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Bitte um Hilfestellung bei der Interpretation eines Tangka

  • Darjeelo
  • 3. Februar 2012 um 14:12
  • Zum letzten Beitrag
  • Darjeelo
    Themenautor
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    3. Februar 2012
    • 3. Februar 2012 um 14:12
    • #1

    Guten Tag,

    ein lieber Freund hat mir von einer Reise ein Tangka mitgebracht, bzw. ein gemaltes Abbild eines Tangkas.
    Wer kann mir bitte mal ein wenig helfen bei der Interpretation.
    Was ist die Bedeutung insgesamt?
    Wie „liest“ man diesen Tangka?
    Wird er von innen nach außen gesehen, oder kommt man von außen nach innen zum Zentrum?
    Was bedeuten die Abbildungen in Kreisen des runden Bildes?

    Mein Freund sagte mir, er habe es anläßlich einer Reise nach Darjeeling (Nordindien) erstanden.
    An Informationen brachte er mir mit:
    Name des Malers des Tangka: „Guru Siddi Charan Vikchu - ein Tamang Mönch“.
    Der Mönch sei ein Anhänger des tibetanischen Buddhismus.

    Ich würde mich sehr über eine kurze Information/Interpretation freuen,
    damit das Bild für mich „lebt“ und nicht nur eine bloße Abbildung ist.

    Gruß
    Darjeelo

  • monikamarie
    Gast
    • 3. Februar 2012 um 14:33
    • #2

    Hallo und herzlich Willkommen Darjeelo,
    dazu kann Dir sicher jemand etwas schreiben, der sich im tibetischen Buddhismus gut genug auskennt.
    Deshalb schiebe ich Deine Frage in das Forum für "Tibetischer Buddhismus".
    Alles Gute für Dich
    Monika

  • Takumi
    Gast
    • 3. Februar 2012 um 15:05
    • #3

    Hier schon mal eine Erläuterung aus wikipedia
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bhavacakra

    Das Bhavacakra ist eine bildliche Darstellung der Lehre des Buddha.
    Die dort im Wiki-Artikel angebenen links sind weitere Hilfen.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 3. Februar 2012 um 15:08
    • #4

    Es handelt sich um eine Darstellung des Lebensrades.
    Hier eine von unendlich vielen Möglichkeiten, es zu beschreiben. http://www.baraka.de/buddhismus/home.html

  • GaliDa68
    Gast
    • 3. Februar 2012 um 15:25
    • #5

    Hallo Darjeelo,

    das Thanka zeigt ein sog. "Rad des Werdens" (bhavacakra).

    Es stellt den Kreislauf der Wiedergeburten dar.

    Der Dämon ist Mara. Rechts oben ist Buddha, links oben Avalokiteshvara, in der Form des Padmapani, mit der Geste der Gewährung.

    Im Zentrum des Rades jagen sich Taube, Schlange und Schwein (Hass, Gier, Dummheit).

    Der erste Ring deutet den karmischen Abstieg (rechts) und dann den Aufstieg (links) an.

    Der zweite Ring zeigt die sechs Welten (Götter, Titanen, Tiere, Höllenwesen, Geister, Menschen) , in denen man wiedergeboren werden kann.
    In jedem dieser Bereiche ist ein Avalokiteshvara zu sehen, der den Wesen in dem jeweiligen Bereich hilft.

    Der äußere Ring zeigt die zwölf Bedingungen des abhängigen Bestehens auf: Unwissenheit, Tatabsichten, Bewusstsein, Name und Körper, die sechs Sinne, Berührung, Empfindung, Gier, Ergreifen, Werden, Geburt, Alter und Tod.


    Liebe Grüße
    Knochensack

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 3. Februar 2012 um 15:33
    • #6

    Dazu ist auch dieses Buch lesenswert:

    http://www.amazon.de/Die-Lehre-Budd…n/dp/3927862274


    es ist vom Dalai Lama: "Die Lehre des Buddha vom Abhängigen Entstehen"

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Matthias65
    Gast
    • 3. Februar 2012 um 19:59
    • #7

    Ist bei Amazon leider vergriffen. Nur noch externe Anbieter.

    LG
    Matthias

  • Onyx9
    Gast
    • 4. Februar 2012 um 01:46
    • #8

    Nachtrag zu den drei Tieren im Mittelteil:

    In der Mitte des Rades bewegen sich drei Tiere: ein Schwein, eine Schlange und ein Hahn. jedes von Ihnen beißt in den Schwanz des vorangehenden, so daß sie zu einer geschlossenen Kette verbunden sind. Die Kraft, die ein Rad antreibt, setzt an seiner Nabe an. Die drei Tiere sind Sinnbilder jener Kräfte, die das Rad des Lebens treiben. Diese Kräfte werden in der buddhistischen Überlieferung auch "Die Drei Unheilsamen Wurzeln" genannt, weil aus Ihnen alles Elend des Lebens wächst. Sie werden auch "Die Drei Gifte" genant, denn sie verderben uns von innen.

    Der Hahn steht für Gier, die Schlange für Haß und das Schwein für Verblendung. Es gibt auch Interpretationen, bei denen die Gier durch die Wollust und der Haß durch den Neid ersetzt werden. In diesen drei Geisteshaltungen wurzeln alle Knechtschaft und alles Leiden der Menschen.

  • Darjeelo
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    • 6. Februar 2012 um 13:29
    • #9

    Hallo,

    leider kann ich mich erst heute melden.
    besten Dank für Eure Mühe, mir mein Tangka-Bild vom Inhalt her etwas näher zu bringen.

