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  1. Buddhaland Forum
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Buddhismus ohne Geheimsprache noch sinn-voll?

  • gakusei
  • 29. August 2011 um 20:22
  • Zum letzten Beitrag
  • gakusei
    Gast
    • 29. August 2011 um 20:22
    • #1

    Ich lese zurzeit einen Leitfaden der Buddhistischen Praxis von Dr. Volker Zotz, Prof. der Religionswissenschaften mit Forschungsaufenthalten und Lehraufträgen in Indien und anderen süd-ost-asiatischen Ländern, sowie in Kioto und Tokyo in Japan.

    Was mich an seinem Buch so fasziniert, ist, dass er auf Begriffe wie metta, sila, moha und selbst auf das Wort Buddhismus, welches einzig im Vorwort auftaucht, ganz verzichtet.

    Auch der Hinweis, der immer sofort kommt, dass nämlich Pali-Begriffe in Ihrer Bedeutung zu Umfangreich seien, als das man sie übersetzen könne, scheint kein Problem zu sein.

    Zotz Erklärungen zu den wichtigsten Themen der buddhistischen Praxis, die ohne Pali-Wörter auskommen, fallen deshalb nicht länger aus. Und ganz ehrlich, ich kann keinen Unterschied zu Erläuterung anderer Autoren zu denselben Themen erkennen.

    Der einzigen Nutzen, den ich sehe, sich mit den Pali-Begriffen vertraut zu machen, ist, wenn man vor hat, den Pali-Kanon zu studieren.

    Ist halt nur so ein kleiner Gedanke von mir, weil mir halt aufgefallen ist, dass Buddhas Lehre auch ohne Geheimsprache auskommt.

    Aber natürlich kann es jeder halten wie er will.

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    • 29. August 2011 um 20:25
    • #2
    gakusei:

    Der einzigen Nutzen, den ich sehe, sich mit den Pali-Begriffen vertraut zu machen, ist, wenn man vor hat, den Pali-Kanon zu studieren.

    Aber wenn man nicht vorhat, den wenigstens auszugsweise zu studieren wie soll dann Praxis überhaupt möglich sein?
    und wenn man vorhat, den wenigstens auszugsweise zu studieren, dann stellt man bald fest, dass es ohne Pali-Begriffe nicht geht. Aber es gibt auch gute Nachschlagewerke, auch online.


    Grüße
    TM

  • zenbo
    Gast
    • 30. August 2011 um 00:02
    • #3
    gakusei:

    Der einzigen Nutzen, den ich sehe, sich mit den Pali-Begriffen vertraut zu machen, ist, wenn man vor hat, den Pali-Kanon zu studieren.

    Ist halt nur so ein kleiner Gedanke von mir, weil mir halt aufgefallen ist, dass Buddhas Lehre auch ohne Geheimsprache auskommt.

    Aber natürlich kann es jeder halten wie er will.

    ein weiterer nutzen ist ,sich damit wichtig zu machen! :D

    lg zenbo

  • BigR
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    • 30. August 2011 um 04:22
    • #4

    Ja, ich bewundere die Leute auch, die da die ganzen Begriffe kennen. Da muss eine große Fleißarbeit dahinter stecken. Praxis ist aber aus meiner sich das was Du auch davon umsetzen kannst. Das ist dann nämlich noch mal eine andere Hausnummer.

    So kann dann ein Penner auf der Straße der noch niemals was von Buddha gehört hat mehr Buddhist sein als der studierte Kanonspezialist. :roll:

    mfg
    Rainer

    "Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die Welt. "

  • Kusala
    Gast
    • 30. August 2011 um 05:48
    • #5
    BigR:

    Da muss eine große Fleißarbeit dahinter stecken.

    Nein, das ergibt sich im Laufe der Zeit mit der Praxis. Obwohl ich mich jetzt nicht da als Palikenner bezeichnen möchte. Mir fällt es schwer, andere Sprachen zu lernen.
    Manches kann man aber nicht 1 zu 1 übersetzen. Dukkha zum Beispiel oder pīti. Da ist die deutsche Sprache begrenzt.

    Wer tiefer in die Lehre einsteigen möchte, kommt nicht drum herum sich einige Palibegriffe einzuprägen. Und nur diese sind dann nämlich in der Reflektion auch sinnig.

