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Gleichmut

  • Hanzze
  • 29. August 2011 um 15:22
  • Zum letzten Beitrag
  • Hanzze
    Gast
    • 29. August 2011 um 15:22
    • #1
    Zitat

    Gleichmut, in den buddhistischen Pali-Schriften “Upekkha” genannt, ist eine der Eigenschaften, die vom Buddha am höchsten geschätzt wurden. Sie gehört nach der alten buddhistischen Lehre neben der Achtsamkeit zu einer der sieben Voraussetzungen, die zur Erleuchtung führen. Gleichmut, Güte, Mitleid und Mitfreude sind im Buddhismus die vier “Göttlichen Zustände”. Hierbei darf Gleichmut jedoch keinesfalls mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Die folgende Erzählung bringt das, in der für Zen charakterischen Weise, nämlich ohne lehrbuchhaftes Moralisieren, zum Ausdruck:

    Der Zen-Meister Hakuin (1685-1768) wurde ob seines untadligen Lebenswandels allenthalben gepriesen. Ein schönes japanisches Mädchen, Tochter eines Lebensmittelhändlers, wohnte in der Nachbarschaft. Eines Tages entdeckten die Eltern, daß ihre Tochter schwanger war. Über den Vater schwieg sich das Mädchen aus, machte dem Ärger aber schließlich ein Ende, indem sie Hakuin benannte. Zornig eilten die aufgebrachten Eltern zu dem Meister.
    “Ist es so?” Das war alles, was er sagte.
    Das Kind wurde geboren und zu Hakuin gebracht, der zu dieser Zeit seinen guten Ruf schon verloren hatte, was ihn aber nicht weiter störte. Rührend sorgte er für das Baby. Ein Jahr später beichtete die reuige Mutter ihren Eltern, daß der echte Vater des Kindes ein junger Mann sei, der auf dem Fischmarkt arbeitet.
    Die Eltern eilten sofort zu Hakuin, fragten ihn nach dem Kind und sagten sie wollten es wieder zurück haben.
    “Ist es so?” Das war alles, was er sagte, als er ihnen das Kind reichte.

    (Aus: Augenblicke der Stille, Worte und Gedanken großer Zen-Meister,
    ausgewählt und herausgegeben von Manfred Kluge, 1986, S. 104.)

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  • Onyx9
    Gast
    • 29. August 2011 um 23:26
    • #2

    Kommst wohl noch auf den Zen-Geschmack, Hanzze ? :D

    Gleichmut ist nicht nur eine Vorraussetzung, sondern Teil des Buddhawesens, und wird nach den Leuchten erstmal so richtig gepflegt.

    Noch ein Einwurf:

    Wer Angst hat reicht dem Teufel ( Mara ) die Hand. Russ.Sprichwort

    Da ich im Moment von Furcht getränkt bin, is es mir wieda eingefallen.

    Rot Front ! N.

  • crazy-dragon
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    • 30. August 2011 um 00:15
    • #3

    Endlich ein prima post von Hanzze- und er hat anscheinend schon was gelernt... :P

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • brigittefoe
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    • 30. August 2011 um 00:24
    • #4

    ]Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.

    Matth. Kap. 6 V. 24-35

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • crazy-dragon
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    • 30. August 2011 um 00:39
    • #5
    brigittefoe:

    Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet;
    ...Nach dem allen trachten die Heiden.
    Matth. Kap. 6 V. 24-35

    Na da hat er vorschnell bewertet, denn die " Heiden " üben sich ja auch in Gleichmut, wobei der Buddhismus 500 Jährchen mehr auf dem Buckel hat... :P

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • brigittefoe
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    • 30. August 2011 um 00:42
    • #6
    crazy-dragon:
    brigittefoe:

    Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet;
    ...Nach dem allen trachten die Heiden.
    Matth. Kap. 6 V. 24-35

    Na da hat er vorschnell bewertet, denn die " Heiden " üben sich ja auch in Gleichmut, wobei der Buddhismus 500 Jährchen mehr auf dem Buckel hat... :P

    _()_ c.d.

    ich konnte leider nicht diesen Text einfach so verändern *grins*
    Dieser Ausdruck "Heiden"
    stört mich persönlich sehr !

    :badgrin:

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 03:58
    • #7

    Ist es so? *schmunzel*

  • zenbo
    Gast
    • 30. August 2011 um 18:14
    • #8
    crazy-dragon:

    Endlich ein prima post von Hanzze- und er hat anscheinend schon was gelernt... :P

    _()_ c.d.

    pflichte dir bei cd, und wir dachten schon hanzze macht als einziger gar keine vorschritte und bleibt unser problemkind! :D

    lg zenbo

  • Hanzze
    Gast
    • 30. August 2011 um 19:08
    • #9

    So wie das aussieht, ist das nicht nur so, sondern wird auch so noch eine Weile bleiben fürchte ich (stellvertretend) . *schmunzel*

  • brigittefoe
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    • 30. August 2011 um 22:28
    • #10
    Hanzze:

    Ist es so? *schmunzel*

    JAAA
    :lol:

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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