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Wie soll es funktionieren

  • Myae
  • 11. September 2011 um 04:51
  • Zum letzten Beitrag
  • Myae
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    11. September 2011
    • 11. September 2011 um 04:51
    • #1

    Ich stelle mal eine ganz einfache Frage:

    Mir scheint, dass die äußeren Umstände weit mächtiger sind; als das was unser Geist vermag.

    Könnte man in Auschwitz gelassen sein?

    Könnte man zufrieden und glücklich sein; wenn der Freund; mit dem man ein paar Jahre zusammen war gestorben ist?

    Könnte man auch nur zufrieden sein; wenn in einem normalen Alltag alles schiefläuft? Im Job kommt man mit den Arbeistkollegen nicht aus; und obwohl man eigentlich einen Haufen Freundinnen/Kumpels hat fühlt man sich völlig unverstanden und irgendwie total allein.

    Wie soll das gehen? Erscheint mir in der Praxis unmöglich.In der Theorie klingt das toll.Aber in echt.Nach meinen (zugegeben begrenzten Erfahrungen) funktioniert es einfach nicht.

    So; ich hoffe ich bekomme jetzt keinen Ärger.Bitte nicht.Ich will hier nicht euren Glauben beleidigen oder kaputt machen; sondern wirklich ernsthaft diese Frage stellen.Wie soll das in echt gehen?Ich habe mich extra deswegen hier angemeldet.

    Zur Info: Mein theoretisches Wissen beschränkt sich auf die Lektüre einiger Bücher von Thich Nhat Hanh; und dem, was man im Internet so findet. Außerdem habe ich mir den Palikanon gekauft. Auf die Frage wie das in echt klappen soll;finde ich dort aber auch keine wirkliche Antwort.Ich kenne auch keine Buddhisten im RL und ich würde mich auch nicht jeder Gruppe anschließen.Oder besser gesagt: Ich bin da prinzipell skeptisch.

  • Kusala
    Gast
    • 11. September 2011 um 06:22
    • #2
    Myae:

    Ich stelle mal eine ganz einfache Frage:

    Mir scheint, dass die äußeren Umstände weit mächtiger sind; als das was unser Geist vermag.

    Es scheint Dir so. Aber die äußeren Umstände sind vergänglich. Erkennt man wie die Dinge funktionieren, wie man selber funktioniert, hat vieles was von außen kommt seine Macht verloren. Gib dem Rumpelstilzchen einen Namen und es ist erkannt und harmlos.

    Könnte man in Auschwitz gelassen sein?

    Am Anfang auf dem Weg sicher nicht. Später aber schon.

    Könnte man zufrieden und glücklich sein; wenn der Freund; mit dem man ein paar Jahre zusammen war gestorben ist?

    Man wird traurig sein. Aber auch Trauer hält nicht mehr lange an, weil man weiß wie Trauer entsteht, was da trauert und wie es wieder vergeht.

    Könnte man auch nur zufrieden sein; wenn in einem normalen Alltag alles schiefläuft? Im Job kommt man mit den Arbeistkollegen nicht aus; und obwohl man eigentlich einen Haufen Freundinnen/Kumpels hat fühlt man sich völlig unverstanden und irgendwie total allein.

    Sehr zufrieden sogar :)

    Wie soll das gehen? Erscheint mir in der Praxis unmöglich.In der Theorie klingt das toll.Aber in echt.Nach meinen (zugegeben begrenzten Erfahrungen) funktioniert es einfach nicht.

    Sila-Samadhi-Panna. Es gibt keinen Instant Buddhismus, wo Du einen Löffel Buddha-Saft bekommst und schon ist alles heil. Es ist ein oft anstrengender Übungsweg, der Disziplin erfordert. Achtsamkeit auf sich selber und auf andere ist der erste Schritt. Der nächste ist bei allem was man denkt und tut, sich selber fragen: Tut es mir gut, tut es anderen gut, tut es allen gemeinsam gut.

    So; ich hoffe ich bekomme jetzt keinen Ärger.Bitte nicht.Ich will hier nicht euren Glauben beleidigen oder kaputt machen; sondern wirklich ernsthaft diese Frage stellen.Wie soll das in echt gehen?Ich habe mich extra deswegen hier angemeldet.

