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  1. Buddhaland Forum
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Sieben Fesseln

  • Geronimo
  • 5. Juli 2011 um 13:08
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  • Geronimo
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    • 5. Juli 2011 um 13:08
    • #1

    "Zur Überwindung und Durchbrechung von
    sieben Fesseln , ihr Mönche , führt man den
    Heiligen Wandel . Von welchen sieben Fesseln?
    Zur Überwindung und Durchbrechung
    1. der Fessel der Zuneigung,
    2. der Fessel der Abneigung,
    3. der Fessel der Ansichten,
    4. der Fessel der Zweifelsucht,
    5. der Fessel des Dünkels,
    6. der Fessel der Daseinsgier und
    7. der Fessel der Unwissenheit.
    Sind nun in einem Mönche diese sieben Fesseln
    überwunden , gründlich zerstört , wie eine
    Fächerpalme ihrem Boden entrissen , durchaus
    vernichtet und dem Neuentstehen nicht mehr
    ausgesetzt, so sagt man , ihr Mönche , von diesem
    Mönch , daß er das Begehren abgeschnitten hat ,
    die Fesseln abgestreift und durch des Dünkels
    völlige Durchschauung ein Ende gemacht hat
    dem Leiden .


    Sieben Neigungen

    Zur Überwindung und Ausmerzung von sieben
    Neigungen (anusaya ), ihr Mönche, führt man
    den Heiligen Wandel. Von welchen sieben
    Neigungen ?
    Zur Überwindung und Ausmerzung der
    Neigung
    1. zur Sinnenlust ,
    2. zum Haß,
    3. zu Ansichten ,
    4. zur Zweifelsucht,
    5. zum Dünkel,
    6. zur Daseinsgier und
    7. zur Verblendung.
    Sind nun in einem Mönche diese sieben
    Neigungen überwunden, gründlich zerstört, wie
    eine Fächerpalme ihrem Boden entrissen,
    durchaus vernichtet und dem Neuentstehen
    nicht mehr ausgesetzt, so sagt man, ihr Mönche,
    von diesem Mönch , daß er das Begehren
    abgeschnitten hat , die Fesseln abgestreift und
    durch des Dünkels völlige Durchschauung ein
    Ende gemacht hat dem Leiden."

    http://www.palikanon.com/angutt/a07_001-018.html#a_vii8

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Mabuttar
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    • 5. Juli 2011 um 13:34
    • #2

    Hi, waren das nicht mal 10 Fesseln ? Oder sind das andere Fesseln, bei welchen die ersten 2 Persönlichkeitsansicht Zweifel und Regeln und Riten waren.
    Als letztes war Unwissenheit die letzte Fessel.

    Was für Fesseln gibts eigentlich dann alles nach buddhistischer Lehre ?

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • Geronimo
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    • 5. Juli 2011 um 13:43
    • #3
    Mabuttar:

    Hi, waren das nicht mal 10 Fesseln ? Oder sind das andere Fesseln, bei welchen die ersten 2 Persönlichkeitsansicht Zweifel und Regeln und Riten waren.
    Als letztes war Unwissenheit die letzte Fessel.

    Was für Fesseln gibts eigentlich dann alles nach buddhistischer Lehre ?

    Es gibt, je nach Thema, immer verschiedene Arten der Aufzählung. Mal sind es 2, dann 5, dann 7 usw. Das richtete sich wohl jeweils immer an einen anderen Hörerkreis, mit individuell anderen Voraussetzungen.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Japanfan
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    • 5. Juli 2011 um 13:48
    • #4

    10 Fesseln aus dem Buch "Mit Buddha das Leben meistern" von Volker Zotz

    1.Das falsche Selbstbild
    2. Zweifelssucht
    3. Riten und Regeln
    4. Gier nach sinnlicher Wahrnehmung
    5. Groll und Überwollen
    6.Verlangen nach Gestalt
    7. Verlangen nach Gestaltslosikkeit
    8. Vergleichender Dünkel
    9. Aufgeregtheit
    10. Nichtwissen

    »Es gibt nur eine falsche Sicht:
    Der Glaube, meine Sicht ist die einzige richtige.« (Nagarjuna)

  • Hanzze
    Gast
    • 5. Juli 2011 um 13:49
    • #5

    Die Sieben sind sind vielleicht jene für Stromerreicher *schmunzel*
    Danke dem Japanfan!

