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  1. Buddhaland Forum
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Gewahrsein des Todes

  • Grund
  • 13. Januar 2012 um 06:56
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  • Grund
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    • 13. Januar 2012 um 06:56
    • #1

    Betreff: Nīvarana

    Die einfachste Praxis die zu Loslassen, Achtsamkeit und Befreiung führt. Man braucht keine Suttas und keine Sutren und keine Kommentare oder Lehrer oder was-auch-immer.

    Was meint ihr?


    TMingyur:

    Ein Möglichkeit den großen Zweifel zu realisieren bzw die Hemmnisse aus dem Weg zu räumen (aufzulösen) ist auch die Gewahrsamkeit des eigenen Todes:

    Ich kann in jedem Augenblick sterben. Während jedes Ein- oder Ausatmens. Dieses Wissen sei mein stetiger Begleiter. Einatmend bin ich gewahr, genau jetzt sterben zu können, ausatmend bin ich gewahr genau jetzt sterben zu können. So wird jedes Ein- und jedes Ausatmen zu Loslassen. Loslassen von Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Bewußtsein und Willensformationen. Man wird feststellen, dass sich so kontinuierliche Achtsamkeit einstellt. Ganz natürlich. Einfach durch kontinuierliches Loslassen. Wie ein Schiffsbug bei seiner Vorwärtsbewegung das Wasser durchschneidet, so bahnt die Achtsamkeit einem den Weg und räumt "alles" zur Seite, wobei dieses "alles" im Grunde nichts anderes ist, als das Anhaften der Aggregate an sich selbst.

  • Kusala
    Gast
    • 13. Januar 2012 um 07:48
    • #2
    Zitat

    Sāriputta sprach zu Ordinierten in M.9:

    "Freunde, wenn ein edler Schüler Altern und Tod versteht, den Ursprung von Altern und Tod, das Aufhören von Altern und Tod, und den Weg, der zum Aufhören von Altern und Tod führt, dann ist er auf jene Weise einer mit Richtiger Ansicht, dessen Ansicht geradlinig ist, der vollkommene Zuversicht in Bezug auf das Dhamma hat und bei diesem wahren Dhamma angelangt ist."

    "Und was ist Altern und Tod, was ist der Ursprung von Altern und Tod, was ist das Aufhören von Altern und Tod, was ist der Weg, der zum Aufhören von Altern und Tod führt? Das Altern der Wesen in den verschiedenen Klassen der Lebewesen, ihr Alter, das Zerbrechen der Zähne, das Ergrauen der Haare, das Runzligwerden der Haut, der Abstieg des Lebens, die Schwäche der Sinne - dies wird Altern genannt. Das Abscheiden der Wesen aus den verschiedenen Klassen der Lebewesen, ihr Dahinscheiden, Auflösen, Verschwinden, Sterben, Ablaufen der Zeit, Auflösung der Daseinsgruppen, Ablegen des Körpers - dies wird Tod genannt. Dieses Altern und dieser Tod sind also das, was Altern und Tod genannt wird. Mit dem Ursprung von Geburt ist der Ursprung von Altern und Tod. Mit dem Aufhören von Geburt ist das Aufhören von Altern und Tod. Der Weg, der zum Aufhören von Altern und Tod führt, ist eben dieser Edle Achtfache Pfad; nämlich Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung, Richtige Achtsamkeit, Richtige Konzentration."

    "Wenn ein edler Schüler so Altern und Tod verstanden hat, den Ursprung von Altern und Tod, das Aufhören von Altern und Tod, und den Weg, der zum Aufhören von Altern und Tod führt, dann gibt er die Neigung zur Begierde vollständig auf, er vernichtet die Neigung zur Abneigung, er rottet die Neigung zur Ansicht und zum Dünkel 'Ich bin' aus, und indem er Unwissenheit aufgibt und wahres Wissen erweckt, macht er Dukkha hier und jetzt ein Ende. Auch auf jene Weise ist ein edler Schüler einer mit Richtiger Ansicht, dessen Ansicht geradlinig ist, der vollkommene Zuversicht in Bezug auf das Dhamma hat und bei diesem wahren Dhamma angelangt ist."

