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Tricky Erkenntnis

  • Askan
  • 26. Dezember 2011 um 02:28
  • Zum letzten Beitrag
  • Askan
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    18. Dezember 2011
    • 26. Dezember 2011 um 02:28
    • #1

    Heute hatte ich eine Erkenntnis. Ich hatte so eine schon vorher nur aber bringt sie mehr Kopfzerbrechen als Zuversicht.
    Alles ist Eins. Es gibt weder gut noch böse.
    Es ist unerherblich ob wir:
    Bettler oder Dieb,
    Kindsmörder oder guter Vater,
    Schänder oder Krankenschwester
    Soldat oder Mönch
    sind? (!)

    Unerheblich im Sinne für die Gesamheit.

    Dadurch, dass es weder Hell,noch Dunkel gibt. Weder schwarz noch weiß. Weder gut noch böse, besteht alles aus dem ein und dem selben Element.
    Es ist die Gegebenheit der Gesamtheit. Es tut einfach. Es läuf einfach. Es ist so. Das scheint mir fast die "wahre" Natur von der Existenz zu sein.

    Ein Buddhis versucht das zu durchdringen. Er versucht das anscheinend ganz normale auf zu halten zu wollen oder sich davon zu befreien.
    Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass der Buddhist wie ein Kapitän ohne Steuermann ist. Er weiß genau wohin er will. An das Ufer, wo das Paradis ist ohne Leid.
    Aber mir scheint so, dass er auf dieser abenteuerlichen Reise niemals sein Ziel finden wird.
    Aus seinem "Ego" heraus agiert er und versucht das Leiden zu beenden (unterdrücken).(?)
    Dabei half ihm sein rationaler Verstand.
    Ganz schön "egoistisch" könnte man ihm nun unterstellen. (Etwa wie Spielverderber?).

    Einfach alle Anhaftigkeiten loslassen? Klingt einfach, ist es aber nicht.
    Das ist ziemlich schwer. Das treiben lassen im Meer birgt viele Gefahren.
    Wird jener an das andere Ufer gespült?
    Oder ertrinkt er im Wasser?

    Es ist ganz schön schwer dem Weg des Buddah zu gehen.
    Überall lauern Gefahren in diesem Nebel.
    Manchmal habe ich Angst, dass ich es nicht schaffe.
    Das alles so bleibt ist wie es ist.
    Dass das Leiden einfach von vorne beginnt.

    Ich glaube es ist ziemlich gefährlich, das Leiden im Leben als normale Gegebenheit hinzunehmen.
    Es würde bedeuten, sicht damit abzufinden und immer wieder das Samsara zu durchleben,
    das es ja gilt zu verlassen.

    Ich weiß, diese Zeile hören sich verwirrt und chaotisch an. Nur denke ich, dass eine Verhärtung des Geistes in einen Glauben immer Anhaftigkeit und Leiden induziert. Stets sollte man sich prüfen und die Wachheit vor Augen halten, denn ich bin mir selbst der größte Feind und der größte Lügner, der sich selbst belügt.

    Der Zen-Buddhismus greift die Lehren des Buddha auf um sie dann wider zu verwerfen.
    Für einen Schüler ist der lehrreichste Meister er selbst.
    "Ich bin der Geist, dein Freund. Warum hälst du Ausschau nach jemand anderem?" ( Rumi, ein Sufi)

  • accinca
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    • 26. Dezember 2011 um 06:45
    • #2
    Askan:

    Heute hatte ich eine Erkenntnis. Ich hatte so eine schon vorher nur aber bringt sie mehr Kopfzerbrechen als Zuversicht.
    Alles ist Eins. Es gibt weder gut noch böse.
    Es ist unerherblich ob wir:
    Bettler oder Dieb, Kindsmörder oder guter Vater,
    Schänder oder Krankenschwester Soldat oder Mönch sind? (!)
    Unerheblich im Sinne für die Gesamheit.
    Dadurch, dass es weder Hell,noch Dunkel gibt. Weder schwarz noch weiß. Weder gut noch böse, besteht alles aus dem ein und dem selben Element.
    Es ist die Gegebenheit der Gesamtheit. Es tut einfach. Es läuf einfach. Es ist so. Das scheint mir fast die "wahre" Natur von der Existenz zu sein.

