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Christliche Adaptationsversuche (selbstmoderiert)

  • bel
  • 12. August 2011 um 10:53
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • bel
    Gast
    • 12. August 2011 um 10:53
    • #1

    "Selbstmoderiert"http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=13&t=6527#p118604

    Eine ganz ehrliche Bestandsaufnahme aus christlichem Blickwinkel findet man hier:

    http://www.offene-weite.org/Ressourcen/Ste…egnung_2008.pdf

    _()_

    3 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (12. August 2011 um 12:59)

  • Hanzze
    Gast
    • 12. August 2011 um 11:33
    • #2
    Zitat

    Die Komplementarität von Buddhismus und Christentum beruht somit in existentieller Hinsicht auf der Komplemen-tarität von Anhaftungslosigkeit und liebendem Engagement.

    Gib mir bescheid, wenn ich etwas beim schnellen Überlesen übersehen habe. *schmunzel*

    Zitat

    Beide Traditionen können einander in dieser Hinsicht spirituell bereichern, fördern und korrigieren.

    Denn das macht immer Sinn.

  • Noreply
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    24. Juni 2011
    • 12. August 2011 um 12:19
    • #3
    bel:

    Na ganz ehrliche Bestandsaufnahme aus christlichem Blickwinkel findet man hier:

    http://www.offene-weite.org/Ressourcen/Ste…egnung_2008.pdf

    _()_

    Zen vervollkommnen?
    Ich habe den Link noch nicht ganz gelesen.
    Doch Zen als Weg zu sehen, Gott in seiner Dreieinigkeit zu erkennen, ist doch schon ganz wunderbar verblendet.
    Die Gefahr und der Segen im Zen ist das Erkennen der Gottlosigkeit.
    Um die Gefahr zu neutralisieren wird Gott wieder eingeführt. Den Segen unerkennbar verschleiern. Lieber nicht erwähnen.
    Wenn jemand Satori hat gibt es immerhin den Fluchtweg in das "Wissen" des Gottes.

    Muss ich das so verstehen das "Christliches" Zen mich dahin führen soll Vater, Sohn und heiliger Geist zu erkennen und anzuerkennen?

    liebe Grüsse
    Helmut

  • bel
    Gast
    • 12. August 2011 um 12:25
    • #4
    Ellviral:

    Muss ich das so verstehen das "Christliches" Zen mich dahin führen soll Vater, Sohn und heiliger Geist zu erkennen und anzuerkennen?

    Ich blaube Du mißverstehst den Artikel.
    Es gibt im "Christlichen" offenbar ganz verschiedene, geradezu divergierende Ansichten über "Zenpraxis". Der Autor versucht, diese unterschiedlichen Positionen als Bestandsaufnahme darzustellen. Deshalb muß man ihn leider ganz lesen.

    _()_

  • Aiko
    Gast
    • 12. August 2011 um 13:03
    • #5
    bel:

    Na ganz ehrliche Bestandsaufnahme aus christlichem Blickwinkel findet man hier:

    http://www.offene-weite.org/Ressourcen/Ste…egnung_2008.pdf

    _()_

    Ja - danke, dass du das aufgetrieben hast. Die Diskussion kenne ich natürlich und auch die Debatte darüber - es gibt entsprechend auf der buddhistischen Seite auch Überlegungen, Zen aus diesen Kontext zu lösen und ein "universelles" Zen zu sehen. Omori Sogen sah das ähnlich. Es ist offenbar eine Sicht, die im Rinzai eher Anhänger hat, als im Soto.

    Was willst du damit aber nun sagen?

    _()_

  • bel
    Gast
    • 12. August 2011 um 13:09
    • #6
    Aiko:
    bel:

    Na ganz ehrliche Bestandsaufnahme aus christlichem Blickwinkel findet man hier:

    http://www.offene-weite.org/Ressourcen/Ste…egnung_2008.pdf
    Ja - danke, dass du das aufgetrieben hast. Die Diskussion kenne ich natürlich und auch die Debatte darüber - es gibt entsprechend auf der buddhistischen Seite auch Überlegungen, Zen aus diesen Kontext zu lösen und ein "universelles" Zen zu sehen. Omori Sogen sah das ähnlich. Es ist offenbar eine Sicht, die im Rinzai eher Anhänger hat, als im Soto.
    Was willst du damit aber nun sagen?


