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Buddhistischen Text auswendig lernen

  • Dalai
  • 23. Februar 2011 um 19:29
  • Zum letzten Beitrag
  • Dalai
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    • 23. Februar 2011 um 19:29
    • #1

    Hallo,
    bevor der Dharma aufgeschrieben wurde, wurde er mehrere Jahrhunderte von Lehrer zu Schüler mündlich weitergegeben und auswendig gelernt.
    Auch heute werden noch von vielen Mönchen Texte auswendig gelernt. (Soweit ich weiß, berichtigt mich, wenn es gar nicht soo viele sind.)

    Meint ihr, auch als Laie macht es Sinn, bestimmte Texte auswendig zu lernen?

    Beispielsweise könnte man das Dhammapada auswendig lernen - nicht zu umfangreich, und trotzdem sehr intensive Verse.
    In 1 bis 2 Jahren, denke ich, könnte man die 423 Verse mit ein paar Minuten Zeitaufwand pro Tag gut auswendig lernen.

    Hat jemand von euch schon mal einen buddhistischen Text auswendig gelernt?

  • flusswanderung
    Gast
    • 23. Februar 2011 um 20:03
    • #2

    Ja es macht sehr viel Sinn und ist jedem zu empfehlen. Dhammapada ist dabei ausgesprochen beliebt und eine schöne Spruchsammlung. Für den Dhammapada braucht man sicher keine 1-2 Jahre. Das Auswendiglernen geht recht schnell sobald man einmal im Fahrtwasser ist. Es ist eine reine Fleißsache.

  • Kusala
    Gast
    • 23. Februar 2011 um 20:14
    • #3

    Der "Klassiker" für das "erste" Auswendiglernen ist das Metta Suttam :)

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Hanzze
    Gast
    • 24. Februar 2011 um 11:27
    • #4

    Vielleicht hat jemand eine deutsche Übersetzung von "The Book of Protection"

  • Dalai
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    • 24. Februar 2011 um 11:36
    • #5
    Hanzze:

    Vielleicht hat jemand eine deutsche Übersetzung von "The Book of Protection"

    Es hat ja auch Vorteile, englische Übersetzungen zu lernen.
    -Englisch hat mehr Möglichkeiten und drückt sich meist eleganter aus als das Deutsche
    -Englisch ist meist direkt aus dem Originaltext übersetzt, wohingegen das Deutsche oft den Umweg über das Englische genommen hat

    Ich werde das Dhammapada jedenfalls auf englisch lernen.
    Noch besser wäre es sicherlich, es in Pali zu lernen, aber dazu fehlt mir leider die Geduld, Pali zu lernen. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. :P

  • Hanzze
    Gast
    • 24. Februar 2011 um 12:00
    • #6

    A Chanting Guide und dann gibts noch ein schönes Buch

    Online - shop (Thai)

    Einleitung des Buches in englisch

    Zitat


    Introduction:

    We decided to print this book, realizing the danger and calamities people are facing during the 21th Century. According to Buddhist scriptures, one is able to protect oneself, maintain good fortune, archive health and prosperity all through the repetition of scared sounds. As friends who met in Bangkok at a Buddhist lecture series on meditation, we share many values as well as the common thread of meditation. In talking about Buddhism and our lives, we become inspired to share one practical aspect of Buddhism, chanting, to open up new possibilities to practitioners and ordinary people. As a Thai and American, as mother, professor, artist and writers, we offer this work to the positive force for change that is sweeping our world today.

    Chanting in all religions is a part of scared ritual, interwoven with human culture. Vibrations from chanting can potentially heal. Sound vibrations affect humans on physical, mental, emotional and spiritual level. Practicing meditation at the same time creates peace and happiness within.