    Weiter Sutten zum Thema Majjhima Nikāya 10, 13, 14, 26, 82, 87, 130, 131, 132, 133, 138, 141

    Täglich mindestens 1 mal über die Vergänglichkeit kontempliert, relativiert so manches. :)

    TMingyur:

    Man braucht keine.......... Lehrer

    Nun ja, das ist so wie mit der Leichenbetrachtung. Sieht man dann tatsächlich irgendwann selber was anicca und an-attha wirklich bedeuten, ist das ein einschneidendes Erlebnis und hat schon so manchem den Boden unter den Füßen weg gezogen, bis hin zum Selbstmord oder Psychiatrie.

    Der Weltling hat ja erst einmal das "Schutzschild" der Verblendung und somit läuft das Rad von Samsara in einer vermeintlichen Sicherheit rund. ;) Intelektuell ist das Ganze recht schnell zu verstehen. Aber die Sache wirklich durchschauen ......... wer will das schon wirklich? ;)

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Grund
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    • 13. Januar 2012 um 07:54
    • #3
    Kusala:

    Nun ja, das ist so wie mit der Leichenbetrachtung. Sieht man dann tatsächlich irgendwann selber was anicca und an-attha wirklich bedeuten, ist das ein einschneidendes Erlebnis und hat schon so manchem den Boden unter den Füßen weg gezogen, bis hin zum Selbstmord oder Psychiatrie.


    Solche Auswirkungen deuten auf ein noch bestehendes Identifizieren mit den Aggregaten hin. Denn außer dem Körper/Form/rupa sind da noch Gefühl, Wahrnehmung, Bewußtsein und Willensformationen. "Der große Zweifel" ist dann noch nicht verwirklicht.

  • accinca
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    • 13. Januar 2012 um 08:00
    • #4
    Kusala:
    Zitat

    Sāriputta sprach zu Ordinierten in M.9:
    ....und indem er Unwissenheit aufgibt und wahres Wissen erweckt, macht er Dukkha hier und jetzt ein Ende.


    Nur für die welche es nicht wissen sollten:
    Das Wort Dukkha das hier gebraut wurde, heißt
    auf deutsch "Leiden" und zwar in jeder Form. Wenn es
    nämlich nicht Leiden heißen würde (wie vielleicht manche meinen)
    dann würde das bedeuten dem Leiden würde kein Ende gemacht
    sondern eben nur irgendwas anderes.

  • Kusala
    Gast
    • 13. Januar 2012 um 08:01
    • #5
    TMingyur:


    Solche Auswirkungen deuten auf ein noch bestehendes Identifizieren mit den Aggregaten hin. Denn außer dem Körper/Form/rupa sind da noch Gefühl, Wahrnehmung, Bewußtsein und Willensformationen. "Der große Zweifel" ist dann noch nicht verwirklicht.

    Eben! Deswegen ist für die meisten eine kompetente Begleitung angebracht.

    Der "große Zweifel", wie Du es nennst verliert sich ja erst beim Stromeintritt gänzlich.
    Dafür muss es aber karmisch passen.
    Ein kurzes Aufblitzen von Verständnis ist dennoch vorher schon möglich und dies kann einen dann schon mal "umhauen".

    ()

  • Grund
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    • 13. Januar 2012 um 08:24
    • #6
    Kusala:
    TMingyur:


    Solche Auswirkungen deuten auf ein noch bestehendes Identifizieren mit den Aggregaten hin. Denn außer dem Körper/Form/rupa sind da noch Gefühl, Wahrnehmung, Bewußtsein und Willensformationen. "Der große Zweifel" ist dann noch nicht verwirklicht.

    Eben! Deswegen ist für die meisten eine kompetente Begleitung angebracht.

    Der "große Zweifel", wie Du es nennst verliert sich ja erst beim Stromeintritt gänzlich.


    Hast du vollkommen missverstanden. Kann passieren, ist ja auch ein Konzept, welches es nicht im Theravada gibt.
    Siehe hier:
    Betreff: Nīvarana

  • Kusala
    Gast
    • 13. Januar 2012 um 08:32
    • #7

    Ach sooooooooooo.
    Ist also wieder eine "verbesserte" Praxis/Technik anstelle von dem, was der historische Buddha gelehrt hat.
    Ich verstehe. :D;)

    ()

  • Grund
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    • 13. Januar 2012 um 08:36
    • #8
    Kusala:

    Ach sooooooooooo.
    Ist also wieder eine "verbesserte" Praxis/Technik anstelle von dem, was der historische Buddha gelehrt hat.
    Ich verstehe. :D;)

    ()


    :lol:

    ist nur eine andere Ausdrucksweise ... 8)

