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buddhas Motivation

  • Marc
  • 25. November 2011 um 01:14
  • Zum letzten Beitrag
  • Marc
    Themenautor
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    Mitglied seit
    23. November 2011
    • 25. November 2011 um 01:14
    • #1

    Hallo liebe Gemeinde.

    Da es schon spät ist werfe ich diese Fragen ohne weitere Meinung in den Raum und hoffe auf eure Meinungen. Vielleicht kann mir auch jemand Überlieferungen verlinken in denen der Buddha Hinweise gibt.

    Welche Motivationen und Umstände haben den jungen Siddharta und ebenso jungen Jesus wohl seiner Zeit dazu gebracht, einen Glauben zu entwickeln der heute noch soviel Anklang findet?

    Wäre es denn naiv zu glauben der Buddha als auch Jesu verfolgten seiner Zeit ähnliche Ziele als sie damit begannen ihre Lehre zu Uberliefern?

    Und
    Welche Mittel hätte der Buddha heute seinen Glauben zu verbreiten und würde er in der geschichtlichen Erscheinung überhaupt akzeptiert wahrgenommen werden können?

    Liebste grüsse

  • monikamarie
    Gast
    • 25. November 2011 um 07:41
    • #2

    Guten Morgen, lieber Marc,
    und ein herzliches Willkommen.
    Es gibt hier sehr kundige Buddhisten, dennoch will ich gerne versuchen, auf Deine Fragen einzugehen :D

    Zitat

    Welche Motivationen und Umstände haben den jungen Siddharta und ebenso jungen Jesus wohl seiner Zeit dazu gebracht, einen Glauben zu entwickeln der heute noch soviel Anklang findet?

    Siddharta und Jesus kommen aus unterschiedlichen Traditionen und sind deshalb nicht unbedingt zu vergleichen, obwohl beide das Leiden beenden wollten.
    (Jesus Aussprüche z. B. "ich habe die Welt besiegt", "mein Reich ist nicht von dieser Welt" ...)

    Zitat

    Wäre es denn naiv zu glauben der Buddha als auch Jesu verfolgten seiner Zeit ähnliche Ziele als sie damit begannen ihre Lehre zu Uberliefern?

    Beide hatten ein hohes Potential. Denn um diesen Weg zu gehen, mussten sie sich von Elternhaus und Traditionen verabschieden, was sicher viel Entschlossenheit und Mut bedurfte. Beiden lag das Leiden der Menschen am Herzen.

    Zitat

    Und
    Welche Mittel hätte der Buddha heute seinen Glauben zu verbreiten

    Zunächst einmal hatte Buddha keinen Glauben. Sein Weg ist ein nachprüfbarer, bereits in diesem Leben leb- und erlebbarer Weg.
    Sein Erleuchtung war die Erkenntnis der vier Edlen Wahrheiten

    Leben ist Leiden.
    Es gibt eine Ursache des Leidens.
    Es gibt ein Ende des Leidens und
    es gibt einen Weg daraus.

    Die Mittel sind immer dieselben: Seine Lehrreden - nachlesbar im Palikanon http://www.palikanon.com/. Heute mehr denn je, denn wie einfach ist es, daran zu kommen im Gegensatz zu vor 2500 Jahren. :D

    Zitat

    und würde er in der geschichtlichen Erscheinung überhaupt akzeptiert wahrgenommen werden können?

    Diese Frage verstehe ich nicht.

    _()_ Monika

  • Joy
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    18. November 2011
    • 25. November 2011 um 07:47
    • #3

    Hallo Marc,

    deine Fragen haben mich tief berührt und ich habe nur ein Wort als Antwort auf deine Fragen:

    Mitgefühl (Karuna)


    Zitat

    Pflichtbewusstsein ohne Mitgefühl macht verdrießlich
    Verantwortung ohne Mitgefühl macht rücksichtslos
    Gerechtigkeit ohne Mitgefühl macht hart
    Wahrhaftigkeit ohne Mitgefühl macht kritiksüchtig
    Klugheit ohne Mitgefühl macht betrügerisch
    Freundlichkeit ohne Mitgefühl macht heuchlerisch
    Ordnung ohne Mitgefühl macht kleinlich
    Sachkenntnis ohne Mitgefühl macht rechthaberisch
    Macht ohne Mitgefühl macht grausam
    Ehre ohne Mitgefühl macht hochmütig
    Besitz ohne Mitgefühl macht geizig
    Glaube ohne Mitgefühl macht fanatisch