    Luckily Venerable Gandasaraphivamsa provided Chutatip a copy of Paritta Pali and Protective Suttas, by Venerable U. Silananda, the disiple of well known Venerable Mahasi Sayadaw of Myanmar. In Buddhism, Pali and Sanskrit have been used since the Buddha's time until now. Pali is used in the main text of Buddhism, and also in chanting. There are great merits from chanting Paritta, as Paritta means protection and brings many good results. Understanding the roots of each chant as well, one is able to connect to the more deeply. Thus we put the history of the chant in front of each stanza, with the meaning of the chant behind the pali text.

    People in this century faced with all kinds of temptation and catastrophe, look to new means to understand and change reality. Chanting as set out in the Paritta Pali, is a kind of softness that can gradually wear the rock of resistance, fear and disaster. With chanting peace becomes attainable once more, from within and without.

    The Use of the Paitta
    These are the great benefits for chanting each Paritta:

    Managla Sutta for blessing and prosperity
    Ratana Sutta for getting free from danger caused by disease, evil Spirits and famine
    Metta Sutta for suffusing all kinds of beings with loving-kindness
    Khanda Sutta for protecting against snakes and other creatures
    Mora Sutta for protection against snares, imprisonment and for saety
    Dhajagga Sutta for protection against fear, trembling and horror
    Atanatiya Sutta for protection against evil spirits, and gaining health and Happiness
    Anguliman Sutta for easy delivery for expectant mothers
    Bojjhana Sutta for protection against and getting free from sickness and disease
    Pubbanha Sutta for protection against bad omens, etc., and gaining happiness
    Jaya Paritta for happiness, success and protection

    *a short version, easy to remember, that should be chanted every day.

    One who chants should follow the three following conditions:

    1. Learn to chant the Sutta correctly and fully.
    2. Understand the meaning of the Suttas.
    3. Chant with the heart filled with goodwill and loving-kindness

    People should chant and listen with confidence, respect and attentiveness, so benefit will go to the one who chants and the one who listen as well.

    Alles anzeigen

    Novizen wie auch Laien in Südostasien würden sich dieser Suttas annehmen und sie beherzigt lernen und rezitieren. Metta ist dein Beschützer, Sila ist dein Beschützer. So beschützen sie alle Wesen, nicht nur dich.

    Ganz persönlich: Ich halte nichts davon das Dhammapada auswendig zu lernen, es ist nur sehr anziehend so treffende Sprüche zu verwenden und daher vielleicht bei uns sehr verbreitet. Da wird man schnell zum "G'scheitmayer" wenn man noch nicht selbst nobel ist.

  • Dalai
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    • 24. Februar 2011 um 19:28
    • #7
    Hanzze:

    Novizen wie auch Laien in Südostasien würden sich dieser Suttas annehmen und sie beherzigt lernen und rezitieren. Metta ist dein Beschützer, Sila ist dein Beschützer. So beschützen sie alle Wesen, nicht nur dich.

    Ganz persönlich: Ich halte nichts davon das Dhammapada auswendig zu lernen, es ist nur sehr anziehend so treffende Sprüche zu verwenden und daher vielleicht bei uns sehr verbreitet. Da wird man schnell zum "G'scheitmayer" wenn man noch nicht selbst nobel ist.

    Warum sollte man deiner Meinung nach diese Suttas lernen, das Dhammapada aber nicht?
    Den Kern der Lehre gibt schließlich auch das Dhammapada wieder.

    Und der Sinn des Auswendiglernens ist ja gar nicht so sehr, dass man es am Ende auswendig kann.
    Der Hauptsinn ist, dass man es wieder und wieder wiederholt, und so immer mehr Nuancen versteht.

  • Hanzze
    Gast
    • 25. Februar 2011 um 13:13
    • #8

    Liebe(r) Dalai,

    den Grund hatte ich schon erwähnt. Mein Laptop lässt mich nur mehr jeweils 5min arbeiten, hab nicht viel zeit zu reden.

