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Nibbana und der Pfad

  • mirco
  • 9. Juni 2011 um 00:46
  • Zum letzten Beitrag
  • mirco
    Gast
    • 9. Juni 2011 um 00:46
    • #1

    S.43.13-44 - 2. Anata Sutta, 3-32. Anāsavādi Sutta, 33. Parāyana Sutta

    Nibbana will ich euch zeigen, ihr Mönche, und den zum Nibbana führenden Pfad. Das höret.

    Was ist, ihr Mönche, Nibbana?

    Das Aufhören

    • von unkontrollierter Erregung, Reiz (rāga)
    • von Übelwollen (dosa)
    • von Verwirrung, Verblendung (moha)

    Das nennt man, ihr Mönche, Nibbana.

    Lehren werde ich euch, ihr Mönche: das Trieblose, die Wahrheit, das Transzendente, das Feine, das gar schwer zu Sehende, das Unverwelkliche, das Bleibende, das Unauflösliche, das Unsichtbare, das nicht Abgesonderte (nippapañca), das Stille, das Todlose, das Erlesene, das Glück, den Frieden, die Durstversiegung, das Erstaunliche, das Außerordentliche, das Notlose, das Ding ohne Not, die Wunschlosigkeit (nibbāna), das Unbedrängte,die Entreizung, das Lautere, die Erlösung, das Haftlose, das Eiland, die Geborgenheit, den Schutz, die Zuflucht, das andere Ufer, das Ziel, das Ende

    und den dorthin führenden Pfad. Und was ist der dorthin führende Pfad?

    • auf den Körper gerichtete Achtsamkeit (kāye kāyānupassī viharati)
    • Ruhe&Einsicht (samatha&vipassana)
    • sechsfache Sammlung
    • vier Pfeiler der Achtsamkeit.
      • Betrachtung des Körperlichen (kāyānupassanā)
      • Betrachtung der Empfindungen (vedanānupassanā)
      • Betrachtung des Bewusstseins (cittānupassanā)
      • Betrachtung der Geistobjekte (dhammānupassanā)
    • fünf Fähigkeiten, siehe 5 Kräfte
    • vierfache rechte Anstrengung
      • zur Zügelung oder Vermeidung der unheilsamen Dinge
      • zur Überwindung der unheilsamen Dinge
      • Entfaltung der heilsamen Dinge (der Erwachungs, bojjhanga)
      • zur Erhaltung der heilsamen Dinge.
    • vier Machtfährten (iddhipāda)
      • Sammlung der Absicht (chandasamādhi)
      • Sammlung der Energie (viriyasamādhi)
      • Sammlung des Geistes (cittasamādhi)
      • Sammlung des Nachforschens (vīmaṃsāsamādhi)
    • fünf Kräfte
      • Vertrauen (saddhā) unerschütterliches Vertrauen zum Vollendeten
      • Willenskraft (viriya) das unerschütterliche Streben, das Unheilsame zu überwinden und das Heilsame zu erwecken
      • Achtsamkeit (sati)
      • Sammlung (samādhi) die durch die Sammlung gewonnene Ruhe
      • Wissen oder Einsicht (paññā) durchdringende Einsicht in das Bedingte Entstehen
    • sieben Erwachungsglieder (bojjhaṅga)
      • an das Verweilen beim Objekt erinnern (sati-sambojjhanga; siehe sati)
      • Wirklichkeitsergründung (dhammavicaya-sambojjhanga)
      • Willenskraft (viriya-sambojjhanga; siehe padhāna)
      • Freude (pīti-sambojjhanga)
      • Gelassenheit, Gestilltheit (passaddhi-sambojjhanga), stufenweise Beruhigung
        • 1. Jhana: Sprache
        • 2 Jhana: Denken
        • 3. Jhana: Begeisterung
        • 4. Jhana: Atmung
        • Nirodha Samāpatti: Wahrnehmen und Empfinden
        • Arahat: unkontrollierte Erregung, Übelwollen, Verwirrung
      • Sammlung (samādhi-sambojjhanga)
      • Gleichmut (upekkhā-sambojjhanga)
    • Edler Achtfältiger Pfad
      • Verbundene Erkenntnis (sammā-ditthi)
      • Verbundenes Denken (sammā-sankappa)
      • Verbundene Kommunikation (sammā-vācā)
      • Verbundenes Handeln (sammā-kammanta)
      • Verbundene Lebensweise (sammā-ājīva)
      • Verbundenes Üben (sammā-vāyāma)
      • Verbundene Aufmerksamkeit (sammā-sati)
      • Verbundene Sammlung (sammā-samādhi)

    Das nennt man den dorthin führenden Pfad.