    (Laozi, China-Buddha, 6. Jh. vor dem Christen-Buddha)

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    _()_

  • Onda
    Gast
    • 25. November 2011 um 10:15
    • #4
    Marc:


    Welche Motivationen und Umstände haben den jungen Siddharta und ebenso jungen Jesus wohl seiner Zeit dazu gebracht, einen Glauben zu entwickeln der heute noch soviel Anklang findet?

    Darüber können wir nur spekulieren. Ich vermute, es war weder die Absicht von Buddha noch die von Jesus, eine Weltreligion zu gründen.
    Der Buddha hat sein Heim und seine Familie sicherlich nicht in der Absicht verlassen, eine religiöse Organisation ins Leben zu rufen. Es waren existentielle Fragen, die ihn auf der Suche nach Weisheit in die Hauslosigkeit ziehen ließen: was sind die tiefsten Wurzeln menschlichen Leidens? Wie lässt sich dieses Leiden überwinden? Gibt es eine tiefere Wahrheit hinter allem weltlichen Treiben? Was sind die elementaren Gesetze des Seins? Was ist ein Mensch?

    LG
    Onda

  • Maybe Buddha
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    • 25. November 2011 um 19:34
    • #5

    Ich denke die grosse Gemeinsamkeit von den beiden (Jesus und Buddha) ist das sie beide (auf ihre Art) das Ego überwunden haben und erkannt haben das wahres Glück erst ensteht (entstehen kann) wenn aus und für die Gesamtheit gehandelt(denken, reden, tuen) wird und nicht für die Befriedigung des Ego's.

    Der Buddha hat aber einen sehr klaren, strukturtierten und nachvollziehbareren Weg aufegezeigt, wie ich finde.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • sumedhâ
    Gast
    • 25. November 2011 um 19:41
    • #6
    Joy:


    (Laozi, China-Buddha, 6. Jh. vor dem Christen-Buddha)


    _()_


    hallo Joy,

    ich verstehe nicht wie das gemeint ist....Laozi ist der Buddha der chinesen, oder bedeutet Buddha in chinesisch?
    das selbige gilt für Christen-Buddha.....

    kannst du näher ausführen was du damit meinst :O)

    vielen dank

    _()_

  • wusheng
    Gast
    • 25. November 2011 um 19:43
    • #7
    Maybe Buddha:


    Der Buddha hat aber einen sehr klaren, strukturtierten und nachvollziehbareren Weg aufegezeigt, wie ich finde.


    Und vor allem auch einen gangbaren Weg.
    Gruß ;)
    Wusheng

  • Maybe Buddha
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    • 25. November 2011 um 19:44
    • #8
    sumedhâ:
    Joy:


    (Laozi, China-Buddha, 6. Jh. vor dem Christen-Buddha)


    _()_


    hallo Joy,

    ich verstehe nicht wie das gemeint ist....Laozi ist der Buddha der chinesen, oder bedeutet Buddha in chinesisch?
    das selbige gilt für Christen-Buddha.....

    kannst du näher ausführen was du damit meinst :O)

    vielen dank

    _()_

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    Ist doch verlinkt das "Laozi". Klick doch mal drauf und guck was Wiki sagt *schmunzel*

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Maybe Buddha
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    • 25. November 2011 um 19:48
    • #9
    wusheng:
    Maybe Buddha:


    Der Buddha hat aber einen sehr klaren, strukturtierten und nachvollziehbareren Weg aufegezeigt, wie ich finde.


    Und vor allem auch einen gangbaren Weg.
    Gruß ;)
    Wusheng

    Der eine wandert halt gerne mit ein paar Stichpunkten undOrtsnamen drauf los und wird, wenn er Glück und genügend Zeit mitbringt zum Ziel kommen (Jesus Lehre), der ander benutzt halt lieber ein Navi (Buddha Lehre) :D .