    Sila (Mitgefühl)
    Samadhi (Vertiefung)
    Panna (Weisheit)

    Ich rate dir dir Schritte auch in dieser Reihenfolge einzuhalten. Versuche Sila (ich nenne gerne es Mitgefühl) in dein Leben zu integrieren, dass macht dich reiner und reiner, schützt dich und alle anderen Lebenwesen.
    Wenn du von Tag zu Tag reiner wirst, wird es dir leicht fallen Vertiefungen zu erlagen und dort nachzusehen wo alles vorhanden ist. Die Weisheit kommt dabei von selbst, Weisheit die rein und ungetrübt und aus dem Herzen kommt. Sie hat nichts mit dem Wissen und den Wörtern zu tun.

    Wenn du die Mahlzeit ausgewogen und so wie es der Geist bracht und auch verdaut zu dir genommen hast, spricht nichts gegen eine Dessert.

    Mach Sila (Mitgefühl) zu deinem Leben und nicht Wörter zu einem Oberflächlichen Teil. Wenn dein Geist Beschäftigung verlangt, gibt ihm dass was Sila und Mitgefühl nährt.

    Es ist nicht leicht sich vom Denken und Diskutieren fernzuhalten, aber wenn dies gemeistert ist öffnet sich etwas in dir selber. Ein Meer von Stille dass sich mit den Spritzwasser nicht vergleichen lässt.

    Um die Vertiefungen richtig zu lernen, suche dir einen guten Lehrer und orientiere dich an seiner Lebensweise und seiner Bescheidenheit.

    Lernen beginnt mit Vertrauen, Vertrauen zu sich selbst, Vertrauen zu dem der lehrt und das Vertrauen, dass dir alle um dir schenken, die wissen welchen Weg du gehst.

    _/\_

  • Dalai
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    • 25. Februar 2011 um 14:29
    • #9

    Danke Hanzze, jetzt verstehe ich, wie du es meinst.

  • gabi.voelkel
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    • 25. Februar 2011 um 18:58
    • #10

    Hallo Dalai habe Dir mal einen Ausschnitt aus der M22 (Schlangengleichnis) kopiert, da geht es auch um das Auswendiglernen der Lehre:

    10. "Ihr Bhikkhus, da lernen einige fehlgeleitete Männer das Dhamma - Lehrreden, Gedichte, Darlegungen, Verse, Ausrufe, Sprüche, Geburtsgeschichten, Wunder und Antworten auf Fragen - aber nachdem sie das Dhamma gelernt haben, ergründen sie nicht die Bedeutung jener Lehren mit Weisheit. Weil sie die Bedeutung jener Lehren nicht mit Weisheit ergründen, gelangen sie nicht dahin, sie reflektiv anzunehmen. Stattdessen lernen sie das Dhamma nur, um andere kritisieren zu können und um in Debatten zu gewinnen, und sie erfahren nicht das Gute [4], um dessen willen sie das Dhamma gelernt haben. Jene Lehren, die von ihnen falsch ergriffen wurden, tragen lange zu ihrem Schaden und Leid bei. Warum ist das so? Wegen des falschen Ergreifens jener Lehren."

    "Angenommen, ein Mann, der eine Schlange benötigt, der eine Schlange sucht, der sich auf die Suche nach einer Schlange macht, sähe eine große Schlange und packte sie an ihren Windungen oder am Schwanz. Sie würde sich nach ihm umdrehen und ihn in die Hand oder den Arm oder eines seiner Glieder beißen, und deswegen würde er sich den Tod oder tödliches Leid zuziehen. Warum ist das so? Wegen des falschen Ergreifens jener Schlange. Genauso, lernen da einige fehlgeleitete Männer das Dhamma - Lehrreden, Gedichte, Darlegungen, Verse, Ausrufe, Sprüche, Geburtsgeschichten, Wunder und Antworten auf Fragen - aber nachdem sie das Dhamma gelernt haben, ergründen sie nicht die Bedeutung jener Lehren mit Weisheit. Weil sie die Bedeutung jener Lehren nicht mit Weisheit ergründen, gelangen sie nicht dahin, sie reflektiv anzunehmen. Stattdessen lernen sie das Dhamma nur, um andere kritisieren zu können und um in Debatten zu gewinnen, und sie erfahren nicht das Gute, um dessen willen sie das Dhamma gelernt haben. Jene Lehren, die von ihnen falsch ergriffen wurden, tragen lange zu ihrem Schaden und Leid bei. Warum ist das so? Wegen des falschen Ergreifens jener Lehren."