    Das ist ja das schöne am Dhamma. Da gibt es nichts zu glauben, sondern nur viel zu tun, was Du aber nur selber anpacken kannst. Es kann keiner für Dich tun. Wenn Du weniger leiden und zufriedener sein willst, musst Du selber in die Spur kommen und lernen zu erkennen wie alles funktioniert. Dabei hilft die Lehre. Lesen/lernen .... eigenes darüber nachdenken .... Meditation.
    Von heute auf morgen geht da aber nicht viel. Es braucht Geduld auf dem Weg. Vor allem mit sich selber.
    Und wie lernt man Geduld? Na klar, durch Geduld ;)

    Alles anzeigen

    Du meinst alles nur daher gesagt? Nö! Ich kann Dir bestätigen, dass auf dem Weg die Stürme die von außen kommen immer weniger Wind bei einem selber machen. Und ich lebe nicht in Watte gepackt. :lol:

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Myae
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    11. September 2011
    • 11. September 2011 um 06:47
    • #3

    Ich bringe mal ein ganz simples Beispiel:

    Wenn ich Magenschmerzen habe; dann tut das weh. Und wenn ich Kopfschmerzen habe auch.Das kann man doch nicht einfach abstellen.Ich habe jetzt wenig Ahnung von medizinischen Details; abe rich würde annehmen das geht einfach nicht.Genausowenig, wie ich fliegen kann.

  • Lauscher
    Gast
    • 11. September 2011 um 06:54
    • #4
    Myae:

    Ich stelle mal eine ganz einfache Frage:

    Mir scheint, dass die äußeren Umstände weit mächtiger sind; als das was unser Geist vermag.

    Könnte man in Auschwitz gelassen sein?

    Könnte man zufrieden und glücklich sein; wenn der Freund; mit dem man ein paar Jahre zusammen war gestorben ist?

    Könnte man auch nur zufrieden sein; wenn in einem normalen Alltag alles schiefläuft? Im Job kommt man mit den Arbeistkollegen nicht aus; und obwohl man eigentlich einen Haufen Freundinnen/Kumpels hat fühlt man sich völlig unverstanden und irgendwie total allein.

    Wie soll das gehen? Erscheint mir in der Praxis unmöglich.In der Theorie klingt das toll.Aber in echt.Nach meinen (zugegeben begrenzten Erfahrungen) funktioniert es einfach nicht.

    So; ich hoffe ich bekomme jetzt keinen Ärger.Bitte nicht.Ich will hier nicht euren Glauben beleidigen oder kaputt machen; sondern wirklich ernsthaft diese Frage stellen.Wie soll das in echt gehen?Ich habe mich extra deswegen hier angemeldet.

    Zur Info: Mein theoretisches Wissen beschränkt sich auf die Lektüre einiger Bücher von Thich Nhat Hanh; und dem, was man im Internet so findet. Außerdem habe ich mir den Palikanon gekauft. Auf die Frage wie das in echt klappen soll;finde ich dort aber auch keine wirkliche Antwort.Ich kenne auch keine Buddhisten im RL und ich würde mich auch nicht jeder Gruppe anschließen.Oder besser gesagt: Ich bin da prinzipell skeptisch.

    Alles anzeigen

    Hier eine (scheinbar) "nicht buddhistische Antwort" ;) :
    http://www.youtube.com/watch?v=0pS_wPeDxDQ

    Was macht diese Antwort mit dir?

    _()_

  • Onda
    Gast
    • 11. September 2011 um 07:22
    • #5
    Myae:

    Wie soll das gehen? Erscheint mir in der Praxis unmöglich.In der Theorie klingt das toll.Aber in echt.Nach meinen (zugegeben begrenzten Erfahrungen) funktioniert es einfach nicht.

    Hallo Myae,

    der Buddhismus ist keine Kiste mit mentalen Tricks und fertigen Antworten, mit denen sich Probleme schnell entsorgen lassen. Vergleich es eher mit dem Erlernen eines Instrumentes. Das ist ein Prozess, der sich über Jahre hinzieht: du übst jeden Tag, spielst Etüden und machst Fingerübungen und arbeitest an deinem Repertoire. So wirst du Schritt für Schritt souveräner im Umgang mit deinem Instrument. Im Buddha-Dharma ist der Geist das Instrument. Ihn gilt es zu schulen, geschmeidig und offen zu machen. Und dann wirst du früher entdecken, dass es, einfach ausgedrückt, zwei Dinge gibt: die äußeren Ereignisse und die Art, wie du auf sie reagierst. Diese Reaktionsmuster verlaufen im ungeschulten Menschen oft automatisch und unreflektiert, sie folgen den Gewohnheitsmustern der jeweiligen Person. Solche Automatismen durch die Achtsamkeitspraxis aufzubrechen ist ein Element der Praxis. Gleichmut und Gelassenheit gibt es nicht als Crash-Kurs oder als Instant-Pille. Das sind mentale "Tugenden", die sich über Jahre aufbauen. Ob der Buddhismus "funktioniert" oder nicht, das kannst du erst nach einer längeren Periode ernsthafter Praxis beurteilen und das ist dann keine Angelegenheit rein rationaler Überlegung mehr.
    Lies mal das Buch von Viktor Frankl über Auschwitz. Du wirst sehen, Menschen gehen sehr unterschiedlich mit solchen Extremsituationen um. Manche zerbrechen daran, andere bleiben "heil". Frankl war kein Buddhist, aber er zeigt, wie groß die Palette von Reaktionsmöglichkeiten ist und dass eben diese zwei Dinge zu unterscheiden sind: die äußeren Ereignisse und die Art, wie du auf sie reagierst.

