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Kleine Urteile

  • Onyx9
  • 7. Oktober 2011 um 20:14
  • Zum letzten Beitrag
  • Onyx9
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 20:14
    • #1

    von Geronimo eingestellt lässt mich das nicht los.

    Welcherart aber, ihr Mönche , ist der Mensch, den ein
    kleines Vergehen , das er verübt hat , zur Hölle bringt ?
    Da hat ein Mensch [den Einblick in ] den Körper nicht
    entfaltet (*5) , hat seine Sittlichkeit nicht entfaltet, seine
    [ meditative] Geistigkeit und seine Weisheit nicht
    entfaltet; er ist beschränkt, von kleinlicher Gesinnung,
    und selbst infolge von Kleinigkeiten hat er zu leiden
    (*6 ). Einen solchen Menschen mag selbst ein kleines
    Vergehen zur Hölle bringen .

    und da fiel mir ein Teil der Bergpredigt ein:

    Matth. 7

    Vom Richtgeist
    1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. 2 Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.

  • monikamarie
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 20:55
    • #2

    Das schreit ja zum Himmel. Noch son paar Beispiele und ich sage auch zum Buddha Adieu.
    Ich kann allerdings nicht glauben, dass das wirklich seine tiefste Einsicht war, sondern eher glaube ich, dass das wieder andere (wer sonst als Männer) hineininterpretiert haben, um Macht über andere Menschen ausüben zu können.
    _()_ Monika

  • Maybe Buddha
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    6. August 2011
    • 7. Oktober 2011 um 21:09
    • #3
    monikamarie:

    Das schreit ja zum Himmel. Noch son paar Beispiele und ich sage auch zum Buddha Adieu.
    Ich kann allerdings nicht glauben, dass das wirklich seine tiefste Einsicht war, sondern eher glaube ich, dass das wieder andere (wer sonst als Männer) hineininterpretiert haben, um Macht über andere Menschen ausüben zu können.
    _()_ Monika


    ? Was ist denn daran so anstössig?

    Jemand der sich über kleinigkeiten aufregt, leidet auch schneller und mehr... Jemand der weiter entwickelt ist (mehr Einsicht etc) versteht eher wie die Dinge sind und leidet deswegen auch nicht bei Kleinigkeiten. Was hat das denn mit Macht und Männern etc zu tun?

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Kusala
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 21:10
    • #4

    Man sollte das ganze Sutta lesen. Ich finde dann wird es klar.

    Zitat

    A.III.101 Die Karmawirkung - 9. Loṇakapalla Sutta

    Sollte, ihr Mönche, die Behauptung zutreffen, daß der Mensch für jedwede Tat (kamma), die er verübt, die ihr jedesmal genau entsprechende Wirkung erfährt, so ist in diesem Falle, ihr Mönche, eine heiliger Wandel ausgeschlossen und keinerlei Möglichkeit besteht für völlige Leidensvernichtung.

    Sollte aber, ihr Mönche, die Behauptung zutreffen, daß, wenn der Mensch eine Tat verübt, er je nach der unterschiedlichen Art der zu erfahrenden Auswirkung die der Tat entsprechende Wirkung erfährt, so mag es in diesem Falle einen heiligen Wandel geben und es besteht die Möglichkeit für völlige Leidensvernichtung.

    Da hat einer, ihr Mönche, nur ein kleines Vergehen verübt, und dieses bringt ihn zur Hölle. Ein anderer aber hat eben dasselbe kleine Vergehen verübt, doch es reift noch bei Lebzeiten (ditthadhamma-vedanīyam), und nicht einmal die kleinste Wirkung tut sich kund [in einem künftigen Dasein], geschweige denn eine große.

    Welcherart aber, ihr Mönche, ist der Mensch, den ein kleines Vergehen, das er verübt hat, zur Hölle bringt? Da hat ein Mensch [den Einblick in] den Körper nicht entfaltet, hat seine Sittlichkeit nicht entfaltet, seine [meditative] Geistigkeit und seine Weisheit nicht entfaltet; er ist beschränkt, von kleinlicher Gesinnung, und selbst infolge von Kleinigkeiten hat er zu leiden. Einen solchen Menschen mag selbst ein kleines Vergehen zur Hölle bringen.

