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  1. Buddhaland Forum
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Hauslosigkeit

  • Maybe Buddha
  • 26. August 2011 um 20:24
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    • 28. August 2011 um 07:08
    • #26

    Zur Bedeutung von "Hauslosigkeit" und dem Gegenteil von "Hauslosigkeit"


    Zitat

    4. "Das Element 'Körperlichkeit [55]', o Hausvater, ist das Haus (oka) des Bewusstseins. Das durch Gier an das Köperlichkeits-Element gebundene Bewusstsein aber wird 'sich im Hause ergehend' (oka-sārī) genannt.

    5.-7. Das Element 'Gefühl' - das Element 'Wahrnehmung' - das Element 'Gestaltungen' ist das Haus des Bewusstseins. Das durch Gier an das Gefühls-Element - das Wahrnehmungs-Element - das Gestaltungs-Element gebundene Bewusstsein aber wird 'sich im Hause ergehend' genannt [56]. So, o Hausvater, ergeht man sich im Hause.

    8. Wie nun, o Hausvater, ergeht man sich nicht im Hause (anokasārī)?

    9. Was da, o Hausvater, hinsichtlich des Elementes Körperlichkeit Wille, Gier, Ergötzen, Begehren ist, Sich-Anschließen und Anhangens [57], das Sich-Festlegen, Eingewöhnen und Hinneigen des Geistes: das ist vom Vollendeten aufgegeben, einer entwurzelten Palmyra-Palme gleichgemacht, zum Nimmersein gebracht, unfähig gemacht, künftig wieder zu entstehen. Daher heißt es: der Vollendete ergeht sich nicht im Hause.

    10.-13. Was da, o Hausvater, hinsichtlich des Elementes Gefühl - des Elementes Wahrnehmung - des Elementes Gestaltungen - des Elementes Bewusstsein Wille, Gier, Ergötzen, Begehren ist, Sich-Anschließen und Anhangen, das Sich-Festlegen, Eingewöhnen und Hinneigen des Geistes: das ist vom Vollendeten aufgegeben, einer entwurzelten Palmyra-Palme gleichgemacht, zum Nimmersein gebracht, unfähig gemacht, künftig wieder zu entstehen. Daher heißt es: der Vollendete ergeht sich nicht im Hause [58].

    14. So, o Hausvater, ergeht man sich nicht im Hause (anokasārī).

    http://palikanon.com/samyutta/sam22_011.html#s22_3

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    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 28. August 2011 um 07:24
    • #27

    Was zu Hause natürlich schwer geht *schmunzel*

    Danke für das Sutta.

    Zitat
    Zitat

    Your Real Home

    Your external home isn't your real home.
    It's your supposed home, your home in the world.
    As for your real home, that's peace.
    The Buddha has us build our own home
    by letting go till we reach peace.

    Dein wahres Zuhause

    Dein äusserliches Zuhause ist nicht dein wahres Zuhause.
    Es ist dein vermutetes Zuhause, dein Zuhause in dieser Welt.
    Was dein wahres Zuhause betrifft, so ist es Frieden.
    Buddha zeigt uns, unser eigenes Zuhause zu errichten;
    im Loslassen, bis wir Frieden finden.


    In Simple Terms-108 Dhamma Similes
    by
    Ajahn Chah
    translated from the Thai by
    Thanissaro Bhikkhu

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    • 28. August 2011 um 07:48
    • #28
    Hanzze:

    Was zu Hause natürlich schwer geht *schmunzel*


    Als Aussage mit Anspruch der Allgemeingültigkeit ist diese deine Aussage falsch.

    Als konditionale Aussage formuliert wird daraus eine richtige Aussage:
    Wenn das Bewußtsein das "Haus" im Kontext von "zu Hause" als "Haus" nimmt ('sich im Hause ergeht'), dann lässt sich Hauslosigkeit "zu Hause" nicht verwirklichen.


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 28. August 2011 um 08:00
    • #29

    Ich sage ja, es ist schwer. Sicher gibt es sehr disziplinierte Menschen. Wieviele waren es zu Buddhas Zeiten? Fünf oder vielleicht sechs? *schmunzel*

    Hier vielleicht ein Tipp wie man es machen kann und wie unterschiedlich Menschen sein können:

    Zitat

    Wen kann man einen Laien nennen?