    So hab' ich euch denn, ihr Mönche, all dies gezeigt und den dorthin führenden Pfad.
    Was ein Meister, ihr Mönche, den Jüngern aus Wohlwollen und Mitempfinden, von Mitleid bewogen, schuldet,
    das habt ihr von mir empfangen. Da laden, ihr Mönche, Bäume ein, dort leere Klausen.

    Übt Sammlung (jhana), ihr Mönche, auf daß ihr nicht lässig werdet, später nicht Reue empfindet: das haltet als unser Gebot".

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (5. Juli 2011 um 13:36)

  • peema
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    3. Mai 2011
    • 9. Juni 2011 um 08:31
    • #2

    Danke für den Text! Ich benötige immer wieder ein "back to the roots", um das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren und mein Alltagsleben immer wieder neu zu überdenken und auszurichten. Einen wunderschönen Tag wünscht peema

    event.png

  • Norbert
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    12. August 2008
    • 9. Juni 2011 um 10:46
    • #3

    Hi Mirco,

    danke für den Text. Gut das du die Palibezeichnungen beigefügt hast, die deutschen Übersetzungen können ja bei jedem etwas anders besetzt sein und stellen ja nur einen begrenzten Aspekt dar.
    Beim achtfachen Pfad lese ich "Verbundene" zum ersten mal, das stellt die Tatsache in den Vordergrund das alle Glieder untereinander verbunden sind.

    Liebe Grüße

    Norbert

    Gier, Hass und Verblendung sind weder in Werken noch in Worten zu überwinden, sondern nur durch wiederholtes weises Erkennen (A.X/23)

  • mirco
    Gast
    • 9. Juni 2011 um 16:25
    • #4
    Norbert:

    Beim achtfachen Pfad lese ich "Verbundene" zum ersten mal, das stellt die Tatsache in den Vordergrund das alle Glieder untereinander verbunden sind.

    Ich habe für sammaa "verbunden" verwendet, da eine der Bedeutungen seines Sanskrit-Aquivalents "verbunden" oder "in einem" ist.

    "Recht" oder "richtig" verstehe auch, wenn mir einfällt, das es immer bezüglich Dhamma gemaint ist.
    Doch verbunden sind die Pfadglieder untereinander, mir allem anderen im Dhamma und das Ziel, Nibbana, ist ein ungetrennter Zustand (nippapañca).
    In allem alles sehr verbunden :-).

    Alles Gute, _()_

  • Dorje Sema
    Gast
    • 9. Juni 2011 um 17:16
    • #5

    net lesen :
    praktizieren !
    Und stell Dir vor 'ich' kann/ könnte
    denn anderen
    umgespitzt wie einen zaunppfahl
    in's
    selbige
    einpfosten ?

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • accinca
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    • 9. Juni 2011 um 18:29
    • #6
    mirco:
    Norbert:

    Beim achtfachen Pfad lese ich "Verbundene" zum ersten mal, das stellt die Tatsache in den Vordergrund das alle Glieder untereinander verbunden sind.


    Ich habe für sammaa "verbunden" verwendet, da eine der Bedeutungen seines Sanskrit-Aquivalents "verbunden" oder "in einem" ist.
    "Recht" oder "richtig" verstehe auch, wenn mir einfällt, das es immer bezüglich Dhamma gemaint ist.
    Doch verbunden sind die Pfadglieder untereinander, mir allem anderen im Dhamma und das Ziel, Nibbana, ist ein ungetrennter Zustand (nippapañca). In allem alles sehr verbunden :-).


    samā-dhi bedeutet Zusammen, Sammlung, Einheit des zerstreuten Geistes.
    sammā mit doppel m bedeutet das Gegenteil von micchā.
    So spricht der Buddha von "micchāmagga" dem falschen unrechten Pfad.
    micchā (Adj.) = Skr. mithyā = „widersprüchig" = falsch, verkehrt, der Wirklichkeit widersprechend; der 10fach falsche Pfad; Gegenteil sammā.
    micchāmagga (atthangika) = verkehrter Pfad (achtfacher), the wrong eightfold path, path, eightfold wrong

  • monikamarie
    Gast
    • 9. Juni 2011 um 19:45
    • #7
    Dorje Sema:

    net lesen :
    praktizieren !
    Und stell Dir vor 'ich' kann/ könnte
    denn anderen
    umgespitzt wie einen zaunppfahl
    in's
    selbige
    einpfosten ?

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

    Alles anzeigen

    Ich bin froh, dass mirco den Text eingestellt hat, warum musst Du schon gleich wieder Deinen Zeigefinger erheben?

