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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Buddhas Lehre führt nicht zum Ende des Leidens

  • Erdmaus
  • 6. März 2011 um 12:13
  • Zum letzten Beitrag
  • sumedha
    Gast
    • 7. März 2011 um 11:02
    • #76

    die Lehre Buddhas an sich, kann gar nicht zum Ende des Leiden führen, da sie eine Lehre ist.
    wenn wir von der Verwirklichung der Lehre sprechen dann gibt es eine Menge Möglichkeiten die diese Behauptung unterstützen oder nichtig machen.

    Das was bis in unsere Zeit von der Lehre angekommen ist, ist eine Anleitung. Das ist Nachweisbar.
    Jeder geht mit einer Anleitung entsprechend seiner Vorerfahrungen und Fähigkeiten um.
    Die Buddha Lehre ist keine Software die auf millionen von PCs aufgespielt werden kann und dann auf jedem einzelnen gleich angewendet wird.

    Was von der Lehre über andere „Kanäle“ übertragen worden ist, ist Erfahrung die nicht mitgeteilt werden kann,
    nicht in Worte gefasst werden kann, also nur von dem der sie erfährt geprüft und bestätigt werden kann.

    Beide Methoden fordern ein fast übermenschliches Maß an Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber....ich glaube das ist das schwerste an diesem Weg.

    Wäre die Buddha Lehre „Regen“ der vom Himmel fällt, auch dann würde sie nicht alle gleich erreichen.

    Wäre sie "Luft" die wir jeden Augenblick einatmen, dann könnte man diese Behauptung so stehen lassen,
    aber auch dann.... der Stoffwechsel jedes einzelnen ist unterschiedlich.

    Ich denke die Lehre ist sehr gut, ihre Verwirklichung sehr schwer, der Weg dahin dicht besiedelt mit denn Fallen unseres „Geistes“.

    Ganz liebe Grüße

  • Smaragd
    Gast
    • 7. März 2011 um 11:12
    • #77

    ich will niemanden beleidigen. fühlst du dich denn beleidigt.
    belegen muss ich gar nichts, denn erstens wäre das vergebliche liebesmühe und zweitens befinde ich mich in der tradition des mahayana. es ist tausendmal dargelegt worden in schrift und millonenfach in wort und übertragung. wer verstehen will, dem stehen alle wege offen.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 7. März 2011 um 11:18
    • #78

    Damit Leiden wirklich wahrhaft Leiden ist müsste es unabhängiges Leiden sein, um wirkliches Leid zu sein. Also Leid das aus sich heraus als Leid existent wäre.

    Buddha erklärt dies sehr erhellend und einleuchtend in Teilen des Anguttara Nikaya und vollständig hier: Samyutta Nikaya\Nidāna Vagga\12. Nidāna-Samyutta - Von den Ursachen

    I

    Zitat

    hr solltet nicht den Dharma mit Euren Gedanken vermischen
    Milarepa

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

    KILAYA❤ ☀TANTRA GURKHUKMA

  • sumedha
    Gast
    • 7. März 2011 um 11:27
    • #79
    Dorje Sema:

    Ihr solltet nicht den Dharma mit Euren Gedanken vermischen
    Milarepa

    DAKE für diese Zitat.
    Ein Satz :idea:

  • Kusala
    Gast
    • 7. März 2011 um 11:28
    • #80

    Richtig Dorje, es wird nur etwas als leidvoll empfunden und da hat der Buddha gelehrt wie man dies auflösen kann, wie man nicht mehr unter den Dingen "leidet" indem man sieht wie sie wirklich sind. Eben unpersönlich, bedingt entstanden.

    Gegebenheiten die von außen kommen kann man nicht immer ändern, aber wie man damit umgeht, dass kann man ändern.
    Auch kann man lernen Heilsames von Unheilsamen zu unterscheiden und unheilsame Konditionierungen aus Erkenntnis heraus zu eliminieren und Heilsames zu kultivieren. Das reduziert Dukkha schon mal mächtig. :)

    Liebe Grüße
    Kusala

  • BigR
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    • 7. März 2011 um 11:32
    • #81
    Zitat

    Ich denke die Lehre ist sehr gut, ihre Verwirklichung sehr schwer, der Weg dahin dicht besiedelt mit denn Fallen unseres „Geistes“.