    Ich wollte Euch diesen Zufallsfund nur zur Kenntnis geben - weil die unterschiedlichen Positionen von einem Insider mal so schön aufgedröselt wurden. Sonst nix.

    _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 12. August 2011 um 13:24
    • #7

    Dann sollten wir vielleicht einen gesperrtes Topic daraus machen. *schmunzel* Ich denke, der Artikel ist für viele sehr lesenswert.

    Persönlich finde ich die Idee, den Zugang zu Tugend und Frieden in der eigenen Kultur etwas zu adaptieren weit aus besser, als Zwanghaft etwas zu importieren und Unruhe zu stiften (durch Oppositionsmöglichkeit).

    (wenn eine Bemerkung und Diskussion in dem Thread gewünscht ist) *schmunzel*

  • Aiko
    Gast
    • 12. August 2011 um 14:10
    • #8
    bel:
    Aiko:


    Ich wollte Euch diesen Zufallsfund nur zur Kenntnis geben - weil die unterschiedlichen Positionen von einem Insider mal so schön aufgedröselt wurden. Sonst nix.

    _()_

    Also - jetzt weiß ich wer das ist - was verstehst du unter Insider? Soweit ich das weiß und erkennen kann, sind das Leute, die sich außerhalb von Tradition stellen. Das ist aber nicht mit Universalität des Zen gemeint, so wie es Omori Sogen verstehen wollte. Die Tradition des Buddhismus ist im Erwachen Buddhas begründet - ich frage mich belustigt, ob er sich solche Gedanken gemacht hat, wie dieser evangelische Pfarrer? Hat Bodhidharma sich gefragt, wie er in China ankommt? Der Artikel ist doch eher ein Beleg für den Mangel an Vertrauen in den Geist - und auch einen Mangel an Kenntnisse der langen Tradition(en).

    _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 12. August 2011 um 14:23
    • #9

    Ist nicht die Zen-Tradition auch aus dem verschmelzen bzw. Einfluß von vorhandenen Bedingungen (Kutur) entstanden? Man kann sie ja wohl kaum als ursprünglich an sehen. *schmunzel*

  • bel
    Gast
    • 12. August 2011 um 14:38
    • #10
    Aiko:


    Also - jetzt weiß ich wer das ist - was verstehst du unter Insider? Soweit ich das weiß und erkennen kann, sind das Leute, die sich außerhalb von Tradition stellen. Das ist aber nicht mit Universalität des Zen gemeint, so wie es Omori Sogen verstehen wollte. Die Tradition des Buddhismus ist im Erwachen Buddhas begründet - ich frage mich belustigt, ob er sich solche Gedanken gemacht hat, wie dieser evangelische Pfarrer? Hat Bodhidharma sich gefragt, wie er in China ankommt? Der Artikel ist doch eher ein Beleg für den Mangel an Vertrauen in den Geist - und auch einen Mangel an Kenntnisse der langen Tradition(en).


    Mit "Insider" meine ich Leute, die aus einem christlichen Background heraus versuchen, Zazen zu adaptieren und aus diesem Blickwinkel heraus darüber schreiben, Insider im christlichen Umfeld.
    Dazu gibt es offenbar ganz unterschiedliche Ansätze, einige kennen wir ja schon und aus unserer Sicht lohnt es sich auch meistens nicht, darüber unter uns noch weitschweifig zu diskutieren. Mir bisher nicht geläufig war die Debatte, die die untereinander führen, insbesondere die Haltung, die P. Ama Samy einnimmt.
    Aber auch das nur zur Kenntnisnahme.
    Wo die Defizite im "Christlichen" oder "Universellen" "Zen" liegen und auch liegen bleiben, ist ja eh klar.
    Den Autor hab ich auch mal persönlich kennengelernt - wie ich aber nur nach dem Bild erinnere - hatte damals aber überhaupt keinen Dunst, in welcher Tradition der steht und die Leute, die er dann nannte, kannte ich auch nicht - werde ihn warscheinlich wieder im Dezember treffen.

