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verliebt und durcheinander

  • ch8kra
  • 9. April 2011 um 12:27
  • Zum letzten Beitrag
  • ch8kra
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    • 9. April 2011 um 12:27
    • #1

    Hallo ihr lieben,

    Ich habe mich schwer in ein Mädchen verliebt, mir geht es momentan richtig super :)
    Bin nun auch mit Ihr zusammengekommen.

    Das Problem ist nur, dass ich fast nicht mehr klar denken kann.
    Immer wieder muss ich an die schöne Zeit mit Ihr denken.
    Ich habe heute schon verschiedenste Meditationen ausprobiert um so ein wenig klarer denken zu können, doch es hilft nicht wirklich viel.
    Das gefühl der Liebe ist einfach zu gross.

    Habt ihr einige Tipps, wie Ihr es handhabt, einen klaren Kopf zu behalten, wenn ihr verliebt seit?
    Gibt es dazu eventuell sogar spezielle Meditationstechniken? Oder andere Techniken?

    Ich bedanke mich schon jetzt für eure Antworten. ;)

    liebe Grüsse
    ch8kra

  • Geronimo
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    • 9. April 2011 um 13:11
    • #2

    Meiner Meinung nach ist das reine annehmen in dieser Situation gar nicht so verkehrt.
    Lässt du die Freude die in dir aufsteigt einfach Freude sein und nimmst sie an als das was sie ist: Freude.

    Schneller als du dich versiehst hat sie eh einiges von ihrer Intensität eingebüßt, und sich
    auf ein "erträgliches" Level reduziert. Aber das ist auch gar nicht weiter schlimm, denn auch
    Gefühle können eben nur so und so lange Bestand haben.

    Also lass sie einfach gewähren, versuch nicht sie nicht zu verstärken, festzuhalten oder gar abzustoßen,
    und dann kehrt auch bald wieder (angenehme) Ruhe ein. ;)

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • ch8kra
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    • 9. April 2011 um 13:34
    • #3

    Vielen Dank für deine Antwort!
    Ja ich nehme die Gefühle ohne Wertung als "Freude" an.

    Momentan ist das Gefühl sehr schön zu geniesen, es ist jedoch nicht mehr so ruhig in mir wie zuvor.
    Ich habe schon lange durch Meditation versucht mich wacher zu gestalten, ich hoffe nur, dass diese innere Ruher wieder eintritt sobald sich die Gefühle ein wenig legen.

    Grüsse
    ch8kra

  • Geronimo
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    • 9. April 2011 um 14:08
    • #4
    ch8kra:

    Vielen Dank für deine Antwort!
    Ja ich nehme die Gefühle ohne Wertung als "Freude" an.

    Momentan ist das Gefühl sehr schön zu geniesen, es ist jedoch nicht mehr so ruhig in mir wie zuvor.
    Ich habe schon lange durch Meditation versucht mich wacher zu gestalten, ich hoffe nur, dass diese innere Ruher wieder eintritt sobald sich die Gefühle ein wenig legen.

    Grüsse
    ch8kra

    Es klingt zwar komisch wenn man sagt "beachte es einfach nicht weiter", besonders wenn es sich um solch intensive
    Gefühle handelt, aber letztendlich geht es genau darum. Schenke all dem was gerade passiert nicht mehr Beachtung
    als nötig, auch wenn gerade dafür nicht die nötige Gelassenheit vorhanden ist. Das bedeutet nicht das du das was
    gerade passiert nicht genießen darfst oder ähnliches, es bedeutet einfach nur sich aktiv nicht verrückt machen zu lassen,
    in dem man immer wieder bedenkt das das Gefühl (jegliches wenn man ehrlich ist), so schön oder leidvoll es auch
    in dem Moment ist, nur eine temporäre Erscheinung ist. Es wird vergehen, garantiert! Und wenn man sich
    diesen Umstand immer wieder aktiv ins Bewusstsein ruft, dann führt auch das zu einer gewissen Gelassenheit, die
    mit der Zeit immer größer wird.