    Liebe Grüße
    Kusala

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    • 30. August 2011 um 07:17
    • #6
    BigR:

    Ja, ich bewundere die Leute auch, die da die ganzen Begriffe kennen. Da muss eine große Fleißarbeit dahinter stecken. Praxis ist aber aus meiner sich das was Du auch davon umsetzen kannst.

    Das Umsetzen ist nicht einfach, wenn man das, was umzusetzen ist, nicht verstanden hat. Was setzt man denn dann um?

    BigR:

    So kann dann ein Penner auf der Straße der noch niemals was von Buddha gehört hat mehr Buddhist sein als der studierte Kanonspezialist


    Das ist ne nette Phantasie. Ich würd's ja jedem "Penner" (Obdachloser?) gönnen. Ein "Penner" der Entsagung übt ... wunderbar ...


    Grüße
    TM

  • accinca
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    • 30. August 2011 um 07:35
    • #7
    Kusala:

    Manches kann man aber nicht 1 zu 1 übersetzen. Dukkha zum Beispiel oder pīti.
    Da ist die deutsche Sprache begrenzt.

    Wenn deine deutsche Sprache bei dir so begrenzt ist, dann
    ist das alleine das Problem von solchen wie dich. Es ist aber
    sehr übergriffig aus deinem Sprachverständnis das der deutschen
    Sprache aller deutsch sprechenden Menschen einzuschränken und
    zu behaupten: "die deutsche Sprache ist begrenzt" und zwar da
    begrenzt wo ausgerechnet du und einige Gesinnungsgenossen sie
    für begrenzt erklären möchten.
    So als wenn andere Indogermanische Sprachen nicht die gleichen
    Begrenzungen haben können. Fehlte nur noch die Behauptung das
    Wort Nibbana wäre bei den Hindu-sprachen durch deren Sprache
    begrenzt weil es beim Buddha in Pali etwas anderes bedeute.

    3 Mal editiert, zuletzt von accinca (30. August 2011 um 07:44)

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 07:38
    • #8
    Zitat
    Zitat

    Studying vs. Going into Battle

    There have been some scholarly monks who've researched in the texts, who have studied a lot. I tell them to give the meditation a try. This matter of going by the book: When you study, you study in line with the texts, but when you go into battle, you have to go outside of the texts. If you simply fight in line with the texts, you'll be no match for the enemy. When things get serious, you have to go outside of the texts.

    Studieren vs. In einen Kampf ziehen

    Da gibt es gelehrte Mönche, die die Texte studiert haben, die viel gelernt haben. Diese Sache nach Büchern zu gehen: Wenn du studierst, studierst du im Einklang mit den Texten, aber wenn du in den Kampf ziehst, mußt du raus und weg von den Texten. Wenn du einfach im Gleichklang mit den Texten in den Kampf ziehst, bist du kein ebenbürdiger Gegner für den Feind. Wenn es ernst wird, müßt du raus aus den Texten.

    Zitat

    Written Words

    Stop. Put your scholarly knowledge in a bundle or a trunk. Don't bring it out to speak. You can't bring that kind of knowledge into here. Here it's a new kind of knowledge. When things actually arise, it's not the same sort of thing.

    It's like writing the word, "greed." When greed arises in the heart, it's not the same as the written word. The same when you're angry: When you write "anger" on the blackboard, it's one thing. It's letters. When it arises in the heart, it's too fast for you to read anything. It comes up in the heart all at once. This is important. Very important.


    Geschriebene Wörter

    Stopp. Gib dein Gelehrtenwissen in ein Bündel oder in die Kiste. Fang nicht an darüber zu sprechen. Du brauchst diese Art von Wissen nicht hier herbringen. Hier gibt es eine neue Art von Wissen. Wenn Dinge wirklich auftreten, ist das nicht mehr das Selbe. Wie wenn man das Wort „Gier“ schreibt. Wenn sich Gier im Herzen entfaltet, ist das nicht das Selbe, wie das Wort. Das Gleiche wenn du zornig bist: Wenn du „Zorn“ an die Tafel schreibst, ist das eine Sache. Es sind Buchstaben. Wenn es in deinem Herzen aufkommt, ist es zu schnell für dich, um es zu lesen. Im Herzen kommt es in einem Schwall auf. Das ist wichtig. Sehr wichtig.