  • darkwave
    Gast
    • 13. Januar 2012 um 15:55
    • #9

    oder selbstbetrug?

    koichi tohei schrieb über seine erfahrungen im russisch japanischen krieg: "ich hatte grosse erfahrungen mit zen, und konnte eine ganze nacht in zazen sitzen, ich hatte viele koans gelöst, und war auf den tod vorbereitet (...) doch als ich auf dem schlachtfeld stand realisierte ich das überhaupt nicht auf den tod vorbereitet war..."

    nur meine meinung

    gruss zenbo

  • sumedhâ
    Gast
    • 13. Januar 2012 um 16:07
    • #10

    OT

    Kusala:

    Ach sooooooooooo.
    Ist also wieder eine "verbesserte" Praxis/Technik anstelle von dem, was der historische Buddha gelehrt hat.
    Ich verstehe. :D;)

    ()


    du lässt keine gelegenheit aus...... dich obiektiv zu anderen formen der praxis zu äußern.... :D
    hast du schon mal überlegt das es vieleicht gar nicht so war was der historische buddha gelehrt hat... nur mal so .....
    in dieser manifesten welt ist nichts mit sicherheit zu behaupten, schon gar nicht etwas was vor 2.500 jahren mündlich vermittelt wurde...
    ich bewundere deine beharrlichkeit :D

    _()_

  • Kusala
    Gast
    • 13. Januar 2012 um 16:29
    • #11
    sumedhâ:


    du lässt keine gelegenheit aus......

    Das war ein Scherz :roll:.
    TM hat das schon richtig verstanden.
    Habt mal was mehr "Selbst"-bewusstsein und lacht drüber.

    Wer sich sicher ist was er tut, braucht sich doch nicht über datt Kusala zu ärgern. :lol:
    Der kann doch lässig lächeln ... (was Du ja auch tust Sumi :) )

    anicca- dukkha- anattā

    sumedhâ:


    hast du schon mal überlegt das es vieleicht gar nicht so war was der historische buddha gelehrt hat... nur mal so .....
    in dieser manifesten welt ist nichts mit sicherheit zu behaupten, schon gar nicht etwas was vor 2.500 jahren mündlich vermittelt wurde...


    Bisher funktioniert es :)

    Liebe Grüße
    Kusala

  • sumedhâ
    Gast
    • 13. Januar 2012 um 17:25
    • #12
    Kusala:


    Bisher funktioniert es :)

    Liebe Grüße
    Kusala

    na bei so viel "Selbst"-bewusstsein.... :grinsen:

    _()_

  • Grund
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    • 14. Januar 2012 um 05:51
    • #13

    Das nenn ich Gewahrsein des Todes ... das dämliche Traditionsgezanke :lol:

    All die Blubbergedanken werden sich auflösen in nichts, also gebt sie am besten jetzt schon auf. So kann man Lasten ablegen 8)

  • sumedhâ
    Gast
    • 14. Januar 2012 um 09:04
    • #14
    TMingyur:

    All die Blubbergedanken werden sich auflösen in nichts, also gebt sie am besten jetzt schon auf. So kann man Lasten ablegen


    da stimme ich dir vollkommen zu.
    alles einschliesslich oder vor allem dass was wir hier produzieren ist "heisse luft", wenn man dieses bewusstsein hat dann kann man auch mal "standpunkte" vertreten, denn sie verflüchtigen sich eh der buton "Absenden" gedrückt ist.
    ein wenig "hirngymnastik" ..... sonnst erübrigt sich doch die schreiberei hier, oder?

    _()_

  • Grund
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    • 14. Januar 2012 um 09:16
    • #15
    sumedhâ:

    ... wenn man dieses bewusstsein hat dann kann man auch mal "standpunkte" vertreten, denn sie verflüchtigen sich eh der buton "Absenden" gedrückt ist.


    Die Standpunkte ... mag sein, aber die Spuren die sie hinterlassen?

  • sumedhâ
    Gast
    • 14. Januar 2012 um 09:21
    • #16
    TMingyur:
    sumedhâ:

    ... wenn man dieses bewusstsein hat dann kann man auch mal "standpunkte" vertreten, denn sie verflüchtigen sich eh der buton "Absenden" gedrückt ist.


    Die Standpunkte ... mag sein, aber die Spuren die sie hinterlassen?


    alles hinterlässt spuren, mann/frau steht dazu oder hält die klappe!

