ZitatAlles anzeigenUm auf deine Frage zur Wiedergeburt einzugehen, ob die Lehre Sinn macht auch ohne wiedergeburt. Das kann dir am besten der Buddha, der Erhabene, erklären:
Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist dem edlen Jünger noch bei Lebzeiten vierfacher Trost gewiß:
"'Gibt es eine andere Welt und gibt es eine Frucht, ein Ergebnis guter und schlechter Taten, so ist es möglich, daß ich beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Daseinsfährte erscheine, in himmlischer Welt' -dieses ersten Trostes ist er gewiß.
'Gibt es aber keine andere Welt und keine Frucht, kein Ergebnis guter oder schlechter Taten, so lebe ich eben hier in dieser Welt ein leidloses, glückliches Leben, frei von Haß und Übelwollen' - dieses zweiten Trostes ist er gewiß.
'Wenn nun einem Übeltäter Übles widerfährt, ich aber gegen niemanden Übles im Sinne habe wie kann da wohl mir, der ich nichts Übles tue, Unheil widerfahren?' - dieses dritten Trostes ist er gewiß.
'Wenn aber einem Übeltäter nichts Übles widerfährt, so weiß ich mich hier eben beiderseits rein' - dieses vierten Trostes ist er gewiß."
Buddha Shakyamuni (aus: A.III. 66 Die Rede an die Kālāmer - 5. Kesamutti Sutta / http://www.palikanon.com/angutt/a03_062-066.html).
Das Sutta "Diie Rede an die Kalamer" solltest du dir vielleicht mal komplett durchlesen. Dort könnten einige deiner Fragen beantwortet werden. Und zwar vom besten Lehrer
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Das buddhistische Meditation/Praxis dazu führen kann, dass man die Unbill der Welt etwas leichter trägt glaube ich gern.Aber ohne Wiedergeburt bleibt aber im Prinzip wirklich nur eine stoische Philiosophie übrig.Zu den 4 Arten des Trostes. Ich glaube leider nicht, dass die meisten Menschen in ihren vollen Genuss kommen.Ein wirklich leidloses und glückliches Leben ist das möglich? Welcher Buddhist führt das? Wer schafft das? Ist hier jemand der das so von sich behaupten kann? Ist das nicht vielmehr ein Ideal, das man aber nie erreichen kann? Und auch wenn man es wirklich schafft niemand Übles zu wollen, wieso ist man dann selbst vor Übel geschützt? Es gibt viele Übel auf dieser Welt, die einem Menschen jederzeit zustoßen können, völlig unabhängig davon wie er denkt oder fühlt.