    Unter denn Personen die am dhamma festhalten und weder bhikkhus, noch sāmaṇeras sind oder als Nonnen leben, sind Laien. Wir können Laien in drei Gruppen einteilen:

    * Es gibt Laien, die trotz dem sie den Worten Buddha's zustimmen, nur wenig oder keinen Teil ihres Lebens der Praxis des dhamma widmen. Sie behaupten Buddhisten zu sein, aber über das hinaus laufen sie dem Vergnügen nach und sind beschäftigt mit Aktivitäten. Wenn sie versuchen sich an eine oder zwei Verhaltensregel, zu halten, dann nur aus dem Grund, weil es dies für sie leicht fällt. Sie pflegen keine Anstrengung sich um weiterführendes zu Bemühen. Auch wenn sie behaupten zu Meditation zu neigen und diese gut finden, überzeugen sie sich stets selbst, dass sie zum praktizieren keine haben.

    * Es gibt auch jene Laien, die versuchen mit mehr Zeit und mehr Anstrengung einem geeigneten Weg zu folgen um Verständnis (der Realität) zu entwickeln. Sie halten sich mehr oder weniger an die 5 Verhaltensregeln (manchmal an 8 ), sie lieben alles ästhetische was mit dem dhamma zusammen hängt (Monumente, Statuen, Zeremonien), sie verbringen bereits Zeit damit zu Texte die mit den Lehren Buddhas zusammenhängen zu rezitieren, beobachten die Resultate ihrer Taten, spenden regelmäßig, nehmen an Meditationssitzungen teil und lassen sich für einige Zeit ordinieren.

    * Letztlich gibt es jene, welche im Rahmen ihrer Möglichkeiten das beste versuchen um rasch und effizient auf den Pfad der Beendigung allen Leidens zu kommen. Großzügigkeit wie auch Wachsamkeit ist für sie eine natürliche Sache und sie sind stets sehr Geistesgegenwärtig. Ihr Einhalten von der fünf Verhaltensregeln, wenn nicht acht, ist sehr gewissenhaft. Manche dieser Personen führen in Wahrheit ein permanentes klösterliches Leben.

    Wie auch immer zeigen alle zu dem selben Ziel und verdeutlichen das die Objektivität der Lehren Buddhas sehr unterschiedlich ist, in:

    * Im Bewegen, dass Laien der ersten Gruppe beginnen ihren Weg zu hinterfragen und Laien der zweiten Gruppe werden.
    * Im Anspornen der Laien der zweiten Gruppe, die positiven Aspekte in ihrer Art zu Leben, zu erhalten und diese dazu animieren durch das Verbessern dieser, zu Laien der dritten Gruppe zu werden.
    * Im Anspornen der Laien der dritten Klasse, die positiven Aspekte in ihrer Art zu Leben, zu erhalten und diesen die Erfahrung des gänzlichen Verzichtes (Klösterliches Leben) nahe legen.

    Kamma und die pāramīs

    In einer Gefängniszelle lebten vier Menschen. Der Erste war ignorant und faul, der Zweite war ignorant und tüchtig, der Dritte war geschickt und faul und der Vierte war geschickt und tüchtig. Jeder hatte die Möglichkeit etwas zu arbeiten um sich etwas Geld zu verdienen.

    Der faule ignorante Mensch hatte ein wahrhaftig trauriges Dasein. Er machte den ganzen Tag nichts, war fürchterlich gelangweilt und tat niemals etwas das über das Nötigste zum leben hinaus ging.

    Der tüchtige ignorante Mensch genoss mehr Komfort in seinem Leben, weil seine Arbeit ihm erlaubte etwas extra Speise und Kleinigkeiten, wie Magazine oder eine Flasche Wein zu erstehen.

    Der geschickte faule Mensch hatte nicht gerade das glücklichste Leben. Wenn er sich nicht anstrengte, verdiente er kein Zusatzgeld, das es ihm erlaubte Dinge ein besseres Leben zu genießen. Aber, wissend wie man alles macht und die Dinge richtig angeht, leidete er weniger als der faule ignorante Mensch. Er wählte den leichten Weg und gab sich mit wenig zufrieden. Seine Faulheit hielt ihm jedoch davon ab klüger zu denken.

