Wie schon in meinen Vorstellungsbeitrag erwähnt, möchte ich euch mein Warum und meine Fragen präsentieren...
Eher zufällig bin ich auf den Buddhismus gestossen. Angefänglich wollte ich einfach nur mehr "Ruhe" in mein Leben bekommen. Das "allgemeine" Leben hatte so einiges an Überraschungen für mich parat und ich merke, dass ich keine Ruhe mehr finde... Vor über 20 Jahren hatte ich mich mal im Judo versucht und so besann ich mich auf meine diese Erfahrungen zurück, indem ich mich fragte, warum nicht wieder einer Kampfsportart nachgehen - um den Geist etwas zu "entspannen". Judo kommt heute für mich jedoch nicht mehr in Frage, da ich den Wettkampf nicht mehr beschreiten möchte.
So bin ich zum Aikido gelandet - kein Wettkampf, nur eben die persönliche Entfaltung! Mit grossem Erstaunen konnte ich feststellen, dass mir das "in sich gehen" (jeweils vor und nach dem Training) sehr hilft, eine gewisse innere Ruhe herbeizuführen! Doch es reicht mir nicht! Somit habe ich mich mal an die Meditation herangetraut.
Und irgendwann während einer Meditation kam mir die Frage, warum ich keine Ruhe finde? Da ich ein analytischer Zeitgeist bin, wollte ich eine Antwort auf diese Frage finden... und so kam ich auf die Idee des Buddhismus.
Ich möchte aber betonen, dass ich weder einen anderen Buddhisten oder eine Gemeinschaft kenne und mich im Moment auf einer reinen theoretischen Stufe bewege, indem ich versuche viel über Buddhismus in Erfahrung zu bringen. Die Fülle an Informationen ist aber heftig, gewaltig und enorm! Irgendwie fühle ich mich mit all dieser Informationsflut regelrecht überrollt!
Dies ist auch der Grund, warum ich mich hier im Forum angemeldet habe! Nicht, dass Ihr mir die Antwort auf meine Fragen geben sollt, vielmehr dass ihr mir dazu hellft, mir den meinen Weg, zu meiner eigenen Antwort zu "beleuchten"...
Das was mir am Buddhismus am positivstem auffällt, ist die Tatsache, dass keinem Gott gehuldigt wird und es keinem Dogmatismus gibt! Leider werde ich (nach denen Information zufolge, die ich bis jetzt habe) aber das Gefühl nicht los, dass es trotzdem einen gewissen Personenkult zu schein gibt. Somit komme ich zu meiner Schlussfolgerung, was ich konkret suche:
- keinen Gott, Guru, Lehrer oder sonstige, denen ich "folgen" muss, damit dieser mich der Erleuchtung näher bringt,
- keine "Rituale", "Meilensteine" oder "Prüfungen", die mir auferlegt werden um meine "Stufe" zu definieren,
- keine Gebote, Verbote sowie Belohnungen und Titel.
Im Grunde möchte ich nur mir selbst verpflichtet sein und nicht mir einem "offenem" Herzem herumlaufen, nur "weil es so ist" oder es von mir erwarten wird!
Dies klingt vielleicht alles etwas komisch, doch ich bin nunmal auf der Suche nach Antworten und deshalb "derfragende"!
Bin ich mit meinen Fragen richtig im Buddhismus? Nur eine der vielen Fragen, die mir im Moment irgendwie den Kopf "zutun"...
Danke für eure Hilfe...
Steve