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Achtsamkeit im Gespräch

  • peema
  • 8. August 2011 um 09:56
  • Zum letzten Beitrag
  • peema
    Themenautor
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    3. Mai 2011
    • 8. August 2011 um 09:56
    • #1

    Guten Morgen,

    ein Thema, das in meinem Alltag immer wieder von Bedeutung ist und mit dem ich mich immer wieder beschäftige ist die Thematik: Wie bleibe ich während eines Gesprächs - gerade in größerer Runde, in der Argumente und Themen rasch aufeinander folgen- achtsam (und lasse mich nicht dazu verleiten, Dinge zu äußern, die ich eigentlich nicht bzw. so nicht sagen möchte). Achtsamkeit bei körperlichen Tätigkeiten zu üben, fällt (zumindest mir) wesentlich leichter, da ich dann meine Gedanken registrieren kann. Aber an einem lebhaften Gespräch kann ich nicht wirklich achtsam teilnehmen: Für mich persönlich gibt es da nur die Möglichkeiten, entweder relativ schweigend als Beobachterin teilzunehmen - oder aber so überlegt und mit Pausen zu antworten, dass meine Äußerungen bei den anderen Gesprächsteilnehmer zeitlich verzögert ankommen. Was sind hier Eure Erfahrungen? LG peema

    event.png

  • Hanzze
    Gast
    • 8. August 2011 um 11:37
    • #2

    Ich denke zuhören und andere reden lassen ist oft ein besseres Gespräch, als seine Ansicht einzubringen. Einfach achtsam sein, ob es einem schon wieder reizt etwas zu sagen und dann gleich wieder zur Aufmerksamkeit zurückkommen. *schmunzel*
    Ich würde vorschlagen, du erklärst uns einfach genauer was du meinst. Was ist deine Aufgabe, deine Absicht in einem Gespräch?

  • monikamarie
    Gast
    • 8. August 2011 um 11:46
    • #3

    Hi peema,
    ich kenne das Problem sehr gut. Früher war das überhaupt nicht möglich für mich. Heute schweige ich lieber, als dass ich "aus den Fugen gerate". Früher hatte ich immer die Sorge, dass meine Ansichten und Meinungen etc. untergehen, wenn ich nicht schnell genug antworte und war dadurch immer sehr engagiert und aufgeregt. Im Nachhinein habe ich dann oft festgestellt, dass es wiederum nicht unbedingt richtig verstanden wurde, was ich meinte, oder aber ich sogar Falsches zum Ausdruck brachte. Dann habe ich mich immer mehr zurückgenommen und argumentiere nur noch, wenn genug Raum und Zeit gegeben wird. Manchmal frage ich auch, ob das Interesse an meinem Argument groß genug ist. Ich verschwende keine Energie mehr, damit andere vielleicht "schlauer" werden :lol: (vielleicht sind sie ja viel weiter als ich und ich merk nix mehr).

    Ich habe aber mit zunehmenden Vertrauen festgestellt, dass es auf meine Ansichten und Meinungen überhaupt nicht ankommt. Ich handele häufig nach dem Motto aus dem Zen-Geist: "...als wärest Du zu krank, um Dich darum zu kümmern, mit einem Bewusstsein wie aus Steinblöcken." Es geht nichts verloren, wenn ich schweige. Ganz im Gegenteil ... ;)
    _()_ Monika

    PS: Das, was Hanzze schreibt, meine ich damit. Achten auf die eigene Motivation ...

  • Onda
    Gast
    • 8. August 2011 um 12:43
    • #4
    peema:

    Aber an einem lebhaften Gespräch kann ich nicht wirklich achtsam teilnehmen...

    Hallo peema,

    warum nicht, du musst ja nicht unbedingt das Tempo der andern aufnehmen. Du kannst dich für ein eigenes Tempo entscheiden. Und in Ruhe abwägen, ob dein Beitrag sinnvoll ist. Oder einfach nur Zuhören. Und zwischendurch mal ein paar Atemzüge achtsam wahrnehmen. Diese schnellen Rede-Gegenrede-Spiele geraten natürlich schnell aus dem Ruder. Aber du musst sie ja nicht mitspielen (wenn du merkst, dass du Dinge sagst, die du hinterher bedauerst).