    Natürlich kann einen dieser Ansatz zu Beginn auch traurig machen, da man schnell auf die Idee kommen kann:
    "Wozu das ganze, wenn eh alles vergänglich ist." Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die ganze ist, das man,
    wenn man es richtig macht, jenseits von Zuneigung und Abneigung einen Frieden erfahren kann, der unabhängig
    von allen äußeren Faktoren ist. Und dieser Frieden ist genau das worum es im Buddhismus überhaupt geht.
    Man muss Vergänglichkeit aus diesem Blickwinkel betrachten. Nicht so als ob man etwas verliert
    (das man eh verlieren wird, früher oder später), sondern das man etwas "gewinnt", etwas zutiefst befreiendes.

    Diese Erkenntnis gewinnt man aber erst mit zunehmender Praxis und Erfahrung. Gedanklich kann man dem wenig
    vorgreifen. Nur so viel sei gesagt: Es lohnt sich! :)

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • accinca
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    • 9. April 2011 um 14:11
    • #5
    ch8kra:

    Vielen Dank für deine Antwort!
    Ja ich nehme die Gefühle ohne Wertung als "Freude" an.


    Ist aber jetzt nichts was der Buddha empfohlen hätte bzw.
    irgend etwas das mit dem Buddha zu tun hat. Der empfiehlt nicht
    Gefühle welche durch sinnliche Triebe bedingt sind als "Freunde"
    anzusehen. Eher schon sollte man die Dinge mit Abstand und
    selbstkritisch betrachten.

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (9. April 2011 um 20:35)

  • Geronimo
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    • 9. April 2011 um 14:15
    • #6
    accinca:
    ch8kra:

    Vielen Dank für deine Antwort!
    Ja ich nehme die Gefühle ohne Wertung als "Freude" an.


    Ist aber jetzt nichts was der der Buddha empfohlen hätte bzw.
    irgend etwas das mit dem Buddha zu tun hat. Der empfiehlt nicht
    Gefühle welche durch sinnliche Triebe bedingt sind als "Freunde"
    anzusehen. Eher schon sollte man die Dinge mit Abstand und
    selbstkritisch betrachten.

    Alles anzeigen

    Das ist aber erst der nächste Schritt. Wenn Gefühle da sind, dann
    betrachtest du sie achtsam, und erkennst das sie früher oder später
    eh wieder vergehen werden. Das führt dann, im Sinne des Buddha,
    zu Ernüchterung, jedoch erst wenn man "richtige Ansicht" besitzt.
    Wenn man die Fähigkeit zum Abstand noch nicht besitzt,
    dann kann die Forderung zu Abstand und kritischem Vorgehen
    auch schnell zu Ablehnung führen.

    Betrachten und reflektieren. Und wenn man das noch nicht kann,
    dann die Dinge einfach erstmal nur vorüberziehen lassen. Bis
    wieder Ruhe einkehrt.

    Jeder Mensch hat doch jeweils individuelle Anlagen und befindet
    sich in entsprechend individuellen Situationen. Was dem einen
    als nützliches Werkzeug erscheint, kann für den anderen, im
    entsprechenden Augenblick, wenig nützlich sein.

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  • accinca
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    • 9. April 2011 um 14:23
    • #7
    Geronimo:
    accinca:


    Ist aber jetzt nichts was der der Buddha empfohlen hätte bzw.
    irgend etwas das mit dem Buddha zu tun hat. Der empfiehlt nicht
    Gefühle welche durch sinnliche Triebe bedingt sind als "Freunde"
    anzusehen. Eher schon sollte man die Dinge mit Abstand und
    selbstkritisch betrachten.

    Das ist aber erst der nächste Schritt. Wenn Gefühle da sind, dann
    betrachtest du sie achtsam, und erkennst das sie früher oder später
    eh wieder vergehen werden. Das führt dann, im Sinne des Buddha,
    zu Ernüchterung, jedoch erst wenn man "richtige Ansicht" besitzt.
    Wenn man die Fähigkeit zum Abstand noch nicht besitzt,
    dann kann die Forderung zu Abstand und kritischem Vorgehen
    schnell zu Ablehnung führen.

