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  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus

Die Pädagogik des Zenmeisters

  • Ji'un Ken
  • 26. März 2008 um 12:10
  • Zum letzten Beitrag
  • Ji'un Ken
    Gast
    • 26. März 2008 um 12:10
    • #1

      http://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/Deriv…?XSL.ContextID=
      Inhaltsverzeichnis
      1. Einleitung 1
      1.1. Allgemeine Vorstellung des Zen-Buddhismus 3
      1.2. Gegenstand, Fragestellung und Methode der Untersuchung 7
      1.3. Forschungsstand 9
      1.4. Vorbemerkung 11
      2. Die Grundlage des Mahâyâna-Buddhismus und sein Erziehungs- und Bildungsaspekt 13
      2.1. Die Grundlagen des Mahâyâna-Buddhismus 13
      2.2. Der Ausgangspunkt der buddhistischen Erziehung und Bildung 20
      2.3. Die Praxis der buddhistischen Erziehung und Bildung und die Stellung der
      Zen-Schule 24
      2.3.1. Der allgemeine Charakter der Methodiken der buddhistischen Erziehung und Bildung 24
      2.3.2. Verschiedene Methoden und die Stellung der Zen-Schule 27
      3. Die Erziehungswirklichkeit im japanischen Zen-Kloster 33
      3.1. Der Alltag im Zen-Kloster - das Beispiel Ryûtakuji 33
      3.1.1. Die Menschen und die Organisation im Kloster 34
      3.1.2. Die allgemeine Lebensweise 36
      3.1.3. Sesshin 41
      3.2. Einige Merkmale der Sôtô-Klöster 51
      3.3. Die Erziehungswirklichkeit im Zen-Kloster im Hinblick auf den erzieherischen
      Aspekt des buddhistischen Dogmas 52
      4. Die Kôan-Übungen der Rinzai-Schule 53
      4.1. Ziel und Übungsprozess - dargestellt anhand der „Zehn Ochsenbilder“ 53
      4.1.1. Der geschichtliche Hintergrund 53
      4.1.2. Einzelne Übungsphasen 54
      4.1.3. Die gesamte Struktur 70
      4.2. Die Methodik der Kôan-Übung 72
      4.2.1. Das Verfahren der Kôan-Übung 72
      4.2.2. Exemplarische Kôans aus dem Übungssystem von Meister Hakuin 76
      4.3. Phänomenologische Betrachtung der Kôan-Übung anhand des Kôans „Das Mu
      von Joshu“ 83
      4.3.1. Die Auflösung des Kôans 83
      4.3.2. Die Dharma-Mitteilung und die Kommunikationsformen in der Beziehung
      zwischen Meister und Schüler 91
      5. Shikan-Taza und die rituellen Übungen der Sôtô-Schule 104
      5.1. Ziel und Übungen in der Sôtô-Schule 104
      5.1.1. Das auslösende Moment der Übungen 104
      5.1.2. Das Verhältnis zwischen Ziel und Übungen 105
      5.1.3. Shikan-Taza und die erweiterten Übungen 111
      5.2. Die Form 112
      Exkurs: Die Übungen der mit „-dô“ bezeichneten Künste 117
      1. Der Ausgangspunkt des Dô 118
      2. Das Beispiel Sadô 122
      6. Analyse der Pädagogik des Zenmeisters unter den didaktischen Aspekten 131
      6.1. Bedingungen 132
      6.1.1. Anthropologisch-psychologische Voraussetzungen 132
      6.1.2. Soziokulturelle Voraussetzungen 133
      6.2. Ziele / Inhalte 135
      6.2.1. Gliederung im Hinblick auf Ziele und Inhalte 135
      6.2.2. Konkrete Lerninhalte 139
      6.2.3. Didaktischer Ort des Übens 140
      6.2.4. Struktur der Lernziele 144
      6.3. Vermittlung 145
      6.3.1. Vermittlungsverfahren 147
      6.3.1.1. Darbietende ↔ aufnehmende/nachvollziehende Vermittlung 147
      6.3.1.2. Aufgebende ↔ lösende und/oder entdeckende Vermittlung 149
      6.3.1.3. Gemeinsam erarbeitende Vermittlung 152
      6.3.1.4. Anmerkung über die Vermittlungsformen 153
      6.3.2. Sozialformen 154
      6.3.3. Medieneinsatz 155
      6.4. Leistungsbewertung 160
      7. Die wesentlichen Charakterisierungen 164
      7.1. Sprache 164
      7.1.1. Die Grundlage der Sprache 164
      7.1.2. Die Sprache und die Erziehung 166
      7.1.3. Die Sprache in der Pädagogik des Zenmeisters 172
      7.1.4. Die Pädagogik des Zenmeisters und der Ansatz des Konstruktivismus in der
      Didaktik im Vergleich 180
      7.2. Interaktion und pädagogischer Bezug 185
      7.2.1. Ziel und Beziehung - die Funktion der Verneinung 186
      7.2.2. Die Autorität 192
      7.2.3. Das Charisma des Zenmeisters als ewig Übender 195
      7.3. Körperlichkeit 197
      7.3.1. Die Grundlage 197
      7.3.2. Die Körperlichkeit in der Pädagogik des Zenmeisters 198
      8. Schluss: Anregungen der Pädagogik des Zenmeisters für unsere Zeit 203
      8.1. Zusammenfassung der Untersuchung 203
      8.2. Erziehung zur Körperlichkeit 207
      8.3. Flow-Erlebnis 212
      8.4. Stellenwert der Begabung und Chancengerechtigkeit 214
      8.5. Umwelterziehung 218
      8.6. Entwicklungserziehung und Entwicklungshilfe 220
      Quellenverzeichnis 226
      Glossar 238
      Zeittafel der Zen-Schulen 253