    LG
    Onda

  • Grund
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    • 11. September 2011 um 08:01
    • #6
    Myae:

    Könnte man in Auschwitz gelassen sein?


    Warum sollte man da nicht gelassen sein heute?

    Myae:


    Könnte man zufrieden und glücklich sein; wenn der Freund; mit dem man ein paar Jahre zusammen war gestorben ist?


    Ist dein Freund denn gestorben?

    Myae:


    Könnte man auch nur zufrieden sein; wenn in einem normalen Alltag alles schiefläuft?


    Was läuft denn schief bei dir?

    Myae:


    Wie soll das gehen? Erscheint mir in der Praxis unmöglich.In der Theorie klingt das toll.Aber in echt.Nach meinen (zugegeben begrenzten Erfahrungen) funktioniert es einfach nicht.


    Spricht du jetzt aus der Praxis oder aus der Theorie? :lol:

    Myae:

    Wie soll das in echt gehen?


    Tun.

    Myae:


    Zur Info: Mein theoretisches Wissen beschränkt sich auf die Lektüre einiger Bücher von Thich Nhat Hanh;


    Aso ... theoretisches Wissen, aha ... nur zu deiner Information: Das praktische Wissen gibts vom Buddha.


    Grüße
    TM

  • Myae
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    • 11. September 2011 um 09:05
    • #7
    Zitat

    Hier eine (scheinbar) "nicht buddhistische Antwort" :
    http://www.youtube.com/watch?v=0pS_wPeDxDQ


    Sorry; so dolle ist mein Englisch nicht.

    Zitat

    der Buddhismus ist keine Kiste mit mentalen Tricks und fertigen Antworten, mit denen sich Probleme schnell entsorgen lassen. Vergleich es eher mit dem Erlernen eines Instrumentes. Das ist ein Prozess, der sich über Jahre hinzieht: du übst jeden Tag, spielst Etüden und machst Fingerübungen und arbeitest an deinem Repertoire. So wirst du Schritt für Schritt souveräner im Umgang mit deinem Instrument. Im Buddha-Dharma ist der Geist das Instrument. Ihn gilt es zu schulen, geschmeidig und offen zu machen. Und dann wirst du früher entdecken, dass es, einfach ausgedrückt, zwei Dinge gibt: die äußeren Ereignisse und die Art, wie du auf sie reagierst. Diese Reaktionsmuster verlaufen im ungeschulten Menschen oft automatisch und unreflektiert, sie folgen den Gewohnheitsmustern der jeweiligen Person.


    Ich hoffe ich nerve nicht mit meiner beharrlichen Zweiflerei. :D In der Theorie kling das ja Alles schön und gut; und ich lasse jetzt mal gelten ( nur so als Überlegung) das man Einiges ändern kann. Aber wenn das so einfach wäre; warum sind die Praxen der Psycholgen immer noch voller Patienten? Warum sagt man zu einer Depressiven nicht - los meditiere; sondern muss ihr Tabletten verschrieben.Was auch nicht immer hilft.Warum gibt es Buddhisten die rauchen? Warum haben auch Buddhisten schon anderen Menschen immenses Leid zugefügt? Zb. Japanische Buddhisten als Soldaten den Chinesen im 2.WK.Die Methode scheint doch nur eingeschränkt zu funktionieren.Bei manchen Menschen mehr, bei anderen Menschen weniger und bei manchen Menschen vielleicht so gar überhaupt nicht. Vielleicht liegt es ja an der Veranlagung? Die Gene entscheiden wer Befreiung erlangt? Gut jetzt sagt ihr bestimmt probiere es selbst aus. Hab ich schon und das ging voll daneben. :cry: Und zwar habe ich die Atemmeditation ausprobiert.Ergebnis? Totale Katastrophe. Mein vegetatives Nervensystem ist völlig durcheinander gekommen.Und am Ende lag ich Nachts in meinem Bett und konnte nicht einschlafen; weil ich meine Gedanken nicht vom Atem wegbekommen habe.Das hat Wochen gedauert; bis es wieder normal lief.Furchtbar! Mache ich nie Wieder!

    Zitat

    Lies mal das Buch von Viktor Frankl über Auschwitz. Du wirst sehen, Menschen gehen sehr unterschiedlich mit solchen Extremsituationen um. Manche zerbrechen daran, andere bleiben "heil". Frankl war kein Buddhist, aber er zeigt, wie groß die Palette von Reaktionsmöglichkeiten ist und dass eben diese zwei Dinge zu unterscheiden sind: die äußeren Ereignisse und die Art, wie du auf sie reagierst.