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    Schon zur Zeiten des Buddha scheint es solche falschen
    "Erkenntnisse" gegeben zu haben.

    So berichtet schon der Buddha von einem
    namens "Pūrano Kassapo" der lehrte:

    'Was einer begeht oder begehen läßt, wer zerstört oder zerstören läßt,
    wer quält oder quälen läßt, wer Kummer und Plage schafft, wer schlägt
    und schlagen läßt; wer Lebendiges umbringen läßt, wer Nichtgegebenes
    nehmen läßt, wer einbricht, fremdes Gut raubt, einsame Häuser ausplündert,
    Wegelagerer ist, wer Ehefrauen verführt; wer Lügen spricht: was einer
    begeht, er begeht keine Schuld. Und wer da gleich mit einer scharf
    geschliffenen Schlachterscheibe alles Lebendige auf dieser Erde zu einer
    einzigen Masse Mus, zu einer einzigen Masse Brei machte, so hat er
    darum keine Schuld, begeht kein Unrecht.
    Und wer da auch am südlichen Ufer des Ganges verheerend und mordend
    dahinzöge, zerstörte und zerstören ließe, quälte und quälen ließe, so hat
    er darum keine Schuld, begeht kein Unrecht.
    Und wer auch am nördlichen Ufer des Ganges spendend und schenkend
    dahinzöge, Almosen gäbe und geben ließe, so hat er darum kein Verdienst,
    begeht nichts Gutes. Durch Geben, Zähmung, Zügelung, Wahrhaftigkeit
    erwirbt man kein Verdienst, begeht nichts Gutes'." M 60 z.B.

    Da kann man mal sehen, selbst die schlechtesten und verkehrtesten Gedanken
    der Welt sind keine Erfindung der Neuzeit.

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    • 26. Dezember 2011 um 07:39
    • #3
    Askan:

    Heute hatte ich eine Erkenntnis.

    Ach wirf sie einfach weg 8)

  • Gummibärle
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    • 26. Dezember 2011 um 10:15
    • #4

    Ich stelle mir eine Welt ohne Menschen vor und überlege, was daran gut oder böse wäre. z.B: Ist es böse, dass eine Katzenmutter ihren Jungen halbtote Mäuse zum Spielen bringt, ohne Rücksicht auf deren starke Schmerzen durch die bereits erlittenen Verletzungen und deren Todesangst? Tut sie es nicht, werden die Jungen eines Tages verhungern, weil sie das Mäuse fangen nicht gelernt haben.
    Ein ganz unbuddhistisches Zitat zu diesem Thema, ich glaube, es ist von Shakespeare: "An sich ist nichts weder gut oder böse, das Denken macht es erst dazu." Gut und Böse sind eine Auswirkung arttypischer menschlicher Eigenschaften, außerhalb der menschlichen Erlebenswelt gibt es diese Begriffe nicht.

    Natürlich versuchen wir als Buddhisten, durch unser Handeln und Reden keinem anderen Lebewesen Leid zuzufügen. Wenn aber uns jemand Leid zufügt, sollten wir versuchen, unseren Anteil an der Sache (nämlich das Leiden) zu bekämpfen, nicht aber den Verursacher als "böse" einzustufen, denn dadurch verstärken wir unser eigenes Leid.

    Das soll jetzt keine Gebrauchsanweisung für Anfänger sein, sondern ist nur meine Einstellung zum Thema "Gut und Böse", der ich versuche gerecht zu werden.

    Schönen Tag noch
    wünscht Gummibärle

  • Askan
    Themenautor
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    • 26. Dezember 2011 um 12:19
    • #5

    Ah okay. Letztendlich habe ich mich mich an den bildlichen Begriff "gut" und "böse" wie "Gott und Teufel" aufgehängt und mir selbst einen Streich gespielt.
    Es ist nur wichtig kein Leid hervorzurufen. Demnach sind "Leid vermeiden" und "gutes Tun" Synonyme, aber keine äquipollenten Worte.