    Moin Moin,
    ein bischen habe ich schon reingelesen. Als ich die Bilder unter Punkt 3 gesehen habe und den Text dazu gelesen habe, bin ich dahingeschmolzen wie Butter in der Sonne. Ich habe auch einmal eine Zeit in so einem Kloster verbracht. Schööönnnn, anstrengend aber schön.
    Nun gut, ich werde mal weiterlesen.

    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 26. März 2008 um 15:36
    • #2

    1.2. Gegenstand, Fragestellung und Methode der Untersuchung
    Der Gegenstand der Untersuchung ist die noch aktuell durchgeführte Pädagogik des
    Zenmeisters in den japanischen Zen-Klöstern42. Nach Bedarf werden die buddhistischen
    Dogmen und die Geschichte des Buddhismus inklusive der Zen-Schulen in Indien und in
    China auch vorgestellt.
    Auf den ersten Blick scheint die Pädagogik des Zenmeisters für westliche Menschen sehr
    fremdartig zu sein. Dort nämlich geht es nur um das Üben, und dieses Verfahren ist überhaupt
    nicht abhängig von einer verbalen Vermittlung. In den Kôan-Übungen scheint die
    Kommunikationsform zwischen Meister und Schüler nicht einmal mit dem normalen
    Verstand analysierbar zu sein. Das ganze Übungssystem beruht also auf einem völlig anderen
    pädagogischen Gefüge als das abendländische, das auf einer anderen Anschauung der Sprache
    und der Körperlichkeit basiert.
    Vor diesem Hintergrund wird der Aufbau dieser Arbeit mithilfe von Aufgaben
    folgendermaßen festgelegt:
    1. Die Grundlage und die genauen Inhalte der Pädagogik des Zenmeisters hinsichtlich des
    anderen Gefüges werden dargestellt.
    2. Die Darstellung wird mit den im Abendland gebräuchlichen didaktischen Begriffen
    analysiert.
    3. Die wesentlichen Charakterisierungen der Pädagogik des Zenmeisters werden in drei
    relevanten Aspekten, nämlich der Sprache, der Interaktion und der Körperlichkeit
    zusammengefasst.
    4. Im Hinblick auf diese Charakterisierung werden Anregungen aus der Pädagogik des
    Zenmeisters für unsere Zeit aufgezeigt.
    41 Erleuchtung (Satori 悟り)
    42 Es gab und gibt in Japan kaum Zen-Klöster für Frauen, und obendrein ist die Erziehungswirklichkeit dieser
    Klöster ohnehin unbekannt. In dieser Arbeit werden deshalb ausschließlich die männlichen Wörter wie
    "Schüler", "Erzieher" und "Meister" verwendet und nicht "Schülerin", "Erzieherin" und "Meisterin".
    8
    Zur Aufgabe 1:
    Weil das Zen zum Mahâyâna-Buddhismus gehört, ist es notwendig, dessen grundlegendes
    Dogma zuerst darzustellen. Dann wird geklärt, welches Erziehungsprinzip der Mahâyâna-
    Buddhismus hat und in welcher Kategorie der buddhistischen Übungsmethodiken die Zen-
    Schule im Vergleich zu den andern Schulen eingeordnet wird. (Kapitel 2)
    Nach der Klärung dieser Grundlage wird die Erziehungswirklichkeit im japanischen Zen-
