monikamarie:Ehrlich gesagt, da möchte ich nicht sitzen.
So ein Platz in der Götterwelt (Himmel) ist ja auch wieder vergänglich und deshalb mit dukkha verbunden. Wer kann das schon wollen?
Wenn man die Werkzeuge des Buddha zu praktizieren beginnt, ist es wohl eigentlich piepegal woran man glaubt. Manche brauchen eben (noch) ein dickes "Liebe-Gott-Geländer" am Anfang. Ist nicht schlimm. Auch das darf so sein wie es ist.
Auch ich lernte z.B. die Ruhigerwerden-Meditation in der katholischen Kirche. (Laaang, lang ist´s her ) Das war damals modern, ein bisken exotische Buddhapraxis einzubringen. Auch Zen war damals angesagt und galt als hipp. Da ahnte man aber nicht welche Wirkung der Dhamma haben kann.
Bis heute gibt es ja christliche Klöster, wo auch eine Art Zen praktiziert wird.
Wenn es denn karmisch passt, werden auf dem Weg die rechten (befreienden) Erkenntnisse schon reifen. Wenn nicht, hat man wenigstens einigermaßen ethisch korrekt gelebt und bei sich und anderen möglichst wenig Schaden angerichtet und ein zufriedenes Leben geführt.
Ist doch auch schon mal was oder?
Die Lehre des historischen Buddha von anicca, dukkha und anattā ist aber letztendlich mit der christlichen Lehre nicht kompatibel und sollte man auch nicht vermengen. Das führt zu Verfälschungen und Irrglauben. Meine Meinung.
Liebe Grüße
Kusala