    Ich denke das ist halt auch abhängig vomn Typ zu Typ und den jeweiligen Konditionierungen. Ich finde den Weg des Buddha allerdings auch 1000 fach gangbarer ;)

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • sumedhâ
    Gast
    • 25. November 2011 um 20:37
    • #10
    Maybe Buddha:
    sumedhâ:


    hallo Joy,

    ich verstehe nicht wie das gemeint ist....Laozi ist der Buddha der chinesen, oder bedeutet Buddha in chinesisch?
    das selbige gilt für Christen-Buddha.....

    kannst du näher ausführen was du damit meinst :O)

    vielen dank

    _()_


    Ist doch verlinkt das "Laozi". Klick doch mal drauf und guck was Wiki sagt *schmunzel*

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    ich will nicht wissen was Wiki sagt!!!! und sollte ich mal durst haben, frag ich dich was zu tun ist *schmunzel*

  • Joy
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    18. November 2011
    • 25. November 2011 um 21:54
    • #11

    Hallo sumedhâ,

    sumedhâ:

    ich verstehe nicht wie das gemeint ist....Laozi ist der Buddha der chinesen ... das selbige gilt für Christen-Buddha.....

    Zitat

    Buddha bezeichnet im Buddhismus einen Menschen, der Bodhi (wörtlich „Erwachen“) erfahren hat.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Buddha

    Da ich keiner Lehrmeinung gegenüber verpflichtet und sowas wie ein "freier Buddhist mit christlichem Unterbau" bin, nehme ich es mir heraus, auch Laozi oder Jesus einen Buddha zu nennen. Ich kenne noch viel mehr. Aber das ist konträr zu den etablierten buddhistischen Lehren, die sich dem Buddha Shakyamuni verpflichtet haben und da will ich jetzt gar nicht drüber debattieren. Das buche ich mal unter Glaubens- und Meinungsfreiheit. :)

    _()_

  • Dorje Sema
    Gast
    • 25. November 2011 um 22:07
    • #12
    Zitat

    Marc: Hallo liebe Gemeinde.

    halo marc

    Zitat

    Da es schon spät ist werfe ich diese Fragen ohne weitere Meinung in den Raum

    Raum erzeugt Raum


    Zitat

    und hoffe auf eure Meinungen.

    Raum hat keine Meinung als oder von sich als Raum

    Zitat

    Vielleicht kann mir auch jemand Überlieferungen verlinken in denen der Buddha Hinweise gibt.

    Welche Wieso und Wodurch ?

    Zitat

    Welche Motivationen und Umstände haben den jungen Siddharta und ebenso jungen Jesus wohl seiner Zeit dazu gebracht, einen Glauben zu entwickeln der heute noch soviel Anklang findet?

    Welche Motivation und Umstände bringen Dich dazu eine solche Frage zu stellen?

    Zitat

    Wäre es denn naiv zu glauben der Buddha als auch Jesu verfolgten seiner Zeit ähnliche Ziele als sie damit begannen ihre Lehre zu Uberliefern?

    Wäre es naiv zu glauben zu wissen ?

    Zitat

    Und
    Welche Mittel hätte der Buddha heute seinen Glauben zu verbreiten und würde er in der geschichtlichen Erscheinung überhaupt akzeptiert wahrgenommen werden können?

    Abhängig wovon, bitte ?

    Zitat

    Liebste grüsse

    añjalī अञ्जलि
    ࿅Dorje Sema࿄

  • sumedhâ
    Gast
    • 25. November 2011 um 22:19
    • #13
    Joy:

    Hallo sumedhâ,

    sumedhâ:

    ich verstehe nicht wie das gemeint ist....Laozi ist der Buddha der chinesen ... das selbige gilt für Christen-Buddha.....