    Welcherart aber ist der Mensch, bei dem eben dasselbe kleine Vergehen noch bei Lebzeiten zur Reife gelangt und [in einem künftigen Dasein] nicht einmal eine kleine Wirkung sich kundtut, geschweige denn eine große? Da hat ein Mensch [den Einblick in] den Körper entfaltet, hat seine Sittlichkeit, seine Geistigkeit und seine Weisheit entfaltet; er ist nicht beschränkt, ein großer Charakter, der nicht begrenzt ist [durch die Leidenschaften]. Bei einem solchen Menschen gelangt eben dasselbe kleine Vergehen noch bei Lebzeiten zur Reife und [in einem künftigen Dasein] tut sich nicht einmal eine kleine Wirkung kund, geschweige denn eine große.

    Was meint ihr wohl, ihr Mönche: gesetzt, es würde ein Mann einen Klumpen Salz in eine kleine Tasse voll Wasser werfen; würde da wohl das wenige Wasser in der Tasse durch jenen Salzklumpen salzig und ungenießbar werden? -

    »Gewiß, o Herr.« - »Und warum?« - »Es befindet sich ja, o Herr, nur sehr wenig Wasser in der Tasse. Das würde durch jenen Klumpen Salz salzig werden und ungenießbar.« -

    »Wenn aber ein Mann einen Klumpen Salz in den Gangesstrom wirft, was meint ihr da, o Mönche, würde dann das Wasser des Gangesstromes durch jenen Salzklumpen salzig und ungenießbar werden?« - »Das wohl nicht, o Herr.« - »Und warum nicht?« - »Es befindet sich ja, o Herr, eine gewaltige Menge Wasser im Gangesstrom; das würde durch jenen Klumpen Salz nicht salzig und ungenießbar werden.« -

    »Ebenso, ihr Mönche, ist es mit einem, der nur ein kleines Vergehen verübt hat, und es bringt ihn zur Hölle. Und ein anderer hat eben dasselbe kleine Vergehen verübt, doch es reift noch bei Lebzeiten, und nicht einmal eine kleine Wirkung tut sich [später] kund, geschweige denn eine große.

    Da kommt, ihr Mönche, einer ins Gefängnis wegen eines halben Groschens oder wegen eines Groschens oder wegen hundert Groschen. Ein anderer aber kommt nicht ins Gefängnis, weder wegen eines halben Groschens, noch wegen eines Groschens, noch wegen hundert Groschen.

    Wer aber kommt ins Gefängnis wegen eines halben Groschens oder wegen eines Groschens oder wegen hundert Groschen? Da ist einer arm, bedürftig, mittellos: ein solcher kommt ins Gefängnis wegen eines halben Groschens oder wegen eines Groschens oder wegen hundert Groschen.

    Wer aber kommt nicht ins Gefängnis, weder wegen eines halben Groschens, noch wegen eines Groschens, noch wegen hundert Groschen? Da ist einer reich, wohlhabend, hochbegütert: ein solcher kommt nicht ins Gefängnis, weder wegen eines halben Groschens, noch wegen eines Groschens, noch wegen hundert Groschen.

    Da ist ferner, o Mönche, ein Hammelbesitzer oder ein Hammelschlächter wohl imstande, einen, der ihm einen Hammel gestohlen hat, zu prügeln, ihn in Fesseln zu legen, ihm seine Habe wegzunehmen und mit ihm nach Belieben zu verfahren. Bei einem anderen aber, der ihm einen Hammel gestohlen hat, kann er dies nicht tun.

    Wen aber ist der Hammelbesitzer oder Hammelschlächter imstande zu prügeln, in Fesseln zu legen, ihm seine Habe wegzunehmen und mit ihm nach Belieben zu verfahren? Da ist einer arm, bedürftig, mittellos: wenn ein solcher einen Hammel gestohlen hat, so ist der Hammelbesitzer oder Hammelschlächter imstande, mit ihm so zu verfahren.

    Wen aber kann der Hammelbesitzer oder Hammelschlächter nicht prügeln, in Fesseln legen, ihm seine Habe wegnehmen und nach Belieben mit ihm verfahren? Da ist einer reich, wohlhabend, hochbegütert, ein König oder eines Königs Minister: wenn ein solcher einen Hammel gestohlen hat, so kann der Hammelbesitzer oder Hammelschlächter ihn weder prügeln, noch fesseln, noch seine Habe wegnehmen, noch nach Belieben mit ihm verfahren; sondern gewißlich wird er ihn mit ehrfurchtsvoll gefalteten Händen bitten: 'O Herr, gib mir meinen Hammel oder den Preis, den er wert ist!'