    Danke für den Tipp. Sollte es dort also wirklich Menschen gegeben haben die nicht zerbochen sind?

    @ TMingyur

    Ich weiß was du mir sagen willst. :D Lebe im hier und jetzt; und mache dir keine Sorgen über Dinge die passieren könnten. Aber ich muss mir doch überlegen,ob so eine Lehre auch im Extremfall trägt. Was mache ich zb; wenn ich auf dem Heimweg von einer Party vergewaligt werde? Wie kann ich da gelassen oder gar glücklich bleiben? Das scheint mir unmöglich.Und passieren kann so etwas nunmal.

  • Ryonin
    Gast
    • 11. September 2011 um 09:11
    • #8
    Myae:

    Ich stelle mal eine ganz einfache Frage:

    Mir scheint, dass die äußeren Umstände weit mächtiger sind; als das was unser Geist vermag.

    Könnte man in Auschwitz gelassen sein?

    Könnte man zufrieden und glücklich sein; wenn der Freund; mit dem man ein paar Jahre zusammen war gestorben ist?

    Könnte man auch nur zufrieden sein; wenn in einem normalen Alltag alles schiefläuft? Im Job kommt man mit den Arbeistkollegen nicht aus; und obwohl man eigentlich einen Haufen Freundinnen/Kumpels hat fühlt man sich völlig unverstanden und irgendwie total allein.

    Wie soll das gehen? Erscheint mir in der Praxis unmöglich.In der Theorie klingt das toll.Aber in echt.Nach meinen (zugegeben begrenzten Erfahrungen) funktioniert es einfach nicht.

    So; ich hoffe ich bekomme jetzt keinen Ärger.Bitte nicht.Ich will hier nicht euren Glauben beleidigen oder kaputt machen; sondern wirklich ernsthaft diese Frage stellen.Wie soll das in echt gehen?Ich habe mich extra deswegen hier angemeldet.

    Zur Info: Mein theoretisches Wissen beschränkt sich auf die Lektüre einiger Bücher von Thich Nhat Hanh; und dem, was man im Internet so findet. Außerdem habe ich mir den Palikanon gekauft. Auf die Frage wie das in echt klappen soll;finde ich dort aber auch keine wirkliche Antwort.Ich kenne auch keine Buddhisten im RL und ich würde mich auch nicht jeder Gruppe anschließen.Oder besser gesagt: Ich bin da prinzipell skeptisch.

    Alles anzeigen

    Die äußeren Umstände sind ja nichts von uns getrenntes. Du konstruierst hier eine Trennung, die aus meiner Sicht nicht da ist. (Und dann konstruierst du Situationen, wo ich sagen würde: Woher soll ich wissen, wie ich da wäre? Das kann ich dir erst sagen, wenn ich da bin).

    Mir fällt eine Geschichte aus dem Zen ein:
    Im 9. Jahrhundert, zur Zeit der Tang-Dynastie, lebte in China ein Zen-Meister names Dongshan Liangjie (japanisch: Tozan Ryokai). Einst wurde er von einem Mönch in der Ausbildung gefragt: “Wie kann ich Hitze oder Kälte vermeiden?”
    Wahrscheinlich war es ein brütender Hochsommer-Nachmittag oder ein bitterkalter Wintermorgen. Es muss so eine außerordentliche Hitze (oder Kälte) geherrscht haben, dass der Mönch es nicht aushalten konnte.
    Dongshan sagte: “Warum gehst du nicht an einen Ort, wo es weder heiss noch kalt ist?”
    “Wo ist dieser Ort, der weder Hitze noch Kälte kennt?” Dongshan antwortete: “Wenn es heiß ist, werde eins mit der Hitze. Wenn es kalt ist, werde eins mit der Kälte. Das ist der Ort ohne Hitze oder Kälte.”

    Wenn jemand stirbt, warum sollte ich nicht traurig sein? Aber ich kann dann die Vergänglichkeit von allem, das entstanden ist, nicht übersehn.
    Wenn alles schiefläuft, warum sollte ich da nicht unzufrieden und allein fühlen? Ich kann da das bedingte Entstehen nicht übersehen und weiß auch, das alles wieder anders wird. Unzufrieden und allein, da kann man gut praktizieren.
    Könnte ich in Auschwitz die Erkenntnis von der Leidhaftigkeit des Seins überhaupt übersehn? Aber auch da würde das ganz andere aufscheinen, die Einheit von Begrenzten und Unbegrenzten, das für mich im Namu Amida Butsu verkörpert ist, würde nicht verschwinden.

    Bewahre dir deine Skepsis, sie ist ein kostbares Gut, aber sieh auch, das ein Anvertrauen, ein Grundvertrauen gibt, was einen im Leben weiterträgt. Beides ist wichtig. Wenn ich eine Beziehung z.B. ohne Skepsis leben will, ist es naiv, aber ohne Vertrauen geht es auch nicht. Auch ist meine Erfahrung, das eine Beziehung, oder überhaupt das Leben, wenn es von einer inneren Dankbarkeit getragen ist, dankbarer ist, wie ein ständig grübelndes Leben.

