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Welche Rolle hat die Frau im Buddhismus

  • kenjukate
  • 5. Oktober 2011 um 21:29
  • Zum letzten Beitrag
  • kenjukate
    Themenautor
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    • 5. Oktober 2011 um 21:29
    • #1

    Hallo allerseits.

    bin jetzt schon lange Theravada-Buddhist. Gehe manchmal auch in ein Theravada-Tempel mir ist aber nicht bewußt welche Rolle die Frau im Buddhismus hat. Ich erlebe die Frauen im Tempel als sehr selbstbewußt. Was wisst ihr darüber?

    Gruß

    Patrick

  • Maybe Buddha
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    6. August 2011
    • 5. Oktober 2011 um 21:47
    • #2

    Frau oder Mann sind nur äusserlich, im Buddhismus geht es aber um Innerliches Wachstum...

    Deshalb macht es für den Weg keinen gravierenden Unterschied. Zumindestens für Laien...

    In Klöstern gibt es meines Wissens für Frauen mehr Regeln, aber worin die zusatzregeln bestehen weiss ich nicht und kann deshalb auch nichts zur sinnigkeit davon sagen...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Onyx9
    Gast
    • 5. Oktober 2011 um 22:33
    • #3

    In den Traditionen spiegelt sich leider auch der patriarchale Impuls zu Macht, Kontrolle und Nähefurcht wider.
    Sexismus gibt es auch in den buddh. Schriften und Verhaltensregeln. Die Frau von Bildung und Teilhabe auszuschließen,
    ihr ein Dasein als Nonne zu verwehren indem man keine Nonnenorden gestattet oder die Versorgung derer nicht sichergestellt ist, die Hauptlast der Verantwortung
    für Kinder und Alte ihr aufzubürden...das sind eben auch Kennzeichen patriarchaler Strukturen die in die buddh. Lehre hineinragen.
    Es ist der Frau oft nicht möglich sich aus dieser zugewiesenen Rolle zu befreien.

    Im Westen treten die Frauen sicherlich selbstbewusster auf weil es keinen kulturell geprägten Buddhismus gibt.
    Sie wählen die Lehre auch oft als Alternative zur Kirche. Der Ballast traditioneller Zwänge wiegt hier in dem Gemeinschaften nicht so schwer.

    Wie in allen patriarchal geprägten Strukturen werden hier wie dort die Namen und Lebenswege verdienter und erleuchteter Buddhistinnen verschwiegen
    und sie müssen sich öfters Anspielungen allein wegen ihres Geschlechts erwähren , was sehr ermüdend und zeitraubend ist.

    Aber wie sagte die Nonne Soma im Palikanon ?:

    Was bedeutet das Naturell einer Frau,
    Wenn ihr Bewusstsein angespannt und fest
    (auf das Ziel gerichtet) ist,
    Wenn sie immer mehr Wissen gewinnt,
    und durch Einsicht die Lehre richtig versteht?
    Derjenige, der sich fragt:
    Bin ich, was das betrifft, eine Frau, oder
    Bin ich ein Mann, oder was bin ich denn?
    Derjenige ist der rechte Gesprächspartner
    für Mâra.

    Männer und Frauen im Buddhismus, die das nicht verstehen, sind noch lange nicht auf dem rechten Weg.

  • Mabuttar
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    • 5. Oktober 2011 um 22:35
    • #4

    Es kommt auch wieder darauf an, was man unter Buddhismus (für sich versteht)versteht.

    Z. B. halte ich mich bei der Lehre nur am Kern oder der Grundphilosophie ( 4 edle Wahrheiten) da ist der Geschlechterunterschied unerheblich ( man kann ja eh nicht viel machen, obwohl in der heutigen Zeit geht ja vieles :| )

    Im beenden des Dukha gibt es den 8 fachen Pfad für alle. Gut es gibt das individuelle Leid, und in machen Ländern haben Frauen auch mehr zu erleiden als Männer, es gibt aber auch Gegenbeispiele wie z. B. Krieg.

    Im religiösen Buddhismus findet man teilweise erhebliche Unterschiede ähnlich wie im Christentum.
    Da gilt die Geburt als Frau auch schon mal als "niedrigeres" Wesen als die eines Mannes.
    Allein mit der heutigen Hormonsteuerung und OPs ist ein Geschlechterwechsel möglich, aber ist man daher freier von Dukha? Oder Erleuchteter ?
    Gibt es wirklich "niedrigere" und "höhere" Wesen? Himmel und Hölle bei der Evolution der Anpassung an die Umwelt ?

    Diese Fragen sehe ich kritisch beim religiösen Buddhismus aber gerade im Palikanon wirst du diese Fragen bejaht finden was mich a) an deren Authentizität teilweise zweifeln lässt oder b) an Buddhas Erleuchtung, falls er solche Dinge wirklich lehrte.