    11. "Ihr Bhikkhus, da lernen einige Männer aus guter Familie das Dhamma - Lehrreden, Gedichte, Darlegungen, Verse, Ausrufe, Sprüche, Geburtsgeschichten, Wunder und Antworten auf Fragen - und nachdem sie das Dhamma gelernt haben, ergründen sie die Bedeutung jener Lehren mit Weisheit. Weil sie die Bedeutung jener Lehren mit Weisheit ergründen, gelangen sie dahin, sie reflektiv anzunehmen. Sie lernen das Dhamma nicht, um andere kritisieren zu können und um in Debatten zu gewinnen, und sie erfahren das Gute, um dessen willen sie das Dhamma gelernt haben. Jene Lehren, die von ihnen richtig ergriffen wurden, tragen lange zu ihrem Wohlergehen und Glück bei. Warum ist das so? Wegen des richtigen Ergreifens jener Lehren."

    Ich denke das ist auch wichtig, dass wir die Lehre nicht auswendig lernen um andere zu kritisieren etc. s.o., sondern um sie zu kontemplieren und danach richtig anwenden zu können. Sicher gibt es mal Gelegenheiten( z.B. wenn man vielleicht nicht mehr lesen kann), wo man kein buddhistisches Buch zur Hand hat und da ist es ganz gut, wenn man einige wichtige Stellen im Gedächtnis hat, um darüber nachdenken zu können! ;)

    mit metta
    gabi.voelkel

    "Das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das hat für mich kein Selbst"

  • Dalai
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    • 25. Februar 2011 um 19:37
    • #11

    Ja, den Dharma auswendig zu lernen, ist ähnlich wie ein Kochrezept auswendig zu lernen.

    Wenn man ein Kochrezept auswendig gelernt hat, dann kann man jederzeit das jeweilige Rezept kochen.
    Aber es bringt alles nichts, solange man nicht auch mit dem Kochen anfängt.

  • Erdmaus
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    • 25. Februar 2011 um 19:42
    • #12

    Es kann schon was bringen einen Text auswendig zu lernen, da so die Intensität gesteigert wird.

  • Kusala
    Gast
    • 25. Februar 2011 um 19:56
    • #13

    Ich finde Hanzze hat es gut erklärt.
    Durch das auswendig lernen von den besagten Sutten konditioniert man sich automatisch in Richtung Heilsames, was wiederum zu Geistesruhe führt die für die Medi unablässlich ist und somit automatisch zu Weisheit führt.

    So bleibt der Dhamma nicht nur ein gesprochenes Wort, sondern wird automatisch zum Lebensinhalt, sprich im Alltag integriert, sprich bringt heilsame Veränderung für sich und andere.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Dalai
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    • 25. Februar 2011 um 20:03
    • #14

    Also ich werde dann erstmal das Metta Sutta auswendig lernen, ihr habt mich überzeugt! Es ist ja auch wirklich sehr schön, wichtig für die Praxis und obendrein schnell zu lernen.