    Genau das ist es! Sehr schöner Post...

    Wenn etwas zur Leidbefreiung führt dann ist es als erstes die Ursachen des Leidens zu erkennen. Dann muss man sich vielen Dingen stellen die sehr unangenehm sein können. Kein Weg für Weicheier und zarte Gemüter wenn Du mich fragst. Erst recht kein Weg für jene die vor dem Leben und der Realität flüchten.

    Es gehört verdammt viel Schweiß und Arbeit dazu die Dinge loszulassen oder aufzulösen die zum Leiden führen und dann gibt es immer noch keine Garantie nicht mehr leiden zu müssen.

    Das leiden hängt von vielen Faktoren ab aber ein entscheidender Faktor scheint mir wie man selbst mit dem Leiden umgeht. Kämpfe ich gegen ein Leiden und schaffe somit neuen Nährboden für anderes Leiden? Oder fange ich an das Leiden zu akzeptieren und lasse es los, schenke ihm nicht mehr soviel Beachtung... Es ist zwar dann immer noch da aber es hat nicht mehr soviel Macht über mich.

    Kommt nun darauf an wie weit man diese Kunst beherrscht zu akzeptieren, dass es Leiden gibt aber im nicht den Raum zu geben, dass es wächst und gedeiht! Nun kann man sich fragen was dann mit dem Leiden geschieht...

    mfg
    Rainer

    "Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die Welt. "

  • Mit-Gefühl
    Gast
    • 7. März 2011 um 19:11
    • #82

    Ja ....stimmt ,die Lehre Buddha führt nicht zum Ende des Leidens.

    Weil es garkeine Leiden gibt......aber nur jenseits aller Lehren und jenseits aller Dingen wird man sich erst vollbewußt.
    DAS hat Buddha selbst mit dem Herz-Sutra (die Höchtste Weisheit) angedeutet.
    Es stand im übertragene Sinne geschrieben :

    Es gibt kein Leiden....keine Ursache des Leidens....kein Weg aus dem Leiden....

    Wer dies wahrlich ERkennt.....ist im GOTTESBEWUSSTSEIN !!!.....ein Tropfen im Ozean und der Ozean selbst.

    Aber wer versteht das schon???

    Ausser sein engsten Schüler Shariputra.....vielleicht auch ein paar mehr.... :D

    Aber was soll er den sonst machen.....

    Darum die vier Edle Wahrheiten und der achtfache Pfad...sind das dann noch Wahrheiten???....ja aber nur temporär!!! :grinsen:

    In Liebe und Mitgefühl zu allen Wesen

  • Mabuttar
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    • 7. März 2011 um 20:16
    • #83

    Gibt es auf dem Mond Leiden?

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • sumedha
    Gast
    • 7. März 2011 um 20:35
    • #84

    OFF TOPIC

    Mabuttar:

    Gibt es auf dem Mond Leiden?


    :grinsen:
    wenn der mond es uns verrät...........werden wir es möglicherweise erfahren :D

  • BigR
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    • 8. März 2011 um 04:26
    • #85
    Zitat

    Aber wer versteht das schon???

    Ausser sein engsten Schüler Shariputra.....vielleicht auch ein paar mehr...

    Och, ich glaube schon, dass man es verstehen kann aber das Problem und die Schwierigkeit liegt in der Umsetzung. ;)

    Zitat

    Gibt es auf dem Mond Leiden?