  • mirco
    Gast
    • 5. Juli 2011 um 18:50
    • #6
    Zitat

    A.X.13 Die zehn Fesseln - 3. Saṃyojana Sutta deutsch pāḷi

    Zehn Fesseln gibt es, ihr Mönche. Welche zehn? Die fünf niederen Fesseln und die fünf höheren Fesseln.

    Welches aber sind die fünf niederen Fesseln?

    • Glaube an Seele und Persönlichkeit - sakkāyadiṭṭhi
    • Zweifel an den Tugendregeln - vicikicchā
    • Glaube, das Regeln und Riten zu Nibbana führen - sīlabbataparāmāsa
    • Wunsch nach Sinnesgenuss und Freude an Sinneslust - kāmacchanda
    • Übelwollen - byāpāda

    Welches aber sind die fünf höheren Fesseln?

    • Begehren nach feinkörperlichem Dasein - rūparāga
    • Begehren nach unkörperlichem Dasein - arūparāga
    • Stolz, Eingebildetheit² - māna
    • Aufgeregtheit* - uddhacca
    • Unwissenheit³ - avijjā

    * und dadurch Zerstreutheit
    ² besonders von der eigenen Lehrmeinung, ein Hauphinderniss zur Arahatschaft
    ³ von der Bedingten Entstehung und den Vier Edlen Wahrheiten

    Alles Gute :) _()_

  • zenbo
    Gast
    • 5. Juli 2011 um 23:32
    • #7

    hallo geronimo

    mit welcher technick soll man diese fesseln überwinden, wie geht man an das ran?

    gruss robo

  • mirco
    Gast
    • 6. Juli 2011 um 00:01
    • #8
    robozo:

    mit welcher technick soll man diese fesseln überwinden, wie geht man an das ran?


    Ist die Frage ernst gemeint?

  • Hanzze
    Gast
    • 6. Juli 2011 um 07:07
    • #9

    Als Laie mit Dana, Sila und Bhavana als Vollzeitpraktizierender mit Sila, Samadhi und Panna. *schmunzel*

    In den Lehrreden geht es ausschließlich nur darum sich der Fesseln zu befreien. -> der Achtfache Pfad
    Der Schritt zum Dharma beginnt mit einem Keim der rechten Ansicht und ist gefolgt mit dem Training der rechten Absicht (Denken). Heilsames nähren, unheilsames ablegen. Die wohlwollende Geisteshaltung übt man mit Dana (Großzügigkeit), Sila (ein Akt des Mitgefühls gegenüber anderer und gleichzeitig des Selbstschutzes) hilft uns dabei uns von neuen Veruntrübungen des Geistes sicherer zu sein. Und mit Bhavana, schauen wir uns innen genau all diese Abläufe an und schärften einerseits unseren Geist und andererseits Verinnerlichen wir was wir auf intellektueller Ebene vielleicht schon verstehen. Je mehr wir innerlich verstehen um so mehr Fesseln fallen ganz von selbst. *schmunzel*
    Also nicht zerhacken, langsam Schritt für Schritt, Aversion ist auch hier nicht gut.

    Hier vielleicht eine andere Ausführung (Weiterführung):

    Zitat

    Welche Fessel durch diese beiden bedingt entsteht, die auch kennt er. Er kennt nach ihren wahren Funktionen und Merkmalen die durch diese beiden, z.B. durch Auge und Sehobjekt, entstehenden zehn Fesseln (samyojana), nämlich:

    1. Sinnenlust,
    2. Abneigung,
    3. Dünkel,
    4. falsche Ansicht,
    5. Zweifel,
    6. Hängen an Regeln und Riten,
    7. Daseinslust,
    8. Neid,
    9. Geiz,
    10. Nichtwissen.

    Dies ist die im Abhidhamma gegebene Aufzählung der zehn Fesseln. Bekannter und gebräuchlicher ist die sich im Sutta-Pitaka, dem Kanon der Lehrreden, vorfindende, teilweise abweichende Reihe:

    1. Persönlichkeitsglaube, 2. Hängen an Regeln und Riten, 3. Zweifel, 4. Sinnenlust, 5. Abneigung, 6. Verlangen nach feinkörperlichem Dasein, 7. Verlangen nach unkörperlichem Dasein, 8. Dünkel, 9. Aufgeregtheit, 10. Nichtwissen.



    Wie nun entstehen diese 10 Fesseln?