    Ebenso auch, ihr Mönche, ist es mit einem, der nur ein kleines Vergehen verübt hat, und es bringt ihn zur Hölle. Und ein anderer hat eben dasselbe kleine Vergehen verübt, doch es reift noch bei Lebzeiten, und nicht einmal eine kleine Wirkung tut sich [später] kund, geschweige denn eine große.

    Welcherart aber ist der Mensch, den ein kleines Vergehen, das er verübt hat, zur Hölle bringt? Da hat ein Mensch [den Einblick in] den Körper nicht entfaltet, hat seine Sittlichkeit nicht entfaltet, seine Geistigkeit und Weisheit nicht entfaltet; er ist beschränkt, von kleinlicher Gesinnung, und selbst infolge von Kleinigkeiten hat er zu leiden. Einen solchen Menschen mag selbst ein kleines Vergehen in die Hölle bringen.

    Welcherart aber ist der Mensch, bei dem eben dasselbe kleine Vergehen noch bei Lebzeiten zur Reife gelangt und [später] nicht einmal eine kleine Wirkung sich kund tut, geschweige denn eine große? Da hat ein Mensch [den Einblick in] den Körper entfaltet, hat seine Sittlichkeit, seine Geistigkeit und seine Weisheit entfaltet; er ist nicht beschränkt, ein großer Charakter, der nicht begrenzt ist [durch die Leidenschaften]. Bei einem solchen Menschen gelangt eben dasselbe kleine Vergehen noch bei Lebzeiten zur Reife, und [später] tut sich nicht einmal eine kleine Wirkung kund, geschweige denn eine große.

    Sollte, ihr Mönche, die Behauptung zutreffen, daß der Mensch für jedwede Tat, die er verübt, die ihr jedes Mal genau entsprechende Wirkung erfährt, so ist in diesem Falle ein heiliger Wandel ausgeschlossen und keinerlei Möglichkeit besteht für völlige Leidensvernichtung. Sollte aber die Behauptung zutreffen, daß, wenn der Mensch eine Tat verübt, er je nach der unterschiedlichen Art der zu erfahrenden Auswirkung die der Tat entsprechende Wirkung erfährt, so mag es in diesem Falle einen heiligen Wandel geben und es besteht die Möglichkeit für völlige Leidensvernichtung.

    Alles anzeigen

    Es geht um auf- bzw. abschichten.

    Jemand der keine Einsichten hat wird z.B. (aus Unwissenheit) bestimmte (unheilsame) Dinge immer wieder tun.
    Für den gibt es kein Entrinnen. Dieser wird für/unter jeden/m Kleinkram leiden.
    Da wir auch alle ein Mischkarma haben, sollte durch fleißiges Üben gemäß dem Dhamma Unheilsames abgeschichtet werden.
    Wenn man bedenkt, dass so ein Massenmörder wie Angulimāla trotz seiner Taten schon zu Lebzeiten die Heiligkeit erlangte.
    Schafft man es zu Lebzeiten frei von Gier, Hass und Verblendung zu werden, wird auch kein Karma mehr zu "Leiden" führen.

    »Ob aus Gier, ob aus Verblendung,
    ob aus Hassenstrieb der Tor
    seine Taten hat begangen,
    seien's kleine, seien's große:
    da hat er dafür zu leiden.

    Nicht gibt's andere Möglichkeit.
    Doch wenn der wissensklare Jünger
    Verblendung, Gier und Haß durchschaut,
    das Wissen in sich auferweckt,
    mag üblem Dasein er entgehen.«
    (A.III.34)

  • sumedhâ
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 21:23
    • #5
    monikamarie:

    Das schreit ja zum Himmel. Noch son paar Beispiele und ich sage auch zum Buddha Adieu.

    _()_ Monika

    Monika, Buddha kann so wenig für diese sätze wie Christus für die inqusition.... die jünger .... die jünger....

    *schmunzel*

  • monikamarie
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 21:35
    • #6
    sumedhâ:
    monikamarie:

    Das schreit ja zum Himmel. Noch son paar Beispiele und ich sage auch zum Buddha Adieu.

    _()_ Monika

    Monika, Buddha kann so wenig für diese sätze wie Christus für die inqusition.... die jünger .... die jünger....

