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Frage zu 'Lieder der Mönche und Nonnen'

  • Shebop
  • 14. November 2011 um 18:04
  • Zum letzten Beitrag
  • Shebop
    Gast
    • 14. November 2011 um 18:04
    • #1

    Moin zusammen,
    die Lieder der Mönche und Nonnen, die der Kürzeren Sammlung des Pali-Kanon einverleibt wurden, sind schon zu Lebzeiten des Buddha Gotama gesammelt, aufbewahrt und bald nach seinem Tode nüchtern fixiert worden, laut K.E. Neumann, dessen Exemplar von 1923 mir vorliegt, und in dem sich Erwachens-entblößende Verse befinden.

    Wann wurde denn von wem statuiert, daß Erwachte ihren Status nicht preisgeben sollen?
    fragt Shebop

  • Maybe Buddha
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    Mitglied seit
    6. August 2011
    • 15. November 2011 um 14:03
    • #2

    Hmm... Also wenn ich die mittlere Sammlung lese gibt es dort genug Beispiele, das der Buddha, aber auch andere Mönche daraus kein Geheimnis machen. Zumindest sagte es der Buddha über sich selbst, aber auch über andere Mönche...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • monikamarie
    Gast
    • 15. November 2011 um 15:18
    • #3

    Hallo liebe Shebop,
    wer hat denn je so etwas "in die Welt gesetzt"?

    Ich habe aber etwas für Dich gefunden in "Satipatthana - Der direkte Weg" von Analayo. Auf Seite 186 weist Analayo gerade auf diese von Dir genannten Verse hin.

    "Nach seinem Erwachen bezeichnete der Buddha den Lehrreden zufolge sich selbst als jemanden, der glücklich lebt. A I 136; vgl. auch Dhp. 200.
    Diese Aussage zeigt deutlich, dass der Buddha - anders als einige Asketen seiner Zeit - angenehme Gefühle nicht länger fürchtete. Wie er betonte, war gerade die erfolgreiche Vernichtung alles geistig Unheilsamen die Ursache seines Glücks und seiner Freude. Eine ähnliche Stimmung vermitteln viele der erwachten Mönchen und Nonnen verfassten Verse, in denen das Glück über die durch die erfolgreiche Übung auf dem Pfad gewonnene Freiheit gepriesen wird."

    "In M I 246 wird berichtet, wie der Buddha überlegt: 'Warum fürchte ich mich vor einem Glücksgefühl, das nichts mit Sinnesfreuden und unheilsamen Zuständen zu tun hat? Vor einem solchen Glück fürchte ich mich nicht!' Auf Grundlage dieser Einsicht verwirklichte er das Erwachen."

    Hierin sehe ich aber weniger das Preisgeben eines Status, obwohl der natürlich durchkommt, als vielmehr die große Freude über die gewonnene Freiheit, die sich dann in Dankbarkeit ausdrückt.
    _()_ Monika

  • Shebop
    Gast
    • 15. November 2011 um 19:38
    • #4

    N'abend lieber Wusheng und liebe Monika,

    monikamarie:

    wer hat denn je so etwas "in die Welt gesetzt"?


    zum Beispiel Ajahn Brahm; Innerhalb des Ordens sei das in Ordnung über den Praxisstand zu sprechen, Laienohren gegenüber sollte man über seinen Status schweigen, insbesondere (aber nicht nur) dann, wenn man schon über sog. übersinnliche Fähigkeiten verfüge. Begründung: Menschen sollten sich nicht aus 'Gier am Exotischen' (mir liegen gerade keine besseren Wörter im Mund) für die Lehre interessieren. Das leuchtet ein, steht jedoch der Überlegung entgegen, daß ein Praktizierender, der einen 'hohen' Praxisstand hat ja ohnehin nicht mit seinem Status hausieren ginge.
    Und wieso sollte ein zeitgenössischer Ausdruck der Freude über das eigene Erwachen uns Laien heutzutage nicht genauso hilfreich (oder eben nicht) sein, wie die Verse der Mönche und Nonnen es schon für ihre Zeitgenossen waren?

  • Kusala
    Gast
    • 15. November 2011 um 19:57
    • #5
    Shebop:

    Und wieso sollte ein zeitgenössischer Ausdruck der Freude über das eigene Erwachen uns Laien heutzutage nicht genauso hilfreich (oder eben nicht) sein

    Einige Gründe hast Du ja selber schon genannt. Hier noch ein paar weitere:

    Weil Du es nur glauben kannst liebe Shebop. :)
    Weil es Anlass zu Spekulationen geben würde.
    Weil es zu Neid und Missgunst kommen könnte. (Gerade hier im "ungläubigen Westen" :grinsen: )
    Weil es zu Störungen und Unruhe, durch vermehrte Dana-Geber und Besucher kommt. (Je weiter derjenige Fortgeschritten ist der Dana bekommt, desto höher das Verdienst für den Geber.)