    1. Wenn z.B. bei der Sinnenpforte des Auges ein erwünschtes Objekt in das Wahrnehmungsbereich tritt, dann entsteht, weil dieses Objekt den Sinnen des sich daran Erfreuenden und Ergötzenden angenehm ist, die Fessel der Sinnenlust. -

    2. Durch den Ärger über ein unangenehmes Objekt entsteht die Fessel der Abneigung. -

    3. "Wer außer mir vermöchte dieses Objekt so deutlich zu erkennen?", bei einem sich derart äußernden Dünkel entsteht die Fessel des Dünkels. -

    4. Wenn man jenes Sehobjekt als beständig und dauernd auffaßt, so entsteht die Fessel falscher Ansicht. -

    5. "Ist dieses Sehobjekt ein Wesen oder gehört es einem Wesen?", bei derartigem Zweifel entsteht die Fessel des Zweifels. -

    6. "In glücklichem Dasein wird dieses (erwünschte Sehobjekt) leicht erlangbar sein!", einem, der so denkend nach Dasein verlangt, entsteht die Fessel der Daseinslust. -

    7. "Regeln und Riten befolgend, kann man auch künftig dieses Sehobjekt erlangen", einem, der so denkend Regeln und Riten auf sich nimmt, entsteht die Fessel des Hängens an Regeln und Riten. -

    8. "Daß doch andere dieses Sehobjekt nicht erlangen mögen!", so Neid hegend entsteht die Fessel des Neides. -

    9. Mit dem von einem selber erlangten Sehobjekt einem anderen gegenüber geizend, entsteht die Fessel des Geizes. -

    10. Mit jeder dieser Fesseln zusammen entsteht auf Grund des Nichterkennens (außerdem auch) die Fessel des Nichtwissens.

    "Durch diese beiden bedingt." Das Auge ist für die Entstehung der Fessel eine ,Anlaß-Bedingung (upanissaya-paccaya); die Sehobjekte sind Bedingungen der Objekt-Vorherrschaft (ārammanā-dhipati-paccaya) und des Objekt-Anlasses (ārammanūpanissaya-paccaya).


    Wie es zum Entstehen der nicht entstandenen Fessel kommt. Das bedeutet: durch welche Ursache es zum Entstehen der nicht entstandenen, d.h. nicht aufgetretenen zehnfachen Fessel kommt, diese Ursache kennt er.


    Wie es zum Aufgeben der entstandenen Fessel kommt. Das bedeutet: durch welche Ursache es zum Aufgeben der entstandenen, d.h. nicht durch Zurückdrängen oder Vernichtung aufgegebenen und daher aufgetretenen zehnfachen Fessel kommt, diese Ursache kennt er.



    Wie es künftig nicht mehr zum Entstehen der aufgegebenen Fessel kommt.
    Das bedeutet: Durch welche Ursache die durch die Methode des (zeitweisen) "Aufgebens durch den Gegensatz" und des "Aufgehens durch Zurückdrängen" aufgegebenen zehn Fesseln künftig nicht mehr zum Entstehen kommen, dies auch weiß er.


    Was ist nun die Ursache des Nichtmehr-Entstehens dieser zehn Fesseln?


    Durch Erreichung des Stromeintritt-Pfades kommen fünf Fesseln künftig nicht mehr zum Entstehen:

    Falsche Ansicht,
    Zweifel,
    Hängen an Regeln und Riten,
    Neid und
    Geiz;

    durch Erreichung des Pfades der Einmalwiederkehr:

    Sinnenlust und
    Abneigung in ihren gröberen Formen;

    durch Erreichung des Pfades der Nichtwiederkehr:

    Sinnenlust und
    Abneigung in ihren feinsten Formen;

    durch Erreichung des Heiligkeits-Pfades:

    Dünkel,
    Daseinslust und
    Nichtwissen.

    Hierdurch kommen diese Fesseln künftig nicht mehr zum Entstehen.

    Für die anderen inneren und äußeren Sinnengrundlagen gilt das gleiche wie für das hier als Beispiel angeführte Auge und Sehobjekt. Ferner hat man hierzu die Besprechung der Sinnengrundlagen im Visuddhi-Magga (XV) heranzuziehen.

    Alles anzeigen


    aus KOMMENTAR zum Satipatthāna-Sutta

  • zenbo
    Gast
    • 6. Juli 2011 um 09:07
    • #10
    mirco:
    robozo:

    mit welcher technick soll man diese fesseln überwinden, wie geht man an das ran?


