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Meditation und Gehirn

  • Maybe Buddha
  • 2. September 2011 um 19:57
  • Zum letzten Beitrag
  • Maybe Buddha
    Themenautor
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    • 2. September 2011 um 19:57
    • #1

    Habe den folgenden Text auf der RBB Seite gefunden. Fand ich sehr intressant:

    http://www.rbb-online.de/ozon/archiv/oz…und_gehirn.html

    Meditation und Gehirn

    Manche Meditationsschulen beschreiben unseren Geist wie einen quirligen Affen, immer in Bewegung, äußeren und inneren Reizen folgend. Selbst wenn wir nichts tun, gehen uns ständig Gedanken durch den Kopf. Beim Meditieren aber schauen wir den Gedanken gleichmütig zu.

    Wie solche Innenschau unser Gehirn verändert, erforschen Neurobiologen. Ziel ist letztlich auch, durch Entspannungstechniken Kranken zu helfen.

    Manuskript:

    Ein Ort der Stille nahe der japanischen Stadt Kyoto. Tägliches mehrstündiges Meditieren gehört für buddhistische Mönche zu ihrem Leben. Kraft und Ruhe durch innere Versenkung. Das Gehirn ist dabei keineswegs "abgeschaltet". Wie das Gehirn sich bei der Meditation verhält, untersuchen Forscher am Bender-Institut für Neuroimaging in Giessen.

    Mit dem Kernspintomographen schauen sie ihm quasi bei der Arbeit zu. Aktivere Nervenzellen brauchen mehr Sauerstoff und Energie - was sich in einer besseren Hirndurchblutung zeigt.

    Die Psychologin Britta Hölzel hat durch mehrjährige Studien, unter anderem in den USA, herausgefunden: Meditieren verändert nicht nur die Aktivität des Gehirns, sondern auch seine Struktur. Dazu messen die Hirnforscher die Dichte der grauen Substanz.

    O-Ton Britta Hölzel:
    Psychologin
    „Die graue Substanz ist jetzt hier erkennbar als diese dunkleren Bereiche. Die liegt so an der äußeren Schicht des Gehirns. Und das ist die Schicht, in der sich die Nervenzellkörper befinden, auch die Synapsen zwischen den Nervenzellen liegen in dieser grauen Schicht. Und wir haben gefunden, das bestimmte Bereiche im Gehirn zunehmen an Dichte in dieser grauen Substanz mit der Meditation.“

    In der grauen Substanz werden alle Signale verarbeitet: wenn wir sehen, hören, schmecken, fühlen. Und auch denken.

    Mit einem quirligen Affen beschreiben manche Meditationsschulen unseren Geist. Wie der herumspringt, von Ast zu Ast, so folgt unser Geist ständig äußeren und inneren Reizen. Selbst wenn wir scheinbar nichts tun, kreisen Gedanken durch den Kopf. Beim Meditieren aber folgen wir dem Affen, also unseren Gedanken, nicht, sondern schauen gleichmütig von außen zu.

    Das Gehirn ist plastisch. Die Neurowissenschaftler haben entdeckt, dass Hirnstrukturen wachsen, wenn sie häufig aktiviert werden. So verändert Meditieren den Hippocampus, der fürs Lernen und die Verarbeitung von Gefühlen zuständig ist.

    O-Ton Britta Hölzel:
    Psychologin
    „Wir wissen vom Hippocampus, dass die Neuronen sehr stressempfindlich sind. Und das Gewebe durch hohe Stresslevels geschädigt wird. Wir nehmen jetzt an, dadurch dass Leute ihr Stress erleben abgebaut haben, das dort wieder Neuronen nach entstehen können oder auch Verbindungen zwischen den Synapsen neu entstehen, also das Gewebe sich wieder erholt von diesem hohen Stresslevel, wenn Leute meditieren.“

    Meditieren erhöht die Aufmerksamkeit. Für die ist die sogenannte weiße Substanz zuständig.

    O-Ton Britta Hölzel:
    Psychologin
    „Die weiße Substanz ist die Struktur des Gehirns, wo die Verbindungen zwischen Hirnarealen liegen, also die sogenannten Axonbündel. Und erste Studien haben gezeigt, dass durch Meditation schon nach einem relativ kurzen relativ kurzer Zeit die die Verbindungsstellen stärker werden.“

    Aufmerksamkeit üben. Auf Distanz gehen zu den eigenen Gedanken. Sich selbst aus anderer Perspektive betrachten. Das Gehirn kann man umtrainieren. Stress abbauen durch Achtsamkeit.
    Dieser Text gibt den Sachstand vom 02.05.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • thigle
    Gast
    • 2. September 2011 um 20:08
    • #2

    *schmunzel* ;) .

    Aber trotzdem danke für den interessanten Link. Und keine Angst, ich schmunzle nie wieder. Es war nur eine Reminiszenz.

  • Maybe Buddha
    Themenautor
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    6. August 2011
    • 2. September 2011 um 20:14
    • #3

    A pro pro Schmunzeln *schmunzel*... Da hab ich vorhin einen Buchtipp gesehn als ich unterwegs war und musste sofort an Hanzze denken:

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Aurelia
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    • 4. September 2011 um 20:11
    • #4

    Hallo, guten Abend alle zusammen,

    ein sehr interessanter Thread, sobald ich ein wenig Zeit habe, werde ich mich näher mit dem Inhalt des Threads beschäftigen.

    Vielen Dank für das Reinstellen.

    Herzliche Grüße
    Aurelia

    "So ist das Leben,"
    sagte der Clown.
    Und mit tränen in den Augen,
    Malte er sich
    ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. (Unbekannt)
    31.08.2011

  • SpringMode5708
    Gast
    • 5. September 2011 um 13:08
    • #5

    Da wird Dich dies bestimmt interessieren:

    Neurociencia de la Meditación

    Meditación y Neuroplasticidad - Creando Felicidad


    Alles Gute :)

  • wusheng
    Gast
    • 6. September 2011 um 17:09
    • #6

    Toller Thread, sehr interessant.
    Hier ein Link zu einem Experiment von ANDREW NEWBERG und EUGENE d'AQUILI:

    http://www.hsk-wiesbaden.de/Home/Kliniken/…t_im_Gehirn.htm

    In einem wissenschaftlichen Versuch wurden die Veränderungen im menschlichen Gehirn während der Meditation untersucht. Das sogenannte "Orientierungs-Assoziations-Areal", kurz OAA, im Gehirn dient als eine Art Radar oder GPS-System, welches ständig die Koordinaten unseres Körpers in Bezug auf die Umgebung berechnet, also den Standort und die Grenzen des Körpers. Während der Meditation ist die Aktivität des OAA messbar reduziert, dieser Computer hat daher Schwierigkeiten, die Grenzen des Körpers darzustellen. In der Interpretation bedeutet dies, dass der Meditierende seine eigenen Grenzen weniger empfindet, die Ränder werden weicher und er wird eins mit seiner Umgebung und allem, was sich dort befindet: Mit Menschen, Dingen, mit allem.
    Bildlich geht dies konform mit Aussagen und Erfahrungen von Menschen, die in der Meditation erfahren sind. Das fundamentale buddhisatische Prinzip der Interdependenz wird so erfahrbar.

    Für User, die auch wissenschaftlicher Herangehensweise gegenüber offen und interessiert sind, hier noch ein persönlicher Buchtipp (vielen bestimmt bekannt):
    DAS TAO DER PHYSIK: Über die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie
    Autor: Fritjof Capra
    Grüße, Wusheng

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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