    Wenn sie Dich da rauf schießen, ganz sicher! Die Astronauten die da waren... Also gab es da ganz sicher schon Leiden! Es sei denn man ist Anhänger diverser Verschwörungstheorien, solche Skeptiker soll es ja geben... ;)

    mfg
    Rainer

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  • Dharma-chakra
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    • 8. März 2011 um 16:21
    • #86
    Erdmaus:

    Andere Lebewesen haben auch kein Ich-bewusstsein und leiden sicher trotzdem. Ich-Bewusstsein haben ja nur wenige höher entwickelte Säugetiere und einige Rabenvögel, welche sich dann auch im Spiegel erkennen. Andere Lebewesen laufen einfach ohne "Ich" herum, schreien aber genauso wenn man ihnen aufs Schwänzchen tritt. Vermutlich leiden sie auch dabei.

    Alle Wesen im Samsara haben ein Ich-Bewusstsein – egal ob Höllenwesen, Götter, Tiere oder Menschen. Menschen haben darüber hinaus die Fähigkeit, zu reflektieren und können bis zu einem gewissen Punkt karmische Zusammenhänge erkennen. Darum können sie die Lehre hören,sie praktizieren und sich befreien.
    Die Logik ist hier: Wenn du dich vom Leiden befreien willst, musst du dich von dem befreien, der leidet. Wenn derjenige erloschen ist, der leidet – erlischt auch das Leiden.

    http://www.dharma-chakra.de

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    • 8. März 2011 um 19:40
    • #87
    Zitat

    Wenn du dich vom Leiden befreien willst, musst du dich von dem befreien, der leidet. Wenn derjenige erloschen ist, der leidet – erlischt auch das Leiden.

    Schön beschrieben! Aber dieses Erlöschen was bedeutet dies zu Lebzeiten? ;) Ist es ein Erlöschen welches immer anhält oder ist es ein Erlöschen welches zu Lebzeiten ein Vorübergehendes Verlöschen ist?

    Ähnlich wie nicht wenige behaupten, dass Erleuchtung und Erwachen „etwas ist“ was vorübergeht.

    Bitte keine Zitate aus dem Palikanon, sondern eigene Erfahrungen! An denen bin ich mehr interessiert. Davon kann ich lernen und darüber kann man Diskutieren... :)

    mfg
    Rainer

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  • Dharma-chakra
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    • 11. März 2011 um 10:07
    • #88

    Es soll ein endgültiges Erlöschen geben. Angeblich ist das dem Buddha widerfahren und vermutlich auch anderen.
    Da Samsara Lücken und das Ich keine wirkliche Kontinuität hat, ist es immer möglich auch ein vorübergehendes Erlöschen zu erleben – quasi eine Art Vorgeschmack, der uns bei der Stange hält.

    Persönliche Erfahrung? Das endgültige Erlöschen habe ich noch nicht erlebt. Aber es gab Momente, insbesondere wenn ich viel praktiziert hatte, in denen ich das Gefühl bekam, einen Hauch von Befreiung zu erleben. Es war eine Erfahrung, die aus einer Richtung kam, aus der ich sie niemals vermutet hatte, etwas was ich niemals für möglich gehalten hätte. Wie eine Libellenlarve, die Jahrtausende im Tümpel schwamm und nun den Kopf aus der Brühe reckt und den Himmel erblickt. Eine solche Erfahrung kann ein paar Stunden anhalten, aber je länger, desto schmerzhafter ist es, wenn sich das Räderwerk wieder in Gang setzt.
    Dennoch, die Wasseroberfläche ist nicht so weit weg, wie wir vielleicht glauben.

    Anderseits sollte man auch keinen großen Wirbel darum veranstalten. Zum einen ist es eine vorübergehende Erfahrung und zum anderen ist unsere Inspiration nicht die Verheißung von Gottes Königreich. Unsere Inspiration ist die Ent-Täuschung, etwas das sehr gesund und bodenständig ist und verhindert, dass wir auf irgendeinem euphorischen Trip abfahren.

    Zitat

    Die wenigen Eindrücke von Freiheit oder Befreiung, die wir in unserem Leben erfahren können, sind überaus dünn gesät und winzig klein. Wenn wir trotzdem einen gelegentlichen Einblick in etwas Derartiges erhaschen, versuchen wir ihn einzufangen. Und das bedeutet, wir haben ihn bereits wieder verloren. Dennoch ist es möglich, diese Einblicke auszudehnen.

