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  1. Buddhaland Forum
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Gebete im Buddhismus

  • Leonard
  • 13. März 2011 um 16:15
  • Zum letzten Beitrag
  • Leonard
    Gast
    • 13. März 2011 um 16:15
    • #1

    Hi leute ich interessiere mich für den buddhismus deshalb habe ich mich entschlossen eine Presentation für den Ethik Unterricht zu machen.
    Ich habe schon einiges zsm.getragen, aber was ich noch nicht gefunden habe ist:

    Welche Gebete gibt es?
    Wie/Wo/Wann wird Gebetet?

    ich habe nur gefunden, dass es nicht wircklich ein Gebet ist wie im christlichen sinne(bin mir da auch net soo sicher bin zum islam konvertiert) sondern eher um die Wohlgesinnung der lokalen Gottheiten wie vom Feuer und so geht, und Buddha wird nicht wircklich angebetet er wird gehuldigt sozusagen (so habe ich das versatanden).
    Ich würd mich freuen wenn ihr mir helfen könnt.

    Noch eine Frage nebenbei wie ist der Mensch und die Welt nach dem Buddhismus entstanden? Das würde ich auch gerne einbringen für meine Presentation.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 14. März 2011 um 13:38
    • #2

    Hallo Leonard,

    Leonard:

    ...
    Welche Gebete gibt es?
    Wie/Wo/Wann wird Gebetet?...


    Deine Fragen sind nicht so ganz simpel zu beantworten. Man kann da leicht in die Irre gehen, weil Du nicht eins zu eins die Sichtweisen des Islam und des Christentums auf den Buddhismus übertragen kannst. Der I. und das C. haben ähnlichere Wurzeln (Monotheismus), während der Buddhismus aus einem anderen Kulturkreis stammt.

    Man spricht, soweit ich weiß, im Buddhismus auch von "Gebeten" aber mir schwant, dass das nur ein übersetztes Wort ist, das letztendlich etwas anderes meint. Es gibt Rezitationen, z.B. werden Sutras (die Lehrreden des Buddha) rezitiert. Wann und wo, das ist individuell verschieden. Es gibt die individuelle, persönliche spirituelle Praxis und es gibt auch Meditationsgruppen, die regelmäßig zusammenkommen und vielleicht gemeinsam irgendetwas rezitieren.
    Genauso das Wort "Gott" oder "Göttin" ist nur eine schlechte Übersetzung im buddhistischen Zusammenhang. Man spricht z.B. beim tibetischen von der "Göttin Tara", aber sie ist keine Göttin sondern ein Bodhisattva... ein weites, weites Feld, das alles zu verstehen und korrekt verständlich zu machen.
    Ich kenne auch ein "Gebet" an die "Mutter" Tara, welches sehr schön ist und gegebenenfalls täglich gesprochen werden kann. Es enthält Bitten und Versprechen an Tara - aber ich hab schonmal gefragt, ob ich es ins Internet stellen darf, und mir wurde davon abgeraten. Es ist etwas sehr persönliches und eher verständlich für Menschen, die die Tara-Meditation praktizieren. Es sollte nicht zur allgemeinen und somit immer auch verständnislosen Diskussion freigegeben werden.

    Täglich rezitieren die tibetischen Buddhisten auf jeden Fall (normalerweise) die Zufluchtnahme ( http://viewonbuddhism.org/buddhismus-deutsch/g-zuflucht.htm ) und die Vier Unermesslichkeiten ( erstes Posting in diesem Thread: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=14&t=5266 ).
    Aber das kann man, glaube ich, nicht so richtig "beten" nennen. Wichtig bei der Rezitation ist eine tiefe positive Motivation. Ein schlechtgelauntes Herunterleiern ergibt keinen Sinn.

    Und wichtiger als das "Gebet" ist im Buddhismus die Meditation. Rezitaionen führen als Vorspann (oder als Nachgeplänkel) zu diesem stillen Kern. Wenn man ein Sutra rezitiert hat, kann man hinterher in ruhiger Meditation sehr gut über seinen Inhalt kontemplieren.


    Leonard:

    ...Noch eine Frage nebenbei wie ist der Mensch und die Welt nach dem Buddhismus entstanden? Das würde ich auch gerne einbringen für meine Presentation.


    Buddha hat sich ausdrücklich nicht zu diesen Fragen geäußert, weil er es eher als Ablenkung angesehen hat, sich intensiv mit dererlei Geschichten zu befassen.
    Das können andere Leute als ich sicherlich besser erklären.

    Schöne Grüße und viel Erfolg,
    LL

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Kat
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    • 14. März 2011 um 14:02
    • #3

    Im Buddhismus gibt es keinen Gott, im Sinne von DEM EINEN allwissenden/allmächtigen/allgütigen Wesen.
    (BTW: Habe ihr schon die Theodizee durchgenommen?)

    Wenn von Göttern die Rede ist, dann beruht es auf Traditionen des jeweiligen Landes. Und solche Götter sind zwar glücklich und mächtig, aber auch endlich, "sterblich", beschränkt.

    Rezitiert werden (soweit ich weiss), oft Sutras, also die Lehrreden des Buddha. Dabei vergegenwärtigen sich die Menschen die Bedeutung, die Aussagen der Lehrreden.


    So habe ich es verstanden. ;)


    MIt Metta

    Kat

    appamadena sampadetha!

  • Sven
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    25. September 2010
    • 14. März 2011 um 14:27
    • #4
    Kat:

    Im Buddhismus gibt es keinen Gott, im Sinne von DEM EINEN allwissenden/allmächtigen/allgütigen Wesen.


    Aber einen Menschen (nämlich Buddha), dem zumindest meist Allwissenheit zugeschrieben wird.