    Ist die Frage ernst gemeint?

    hallo mirco

    ja absolut, das heisst nicht das ich nichts darüber weiss, die fesseln waren einfach nicht meine priorität, für mich war die grosse sensation die selbst findung, das sich selber verstehen, dazu neige ich zu einer osho-isierten form des buddhismus.

    lieber gruss robo

  • zenbo
    Gast
    • 6. Juli 2011 um 09:23
    • #11
    Hanzze:



    Hierdurch kommen diese Fesseln künftig nicht mehr zum Entstehen.

    Für die anderen inneren und äußeren Sinnengrundlagen gilt das gleiche wie für das hier als Beispiel angeführte Auge und Sehobjekt. Ferner hat man hierzu die Besprechung der Sinnengrundlagen im Visuddhi-Magga (XV) heranzuziehen.


    aus KOMMENTAR zum Satipatthāna-Sutta[/quote]

    lieber hanzze

    erst mal recht herzlichen dank für diese ausführliche beschreibung, ich werde das sehr genau studieren. mir war es bislang eher wichtig das ich dem ganzen paket meiner empfindungen, ansichten und meinungen kritischer gegenüberstand, ihnen nicht mehr so sklavisch folgte, daraus ist eine bis heute nicht endende diskussion über sinn und unsinn dieser mentalität in meinem kopf enstanden , bei der ich noch nicht sagen kann wo das enden wird.der buddhismus hat bei mir auch sehr viele fragen aufgeworfen, das geht von politik, über das wesen des menschen, darwin den seinsfragen und so weiter. bin wohl nicht besonders orthodox mit meinen ansichten.

    liebe grüsse robo

  • Geronimo
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    • 6. Juli 2011 um 11:56
    • #12
    robozo:

    lieber hanzze

    erst mal recht herzlichen dank für diese ausführliche beschreibung, ich werde das sehr genau studieren. mir war es bislang eher wichtig das ich dem ganzen paket meiner empfindungen, ansichten und meinungen kritischer gegenüberstand, ihnen nicht mehr so sklavisch folgte, daraus ist eine bis heute nicht endende diskussion über sinn und unsinn dieser mentalität in meinem kopf enstanden , bei der ich noch nicht sagen kann wo das enden wird.der buddhismus hat bei mir auch sehr viele fragen aufgeworfen, das geht von politik, über das wesen des menschen, darwin den seinsfragen und so weiter. bin wohl nicht besonders orthodox mit meinen ansichten.

    liebe grüsse robo

    Das ist schon legitim, nur viel wird dir das nicht bringen, da die Fesseln dich einfach weiterhin fesseln werden. Und genau darum geht's. Erst wenn du die Fesseln lockerst, werden sich die wahren Antworten auf deine Fragen langsam offenbaren. Aber das passiert nur wenn du dann auch noch die richtigen Fragen stellst, und das kann bedeuten mit der Fragerei einerseits aufhören zu müssen, mit dem streben andererseits nie nachlässig zu werden, es sogar immer weiter zu intensivieren.

    Die Fesseln lockern bedeutet den Geist zu weiten. Und damit wächst das Verständnis ganz von selbst.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • zenbo
    Gast
    • 6. Juli 2011 um 13:14
    • #13
    Geronimo:

    Das ist schon legitim, nur viel wird dir das nicht bringen, da die Fesseln dich einfach weiterhin fesseln werden. Und genau darum geht's. Erst wenn du die Fesseln lockerst, werden sich die wahren Antworten auf deine Fragen langsam offenbaren. Aber das passiert nur wenn du dann auch noch die richtigen Fragen stellst, und das kann bedeuten mit der Fragerei einerseits aufhören zu müssen, mit dem streben andererseits nie nachlässig zu werden, es sogar immer weiter zu intensivieren.

    Die Fesseln lockern bedeutet den Geist zu weiten. Und damit wächst das Verständnis ganz von selbst.

    hallo geronimo

    einiges ist schon gegangen, zum beispiel habe ich ein viel entspannteres verhältniss zur vergänglichkeit, ja es ist so das ich, aber auch meine familie und meine freunde älter werden, ich kann heute mit dem abschied besser umgehen, und es überascht mich auch nicht mehr so, früher war das ein grosses problem.
    auch mit ab und zuneigung kann ich heute besser leben als früher, beim "problem" der ansichten und des zweifelns wird das dann schon schwieriger, da bin ich voll westler, der budhh. hat mich beispielsweise nicht von ängsten die das jenseits betreffen erlösen können, und keine ansichten zu haben geht einerseits besser, widerspricht andererseits ziemlich meinem charackter, da bin ich schon noch am drüber nachdenken!

    lieber gruss robo

  • Geronimo
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    • 6. Juli 2011 um 14:10
    • #14
    robozo:
    Geronimo:

    Das ist schon legitim, nur viel wird dir das nicht bringen, da die Fesseln dich einfach weiterhin fesseln werden. Und genau darum geht's. Erst wenn du die Fesseln lockerst, werden sich die wahren Antworten auf deine Fragen langsam offenbaren. Aber das passiert nur wenn du dann auch noch die richtigen Fragen stellst, und das kann bedeuten mit der Fragerei einerseits aufhören zu müssen, mit dem streben andererseits nie nachlässig zu werden, es sogar immer weiter zu intensivieren.

