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Ohne Übung kein Fortschritt

  • Geronimo
  • 5. Juli 2011 um 13:38
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  • Geronimo
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    • 5. Juli 2011 um 13:38
    • #1

    "So sehr auch, ihr Mönche , ein Mönch , der keine
    Geistesschulung pflegt, den Wunsch hegen
    mag : "Ach, daß doch mein Herz von den Trieben
    haftlos befreit werde!" , so wird es eben dennoch
    nicht befreit. Und warum nicht ? "Weil er seinen
    Geist nicht entfaltet hat ", wäre zu erwidern.
    Und worin?
    In den vier Grundlagen der Achtsamkeit, den
    vier Rechten Anstrengungen , den vier
    Machtfährten , den fünf geistigen Fähigkeiten ,
    den fünf geistigen Kräften, den sieben Gliedern
    der Erleuchtung und dem Edlen Achtfachen
    Pfade *.
    * [ Diese sieben Gruppen von Lehrbegriffen
    bilden die 37 'zur Erleuchtung führenden
    Dinge ' ( bodhipakkhiya- dhamma) ]
    Gesetzt , ihr Mönche , eine Henne habe da acht
    oder zehn oder zwölf Eier gelegt , habe sie aber
    nicht genügend bebrütet , nicht genügend
    erwärmt , nicht genügend zur Entwicklung
    gebracht. Wie sehr nun auch jene Henne
    wünschen mag : "Ach, daß doch meine Küchlein
    mit den Krallenspitzen oder dem Schnabel die
    Eierschale durchbrechen und heil ausschlüpfen
    möchten !" , so werden sie eben doch noch nicht
    dazu imstande sein Und warum nicht ? Weil
    eben die Henne ihre Eier nicht genügend
    bebrütet , nicht genügend erwärmt , nicht
    genügend zur Entwicklung gebracht hat . So ist
    es auch mit einem Mönch , der keine
    Geistesschulung pflegt.
    Doch selbst wenn, ihr Mönche, ein Mönch , der
    Geistesschulung pflegt, nicht den Wunsch
    hegen sollte, daß sein Herz haftlos von den
    Trieben befreit werden möchte, so wird er eben
    dennoch von den Trieben befreit . Und warum?
    " Weil er eben seinen Geist entfaltet hat ", wäre
    zu erwidern. Und worin? In den vier Grundlagen
    der Achtsamkeit, den vier Rechten
    Anstrengungen , den vier Machtfährten , den
    fünf geistigen Fähigkeiten, den fünf geistigen
    Kräften , den sieben Gliedern der Erleuchtung
    und dem Edlen Achtfachen Pfade.
    Gesetzt , ihr Mönche , eine Henne habe da acht
    oder zehn oder zwölf Eier gelegt , und sie hätte
    sie genügend bebrütet , genügend durchhitzt ,
    genügend zur Entwicklung gebracht. Selbst
    wenn diese Henne nicht den Wunsch hegen
    sollte, daß ihre Küchlein mit den Krallenspitzen
    oder dem Schnabel die Eierschale durchbrechen
    und heil ausschlüpfen möchten , so werden sie
    eben dennoch auskriechen. Und warum? Weil
    eben die Henne ihre Eier genügend bebrütet ,
    genügend erhitzt , genügend zur Entwicklung
    gebracht hat . So ist es auch mit einem Mönch ,
    der Geistesschulung pflegt.
    Oder gleichwie , ihr Mönche, wenn einem
    Tischler oder Tischlergesellen der Griff seines
    Beiles abgenützt ist, sich Fingerabdrücke
    zeigen , er dennoch nicht weiß, daß heute soviel,
    gestern soviel und zu anderer Zeit soviel vom
    Beilgriff abgenutzt wurde , sondern er eben das ,
    was abgenutzt ist, als abgenutzt erkennt ;
    ebenso auch, ihr Mönche, steht es mit dem
    Mönch , der Geistesschulung pflegt: wenn er
    auch nicht weiß, daß ihm heute soviel , gestern
    soviel und zu anderer Zeit soviel von den
    Trieben geschwunden ist , so erkennt er doch
    das Geschwundene als geschwunden .
    Oder gleichwie , ihr Mönche, bei einem an einen
    Pfosten angebundenen Seeboote, nachdem es
    sechs Monate lang im Wasser umhergefahren
    und dann im Winter ans Land gezogen wurde ,
    die durch Wind und Sonne geschwächten , dem
    Monsunregen ausgesetzten Stricke leicht mürbe
    werden und abfaulen ; ebenso auch , ihr Mönche,
    lösen sich bei dem Mönche, der Geistesschulung
    pflegt , ganz ohne Mühe die Fesseln und faulen
    ab."