    _()_

  • Lauscher
    Gast
    • 14. Januar 2012 um 09:38
    • #17
    darkwave:

    oder selbstbetrug?

    koichi tohei schrieb über seine erfahrungen im russisch japanischen krieg: "ich hatte grosse erfahrungen mit zen, und konnte eine ganze nacht in zazen sitzen, ich hatte viele koans gelöst, und war auf den tod vorbereitet (...) doch als ich auf dem schlachtfeld stand realisierte ich das überhaupt nicht auf den tod vorbereitet war..."

    nur meine meinung

    gruss zenbo


    Was bedeutet es "überhaupt nicht auf den tod vorbereitet war"?
    Was bedeutet es vorbereitet zu sein?
    Keine Angst haben?
    Keine Angst vor der Angst?
    Die Achtsamkeit nicht zu verlieren?

    _()_

  • Grund
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    • 14. Januar 2012 um 09:39
    • #18
    sumedhâ:
    TMingyur:


    Die Standpunkte ... mag sein, aber die Spuren die sie hinterlassen?


    alles hinterlässt spuren, mann/frau steht dazu oder hält die klappe!

    _()_

    Es geht nur um dich, wenn ich sage "Spuren". Wenn du sagst dass alles bei dir Spuren hinterlässt, dann solltest du daran was ändern.

  • sumedhâ
    Gast
    • 14. Januar 2012 um 09:47
    • #19
    TMingyur:

    Es geht nur um dich, wenn ich sage "Spuren".


    also um dich? denn woher solltest du um mich wissen....

    wenn ich aufhöre mich erfahren zu wollen dann gibt es nix mehr, weder spuren noch samen.......noch sonnstige metaphern

    _()_

  • Grund
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    • 14. Januar 2012 um 09:49
    • #20
    TMingyur:

    Es geht nur um dich, wenn ich sage "Spuren".

    sumedhâ:

    also um dich? denn woher solltest du um mich wissen....

    Konzentrier dich! Darum ging es:

    TMingyur:
    sumedhâ:

    ... wenn man dieses bewusstsein hat dann kann man auch mal "standpunkte" vertreten, denn sie verflüchtigen sich eh der buton "Absenden" gedrückt ist.


    Die Standpunkte ... mag sein, aber die Spuren die sie hinterlassen?

  • sumedhâ
    Gast
    • 14. Januar 2012 um 10:10
    • #21
    TMingyur:

    Konzentrier dich! Darum ging es:
    TMingyur hat geschrieben:
    sumedhâ hat geschrieben:
    ... wenn man dieses bewusstsein hat dann kann man auch mal "standpunkte" vertreten, denn sie verflüchtigen sich eh der buton "Absenden" gedrückt ist.
    Die Standpunkte ... mag sein, aber die Spuren die sie hinterlassen?

    du kannst nur vermuten das ich "mich" gemeint habe, aber grundsätzlich stimme ich dir zu.

    _()_

  • wusheng
    Gast
    • 14. Januar 2012 um 10:19
    • #22
    TMingyur:

    Betreff: Nīvarana
    Die einfachste Praxis die zu Loslassen, Achtsamkeit und Befreiung führt. Man braucht keine Suttas und keine Sutren und keine Kommentare oder Lehrer oder was-auch-immer.
    Was meint ihr?


    Moin Forum
    Im Eingang stand die Frage nach der "Meinung". Viel mehr können wir auch nicht dazu haben als eine Meinung. Die Erfahrung des eigenen körperlichen Ablebens haben wir alle noch vor uns. Evtl. haben wir Erfahrungen erworben mit dem Sterben anderer Menschen. Diese Erfahrungen können sehr intensiv sein und jemanden, der diese Erfahrung macht, verändern hinsichtlich eben seiner "Meinung". An dieser Stelle muss unterschieden werden zwischen dem Tod als Ereignis und dem Prozess des Sterbens. Denn das Sterben kann eben ein völlig friedvoller Vorgang sein (z. B. das Sterben des Buddha Shakyamuni) oder eben auch ein "elendes Verrecken" (verzeiht mir dies Wort).
    Im ersten Fall, dem friedvollen Sterben, erleben wir ein Modell, welches hilfreich sein mag in der eigenen Sterbestunde, da dies friedvolle (Vor-) Bild schon zu Lebzeiten verhindern kann, Ängste dem eigenen Sterben gegenüber aufzubauen. Dies wäre eine positive Konditionierung.
    Das Loslassen, wie es z. B. bei einem Herrmann Hesse in "Klein + Wagner" beschrieben wurde, ist die Fähigkeit, die ich einem jeden Menschen von Herzen wünsche.
    Grüße,
    Wusheng
    http://www.lyrikwelt.de/gedichte/hesseg1.htm