    LG
    Onda

  • Maybe Buddha
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    6. August 2011
    • 8. August 2011 um 13:12
    • #5

    Oft geht es ja leider nicht um das Thema an sich sondern nur um die "eigene" Meinung oder Ansicht zu behaupten um sein "Ich" nicht bloß zu stellen.
    Ist mir früpher oft bei mir aufgefallen (und dann nach dieser Erkenntnis auch sehr oft bei anderen). Wenn mir auffällt (Achsamkeit) das es in diese Richtung geht (aus meiner Sicht) und Ärger aufsteigt, besinne ich mich darauf das das völlig unnötig ist und muss innerlich sofort wieder über meinen aufgestiegenen Ärger schmunzeln... und dann verschwindet er wieder. Wenn das bei anderen passiert und es mir auffällt, lasse ich das Gespräch im Sand verlaufen, da es keinen Sinn hat.
    Die Motivation ist oft sehr wichtig. Meißtens (zumindest bei mir) ging (und geht es teilweise immer noch, durch Unachtsamkeit) entweder darum die eigene Meinung, das Ich zu verteidigen oder den anderen Klüger zu machen. Aber da beides unnötig und Aussichtslos ist und mit der Realität und der Wahrheit nichts zu tun hat, kann man es meißtens soweiso gleich lassen.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • mirco
    Gast
    • 8. August 2011 um 13:22
    • #6
    Hanzze:

    Einfach achtsam sein, ob es einem schon wieder reizt etwas zu sagen und dann gleich wieder zur Aufmerksamkeit zurückkommen.


    Dieses "gereizt sein, etwas zu sagen" erzeugt eine mehr oder weniger deutliche oder subtile Spannung in Körper und Geist. Es ist bereits zum Begehren gekommen . Begehren zeigt sich so.

    Da macht es sich gut, erst die Spannung loszulassen, bevor es zur Aufmerksamkeit zurück geht. Sonst wird die Spannung mit genommen.


    Alles Gute :)

  • Hanzze
    Gast
    • 8. August 2011 um 13:32
    • #7

    Yep, drei mal tief einatmen und ausatmen ist sicher gut (wenn das zum entspannen führt, aber auch den PC ausschalten hilft am Anfang) *schmunzel* Damit ist natürlich nicht unterdrücken gemeint. *schmunzel* Danke Mirco für den Zusatz.

  • Grund
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    18. Juni 2011
    • 8. August 2011 um 14:35
    • #8
    peema:

    Aber an einem lebhaften Gespräch kann ich nicht wirklich achtsam teilnehmen: Für mich persönlich gibt es da nur die Möglichkeiten, entweder relativ schweigend als Beobachterin teilzunehmen - oder aber so überlegt und mit Pausen zu antworten, dass meine Äußerungen bei den anderen Gesprächsteilnehmer zeitlich verzögert ankommen. Was sind hier Eure Erfahrungen?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.


    Grüße
    TM

  • peema
    Themenautor
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    3. Mai 2011
    • 8. August 2011 um 14:45
    • #9

    Vielen Dank für Eure Antworten. Aufgrund eines gestrigen Vorfalls, bei dem ich dies: "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" wider besseren Wissens ganz außer acht gelassen habe und hiermit: "Da macht es sich gut, erst die Spannung loszulassen, bevor es zur Aufmerksamkeit zurück geht. Sonst wird die Spannung mit genommen" bestimmt besser gefahren wäre, ist das Thema "Gespräche mit anderen" heute sehr aktuell für mich. Eure Beiträge sind da sehr hilfreich für mich!

    LG peema

    event.png

  • mirco
    Gast
    • 9. August 2011 um 08:45
    • #10
    Hanzze:

    Yep, drei mal tief einatmen und ausatmen ist sicher gut (wenn das zum entspannen führt, aber auch den PC ausschalten hilft am Anfang) *schmunzel* Damit ist natürlich nicht unterdrücken gemeint. *schmunzel* Danke Mirco für den Zusatz.


    Stammt nicht von mir, sondern vom Ehrwürdigen Vimalaramsi ;)

    :) Alles Gute

  • gabi.voelkel
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    • 9. August 2011 um 11:34
    • #11

    Hallo peema
    mir ging es schon so, nach einem Gespräch, wo ich meine Ansichten beigetragen hatte, dass sich der Andere unverstanden fühlte und es zum Streit kam. Andereseits, wenn ich mehr zuhörte, sind mir im Rückerinnern noch Sätze aufgefallen, die gut waren und die ich beim ersten Hören noch nicht ganz verstanden hatte. Das bezog sich jetzt eher auf Zwiegespräche. Bei grösseren Gruppen höre ich meistens eher zu, soweit es geht; denn je grösser die Gruppe wird, desto schwieriger wird es ein gemeinsames Gespräch zu führen, oft laufen dann mehrere Gespräche gleichzeitig und ich habe Mühe einem Gespräch zu folgen. :?