  • Onda
    Gast
    • 25. Februar 2011 um 20:35
    • #15

    Die Lehrrede von der Güte

    Wem klargeworden, dass der Friede des Herzens das Ziel seines Lebens ist, der übe sich in folgender Gesinnung:

    Möge ich stark sein, aufrecht und gewissenhaft,
    freundlich, sanft und ohne Stolz!
    Möge ich genügsam sein, zufrieden, nicht viel geschäftig und bedürfnislos!
    Mögen die Sinne zur Ruhe kommen und der Verstand klar werden!
    Möge mein Verhalten unaufdringlich sein.
    Auch vor kleinem Fehl will ich mich hüten, wofür Verständige mich tadeln könnten.
    Mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden!
    Was es auch an lebenden Wesen gibt: ob stark oder schwach, ob groß oder klein,
    ob sichtbar oder unsichtbar, fern oder nahe, geboren oder einer Geburt zustrebend;
    mögen sie alle glücklich sein!

    Kein lebendes Wesen will ich ausnutzen oder missachten.
    Aus Ärger oder Rachsucht wünsche ich keinem Leid und Unglück.
    Wie eine Mutter mit ihrem Leben ihr einziges Kind beschützt und behütet,
    so öffne ich mein Herz für alle Wesen und durchstrahle die ganze Welt
    in unbeschränkter, liebevoller Gesinnung
    nach oben, nach unten und nach allen Seiten,
    von Herzensenge, Groll und Feindschaft frei.

    Im Gehen oder Stehen, im Sitzen oder Liegen
    entfalte ich achtsam diese Gesinnung:
    dies ist mein himmlisches Weilen.

    Möge ich frei sein von Vorurteilen,
    Tugend und Einsicht gewinnen,
    die Sinnengier ganz überwinden
    und von Wiedergeburt erlöst sein.

  • Kusala
    Gast
    • 25. Februar 2011 um 21:16
    • #16

    Lern es doch direkt auch auf Pali. Dann schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe. :)

    So habe ich z. B. angefangen mit Pali-Rezitationen.

    Mettāsuttaṃ - pāḷi

    Karanīyam-atthakusalena,
    yan-taṃ santaṃ padaṃ abhisamecca:
    sakko ujū ca sūjū ca,
    suvaco cassa mudu anatimānī,

    santussako ca subharo ca,
    appakicco ca sallahukavutti,
    santindriyo ca nipako ca,
    appagabbho kulesu ananugiddho,

    na ca khuddaṃ samācare kiñci
    yena viññū pare upavadeyyuṃ.
    “Sukhino vā khemino hontu,
    sabbe sattā bhavantu sukhitattā!

    Ye keci pāṇabhūtatthi
    tasā vā thāvarā vā anavasesā,
    dīghā vā ye mahantā vā,
    majjhimā rassakāṇukathūlā

    diṭṭhā vā ye va addiṭṭhā,
    ye ca dūre vasanti avidūre,
    bhūtā vā sambhavesī vā
    sabbe sattā bhavantu sukhitattā!”

    Na paro paraṃ nikubbetha,
    nātimaññetha katthaci naṃ kañci,
    byārosanā paṭighasaññā
    nāññamaññassa dukkham-iccheyya

    Mātā yathā niyaṃ puttaṃ
    āyusā ekaputtam-anurakkhe,
    evam-pi sabbabhūtesu
    mānasaṃ bhāvaye aparimāṇaṃ,

    mettañ-ca sabbalokasmiṃ
    mānasaṃ bhāvaye aparimāṇaṃ,
    uddhaṃ adho ca tiriyañ ca,
    asambādhaṃ averaṃ asapattaṃ.

    Tiṭṭhaṃ caraṃ nisinno vā,
    sayāno vā yāvatassa vigatamiddho,
    etaṃ satiṃ adiṭṭheyya,
    Brahmam-etaṃ vihāraṃ idha-m-āhu.

    Diṭṭhiñ-ca anupagamma,
    sīlavā dassanena sampanno,
    kāmesu vineyya gedhaṃ,
    na hi jātu gabbhaseyyaṃ puna-r-etī-ti.