    Betrachten und reflektieren. Und wenn man das noch nicht kann,
    dann die Dinge einfach erstmal nur vorüberziehen lassen. Bis
    wieder Ruhe einkehrt.

    Alles anzeigen

    Ja, es gibt fünf Methoden die der Buddha lehrte.* (M 20) Die beste ist
    jeweils die welche man kann.

    *
    1 Die unheilsame Gedanken durch heilsame zu ersetzten.
    2 Die Verderblichkeit, das Elend der unheilsamen Gedanken
    erwägend, die Gedanken vertreiben.
    3 Die unheilsamen Gedanken nichtbeachten, ignorieren und
    beim Meditationsobjekt verweilen.
    4 Die unheilsamen Gedanken erwägen, betrachten, analysieren und somit schrittweise auflösen.
    5 Die unheilsamen Gedanken mit Gewalt niederkämpfen.

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (9. April 2011 um 14:28)

  • Geronimo
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    • 9. April 2011 um 14:24
    • #8
    accinca:

    Ja, es gibt fünf Methoden die der Buddha lehrte.* Die beste ist
    jeweils die welche man kann.

    *
    1 Die unheilsame Gedanken durch heilsame zu ersetzten.
    2 Die Verderblichkeit, das Elend der unheilsamen Gedanken
    erwägend, die Gedanken vertreiben.
    3 Die unheilsamen Gedanken nichtbeachten, ignorieren und
    beim Meditationsobjekt verweilen.
    4 Die unheilsamen Gedanken erwägen, betrachten, analysieren und somit schrittweise auflösen.
    5 Die unheilsamen Gedanken mit Gewalt niederkämpfen.

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    Sehr gut!

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • ch8kra
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    • 9. April 2011 um 14:27
    • #9

    Danke eurer Zeilen,
    Ich möchte nur kurz erwähnen, nicht dass mich jemand falsch versteht.
    Ich finde diese Gedanken und Gefühle nicht "unheilsam". Wie ich mit "unheilsamen" gedanken umgehen muss kann ich schon recht gut anwenden.

    Hier aber sind es ja schöne gedanken, die einfach einen zu grossen Einfluss auf mich ausüben. Unheilsam oder nicht.

  • Geronimo
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    • 9. April 2011 um 14:32
    • #10
    ch8kra:

    Danke eurer Zeilen,
    Ich möchte nur kurz erwähnen, nicht dass mich jemand falsch versteht.
    Ich finde diese Gedanken und Gefühle nicht "unheilsam". Wie ich mit "unheilsamen" gedanken umgehen muss kann ich schon recht gut anwenden.

    Hier aber sind es ja schöne gedanken, die einfach einen zu grossen Einfluss auf mich ausüben. Unheilsam oder nicht.

    Wenn sie die (sinnlichen) Triebe verstärken sind sie, im Sinne des Buddha, automatisch unheilsam. Das ist so, weil sie
    dich immer stärker an den Daseinskreislauf binden. Schön ist nicht immer schön ;) Loslassen ist dagegen immer heilsam,
    weil die Triebe dadurch ihre Macht verlieren und die Neigungen dadurch immer schwächer werden, wodurch sich
    wahrer innerer Frieden überhaupt erst einstellen kann. Dieser ist wiederum von Nöten um Einblicke in die wahre
    Natur der Dinge zu gewinnen, so wie es Buddha gelehrt hat.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Smaragd
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    • 9. April 2011 um 14:53
    • #11

    genieße es einfach. der alltag kommt noch früh genug.
    viel freude.

  • Erdmaus
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    • 9. April 2011 um 15:29
    • #12
    Zitat

    Das Problem ist nur, dass ich fast nicht mehr klar denken kann.

    hehe - das ist völlig normal. Das was du momentan erlebst ist einfach die Quintessenz diverser neurobiologischer Prozesse, bei denen die Stoffe Dopamin, Serotonin, Neurotrophin (Euphorie, Unzurechnungsfähigkeit, Irrationalität), Oxytocin und Testosteron eine bedeutende Rolle spielen. Dieser natürliche Drogenmix wabert momentan in deinem Hirn herum und sorgt für rauschähnliche Zustände. Ferner kommt der Winter-Frühling-Wechsel-Effekt noch hinzu, welcher diese Zustände forcieren kann.