    Kloster vorgestellt. Die systematische Theorie der Zen-Übung entstand keinesfalls vor der
    Praxis, sondern sie wurde nach und nach in der Geschichte aufgrund der Bemühungen der
    Zenmeister festgelegt. Deshalb wird in dieser Arbeit auch induktiv verfahren und zwar
    werden die konkreten Inhalte der Zen-Übung zuerst dargestellt. Dieser Teil fungiert auch als
    ausführliche Erklärung für umfangreiche Zen-Termini. (Kapitel 3)
    Danach wird über Sinn und Bedeutung der einzelnen pädagogischen Handlungen in der
    Zen-Übung aufgeklärt. Dabei wird auch auf die Differenzierung zwischen der Rinzai- und der
    Sôtô-Schule hingewiesen.
    Bei der Rinzai-Schule wird die stufenweise Kôan-Übung beispielhaft anhand der „Zehn
    Ochsenbilder“ dargelegt. Der Sinn und die Funktion der Sprache für das Erlangen der
    Erleuchtung werden geklärt, und das Charakteristische in der Zen-Kommunikation wird
    aufgezeigt. Dabei wird nicht auf jedes einzelne Kôan aus den Kôan-Sammlungen
    eingegangen, sondern nur auf einige Beispiele, welche exemplarisch für die Beziehung
    zwischen Sprache und Welt sind. (Kapitel 4)
    Bei der Sôtô-Schule werden Shikan-Taza und die rituellen Übungen dargelegt. Dôgen
    thematisierte „Form und Geist“ und hinterließ streng und ausführlich bestimmte formale
    Regeln. Hier wird untersucht, wie die Körperlichkeit dabei gesehen wird. (Kapitel 5)
    Ein Exkurs über die Übungen der mit „-dô“ bezeichneten Künste wird danach vorgestellt,
    denn in diesen Künsten wird die Pädagogik des Zenmeisters angewendet. Mit diesem Exkurs
    soll der Einfluss der Pädagogik des Zenmeisters noch deutlicher werden. Die Übungsmethode
    dieser Pädagogik prägte lange die japanische Erziehungstradition. (Exkurs)
    Zur Aufgabe 2:
    Die Pädagogik des Zenmeisters mit den abendländischen didaktischen Begriffen zu
    analysieren ist sicherlich eine schwere Aufgabe, da sie auf einem gänzlich anderen Paradigma
    basiert. Trotzdem wird hier versucht, sowohl die theoretische Übungsgrundlage als auch die
    einzelnen Übungsinhalte didaktisch zu klären. Weil die didaktischen Aspekte „Intention“ und
    9
    „Vermittlung“ ohne Zweifel zur Pädagogik des Zenmeisters gehören, muss und kann die
    Didaktik als Wissenschaft vom Lehren und Lernen43 dieses pädagogische Handeln klären.
    Das Ziel dieser Analyse ist daher nicht nur, die Merkmale der Pädagogik des Zenmeisters...............

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 27. März 2008 um 00:07
    • #3

    Moin Karuna,
    ob der Begriff "Pädagogik" treffend ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich hab einmal bei Wiki nachgesehen und die Seite gleich wieder geschlossen. Ich hatte den Eindruck das kommt gleich nach "Was ist Geist im Buddhismus" :(
    Ich verstehe darunter die Art und Weise etwas zu Erklären oder zu vermitteln.