    "Das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das hat für mich kein Selbst"

  • crazy-dragon
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    • 9. August 2011 um 18:38
    • #12
    monikamarie:


    ich kenne das Problem sehr gut.
    Ich habe aber mit zunehmenden Vertrauen festgestellt, dass es auf meine Ansichten und Meinungen überhaupt nicht ankommt. Ich handele häufig nach dem Motto aus dem Zen-Geist:...
    Es geht nichts verloren, wenn ich schweige.
    _()_ Monika

    Na, da klaffen wohl Wunsch und Wirklichkeit etwas auseinander- wenn ich hier etwas sage, merke ich null und nix vom strapazierten Zen-Geist- was ist denn das eigentlich?- denn da ballert mir MM gleich einen vor den Latz... :oops: Wenn nicht jetzt, halten sie mindestens 2 Mods fest... 8)

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • monikamarie
    Gast
    • 9. August 2011 um 19:05
    • #13
    crazy-dragon:
    monikamarie:


    ich kenne das Problem sehr gut.
    Ich habe aber mit zunehmenden Vertrauen festgestellt, dass es auf meine Ansichten und Meinungen überhaupt nicht ankommt. Ich handele häufig nach dem Motto aus dem Zen-Geist:...
    Es geht nichts verloren, wenn ich schweige.
    _()_ Monika

    Na, da klaffen wohl Wunsch und Wirklichkeit etwas auseinander- wenn ich hier etwas sage, merke ich null und nix vom strapazierten Zen-Geist- was ist denn das eigentlich?- denn da ballert mir MM gleich einen vor den Latz... :oops: Wenn nicht jetzt, halten sie mindestens 2 Mods fest... 8)

    _()_ c.d.

    _()__()__()_

  • monikamarie
    Gast
    • 9. August 2011 um 19:08
    • #14

    Hi verrückter Drache, verfolgst Du mich? Heftest Du Dich an meine Fersen? Suchst Du meine Schwachstellen?
    Ich schenk Dir gern ein paar :lol: , es gibt noch genug.

    Zen-Geist ist der Text "Der Geist des Zen" von Huang Po. Wenn Du schon zitierst, so doch bitte vollständig.
    _()_ Monika

  • crazy-dragon
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    • 9. August 2011 um 19:49
    • #15
    monikamarie:


    Zen-Geist ist der Text "Der Geist des Zen" von Huang Po. Wenn Du schon zitierst, so doch bitte vollständig.
    _()_ Monika

    Den guten Huang Po hast Du vergessen in Deinem post, deswegen habe ich ja gefragt, was das ist: Eigenkreation oder ein Zitat...

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Aiko
    Gast
    • 9. August 2011 um 21:35
    • #16

    Es ist auch möglich zu "reden ohne die Lippen zu bewegen" - .

    _()_

  • Grund
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    • 10. August 2011 um 06:51
    • #17
    Aiko:

    Es ist auch möglich zu "reden ohne die Lippen zu bewegen" - .

    _()_

    Bauchredner?


    Grüße
    TM

  • HanShan
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    • 4. September 2011 um 10:42
    • #18

    Letztendlich ist es ja unsere Praxis, in jedem Augenblick aufmerksam zu sein und darauf zu achten, was wir tun und wie wir es tun. Jeder hat da so seine speziellen Schwierigkeiten, jeder wieder in anderen Bereichen, mir fällt es beim Sprechen auch extrem schwer.
    Da wo es einem extrem schwer fällt, macht man viele Fehler. Mir ist es aufgefallen, dass die "Problemzonen" erst mal noch viel größer werden, wenn man eifrig und regelmäßig praktiziert. Dadurch bekommt man noch mehr Probleme, als man so schon hat und da man sich dann zwangsläufig damit beschäftigen muss, lernt man auch durch den Schaden. Wenn man mit etwas so richtig bös auf die Nase fällt, dann merkt man sich die Lektion halt besser. Wenn die allgemeine Praxis ernst und gut ist, dann staucht einen schon das Leben zurecht.

    Das was ich selber machen kann: Immer wieder zur Achtsamkeit zurückkehren, mich nicht ärgern, wenn ich es nicht geschafft habe zu schweigen. Mir nicht vornehmen, von nun an immer nur zu schweigen, besser immer im Moment selber gleich reflektieren, warum ich so oft spreche, was der eigene Hintergedanke dabei ist. Auch bedenken, welche Wirkung man damit hat. Wenn es keine hat, wozu dann sprechen? So an der Realität abgeglichen lerne ich am ehesten einen sinnvollen Umgang mit reden und schweigen. Sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, ach, das ist nur Täuschung, wenn ich auf das und das so oder so unachtsam reagiere und einfach immer wieder zur Achtsamkeit zurückkehren.

  • crazy-dragon
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    • 4. September 2011 um 14:21
    • #19
    TMingyur:
    Aiko:

    Es ist auch möglich zu "reden ohne die Lippen zu bewegen" - .
    _()_


    Bauchredner?
    Grüße
    TM

    Nein, das meint sie nicht- nur verstehst Du es anscheinend nicht oder willst ironisch rüberkommen... :P
    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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