    Zitat

    Buddha bezeichnet im Buddhismus einen Menschen, der Bodhi (wörtlich „Erwachen“) erfahren hat.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Buddha

    Da ich keiner Lehrmeinung gegenüber verpflichtet und sowas wie ein "freier Buddhist mit christlichem Unterbau" bin, nehme ich es mir heraus, auch Laozi oder Jesus einen Buddha zu nennen. Ich kenne noch viel mehr. Aber das ist konträr zu den etablierten buddhistischen Lehren, die sich dem Buddha Shakyamuni verpflichtet haben und da will ich jetzt gar nicht drüber debattieren. Das buche ich mal unter Glaubens- und Meinungsfreiheit. :)

    _()_

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    danke dir für die antwort.... debattieren.... nö.... warum und wozu :O)

    _()_

  • Joy
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    18. November 2011
    • 25. November 2011 um 22:29
    • #14
    sumedhâ:

    danke dir für die antwort.... debattieren.... nö.... warum und wozu :O)


    Danke dir auch sumedhá!

    _()_

  • Sutava
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    28. November 2011
    • 3. Dezember 2011 um 15:16
    • #15
    Marc:

    Welche Motivationen und Umstände haben den jungen Siddharta und ebenso jungen Jesus wohl seiner Zeit dazu gebracht, einen Glauben zu entwickeln der heute noch soviel Anklang findet?

    Ich denke nicht dass der Buddha ein Verkünder einer Glaubensreligion war

  • Onyx9
    Gast
    • 3. Dezember 2011 um 23:20
    • #16
    Joy:

    Hallo Marc,

    deine Fragen haben mich tief berührt und ich habe nur ein Wort als Antwort auf deine Fragen:

    Mitgefühl (Karuna)


    Zitat

    Pflichtbewusstsein ohne Mitgefühl macht verdrießlich
    Verantwortung ohne Mitgefühl macht rücksichtslos
    Gerechtigkeit ohne Mitgefühl macht hart
    Wahrhaftigkeit ohne Mitgefühl macht kritiksüchtig
    Klugheit ohne Mitgefühl macht betrügerisch
    Freundlichkeit ohne Mitgefühl macht heuchlerisch
    Ordnung ohne Mitgefühl macht kleinlich
    Sachkenntnis ohne Mitgefühl macht rechthaberisch
    Macht ohne Mitgefühl macht grausam
    Ehre ohne Mitgefühl macht hochmütig
    Besitz ohne Mitgefühl macht geizig
    Glaube ohne Mitgefühl macht fanatisch

    (Laozi, China-Buddha, 6. Jh. vor dem Christen-Buddha)

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    Richtig ! Beider Sehen war das zutiefst mitfühlende !


    _()_

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  • buddhassohn
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    7. Dezember 2011
    • 11. Dezember 2011 um 11:49
    • #17
    Joy:

    Da ich keiner Lehrmeinung gegenüber verpflichtet und sowas wie ein "freier Buddhist mit christlichem Unterbau" bin, nehme ich es mir heraus, auch Laozi oder Jesus einen Buddha zu nennen. Ich kenne noch viel mehr. Aber das ist konträr zu den etablierten buddhistischen Lehren...

    Da muss ich mich mal einhacken, ganz so konträr ist das doch nicht? Im tibetischen Buddhismus jedenfalls, scheint das etabliert. Der Dalai Lama sagt in dem Buch "Mitgefühl und Weisheit: Ein Gepräch mit Felizitas von Schönborn", dass alle "großen Menschen" (als Beispiel wird Jesus genannt) eben auch Menschen sind, die ein sehr hohes Entwicklungsstadium bereits erreicht haben, möglicherweise gar bereits erleuchtet sind und freiwillig wieder auf die Erde kommen, um mit ihrem allumfassenden Mitgefühl auch anderen Menschen auf diesem Pfad (zur Erleuchtung) zu helfen. Natürlich ist im tibetischen Buddhismus auch der Dalei Lama ein solcher Erleuchteter, auch wenn er (aus Demut) selbst das so direkt nie sagen würde.

  • GaliDa68
    Gast
    • 11. Dezember 2011 um 12:38
    • #18
    Marc:

    Hallo liebe Gemeinde.