    _()_

  • Brücke
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    • 12. August 2011 um 14:58
    • #11
    Aiko:


    Also - jetzt weiß ich wer das ist - was verstehst du unter Insider? Soweit ich das weiß und erkennen kann, sind das Leute, die sich außerhalb von Tradition stellen. D(...)

    Hi Aiko

    Nicht alle, die auf Yamada Koun Roshi zurückgehen, haben sich von der Tradition losgesagt.
    So viel ich weiß trifft der Ausstieg nur auf Willigis Jäger und etliche seiner Schüler zu, der das aus was für Gründen auch immer getan hat.
    Die anderen hiergenannten sind innerhalb des Sanbô Kyôdan geblieben. Die Linie von Robert Aitken Roshi ist wieder eine andere (Diamond Sangha), aber auch traditionell und keineswegs abgetrennt vom Sanbô Kyôdan.

    Auch wenn der Sanbô Kyôdan insgesamt einen eher schwachen Ruf hat, sind doch etliche Lehrer jenseits von Willigis' Schülerkreis durchaus sehr zu respektieren.

    () Brücke

  • Aiko
    Gast
    • 12. August 2011 um 15:39
    • #12
    Brücke:
    Aiko:


    Also - jetzt weiß ich wer das ist - was verstehst du unter Insider? Soweit ich das weiß und erkennen kann, sind das Leute, die sich außerhalb von Tradition stellen. D(...)

    Hi Aiko

    Nicht alle, die auf Yamada Koun Roshi zurückgehen, haben sich von der Tradition losgesagt.
    So viel ich weiß trifft der Ausstieg nur auf Willigis Jäger und etliche seiner Schüler zu, der das aus was für Gründen auch immer getan hat.
    Die anderen hiergenannten sind innerhalb des Sanbô Kyôdan geblieben. Die Linie von Robert Aitken Roshi ist wieder eine andere (Diamond Sangha), aber auch traditionell und keineswegs abgetrennt vom Sanbô Kyôdan.

    Auch wenn der Sanbô Kyôdan insgesamt einen eher schwachen Ruf hat, sind doch etliche Lehrer jenseits von Willigis' Schülerkreis durchaus sehr zu respektieren.

    () Brücke

    Die Lehrer der Sanbo Kyodan sind auf der homepage http://www.sanbo-zen.org/ aufgelistet. Aitken war aus der Linie von Yasutani und somit ein Dharma-Bruder von Yamada Koun. Er und auch Pia Gyger, sind nicht zur Sanbo Kyodan zu zählen. Auch Ama Samy gehört nicht dazu. Er hat schon recht früh eine eigene Tradition begründet.
    Was meinst du mit Willigis Schülerkreis? Er hat sich ja getrennt, weil er seine Leute nicht bei der Sanbo Kyodan anerkannt bekam - ob das ein Merkmal für Qualität ist, kann und will ich nicht bewerten. Die Gründe hat Willigis Jäger öffentlich gemacht. Konnte jeder lesen.
    Ob der Ruf der Sanbo Kyodan schwach ist, ist irrelevant, wenn man nicht angibt, womit das verglichen wird. Es gibt viele Lehrer in der Sanbo Kyodan, die keinen Ruf haben - bei denen jedoch eine authentische Praxis zu finden ist.

    _()_

  • Aiko
    Gast
    • 12. August 2011 um 15:55
    • #13
    bel:


    Mit "Insider" meine ich Leute, die aus einem christlichen Background heraus versuchen, Zazen zu adaptieren und aus diesem Blickwinkel heraus darüber schreiben, Insider im christlichen Umfeld.


    Es gibt ja kein einheitliches christliches Umfeld - das ist in der evangelischen Landeskirche Berlin völlig anders, als in einem Orden oder in einem katholischen Bistum. Hier haben wir einen evangelischen Pfarrer, der jetzt durch Ama Samy zum Zen-Lehrer wurde und der in keiner Zen-Tradition ist - denn Ama Samy hängt irgendwie wurzellos in der Luft. Als Jesuit ist er ja wohl auch nicht integriert. Das wiederum ist ein spezifisches Merkmal der Jesuiten.