    In Simple Terms-108 Dhamma Similes
    by
    Ajahn Chah
    translated from the Thai by
    Thanissaro Bhikkhu

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    *schmunzel*

  • Kusala
    Gast
    • 30. August 2011 um 08:05
    • #9
    accinca:

    Wenn deine deutsche Sprache bei dir so begrenzt ist, dann
    ist das alleine das Problem von solchen wie dich.

    Klar accinca, der phantasievollen Wortschöpfungen, eingefärbt je nach Erkenntnisstand und Charakter/Neigung des Übersetzers sind keine Grenzen gesetzt.
    Ein schönes Beispiel von Unwort, dass ich allerdings super finde ist von Paul Debes "programmierter Wohlerfahrungssuchlauf" für viññāna. (aber das kennst Du ja ;) )
    Im Wörterbuch steht: "viññāṇa n <ved vijñμna> 1. Phil Bewusstsein, Bewusstseinsprinzip; 2. Erkenntnis"

    ()

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    • 30. August 2011 um 08:07
    • #10
    Kusala:

    ... der phantasievollen Wortschöpfungen, eingefärbt je nach Erkenntnisstand und Charakter/Neigung des Übersetzers sind keine Grenzen gesetzt.

    Man denke dabei nur an "Wiedergeburt" Wobei hier die Schwierigkeit zu bestehen scheint, einen Begriff zu finden, der die korrekte Bedeutung wiederspiegelt. Einen solchen Begriff nämlich scheint es nicht zu geben.


    Grüße
    TM

  • Kusala
    Gast
    • 30. August 2011 um 08:17
    • #11

    Du meinst "jāti f <skr ~> 1. Geburt, Wiedergeburt; 2. Abstammung, Geschlecht; 3. Kaste; 4. Gattung, Art; 5. Echtheit"?

    Was ich zugeben muss ist, dass viele Palibegriffe nur im Kontext verständlich sind, da sie wie im Fall jāti mehrere Bedeutungen haben. Da ist eine richtige kontextbezogene Übersetzung manchmal hilfreicher.

    Besser ist es eh sich von einem Lehrer erklären zu lassen, der es geblickt hat und es schafft in verständlichen Worten, die der Hörer versteht zu belehren.

    ()

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    • 30. August 2011 um 08:21
    • #12
    Kusala:

    Du meinst "jāti f <skr ~> 1. Geburt, Wiedergeburt; 2. Abstammung, Geschlecht; 3. Kaste; 4. Gattung, Art; 5. Echtheit"?

    Was ich zugeben muss ist, dass viele Palibegriffe nur im Kontext verständlich sind, da sie wie im Fall jāti mehrere Bedeutungen haben. Da ist eine richtige kontextbezogene Übersetzung manchmal hilfreicher.

    Besser ist es eh sich von einem Lehrer erklären zu lassen, der es geblickt hat und es schafft in verständlichen Worten, die der Hörer versteht zu belehren.

    ()

    Ich habe mich da grade von einer Diskussion in einem anderen Forum inspirieren lassen, dort wurden all diese Begriffe genannt, die - so wurde behauptet - allesamt schlicht als "Wiedergeburt" übersetzt werden:

    Zitat

    abhinibbatti
    punabbhava
    upapannā
    opapātikā
    upapajjati
    upapatti
    sopapajjati
    ponobhavika
    upapatti-bhava
    patisandhi
    jati

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    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 08:45
    • #13
    Zitat
    Zitat

    The Hand

    Those who study the texts and those who practice the Dhamma tend to misunderstand each other. Those who study the texts tend to say, "Monks who do nothing but practice simply speak in line with their views." They say that without any evidence of any kind.
    There's actually a way in which both sides are the same thing, which helps us to understand things better. It's like the palm of your hand and the back of your hand. When you stick your hand out straight ahead of you, it's as if the palm has disappeared. But actually it hasn't disappeared anywhere. It's just hidden underneath. In the same way, when you turn your hand palm-up, the back of your hand disappears. But actually it hasn't disappeared anywhere. It's just underneath.
    You should remember this when you contemplate practicing. If you think that your practice has dwindled away, you stop studying and set your hopes on getting results. But no matter how much you've studied the Dhamma, you won't understand because you don't yet know in line with the truth. Once you understand the true nature of the Dhamma, you begin to let go. This is a willingness to strip away attachments, where you don't hold on to anything anymore. Or if you do hold on, it'll gradually grow less and less.
    This is the difference between study and practice.