    Kleiner Tip: Nicht traurig sein, wenn diese Gefühle nach spätestens einem Jahr wieder abflauen (und dir dann die ganzen Macken des Gegenübers bewusst werden). Das ist ganz normal, weil sich der Stoffwechsel nach einiger Zeit wieder normalisiert. Nutze doch diese Gefühle einfach um die Variabilität/Leerheit von Gefühlen und anderen inneren Prozessen zu beobachten. Da kannste viel draus lernen.

    Viel Glück (und viel Spaß beim S** :lol: ) wünscht
    Erdmaus

    Einmal editiert, zuletzt von Erdmaus (9. April 2011 um 15:33)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 9. April 2011 um 15:33
    • #13
    ch8kra:

    ...
    Das gefühl der Liebe ist einfach zu gross.

    Habt ihr einige Tipps, wie Ihr es handhabt, einen klaren Kopf zu behalten, wenn ihr verliebt seit?
    Gibt es dazu eventuell sogar spezielle Meditationstechniken? Oder andere Techniken?
    ...


    :lol: Einfach genießen - und abwarten. Nach ein paar Wochen wird es Dir schon "besser" gehen. Das lässt allmählich nach, dieses Aufgewühltsein - und bestenfalls macht es irgendetwas wunderschönem Soliden Platz. Glückwunsch jedenfalls von Herzen.

    Der einzig ungünstige Zeitpunkt für verliebtes Gefühlschaos ist eine Abiturprüfung oder sowas.
    Ansonsten vergeht es viel zu schnell, als dass man da dringende Meditationstechniken anwenden müsste. :lol: - Es sei denn man wäre Mönch und wollte es bleiben... Aber das ist bei Dir ja wohl nicht der Fall.
    Nochmal Glückwunsch und leicht neidische Grüße :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • crazy-dragon
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    16. Dezember 2007
    • 9. April 2011 um 19:07
    • #14

    Ganz cool bleiben, diese merkwürdige Krankheit vergeht garantiert von selbst, da brauchste keinen Arzt oder Apotheker zu löchern...Verschieden ist nur die Dauer des Siechtums... :D

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • monikamarie
    Gast
    • 9. April 2011 um 19:51
    • #15

    Hi ch8kra,
    ich war oft verliebt, vielleicht auch mehr verliebt in die Liebe. Wer weiß ;) . Irgendwann erkannte ich u. a. auch durch entsprechende Literatur, dass Verlieben keinesfalls etwas Gutes ist, sondern ein Zeichen des Mangels, zumindest wenn sich die Verliebtheit auf ein Objekt bezieht (der Partner spiegelt, was ich mir wünsche.)
    Später dann erlebte ich ein spirituelles Verzücken und Exstase durch den Aufstieg der Kundalini, dass viel stärker war als übliche Verliebtheit. Zunächst verwechselte ich dies jedoch und wünschte mir ein "Objekt" dafür. Ich lernte dann, diese Form der "Verliebtheit" auszudehnen und frei dabei zu bleiben. Das war dann das Stärkste, was ich je erlebt habe - und ich war allein. Seither war ich aber froh, dem weltlichen Verliebtheits-Tanz entkommen zu sein. Das, was danach kommt, ist so viel schöner und dazu noch frei von Anhaftung.

    Also, step by step, nichts erzwingen. Grundsätzlich halte ich es für wahrscheinlicher, dass ein Mensch, der sich verlieben kann, der fühlen kann, eher befreit wird, als einer, der dies alles abgewehrt hat oder leider nicht erleben durfte. Nicht umsonst gibt es auch spirituelle Wege über die Liebe und damit verbundene Sexualität. Es ist halt eine unglaubliche Energie.
    _()_ Monika

    PS: Ich bin sicher, Siddharta war auch in seiner Jugendzeit verliebt.
    Interessant finde ich auch dazu den Film "Samsara"

  • mombour
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    24. Januar 2011
    • 9. April 2011 um 20:15
    • #16