    Zitat

    Der Dharma-Nachfolger weiß, daß es nichts gibt, das vermittelt werden kann, also gibt es auch keine Pädagogik, kein Mittel um zu vermitteln


    Das vermittel mal Jemandem. :D
    Mal sehen was ich dazu sage, wenn ich alles gelesen habe,
    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • Knoedel
    Gast
    • 27. März 2008 um 05:19
    • #4
    Ji'un Ken:
    Zitat

    Der Dharma-Nachfolger weiß, daß es nichts gibt, das vermittelt werden kann, also gibt es auch keine Pädagogik, kein Mittel um zu vermitteln


    Das vermittel mal Jemandem. :D

    Ja das genau finde ich gar nicht lustig, denn hier kommt es eben auf die Qualifikation des Lehrers an. Entweder gibt es jedoch keine (oder kaum) qualifizierte Lehrer oder aber die Zen-Freunde schlussfolgern, dass - da es nichts zu vermitteln gibt - sie dafür dann auch keinen Lehrer bräuchten. Das ist aber ein großer Fehler. So kommt es dann, dass viele einfach in der Brühe ihrer Unwissenheit vor sich hin "sitzen".

    VG
    K

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 27. März 2008 um 09:22
    • #5

    K hat recht, natürlich sollte ein "Meister" bestimmte Qualitäten haben, ein bisschen Didaktik wird schon nicht schaden---- es gehört sicher mehr dazu, als nur "gerade" zu sitzen.
    WitjaKarmaDorje

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 27. März 2008 um 15:59
    • #6
    Knoedel:
    Ji'un Ken:


    Das vermittel mal Jemandem. :D

    Ja das genau finde ich gar nicht lustig, denn hier kommt es eben auf die Qualifikation des Lehrers an. Entweder gibt es jedoch keine (oder kaum) qualifizierte Lehrer oder aber die Zen-Freunde schlussfolgern, dass - da es nichts zu vermitteln gibt - sie dafür dann auch keinen Lehrer bräuchten. Das ist aber ein großer Fehler. So kommt es dann, dass viele einfach in der Brühe ihrer Unwissenheit vor sich hin "sitzen".

    VG
    K

    Mensch Knödel,
    ich hätte gar nicht gedacht, das ich dir einmal so vorbehaltlos zustimmen würde.
    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • Knoedel
    Gast
    • 27. März 2008 um 20:54
    • #7
    Ji'un Ken:


    Mensch Knödel,
    ich hätte gar nicht gedacht, das ich dir einmal so vorbehaltlos zustimmen würde.
    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

    Wenn wir ahnen würden wie weit die Übereinstimmung tatsächlich geht, dann würden wir vielleicht die Lust am Schreiben verlieren :grinsen:

    VG
    K

  • shuriken
    Gast
    • 28. März 2008 um 03:07
    • #8
    Ji'un Ken:

    Moin Karuna,
    ob der Begriff "Pädagogik" treffend ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich hab einmal bei Wiki nachgesehen und die Seite gleich wieder geschlossen. Ich hatte den Eindruck das kommt gleich nach "Was ist Geist im Buddhismus" :(
    Ich verstehe darunter die Art und Weise etwas zu Erklären oder zu vermitteln.

    Zitat

    Der Dharma-Nachfolger weiß, daß es nichts gibt, das vermittelt werden kann, also gibt es auch keine Pädagogik, kein Mittel um zu vermitteln


    Das vermittel mal Jemandem. :D
    Mal sehen was ich dazu sage, wenn ich alles gelesen habe,
    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

    Alles anzeigen


    karuna ist "knabenführer", der gesteht nicht, was du meinst! ;)

  • shuriken
    Gast
    • 28. März 2008 um 03:11
    • #9
    Knoedel:
    Ji'un Ken:


    Mensch Knödel,
    ich hätte gar nicht gedacht, das ich dir einmal so vorbehaltlos zustimmen würde.
    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

    Wenn wir ahnen würden wie weit die Übereinstimmung tatsächlich geht, dann würden wir vielleicht die Lust am Schreiben verlieren :grinsen:

    VG
    K


    ich ahne sie, und schreibe gerade deswegen. das nennt man "Ejaculatio praecox". :grinsen:

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 28. März 2008 um 09:41
    • #10

    Moin Karuna,
    so langsam komme ich beim Lesen voran. Woll'n wir mal sehen.