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • monikamarie
    Gast
    • 6. Oktober 2011 um 09:24
    • #5

    All diese Regeln sind immer angepasst an die Kultur eines Landes. Was hab ich heute als freie Frau damit noch zu tun. Wer mich auf mein Frausein als niedrigeres Wesen festnageln will, soll es tun. Jede/r ist sich selbst die/der Nächste. Ich schließe mich keiner Gruppierung oder Organisation an, die noch derartige Unterschiede macht.
    In der Hinsicht war Jesus sogar fortschrittlicher, er behandelte Frauen und Männer gleich. Dafür finden sich viele Beispiele in der Bibel, die ich gerne nennen kann. Was aus seiner Lehre gemacht wurde, kann jeder bis in die heutige Zeit sehen, Männer mit Kasparhüten und bunten Schuhchen, mit strengen - ich möchte fast sagen bösen - Gesichtern und heuchlerisch gottgefällig tun. Natürlich gibt es auch wirkliche Nachfolger, genauso wie bei Buddha.
    Ich folge auf keinen Fall diskriminierenden Regeln und ich glaube an keine "Unterwesen".
    _()_ Monika

  • sand
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    • 6. Oktober 2011 um 13:08
    • #6

    Über Buddha wird immer anerkennend gesagt:
    „Er verließ seine Frau, sein Kind und begann mit der spirituellen Suche.“

    Wie anders wäre doch das gesellschaftliche Empfinden gewesen, wenn es geheißen hätte:
    „Sie verließ ihren Mann und ihr Kind…“
    .
    .
    .

  • monikamarie
    Gast
    • 6. Oktober 2011 um 13:35
    • #7
    sand:

    Über Buddha wird immer anerkennend gesagt:
    „Er verließ seine Frau, sein Kind und begann mit der spirituellen Suche.“

    Wie anders wäre doch das gesellschaftliche Empfinden gewesen, wenn es geheißen hätte:
    „Sie verließ ihren Mann und ihr Kind…“
    .
    .
    .

    Sie wäre wahrscheinlich verbrannt oder gesteinigt worden. Aber auf jeden Fall wird eine solche Frau - auch heute noch - ignoriert, verschwiegen oder missachtet.

  • accinca
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    • 6. Oktober 2011 um 14:49
    • #8
    monikamarie:
    sand:

    Über Buddha wird immer anerkennend gesagt: „Er verließ seine Frau, sein Kind und begann mit der spirituellen Suche.“
    Wie anders wäre doch das gesellschaftliche Empfinden gewesen, wenn es geheißen hätte: „Sie verließ ihren Mann und ihr Kind…“.


    Sie wäre wahrscheinlich verbrannt oder gesteinigt worden. Aber auf jeden Fall wird eine solche Frau - auch heute noch - ignoriert, verschwiegen oder missachtet.


    Vor allem wenn sie es tut um woanders lustig zu leben und nicht
    um das Anhangen zu überwinden.
    Nach der Gründung des Nonnenordens haben auch etliche Frauen
    ihre Familien verlassen. Ganz allgemein ist es aber nachteilig, für
    die Hauslosigkeit, eine Frau zu sein. Was natürlich nicht auf alle
    Frauen zutrifft. Einige Frauen waren da erfolgreicher als mancher Mönch.
    Allgemein kann man das aber nicht sagen.

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (6. Oktober 2011 um 17:02)

  • nyalaana
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    • 6. Oktober 2011 um 15:23
    • #9

    Ich würde sagen die Frau hat eine bescheidene Rolle im Buddhismus. Woran liegt das? Ich denke das entspricht genau dem Rollenbild das man von der Frau in Asien hat. Soweit ich weis hat die Frau dort( Indien, China, Japan) bescheiden im Hintergrund zu bleiben.

    Auf der einen Seite überwiegen die Männer in den Sutren des Palikanons. Wie oft heist es: "der Mann xy, setzte sich neben den Erhabenen und fragte..." wie wenig Sutren gibt es mit: "die Frau xy, setzte sich neben den Erhabenen und fragte...". Also 50% sind es nicht. Auf der anderen Seite hat Buddha die Ordination von Frauen eingeführt, für die damalige Zeit war das sicher schon fast eine kleine Revolution...

    Von den theoretischen Ansätzen der verschiedenen Buddhismen her dürften eigentlich kaum unterschiede zwischen Mann und Fraun existieren, wenn man sich dann aber das tatsächlich gelebte ansieht, dann gibt es eben wohl unterschiede. Im tibetischen Buddhismus gibt es sehr wenige weibliche Lamas Rinpoches und Tulkus. Ich persönlich kenne keinen weiblichen Rinpoche oder Tulku, nur ganz ganz wenige Lamas. ZB Lama Palmo, welche nach Vietnam reiste um dort die volle Gelongma Ordination zur Bhikkhuni innerhalb des Vietnamesischen Zen Buddhismus zu erhalten. Weil es auf Grund der Ordinationsregeln sehr schwehr ist innerhalb des Tibetischen Buddhismus die volle Ordiantion zur Mönchin zu erhalten, da dazu schon eine gewisse Anzahl von Mönchinnen vorhanden sein muss welche diese Gelübde abnehmen... Und es existiert wohl ein kein politischer Wille der das bewust fördert, weil sonst gäbe es das inzwischen. Mit ist davon aber nichts bekannt. Tibet war halt ein Mönchsstaat der von männlichen Mönchen gelenkt wurde und nicht von weiblichen. Hier im Westen ist das Verhältnis der weiblichen Praktizierenden relativ hoch, auch organisatorische Aufgaben in den Zentren werden von Frauen übernommen, ich denke das kommt daher, dass die Stellung der Frau in der westlichen Gesellschaft besser ist. Ich habe keine Ahung wie es in den asiatischen Zentren aussieht, aber ich vermute, dass da die Rollen der Frauen eher bescheiden sind.