    Der geschickte Mensch war tüchtig in seiner Arbeit. Er wusste klug zu denken und wie man mit Geld weise umgeht. Er erlernte wie er mit wenig auskommt um das meiste Geld zu sparen. Auch benötigte er außergewöhnlichen Speisen, Getränke und andere angenehme Ablenkungen. Letztlich, nach einiger Zeit die er benötigte, hatte er die Möglichkeit seine Kaution zu hinterlegen und kam aus dem Gefängnis heraus.

    Um einen Vergleich aus dieser Geschichte zu ziehen, können wir folgendes sagen:

    Das Gefängnis repräsentiert unsere ständige Unzufriedenheit in unserem Dasein (dukkha), mit seinen Höhen und Tiefen, der Kreislauf der Wiedergeburt (saṃsarā).

    1. "Ignoranz" steht für Ignoranz.
    2. "Geschick" repräsentiert Weisheit.
    3. "Faulheit" repräsentiert das fehlen der Motivation heilsame Taten zu vollbringen.
    4. "Tüchtigkeit" steht für Anstrengung (Anstrengung heilsames zu entwickeln und zu kultivieren, die Anstrengung zur angemessenen Praxis)
    5. "Geld" repräsentiert die Konsequenz aus heilsamen Taten, segensreiche Verdienste (kusala).
    6. Die Entlassung aus dem Gefängnis die Freiheit (von jeder Form der Unzufriedenheit)

    Schlussfolgerung: Um heilsame Verdienste zu ernten, ist notwendig heilsame Taten zu vollbringen, Anstrengungen zur Großzügigkeit zu pflegen und offen sowie konzentriert zu sein.

    aus Laienpraxis

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    • 28. August 2011 um 08:05
    • #30
    Hanzze:

    Ich sage ja, es ist schwer. Sicher gibt es sehr disziplinierte Menschen. Wieviele waren es zu Buddhas Zeiten? Fünf oder vielleicht sechs? *schmunzel*


    Deine rhetorische Behauptung.

    Hanzze:

    Hier vielleicht ein Tipp wie man es machen kann und wie unterschiedlich Menschen sein können:

    Zitat

    Wen kann man einen Laien nennen?
    Unter denn Personen die am dhamma festhalten und weder bhikkhus, noch sāmaṇeras sind oder als Nonnen leben, sind Laien. Wir können Laien in drei Gruppen einteilen:
    * Es gibt Laien, ...
    * Es gibt auch jene Laien, ...
    * Letztlich gibt es jene, ...


    Wer behauptet all dies? Wem soll da Glauben geschenkt werden?


    Und insbesondere hier:

    Zitat

    Im Anspornen der Laien der dritten Klasse, die positiven Aspekte in ihrer Art zu Leben, zu erhalten und diesen die Erfahrung des gänzlichen Verzichtes (Klösterliches Leben) nahe legen.


    Wer behauptet, dass Laien zum Klosterleben überredet werden sollten? "Nahe legen" ....


    Zitat

    * Im Bewegen, dass Laien der ersten Gruppe beginnen ihren Weg zu hinterfragen und Laien der zweiten Gruppe werden.
    * Im Anspornen der Laien der zweiten Gruppe, die positiven Aspekte in ihrer Art zu Leben, zu erhalten und diese dazu animieren durch das Verbessern dieser, zu Laien der dritten Gruppe zu werden.


    Das ist aktive Missionierung, ja? Jemanden "bewegen zu" und "jemanden animieren" etwas zu tun ...


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 28. August 2011 um 08:18
    • #31
    Zitat
    Zitat

    Carrying a Rock

    "Letting go" actually means this: It's as if we're carrying a heavy rock. As we carry it, we feel weighed down but we don't know what to do with it, so we keep on carrying it. As soon as someone tells us to throw it away, we think, "Eh? If I throw it away, I won't have anything left." So we keep on carrying it. We aren't willing to throw it away.

    Even if someone tells us, "Come on. Throw it away. It'll be good like this, and you'll benefit like that," we're still not willing to throw it away because we're afraid we won't have anything left. So we keep on carrying it until we're so thoroughly weak and tired that we can't carry it anymore. That's when we let it go.