    Mettāsuttaṃ - deutsch
    Die Lehrrede von der allumfassenden Güte

    Wer unermüdlich Tag und Nacht
    dieser Übung hingegeben,
    bei der wunderbarer Macht
    nicht einmal Yakkhas Furcht einflößen,

    schläft glücklich und hat im Schlafe
    keine üblen Traumgesichte.
    Die Verse, die so viel Gutes bringen,
    lasst uns zum Schutz nun sprechen!

    So soll handeln, wer das Heil erstrebt
    und um den höchsten Frieden weiß:
    Er sei befähigt, gerad und aufrecht,
    mild in der Rede, sanft und ohne Stolz.

    Er sei zufrieden und bescheiden,
    nicht viel geschäftig und genügsam,
    still bei den Sinnen, im Geiste klar,
    nicht dreist, nicht gierig sei sein Verhalten.

    Auch nicht das Kleinste soll er tun,
    woran And’re, Weise, Tadel fänden!
    Beseligt und voll Frieden
    mögen glücklich sein alle Wesen!

    Was es an Wesen auch hier gibt,
    allesamt, seien sie stark oder schwach,
    lang oder kurz, groß oder klein,
    mittelgroß, zart oder grob von Gestalt,

    ob sichtbar oder unsichtbar,
    ferne oder nahe weilend,
    im Dasein stehend, zum Dasein drängend:
    Sie alle mögen glücklich sein!

    Niemand hintergehe den anderen,
    niemand verachte man, weshalb auch immer!
    Weder aus Ärger noch aus Feindschaft
    soll man einander Übles wünschen!

    Wie eine Mutter ihren Sohn,
    ihr einzig Kind, mit dem Leben schützt,
    entfalte man zu allen Wesen
    ohne Grenzen seinen Geist!

    Voll Güte zu der ganzen Welt
    entfalte man ohne Grenzen den Geist!
    Nach oben und unten, nach allen Seiten,
    von Enge, Hass und Feindschaft frei.

    Im Stehen, Gehen, Sitzen, Liegen,
    wann immer man von Schlaffheit frei,
    stehe man fest in dieser Achtsamkeit!
    Das nennt man brahmagleiches Weilen.

    In keine Ansicht mehr verfallend
    hat der Tugendstarke rechten Blick.
    Von aller Sinnengier sich lösend
    kehrt er zu keiner Geburt mehr zurück.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Dalai
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    • 25. Februar 2011 um 22:16
    • #17
    Kusala:

    Lern es doch direkt auch auf Pali. Dann schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe. :)

    Ich werde es mir überlegen. Allerdings macht es natürlich vorallem Sinn, wenn ich mich auch mit der genauen Bedeutung der Worte beschäftige.
    Habe hier eine Aufnahme einer schönen Rezitation gefunden:
    http://www.youtube.com/watch?v=nVsT-aHh-Cw

  • Onda
    Gast
    • 25. Februar 2011 um 22:46
    • #18

    Welchen Gewinn bringt es einem im 21. Jahrhundert lebenden Menschen deutscher Sprache, einen Text in einer ihm fremden, fernen und toten Sprache zu rezitieren? Wird ihm der Text je in jener kraftvollen Unmittelbarkeit ans Herz gehen wie es bei einem Text in seiner Muttersprache der Fall ist?

    Onda

  • Hanzze
    Gast
    • 26. Februar 2011 um 02:46
    • #19
    Dalai:
    Kusala:

    Lern es doch direkt auch auf Pali. Dann schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe. :)

    Ich werde es mir überlegen. Allerdings macht es natürlich vorallem Sinn, wenn ich mich auch mit der genauen Bedeutung der Worte beschäftige.
    Habe hier eine Aufnahme einer schönen Rezitation gefunden:
    http://www.youtube.com/watch?v=nVsT-aHh-Cw


    Dalai,
    hast du dir schon mal überlegt, dich einer Gruppe anzuschließen um Pali rezitieren zu lernen. Vielleicht ist Kusala ja gar nicht so weit weg von dir und es wäre dann gegeben.