    Zitat

    Das unterstellt eine Erziehung oder Führung, Anleitung, Bildung von "ungebildeten" Zen-Schülern. Es unterstellt auch, da wäre ein Erwachter, der andere zum Erwachen bringt. Das ist ein Irrtum.


    Wären die folgenden Absätze etwas, womit du dich anfreunden könntest?

    Zitat

    Seite 55Die notwendige Motivation für die Übung erhält man dann, wenn man
    das eigene „wahre Selbst“ vermisst. Man stellt fest, dass etwas im alltäglichen Leben nicht
    stimmt und dass man in diesem Zustand nicht mehr leben kann. Nun beginnt die Suche nach
    dem Eigentlichen, das irgendwo auf einen wartet. Dieser Anfangszustand wird im
    buddhistischen Dogma als die Entstehung des Bodhi-Geistes erklärt. Jedoch ist er zunächst
    nur die Betrachtungsweise des Übenden.
    Tatsächlich aber ist er bereits nichts anderes als dieses Selbst, welches die Suche
    dynamisch einleitet. Man kann gar nicht anders handeln. Unabhängig von dem Willen des
    Übenden führt es ihn auf einen langen Weg. Die Initiative geht also nicht von dem Übenden
    aus, sondern vom „wahren Selbst“. Für Außenstehende erscheint der sich auf den Weg
    Begebende sehr irrational. Das trifft aber mehr oder weniger auch auf andere religiöse
    Verhaltensweisen zu.

    Alles anzeigen
    Zitat

    Seite 56 Zusammenfassend kann man sagen: Die Bildsamkeit des Menschen beruht darauf, dass alle
    Menschen schon das „wahre Selbst“ in sich haben, das allerdings erst mithilfe der
    differenzierenden Sprache („gut“/„böse“ etc.) entwickelt werden kann. Denn diese
    Übungsreise wird durch den bewusst gewordenen Verlust des Ochsen hervorgerufen, nämlich
    durch die bewusste Unterscheidung zwischen Sein und Nicht-Sein. Wichtig dabei ist, dass
    ohne die Kraft des wahren Selbst die Übung überhaupt nicht beginnt, dass aber dieser Beginn,
    wie oben dargelegt, auf einem fundamentalen Irrtum basiert. Diesen Widerspruch muss der
    Übende zunächst einmal übernehmen, und die Auseinandersetzung damit bleibt stets der
    Leitfaden der Übung

    Alles anzeigen
    Zitat

    Seite 69Hier wird die Wirklichkeit der
    Überlieferung dargestellt, also die Struktur der pädagogischen Tätigkeit selbst. Wenn die
    „Zehn Ochsenbilder“ mit didaktischer Intention verfasst wurden, so müsste das letzte Bild das
    wichtigste der Serie sein, weil es den Abschluss der Entwicklung darstellt. Bis zu diesem Bild
    wird die einzelne Phase der Selbstbildung immer sehr konkret aufgezeigt, aber die Rolle des
    Erziehers wird dabei nicht erwähnt. Im Vergleich dazu drückt sich das Verhältnis zwischen
    dem Erzieher und dem Schüler hier direkt aus. Deshalb ist das zehnte Bild äußerst wichtig.
    Wie entsteht hier der pädagogische Bezug? Der alte Mann sieht überhaupt nicht wie ein
    normaler Erzieher aus. Er lacht so lustig, dass er anscheinend das Leben voll genießt. Bei ihm
    findet man keine Spur davon, dass er heilig oder weise ist. Doch trotz seines bettelarmen
    Aussehens nimmt er gütige Rücksicht auf seine Mitmenschen. Der Hotei ist die Verkörperung
    des Bodhisattvas. Ein Junge trifft den alten Mann an einer Ecke in der Stadt, und in diesem
    Moment erhellt sich etwas beim Jungen. In diesem Erlebnis kann eigentlich nichts Konkretes
    weitergegeben werden. Der Alte lehrt nichts durch Worte und der Junge lernt auch nichts.
    Trotzdem mag sich der Junge aufgrund dieser Begegnung eines Tages entscheiden, die Suche
    nach dem Selbst zu beginnen. Also führt dieses Bild wieder zum ersten Bild zurück. So wie
    die Bilder insgesamt einen Kreislauf darstellen, repräsentieren sie den ewigen Gang des
    menschlichen Lebens. Dies muss als die Wirkung des zielgerichteten Ereignisses angesehen
    werden.