  • Onda
    Gast
    • 6. Oktober 2011 um 15:32
    • #10

    http://www.amazon.de/Das-Herz-Lotos…17907848&sr=8-1

  • Onyx9
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 00:51
    • #11

    Ich denke das größte Problem im gesellschaftl. und buddh. Kontext ist die Anfeindung die von Ignoranz bis physischer Gewaltandrohung,- und Ausübung alle Fassetten aufweist.
    Die Frage ist wie man als Frau damit umgehen kann, denn solange der Mann ( und die gefällige Frau ) nicht seine Angst und Aggressionen in Bezug auf die Frau durchleuchtet, wird es diese Anfeindungen geben. Präsenz und Standhaftigkeit sind zwei buddhistische Eigenschaften, die eine Frau verstärkt entwickeln muss, um sich durch Anfeindungen nicht vom Weg abbringen zu lassen.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 02:02
    • #12

    »Vollständig vervollkommnete Buddhas sind niemals Frauen.
    Und warum?
    Eben weil ein Bodhisattva (d.h. jemand auf dem Weg zur vollständigen Erleuchtung) ... den Zustand der Weiblichkeit vollständig aufgegeben hat.
    In seinem Aufstieg zum höchsten Thron der Erleuchtung wird er nie wieder als Frau geboren.
    Alle Frauen sind von Natur aus voller Befleckungen und von schwacher Intelligenz.
    Und niemals wird ein Wesen vollendete Buddhaschaft erlangen, das von Natur aus voller Befleckungen ist und von schwacher Intelligenz.
    «
    Bodhisattvabhumi

    Na ist doch schon mal immerhin etwas, das da nicht steht, das Buddhas ausschließlich dem maskulinem Geschlecht vorbehalten sind.

    „OM OM OM SARWA BUDDHA DAKINIYE VAJRA WARNANIYE VAJRA BEROTZANIYE HUM HUM HUM PHAT PHAT PHAT SOHA.“


    añjalī अञ्जलि
    ࿅Dorje Sema࿄

  • Klee
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    • 7. Oktober 2011 um 08:39
    • #13

    Im Theravada musste ich mich erst mal an das Berührungsverbot zwischen Mönch und Frau gewöhnen - im tibetischen hatte ich mich an herzliche, freundschaftliche Umarmungen zwischen dem Geshe und mir gewöhnt.
    Anfangs hatte sich das für mich etwas unverständlich angefühlt, aber es hat nicht lange gedauert bis ich das Gefühl hatte, als Frau vollkommen respektiert und wertgeschätzt zu werden.

    Es mag verfänglich klingen, wenn ich schreibe, dass ich mich trotzdem dem Ajahn oder anderen Mönchen nicht gleichgestellt fühle. Das hat aber für mich nichts damit zu tun, dass ich mich selbst entwerte oder entwertet fühle, sondern weil ich einen tiefen Respekt und eine große Achtung vor ihnen habe für das, was sie machen.
    Ich glaube aber auch, dass ich ein riesengroßes Glück hatte, an die "Richtigen" (für mich) zu geraten zu sein. :D

    Ich will mich da gar nicht gleichgestellt fühlen - aber ich fühle mich als Frau auch nicht minderwertig in ihrer Gegenwart (und ich gestehe auch offen: in so mancherlei Hinsicht sagt mir so ein "kleines bisschen Hierarchie" auch zu......ist mit Sicherheit von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber ich habe schon so einen Tendenz zu "hierarchischer Denke" in einem bedingtem Rahmen).....

    Herzliche Grüße

    "Klee"


    *******Den Charakter eines Menschen erkennt man nicht so sehr daran, was andere über ihn sagen, sondern daran, was er über andere sagt.******

    (unbekannt)

  • Lauscher
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 08:48
    • #14
    Dorje Sema:

    »Vollständig vervollkommnete Buddhas sind niemals Frauen.
    Und warum?
    Eben weil ein Bodhisattva (d.h. jemand auf dem Weg zur vollständigen Erleuchtung) ... den Zustand der Weiblichkeit vollständig aufgegeben hat.
    In seinem Aufstieg zum höchsten Thron der Erleuchtung wird er nie wieder als Frau geboren.
    Alle Frauen sind von Natur aus voller Befleckungen und von schwacher Intelligenz.
    Und niemals wird ein Wesen vollendete Buddhaschaft erlangen, das von Natur aus voller Befleckungen ist und von schwacher Intelligenz.
    «
    Bodhisattvabhumi

    Na ist doch schon mal immerhin etwas, das da nicht steht, das Buddhas ausschließlich dem maskulinem Geschlecht vorbehalten sind.