    Die Hand

    Jene, die die Texte studiert haben und jene, die Dhamma praktizieren, neigen dazu einander zu mißverstehen. Jene, die die Texte studieren, neigen dazu zu sagen: „Mönche die sonst nichts tun, als im Einklang mit ihren Ansichten zu praktizieren.“ Sie sagen dies ohne Rückhalt in irgend einer Form. Es gibt da einen Weg wie beides als eines gesehen werden kann, welcher uns zu verstehen hilft. Es ist wie die Handfläche und der Rücken der Hand. Wenn du die Arme vor dir ausstreckst, ist es als ob deine Handflächen verschwinden. In Wahrheit sind sie nicht weg. Sie sind nur unterhalb. In selber Weise verschwindet dein Handrücken wenn du die Handflächen nach oben drehst. In wahrheit sind sie aber nicht weg. Sie sind unterhalb.
    Daran solltest du dich erinnern, wenn du über Praxis nachdenkst. Wenn du denkst das deine Praxis irgend wo hin verläuft, beendest du die Praxis und hoffst Resultate zu erlangen. Aber ganz egal wie viel du auch studiert hast, würdest du das Dhamma nicht verstehen, weil du es jetzt noch nicht im Einklang mit der Wahrheit kennst. Einmal die wahre Natur des Dhammas verstanden, beginnst du los zu lassen. Da ist dann ein Wille Anhaftung abzustreifen, ein Punkt ab dem du dann nicht mehr fest hältst. Selbst wenn du dann noch festhältst, wird es weniger und weniger.
    Das ist der Unterschied zwischen studieren und praktizieren.

    Zitat

    Painting a Picture

    Success in the practice is connected with discernment: insight meditation, where discernment and the mind stay together. Some people don't have to do very much and yet these things come together on their own. People with discernment don't have to do much at all. Concentration is like being an artist. You look at something and you understand it. You understand it until it stays there in your heart. You can paint a picture out of what's in your heart. You don't have to sit right there in front of it and paint it from sight. The person who doesn't understand is the one who has to sit there sketching until it seeps into his heart. With discernment you don't have to sit there and sketch. You look and you understand. You can paint straight from your understanding. That's the way it is.


    Ein Bild malen

    Erfolg in der Praxis ist mit Einsicht verbunden: Erkenntnis Meditation - dort wo Verständnis und Geist zusammen bleiben. Manche Menschen haben nicht viel zu tun und dennoch kommen diese Dinge von selbst zusammen. Menschen mit Einsicht haben generell nicht viel zu tun. Konzentration ist wie ein Künstler zu sein. Du schaust auf etwas und du verstehst. Du verstehst bis es in deinem Herzen ist. Du kannst ein Bild malen aus dem was du in deinem Herzen siehst. Du mußt dafür nicht davor sitzen und es nach seiner Form abmalen. Eine Person, die nicht versteht, ist jene, die davor sitzt und skizziert bis es in sein Herzen fließt. Mit Einsicht brauchst du nicht davor sitzen und zu skizzieren. Du schaust und du verstehst. Du kannst direkt aus deinem Verständnis malen. So ist es wie die Dinge sind.

    Alles anzeigen

    *schmunzel*

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    • 30. August 2011 um 08:57
    • #14

    Durch ständige Wiederholung wirds auch nicht vielsagender oder wahrer. Es füllt nur die Seiten hier.

    Gutei hob nur den Finger und hat damit nicht weniger ausgesagt.


    Grüße
    TM


    Hanzze:
    Zitat


    ...

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 09:08
    • #15

    Wir sind ja nicht alleine auf der Bühne. Eine Souffleuse hatte nur gerade gemeint *schmunzel* das wäre jetzt der richtige Punkt in dieser Morgenvorstellung des fortwährenden Stücks.

    Warum so manches schwer ist liegt auf der Hand *schmunzel* oder an der Hand.

  • Kusala
    Gast
    • 30. August 2011 um 09:31
    • #16

    In Deinem "Hand"-Text Hanzze kommen aber die nicht vor, die den Dhamma studieren und praktizieren.
    Der Buddha lehrte lesen/lernen .... eigenes darüber nachdenken/reflektieren ..... meditieren.

    Man kann so vieles falsch verstehen (falsche Ansicht/Irrlehre/kudiṭṭhi) und ist dann in der Praxis vollkommen auf dem Holzweg (a-dhamma).
    Außerdem ist es hilfreich bei der eigenen Überprüfung, wo man denn gerade so steht.