    *schmunzel*

    Danke für die Beruhigspillen, liebe sumedha.
    *schmunzel-schmunzel*

  • monikamarie
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 21:39
    • #7

    Liebe Kusala,
    danke auch für die umfangreiche Aufklärung. :D Selbstverständlich habe ich den Ausschnitt auch nicht als komplette Aussage gesehen. An eine Hölle glaube ich dennoch nicht, ebenso wenig wie an ein Reines Land. Es sei denn, diese befinden sich nur in den Köpfen bzw. beziehen sich auf dieses Leben. Das Leben als solches ist schon Hölle genug, wenn ich mal von gesunden, wohlhabenden Menschen unseres Landes absehe. Und für gesunde, wohlhabende Menschen, die sich nach der Lehre Buddhas ausrichten, ist dies ja auch schon das Paradies.
    _()_ Monika

  • sumedhâ
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 21:42
    • #8
    monikamarie:
    sumedhâ:

    Monika, Buddha kann so wenig für diese sätze wie Christus für die inqusition.... die jünger .... die jünger....

    *schmunzel*

    Danke für die Beruhigspillen, liebe sumedha.
    *schmunzel-schmunzel*

    die hab ich genau so gebraucht *schmunzel* also hatte sie doppelt gewirkt ;O)

  • monikamarie
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 21:44
    • #9
    Maybe Buddha:


    ...
    Jemand der sich über kleinigkeiten aufregt, leidet auch schneller und mehr... Jemand der weiter entwickelt ist (mehr Einsicht etc) versteht eher wie die Dinge sind und leidet deswegen auch nicht bei Kleinigkeiten. Was hat das denn mit Macht und Männern etc zu tun?

    Ja, so seh ich das auch. Lieber Maybe Buddha!
    Meine Aussage bezog sich auf die Bedrohung "Hölle" und den Thread "Frauen im Buddhismus". Ich hab da wohl grad eine etwas schärfere Perspektive eingenommen.
    Nimm's nicht persönlich
    _()_ Monika

  • Kusala
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 21:49
    • #10

    Liebe MM,
    an die Hölle brauchste nicht zu glauben. :) Es ist lediglich eine Option, dass es vielleicht mehr geben könnte, bist Du es selber besser weißt.
    (Um Dskussionen vorzugreifen .... ich meine keine überdauernde ewige Seele)
    Es reicht schon zu sehen wie verblendete, engstirnige Menschen unter jeden Pups leiden, sich aufregen, jammern usw. und keine Möglichkeit haben da raus zu kommen.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • monikamarie
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 21:53
    • #11

    Na, da bin ich aber beruhigt, liebste Kusala, ich dachte schon, mich hat das dunkle Mittelalter voll erwischt.
    _()_ Monika

  • Maybe Buddha
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    • 7. Oktober 2011 um 22:15
    • #12

    MMn beziehen sich Höllen- und Himmelwelten (sowohl in buddhistischen aber auch in christlichen Texten) nur auf die eigene geistige Welt bzw dem anhaften daran... Alles andere wären ja nur Vorstellungen von Zukunft, anderen Welten und im Moment nicht nachprüfbar... Aber ich habe auch kein Problem damit wenn jemand Buddhas Worte wörtlich nimmt und an wirkliche Höllenwelten (und Himmelreiche) glaubt...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Onyx9
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 22:42
    • #13

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sechs_Daseinsbereiche

  • accinca
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    • 8. Oktober 2011 um 09:42
    • #14
    Maybe Buddha:

    MMn beziehen sich Höllen- und Himmelwelten (sowohl in buddhistischen aber auch in christlichen Texten) nur auf die eigene geistige Welt bzw dem anhaften daran... Alles andere wären ja nur Vorstellungen von Zukunft, anderen Welten und im Moment nicht nachprüfbar... Aber ich habe auch kein Problem damit wenn jemand Buddhas Worte wörtlich nimmt und an wirkliche Höllenwelten (und Himmelreiche) glaubt...

    Fest steht allerdings, das der Buddha genau das lehrte und es
    ohne diese Daseinsebenen zu denen man sich entwickelt weder
    einen Buddha noch seine Lehre geben würde. Eine Befreiung
    von Leiden unnötig wäre.

  • Maybe Buddha
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    • 8. Oktober 2011 um 10:01
    • #15
    accinca:
    Maybe Buddha:

    MMn beziehen sich Höllen- und Himmelwelten (sowohl in buddhistischen aber auch in christlichen Texten) nur auf die eigene geistige Welt bzw dem anhaften daran... Alles andere wären ja nur Vorstellungen von Zukunft, anderen Welten und im Moment nicht nachprüfbar... Aber ich habe auch kein Problem damit wenn jemand Buddhas Worte wörtlich nimmt und an wirkliche Höllenwelten (und Himmelreiche) glaubt...