    Only when we let it go do we understand letting go. We feel at ease. And we can sense within ourselves how heavy it felt to carry the rock. But while we were carrying it, we didn't know at all how useful letting go could be.

    Eine Felsbrocken Tragen

    "Loslassen" bedeutet eigentlich das: Es ist als würden wir einen schweren Felsbrocken tragen. Wie wir ihn so tragen, fühlen wir uns zwar ziemlich niedergedrückt, aber wir wissen nicht was wir sonst damit tun sollten, deshalb tragen wir ihn weiter. Sobald uns jemand sagt, dass wir ihn wegschmeißen sollten, denken wir: "Was? Wenn ich ihn wegschmeiße, bleibt mir ja nichts mehr." So tragen wir ihn weiter. Wir sind nicht gewillt, ihn weg zuschmeißen.

    Selbst wenn uns jemand sagt: "Na komm schon. Es würde dir in dieser weise helfen und du wurdest in so einer Weise einen Nutzen daraus ziehen", würden wir ihn immer noch nicht wegschmeißen, da wir Angst haben ohne irgend etwas zurückzubleiben. So tragen wir ihn weiter, bis wir wirklich so schwach und müde sind ihn nicht mehr schleppen zu können. Das ist dann der Punkt, an dem wir loslassen.

    Nur wenn wir loslassen, verstehen wir loslassen. Wir fühlen uns leicht. Und wir können wirklich nachfühlen, wie schwer es ist einen Felsbrocken zu tragen. Aber als wir ihn getragen hatten, haben wir nicht verstanden wie klug loslassen sein könnte.

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    Ajahn Chah
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    Thanissaro Bhikkhu

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    Und da es zur Zeit keinen Buddha gibt rät alles dies letztlich nur dein eigenes Herz, anderen wird man nicht so leicht oder falsch vertrauen. Wenn der Baum erst mal wächst drückt er sich von selbst. *schmunzel*

  • Grund
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    • 28. August 2011 um 08:19
    • #32

    Insbesondere ist es vielsagend, wenn Laien auf penetrante Art und Weise und kontinuierlich andere Laien dazu überreden wollen Mönch zu werden ;)


    Grüße
    TM

    Einmal editiert, zuletzt von Grund (28. August 2011 um 08:19)

  • Kusala
    Gast
    • 28. August 2011 um 08:19
    • #33
    TMingyur:


    Wer behauptet all dies? Wem soll da Glauben geschenkt werden?

    Lies die Texte doch mal ganz. Dann findest Du den Bezug zu den Aussagen des Buddha.

    TMingyur:

    Das ist aktive Missionierung, ja? Jemanden "bewegen zu" und "jemanden animieren" etwas zu tun ...

    Nein, dass ist Motivation. Sehen, dass es gehen kann. Nicht stehen bleiben.
    Keiner wird verbal auffordern, aber eben Vorbild und Ansporn sein.
    Ab einem gewissen Punkt bleibt nur noch das klösterliche Leben. Geht gar nicht anders. Selbst wenn es in einer gemieteten Wohnung oder Haus "statt findet".

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Grund
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    • 28. August 2011 um 08:22
    • #34
    Kusala:

    Ab einem gewissen Punkt bleibt nur noch das klösterliche Leben. Geht gar nicht anders. Selbst wenn es in einer gemieteten Wohnung oder Haus "statt findet".

    Dann frage ich mich aber schon, warum ihr, die ihr diesen Punkt nicht erreicht habt, kontinuierlich davon redet und andere dazu überreden wollt, das zu glauben.
    Warum werden ihr nicht einfach Mönch und Nonne und seid so anderen ein Vorbild?


    Grüße
    TM

  • Kusala
    Gast
    • 28. August 2011 um 08:26
    • #35

    Woher weißt Du, dass wir so nicht leben?
    Weil wir in einem Forum schreiben? :)

    Also ich bin z.B. Hanzze für sein Dhamma-Dana hier im Forum dankbar.