    Angenommen, jemand erwacht zum ersten Mal aus einem tiefen Schlaf. Erstmals erblickt er die Mitternachtssterne...
    Wenn er anschließend lange genug wartet und nicht wieder einschläft, würde er die Morgendämmerung erblicken und danach den Sonnenaufgang.
    Er würde nicht nur beginnen, die Sterne zu sehen – sondern er würde auch die gesamte Landschaft um ihn herum erkennen, die von diesem brillanten Licht erhellt wird, das aus dem Himmel erscheint. Er würde beginnen, sich selbst zu erkennen. Er würde seine Hand sehen, seine Handflächen, seine Zehen, seinen Stuhl, seinen Tisch und die Welt, um ihn herum. Und wenn er clever genug wäre, in einen Spiegel zu blicken, würde er sich selbst erkennen, ohne auf das Sternenlicht angewiesen zu sein.

    Wir reden hier über eine Art Entdeckung – aber nicht im mystischen Sinne – sondern in Form einer echten persönlichen Erfahrung. Sie ist sehr persönlich, extrem persönlich. Wir benutzen hier den Begriff persönliche Erfahrung, weil das bedeutet – dieses Erlebnis hat keine religiöse, psychologische oder begriffliche Nebenbedeutung. Es ist deine Erfahrung. Wenn du dir kochendes Wasser über deine Hand gießt, ist das deine ganz persönliche Erfahrung.
    – Du wirst verletzt. Wenn du einen Orgasmus erlebst, ist das eine ganz persönliche Erfahrung. Niemand sonst erlebt ihn.

    Deshalb ist Gogpa oder Aufhören weniger eine Entdeckung, sondern eine Erfahrung, die für uns sehr real ist. Du landest plötzlich einen Treffer. Du bist auf der Stelle bei guter Gesundheit. Du hast keine Erkältung, keine Grippe, keine Beschwerden und keine Schmerzen in deinem Körper. Du fühlst dich völlig wohl, absolut wohl, erfrischt und wach. Solch eine Erfahrung ist möglich. Sie wird möglich, weil wir wissen, jemand hat dies bereits erlebt. Und wir sind im Begriff es früher oder später selbst zu erleben. Aber dafür gibt es natürlich keinerlei Garantie.

    Die Person, die das erlebt hat, war der Buddha. Der Sanskrit Begriff Buddha wird im Tibetischen Sanggyê genannt. Sang bedeutet wörtlich "erwacht", einfach gewöhnlich erwacht. Gyê heißt "Ausdehnung" oder "erblüht."
    Somit bezieht sich das Wort Sang auf ein Erwachen vom Schlaf des Schmerzes. Und in dem Schmerz, dem Leiden und der Unbewusstheit ist gyê wie eine erblühte Blume. Sobald du erwacht bist, verfügst du bündelweise über ein gesammeltes Wissen. Das Erkennbare ist dir bekannt – und zwar durch die Geistesgegenwart und Bewusstheit.

    Wir versuchen hier, zum Sanggyê zu werden. Wir versuchen zu erblühen. Wir versuchen zu erwachen. Das genau ist es, was wir hier tun. Und vielleicht erhaschen wir einen flüchtigen Einblick in die Tatsache, dass sich Sanggyê endlos ereignet.
    Manchmal entsteht das Gefühl, dass wir uns nur selbst betrügen. Und manchmal betrügen wir uns selbst. Aber wie auch immer, dieses Element erscheint ständig. Deshalb versuchen wir, ein Buddha zu werden, ein wirklicher Sanggyê.

    Chögyam Trungpa Seminary 74

    Alles anzeigen

    http://www.dharma-chakra.de

  • Aiko
    Gast
    • 11. März 2011 um 11:57
    • #89
    BigR:
    Zitat

    Wenn du dich vom Leiden befreien willst, musst du dich von dem befreien, der leidet. Wenn derjenige erloschen ist, der leidet – erlischt auch das Leiden.