    Da es schon spät ist werfe ich diese Fragen ohne weitere Meinung in den Raum und hoffe auf eure Meinungen. Vielleicht kann mir auch jemand Überlieferungen verlinken in denen der Buddha Hinweise gibt.

    Welche Motivationen und Umstände haben den jungen Siddharta und ebenso jungen Jesus wohl seiner Zeit dazu gebracht, einen Glauben zu entwickeln der heute noch soviel Anklang findet?

    Wäre es denn naiv zu glauben der Buddha als auch Jesu verfolgten seiner Zeit ähnliche Ziele als sie damit begannen ihre Lehre zu Uberliefern?

    Und
    Welche Mittel hätte der Buddha heute seinen Glauben zu verbreiten und würde er in der geschichtlichen Erscheinung überhaupt akzeptiert wahrgenommen werden können?

    Liebste grüsse

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    Hallo Marc,

    laut Überlieferung wurde er gebeten. Wissen tut niemand, warum der Gautama Buddha das tat.
    Einen Glauben entwickelt? Glaube ich nicht (und nicht, weil ich die Unterscheidung Glaubens- vs. Erfahrungsreligion mache). Einen Glauben haben wohl seine Zuhörer und die Anhänger daraus gemacht. Wenn ein Körnchen Wahrheit in den Überlieferungen steckt, dann denke ich, dass Gautama einfach seine Erfahrungen mitgeteilt hat und seinen Zuhörer zeigen wollte, wie er dazu gekommen ist.

    Du kannst heute lebende Lehrer fragen was ihre Motivation ist, das zu lehren, was sie wissen. Ist womöglich eine relevantere Frage.

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • SpringMode5708
    Gast
    • 12. Dezember 2011 um 06:23
    • #19
    Marc:

    Welche Motivationen und Umstände haben den jungen Siddharta ... dazu gebracht, einen Glauben zu entwickeln der heute noch soviel Anklang findet?


    Hallo Marc,

    zwar spielt 'Vertrauen' ein Rolle, doch es zunächst ist es kein "Glauben", sondern ein Methode, zu der Er uns Einlud, und überliefert ist folgendes:

    Zitat

    1.5. Brahma Sahampati

    1. Danach, nach dem Verlauf von sieben Tagen, erhob sich der Erhabene aus dieser (innerlichen) Versenkung...

    2. Da nun entstand im Geist des ins Verborgene gegangenen, einsamen Erhabenen so die Überlegung:

    "Gefunden habe ich diese Lehre, tief, schwer zu erkennen, schwer zu begreifen ist, friedvoll, erhaben, keinem Zweifel zugänglich, fein durchdacht, den Weisen zugänglich. Am Anhangen jedoch freuen sich die Leute, über das Anhangen sind sie froh, am Anhangen ergötzen sie sich. Den sich am Anhangen freuenden Leuten, den über das Anhangen froh seienden, den sich am Anhangen ergötzenden wird schwer zu erkennen sein, was dieser Grundsatz ist: der ursächliche Zusammenhang und das Entstehen in Abhängigkeit. Schwer zu erkennen ist auch dieser Grundsatz : das Aufhören aller Gegebenheiten, die Befreiung von allen zur Wiedergeburt führenden Bedingungen, das Schwinden des ,Durstes', die Leidenschaftslosigkeit, das Ausrotten der Begierde) das Erlöschen. Wenn ich also nun die Lehre verkünde und die anderen mich nicht verstehen, wird das für mich nur Ermüdung sein, wird das für mich nur Ärger sein."

    [Buddha steht hier an einem entscheidenden Wendepunkt, und hier liegt auch der Unterschied zwischen einem Paccekabuddha und einem Tathāgata. Ersterer läßt es sich daran genügen, die Erlösung an sich allein zu verwirklichen. Letzterer dagegen läßt sich auch von Māra nicht davon abhalten, die Mühe der Ordensstiftung und des Ausbreitens der Lehre auf sich zu nehmen].