  • Kusala
    Gast
    • 11. September 2011 um 09:12
    • #9

    Du fragst warum so wenige Menschen das tun was der Buddha lehrte?

    Weil sie an den ach so liebgewonnen Gewohnheiten hängen, selbst wenn sie leid erzeugen. Weil der "innere Schweinehund" sehr stark ist und immer wieder Ausreden findet, warum man sich nicht anstrengen soll/kann.

    Sobald man den Achtpfad betritt ist man noch laaange kein Heiliger. Da beginnt man sich zu verbessern und das kann dauern :)
    Je nach Einsichtsfähigkeit und Disziplin.

    Wie gesagt, Instant ist nicht :)

    ()

  • Myae
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    • 11. September 2011 um 09:21
    • #10

    Gut dann mache ich mal Folgendes. Ich überspringe jetzt eure Antworten (ich hab' sie gelesen) und stelle die für mich relevante Frage:

    1.Atemmeditation führt bei mir zu Chaos

    2.Äußere Umstände sind erst einmal nicht zu ändern.Unheilsamer Umgang (auch wenn ich ihn teilsweise sehr mag) keine edlen Freunde in Sicht.

    Sagt die buddhistische Lehre jetzt zu mir: Dann hast du eben Pech gehabt; und kannst den Weg nicht beschreiten. Oder kann ich was machen wenn ich (sagen wir jetzt) beschließe mich auf dieses Experiment einzulassen?

  • Ryonin
    Gast
    • 11. September 2011 um 09:33
    • #11

    Meiner Erfahrung nach macht einem Meditation nicht chaotischer. Man sieht das Chaos nur klarer. Hab einfach ein wenig geduld. Das ist so wie bei manchem Wasser z.B. bei einem Fluss.. Wenn es aufgewühlt ist, ist es chaotisch. lässt man es eine Weile in Ruhe, wird es klar. Also lass dich ein Stück in Ruhe, wolle bei der Atemmeditaion nicht zuviel (am besten nix, da schaffst du dir keinen Druck, wenn du zuviel im Wasser herumwühlst, und das ist ja auch das wollen, dann wird es nicht klar).
    Und es gibt verschiedene Ansätze von Meditationen (und auch nichtmeditative Ansätze).

    Akzeptanz der äußeren Umstände ist aus meiner Sicht sehr hilfreich. Dann sind auf einmal überall edle Freunde. Die Kumpels, die unfreundliche Kassierein, der nörgelde Chef, seltsame Leute hier im Forum. ;)

  • Myae
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    • 11. September 2011 um 09:38
    • #12

    Atemeditation geht wirklich nicht.Noch einmal: Es war ganz schlimm! Meine komplette unwillkürliche Atmung ist durcheinander gekommen.Ich habe deshalb nächtelang nicht schlafen können.Das mache ich nie Wieder!Es mag ja selten vorkommen.Aber bei mir war es wirklich so!

    Welche anderen Ansätze gibt es.Und was ist da am Anfang empfehlenswert?

  • Onda
    Gast
    • 11. September 2011 um 10:06
    • #13
    Myae:


    Ich hoffe ich nerve nicht mit meiner beharrlichen Zweiflerei. :D In der Theorie kling das ja Alles schön und gut;


    Zweifel (in rechtem Maße) ist eine Tugend

    Zitat

    Aber wenn das so einfach wäre; warum sind die Praxen der Psycholgen immer noch voller Patienten?


    Weil die alle nicht meditieren. Spaß beiseite. Manchmal steht die Arztpraxis auf dem Programm, manchmal die Pagode. Das eine kann das andere nicht ersetzen.

    Zitat

    Und zwar habe ich die Atemmeditation ausprobiert.Ergebnis? Totale Katastrophe.


    Was hast du da genau gemacht?

    LG
    Onda

  • Onda
    Gast
    • 11. September 2011 um 10:07
    • #14

    Wie wär's mal mit Gehmeditation?

  • Myae
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    • 11. September 2011 um 10:25
    • #15
    Zitat

    Was hast du da genau gemacht?


    Ne zeitlang habe ich nur Worte mit dem Atem verbunden.Dann habe ich (yogamässig) allerdings auch noch Veränderungen mit dem Willen herbeigeführt.Tiefere Atmung. Längere Ausatmung als Einatmung.
    Ne zeitlang hat mich das richtig "geflahst" voll die Zustände geschoben. kann ich gar nicht bechreiben.Aber irgendwann gingen halt die Probleme los.Esoteriker würden jetzt wahrscheinlich spekulieren; dass ich irgendwelche Zustände nicht verarbeiten konnte - der Arzt (ja ich war deshalb sogar beim Arzt) dagegen meinte nur von solchen Dingen soll man die Finger lassen; das vegetative Nervensystem arbeitet am besten, wenn es das unbeobachtet tut.Dann wollte ich wieder zurück zur normalen Methode (Atemzüge zählen) aber das ging dann nicht mehr.Der 2/6 Rythmus hat sich dann wieder eingeschlichen.Und da habe ich sofort aufgehört.Ich bin froh, dass es jetzt wieder normal läuft.Nicht noch einmal.Echt nicht!