    Alles anzeigen
    Zitat

    Seite 72Wie versteht man dann die Rolle des Erziehers bei der Übung? Wie in diesen Bildern
    dargestellt, entwickelt sich der Schüler mit der Hilfe der dynamischen Kraft des wahren
    Selbst selbständig. Der Erzieher kann also im Grunde genommen nur Begleiter sein, der auf
    die Leitung des wahren Selbst völlig vertraut. Gleichzeitig erfasst er den Entwicklungsstand
    des Schülers, gibt ihm das geeignete Kôan und wartet nur auf die Wirkung der Dynamik. Als
    Bodhisattva begibt er sich auch auf jede Stufe, auf der sich der Schüler befindet, und setzt
    seine Übung fort.

    Alles anzeigen
    Zitat

    Nebenbei ist das wissenschaftliche Niveau dieser Arbeit dürftig.


    Das kann ich nicht beurteilen. Ich habe nie wissenschaftlich gearbeitet. Dieser Kelch ging zum Glück an mir vorüber.(Du siehst, auch ein Buddhist hat Vorurteile :) )

    Zitat

    Es wird eine Ausbildung zum Zen-Meister unterstellt


    Den Abschnitt habe ich noch nicht gefunden. Aber vieleicht kommt es ja noch.

    Zitat

    Und es wird unterstellt, es ginge in den Tempeln um die Vermittlung des Buddhadharma - schön wär's.


    Wenn ich das richtig gelesen habe, geht es fast immer rein um die Ausbildung von Tempelpriestern.

    Zitat

    Seite 34Auf Japanisch heißt Mönch „Unsui“4, was „Wolke und Wasser“ bedeutet. Wie das Wort
    schon beschreibt, betrieb der Mönch seine Übungen früher, indem er wie Wolke und Wasser
    von einem Ort zum anderen wanderte. Wo auch immer er einen guten Meister fand, blieb er
    für eine Weile. Dann verließ er das Kloster und ging weiter. Seine Übungsreise hatte kein
    Ende. Wolke und Wasser drücken sehr gut den Geist des Zen aus, den absolut freien Zustand,
    ohne bei irgendetwas zu verharren.
    Heutzutage sind solche Mönche aber fast verschwunden. Die Menschen, die zum Zen-
    Kloster kommen und dort die Übungen machen, sind meistens die Söhne der Tempelmeister.
    Nach dem Abschluss der Oberschule5 oder der Universität bleiben sie ein bis zwei Jahre im
    Kloster, um die Qualifikation als Tempelmeister zu erlangen.
    Es gibt auch einige wenige Mönche, die nicht zu dieser Kategorie gehören. Sie geben ihr
    weltliches Leben auf und treten sehr entschieden den Weg des Buddhismus an. Sie bleiben
    zumeist längere Zeit in einem Kloster. Dazu wohnen gelegentlich auch einige Laien im
    Kloster oder kommen nur zum Sesshin (der in der Regel einwöchigen intensiven
    Übungsperiode)6 dorthin.

    Alles anzeigen


    Alles in Allem kann ich deine Einstellung zu diesem Text zur Zeit nicht teilen.
    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 28. März 2008 um 16:51
    • #11

    Moin Karuna,

    Zitat

    Da du aber Rinzai bist, möchte ich nicht deine Tradition infrage stellen


    :D Keine Hemmungen, ich habe ein dickes Fell.

    Zitat

    ....aber es ist dennoch fragwürdig. In meiner Tradition gibt es an die 1000 Koans und dann?


    Üben, üben, üben.......
    Form ist Leerheit, Leerheit ist Form.

    Das ist nichts Anderes als in anderen Traditionen auch. Unser Üben ist Ausdruck unseres Weges und unserer Weg ist Ausdruck unseres Seins und so weiter und so fort. Ja, wer bin ich denn? :lol:
    Das mag in jeder Tradition oder auch in jeder Religion anders aussehen, aber ich denke das wars dann auch schon. Schwierig wird es erst, wenn man glaubt, ein Ziel erreicht zu haben und sich dann bequem zurücklehnt oder glaubt: "Dieser Wg und sonst keiner".
    Aber das ist letztendlich ohne praktische Übung und Erfahrung nicht zu vermitteln.