    Zitat

    Rezitiert werden (soweit ich weiss), oft Sutras, also die Lehrreden des Buddha. Dabei vergegenwärtigen sich die Menschen die Bedeutung, die Aussagen der Lehrreden.


    Nicht unbedingt dass bojjhanga-Sutta wird Kranken zur Genesung vorgelesen. Sogar als der Buddha krank war, hat er sich sein eigenes Sutta vorlesen lassen und war danch gleich wieder gesund :lol:

    Zitat

    S.46.16. Krankheit III -- 6. Tatiya-gilāna Sutta
    Das hab ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Rājagaham im Bambushaine am Futterplatz der Eichhörnchen. Zu jener Zeit aber war der Erhabene siech, leidend, schwer krank. Da nun begab sich der Ehrwürdige Mahā-Cundo dorthin, wo der Erhabene weilte, begrüßte ihn ehrfurchtsvoll und setzte sich zur Seite nieder. Zu dem zur Seite sitzenden Ehrwürdigen Mahā-Cundo sprach der Erhabene also:

    "Mögen dir, Cundo, die 7 Erwachungsglieder einfallen".

    "Diese 7 Erwachungsglieder, o Herr, die der Erhabene vollkommen erfahren, entfaltet und ausgebildet hat, führen zum Überblicken, zur Erwachung, zum Nirvāna. Welche sieben? Die Erwachungsglieder Achtsamkeit, Lehrergründung, Tatkraft, Entzücken, Gestilltheit, Einigung, Gleichmut hat, o Herr, der Erhabene voll erfahren, entfaltet und ausgebildet, und die führen zum Überblicken, zur Erwachung, zum Nirvāna".

    "Wahrhaftig, Cundo, sind das Erwachungsglieder, wahrhaftig, Cundo, sind das Erwachungsglieder!"
    Also sprach der Ehrwürdige Mahā-Cundo und der Erhabene hatte es gebilligt. Es erhob sich der Erhabene von jener Krankheit. Es war der Erhabene von jener Krankheit geheilt.

    Gruß
    Sven

  • mirco
    Gast
    • 14. März 2011 um 15:30
    • #5
    Leonard:

    Noch eine Frage nebenbei wie ist der Mensch und die Welt nach dem Buddhismus entstanden? Das würde ich auch gerne einbringen für meine Presentation.

    Hallo Leonard,


    soweit ich weiß, deckt sich die Sicht von der Entstehung des Universums, der Welt und des menschlichen Lebens mit der Vorstellung der modernen Forschung (Urknall, usw.).

    Momentan befinden wir uns in der ersten Hälfte eines sogenannten Weltzeitalters, eines Mahākappa (Mahākalpa), das Universum dehnt sich aus.
    Danach zieht es sich wieder zusammen, wieder Urknall und immer so weiter. Da gibt es keinen Anfang oder Ende.

    Soweit ich es mitbekommen habe, ist Buddhismus immer nur in einem sich ausdehnenden Universum möglich. (Quelle?)


    Alles Gute, Mirco :)

  • Onda
    Gast
    • 14. März 2011 um 15:35
    • #6
    Leonard:


    Noch eine Frage nebenbei wie ist der Mensch und die Welt nach dem Buddhismus entstanden? Das würde ich auch gerne einbringen für meine Presentation.

    Zu diesem Thema hat sich der Buddha definitiv nicht geäußert. Er hielt es nicht für praxisrelevant.
    Onda

  • Onda
    Gast
    • 14. März 2011 um 15:39
    • #7

    Wenn man unter Gebet die "Zwiesprache mit Gott" versteht, dann gibt es im Buddhismus kein Gebet.

    Das Rezitieren von Lehrreden ist kein Gebet.

    Wikipedia:
    "Das Gebet (abgeleitet von dem deutschen Substantiv Bitte) bezeichnet eine zentrale Glaubenspraxis vieler Religionen. Es ist eine verbale oder nonverbale, rituelle Zuwendung an ein transzendentes Wesen (Gott, Gottheit, Göttin)."
    Da es im Buddhismus keinen Gott gibt, kommt das Gebet als Glaubenspraxis eigentlich nicht in Frage.

    LG
    Onda

  • mirco
    Gast
    • 14. März 2011 um 15:53
    • #8

    ^ Guter Beitrag ^

  • Lirum Larum
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    11. März 2008
    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 15. März 2011 um 10:10
    • #9

    Naja, aber da wo der Buddhismus eine Volksreligion ist, gibt es schon Gebete im Sinne von Bitten an transzendente Wesen, welche aber nicht gleichzusetzen sind mit einem allmächtigen Schöpfergott.

    Alles mal wieder Auslegungssache.

    Jedenfalls, es kommt auf die Motivation an, es kann vorkommen, dass die tägliche Zufluchtnahme z.B. einem Gebet gleichkommt, wenn man es im Sinne einer Bitte oder eines Versprechens ausspricht - auch wenn man es "nur" an die eigene innewohnende Buddhanatur richtet:

    Traditionelle Zufluchts-Gebete

    Namo Buddhaya
    Namo Dharmaya
    Namo Sanghaya

    Ich nehme Zuflucht zum Buddha.
    Ich nehme Zuflucht zum Dharma.
    Ich nehme Zuflucht zum Sangha.

    Die Version des tibetischen Mahayana:

    Bis ich Erleuchtung erlangt habe,
    Nehme ich Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha.
    Durch die Tugenden, die ich durch die Praxis der Freigebigkeit, ethischer Disziplin, Geduld, Tatkraft, Konzentration und Weisheit ansammele,
    Möge ich ein Buddha werden und allen fühlenden Wesen nützen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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