    Zitat

    Gehmeditation


    Klingt ehrlich gesagt nicht so dolle interessant. Mantrameditation? Und vor allem muss es ja auch was bringen.Ich muss ja irgendwann auch feststellen, dass sich tatsächlich etwas im Alltag verändert.Das ich vielleicht ein wenig geduldiger werde.Und wenn ich mir die großen Ziele so anschaue; die da angegeben sind _ bin ich sofort wieder bei dem Gedanken.Das wird nie etwas.Vielleciht hat Buddha einen Fehler gemacht, als er von sich selbst auf alle anderen Menschen geschlossen hat? Vielleicht kann das eben nicht jeder?

  • Onda
    Gast
    • 11. September 2011 um 10:44
    • #16
    Myae:
    Zitat

    Was hast du da genau gemacht?


    Ne zeitlang habe ich nur Worte mit dem Atem verbunden.Dann habe ich (yogamässig) allerdings auch noch Veränderungen mit dem Willen herbeigeführt.Tiefere Atmung. Längere Ausatmung als Einatmung.
    Ne zeitlang hat mich das richtig "geflahst" voll die Zustände geschoben. kann ich gar nicht bechreiben.Aber irgendwann gingen halt die Probleme los.Esoteriker würden jetzt wahrscheinlich spekulieren; dass ich irgendwelche Zustände nicht verarbeiten konnte - der Arzt (ja ich war deshalb sogar beim Arzt) dagegen meinte nur von solchen Dingen soll man die Finger lassen; das vegetative Nervensystem arbeitet am besten, wenn es das unbeobachtet tut.Dann wollte ich wieder zurück zur normalen Methode (Atemzüge zählen) aber das ging dann nicht mehr.Der 2/6 Rythmus hat sich dann wieder eingeschlichen.Und da habe ich sofort aufgehört.Ich bin froh, dass es jetzt wieder normal läuft.Nicht noch einmal.Echt nicht!

    Buddhistische Atembeobachtung hat nichts mit dem Pranayama des Yoga zu tun. Das, was du beschreibst, klingt sehr nach Manipulation. Es geht in keinem Fall um eine Beeinflussung des Atems, um eine aktive Einflussnahme. Es geht nur um Beobachtung! Ein, aus, ohne Rhythmus, ein, aus, wie's kommt, wie's geht, ein, aus.

    LG
    Onda

  • Onda
    Gast
    • 11. September 2011 um 10:48
    • #17
    Myae:
    Zitat

    Gehmeditation

    Klingt ehrlich gesagt nicht so dolle interessant.

    Das ist überhaupt nicht interessant. Das ist eigentlich voll langweilig unb total öde. Darum geht es aber nicht. Das ist ja keine Entertainment-Veranstaltung. Das ist eine Übung. Meinst du, eine Fingerübung auf dem Klavier ist "dolle interessant"?

    LG
    Onda

  • Myae
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    • 11. September 2011 um 10:55
    • #18

    B

    Zitat

    uddhistische Atembeobachtung hat nichts mit dem Pranayama des Yoga zu tun. Das, was du beschreibst, klingt sehr nach Manipulation. Es geht in keinem Fall um eine Beeinflussung des Atems, um eine aktive Einflussnahme. Es geht nur um Beobachtung! Ein, aus, ohne Rhythmus, ein, aus, wie's kommt, wie's geht, ein, aus.


    Das weiß ich ja; aber das nützt mir jetzt auch nichts mehr. Ich habe mir durch diesen Yogatechniken, einfach den Weg zu einer normalen Beobachtung verbaut.Kontrolliete 2/6 Atmung - so tief wie möglich.Klar ist das Manipulation.Hat allerdings auch weit mehr "reingeknallt" wie die buddhistische Methode vorher. Ich kann das aber nicht beschreiben. Ne zeitlang hat mich das so "geflahst" , dass ich das stundenlang gemacht habe.Bis halt die Probleme anfingen.Ich konnte fast überhaupt nicht mehr normal atmen.Und jetzt ist der Krug halt zerbrochen.Atemmeditation kann ich nicht merh machen.

    Zitat

    Das ist überhaupt nicht interessant. Das ist eigentlich voll langweilig unb total öde. Darum geht es aber nicht. Das ist ja keine Entertainment-Veranstaltung. Das ist eine Übung. Meinst du, eine Fingerübung auf dem Klavier ist "dolle interessant

    Ja aber es wird ja auch nicht soviel bringen.ich meine;ich will ja was erreichen damit.