    ()

  • hedin
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    • 28. August 2011 um 08:32
    • #36
    TMingyur:


    10.-13. Was da, o Hausvater, hinsichtlich des Elementes Gefühl - des Elementes Wahrnehmung - des Elementes Gestaltungen - des Elementes Bewusstsein Wille, Gier, Ergötzen, Begehren ist, Sich-Anschließen und Anhangen, das Sich-Festlegen, Eingewöhnen und Hinneigen des Geistes: das ist vom Vollendeten aufgegeben, einer entwurzelten Palmyra-Palme gleichgemacht, zum Nimmersein gebracht, unfähig gemacht, künftig wieder zu entstehen. Daher heißt es: der Vollendete ergeht sich nicht im Hause [58].

    Diesem Zitat ist zu entnehmen, dass der Vollendete die Neigung hin zu Gefühl, Wahrnehmung, Wille, Gier, Ergötzen und Begehren und den sich Anschließen und Anhaften daran vollständig und auf Dauer aufgegeben hat.
    Wären da nicht Kontakt, Gefühl und Wahrnehmung, was sollte der Vollendete denn dann aufgeben ?

    hedin

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    • 28. August 2011 um 08:33
    • #37
    Kusala:

    Woher weißt Du, dass wir so nicht leben?


    Ach ... jetzt geht es also nur noch um das "so leben"? Was ist das, das "so leben"?

    Definiert doch mal das "so leben", damit alle Leser verstehen können was das sein soll. Bei Hanzze ists ja mittlerweile klar was das sein soll, das "so leben", nämlich so leben wie er lebt (was keiner der Leser kennt) und dabei doch kein Mönch zu sein, aber anderen von wahrer Hauslosigkeit zu erzählen und damit mehr oder weniger direkt das Mönchsein nahezulegen, welches er selbst aber in dieser Konsequenz eben nicht lebt.


    Grüße
    TM

  • Grund
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    • 28. August 2011 um 08:40
    • #38
    hedin:
    TMingyur:


    10.-13. Was da, o Hausvater, hinsichtlich des Elementes Gefühl - des Elementes Wahrnehmung - des Elementes Gestaltungen - des Elementes Bewusstsein Wille, Gier, Ergötzen, Begehren ist, Sich-Anschließen und Anhangen, das Sich-Festlegen, Eingewöhnen und Hinneigen des Geistes: das ist vom Vollendeten aufgegeben, einer entwurzelten Palmyra-Palme gleichgemacht, zum Nimmersein gebracht, unfähig gemacht, künftig wieder zu entstehen. Daher heißt es: der Vollendete ergeht sich nicht im Hause [58].

    Diesem Zitat ist zu entnehmen, dass der Vollendete die Neigung hin zu Gefühl, Wahrnehmung, Wille, Gier, Ergötzen und Begehren und den sich Anschließen und Anhaften daran vollständig und auf Dauer aufgegeben hat.
    Wären da nicht Kontakt, Gefühl und Wahrnehmung, was sollte der Vollendete denn dann aufgeben ?

    hedin

    Vor allem, was sollte noch davon da sein, nachdem er es "aufgegeben, einer entwurzelten Palmyra-Palme gleichgemacht, zum Nimmersein gebracht, unfähig gemacht, künftig wieder zu entstehen" ?

    Wenn davon noch etwas wäre, von Kontakt, Gefühl und Wahrnehmung, dann wäre er ja noch an den samsarischen Kreislauf gebunden und dukkha unterworfen. Denn so lehrt es es selbst bzgl. des abhängigen Entstehens.


    Grüße
    TM

    Einmal editiert, zuletzt von Grund (28. August 2011 um 08:45)

  • hedin
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    • 28. August 2011 um 08:45
    • #39
    Kusala:


    Woher weißt Du, dass wir so nicht leben?

    "Tarnakappenangriff"

    Der "@TMingyur" weiss nix, deshalb provoziert er, um zu erfahren.............. ;)

    hedin

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (28. August 2011 um 08:46)

  • Kusala
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    • 28. August 2011 um 08:46
    • #40
    Hanzze:
    Zitat

    * Letztlich gibt es jene, welche im Rahmen ihrer Möglichkeiten das beste versuchen um rasch und effizient auf den Pfad der Beendigung allen Leidens zu kommen. Großzügigkeit wie auch Wachsamkeit ist für sie eine natürliche Sache und sie sind stets sehr Geistesgegenwärtig. Ihr Einhalten von der fünf Verhaltensregeln, wenn nicht acht, ist sehr gewissenhaft. Manche dieser Personen führen in Wahrheit ein permanentes klösterliches Leben.