    Usw., usf.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • wusheng
    Gast
    • 15. November 2011 um 20:07
    • #6
    Shebop:

    N'abend lieber Wusheng und liebe Monika,

    monikamarie:

    wer hat denn je so etwas "in die Welt gesetzt"?


    zum Beispiel Ajahn Brahm; Innerhalb des Ordens sei das in Ordnung über den Praxisstand zu sprechen, Laienohren gegenüber sollte man über seinen Status schweigen, insbesondere (aber nicht nur) dann, wenn man schon über sog. übersinnliche Fähigkeiten verfüge. Begründung: Menschen sollten sich nicht aus 'Gier am Exotischen' (mir liegen gerade keine besseren Wörter im Mund) für die Lehre interessieren. Das leuchtet ein, steht jedoch der Überlegung entgegen, daß ein Praktizierender, der einen 'hohen' Praxisstand hat ja ohnehin nicht mit seinem Status hausieren ginge.
    Und wieso sollte ein zeitgenössischer Ausdruck der Freude über das eigene Erwachen uns Laien heutzutage nicht genauso hilfreich (oder eben nicht) sein, wie die Verse der Mönche und Nonnen es schon für ihre Zeitgenossen waren?


    @ Shebop:
    Guten Abend
    Ich freue mich immer, wenn mir jemand ehrlich einen guten Abend wünscht, und dann noch mit der mir werten Monikamarie.
    Aber in diesem Thread? Wenn da noch mehr Botschaft als nur der gute Wunsch enthalten war, gings leider an mir vorrüber...
    In jedem Fall meine Wünsche auch an die User im Forum:
    Lebe glücklich!
    Wusheng

  • accinca
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    31. Dezember 2007
    • 15. November 2011 um 20:17
    • #7
    Shebop:

    Und wieso sollte ein zeitgenössischer Ausdruck der Freude über das eigene Erwachen uns Laien heutzutage nicht genauso hilfreich (oder eben nicht) sein, wie die Verse der Mönche und Nonnen es schon für ihre Zeitgenossen waren?

    Das ist eine problematische Sache: deswegen.
    Der Buddha hat diese Regel erlassen nachdem einige
    der Mönche sich Laien gegenüber mit höheren Fähigkeiten
    brüsteten die sie gar nicht hatten um der Almosen wegen und
    dann in der Regenzeit üppig geworden waren.

  • Shebop
    Gast
    • 15. November 2011 um 20:45
    • #8
    wusheng:


    @ Shebop: Guten Abend
    Ich freue mich immer, wenn mir jemand ehrlich einen guten Abend wünscht, und dann noch mit der mir werten Monikamarie.
    Aber in diesem Thread?

    Lieber Wusheng und lieber Maybe Buddha!
    Das war die heutige Abend-Achtsamkeits-Lektion! Verzeih bitte, lieber Maybe Buddha, daß ich unaufmerksam war. Fortan gibt's kein Beitrag-schreiben in Eile vor dem Essen mehr für mich, das war töricht.
    Dankend für diese Achtsamkeitserinnerung verbleibt, mit guten Abend-Wünschen für Euch beide - Shebop

  • wusheng
    Gast
    • 15. November 2011 um 20:52
    • #9
    Shebop:
    wusheng:


    @ Shebop: Guten Abend
    Ich freue mich immer, wenn mir jemand ehrlich einen guten Abend wünscht, und dann noch mit der mir werten Monikamarie.
    Aber in diesem Thread?

    Lieber Wusheng und lieber Maybe Buddha!
    Das war die heutige Abend-Achtsamkeits-Lektion! Verzeih bitte, lieber Maybe Buddha, daß ich unaufmerksam war. Fortan gibt's kein Beitrag-schreiben in Eile vor dem Essen mehr für mich, das war töricht.
    Dankend für diese Achtsamkeitserinnerung verbleibt, mit guten Abend-Wünschen für Euch beide - Shebop


    :lol: Und mir passiert es ebenso. Ich wollte schreiben "mit der mir werten Monikamarie in einem Satz!"
    Aber da war ich wohl auch ein bisserl un-achtsam.... :lol:
    LG, Wusheng

  • Shebop
    Gast
    • 15. November 2011 um 20:52
    • #10

    Liebe Kusala,
    die von Dir genannten Gründe waren mir schlüssig, meine Frage zielte darauf WER die 'Schweigepflicht' ins Leben gerufen hatte.
    Dahingehend-
    Lieber accinca, vielen Dank für diese Aufklärung:

    accinca:


    Der Buddha hat diese Regel erlassen nachdem einige
    der Mönche sich Laien gegenüber mit höheren Fähigkeiten
    brüsteten die sie gar nicht hatten um der Almosen wegen und
    dann in der Regenzeit üppig geworden waren.