    Schön beschrieben! Aber dieses Erlöschen was bedeutet dies zu Lebzeiten? ;) Ist es ein Erlöschen welches immer anhält oder ist es ein Erlöschen welches zu Lebzeiten ein Vorübergehendes Verlöschen ist?

    Ähnlich wie nicht wenige behaupten, dass Erleuchtung und Erwachen „etwas ist“ was vorübergeht.

    Bitte keine Zitate aus dem Palikanon, sondern eigene Erfahrungen! An denen bin ich mehr interessiert. Davon kann ich lernen und darüber kann man Diskutieren... :)

    Es ist eine Aktivität - Buddha-Tun - die beständige Praxis -.

    _()_

  • Yönten
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    2. August 2009
    • 11. März 2011 um 13:40
    • #90

    Um zur ursprünglichen Fragestellung zurückzukehren.
    Ein Zitat dazu aus dem Büchlein von Gampopa "Die kostbare Girlande für den höchsten Weg":

    "Die kostbaren Mittel des Dharma zu kennen und sie nicht zu nutzen ist so sinnlos, wie eine Axt, die neben den Baum gelegt wird."

    Braucht man mehr zu sagen?
    In diesem Sinne: Viel Glück und erfolgreiche Praxis!

    „Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.“
    A. Gide, franz. Literat
    "Die meisten Menschen sind bereit zu lernen, aber nur die wenigsten, sich belehren zu lassen."
    W. Churchill, brit. Staatsmann

  • Hanzze
    Gast
    • 11. März 2011 um 14:10
    • #91
    Zitat

    Verse 283: O bhikkhus, cut down the forest of craving, not the real tree; the forest of craving breeds danger (of rebirth). Cut down the forest of craving as well as its undergrowth and be free from craving.

    Verse 284: So long as craving of man for woman is not cut down and the slightest trace of it remains, so long is his mind in bondage as the calf is bound to its mother.

    Nur um das mit der Axt nicht falsch zu verstehen. *schmunzel*

  • Dorje Sema
    Gast
    • 11. März 2011 um 14:20
    • #92

    "Ich habe den tiefgründigen Dharma erreicht,
    der wie Nektar ist.
    Er ist tief, friedvoll,
    frei von geistigen Konzepten und Konstruktionen und frei von Ursachen und Bedingungen.
    Dieser Dharma ist so tiefgründig, dass niemand ihn verstehen kann."

    Buddha Shakyamuni

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • Hanzze
    Gast
    • 11. März 2011 um 14:30
    • #93

    Darum führt er vielleicht auch nicht zum Ende des Leidens. Vielleicht ist auch das Herz sein eigener Lehrer.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 11. März 2011 um 14:47
    • #94

    von hier nach hier

    Daraufhin gab der Buddha sieben Wochen lang keine Belehrungen. In dieser Zeit wurde er von den Königen der himmlischen Bereiche gebeten, seine Einsichten denjenigen mitzuteilen, deren Geist nur wenig getrübt ist. Aufgrund dieser Bitten begann er, das "Rad der Lehre" zum Wohle der Wesen zu drehen.

    Die Vier Edlen Wahrheiten
    Der Ort, an dem Buddha Shakyamuni die ersten Belehrungen gab, war Varanasi. Dort gab er den fünf Mönchen, die vorher seine Begleiter waren, die Belehrungen über die "Vier Edlen Wahrheiten". Außer den fünf Mönchen, die gewöhnliche Menschen waren, haben noch viele Wesen aus den Götterbereichen und Geist-Wesen den Belehrungen zugehört. Die Mönche erreichten durch die Erklärungen des Buddha sofort eine hohe Realisation, die Arhatschaft. Auch die himmlischen Wesen und die Geist-Wesen, die zugehört hatten, erreichten Verwirklichungen.