  • Kusala
    Gast
    • 11. September 2011 um 11:00
    • #19

    Lass am Besten erst einmal alles sacken, was Du bisher gelesen hast.

    Und wenn Du eh schon alles weißt und weißt, dass es nichts bringt, was sollen wir Unerwachten Dir dann noch erzählen.

    Ne Übung wäre jetzt z.B. zu beobachten was sich in Deinem Geist nun tut, während Du diese Zeilen liest.
    Versuche es mal zu beschreiben.

    () :)

  • Ryonin
    Gast
    • 11. September 2011 um 11:06
    • #20
    Myae:

    Und vor allem muss es ja auch was bringen

    Hm. Wieso soll es was bringen? Alles wichtige und schöne im Leben bringt nix.

    Außerdem: Alles was was bringt, bringt nix, alles was nichts bringt, bringt was. (Geht das jetzt schon als Koan durch? Is aber nur ganz stinknormale Lebenserfahrung)

    Zitat

    Zazen bringt nichts. Zazen ist kein Werkzeug der Menschen. Die Werkzeuge der Menschen werden von Menschen wieder zerstört. Das Ewige dagegen gibt sich nicht mit den Menschen ab.
    Ruf Buddhas Namen nicht in der Hoffnung auf Almosen an. Wenn du Buddhas Namen anrufst, muss es gut für nichts sein.

    Zitat

    Was für ein Leben könnte sorgenloser sein als das, in dem es nichts zu gewinnen gibt? Dass Zazen nichts bringt liegt daran, dass wir einfach sitzen, ohne irgendeine Absicht. Bis heute habe ich mein ganzes Leben so gelebt: Ohne Absicht auf irgendeinen Gewinn.

    Kodo Sawaki

    Soweit mein Lob der Sinnlosigkeit.

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    • 11. September 2011 um 11:10
    • #21
    Myae:

    @ TMingyur

    Ich weiß was du mir sagen willst. :D Lebe im hier und jetzt; und mache dir keine Sorgen über Dinge die passieren könnten.


    Ist das so angekommen? Nein, so meinte ich das nicht. Ich meine aber, das nur das relevant ist, was tatsächlich beobachtbar ist und was man tut, und nicht das, was man sich ausdenkt, weil Letzteres nur Phantasie ist.

    Myae:


    Aber ich muss mir doch überlegen,ob so eine Lehre auch im Extremfall trägt.


    Nein, das musst du dir nicht überlegen, sondern du musst praktizieren und dann wirst du sehen, ob die Fragen die du dir jetzt stellst dann überhaupt noch erscheinen und wenn sie erscheinen wie du dann mit ihnen umgehst.


    Grüße
    TM

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    • 11. September 2011 um 11:30
    • #22
    Myae:
    Zitat

    Gehmeditation


    Klingt ehrlich gesagt nicht so dolle interessant. Mantrameditation? Und vor allem muss es ja auch was bringen.Ich muss ja irgendwann auch feststellen, dass sich tatsächlich etwas im Alltag verändert.Das ich vielleicht ein wenig geduldiger werde.


    Wenn du die Geduld aufbringst Gehmeditation zu machen, dann bist du auch schon geduldig. So einfach ist das :lol:

    Myae:

    Und wenn ich mir die großen Ziele so anschaue;


    Warum, was sollte bei Gehmeditation ein "großes Ziel" sein?


    Grüße
    TM

  • Myae
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    11. September 2011
    • 11. September 2011 um 11:40
    • #23
    Zitat

    Lass am Besten erst einmal alles sacken, was Du bisher gelesen hast.

    Und wenn Du eh schon alles weißt und weißt, dass es nichts bringt, was sollen wir Unerwachten Dir dann noch erzählen.

    Ne Übung wäre jetzt z.B. zu beobachten was sich in Deinem Geist nun tut, während Du diese Zeilen liest.
    Versuche es mal zu beschreiben.

    Ich habe mich bei der zweiten Zeile geärgert.Und zwar dolle. Ich bilde mir nicht ein alles zu wissen.Und ich hätte eben gerne ein paar Tipps, was ich machen kann; weil Atemmeditation eben nicht möglich ist.Das habe ich vergeigt.

    Zitat

    Außerdem: Alles was was bringt, bringt nix, alles was nichts bringt, bringt was. (Geht das jetzt schon als Koan durch? Is aber nur ganz stinknormale Lebenserfahrung)


    Ich mag solche Sprüche.Ich kann das auch ein wenig: Alles ist falsch und nichts ist wahr; Alles ist wahr und nichts ist falsch.Aber im Buddhismus gibt es doch ein Ziel.Ich möchte dahinkommen, dass mein Geist immer unanhängiger wird von den äußeren Umständen. Und insofern müssen doch die Methoden etwas bringen.Oder was verstehe ich da falsch? Und bitte keine Rätsel jetzt

    Zitat

    Nein, so meinte ich das nicht. Ich meine aber, das nur das relevant ist, was tatsächlich beobachtbar ist und was man tut, und nicht das, was man sich ausdenkt, weil Letzteres nur Phantasie ist..