    Alles anzeigen

    Politisch korrekt formuliert:
    "Es gibt andere texte, die das hier gesagte ziemlich revidieren."

    Spontan, aus dem Gefühl heraus formuliert:
    "Männlichen Hirnrissigern Blödsinn, der nur ein Mann schreiben konnte, der Frauen nicht gekannt hat."

    Und noch was:
    „Thron der Erleuchtung“ gibt es nicht.
    Erleuchtung unterscheidet nicht zwischen „Thron“ und Kloaken.


    _()_

  • monikamarie
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 09:12
    • #15

    Auch hier spielt sicher wieder die Angst der Männer in früheren Zeiten vor den Frauen eine Rolle. Sie werden dämonisiert, damit Männer (ich spreche nicht von den aufgeklärten in früheren und heutigen Zeiten :!: ) ihre Unwissenheit und ihre niederen, meist gewalttätigen Triebe verbergen oder rechtfertigen können. Durch die Monatsblutung und das Kinderkriegen hatten und haben Frauen einen ganz anderen Zugang zu ihrem Körper, außerdem haben und hatten sie durch ihre dienende Rolle auch einen tieferen Einblick in die Hintergründe - was ich auch unter weiblicher Intuition verstehe. Es gibt viele Lehrer, vor allem auch in Asien, die Frauen einen leichteren Zugang zur Befreiung zuschreiben, weil Frauen Verhaltensweisen und Spielregeln schon von klein auf an erlernen und wohl auch begabter sind, die Männer erst während ihrer ernsthaften Beschäftigung mit der Lehre Buddhas erlernen müssen.
    Der einzige Nachteil, der Frauen behindern soll, ist ihr Anhaften an Familie und Freunde.

    Nicht umsonst werden Jesus und Buddha mit weiblichen Attributen ausgestattet. Denn wenn ein Mann seine "weibliche Seite" entwickelt und integriert und eine Frau ihre "männliche Seite", dann sind sie ganz. Und beides gehört zusammen, um zu Erwachen, so dass am Ende es weder um einen Mann noch um eine Frau, sondern um Befreiung von allen Fesseln geht.

    _()_ Monika

  • sand
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    10. September 2010
    • 7. Oktober 2011 um 10:06
    • #16
    Dorje Sema:

    »[i]Vollständig vervollkommnete Buddhas sind niemals Frauen.
    Und warum?
    Eben weil ein Bodhisattva (d.h. jemand auf dem Weg zur vollständigen Erleuchtung) ... den Zustand der Weiblichkeit vollständig aufgegeben hat.
    In seinem Aufstieg zum höchsten Thron der Erleuchtung wird er nie wieder als Frau geboren.
    ...

    Ja, genau das wurde mir so auf einem Retreat in einem Theravada Kloster "beigebracht".
    Zusammen mit dem Hinweis, dass alle Anwesenden wohl besonders gute Taten im letzten Leben vollbracht haben müssen, um nun die Gelegenheit zu haben, auf diesem Retreat zu sein. ...
    Ich kann solchen Selektierungen nichts abgewinnen. Für mich scheint ein "ich bin besser als Du" / "wir sind besser als ihr" durch solche Aussagen hindurch.

    Es wird dann oft argumentiert, dass meine ablehnende Haltung auf einer Persönlichkeitsannahme fußt und im Dualistischen stecken bliebe (gut/schlecht- ich/Du). Mag sein.
    Dennoch ... wo bitte liegt die Notwendigkeit solche Aussagen zu tätigen?
    Es ist sehr leicht, Macht durch Abwertung auszuüben. Insbesondere dann, wenn man dem anderen zusätzlich noch abspricht, genug Einblick zu haben, um diese Macht richtig zu deuten!

    .

  • wusheng
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 11:08
    • #17

    Bei der Diskussion dieses u.ä. Themen empfinde ich eine Zweiteilung bei den Posts: Die einen kommen von den "Schriftgelehrten" (dies meine ich nicht ironisch), die anderen von Usern, die ihre Aussagen auf ihre Erfahrungen und ihren eigenen ""comon sense", ihren Menschenverstand stützen. Mir persönlich nutzt eine Auseinandersetzung mit diesem Thema spätestens ab dem Punkt nicht mehr, wo mit der "Rolle in einem früheren Leben" oder "werden nicht als Frauen wiedergeboren" etwas erklärt wird. Ich habe schon einmal gepostet, dass ich mich nur auf das JETZT beziehe. Was in einem evtl. früheren Leben war, kann ich nicht nachprüfen. Da wurde mir aber was draus gedreht, schmunzel... ;)
    Männer oder Frauen, der 8-fache Pfad zielt in Richtung Glück,Befreiung und verhindert Konflikte, das ist meine Erfahrung. Und wenn am Ende eine Wiedergeburt in eine "höhere Stufe" geschieht und dies eben eine Männerrolle ist...ihr Frauen seid getröstet, es ist nicht die schlechteste Rolle. Und wenn dann irgendwann einmal Erlösung aus dem Samsara stattfindet, ists auch gut. Aber vielleicht ist meine Auffassung und mein Verständnis davon auch ein anderes als von anderen Usern, denn ich bin in der Tradition des Mahayana.
    Grüße, Wusheng