  • Grund
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    • 14. Januar 2012 um 10:42
    • #23
    sumedhâ:
    TMingyur:

    Konzentrier dich! Darum ging es:
    TMingyur hat geschrieben:
    sumedhâ hat geschrieben:
    ... wenn man dieses bewusstsein hat dann kann man auch mal "standpunkte" vertreten, denn sie verflüchtigen sich eh der buton "Absenden" gedrückt ist.
    Die Standpunkte ... mag sein, aber die Spuren die sie hinterlassen?

    du kannst nur vermuten das ich "mich" gemeint habe, aber grundsätzlich stimme ich dir zu.

    _()_

    Ich habe explizit nur dich gemeint 8)

  • monikamarie
    Gast
    • 14. Januar 2012 um 10:53
    • #24
    darkwave:

    oder selbstbetrug?

    koichi tohei schrieb über seine erfahrungen im russisch japanischen krieg: "ich hatte grosse erfahrungen mit zen, und konnte eine ganze nacht in zazen sitzen, ich hatte viele koans gelöst, und war auf den tod vorbereitet (...) doch als ich auf dem schlachtfeld stand realisierte ich das überhaupt nicht auf den tod vorbereitet war..."

    nur meine meinung

    gruss zenbo

    Nein, kein Selbstbetrug, sondern intellektuelles Wissen und Aufrichtigkeit. Koichi Tohei erkannte, dass alles, was er zuvor gemeint hatte durch Praxis geübt zu haben und somit zu wissen, eben nicht wirklich dem entsprach, was die reale Konfrontation noch auslöst.
    Ich respektiere diese Aufrichtigkeit sehr, denn erst wenn ich mit dem, von dem ich glaube befreit zu sein, wiederum oder erstmals wirklich in Berührung komme, weiß ich, wie vorbereitet ich wirklich bin.
    Selbstbetrug ist für mich, wenn nach dieser Erfahrung alles wieder verdrängt würde und Koichi Tohei behaupten würde, es hätte keine spätere Erkenntnis darüber stattgefunden, die hätte er schon vorher gehabt.

    Für mich haben derartige Erfahrungen dazu geführt zu erkennen, dass ich mich - egal um was es sich handelte - immer geirrt habe, soweit es bis dahin Ansichten und Vorstellungen betraf.
    _()_ Monika

  • monikamarie
    Gast
    • 14. Januar 2012 um 11:07
    • #25
    wusheng:
    TMingyur:

    Betreff: Nīvarana
    Die einfachste Praxis die zu Loslassen, Achtsamkeit und Befreiung führt. Man braucht keine Suttas und keine Sutren und keine Kommentare oder Lehrer oder was-auch-immer.
    Was meint ihr?


    Moin Forum
    Im Eingang stand die Frage nach der "Meinung". Viel mehr können wir auch nicht dazu haben als eine Meinung. Die Erfahrung des eigenen körperlichen Ablebens haben wir alle noch vor uns.
    ...

    Guten Morgen Wusheng,
    grundsätzlich hast Du Recht. Es gibt jedoch die Möglichkeit, den eigenen Tod sehr plastisch zu erleben. Soviel ich weiß, gibt es dazu auch entsprechende Meditationen. Ich selbst habe meinen eigenen Tod schon mehrfach in den letzten 20 Jahren in verschiedenen Formen während Meditationen (jedoch ohne den Tod als Objekt zu nehmen) und im Traum mit gleichzeitigem Aufwachen erlebt. Überwiegend erlebte ich den Schock, der damit verbunden ist. Dieser Schock hat mir gezeigt, wie weit ich davon entfernt bin, mir einzubilden, es wäre ein Leichtes. Denn ich habe seit meiner Pubertät schon häufig an Selbstmord gedacht und dies als Not-Ausgang betrachtet.
    Laut Kübler-Ross ist der Tod besonders schwierig für Menschen, die noch unerledigte Geschäfte haben. Und dem kann ich ja vorbeugen, soweit wie möglich.
    Ansonsten bleibt nur die Erfahrung, die einzige, die wirklich keinem erspart bleibt. ;)
    Ich wünsche uns allen ein Ende ohne Leiden und ohne Spuren zu hinterlassen.
    _()_ Monika

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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