    TMingyur:

    Bei Hanzze ists ja mittlerweile klar was das sein soll, das "so leben", nämlich so leben wie er lebt (was keiner der Leser kennt)

    Wenn Du achtsamer lesen würdest, hättest Du des öfteren bemerken können, wenn Hanzze aus dem "Nähkästchen" plaudert ;)

  • Grund
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    • 28. August 2011 um 08:55
    • #41
    Kusala:
    Hanzze:
    TMingyur:

    Bei Hanzze ists ja mittlerweile klar was das sein soll, das "so leben", nämlich so leben wie er lebt (was keiner der Leser kennt)

    Wenn Du achtsamer lesen würdest, hättest Du des öfteren bemerken können, wenn Hanzze aus dem "Nähkästchen" plaudert ;)

    An anderer Stelle habe ich ihn gefragt, ob er Mönch ist. Dann kamen ausweichende Aussagen bzgl. "Mönchsein", eben in dem Stil von "so leben". Das ist aber kein Mönchsein, sondern Mönchsein beinhaltet Ordination in einer Tradition und leben nach dem Vinaya und im Theravada auf Betteltour gehen.
    Er hat zugegeben, dass er kein Mönch ist, der nach dem Vinaya lebt und hat seinen Lebensunterhalt gekennzeichnet als unter anderem (also nicht ausschließlich) "davon leben, was ihm gegeben wird." Er hat nicht behauptet zu betteln.
    Also wenn einer kein Vinaya-Mönch ist und unter anderem davon lebt, was andere ihm geben, dabei aber nicht bettelt, dann kann er auch einfach anderen nur "auf der Tasche liegen", selbst wenn diese anderen ihm gerne geben. Ob er dabei die Silas in Perfektion einhält oder nicht spielt dabei doch keine Rolle. Das einzige was ihn bzgl. Lebensunterhalt von denen unterscheidet, denen er die Hauslosigkeit eines Mönches nahelegt ist dann, dass er selbst keiner geregelten Erwerbstätigkeit oder auch gar keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.
    Wenn er dann nicht hier im Lande lebt, sondern in Asien, dann könnte man noch auf die Idee kommen, dass er eben im Rahmen der dort üblichen Freundlichkeit sich durchschlägt, dass dies aber so natürlich hier bei uns nicht möglich wäre. Fordert er also alle hier Lebenden auf nach Asien auszuwandern und von deren Freundlichkeit dort zu leben, wenn er Hauslosigkeit propagiert?

    Grüße
    TM

  • hedin
    Gast
    • 28. August 2011 um 09:05
    • #42
    TMingyur:


    Vor allem, was sollte noch davon da sein, nachdem er es "aufgegeben, einer entwurzelten Palmyra-Palme gleichgemacht, zum Nimmersein gebracht, unfähig gemacht, künftig wieder zu entstehen" ?

    Die Neigungen und das Ergreifen hat er aufgegeben und doch nicht Kontakt, Gefühl und Wahrnehmung.

    Diese Geistfaktoren und der Rest des Karmas, welches er noch vor seiner Erleuchtung angehäuft hatte, erlöschen beim Tod des Volendeten und damit keine Wiedergeburt mehr.

    hedin

  • Grund
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    • 28. August 2011 um 09:07
    • #43
    hedin:
    TMingyur:


    Vor allem, was sollte noch davon da sein, nachdem er es "aufgegeben, einer entwurzelten Palmyra-Palme gleichgemacht, zum Nimmersein gebracht, unfähig gemacht, künftig wieder zu entstehen" ?

    Die Neigungen und das Ergreifen hat er aufgegeben und doch nicht Kontakt, Gefühl und Wahrnehmung.

    Dann unterliegt er dem samsarischen Kreislauf. Denn wenn man seine eigene Lehre des abhängigen Entstehens berücksichtigt, dann folgt genau dies aus dem Vorhandensein von Kontakt, Gefühl und Wahrnehmung.