    Gerne möchte ich nun aber zum Verständnis meines auf Papier gemalten, 25 x 19 cm großen Bildes noch zwei Fragen nachschieben:

    - Ist es ein Bhavachakra?, oder eine Thangka?, oder ein Bhavachakra als Teil einer Thangka?

    - Hat dieses Bild meiner Thangka/Bhavachakra für einen tibetischen Buddhisten eine Bedeutung für „die Ausübung seiner Religion“ oder ist es in diesem Falle lediglich ein kunstvoll von einem 'Guru' gemaltes "hübsches Bild", wie im Katholischen z.B. die 'Maria mit Kind'-Bilder, wo eigentlich keine religiöse Bedeutung mehr besteht, sondern mehr oder weniger die kunstvolle Darstellung des Malers (z.B. Raffael oder Murillo) von Bedeutung ist.
    Mit anderen Worten: Würde man sich als Buddhist dieses Bild für die Ausübung der Religion aufhängen? oder könnte man es so in einem Kloster finden?, sodaß es also der 'Guru' durchaus für ein Kloster gemalt haben könnte?

    Ich hoffe, daß ich mich korrekt ausgedrückt habe und freue mich über einen Ratschlag.

    Gruß
    Darjeelo

  • GaliDa68
    Gast
    • 6. Februar 2012 um 15:54
    • #10
    Darjeelo:


    - Ist es ein Bhavachakra?, oder eine Thangka?, oder ein Bhavachakra als Teil einer Thangka?

    - Hat dieses Bild meiner Thangka/Bhavachakra für einen tibetischen Buddhisten eine Bedeutung für „die Ausübung seiner Religion“ oder ist es in diesem Falle lediglich ein kunstvoll von einem 'Guru' gemaltes "hübsches Bild", wie im Katholischen z.B. die 'Maria mit Kind'-Bilder, wo eigentlich keine religiöse Bedeutung mehr besteht, sondern mehr oder weniger die kunstvolle Darstellung des Malers (z.B. Raffael oder Murillo) von Bedeutung ist.
    Mit anderen Worten: Würde man sich als Buddhist dieses Bild für die Ausübung der Religion aufhängen? oder könnte man es so in einem Kloster finden?, sodaß es also der 'Guru' durchaus für ein Kloster gemalt haben könnte?

    Liebe Darjeelo,

    Thanka, so nennt man diese Form der Bilder, Rollbilder.
    Bhavachakra – so nennt man das Motiv: "Lebensrad"

    Gemalt werden die Thankas nach festen Vorgaben. Die Maler selbst betrachten den Vorgang des Malens als Meditation. Vergleichbar mit der Ikonenmalerei im orthodox-christlichen Raum.
    Sie können privat aufgehängt werden oder hängen in Klostern und Tempeln.
    Meditierende verwenden sie als Meditationshilfe.
    Anders als im Westen legen die Maler der Thankas keinen Wert darauf, dass sie als Urheber der Thankas genannt werden. Es geht schließlich nicht um individuelle Künstler und ihre Selbstdarstellung, sondern um den Akt des Malens an sich und um das dargestellte Motiv.

    Mittlerweile gibt es schon kommerzielle Thankagherstellung für den Verkauf an Touristen. Man kann sie sicherlich am Preis und an der Qualität erkennen. Die Herstellung eines nicht-kommerziellen Thankas dauert recht lange, sie sind äußerst detailliert und fein in Darstellung und Ausführung.

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • Kusala
    Gast
    • 6. Februar 2012 um 16:24
    • #11
    Darjeelo:

    Hat dieses Bild meiner Thangka/Bhavachakra für einen tibetischen Buddhisten eine Bedeutung

    In diesem Fall handelt es sich um eine Lehrdarstellung. Es wird Samsara beschrieben.
    Auch ich als "Nicht-Tibeter" finde es immer wieder sehr ansprechend und es ist eine gelungene Darstellung des Lebensrades.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 6. Februar 2012 um 17:45
    • #12

    Ja. Ich z.B habe gerade eine Phase, wo ich auf den äußeren Rand meditiere: die 12 Glieder des Abhängigen Entsehens:
    Unwissenheit - Gestaltende Tat - Bewusstsein ( ein Affe) - Name und Körper (ein Mensch im Boot) - Sechs Sinnesquellen - Berührung - Empfindung - Verlangen - Ergreifen - Werden - Geburt - Altern & Tod
    Es geht auf "0 bis 5 min" (sozusagen) oben rechts los mit dem blinden Mann, der die allgemeine Unwissenheit verkörpern soll. Dann im Uhrzeigersinn herum bis zum Altern & Tod. Ein Kreislauf, wie alles durch einander bedingt entsteht.
    Für mich beginnt und endet es in der Leerheit. Zum Meditieren find ich das gut so, auch wenn es nicht korrekt ist. Aber da kommt der Geist zur Ruhe.
    Dann kann man danach das Ganze rückwärts meditieren: " Wenn kein Altern & Tod ist, dann war auch keine Geburt.... Wenn keine Geburt ist, dann war auch kein Werden..." usw usf.
    Eine sehr interessante Übng und gar nicht so kompliziert, wie man befürchten könnte. :)
    Es hilft, bei Gelegenheit die Zusammenhänge parat zu haben und führt zu verschiedensten Aha-Erlebnissen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Darjeelo
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    • 9. Februar 2012 um 07:50
    • #13

    Hallo,

    vielen Dank für Eure Hilfen und wertvollen Hinweise.
    Ich werde das jetzt erst einmal verarbeiten.

    Viele Grüße
    Darjeelo

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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