    http://www.palikanon.com/angutt/a07_067-084.html#a_vii67

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Noreply
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    • 5. Juli 2011 um 14:01
    • #2

    Das ist der Unterschied zwischen Mensch und Henne.
    Die Henne macht das was jetzt zu tun ist, der Mensch glaubt an eine Zukunft aus der Vergangenheit.
    Vergisst jetzt das zu tun einfach zu tun ohne weitere Gedanken als denen die nötig sind um das zu tun was jetzt zu tun ist.
    Er brauchte sich keine Gedanken um Zukunft zu machen wenn er jetzt die Vergangenheit seiner Übungen in sein jetziges handeln einfließen lässt ohne sich Gedanken um die Zukunft zu machen.
    Denn wenn er jetzt so handelt wie er es eingeübt hat gibt es keine Sorge um die Zukunft.
    Ein Dieb macht sich die Sorge das er mal erwischt wird.

  • Hanzze
    Gast
    • 5. Juli 2011 um 14:16
    • #3

    Vielleicht passt das hier gut dazu: *schmunzel*

    Zitat
    Zitat

    Rubbing Fire Sticks

    The practice is like a man rubbing fire sticks together. He's heard people say, "Take two pieces of bamboo and rub them together, and you'll get fire." So he takes two pieces of bamboo and rubs them together. But his heart is impatient. After rubbing them together a bit he wants there to be fire. His heart keeps pushing for the fire to come quickly, but the fire just won't come. He starts getting lazy, so he stops to rest. Then he tries rubbing the sticks together again for a little bit, and then stops to rest. Whatever warmth there was disappears, because the warmth isn't connected.
    If he keeps acting like this, stopping whenever he gets tired — although just being tired isn't so bad: His laziness gets mixed in too, so the whole thing goes to pieces. He decides that there is no fire, he doesn't want fire after all, so he gives up. He stops. He won't rub the sticks anymore. Then he goes about announcing, "There is no fire. You can't get it this way. There is no fire. I've already tried."


    Feuerstäbe reiben

    Die Praxis ist, wie wenn ein Mann Stäbe zum Feuer machen aneinander reibt. Er hat Leute sagen hören: „Nimm zwei Stücke Bambus und reibe sie aneinander und du bekommst Feuer.“ So nimmt er zwei Stücke Bambus und reibt sie aneinander. Aber sein Herz ist ungeduldig. Nach dem er sie etwas aneinander gerieben hat, mag er schon Feuer haben. Sein Herz verlangt, daß da nun schnell Feuer ist, aber es kommt nicht. Er beginnt faul zu werden und stoppt für eine Pause. Dann versucht er wieder ein bischen die Stäbe aneinander zu reiben und stoppt wieder für eine Pause. Wenn immer da auch Wärme war, ist sie weg, weil die Wärme nicht bleibt.
    Er dann immer so weiter macht, stoppt, wenn immer er müde wird - wobei einfach müde werden nicht so schlimm ist: Seine Faulheit mischt sich dazu, so geht das Ganze in die Brüche.Er entscheidet dann, das da kein Feuer ist, er mag auch gar kein Feuer mehr und er gibt auf. Er stoppt. Er würde niemals wieder die Stäbe aneinander reiben. Da geht er daran, dies zu verbreiten: „Da ist kein Feuer. In dieser Weise bekommst du keines. Da ist kein Feuer. Ich hab‘s schon probiert.“


    In Simple Terms-108 Dhamma Similes
    by
    Ajahn Chah
    translated from the Thai by
    Thanissaro Bhikkhu

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  • Geronimo
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    2. April 2011
    • 5. Juli 2011 um 15:26
    • #4

    "(Es) ist wie kochendes Wasser: Ohne Hitze fällt es in einen lauwarmen Zustand zurück

    -

    Ein japanisches Sprichwort lautet: »Durch Übung zu lernen ist, wie einen Wagen den Hang hinaufzuschieben: Wenn du nachlässig wirst, rollt der Wagen rückwärts.«

    Bei all unseren Studien sind fortdauernde Konzentration und Sorgfalt die Marksteine des Erfolgs. Es ist sinnlos, (es) so zu beginnen, wie man auf der Straße anhält, um sich an einem Getränkestand zu erfrischen. Ein willkürliches Ausprobieren oder ein zufälliges Training genügt nicht. Nur durch kontinuierliche Übung wird es gelingen, in Geist und Körper die Früchte des Weges zu ernten."

    Aus "Die Kunst, ohne Waffen zu siegen" von Gichin Funakoshi

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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