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (7. Oktober 2011 um 13:56)

  • Levy
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    • 7. Oktober 2011 um 11:52
    • #18

    http://www.youtube.com/watch?v=KVMTzy3XloM

    Ich ziehe momentan auch zu meinen Überlegungen das Yin und Yang Symbol heran. Harmonie entsteht aus dem Gleichgewicht beider Pole , männlich und weiblich. Wie bei einer Waage müssen die beide Pole im Einklang stehen für ausgewogenheit, andersweilig wäre es dann ein unverhältnissmäßiges Ungleichgewicht. Auch im Tai Chi oder den Kampfkünsten wird immer zwischen beiden Polen gewächselt und eine Einheit aus weich (weiblich) und hart (männlich) praktiziert. Das Universum bringt beide Pole hervor,beide durchdringen und bedingen sich wechselseitig. Dass Batterie Bsp ist auch hielfreich finde ich.

    Gruß
    Levy

  • Dorje Sema
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 13:11
    • #19
    Zitat

    Dorje Sema zitiert aus der Bodhisattvabhumi:
    »Vollständig vervollkommnete Buddhas sind niemals Frauen.
    Und warum?
    Eben weil ein Bodhisattva (d.h. jemand auf dem Weg zur vollständigen Erleuchtung) ... den Zustand der Weiblichkeit vollständig aufgegeben hat.
    In seinem Aufstieg zum höchsten Thron der Erleuchtung wird er nie wieder als Frau geboren.
    Alle Frauen sind von Natur aus voller Befleckungen und von schwacher Intelligenz.
    Und niemals wird ein Wesen vollendete Buddhaschaft erlangen, das von Natur aus voller Befleckungen ist und von schwacher Intelligenz.
    «
    Bodhisattvabhumi

    Alles anzeigen
    Zitat

    Lauscher: Politisch korrekt formuliert:
    "Es gibt andere texte, die das hier gesagte ziemlich revidieren."

    Na dann musst Du das auch entsprechend belegen, und nicht einfach eine Aussage argumentativ rezipieren, und uns den Beweis dazu schuldig bleiben.
    Das ist nämlich politisch unkorrekt.
    Immerhin handelt es sich bei dem Text Extrakt um ein authentisches buddhistisches Mahayana-Sutra; nämlich der Bodhisattvabhumi , dessen Passage aus dem Sanskrit und dem Tibetischen als auch dem Chinesischen dem Sinn und Inhalt nach so übersetzt wird.

    Zitat

    Lauscher: Spontan, aus dem Gefühl heraus formuliert:
    "Männlichen Hirnrissigern Blödsinn, der nur ein Mann schreiben konnte, der Frauen nicht gekannt hat."

    Woher weißt Du das ? Ich halte eine solche Aussage für nicht nur unangemessen, sondern vermessen, in der Art und Weise wie sie sich auf sich selbst stützend stellt.


    Zitat

    Lauscher: Und noch was:
    „Thron der Erleuchtung“ gibt es nicht.

    Wärst Du u.a. mit dem metaphorischen semiotischen des Sprachlich machbaren der Bodhisattvabhumi vertraut , wird sich Deine inhaltsleere Kritik erübrigen.
    Ich wette, Du hast sie noch nie gelesen?

    Zitat

    Lauscher: Erleuchtung unterscheidet nicht zwischen „Thron“ und Kloaken.

    Die Erleuchtung schon mal sowieso gar nicht, wenn dann, überhaupt, Erleuchtungsbewusstsein welches sich auf einen bereits erlangten Bewusstseinsmoment als Erleuchtetes Ereignis berufen kann. [siehe Verdunklung].

    añjalī अञ्जलि
    ࿅Dorje Sema࿄

  • Klee
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    • 7. Oktober 2011 um 13:40
    • #20
    Zitat

    Männer oder Frauen, der 8-fache Pfad zielt in Richtung Glück,Befreiung und verhindert Konflikte, das ist meine Erfahrung. Und wenn am Ende eine Wiedergeburt in eine "höhere Stufe" geschieht und dies eben eine Männerrolle ist...ihr Frauen seid getröstet, es ist nicht die schlechteste Rolle. Und wenn dann irgendwann einmal Erlösung aus dem Samsara stattfindet, ists auch gut. Aber vielleicht ist meine Auffassung und mein Verständnis davon auch ein anderes als von anderen Usern, denn ich bin in der Tradition das Mahayana.


    Gruß von Theravada nach Mahayana: ich verstehe es genauso (vielleicht liegt es daran, dass ich nur im Besitz von nur sehr wenigen Paar Schuhen und einer einzigen "Zwangshandtasche" bin, die ich nutze und beim Einkaufen längstens 5 Minuten bei Schuhen benötige, Klamottenkauf sowieso hasse wie sonstwas, ungerne koche und ich Schminke im Gesicht einfach nur lästig finde..... :grinsen: ).