    Die Fesseln lockern bedeutet den Geist zu weiten. Und damit wächst das Verständnis ganz von selbst.

    hallo geronimo

    einiges ist schon gegangen, zum beispiel habe ich ein viel entspannteres verhältniss zur vergänglichkeit, ja es ist so das ich, aber auch meine familie und meine freunde älter werden, ich kann heute mit dem abschied besser umgehen, und es überascht mich auch nicht mehr so, früher war das ein grosses problem.
    auch mit ab und zuneigung kann ich heute besser leben als früher, beim "problem" der ansichten und des zweifelns wird das dann schon schwieriger, da bin ich voll westler, der budhh. hat mich beispielsweise nicht von ängsten die das jenseits betreffen erlösen können, und keine ansichten zu haben geht einerseits besser, widerspricht andererseits ziemlich meinem charackter, da bin ich schon noch am drüber nachdenken!

    lieber gruss robo

    Mit zunehmender Praxis wirft auch das Jenseits immer weniger Fragen auf. Ist man innerlich ganz gestillt, dann gibt es da nichts mehr das einen beunruhigen könnte.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • zenbo
    Gast
    • 6. Juli 2011 um 14:59
    • #15
    Geronimo:

    Mit zunehmender Praxis wirft auch das Jenseits immer weniger Fragen auf. Ist man innerlich ganz gestillt, dann gibt es da nichts mehr das einen beunruhigen könnte.

    danke geronimo

    wenn das so ist, wäre das eine wirklich grosse sache!

    lieber gruss robo

  • mirco
    Gast
    • 6. Juli 2011 um 15:57
    • #16
    Hanzze:

    Als Laie mit Dana, Sila und Bhavana als Vollzeitpraktizierender mit Sila, Samadhi und Panna. *schmunzel*

    In den Lehrreden geht es ausschließlich nur darum sich der Fesseln zu befreien. -> der Achtfache Pfad
    Der Schritt zum Dharma beginnt mit einem Keim der rechten Ansicht und ist gefolgt mit dem Training der rechten Absicht (Denken). Heilsames nähren, unheilsames ablegen. Die wohlwollende Geisteshaltung übt man mit Dana (Großzügigkeit), Sila (ein Akt des Mitgefühls gegenüber anderer und gleichzeitig des Selbstschutzes) hilft uns dabei uns von neuen Veruntrübungen des Geistes sicherer zu sein. Und mit Bhavana, schauen wir uns innen genau all diese Abläufe an und schärften einerseits unseren Geist und andererseits Verinnerlichen wir was wir auf intellektueller Ebene vielleicht schon verstehen. Je mehr wir innerlich verstehen um so mehr Fesseln fallen ganz von selbst. *schmunzel*
    Also nicht zerhacken, langsam Schritt für Schritt, Aversion ist auch hier nicht gut.

    Hier vielleicht eine andere Ausführung (Weiterführung):

    Zitat

    Welche Fessel durch diese beiden bedingt entsteht, die auch kennt er. Er kennt nach ihren wahren Funktionen und Merkmalen die durch diese beiden, z.B. durch Auge und Sehobjekt, entstehenden zehn Fesseln (samyojana), nämlich:

    1. Sinnenlust,
    2. Abneigung,
    3. Dünkel,
    4. falsche Ansicht,
    5. Zweifel,
    6. Hängen an Regeln und Riten,
    7. Daseinslust,
    8. Neid,
    9. Geiz,
    10. Nichtwissen.

    Dies ist die im Abhidhamma gegebene Aufzählung der zehn Fesseln. Bekannter und gebräuchlicher ist die sich im Sutta-Pitaka, dem Kanon der Lehrreden, vorfindende, teilweise abweichende Reihe:

    1. Persönlichkeitsglaube, 2. Hängen an Regeln und Riten, 3. Zweifel, 4. Sinnenlust, 5. Abneigung, 6. Verlangen nach feinkörperlichem Dasein, 7. Verlangen nach unkörperlichem Dasein, 8. Dünkel, 9. Aufgeregtheit, 10. Nichtwissen.