  • Hanzze
    Gast
    • 26. Februar 2011 um 02:49
    • #20
    Onda:

    Welchen Gewinn bringt es einem im 21. Jahrhundert lebenden Menschen deutscher Sprache, einen Text in einer ihm fremden, fernen und toten Sprache zu rezitieren? Wird ihm der Text je in jener kraftvollen Unmittelbarkeit ans Herz gehen wie es bei einem Text in seiner Muttersprache der Fall ist?

    Onda


    Lieber Onda,

    den Sinn (des Sutta) im Ansatz sollte man schon kennen. Den Vorteil den man hat, wenn man die Sprache nicht so versteht, oder nicht versteht ist, dass man den Köpf ausklinkt von Beginn an und mit dem Herzen rezitiert. Eine "Kopfschutzmechanismus" sozusagen.
    In Südostasien, kennen viele Mönche nicht die Übersetzung der Palitexte. Wenn der Geist gestärkt und die Zeit reif ist, kommt man auch zum Palistudium. Dann hat man schon so viel (unvoreingenommen) im Kopf, was denkst du wie es dann *plopp* *plopp* geht wenn man die Sprache später nach und nach versteht.

  • Smaragd
    Gast
    • 26. Februar 2011 um 07:34
    • #21

    ich kenn leute, die kennen texte auswendig, zum ohrenschlackern. meditieren wie die weltmeister.
    praxis – nix.

  • Kusala
    Gast
    • 26. Februar 2011 um 08:58
    • #22

    Was verstehst Du unter Praxis Smaragd?

    Meinst Du, wenn man viele Texte kann und meditiert ist man automatisch erwacht? Wir sind auf einem Übungs-Weg und je nachdem wie es karmisch passt wird der "Fortschritt" sein.

    Ich kenn auch einige die die "Heiligkeit" (werbeträchtig) sehr gut spielen können. Mir sind Leute lieber die authentisch und ehrlich sind.
    Und dazu gehört auch manchmal der (unachtsame) sogenannte Tritt ins Fettnäpfchen :)

    Praxis ist auch Geduld mit sich und andere zu haben.

    Texte lernen und (richtiges) meditieren werden mit Sicherheit Fortschritt bringen.

    Lesen/lernen.........eigenes darüber nachdenken.........meditieren/kontemplieren.........sich in den silas üben wird heilsame "Fortschritte" bringen. Nur wenige werden in diesem Leben die vollkommene Heiligkeit "erlangen".

    Zum lernen von Pali:

    Manches aus dem Pali ist nicht eins zu eins zu übersetzen. Da ist es gut das Paliwort im Kontext zu kennen und zu verstehen (einen Geschmack von dem Gesagten zu bekommen). Manches läuft halt nicht über der verbalen Ebene ab und ist auch unaussprechlich.
    Vieles kann man umschreiben, sich mit Worten der "Sache" annähern. Aber dies bedeutet noch nicht es verstanden/verinnerlicht zu haben.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Smaragd
    Gast
    • 26. Februar 2011 um 09:33
    • #23

    praxis: atmen, essen, lieben, arbeiten, denken...

  • Onda
    Gast
    • 26. Februar 2011 um 09:41
    • #24

    Buddhistische Praxis ist sehr umfangreich und erstreckt sich auf die Drei Felder der Übung: Sittlichkeit, Sammlung, Weisheit.
    Im Prinzip gibt es keinen einzigen Lebensbereich, den man von der Übung (Praxis) gänzlich ausklammern könnte.

    @Smaragd: Du meinst wahrscheinlich Leute, die Meister im Auswendiglernen und Langsitzen sind - bei denen du aber keine Auswirkungen auf ihre Lebenspraxis (im Alltag) erkennen kannst. Stimmt's?

    LG
    Onda

  • Smaragd
    Gast
    • 26. Februar 2011 um 09:59
    • #25

    solche, wie sand am meer und doch laut, lauter am lautesten. nur wenige felsen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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