    3. Da gingen dem Erhabenen diese Strophen auf, die, (obwohl) frei von Wundern, dennoch niemals zuvor gehört worden waren:

    • »Unter Mühen habe ich die Lehre erkannt.
      Was soll ich sie jetzt verkünden?
      Von den in Leidenschaft und Sünde Verstrickten
      ist diese Lehre nicht leicht zu begreifen.
    • Gegen den Strom gehend, werden die fein durchdachte,
      tiefe, schwer zu erkennende, genau ausgearbeitete Lehre
      die von Leidenschaft Befallenen
      nicht sehen, die von tiefer Finsternis Umhüllten."

    4. Das Gemüt des so nachdenkenden Erhabenen neigte sich also der Gleichgültigkeit zu, nicht dem Verkünden der Lehre. Da erfuhr Brahmā Sahampati durch seine Geisteskraft die im Geist des Erhabenen vor sich gehende Überlegung, und es kam ihm dieser Vorstellung: "Zugrunde geht, o weh, die Welt, dahinschwindet, o weh, die Welt, weil ja das Gemüt des Vollendeten, des Heiligen, vollkommen Erwachten der Gleichgültigkeit zuneigt, nicht dem Verkünden der Lehre."

    5. Da, gleichwie ein kräftiger Mann den gekrümmten Arm ausstreckt oder den ausgestreckten Arm krümmt, ebenso verschwand Brahmā Sahampati aus der Brahmawelt und erschien vor dem Erhabenen.

    6. Und Brahmā Sahampati legte das Obergewand auf eine Schulter, beugte das rechte Knie auf den Erdboden nieder, verneigte sich vor dem Erhabenen mit zusammengelegten Händen und sprach zum Erhabenen dies: "O Herr, der Erhabene möge die Lehre verkünden; der da richtig gegangen ist, möge die Lehre verkünden. Es gibt Wesen, die wenig Befleckung des Charakters aufweisen; wenn sie die Lehre nicht hören, würden sie untergehen; sie werden die Lehre verstehen [Wörtlich: Sie werden der Lehre Versteher sein. Die wörtliche Übersetzung aus der Pāli-Syntax ist eben nicht immer möglich]."

    7. Dies sprach Brahmā Sahampati. Nachdem er dies gesprochen hatte, sprach er noch folgendes:

    • "Die bei den Magadhern früher in Erscheinung getretene Lehre
      ist unrein, von Befleckten ausgedacht.
      Öffne dieses Tor zum Unsterblichen;
      hören sollen sie die Lehre, die vom Makellosen begründete!
    • Wie ein auf einem Felsen, auf einer Bergspitze Stehender
      das Volk allseits überschauen mag,
      so, zum höchsten Palast der Lehre,
      o Weiser, emporsteigend, o allseits Sehender,
      auf das von Kummer heimgesuchte Volk, schau du, der du
      den Kummer aufgegeben hast, auf das von Geburt und Alter Überwältigte!
    • Erhebe dich, o Held, von dem die Schlacht gewonnen wurde!
      als Menschenführer, der du frei von Schuld bist,
      wandle in der Welt!
      Es verkünde der Erhabene die Lehre;
      es wird Leute geben, die sie verstehen."

    8. Nachdem er so gesprochen hatte, sagte der Erhabene zu Brahmā Sahampati dies: "Mir, o Brahmā, ist dieser Gedanke gekommen: ,Gefunden habe ich diese Lehre, die tief, schwer zu erkennen, schwer zu begreifen ist ... (weiter wie in Abschnitt 2) ... wird das für mich (nur) Ärger sein.' Und außerdem, o Brahmā, gingen mir diese Strophen auf, die, obwohl frei von Wundern, dennoch niemals zuvor gehört worden waren: ,... (wie in Abschnitt 3) ...Umhüllten.' Als ich darüber nachdachte, neigte sich mein Gemüt der Gleichgültigkeit zu, nicht dem Verkünden der Lehre."