    Auch Euch beiden einen schönen Abend wünscht Shebop

  • monikamarie
    Gast
    • 15. November 2011 um 20:53
    • #11
    accinca:
    Shebop:

    Und wieso sollte ein zeitgenössischer Ausdruck der Freude über das eigene Erwachen uns Laien heutzutage nicht genauso hilfreich (oder eben nicht) sein, wie die Verse der Mönche und Nonnen es schon für ihre Zeitgenossen waren?

    Das ist eine problematische Sache: deswegen.
    Der Buddha hat diese Regel erlassen nachdem einige
    der Mönche sich Laien gegenüber mit höheren Fähigkeiten
    brüsteten die sie gar nicht hatten um der Almosen wegen und
    dann in der Regenzeit üppig geworden waren.

    Kannst Du die Quelle nennen?
    _()_ Monika

  • Kusala
    Gast
    • 15. November 2011 um 21:06
    • #12
    monikamarie:


    Kannst Du die Quelle nennen?


    5. FALSCHE ANMASSUNG ÜBERNATÜRLICHER FÄHIGKEITEN (Parajika IV, 1)

  • xxx
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    11. Mai 2011
    • 15. November 2011 um 21:25
    • #13
    Zitat

    Fünf große Räuber sind in der Welt zu finden, Mönche, wel­che fünf?

    Da denkt der eine Räuber: Selbstverständlich will ich, von einem Hundert oder Tausend umringt, durch Dörfer und Städte und Königreiche ziehen und töten und töten lassen, zer­stören und zerstören lassen, foltern und foltern lassen. Ebenso, Mönche, denkt da ein schlechter Mönch: Selbstverständlich will ich, von Hundert oder Tausend umringt, durch Dörfer und Städte und Königreiche auf Almosentour ziehen und, geschätzt, geachtet, anerkannt, gerühmt, verehrt, unterstützt von Haus­leuten und Hauslosen, den Bedarf an Gewändern, Speis und Trank, Lagerstatt und Arznei solcher erhalten, die in die Hauslosigkeit gezogen sind. Das, Mönche, ist der erste große Räuber, der in der Welt zu finden ist.

    Weiter, Mönche: Da hat ein schlechter Mönch die Lehre und die Ordensregel, wie sie vom Erhabenen dargelegt worden ist, auswendig gelernt und macht damit Geschäfte, wie wenn sie sein eigen wäre. Das, Mönche, ist der zweite große Räuber, der in der Welt zu finden ist.

    Weiter, Mönche: Da bezichtigt ein schlechter Mönch einen Nachfolger des reinen höchsten Wandels, einen, der den höchsten Wandel absolut rein führt, grundlos eines Verstoßes gegen den höchsten Wandel. Das, Mönche, ist der dritte große Räuber, der in der Welt zu finden ist.

    Weiter, Mönche: Da umschmeichelt und beschwatzt ein schlechter Mönch einen Hausvater wegen Dingen, die für den Orden von Wert und von Nutzen sind wie ein Kloster, ein Klostergelände, eine Behausung, ein Grundstück für eine Behausung, eine Lagerstatt, einen Stuhl, ein Polster, einen Kupferkessel, einen Kupfertopf; eine Kupferschüssel, einen Kupferbecher, ein Rasiermesser, eine Axt, ein Beil, eine Hacke, einen Spaten, eine Liane, Bambusstäbe, Muñjagras, Babbajagras, Tinagras, Ton, hölzerne oder irdene Gegenstände. Das, Mönche, ist der vierte große Räuber, der in der Welt zu finden ist.

    Ihr Mönche: In der Welt mit ihren guten und bösen Geistern, mit ihren Asketen und Geistlichen, Göttern und Menschen ist aber das der größte Räuber, der sich übermenschliche Eigenschaften anmaßt, die er nicht besitzt. Und warum?

    Alles anzeigen


    Oooh..... Da kommen mir aber viele schlechte Mönche in den Sinn nicht nur, sondern vor allem nicht buddhistische....

    Danke für die Anregung Kusala.

    Bakram

  • Shebop
    Gast
    • 15. November 2011 um 21:29
    • #14
    Kusala:

    5. FALSCHE ANMASSUNG ÜBERNATÜRLICHER FÄHIGKEITEN (Parajika IV, 1)

    Vielen Dank, liebe Kusala!

  • monikamarie
    Gast
    • 15. November 2011 um 22:24
    • #15

    Ja, vielen Dank, Kusala und eine gute Nacht
    _()_ Monika

  • monikamarie
    Gast
    • 16. November 2011 um 11:25
    • #16
    Kusala:
    monikamarie:


    Kannst Du die Quelle nennen?


    5. FALSCHE ANMASSUNG ÜBERNATÜRLICHER FÄHIGKEITEN (Parajika IV, 1)

    Na, das war aber harter Tobak, liebe Kusala. Ich werd es mir merken, auch wenn ich keine Nonne bin.
    _()_ Monika

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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