    Das Thema dieser ersten Belehrungen waren die Vier Edlen Wahrheiten. "Wahrheiten" heißt im tibetischen "den pa". Das ist etwas, was uns nicht enttäuscht, d. h. auf einer bestimmten Ebene so ist, wie es wirklich ist, frei von Täuschungen. Die Vier Edlen Wahrheiten beschreiben also die Wirklichkeit so wie sie ist. Sie sind die Essenz der Lehren des Buddha. Diejenigen, die die Befreiung erlangen möchten, befassen sich daher mit dem Verständnis der Vier Edlen Wahrheiten.

    Die vier Wahrheiten bestehen aus zwei Gruppen. Die beiden ersten Teile gehören zu unserem gewöhnlichen, verblendeten Zustand, wie er jetzt ist und die zwei weiteren gehören zum erleuchteten Zustand des Geistes.

    Dies sind die wahren Leiden.
    Diese sind zu durchschauen.

    Dies sind die wahren Ursprünge des Leidens.
    Diese müssen aufgegeben werden.

    Dies sind die wahren Beendigungen des Leidens.
    Diese können erlangt werden.

    Dies sind die wahren Pfade zur Beendigung des Leidens.
    Diese müssen geübt werden."

    Die Vier Edlen Wahrheiten stehen in Zusammenhang mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Die Ursachen sind unsere unheilsamen Handlungen und die Wirkungen sind die verschiedenen Arten von Leiden, die daraus hervorgehen. Die Hauptursache des Leids ist die Unwissenheit. Aus der Unwissenheit gehen die geistigen Konstruktionen, das Bewusstsein und die 12 Glieder des abhängigen Entstehens hervor.

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • The36Chamber
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    13. März 2011
    • 13. März 2011 um 12:42
    • #95

    Hallo in die Runde,

    ich bin neu hier und wollte es jetzt vermeiden gleich einen neuen Thread aufzumachen. Hab den erstbesten genommen der etwas nach meiner Frage klingt :roll:

    So Schubweise interessiere ich mich jetzt eigentlich schon seit Jahren immer mal wieder für buddhistische Ideen. Ich selbst bin konfessionslos und sehr "wissenschaftlich", mag aber das nachdenken über Ethik und eine evt. vorhandene "höhere Macht", eine Art inneres moralisches Gesetz; Dinge, die die Welt zusammenhalten und über "Naturgesetze" der Sinne hinaus gehen. Der Buddhismus ist in meinen Augen die "fortschrittlichste" Philosophie/Religion, in Bezug auf die Frage, wie "Ich" zu den Dingen um mir herum stehe und in Beziehung gesetzt bin und welche moralischen Konsequenzen daraus folgen. Und vor allem (was mir persönlich immer wichtiger wird und deswegen bin ich hier): Wie man "richtiges" Handeln und Denken kultivieren kann in sich selbst und wie man "falsche" Gedanken beruhigen kann.

    Soviel zur kurzen Einleitung. Denn meine Frage resultiert daher, dass eben solche Dinge lange nicht klar sind bei mir. Es gibt viele Fragen und ich habe noch viel zu lesen und nachzudenken (sicher nicht nur in buddhistischen Schriften, ich mag keine einseitigen Herangehensweisen), aber hier mal eine grundsätzliche, die ich noch nicht ganz verstehe.

    Wenn alles "Leiden" ist (und ich interpretiere das Wort jetzt mal nicht so sehr als "Schmerz" und "Bosheit", sondern vor allem eher als "Vergänglichkeit", also das nichts in sich selbst und aus sich selbst einen "ewigen Kern" hat und demnach nichts ist, an das wir uns haften sollten ... so ungefähr?! :D ), dann frage ich mich, wieso die logische Konsequenz daraus nicht vollständige Askese ist? Vollständige Abkehr vom Leben?
    Denn ich habe irgendwo bei meinen Recherchen gelesen, dass der Buddhismus im Gegenteil eher "Leben in Maßen" lehrt, also "Leiden" ins Leben integriert?!
    Außerdem wären ja dann auch vermeitlich "positive" Dinge Leiden, wie Freude und Liebe. Konsequent gedacht wäre ja dann die Liebe zu einem Menschen, der Spaß am Sex mit diesem und der Genuß eines leckeren Essens alles "dumm", denn es ist Anhaftung an DInge, die ohnehin vergehen und demnach Leid sind.