    Grüße
    TM

  • Kusala
    Gast
    • 28. August 2011 um 09:09
    • #44
    TMingyur:

    sondern Mönchsein beinhaltet Ordination in einer Tradition


    Nein, dass sind Ordinierte Mönche/Nonnen.

    Da gibt es z.B. noch den Anagarika.
    In Thailand haben wir noch Mae Chi

    Jeweils mit 8 -10 Regeln

    In Deutschland gibt es keine große Auswahl von Klöstern und das Klima in Asien verträgt auch nicht jeder auf Dauer.
    Manchmal ist es sogar ehrlicher nicht die Robe anzulegen (selbst in Asien), anstatt laufend die Vinayaregeln brechen zu müssen.

    In dem Text von Hanzze den ich zitiert habe, ging es übrigens um Laien.

    Zitat

    Wenn er dann nicht hier im Lande lebt, sondern in Asien, dann könnte man noch auf die Idee kommen, dass er eben im Rahmen der dort üblichen Freundlichkeit sich durchschlägt, dass dies aber so natürlich hier bei uns nicht möglich wäre. Fordert er also alle hier Lebenden auf nach Asien auszuwandern und von deren Freundlichkeit dort zu leben, wenn er Hauslosigkeit propagiert?

    Frag ihn doch :)

    ()

  • Grund
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    • 28. August 2011 um 09:14
    • #45
    Kusala:
    TMingyur:

    sondern Mönchsein beinhaltet Ordination in einer Tradition


    Nein, dass sind Ordinierte Mönche/Nonnen.

    Da gibt es z.B. noch den Anagarika.
    In Thailand haben wir noch Mae Chi

    Jeweils mit 8 -10 Regeln

    Und diese Regeln für "Laienordinierte" (einen Begriff, welchen es übringes im Kontext des tibetischen Buddhismus auch gibt) beinhalten, dass diese Laien weder in einem Haus leben noch einem Lebenserwerb nachgehen dürfen?


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 28. August 2011 um 09:20
    • #46

    Ich denke man verwechselt oft den Vergleich Hauslos und Haushalter mit dem Vergleich Weltling und Weltabgewandter. Bhikkhu und Laie ist nur ein unterschiedlicher Weg, der eine leicht und sicher und der andere schwer und unsicher.

    Als Weltling hat man da und dort ein Problem. *schmunzel*

    Zitat

    puthujjana

    'Weltling', wörtl. «gewöhnliche Menschen»,

    nennt man jeden, - seien es Mönche oder Laien:

    der noch sämtliche 10 Fesseln besitzt und daher noch keine der 4 Heiligkeitsstufen (Stromeintritt usw.) verwirklicht hat, im Gegensatz zu den Edlen Jüngern (siehe ariya-puggala), die alle eine oder mehrere Stufen erreicht haben.
    die noch nicht die erste der vier Heiligkeitsstufen, den Stromeintritt (sotāpatti), erreicht haben, wodurch die Erlangung der Erlösung (nibbāna) spätestens nach sieben Wiedergeburten gesichert ist. Für den «Weltling» (puthujjana) ist diese Zielerreichung nicht sicher.

    »Wer nicht von den drei Fesseln (Persönlichkeitsansicht, skeptischem Zweifel und Haften an Regeln und Riten) befreit ist und sich auch nicht auf dem Wege befindet, jene drei Dinge zu verlieren, diesen Menschen bezeichnet man als Weltling« (Pug. 9).


    Mensch der Menge. MNidd: "Warum heißen sie 'Menge-Menschen' (puthujjana)?

    Weil sie eine Menge (puthu) Befleckungen erzeugen (janenti).
    Ferner, weil sie noch eine Menge (puthu) nicht beseitigten Persönlichkeit Glaubens haben;
    weil sie einer Menge von Lehrern auf den Mund sehen;
    weil sie in einer Menge von Daseinsfährten verstrickt sind;
    weil sie sich mit einer Menge, einer Fülle von Tätigkeiten beschäftigen;
    weil sie durch eine Menge von mannigfaltigen 'Fluten' (d.i. Sinnlichkeits-Flut usw.) fortgerissen werden;
    weil sie in einer Menge von mannigfaltigen Gluten glühen und mannigfaltigen Fiebern brennen;
    weil sie von den sich so vielfältig (puthu) manifestierenden fünf Sinnenlüsten entzückt sind,
    weil sie hierbei giererfüllt sind, besessen, betört, hingegeben, anhänglich, angehangen und gehemmt.
    Weil sie durch die sich vielfältig manifestierenden fünf Hemmungen gehindert sind, gehemmt, beeinträchtigt, eingehüllt, eingeschlossen."