    Hallo,

    meine Empfehlung (sinngemäß abgekupfert bei Thich Nath Hanh :D )

    Nimm deine Gefühle an. Gerade bei so starken Gefühlen, seien sie heilsam oder nicht heilsam, bist immer du das Gefühl. Gerade dein schönes Gefühl, davon gehe ich aus, damit identifizierst du dich selbst. Nicht wahr? Gefühle verdrängen oder zu sagen, die vergehen schon wieder, davon halte ich nicht viel. Setze dich auf dein Meditationskissen, atme ein paar mal bewusst ein und aus, dabei lenke deine Aufmerksamkeit auf den Atem. Indem du bewusst atmest, wirst du ruhiger, hast unter Umständen auch weniger Gedanken, dein Geist klärt sich vielleicht jetzt schon etwas. Wenn du zur Ruhe gekommen bist, dann betrachte deine Emotionen beim ein und ausmatmen. Betrachte deine Emotionen und du sagst dir innerlich: Ich bin dieses schöne Gefühl. Mach so ein wenig weiter. Dann betrachte, in dem dein Atem ruhig fließt, dein Gefühl von allen möglichen Seiten. z.B. Warum habe ich das Gefühl? Warum ist es jetzt so stark? Wo kommt das gefühl her? Kribbelt es in meinem Magen, oder ist mein Geist deswegen unruhig? Warum löst dieses Mädchen so ein tolles Gefühl in mir aus usw. usw. Untersuche einfach das Gefühl mit geschlossenen Augen auf einem Meditationskissen. So ähnlich beschreibt es Thich Nhat Hanh. Diese Übung kannst du auch machen, wenn du mal die Wut bist oder andere Emotionen dich beschatten. Man nennt das praktische buddhistische Psychologie. Über die Meditation solange regelmäßig aus, solange dir danach ist

    Aber bloß keine Emotionen verdrängen. Das tut der Psyche nicht gut. Und streichle deinen Geist. Er kann ruhig mal rümhüpfen wie ein Affe. Das tut meiner auch manchmal.

    LIebe Grüße
    mombour

  • sumedhâ
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    • 9. April 2011 um 20:47
    • #17
    Zitat

    verliebt und durcheinander


    wenn aus verlibtheit, liebe wird ist auch das durcheinander vorbei :D

  • ch8kra
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    7. April 2011
    • 9. April 2011 um 22:44
    • #18

    Danke nochmals für eure Antworten.
    Das Forum hier ist echt spitze ;)

    Ich werde die Gefühle also einfach geniessen und abwarten bis wieder ein wenig normalität eintritt.

    mombour,
    Vielen Dank für deine Anleitung zur Meditation, ich werde dies gleich mal testen.
    Danke

    Bis dahin. :)

    Grüsse
    ch8kra

  • Benkei
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    • 10. April 2011 um 12:45
    • #19

    Namaste!

    sumedhâ:
    Zitat

    verliebt und durcheinander


    wenn aus verliebtheit, liebe wird ist auch das durcheinander vorbei :D

    Schön und wahr gesprochen!

    Im Deutschen deutet die Vorsilbe "ver" ja häufig (nicht immer!) auf einen Umstand hin, der aus der Ordnung getreten ist:
    Beispiele:
    verlieben, verlieren, verbauen, vergessen, verfahren, etc.

    Verliebt sein kann ein erhebendes Gefühl sein, dass aber mit Sicherheit unbeständig ist. Entweder es wird zu Liebe oder es ebbt einfach ab.

    Ich denke, wenn man erkennt, dass man "des verliebt-seins-wegen" durcheinander ist, dann ist das doch schonmal die halbe Miete - man hat quasi das Leid [hier das Durcheinander] und die Ursache des Leidens [hier das verliebt sein] erkannt ;)
    Die darauffolgenden Wahrheiten würde ich nun nicht erzwingen, sondern einfach geschehen- oder zulassen :D

    Spontanität ist sicher angemessener als endloses Bedenken.