    Wenn das alles ohne Üben zu verwirklichen wäre bräuchten wir keine Religionen und keine Wege.
    Ich bin der Meinung, es bedarf sehr viel Übung um zu verwirklichen, dass es nichts zu verwirklichen gibt.

    Zitat

    ich habe jetzt eine ganze Menge in der Arbeit gelesen und komme zum Schluß, daß das nicht Sinn macht darüber zu diskutieren


    Das ist gut. :!:

    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • shuriken
    Gast
    • 29. März 2008 um 14:10
    • #12
    Karuna:

    Ich danke dir aber für den Hinweis auf diese Arbeit, tja - Dharma und Dharmanachfolger ist nicht lernbar oder lehrbar. Buddha hebt eine Blume hoch. Mahakashyapa lächelt.


    was verstehst du denn von "kuge", pastörchen?! sicherlich kann man es mit ner augenkrankheit verwechseln, aber es ist nicht blindheit vor lauter eitelkeit gemeint!
    mfg
    shuriken

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 30. März 2008 um 12:02
    • #13

    shuriken, achte auf deine rede! ich meine es ernst: keine beleidigungen, das ist nun mal so bei Buddhisten
    witjaKarmaDorje

  • crazy-dragon
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    16. Dezember 2007
    • 1. April 2008 um 23:11
    • #14

    Wer sagt, diese Arbeit sei wissenschaftlich " dürftig, " sollte erst mal eine bessere vorlegen. Zielsetzung, Arbeitsweise und Quellen sind bezeichnet und definiert, das Thema umfassend abgehandelt.

    LIeber Gruß von crazy dragon

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Amsel
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    8. März 2008
    • 3. April 2008 um 16:06
    • #15
    Zitat

    obakuzen hat geschrieben:
    du fällst immer wieder rein.....köstlich...die hatten Recht
    du kannst es tatsächlich nicht lassen...freu...seelenkügelchen....freu

    Schadenfreude??
    Stolz??
    Spott??
    :roll:

    Grüßerchen :badgrin:

    Wir sind Leben das leben will inmitten von Leben das leben will.

  • Mahakala
    Gast
    • 3. April 2008 um 17:49
    • #16

    Karuna,Obakuzen...Ihr seid beide vom selben morschen Holz. Könnt IHR mit EURER Profilneurose nicht nach draußen zum Spielen gehen?

    Schönen Gruß
    Mahakala

  • Mahakala
    Gast
    • 3. April 2008 um 21:19
    • #17
    Zitat


    Stört dich das Geplänkel?

    Aber im Ernst - hier gibt es kein draußen, nur ein hier.

    Ich kann mit meinen Beiträgen mehr Zurückhaltung üben und ich mache das auch, wenn ich es will.
    Du bist aber sehr herzlich eingeladen mit deinen Beiträgen uns hier auch zu bereichern.

    Nächste Woche bin ich im Sesshin - da schweige ich sowieso.


    Was sol diese Sophistik? Sich widersprechende vorgetäuschte Freundlichkeit! "Wennicheswill", genauso nenn ich Dich jetzt. Das ist ein ehrliches Lable. Immer diese Rosstäuscherrei!

    Schönen Gruß
    Mahakala

  • Mahakala
    Gast
    • 3. April 2008 um 21:23
    • #18
    obakuzen:

    wieder so ein oberprimus aus dem himmmmmmallllayayyyaa. ich geh gern mit karuna ins sesshin...dann kann er mich dann schweigend berichtigen. :oops::grinsen:
    aber ich glaube, wir machen dann ein fünftägiges pihl.alt.gr.lat.the.dr.prof. zazen.

    Verbeiß Dich nicht zu sehr in Dein Opfer! Fugo ist etwas für Feinschmecker.
    Schönen Gruß
    Mahakala

  • crazy-dragon
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    16. Dezember 2007
    • 5. April 2008 um 20:28
    • #19

    Gääähn... :roll::D crazy dragon

    Tag für Tag ein guter Tag

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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