain, in dem sie mal hier mal dort das Beinchen heben.

    :grinsen: Charlie :grinsen:

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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