    Ein wildes drauf los laufen, .... na ich weiß nicht. Dann bleibt man eventuell im Kampfsport stecken. Aber anyway, jeder wie er mag, wie es karmisch passt.

    ()

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    • 30. August 2011 um 09:44
    • #17
    Kusala:

    In Deinem "Hand"-Text Hanzze kommen aber die nicht vor, die den Dhamma studieren und praktizieren.

    Ich denke Hanzze und so manche "Lehrer" neigen der weitverbreiteten Position der Denkfaulen zu *schmunzel*

    Es mag einhergehen mit einen tiefen Misstrauen dem eigenen Denken gegenüber. Schade eigentlich, weil das den Menschen ja von den Tieren unterscheidet.

    Schwärmereien kann man sich aber auch viel einfacher gestatten, wenn man das Denken abtut als "nicht zielführend".

    Sich gut fühlen ... aahhh :D ... Gedanken würde hierbei nur stören *schmunzel*

    Sich gut fühlen im "Hier und Jetzt" ... Doppel-aahhh :D :D ... Gedanken würde hierbei noch viel mehr stören *doppel-schmunzel*


    Grüße
    TM

    Einmal editiert, zuletzt von Grund (30. August 2011 um 09:53)

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 09:52
    • #18

    Wild macht keinen Sinn, da hast du recht. Aber Sila bis zu einem dienlichen Grad, spricht zu einem Punkt wo man mit dann mit sich selbst wirklich beschäftigt ist, ist dienlich bevor man sich vertieft auf die Schriften stürzt. Sie sind nach einer "guten" Praxis nur mehr Nachspeise, *schmunzel* oder dazwischen Bestätigung. Mit Dharma kommt man erst in Kontakt, wenn man seine Gewohnheiten verlässt. Desto weniger man es mag, desto besser ist es um dazuzulernen. Ich mochte übrigens lesen *schmunzel* und lernen sehr wenig, aber das legt sich auch langsam.

    Natürlich ist gut.

    Zitat

    Was ist natürlich?

    Sich bescherend das sie ihre Praxis “natürlich” haben wollen, beklagen sich manche Leute, dass diese Art des Lebens nicht zu ihrer Natur passt.

    Natur ist der Baum im Wald. Aber wenn du ein Haus baust, ist es nicht mehr länger natürlich, stimmt’s? Wenn du nun lernst wie man einen Baum benutzt, Holz macht und ein Haus baut, hat das mehr wert für dich. Oder vielleicht ist der Hund, seiner Nase folgend von da nach dort laufend, natürlich. Werfe dem Hunden Futter zu und sie werden darauf stürzen, sich gegenseitig zerfetzen. Ist es das was du sein möchtest?

    Die wahre Bedeutung von natürlich kann mit deine Disziplin und deine Praxis erforscht werden. Diese Natur ist hinter unseren Gewohnheiten, unserer Konditionierung, unserer Angst. Wenn der menschliche Geist mit den sogenannten natürlichen Impulsen alleine gelassen ist, untrainiert, ist er voll von Gier, Hass und Unwissenheit und leidet dem entsprechend. Aber durch Praxis können wir unserer Weisheit und Liebe erlauben natürlich zu wachsen bis sie in jeder Umgebung blüht.

  • Kusala
    Gast
    • 30. August 2011 um 09:53
    • #19
    Zitat

    Ich denke Hanzze und so manche "Lehrer" neigen der weitverbreiteten Position der Denkfaulen zu

    Daraus resultiert meines Erachtens auch der etwas umbenannte Weg, der von asiatischen Mönchen rüber schwappte.

    Anstatt sila-samadhi-panna gilt dort dana-sila-bhavana.

    Ich hörte mal von einem Mönch während eines Dhammavortrages: "Gebt mir dana und ich bring Euch in den Himmel"!
    Wer in den Himmel möchte, für den reicht tatsächlich dana,sila und bhavana (in dem Fall Ruhigerwerdenmeditation)

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 09:58
    • #20
    TMingyur:
    Kusala:

    In Deinem "Hand"-Text Hanzze kommen aber die nicht vor, die den Dhamma studieren und praktizieren.