    Zitat


    Dazu gibt es offenbar ganz unterschiedliche Ansätze, einige kennen wir ja schon und aus unserer Sicht lohnt es sich auch meistens nicht, darüber unter uns noch weitschweifig zu diskutieren. Mir bisher nicht geläufig war die Debatte, die die untereinander führen, insbesondere die Haltung, die P. Ama Samy einnimmt.
    Aber auch das nur zur Kenntnisnahme.


    Ama Samy hat in der Zeitschrift der Jesuiten "Geist und Leben" einen Aufsatz veröffentlicht, den man so nicht unkommentiert stehen lassen konnte. Ich glaube, es ist sein ganz persönliches Problem - das er verallgemeinert.

    Zitat


    Wo die Defizite im "Christlichen" oder "Universellen" "Zen" liegen und auch liegen bleiben, ist ja eh klar.
    Den Autor hab ich auch mal persönlich kennengelernt - wie ich aber nur nach dem Bild erinnere - hatte damals aber überhaupt keinen Dunst, in welcher Tradition der steht und die Leute, die er dann nannte, kannte ich auch nicht - werde ihn warscheinlich wieder im Dezember treffen.


    Das Problem scheint mir auch darin zu liegen, dass Mehrsprachigkeit oftmals zu Mehrdeutigkeit führt, wenn man einen Begriff aus dem Kontext von Ama Samy nimmt. Aber geht es denn überhaupt im Zen um Sprache?

    _()_

  • pali
    Gast
    • 12. August 2011 um 23:47
    • #14
    bel:


    Eine ganz ehrliche Bestandsaufnahme aus christlichem Blickwinkel findet man hier:

    Hallo bel, kannte diesen Artikel nicht. Hab ihn ganz interessiert gelesen. Wusste nicht, das es im "Christlichen Zen" solch differenzierte "Denker" wie Ama Samy gibt ...

    Danke

  • Brücke
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    • 13. August 2011 um 08:23
    • #15

    Liebe Aiko,

    Schau mal auf der Website
    http://www.ciolek.com/WWWVLPages/Zen…daYasutani.html

    Da findest Du all die Linien aufgelistet, die in Diskussion stehen.
    Was der Sanbo Kyodan mittlerweile daraus macht, steht auf einem anderen Blatt.

    () Brücke (橋雲)

  • Aiko
    Gast
    • 13. August 2011 um 10:29
    • #16
    Brücke:

    Liebe Aiko,

    Schau mal auf der Website
    http://www.ciolek.com/WWWVLPages/Zen…daYasutani.html

    Da findest Du all die Linien aufgelistet, die in Diskussion stehen.
    Was der Sanbo Kyodan mittlerweile daraus macht, steht auf einem anderen Blatt.

    () Brücke (橋雲)

    Danke. Die Seite kenne ich. Es macht Sinn zwei Dinge zu sehen - die bei Ciolek aufgelisteten Linien und die, die sich als Zen-Lehrer der Sanbo-Kyodan verbunden sehen und dort mitwirken. Die letzteren sind auch bei der Sanbo-Kyodan aufgelistet.

    _()_

  • Brücke
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    • 13. August 2011 um 10:36
    • #17

    Ja,

    also ein klassisches Sowohl-als-auch :)

    ()
    Brücke

  • Aiko
    Gast
    • 13. August 2011 um 10:55
    • #18
    Brücke:

    Ja,

    also ein klassisches Sowohl-als-auch :)

    ()
    Brücke

    Nein. Man muss da schon einiges wissen, was über den Anschein hinaus geht.

    _()_

  • xxx
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    • 16. August 2011 um 00:10
    • #19

    Ich habe nur den ersten Absatz gelesen bis zum Ausdruck: "Inkulturation der Zen-Meditation in die christliche Kultur". Weiterlesen erachte ich deshalb als Zeitverschwendung.