    Fest steht allerdings, das der Buddha genau das lehrte und es
    ohne diese Daseinsebenen zu denen man sich entwickelt weder
    einen Buddha noch seine Lehre geben würde. Eine Befreiung
    von Leiden unnötig wäre.


    Warum ist die befreiung vom Leiden in dieser Welt als Mensch unnötig..? Und warum sollte es keinen Buddha geben können...?

    Der Buddha war ein mensch der das Leiden als Mensch überwunden hat... Und nix anderes hat der Buddha gelehrt... Das Leiden und das überwinden des Leidens, ohne sich gedanken über ein "Leben" nach dem Tod, in welcher Form (oder nicht-form) auch immer, zu machen...

    So seh ich das zumindest, ist aber wie gesagt voll ok für mich wenn du das anders interpretierst als ich. Es ändert ja im Endeffekt sowieso nix an der Essenz der Lehre. Das worüber wir hier reden ist nur geplenkel, im Grunde Zeitverschwendung und führt nicht zur Erleuchtung... Wer von uns auch immer "recht" haben könnte/sollte (wenn überhaupt einer von uns ;)), es ändert nichts daran ob einer von uns, oder beide, oder keiner sich entfaltet zu "wie-auch-immer-man-es-nennen-mag".

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Kusala
    Gast
    • 8. Oktober 2011 um 10:10
    • #16

    Wie schon so oft zu diesem Thema stimme ich accinca zu.
    Ich weiß nicht warum immer wieder versucht wird samsara aus der Lehre auszuklammern.
    Samsara ist ein Fundament in der Lehre des Buddha.
    Eben "aussteigen aus diesem Daseinskreislauf".

    Aber anyway, ich wollte nicht wiiiieder damit anfangen. :lol:

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Erdmaus
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    • 8. Oktober 2011 um 10:15
    • #17
    Zitat

    Aber anyway, ich wollte nicht wiiiieder damit anfangen. :lol:

    :grinsen:

  • accinca
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    • 8. Oktober 2011 um 10:20
    • #18
    Maybe Buddha:
    accinca:

    Fest steht allerdings, das der Buddha genau das lehrte und es
    ohne diese Daseinsebenen zu denen man sich entwickelt weder
    einen Buddha noch seine Lehre geben würde. Eine Befreiung
    von Leiden unnötig wäre.


    Warum ist die befreiung vom Leiden in dieser Welt als Mensch
    unnötig..? Und warum sollte es keinen Buddha geben können...?


    Das du das jetzt nicht verstehst finde ich einigermaßen merkwürdig.
    Die Antwort zu deiner Frage ist doch offensichtlich!
    Warum sollte denn eine Befreiung vom Leiden "im Leben"
    nötig sein, wenn diese Befreiung vom Leiden ohne jede Mühe,
    nach dem Tode für jeden sowieso eintreten würde?

  • Maybe Buddha
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    • 8. Oktober 2011 um 10:33
    • #19
    Kusala:

    Wie schon so oft zu diesem Thema stimme ich accinca zu.
    Ich weiß nicht warum immer wieder versucht wird samsara aus der Lehre auszuklammern.
    Samsara ist ein Fundament in der Lehre des Buddha.
    Eben "aussteigen aus diesem Daseinskreislauf".

    Aber anyway, ich wollte nicht wiiiieder damit anfangen. :lol:

    Liebe Grüße
    Kusala

    Haste aber :D

    accinca: Nene, jetzt machst du ja grade wieder das selbe, dem ich nicht zustimme. Erst gehts darum das nach dem Tod Himmelwelten und Höllenwelten kommen. Weil ich sage das ich denke das sich diese "Welten" nur in "geistiger" Ebene befinden (bzw sich darauf beziehen) bzw das ich mir darüber was nach dem Tod kommt keine Gedanken mache, sondern um das was hier im Leben passiert, heisst das doch nicht das nach dem Tod alles vorbei ist.