    Der Zen-Buddhismus greift die Lehren des Buddha auf um sie dann wider zu verwerfen.
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  • accinca
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    • 26. Dezember 2011 um 13:07
    • #6
    Gummibärle:

    Ich stelle mir eine Welt ohne Menschen vor und überlege, was daran gut oder böse wäre. z.B: Ist es böse, dass eine Katzenmutter ihren Jungen halbtote Mäuse zum Spielen bringt, ohne Rücksicht auf deren starke Schmerzen durch die bereits erlittenen Verletzungen und deren Todesangst? Tut sie es nicht, werden die Jungen eines Tages verhungern, weil sie das Mäuse fangen nicht gelernt haben.

    Schon aus diesen Überlegungen ist klar ersichtlich, das die Lehre
    des Buddha nicht für Katzen und Mäuse gedacht ist. Wer sich also
    damit begnügen will mal als Katze, mal als Maus geboren zu werden
    und junge Katzen auszubilden um als Katzen leben zu können, für
    den ist die Lehre nicht. Dazu gehören dann schon Menschen die vom
    "Katz- und Mause-spiel" genug haben um es zu beenden oder zumindest
    erst einmal ein besseres Spiel mit weniger Leiden anstreben und das
    böse Spiel beenden wollen um ein besseres Spiel anstreben um später
    das Spielen ganz einzustellen.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 26. Dezember 2011 um 13:16
    • #7
    Askan:

    ...
    Ich weiß, diese Zeile hören sich verwirrt und chaotisch an. Nur denke ich, dass eine Verhärtung des Geistes in einen Glauben immer Anhaftigkeit und Leiden induziert. Stets sollte man sich prüfen und die Wachheit vor Augen halten, denn ich bin mir selbst der größte Feind und der größte Lügner, der sich selbst belügt.


    Hört sich überhaupt nicht verwirrt und chaotisch an - für den, der dieses Feeling kennt, ist das vollkommen klar verständlich.
    "Man ist sich selbst der größte Feind und der beste Freund", heißt es. Meint, man kann sich selbst in die Pfanne hauen und mieses Karma ansammeln, oder man kann sich um das Richtige bemühen und sich so selber rausholen. Joh!

    Aber " ein Kaptiän ohne Steuermann" ist der Buddhist in keiner Weise, denn man nimmt ja ständig Zuflucht. Der Buddha (das, was man als Buddha versteht) ist der Kapitän, der Dharma ist der Steuermann und die Sangha ist die Crew. Man selbst ist leer dadrin. :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • darkwave
    Gast
    • 26. Dezember 2011 um 17:23
    • #8
    Askan:

    Heute hatte ich eine Erkenntnis. Ich hatte so eine schon vorher nur aber bringt sie mehr Kopfzerbrechen als Zuversicht.
    Alles ist Eins. Es gibt weder gut noch böse.

    das dachte ich auch ne weile, ich nannte es non-dualismus, ist aber bei näherer untersuchung nicht ganz so klar ob das stimmt.

    grüsse zenbo

  • Grund
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    • 26. Dezember 2011 um 17:30
    • #9
    darkwave:

    ich nannte es non-dualismus

    So nennen Leute gerne ihre Phantasien in diversen Zusammenhängen, durfte ich bereits feststellen 8)

    "Leerheit" wird auch gerne gesagt

  • darkwave
    Gast
    • 26. Dezember 2011 um 17:35
    • #10
    TMingyur:

    So nennen Leute gerne ihre Phantasien in diversen Zusammenhängen, durfte ich bereits feststellen 8)

    Leerheit wird auch gerne gesagt

    ja da hattest du wohl ausnahmsweise mal recht. :D natürlich entsteht alles aus dem selben boden, doch gut und böse gibt es schon, ein beispiel: wenn politische diferenzen ein land spalten, sollte man diese lösen indem man zur waffe greift, oder es ausdiskutiert? was allerdings stimmt, das ist das man durch weniger differenzieren das leiden etwas mindern kann, die dummen leiden ja allgemein weniger.

    gruss zenbo

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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