    Herzliche Grüße

    "Klee"


    *******Den Charakter eines Menschen erkennt man nicht so sehr daran, was andere über ihn sagen, sondern daran, was er über andere sagt.******

    (unbekannt)

  • Lauscher
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 14:16
    • #21

    Lieber Dorje,

    Beweis doch, Dorje, dass die Aussagen von Bodhisattvabhumi „wahr“ sind, wenn du kannst.
    Was du „authentisch“ nennst, ist nicht „authentisch“, weil keiner WEIß, was Buddha wirklich gelehrt hat. Es werden immer nur Vermutungen bleiben und jeder wird sein Weg alleine gehen müssen, ohne Buddha.

    Wie dem auch sei, zu meine Aussage dass es andere Texte gibt, die das hier gesagte ziemlich revidieren:

    Zitat

    Zunächst ließ er [Ananda] sich bestätigen, dass Frauen wohl imstande sind, "die Frucht des in die Bahn Gelangten oder des Einmalwiederkehrenden oder des Nichtwiederkehrenden oder die Heiligkeit zu erwerben."


    http://www.lengerke.de/bdh/buch/texte/frauen.htm

    Buddha hat zugegeben, soweit mein Zitat „authentisch“ sei, (was ich nicht „beweisen“ kann), dass Frauen erleuchtet werden können, genau so wie Männer und das in eine Zeit, als es nirgendwo Nonnen gab - das darf man nicht vergessen.

    Ich werde mich aus diesem Austausch zurückziehen, da es sich ungut anfühlt.
    Zu viel Porzellan wird zerbrochen, zu viele heilige Kühe geschlachtet, bis Männer erkennen werden, dass Frauen nicht nur gleichberechtigt sind, sondern den Mann oft überlegen sind.

    Das selber gilt für die „heilige Texte“. So viel verfälschtes ist überliefert, so viel „unerleuchtetes“ hat sich da rein gemischt, dass man, mindestens ich, es nicht mehr unterscheiden kann.

    Erleuchtung findet man nicht dadurch, dass man Texte als „authentisch“ oder „nicht authentisch“ bewertet. Texte sind nur Texte, Erleuchtung ist NUR in der eigene Erfahrung zu finden.

    _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (7. Oktober 2011 um 14:34)

  • Lauscher
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 14:32
    • #22

    Und noch was:
    Meine Vermutung ist eher, dass Buddha erkannt hat, wie schwach die Mönche sind und wollte sie vor der eigene Begierde/Unfähigkeit schützen.
    Deshalb wollte er keine Frauen zu Nonnen ordinieren.
    So ein Gedanke kann natürlich die Jahrhunderte nicht überstehen, schon gar nicht ohne schriftliche Überlieferung. Es ist viel zu peinlich.

    Als Anregung: Heute ist es so, dass Schwule sich ordinieren lassen und sich im Kloster pudelwohl fühlen . . .
    Manche nennen sich sogar „Lehrer“, „Meister“ usw . . .

    Nein, es sind nicht die Frauen, die das „Problem“ sind. Es sind eher die Männer.

    _()_

  • accinca
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    • 7. Oktober 2011 um 14:58
    • #23
    Lauscher:

    Und noch was:
    Meine Vermutung ist eher, dass Buddha erkannt hat, wie schwach die Mönche sind und wollte sie vor der eigene Begierde/Unfähigkeit schützen.
    Deshalb wollte er keine Frauen zu Nonnen ordinieren.
    Nein, es sind nicht die Frauen, die das „Problem“ sind. Es sind eher die Männer._()_


    Genau! Mit diesen gleichen Argumenten habe ich neulich auch
    eine Frau beruhigt wo es darum ging wieso diese Cheerleader
    (die mit den Puscheln) immer weiblich sind.
    Kommt eben nur weil die Männer ohne sie nichts auf
    die Reihe bringen. Ist doch klar. Naja bei den Mönchen
    argumentiert man halt umgekehrt. Wie man es eben
    gerade braucht.

  • nyalaana
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    Mitglied seit
    27. Mai 2010
    • 7. Oktober 2011 um 15:45
    • #24
    Dorje Sema:

    »Vollständig vervollkommnete Buddhas sind niemals Frauen.
    Und warum?
    Eben weil ein Bodhisattva (d.h. jemand auf dem Weg zur vollständigen Erleuchtung) ... den Zustand der Weiblichkeit vollständig aufgegeben hat.
    In seinem Aufstieg zum höchsten Thron der Erleuchtung wird er nie wieder als Frau geboren.
    Alle Frauen sind von Natur aus voller Befleckungen und von schwacher Intelligenz.
    Und niemals wird ein Wesen vollendete Buddhaschaft erlangen, das von Natur aus voller Befleckungen ist und von schwacher Intelligenz.
    «
    Bodhisattvabhumi

    Na ist doch schon mal immerhin etwas, das da nicht steht, das Buddhas ausschließlich dem maskulinem Geschlecht vorbehalten sind.