    Du versuchst grade ein Bild von entweder oder oder zu zeichnen. Und das hätte der Buddha mMn beides verneint. Die Fragestellung ist einfach die falsche.... Was weiss ich was nach dem Tod ist, ich bin jetzt in diesem Leben und versuche das Leiden zu beenden. Wenn ich es schaffe und es gibt eine "Welt" nach dem Tod, komme ich in einer Himmelwelt/Götterwelt wieder oder ich bin vollkommen erlöst. Wenn ich es schaffe und es gibt keine"Welt" nach dem Tod habe ich zumindestens mein restliches Leben ohne Leiden gelebt... Win/Win Situation.

    Andersherum, ohne der Lehre zu folgen, würde man ein Leben voll leiden haben und würde man dann sterben ist etweder das "Leben" vorbei, weil keine "Welt" mehr kommt, oder das Leiden geht weiter.

    Es spielt also keine Rolle, ob nach dem Tod was kommt, der richtige Weg ist so oder so der Weg des Buddha...

    Winner Winner Chicken Dinner

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • accinca
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    • 8. Oktober 2011 um 12:54
    • #20
    Maybe Buddha:

    ..Andersherum, ohne der Lehre zu folgen, würde man ein Leben voll leiden haben und würde man dann sterben ist etweder das "Leben" vorbei, weil keine "Welt" mehr kommt, oder das Leiden geht weiter.
    Es spielt also keine Rolle, ob nach dem Tod was kommt, der richtige Weg ist so oder so der Weg des Buddha...Winner Winner Chicken Dinner

    Eigentlich ging es nicht darum ob jemand so denkt oder nicht.
    Ich hatte ja geschrieben:
    "Fest steht allerdings, daß der Buddha genau das lehrte und es
    ohne diese Daseinsebenen zu denen man sich entwickelt weder
    einen Buddha noch seine Lehre geben würde. Eine Befreiung
    von Leiden unnötig wäre."

    Was immer du glaubst, hat damit nichts zu tun. Sowohl die Lehre
    als auch ein Buddha würde es nicht geben wenn es nicht so ist
    wie es der Buddha lehrte. Der Buddha wäre dann kein Buddha und
    die Lehre wäre etwas für den Zeitvertreib im Wellnessbereich der
    etwas weniger Leiden als Mensch bis zum Tode verspricht.

  • Maybe Buddha
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    • 8. Oktober 2011 um 13:37
    • #21
    accinca:
    Maybe Buddha:

    ..Andersherum, ohne der Lehre zu folgen, würde man ein Leben voll leiden haben und würde man dann sterben ist etweder das "Leben" vorbei, weil keine "Welt" mehr kommt, oder das Leiden geht weiter.
    Es spielt also keine Rolle, ob nach dem Tod was kommt, der richtige Weg ist so oder so der Weg des Buddha...Winner Winner Chicken Dinner

    Eigentlich ging es nicht darum ob jemand so denkt oder nicht.
    Ich hatte ja geschrieben:
    "Fest steht allerdings, daß der Buddha genau das lehrte und es
    ohne diese Daseinsebenen zu denen man sich entwickelt weder
    einen Buddha noch seine Lehre geben würde. Eine Befreiung
    von Leiden unnötig wäre."

    Was immer du glaubst, hat damit nichts zu tun. Sowohl die Lehre
    als auch ein Buddha würde es nicht geben wenn es nicht so ist
    wie es der Buddha lehrte. Der Buddha wäre dann kein Buddha und
    die Lehre wäre etwas für den Zeitvertreib im Wellnessbereich der
    etwas weniger Leiden als Mensch bis zum Tode verspricht.

    Alles anzeigen

    Wieso sollte der Buddha nicht hätte Buddha werden können in einem Leben? Und wieso sollte das Nirvana zu lebzeiten weniger "wert" sein als im jenseits? :oops:

    Fest steht nur das der Buddha das lehrte, da stimme ich dir zu (wobei er auch das lehrte was du von mir zitiert hast, nämlich das es mehr oder weniger egal ist was nach dem Tod kommt, wenn man nach der Lehre lebt, da man im Leben als auch nach dem Tod auf gute Fährte komt bzw ist und umgekehrt wenn man nicht nach der Lehre und tugendhaft lebt man sch im Leben und nach dem Tod Leiden wird), aber dein zusatz:

    accinca:

    "...und es ohne diese Daseinsebenen zu denen man sich entwickelt weder
    einen Buddha noch seine Lehre geben würde. Eine Befreiung
    von Leiden unnötig wäre."

    steht nicht fest und erschliest sich mir nicht... könntest du das genauer erläutern?