    Darf ich mir also nicht die Frage stellen ob mir das auch hilft, fall's es im Leben mal richtig übel kommen sollte?

    Zitat

    Nein, das musst du dir nicht überlegen, sondern du musst praktizieren und dann wirst du sehen, ob die Fragen die du dir jetzt stellst dann überhaupt noch erscheinen und wenn sie erscheinen wie du dann mit ihnen umgehst.


    Ja aber was? Das ist es ja. Atemmeditation kann ich nciht machen.Soviel steht fest.Nur buddhistische Literatur lesen; ist ja kein Praktizieren. Und die Gehmeditation? klingt jetzt blöd. Aber ich würde schon gerne richtig meditieren.Mantramediation zum Beispiel.Macht das Sinn? Ich könnte die Dreiflache Zuflucht nehmen.Oder geht das nicht? So ganz konkrete praktische Sachen meine ich.Ich bin zum beispiel ungeduldig, zickig und ticke schnell aus.Was könnte ich dagegen tun?

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    • 11. September 2011 um 11:49
    • #24
    Myae:
    Zitat

    Nein, so meinte ich das nicht. Ich meine aber, das nur das relevant ist, was tatsächlich beobachtbar ist und was man tut, und nicht das, was man sich ausdenkt, weil Letzteres nur Phantasie ist..


    Darf ich mir also nicht die Frage stellen ob mir das auch hilft, fall's es im Leben mal richtig übel kommen sollte?


    Klar hilft dir das. Es hilft dir zu unterscheiden, ob es dir wirklich richtig übel kommt oder ob du das nur phantasierst.

    Myae:
    Zitat

    Nein, das musst du dir nicht überlegen, sondern du musst praktizieren und dann wirst du sehen, ob die Fragen die du dir jetzt stellst dann überhaupt noch erscheinen und wenn sie erscheinen wie du dann mit ihnen umgehst.


    Ja aber was? Das ist es ja. Atemmeditation kann ich nciht machen.Soviel steht fest.Nur buddhistische Literatur lesen; ist ja kein Praktizieren. Und die Gehmeditation? klingt jetzt blöd. Aber ich würde schon gerne richtig meditieren.Mantramediation zum Beispiel.Macht das Sinn? Ich könnte die Dreiflache Zuflucht nehmen.Oder geht das nicht? So ganz konkrete praktische Sachen meine ich.Ich bin zum beispiel ungeduldig, zickig und ticke schnell aus.Was könnte ich dagegen tun?


    Übe einfach das ruhige Sitzen. Beginne mit 3 oder 5 Minuten und arbeite dich langsam hoch. Bloß sitzen, nichts tun, nur sitzen ... also mit Kissen und in einer passenden Medi-Haltung.


    Grüße
    TM

  • Kusala
    Gast
    • 11. September 2011 um 11:54
    • #25
    Myae:

    Ich habe mich bei der zweiten Zeile geärgert.Und zwar dolle.

    So und nun sind wir mitten beim praktizieren.

    Du hast bemerkt: Wut, Ärger, vielleicht Groll.
    (So war es von mir gedacht, dies zu erreichen) :)

    Tut Dir Wut, Ärger usw. gut? Nicht? Ist ja ein Ding. Warum tust Du es dann?

    Nächste Frage: Findest Du es gut, Dass ICH (Kusala) Dich per Knopfdruck wie ein Biorobotor in Stimmungslagen versetzen kann? Ganz wie es mir beliebt?

    Deswegen brauchen wir Achtsamkeit um zu sehen wie wir funktionieren und dann irgendwann nicht mehrz.B. wütend werden.
    Dafür braucht es aber Geistesruhe. Die erhalten wir, wenn wir uns möglichst ethisch korrekt (Sila) verhalten, sodass kein schlechtes Gewissen aufsteigen kann und wir nicht mehr so angreifbar sind.

    Desweiteren hilft bei der Beruhigung des Geistes, wenn wir uns nur auf ein Objekt konzentrieren. Gehmeditation ist eine Alternarive für Dich. Beobachte "GEHEN". Auf Dauer werden Deine Beobachtungen immer feiner und konzentrierter und somit steigt die Achtsamkeit, die auch im Alltag bei jeder Tätigkeit genutzt werden muss/sollte.

    Und eines Tages lächelst Du über die "böse" Kusala, die Dir ja was vermeintlich böses sagte, was Dich in Wut versetzte.

    Liebe Grüße :)
    Kusala

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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