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    Also wenn Buddhas keine Frauen sind und wenn man die Sätze vorher so liest:

    Vollständig vervollkommnete Buddhas sind niemals Männer.
    Und warum?
    Eben weil ein Bodhisattva (d.h. jemand auf dem Weg zur vollständigen Erleuchtung) ... den Zustand der Männlichkeit vollständig aufgegeben hat.
    In seinem Aufstieg zum höchsten Thron der Erleuchtung wird er nie wieder als Mann geboren.

    Dann klingt es ja schon fast logisch, wegen dem Nicht-ich und dem Überwinden der Dualität, werden die Dualen Zustände Mann und Frau überwunden und ein Buddha ist dann geschlechtslos. Warum sollen Buddhas auch an die Geschlechter unserer Menschart gebunden sein. Solch eine Vorstellung finde ich eher eigentartig.

    Warum hat Dorje Sema also sein Zitat gepostet? Soweit ich weis hat die grüne Tara einen Schwur abgelegt, immer in einer weiblichen Form zu erscheinen, um zu Beweisen, dass weibliche Formen sehr wohl Boddhisattva und wohl auch Buddha sein können. Ich denke das ist auch Dorje Sema bekannt.
    Bleibt dann nur noch die Frage warum alle als Buddhas dargestellte Wesen immer in einer männlichen Form auf den Thangkas gezeichent werden?

  • Dorje Sema
    Gast
    • 7. Oktober 2011 um 16:21
    • #25
    Zitat

    Lauscher: Lieber Dorje,
    Beweis doch, Dorje, dass die Aussagen von Bodhisattvabhumi „wahr“ sind, wenn du kannst.

    Ich brauche nicht etwas zu beweisen das sich dem geneigten Leser selbst Manifest beim lesen des genannten Werkes beweist.

    Zitat

    Lauscher: Was du „authentisch“ nennst, ist nicht „authentisch“,...

    Na aber, selbstverständlich ist die Bodhisattvabhumi ein authentischer Mahayana Text !
    Welchen Du lediglich nicht verstehst. Wie denn auch wenn Du sie noch nie gelesen hast ?
    Somit ist das von Dir geschriebene Gegenstandslos und das nicht nur sachlich.

    Zitat

    Lauscher: weil keiner WEIß, was Buddha wirklich gelehrt hat.

    Zumal das die Aussage, "Du wärst keiner", impliziert
    Solch eine Aussage als Argument ist nicht nur unrichtig ... ?

    Zitat

    Lauscher: Es werden immer nur Vermutungen bleiben und jeder wird sein Weg alleine gehen müssen, ohne Buddha.

    Eine rein subjektive individuelle Aussage, Deinerseits.
    [ »"Wer den Tathāgata sieht sieht das Dhamma, wer das Dhamma sieht, sieht den Tathāgata. « M.47 ]
    [ » Einer, der bedingte Entstehung sieht, sieht das Dhamma; einer, der das Dhamma sieht, sieht bedingte Entstehung] « M.28]
    Buddha wies zudem solche argumentativen Aussagen in den 62 falschen Sichtweisen zurück.

    Zitat
    Zitat

    Lauscher: Wie dem auch sei, zu meine Aussage dass es andere Texte gibt, die das hier gesagte ziemlich revidieren:

    Zunächst ließ er [Ananda] sich bestätigen, dass Frauen wohl imstande sind, "die Frucht des in die Bahn Gelangten oder des Einmalwiederkehrenden oder des Nichtwiederkehrenden oder die Heiligkeit zu erwerben."

    Zunächst einmal hast Du etwas revidiert von dem ich Dir vorab schrieb s.w.o., das Du nicht mal ansatzweise ausser entsprechend Deines vorgefertigten konditionierten vermeinten [siehe Verdunklung] Wissens verstanden zu haben meinst, das wird sich gleich an Deinen pauschalen Wert Vorurteilen zeigen.

    Vorab: aus Deinem Link, Lauscher:

    Zitat

    Zunächst ließ er sich bestätigen, dass Frauen wohl imstande sind, "die Frucht des in die Bahn Gelangten oder des Einmalwiederkehrenden oder des Nichtwiederkehrenden oder die Heiligkeit zu erwerben." Weiter wies Ananda darauf hin, dass "diese Mahapajapati Gottami sich wohlverdient gemacht [hat] – sie, des Erhabenen Mutterschwester, hat für ihn gesorgt und ihn gepflegt, ihn mit Milch genährt, hat den Erhabenen nach dem Hingang seiner Mutter an ihrer Brust trinken lassen." Diesen Argumenten konnte der Buddha schwerlich ausweichen und stellte acht schwere Ordnungen auf. Diese soll die eine Nonne seines Ordens "achten, hoch halten, heilig halten, ehren und ihr Leben lang nicht übertreten". Auszugsweise besagen diese Ordnungen:
    – Eine Nonne, wenn sie auch seit hundert Jahre ordiniert ist, muss vor jedem Mönchen, wenn er auch erst an diesem Tage ordiniert ist, die ehrfurchtsvolle Begrüßung vollziehen, vor ihm aufstehen, die Hände zusammenlegen, ihn nach Gebühr ehren.
    – Auf keine Weise darf eine Nonne einen Mönch schmähen oder schelten.
    – Der Pfad der Rede (gemeint sind Vorhaltungen über dessen Vergehen) ist den Nonnen den Mönchen gegenüber verschlossen, nicht aber den Mönchen den Nonnen gegenüber.