    Kann mir jemand möglichst schlüssig sagen, wo mein Denkfehler liegt?

    Vielen Dank.

  • The36Chamber
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    • 17. März 2011 um 22:33
    • #96

    Also mir ist klar, dass das womöglich typische Fragen sind. Würde mich trotzdem freuen, wenn jemand zumindest Denkanstöße dahin geben würde, wieso eben "gutes tun" folgerichtig aus dem Leid-Prinzip sein sollte?!

  • Hanzze
    Gast
    • 19. März 2011 um 06:07
    • #97

    Hallo The36Chamber,
    vielleicht hilft dir eine Injektionsnadel um Leiden und Leiden tiefer zu verstehen. Generell versteht man Dhamma meist nur wenn einem die Geldtasche verloren geht. Was den Sinn des "guten Tuns" betrifft, findest du vielleicht antworten in den Zehn Arten von heilvollem Karma (Handlungen/Tun)

  • Milou
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    11. Februar 2011
    • 19. März 2011 um 20:32
    • #98

    Ach Hanzze,

    wie so oft schaffst Du es nicht, Deine eigenen Worte und Deine eigene Meinung kundzutun. Oder hast Du keine eigene Meinung? Vielleicht bist Du ja nur ein Wikipedia-Bot, der zu jeder Frage einen vorgefertigten Text anzeigt? Hilfe, die Maschinen sind unter uns :shock:

    Liebe(r) The36Chamber,

    ich bin auch eher Gelegenheitsbuddhist bzw. vom Buddhismus inspiriert. Ich finde Deine Frage berechtigt. Buddha hat sowohl das übermäßige Leben am Königshof genossen, als auch in der Askese gelebt. Seiner Meinung nach führt beides nicht zur Erleuchtung, sondern nur der mittlere Weg. Seinem Körper das zu verweigern, was er zum normalen, gesunden Leben benötigt, ist sicher nicht heilvoll. Dem Überfluss anzuhaften ist genauso schlecht, wie der Askese anzuhaften, denn ohne erheblichen Ehrgeiz oder Zwang schafft man es wohl nicht, seinem Körper die zum Leben notwendigen Dinge vorzuenthalten. Das ist sicher nur meine Meinung/Interpretation der Sicht Buddhas.

    Iss wenn Du Hunger hast, schlafe wenn Du müde bist, trinke wenn Du durstig bist, zieh Dir was warmes an wenn Du frierst, usw. - nicht mehr und nicht weniger - das ist der mittlere Weg - zumindest für mich.

    Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen, lG

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

  • Hanzze
    Gast
    • 20. März 2011 um 07:21
    • #99

    "Poste wenn du eine Meinung hast", oder ist "poste wenn dir etwas unklar ist" der Mittlere Weg *schmunzel* Hat den mittleren Weg eigentlich schon mal jemand etwas vorgefertigt, oder werden wir den Weg aus dem Leiden unserer Meinung nach gehen?

    Ist das M..m..Mein-hung oder D..d..Dein-hung, vielleicht U..u..Unser-hung - immer dieses hung am Schluß. Das ist die Richt..richtige..R..r..Richt-hung?

  • accinca
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    • 20. März 2011 um 10:58
    • #100
    Erdmaus:

    Wenn ich zur Verlöschung komme, geht das Leiden weiter, so wie auch nach Buddhas Verlöschen das Leiden weiterging.


    Der du, er, sie, ich-wahn kann zur Erlöschung kommen. Kommt er zur Erlöschung
    geht das Leiden auch nicht weiter. Kommt er nicht zur Erlöschung geht er weiter.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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