    Ich denke Hanzze und so manche "Lehrer" neigen der weitverbreiteten Position der Denkfaulen zu *schmunzel*
    Es mag einhergehen mit einen tiefen Misstrauen dem eigenen Denken gegenüber. Schade eigentlich, weil das den Menschen ja von den Tieren unterscheidet.
    Schwärmereien kann man sich aber auch viel einfacher gestatten, wenn man das Denken abtut als "nicht zielführend".
    Sich gut fühlen ... aahhh :D ... Gedanken würde hierbei nur stören *schmunzel*
    Sich gut fühlen im "Hier und Jetzt" ... Doppel-aahhh :D :D ... Gedanken würde hierbei noch viel mehr stören *doppel-schmunzel*
    Grüße
    TM

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    Sicherlich denke noch viele darüber nach, ob sie jetzt nun wirklich beginnen sollten zu praktizieren, oder ob sie Textstellen finden, die vielleicht zeigen könnten, dass es einen kürzeren Weg gibt. *schmunzel*

    Ich denke es hängt einfach damit zu Zusammen die rechte Absicht (Gedankengänge) zu haben um dann irgendwann an den Punkt zu kommen auch diese Fallen zu lassen. Da macht es wenig Sinn, sich mit dem Überweltlichen gedanklich auseinander zusetzen und was da wohl kommen wird oder wie es gemeint ist. *schmunzel*

    Ja, ja, ich denk auch noch ein bisschen drüber nach... vielleicht gibt es ja doch einen angenehmen Weg.

  • Grund
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    • 30. August 2011 um 09:59
    • #21
    Hanzze:

    Aber Sila bis zu einem dienlichen Grad, spricht zu einem Punkt wo man mit dann mit sich selbst wirklich beschäftigt ist, ist dienlich bevor man sich vertieft auf die Schriften stürzt.


    Da mag was dran sein. Auf der anderen Seite, woher kommt die Motivation zu Sila wenn nicht durch Belehrung?

    Hanzze:


    Sie sind [die Schriften] nach einer "guten" Praxis nur mehr Nachspeise,


    Ganz falsch. Praxis wird erst durch Belehrung "gut".


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 10:05
    • #22
    Kusala:
    Zitat

    Ich denke Hanzze und so manche "Lehrer" neigen der weitverbreiteten Position der Denkfaulen zu

    Daraus resultiert meines Erachtens auch der etwas umbenannte Weg, der von asiatischen Mönchen rüber schwappte.
    Anstatt sila-samadhi-panna gilt dort dana-sila-bhavana.
    Ich hörte mal von einem Mönch während eines Dhammavortrages: "Gebt mir dana und ich bring Euch in den Himmel"!
    Wer in den Himmel möchte, für den reicht tatsächlich dana,sila und bhavana (in dem Fall Ruhigerwerdenmeditation)

    Ohhh... wenn die Hausaufgaben nicht gemacht sind, sind sie nicht gemacht *schmunzel* dann ist es nun mal schwer. Aber wir modernen Menschen wissen das ja, wie man schnell zu etwas kommt, außerdem können wir ja lesen.

    Wer sich nicht um die Hausaufgaben kümmert wird es sogar schwer haben den Himmel zu erreichen. *schmunzel* Das ist wie in den Schulen, da die armen Kinder ja so leiden und arm sind, setzen wir doch lieber die Ansprüche herunter und kümmern uns auf alternative Zugänge, Multimedia, Einzelunterricht, das ja alle mitkommen. Dazu bracht es dann später natürlich Unternehmungen und Konzerne, um die Lemminge auch so zu beschäftigen, das es irgendwie doch funktioniert. *schmunzel* Sache ist doch die, das der der noch zu viel hat und darum fürchtet, seine Haus-aufgabe noch nicht erfüllt hat und da wird es schwierig weiter zu gehen. So hat alles seinen Grund.

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 10:15
    • #23
    TMingyur:
    Hanzze:

    Aber Sila bis zu einem dienlichen Grad, spricht zu einem Punkt wo man mit dann mit sich selbst wirklich beschäftigt ist, ist dienlich bevor man sich vertieft auf die Schriften stürzt.


    Da mag was dran sein. Auf der anderen Seite, woher kommt die Motivation zu Sila wenn nicht durch Belehrung?