    Diese Bedingungen nahm Mahapajapati Gottami "freudig" an und wurde also zur Nonne ordiniert. Der Buddha hatte diesbezüglich noch immer Bedenken:

    Wäre es [die Ordination] den Weibern, Ananda, nicht gewährt, … tausend Jahre würde die wahre Lehre bestehen. Da aber [Frauen ordiniert werden] … , nur fünfhundert Jahre wird die wahre Lehre bestehen.

    Wie wenn ein schön gedeihendes Reisfeld, Ananda, von der Krankheit befallen wird, die man Mehltau nennt – dann besteht dieses Reisfeld nicht lange: so bleibt auch [wenn Frauen ordiniert werden] … solcher heiliger Wandel nicht lange bestehen.

    Wie wenn ein Mann, Ananda, um einen großen See, um Gefahren vorzubeugen, einen Damm baut, so dass Wasser nicht darüber hinaus fließen kann, so habe ich, Ananda, um vorzubeugen, den Nonnen die acht schweren Ordnungen gesetzt, die sie ihr Leben lang nicht überschreiten dürfen.
    Die Stellung der Frau im Buddhismus


    Zitat

    Lauscher: Buddha hat zugegeben, soweit mein Zitat „authentisch“ sei, (was ich nicht „beweisen“ kann), dass Frauen erleuchtet werden können, genau so wie Männer und das in eine Zeit, als es nirgendwo Nonnen gab - das darf man nicht vergessen.

    Nö, da steht der Buddha hatte bedenken.
    Zudem sind Arhats vom Mann Frau sein/werden, durch das überschreiten der Selbstlosigkeit vollkommen gereinigt befreit.
    Wie denn erst dann, die ungeborenen Buddhas selbst ?

    Zitat

    Lauscher: Erleuchtung findet man nicht dadurch, dass man Texte als „authentisch“ oder „nicht authentisch“ bewertet. Texte sind nur Texte, Erleuchtung ist NUR in der eigene Erfahrung zu finden.

    Ja das stimmt einerseits "das Texte nur Texte sind".
    Andererseits würde ich das mit der empirischen Sichtweise nochmalig gründlich kontemplieren, an Deiner Stelle ??? :idea:

    Zitat

    Lauscher: Nein, es sind nicht die Frauen, die das „Problem“ sind. Es sind eher die Männer.

    Weder Frau noch Mann noch sonst wer, muss sich mit solchen Sinn-leeren inhaltslosen Aussagen identifizieren.
    Im übrigen, was meinst Du, wieso ich weiter oben diesen Hinweis auf diese guhyapūjā setzte ? :idea:

    „OM OM OM SARWA BUDDHA DAKINIYE VAJRA WARNANIYE VAJRA BEROTZANIYE HUM HUM HUM PHAT PHAT PHAT SOHA.“

    Eventuell solltest Du ansatzweise mit Deinen Unterstellungen etwas lichten-er (bed)achtsamer umgehen,
    als auch Kontext intensiv Sinn und Inhalt verstehend lesen ?

    Zitat

    Dorje Sema zitiert aus der Bodhisattvabhumi:
    »Vollständig vervollkommnete Buddhas sind niemals Frauen.
    Und warum?
    Eben weil ein Bodhisattva (d.h. jemand auf dem Weg zur vollständigen Erleuchtung) ... den Zustand der Weiblichkeit vollständig aufgegeben hat.
    In seinem Aufstieg zum höchsten Thron der Erleuchtung wird er nie wieder als Frau geboren.
    Alle Frauen sind von Natur aus voller Befleckungen und von schwacher Intelligenz.
    Und niemals wird ein Wesen vollendete Buddhaschaft erlangen, das von Natur aus voller Befleckungen ist und von schwacher Intelligenz.
    «
    Bodhisattvabhumi

    Alles anzeigen
    Zitat

    Dorje Sema: Na ist doch schon mal immerhin etwas, das da nicht steht, das Buddhas ausschließlich dem maskulinem Geschlecht vorbehalten sind.

    » Ich bin der Sohn der Māyā (d.h. Shākyamuni Buddha)
    in der Erscheinung des Chandamahāroshana.
    Du bist die erhabene Gopā (Shākyamunis Frau),
    die Herrin »Vollkommenheit der Weisheit«.
    Alle Frauen im Universum
    sind deine Verkörperungen,
    und alle Männer sind meine Verkörperungen.
    «
    Chandamahāroshana-Tantra

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    ࿅Dorje Sema࿄

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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