    Wie nun entstehen diese 10 Fesseln?

    1. Wenn z.B. bei der Sinnenpforte des Auges ein erwünschtes Objekt in das Wahrnehmungsbereich tritt, dann entsteht, weil dieses Objekt den Sinnen des sich daran Erfreuenden und Ergötzenden angenehm ist, die Fessel der Sinnenlust. -

    2. Durch den Ärger über ein unangenehmes Objekt entsteht die Fessel der Abneigung. -

    3. "Wer außer mir vermöchte dieses Objekt so deutlich zu erkennen?", bei einem sich derart äußernden Dünkel entsteht die Fessel des Dünkels. -

    4. Wenn man jenes Sehobjekt als beständig und dauernd auffaßt, so entsteht die Fessel falscher Ansicht. -

    5. "Ist dieses Sehobjekt ein Wesen oder gehört es einem Wesen?", bei derartigem Zweifel entsteht die Fessel des Zweifels. -

    6. "In glücklichem Dasein wird dieses (erwünschte Sehobjekt) leicht erlangbar sein!", einem, der so denkend nach Dasein verlangt, entsteht die Fessel der Daseinslust. -

    7. "Regeln und Riten befolgend, kann man auch künftig dieses Sehobjekt erlangen", einem, der so denkend Regeln und Riten auf sich nimmt, entsteht die Fessel des Hängens an Regeln und Riten. -

    8. "Daß doch andere dieses Sehobjekt nicht erlangen mögen!", so Neid hegend entsteht die Fessel des Neides. -

    9. Mit dem von einem selber erlangten Sehobjekt einem anderen gegenüber geizend, entsteht die Fessel des Geizes. -

    10. Mit jeder dieser Fesseln zusammen entsteht auf Grund des Nichterkennens (außerdem auch) die Fessel des Nichtwissens.

    "Durch diese beiden bedingt." Das Auge ist für die Entstehung der Fessel eine ,Anlaß-Bedingung (upanissaya-paccaya); die Sehobjekte sind Bedingungen der Objekt-Vorherrschaft (ārammanā-dhipati-paccaya) und des Objekt-Anlasses (ārammanūpanissaya-paccaya).


    Wie es zum Entstehen der nicht entstandenen Fessel kommt. Das bedeutet: durch welche Ursache es zum Entstehen der nicht entstandenen, d.h. nicht aufgetretenen zehnfachen Fessel kommt, diese Ursache kennt er.


    Wie es zum Aufgeben der entstandenen Fessel kommt. Das bedeutet: durch welche Ursache es zum Aufgeben der entstandenen, d.h. nicht durch Zurückdrängen oder Vernichtung aufgegebenen und daher aufgetretenen zehnfachen Fessel kommt, diese Ursache kennt er.



    Wie es künftig nicht mehr zum Entstehen der aufgegebenen Fessel kommt.
    Das bedeutet: Durch welche Ursache die durch die Methode des (zeitweisen) "Aufgebens durch den Gegensatz" und des "Aufgehens durch Zurückdrängen" aufgegebenen zehn Fesseln künftig nicht mehr zum Entstehen kommen, dies auch weiß er.


    Was ist nun die Ursache des Nichtmehr-Entstehens dieser zehn Fesseln?


    Durch Erreichung des Stromeintritt-Pfades kommen fünf Fesseln künftig nicht mehr zum Entstehen:

    Falsche Ansicht,
    Zweifel,
    Hängen an Regeln und Riten,
    Neid und
    Geiz;

    durch Erreichung des Pfades der Einmalwiederkehr:

    Sinnenlust und
    Abneigung in ihren gröberen Formen;

    durch Erreichung des Pfades der Nichtwiederkehr:

    Sinnenlust und
    Abneigung in ihren feinsten Formen;

    durch Erreichung des Heiligkeits-Pfades:

    Dünkel,
    Daseinslust und
    Nichtwissen.

    Hierdurch kommen diese Fesseln künftig nicht mehr zum Entstehen.

    Für die anderen inneren und äußeren Sinnengrundlagen gilt das gleiche wie für das hier als Beispiel angeführte Auge und Sehobjekt. Ferner hat man hierzu die Besprechung der Sinnengrundlagen im Visuddhi-Magga (XV) heranzuziehen.

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    aus KOMMENTAR zum Satipatthāna-Sutta

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    Guter Beitrag.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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