    Verbringe ein halbes Jahr in einem gettho oder auf der Straße, dann wirst du wissen wie es zu der Motivation zu Silas kommt. Im Wohnzimmer kommt da keine Motivation auf. Ohne Leiden zu kennen, entsteht da nie ein richtiger Ansporn um ihm zu entgehen. *schmunzel*

    Warum meinst du machen im Westen nur die Drogendealer ein Geschäft?

    TMingyur:
    Hanzze:


    Sie sind [die Schriften] nach einer "guten" Praxis nur mehr Nachspeise,


    Ganz falsch. Praxis wird erst durch Belehrung "gut".


    Woher weist du das, hast du einen Vergleich? Stell dir vor da sitz einer im Wohnzimmer und hört so Dinge nach und nach. Wie lange wird er dort sitzen und herumkratzen?
    Stell dir vor da zieht einer hinaus und will es selbst Herausfinden und kommt dann in Kontakt mit den Lehren?

    Das eine ist gezüchtet und das andere ist natürlich. Sicherlich streben heute auch die Alten den Bodhisatvas nach aus lauter Angst ihre Lehren und ihre "Religion" zu verlieren. Dharma zu lernen und zu lehren ist nicht gleich Dharma zu lernen und zu lehren. Das eine sind Buchstaben und das andere ist im Herz. *schmunzel*

    Dennoch gebe ich dir recht, dass das studieren unter Umständen irgend wann dazu führt wirklich zu praktizieren ohne Kompromiss.

  • Grund
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    • 30. August 2011 um 10:24
    • #24
    Hanzze:
    TMingyur:


    Da mag was dran sein. Auf der anderen Seite, woher kommt die Motivation zu Sila wenn nicht durch Belehrung?


    Verbringe ein halbes Jahr in einem gettho oder auf der Straße, dann wirst du wissen wie es zu der Motivation zu Silas kommt. Im Wohnzimmer kommt da keine Motivation auf. Ohne Leiden zu kennen, entsteht da nie ein richtiger Ansporn um ihm zu entgehen. *schmunzel*


    Ich bitte dich. Das ist nicht nur vollkommen irrational sondern widerspricht auch der Erfahrung von ganz vielen, dass dies eine Vorbedingung sein müsse. Und es entspricht auch nicht dem, was der Buddha gelehrt hat.


    Hanzze:
    TMingyur:


    Ganz falsch. Praxis wird erst durch Belehrung "gut".


    Woher weist du das, hast du einen Vergleich?


    Ja. Ich habe einen Vergleich.

    Hanzze:


    Stell dir vor da sitz einer im Wohnzimmer und hört so Dinge nach und nach. Wie lange wird er dort sitzen und herumkratzen?
    Stell dir vor da zieht einer hinaus und will es selbst Herausfinden und kommt dann in Kontakt mit den Lehren?


    Das ist der Unterscheid zwischen uns. Ich baue nicht auf Vorstellungen.

    Hanzze:


    Dennoch gebe ich dir recht, dass das studieren unter Umständen irgend wann dazu führt wirklich zu praktizieren ohne Kompromiss.


    und dabei auch von Vorstellungen zu lassen so wie du sie kultivierst.

    Hanzze du bist wirklich auf einem Tripp. Aber wenn dir das hilft mit deiner Situation klarzukommen und dich zu motivieren, warum nicht.


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 10:34
    • #25
    Zitat

    Ja. Ich habe einen Vergleich.


    Die sieht wie aus? Wenn es dir nichts ausmacht dies zu erklären. Ich versteh es natürlich, wenn du darauf nicht eingehen möchtest.

    Was dem Widerspruch zur "wie der Buddha gelehrt hat" frage ich mich, warum er seine Schüler stets fort schickte und selbst im netten Kloster nicht verweilen ließ. *schmunzel*

    Heute mag man natürlich alles daran setzen um das Dharma zu erhalten, es hat ja auch einen Grund warum man vor 50 Jahren zustimmte die Dharmalehren allgemein verfügbar zu publizieren, deshalb ist auch klar, dass der Schwerpunkt darin liegt die Lehre weiter zu tragen (das war auch der Grund warum Buddha die studierenden nicht getadelt hat). Da ist nichts schlecht dran und ohne diese Lehrer und Lernenden kämen viele nicht zu gutem normalen Wissen.

    Wirkliche Dharma Praxis wie sie Buddha gelehrt hat ist aber von den Lehren weit weg. *schmunzel* Wenn gleich die Lehren auch den Weg beinhalten zur wahren Praxis zu finden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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