  • monikamarie
    Gast
    • 9. Juni 2011 um 19:46
    • #8
    accinca:
    mirco:


    Ich habe für sammaa "verbunden" verwendet, da eine der Bedeutungen seines Sanskrit-Aquivalents "verbunden" oder "in einem" ist.
    "Recht" oder "richtig" verstehe auch, wenn mir einfällt, das es immer bezüglich Dhamma gemaint ist.
    Doch verbunden sind die Pfadglieder untereinander, mir allem anderen im Dhamma und das Ziel, Nibbana, ist ein ungetrennter Zustand (nippapañca). In allem alles sehr verbunden :-).


    samā-dhi bedeutet Zusammen, Sammlung, Einheit des zerstreuten Geistes.
    sammā mit doppel m bedeutet das Gegenteil von micchā.
    So spricht der Buddha von "micchāmagga" dem falschen unrechten Pfad.
    micchā (Adj.) = Skr. mithyā = „widersprüchig" = falsch, verkehrt, der Wirklichkeit widersprechend; der 10fach falsche Pfad; Gegenteil sammā.
    micchāmagga (atthangika) = verkehrter Pfad (achtfacher), the wrong eightfold path, path, eightfold wrong

    Alles anzeigen

    Mag ja sein, dass Du Recht hast und das wichtig ist, die Frage ist nur: für wen? Da kriech ich ja Knochenschwund 8)
    Aber vielleicht wird mir ja irgendwann der Grund für DS und accincas Wortzerfleischungen ein-sichtig!?

  • accinca
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    • 9. Juni 2011 um 20:00
    • #9
    monikamarie:
    accinca:


    samā-dhi bedeutet Zusammen, Sammlung, Einheit des zerstreuten Geistes.
    sammā mit doppel m bedeutet das Gegenteil von micchā.
    So spricht der Buddha von "micchāmagga" dem falschen unrechten Pfad.
    micchā (Adj.) = Skr. mithyā = „widersprüchig" = falsch, verkehrt, der Wirklichkeit widersprechend; der 10fach falsche Pfad; Gegenteil sammā.
    micchāmagga (atthangika) = verkehrter Pfad (achtfacher), the wrong eightfold path, path, eightfold wrong

    Mag ja sein, dass Du Recht hast und das wichtig ist, die Frage ist nur: für wen? Da kriech ich ja Knochenschwund 8) Aber vielleicht wird mir ja irgendwann der Grund für DS und accincas Wortzerfleischungen ein-sichtig!?


    Nimm's gelassen würde der samma-sam-buddha = "völlig recht-Erwachter" dazu vielleicht sagen. :)

  • Kat
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    • 10. Juni 2011 um 17:07
    • #10
    peema:

    Danke für den Text! Ich benötige immer wieder ein "back to the roots", um das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren und mein Alltagsleben immer wieder neu zu überdenken und auszurichten. Einen wunderschönen Tag wünscht peema

    Danke, peema, genau das Gleiche habe ich gedacht, als ich den Text las. Schon alleine die Lektüre erfrischt.
    Danke, Mirco! *sichbeugt*

    Mit Metta


    Kat

    appamadena sampadetha!

  • Dorje Sema
    Gast
    • 11. Juni 2011 um 11:14
    • #11
    monikamarie:
    Dorje Sema:

    net lesen :
    praktizieren !
    Und stell Dir vor 'ich' kann/ könnte
    denn anderen
    umgespitzt wie einen zaunppfahl
    in's
    selbige
    einpfosten ?

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

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    Ich bin froh, dass mirco den Text eingestellt hat, warum musst Du schon gleich wieder Deinen Zeigefinger erheben?

    Alles anzeigen

    In meiner Hingabe und Freundlichkeit,
    habe ich mir erlaubt mit dem [Zeige]finger auf den Mond zu zeigen.
    Aber sicher hast Du recht Werte monikamarie wenn Du darauf anspielst das ich nochmal grundlegend dieses Muster im Diamant überdenke
    und dabei könnte es sicherlich von vorteilhaftem positiven Nutzen für uns alle sein das hier noch einige
    Schleier klar poliert werden.
    Eventuell findet sich ja hier und da noch eine verunreinigte Stelle die zudem auch direkt gereinigt werden kann ?
    Danke für den Fingerzeig.
    Bin an der Arbeit !

    Lama la kyab sun chio

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • mirco
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 08:23
    • #12
    accinca:

    So spricht der Buddha von "micchāmagga" dem falschen unrechten Pfad. micchā (Adj.) = Skr. mithyā = „widersprüchig" = falsch, verkehrt, der Wirklichkeit widersprechend; der 10fach falsche Pfad; Gegenteil sammā. micchāmagga (atthangika) = verkehrter Pfad (achtfacher), the wrong eightfold path, path, eightfold wrong


    Richtig - Alles Gute :) _()_

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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