    9. Und ein zweites Mal sprach Brahmā Sahampati zum Erhabenen dies: "O Herr, der Erhabene möge die Lehre verkünden ... (weiter wie in Abschnitt 6) ... sie werden die Lehre verstehen." Und ein zweites Mal sprach der Erhabene zu Brahmā Sahampati dies: "Mir, o Brahmā, ist dieser (Gedanke) gekommen: ,Gefunden habe ich diese Lehre, (die) tief, schwer zu erkennen, schwer zu begreifen ist ... (weiter wie in Abschnitt 2) ... wird das für mich nur Ärger sein.' Und außerdem, o Brahmā, gingen mir diese Strophen auf, die, (obwohl) frei von Wundern, dennoch niemals zuvor gehört worden waren: , ... (wie in Abschnitt 3) ... Umhüllten." Als ich darüber nachdachte, neigte sich mein Gemüt der Gleichgültigkeit zu, nicht dem Verkünden der Lehre."

    10. Und ein drittes Mal sprach Brahmā Sahampati zum Erhabenen dies: "O Herr, der Erhabene möge die Lehre verkünden ... (weiter wie in Abschnitt 6) ... sie werden die Lehre verstehen." Darauflhin, als er Brahmās Aufforderung vernommen hatte, schaute der Erhabene aus Mitleid mit den Wesen mit einem Buddhablick auf die Welt hernieder. Und es sah der Erhabene, als er mit einem Buddhablick auf die Welt hernieder schaute, Wesen mit wenig Befleckung, mit viel Befleckung, mit scharfen Sinnen, mit schwachen Sinnen, in guter Verfassung, in schlechter Verfassung, leicht zu belehren, schwer zu belehren, einige die Gefahren des Jenseits und der Sünde sehend, verweilen.

    11. Gerade wie in einem Teich mit blauem Lotus, in einem Teich mit rotem Lotus, in einem Teich mit weißem Lotus einige blaue Lotusblüten oder rote Lotusblüten oder weiße Lotusblüten im Wasser entstehen, im Wasser wachsen, aus dem Wasser nicht emporsteigen, untergetaucht sich ernähren, andere blaue Lotusblüten oder rote Lotusblüten oder weiße Lotusblüten im Wasser entstehen, im Wasser wachsen und bis zur Wasseroberfläche kommen, wieder andere blaue Lotusblüten oder rote Lotusblüten oder weiße Lotusblüten im Wasser entstehen, im Wasser wachsen, aus dem Wasser hinausragen, vom Wasser nicht benetzt werde. -

    12. ebenso unterschiedliche Wesen sah der Erhabene verweilen, als er mit dem Buddhablick auf die Welt hernieder schaute: Wesen mit wenig Befleckung, mit viel Befleckung, mit scharfen Sinnen, mit schwachen Sinnen, in guter Verfassung, in schlechter Verfassung, leicht zu belehren, schwer zu belehren, einige die Gefahren des Jenseits und der Sünde sehend. Dies sehend, sprach er Brahmās Sahampati mit einer Strophe an:

    • »Geöffnet ist des Unsterblichen Tor für die, welche hören;
      entsenden sollen sie Vertrauen.
      Die Belästigung kennend, verkündete ich die hervorragende Lehre,
      die erhabene, unter den Menschen (zuerst) nicht, o Brahmā!"

    13. Da dachte Brahmā Sahampati: "In Erscheinung bin ich getreten, damit vom Erhabenen die Lehre verkündet wird; (und das hat er nun zugesagt)." Damit grüßte er den Erhabenen, (umwandelte) ihn zur Rechten habend, und verschwand auf der Stelle. http://www.palikanon.com/vinaya/mahavagga/maha-vagga.html#5

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    auch interessant:

    Zitat

    Buddhaghosa) erklärt, dass Buddha nicht etwa aus Trägheit seine Lehre nicht verbreiten wollte, sondern es lag ihm daran, dass Sahampati ihn dazu aufforderte; denn der Brahmā wurde sehr verehrt, und wenn die Menschen merken, dass selbst Brahmā ihn dazu bat, die Lehre zu verbreiten, würden sie ihr mehr Aufmerksamkeit schenken. Sahampati war zu dieser Zeit der älteste der Brahmās (jettha-Mahābrahmā) (DA.ii.467).http://www.palikanon.com/namen/sa/sahampati.htm

    Gruß, :)

    Einmal editiert, zuletzt von SpringMode5708 (12. Dezember 2011 um 08:15)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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