    Einen schönen Sonntag!
    < gasshô >

    Benkei

    "Allmorgendlich beginne ich meinen Tag damit, den Spiegel zu polieren;
    Täglich türme ich neue Staubschichten auf;
    Allabendlich beende ich meinen Tag damit, weiter zu polieren;
    Und scheinbar wirbelt auch ein Schlafender noch Staub auf."
    HôShin

  • sumedhâ
    Gast
    • 10. April 2011 um 12:53
    • #20
    Benkei:

    Die darauffolgenden Wahrheiten würde ich nun nicht erzwingen, sondern einfach geschehen- oder zulassen :D

    Zitat

    Dem Korn beim Wachsen helfen....

    Ein Mann aus Sung war traurig darüber, daß sein Korn nicht [schnell genug] wachsen wollte und so zog er es, Sprößling für Sprößling, in die Höhe. Ganz zerschlagen kam er nach Hause und sagte: ‚Heute bin ich aber müde. Ich habe dem Korn beim Wachsen geholfen.‘ Sein Sohn rannte hinaus aufs Feld, und da sah er, daß alle Sprößlinge verwelkt dalagen.

    Mengzi

    :grinsen:

    _()_

  • Peeter
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    • 10. April 2011 um 13:39
    • #21

    HALLO

    Bleib einfach Du selber.
    Erinnere Dich daran, wie Du vor der Zeit des Verliebtseins auf deine Umwelt und die dir wichtigen Dinge reagierst hast.
    Verlier Dich nicht.
    Sei ruhig ohne klare Gedanken oder aber nur mit dem einen des Verliebtseins.
    Geniess diese Zeit und versuch, sie so lange wie möglich zu erhalten. Nimm es einfach als Geschenk an !!
    Aber verlier Dich nicht und dein Gedankengut und dass was Du willst nicht.

    Wenn Du meditierst dann denk doch einfach daran, wie, wer du bist und was du immer schon wolltest.
    Die Gefahr besteht höchstens darin, dass Du zu sehr in der Verliebtheit aufgehst und hinwegschmilzt; deshalb der Rat, sich auf dich selber zu(rück)zubesinnen.

    Stell Dir mal vor, es würde Liebe werden. Was ist eigentlich besser .. das Verliebtsein (nicht als Anfangsstadium zur Liebe) oder die Liebe selber. Einfach so vom Gefühl her. Was ist schöner ?

    Viel Glück euch Beiden !!!!!!!!! :) !!!!!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Peeter (10. April 2011 um 13:43)

  • Peeter
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    • 10. April 2011 um 13:41
    • #22
    sumedhâ:
    Zitat

    verliebt und durcheinander


    wenn aus verlibtheit, liebe wird ist auch das durcheinander vorbei :D

    Eigentlich schade .. oder ? Denn aus Durcheinander und Wirwarr kann schnell Ordnung und Struktur entstehen ..
    Das Ordnende der Liebe .. ? :)

    Aus Verwirrung entsteht Wissen ....

  • sumedhâ
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    • 10. April 2011 um 14:00
    • #23
    peeter:

    Das Ordnende der Liebe .. ? :)


    :) aber nein peeter...wäre so wie wolken einfangen wollen :)
    alles hat seine ordnung nur wir wollem ihm unsere ordnung aufsetzen, ich glaube da liegt das problem....

    _()_

  • Peeter
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    • 10. April 2011 um 18:13
    • #24
    sumedhâ:


    alles hat seine ordnung nur wir wollem ihm unsere ordnung aufsetzen, ich glaube da liegt das problem....

    _()_

    Ja, das glaub ich auch des öfteren .. wir können ES nicht einfach sein lassen, wie ES ist :).
    Wir Menschen fühlen uns immer so überlegen, kann das sein ?

    Und die Liebe mit Wolken zu vergleichen ist ein wunderschönes Bild.

  • accinca
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    • 10. April 2011 um 19:47
    • #25
    sumedhâ:

    alles hat seine ordnung nur wir wollem ihm unsere ordnung aufsetzen, ich glaube da liegt das problem...._()_


    Nicht zu vergessen das Erdbeben in Japan. Alles hat seine Ordnung
    nur den Leuten dort denen paßt das nicht. :roll:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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