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    Wobei ich zu dem Text wieder ergänzend hinzufügen möchte, das auch einer, der nach der ersten Furcht aufrichtig strebt (Zuwendung zu den 3 Juwelen und/oder sich in Tugend übt) nicht mehr zu einem Weltling zählt. *schmunzel*

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    18. Juni 2011
    • 28. August 2011 um 09:22
    • #47
    TMingyur:
    Kusala:


    Nein, dass sind Ordinierte Mönche/Nonnen.

    Da gibt es z.B. noch den Anagarika.
    In Thailand haben wir noch Mae Chi

    Jeweils mit 8 -10 Regeln

    Und diese Regeln für "Laienordinierte" (einen Begriff, welchen es übringes im Kontext des tibetischen Buddhismus auch gibt) beinhalten, dass diese Laien weder in einem Haus leben noch einem Lebenserwerb nachgehen dürfen?


    Grüße
    TM

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    Beantworte ich selbst:

    Zitat


    anagarika haben die meisten oder alle ihrer weltlichen Besitztümer und Verpflichtungen aufgegeben.

    In Theravada Buddhism, an anagarika (Pali: anāgārika/ā; lit., "homeless one") is a person who has given up most or all of his worldly possessions and responsibilities to commit fulltime to Buddhist practice.

    Sehr relativ also ...

    Grüße
    TM

  • sumedhâ
    Gast
    • 28. August 2011 um 09:24
    • #48
    TMingyur:
    Kusala:

    Ab einem gewissen Punkt bleibt nur noch das klösterliche Leben. Geht gar nicht anders. Selbst wenn es in einer gemieteten Wohnung oder Haus "statt findet".

    Dann frage ich mich aber schon, warum ihr, die ihr diesen Punkt nicht erreicht habt, kontinuierlich davon redet und andere dazu überreden wollt, das zu glauben.
    Warum werden ihr nicht einfach Mönch und Nonne und seid so anderen ein Vorbild?


    Grüße
    TM


    es scheint mir so zu sein wie bei den eltern die sich in ihren kindern verwirklichen wollen, natürlich und ausschließlich zum wohle de kindes....

    _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 28. August 2011 um 09:25
    • #49
    TMingyur:
    Kusala:


    Nein, dass sind Ordinierte Mönche/Nonnen.

    Da gibt es z.B. noch den Anagarika.
    In Thailand haben wir noch Mae Chi

    Jeweils mit 8 -10 Regeln

    Und diese Regeln für "Laienordinierte" (einen Begriff, welchen es übringes im Kontext des tibetischen Buddhismus auch gibt) beinhalten, dass diese Laien weder in einem Haus leben noch einem Lebenserwerb nachgehen dürfen?
    Grüße
    TM


    Einem Lebenserwerb geht jeder nach (ohne Nahrung und den anderen 3 Dingen kann man den Körper nicht erhalten), aber jemand der sich an 10 Silas (und kein Tauschmittel mehr verwendet) hält, "arbeitet" nicht mehr für sein Brot (sprich tauscht nicht mehr ein) sondern lebt von dem was gegeben wird, geteilt wird. Er arbeitet "nur" mehr an sich selbst um damit allen zu dienen. Das ist das sehr subtile Geschäft, auf das sich nur sehr feinfühlige Menschen einlassen. Tugend (Mitgefühl) gegen Brot (Mitgefühl). *schmunzel*

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    • 28. August 2011 um 09:26
    • #50
    sumedhâ:

    es scheint mir so zu sein wie bei den eltern die sich in ihren kindern verwirklichen wollen, natürlich und ausschließlich zum wohle de kindes....

    _()_

    :lol: guter Vergleich ... ach ja die elterliche Liebe und Fürsorge hat viele Kinder schon ins Unglück getrieben.


    Grüße
    TM

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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