    Da Christentum hat ja eine lange und erfolgreiche Gesichte bezüglich "Inkulturation in die christliche Kultur".

    Weihnachten wird nicht zufällig zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende gefeiert. Bereits lange vor der christlichen Inkulturation wurde damals das (Sonnen)Licht gefeiert, dass wieder in die Welt kommt. Nun soll eben Jesus der sein, der dieses Licht bringt.
    Auch Ostern ist nicht zufällig im Frühling, wenn es zur Auferstehung der Natur aus ihrem Wintertod kommt.
    m November , an Allerheiligen haben unsere Vorfahren den Ahnen gedacht, nun sind es die Heiligen.

    Nun soll also plötzlich auch die Zen-Meditation inkulturiert werden und helfen die konstruierte christliche Glaubenslehre zu verstehen, über eine derartige Perversion muss nun sogar ich *schmunzeln*.

    Zen-Buddhismus ist was für Fortgeschrittene. Er ist untrennbar mit dem erkennen des Herzsutras verbunden. Dies muss aber mit intelektueller Eigenleistung geschehen und kann nicht vermittelt werden. Ohne diese Erkenntnis oder eigene Anstrengung sie zu erlangen, die über reines erbetteln hinausgeht, kommt beim Zen aber nicht viel mehr heraus als beim autogenen Training oder beim Saunagang.

    Das Christentum ist eine Heilsreligion. Der Mensch ist seit Geburt schon Sünder, allein weil er Mensch ist (Erbsünde). Diesen nicht selbstverschuldeten Makel kann er nicht selber beseitigen. Als unmündiges Wesen ist er auf die Gnade Gottes angewiesen, der Sühne, Demut und Unterwürfigkeit fordert. Wenn man gehorcht wird zur Belohnung später ewiges Leben versprochen resp. mit ewiger Verdammnis gedroht. Selbständiges Denken, welches zu einer Art Erwachen oder zur Erleuchtung führen könnte ist nicht nur unnötig, sondern auch unerwünscht. Eine Verantwortlichkeit im Handeln erschöpt sich im Gehorsam.
    Das dies nichts aber auch gar nichts mit Buddhismus zu tun hat muss wohl nicht weiter erläutert werden. Von der Erkenntnis des Herzsutras ganz zu schweigen. Diese erkenntnis kann eben nicht von einem Gott erbeten werden, ganz gleich wie stark man sich dabei anstrengt.

    Die einzige Gemeinsamkeit zwischen Christentum und Buddhismus besteht in der Anerkennung der heute allgemeingültigen ethischen Grundwerte wie Nächstenliebe, Schutz des Lebens etc. etc.

    Meine Meinung deshalb: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein gläubiger Christ mit Hilfe des (Zen-)Buddhismus seine eigene Religion besser verstehen könnte.

    Gruss Bakram

  • monikamarie
    Gast
    • 16. August 2011 um 09:22
    • #20
    Bakram:


    ...
    Meine Meinung deshalb: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein gläubiger Christ mit Hilfe des (Zen-)Buddhismus seine eigene Religion besser verstehen könnte.

    Ja, Bakram, dem muss ich widersprechen, denn ich war so eine überzeugte Christin, die durch eine veränderte Perspektive (Zen) eine neue Sicht auf die christliche Religion (und nicht nur auf die christliche) erhalten hat.
    _()_ Monika

  • xxx
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    • 16. August 2011 um 10:06
    • #21

    Hat dich diese Sicht auch in Deinem Glauben bestärkt ? Hast du nun weniger Zweifel an der gnade Gottes ? Tust Du immer schön Busse ?

    ... oder bist du etwa vom christlichen Glauben abgefallen ? Oder in "Zenisch" bist Du abgefallen oder ist Dein Glaube abgefallen ? Bist Du überhaupt noch Christin.... oder tust Du nur so ?


    P.s.