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Onyx9
    Gast
    • 8. Oktober 2011 um 17:16
    • #22

    Wie accinca erwähnte bezieht sich "das Leiden" nicht nur auf das hier und jetzt, das menschliche Leben.
    Das Leiden bezieht sich vielmehr auf das Schicksalsrad, das Umhergeworfenwerden in Existenzen.
    Und Unwissenheit ist der Kerkermeister der Wesen im Schicksalsrad.
    Das hat Buddha in Versenkung gesehen.
    Karma und Erlösung....die Lehre an sich.....wäre nicht denkbar und sinnvoll....ohne den Punkt des Rades .

  • accinca
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    • 8. Oktober 2011 um 19:09
    • #23
    Onyx9:

    Wie accinca erwähnte bezieht sich "das Leiden" nicht nur auf das hier und jetzt, das menschliche Leben.
    Das Leiden bezieht sich vielmehr auf das Schicksalsrad, das Umhergeworfenwerden in Existenzen.
    Und Unwissenheit ist der Kerkermeister der Wesen im Schicksalsrad.
    Das hat Buddha in Versenkung gesehen.
    Karma und Erlösung....die Lehre an sich.....wäre nicht denkbar und sinnvoll....ohne den Punkt des Rades .


    Da ist richtig. Ein Buddha ist eben nur dann ein Buddha wenn
    er das Dasein mit allen seinen Daseinsebenen in allen Bereichen
    der anfangslosen Existenzen erkennt und durchschaut und sich
    davon befreit. Das macht ihn ja erst zum Buddha. Gäbe es dies
    nicht, gäbe es keinen Buddha. Einer der sich so nennt wäre eine
    Scharlatan.

  • Geronimo
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    • 9. Oktober 2011 um 08:42
    • #24

    Ich finde man kann in solchen Gesprächen immer relativ gut sehen wer dem Buddha tatsächlich mit "rechter Ansicht" folgt, und wer eher noch "sein eigenes Ding" macht.

    Ich meine damit nicht das Zweifel an der Lehre per se schlecht wären, und auch nicht das man alles ungesehen glauben müsse, aber die Möglichkeit das der Buddha diese Dinge tatsächlich selbst gesehen und erkannt hat, und uns einfach nur über Ursache und Wirkung berichtet, wie jemand der eine Weltkarte vor sich hat und uns erklären kann welcher Pfad wohin führt, so viel Vertrauen müsste man als echter Nachfolger dann schon haben, meiner Meinung nach. Dazu vielleicht auch mal ein Blick in M60 werfen.

    Im hier von Onyx9 zitierten Text geht es um etwas das man auch "Karmaverdünnung" nennen könnte, und meint das die Auswirkungen unserer Taten noch keineswegs festgeschrieben stehen.
    Bei entsprechender Vorgehensweise kann man so früher gewirkte Salzklumpen (siehe Beispiel im Text) wieder soweit im Fluss des Lebens verdünnen bis sie eigentlich überhaupt keinen Geschmack mehr hinterlassen, während jemand der z.B. engherzig vorgeht und bleibt an einem einfachen Glas Salz schon beinahe zugrunde gehen kann.

    Der "heilige Wandel" ist laut dem Buddha eben nur deshalb möglich, da unsere Zukunft noch nicht wirklich feststeht. Darum geht es im Text.
    Da ist kein Urteil oder Drohung bezüglich einer "Hölle" zu finden, sondern ein einfacher Ratschlag wie Ursache und Wirkung funktionieren.

    Und außerdem sind "Himmel" und "Hölle" keine Orte sondern Erlebensweisen; Ob mit Körper, feinstofflich oder formlos ist dabei ja nicht weiter entscheidend.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • monikamarie
    Gast
    • 9. Oktober 2011 um 09:20
    • #25
    Geronimo:

    Ich finde man kann in solchen Gesprächen immer relativ gut sehen wer dem Buddha tatsächlich mit "rechter Ansicht" folgt, und wer eher noch "sein eigenes Ding" macht.
    ...

    Daran kann man gar nix sehen. Es kann jemand ganz gut ständig alles zitieren und dennoch leben wie jemand, der noch nie von der Lehre gehört hat. Was Du hier sehen kannst sind Worte, aber nicht das Lächeln dahinter oder ob es ein Köder ist. Sehen kann ich nur, wer den Köder ergreift. ;)
    _()_ Monika

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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