    Zitat

    Meine Meinung deshalb: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das ein gläubiger Christ mit Hilfe des (Zen-)Buddhismus seine eigene Religion besser verstehen könnte.

    die Betonung liegt auf gläubig.. ;)

    Gruss Bakram

  • monikamarie
    Gast
    • 16. August 2011 um 15:30
    • #22

    Bakram, damals war ich noch gläubige Christin, Buße hab ich sowieso nie getan, da ich nicht katholisch war. Damals ging es mir darum, Wege zu vereinen. Und Zen erschien mir als Möglichkeit. Um Deine freundliche Frage noch zu beantworten, ich verlor den Glauben an Gott, sehe jedoch den Sinn der Religion. Meine Betonung liegt auf Verstehen.
    _()_ Monika

  • Maybe Buddha
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    • 16. August 2011 um 15:53
    • #23

    Der Buddha sagte doch selbst, ob es einen Schöpfer gibt oder nicht, ob alles zufall ist oder nicht, ob alles durch vorherige Taten geleitet wird oder nicht, durch das Dharma wird das Leiden aufgelöst und man lebt als "guter" Mensch. Somit kann es nicht falsch sein, was auch nach dem Tod kommt. (sinngemäß nach meinem verständnis).

    Es geht darum jetzt hier als guter, leidfreier Mensch zu leben und zu versuchen andere beim versuch sich vom leiden zu brefreien zu unterstützen.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • xxx
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    • 16. August 2011 um 17:06
    • #24

    Liebe Monika

    Ich verstehe, dass Du so denkst. Was hälst Du übrigens vom Amithaba-Buddhismus ?
    Du musst zugeben, dass es Religionen gibt die Anhaftungen eher fördern und Religionen gibt die Anhaften eher vermindern, wobei die Grenzen fliessend sind (s. Amithaba-Buddhismus)

    Gruss Bakram

  • thigle
    Gast
    • 16. August 2011 um 18:25
    • #25
    Bakram:

    Ich verstehe, dass Du so denkst. Was hälst Du übrigens vom Amithaba-Buddhismus ?
    Du musst zugeben, dass es Religionen gibt die Anhaftungen eher fördern und Religionen gibt die Anhaften eher vermindern, wobei die Grenzen fliessend sind (s. Amithaba-Buddhismus)

    Wie sieht es mit dem Zen von Bakram aus...das mit dem Anhaften...daran...und so...

    Zen-Buddhismus ist was für Fortgeschrittene.

    Huu....

    Dies muss aber mit intellektueller Eigenleistung geschehen

    Haa...

    Ohne diese Erkenntnis

    Hii...

    oder eigene Anstrengung sie zu erlangen,

    Hui...


    die über reines erbetteln hinausgeht,

    Shin...

    kommt beim Zen aber nicht viel mehr heraus

    Hou...

    als beim autogenen Training oder beim Saunagang.

    Da bist du sicherlich natürlicher und spontaner, als während deiner ultrabrutalharten Zen-Praxis. Irgendwann wirst auch du auf-geben müssen. Früher oder später. Manche eben früher, manche später.

    Der Mensch ist seit Geburt schon Sünder,

    Er ist ein bedingtes Wesen in einer bedingten Welt und leidet.

    allein weil er Mensch ist

    Er ist ein bedingtes Wesen in einer bedingten Welt und leidet.

    (Erbsünde)

    Karma.

    Diesen nicht selbstverschuldeten Makel kann er nicht selber beseitigen.

    Ein bedingtes Wesen will sich aus dem bedingten Sumpf selbst herausziehen. Das geht auch nicht. Aber dein Wille, sich-selbst da raus-ziehen-zu-wollen, wird sowieso im Laufe deiner vielen vielen Leben gebrochen. Aber du hast gutes Karma, denn du bist nun im Zen gelandet. Vorläufig. Da lernst du das u.a. - das auf-geben. Hat dann eben einen anderen Namen, oder kommt versteckt in Form einer Praxis daher.

    Ps: Reue hat noch niemanden geschadet. Ganz im Gegenteil. Aber es ist sicherlich einfacher, etwas anderes sein zu wollen als man ist, das man dann erlangen und werden kann, wie zum Beispiel sowas wie offene Weite ;).

    3 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (16. August 2011 um 18:59)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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