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Ganz unerfahren und eine Frage...

  • Roma
  • 20. Februar 2011 um 12:11
  • Zum letzten Beitrag
  • Roma
    Gast
    • 20. Februar 2011 um 12:11
    • #1

    Hallo,
    ich bin neu im Forum und habe mich auch noch nicht sehr ausführlich mit dem Buddhismus beschäftigt.
    Ich hätte jedoch einmal eine Frage zu dem Thema "Seele/Ich". Im Buddhismus gibt es schließlich keine Seele oder ein festes Ich. Kann ich mir das so erklären, dass kein Mensch jemals gleich bleibt? Schließlich verändert man sich im Laufe des Lebens beträchtlich, kein Erwachsener ist mehr so, wie er als Kind war. Gäbe es eine Seele, so müsste etwas Festes, ein Kern, vorhanden sein, der unveränderbar ist.
    Darüber hinaus wirkt die Umwelt ununterbrochen auf uns ein. Ich wäre ein völlig anderer Mensch, wenn ich nicht in Deutschland, sondern in Afrika geboren wäre und ich hätte andere Ansichten, Wünsche etc.
    Ich glaube ich verstehe, dass es nichts "Festes" gibt, dass das alles nur eine Ilustration ist. Wie schaut es dann aber mit der Wiedergeburt aus? Liege ich richtig, wenn ich mir diese wie das Weitergeben einer Flamme an eine neue Kerze vorstelle? Etwas in mir, das, das überleben will, sucht sich sozusagen einen neuen Körper.
    Wenn dies aber stimmt, wie ist es dann mit dem Nirvana? Kann ich in diesem Leben beginnen auf das Nirvana hinzuarbeiten und im nächsten Leben mein Ziel erreichen? Dann müsste ja doch irgendetwas Festes, eine Seele, in mir sein, die mein Erleben aus dem ersten Leben speichert. Und was genau erreicht eigentlich das Nirvana? Bin das Ich? Darf ich überhaupt noch von einem ich reden?
    Und darf ich im Buddhismus mich auf Beziehungen etc. wirklich völlig einlassen? Ich bin Mutter und es fällt mir schwer mir vorzustellen, dass auch diese Liebe nur eine Illustration ist, da es das reinste Gefühl ist, das ich jemals erfahren durfte. Da alles vergänglich ist und es Schmerz erzeugt an etwas zu hängen, hört es sich für mich manchmal so an, als ob ein wahrer Buddhismus bei allen Dingen, die er macht, von vorneherein denkt: Dies ist vergänglich, und dadurch nicht alles für Beziehungen gibt. Er lässt sich sozusagen gar nicht auf andere Menschen ein, weil er weiß, dass dadurch nur Leid entsteht.
    Stimmt dies?
    Dankeschön für die Antworten.

  • Kusala
    Gast
    • 20. Februar 2011 um 17:33
    • #2

    Soviele Fragen :D

    Was hältst Du davon, wenn Du Deine Achtsamkeit erst einmal etwas steigerst, lernst Deine Gefühle zu beobachten, lernst überhaupt zu beobachten. Dann klären sich diese Fragen nach und nach von ganz allein.

    Leider muss man in der Lehre des Buddha alles selber machen. :) Wie ich aus Deinen Fragen lese, hast Du Dich ja schon etwas mit dem Dhamma beschäftigt.

    Der Buddha lehrte leider (Seufz :doubt: ) keinen Instant Buddhismus so nach dem Motto: "Ich gebe Dir antworten und Du bist erleuchtet".

    Wir müssen da leider selber ran und eigene Erkenntnisse machen.

    Sage ich jetzt z.B. das die anhaftende Mutterliebe Leid für Mutter und Kind bringt (von Lieben getrennt sein usw.) dann kommt aber, aber, aber. Müßig.
    Durchdenk es selber und Du wirst den mittleren Weg selber finden. Meide die Extreme.

    Kinder brauchen z.B. die Selbst-lose Liebe der Mutter, aber sie brauchen genauso das los-lassen.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • mirco
    Gast
    • 21. Februar 2011 um 05:23
    • #3
    Roma:

    Hallo,
    ich bin neu im Forum und habe mich auch noch nicht sehr ausführlich mit dem Buddhismus beschäftigt.


    Herzlich Willkommen. Gut, das Du hier bist und viel Freude wünsche ich Dir.
    Ich halte den Buddhismus für die fortschrittlichste Methode, die wir Menschen so haben. habe bisher noch keinen Haken entdeckt.

    Zitat

    Ich hätte jedoch einmal eine Frage zu dem Thema "Seele/Ich". Im Buddhismus gibt es schließlich keine Seele oder ein festes Ich. Kann ich mir das so erklären, dass kein Mensch jemals gleich bleibt? Schließlich verändert man sich im Laufe des Lebens beträchtlich, kein Erwachsener ist mehr so, wie er als Kind war. Gäbe es eine Seele, so müsste etwas Festes, ein Kern, vorhanden sein, der unveränderbar ist. Darüber hinaus wirkt die Umwelt ununterbrochen auf uns ein. Ich wäre ein völlig anderer Mensch, wenn ich nicht in Deutschland, sondern in Afrika geboren wäre und ich hätte andere Ansichten, Wünsche etc. Ich glaube ich verstehe, dass es nichts "Festes" gibt, dass das alles nur eine Ilustration ist.


    siehe unten... viele Gedanken und Vorstellungen....

    Zitat

    Wie schaut es dann aber mit der Wiedergeburt aus? Liege ich richtig, wenn ich mir diese wie das Weitergeben einer Flamme an eine neue Kerze vorstelle? Etwas in mir, das, das überleben will, sucht sich sozusagen einen neuen Körper.


    Es sieht wohl so aus, das sich diese Frage klärt, wenn man den Empfehlungen des Buddha nachkommt.
    Wenn man seinen Geist schult, darf man irgentwann das bedingte Entstehen so weit verstehen, das sich diese Frage klärt.

    Zitat

    Wenn dies aber stimmt, wie ist es dann mit dem Nirvana? Kann ich in diesem Leben beginnen auf das Nirvana hinzuarbeiten und im nächsten Leben mein Ziel erreichen? Dann müsste ja doch irgendetwas Festes, eine Seele, in mir sein, die mein Erleben aus dem ersten Leben speichert. Und was genau erreicht eigentlich das Nirvana? Bin das Ich? Darf ich überhaupt noch von einem ich reden?


    Fragen über Fragen. Natürlich ist es nicht verkehrt, bei einer Bergwanderung den Gipfel als Orientierung zu behalten. Doch es geht um jeden Schritt für Schritt.
    Bist Du großzügig, gibst Du Wohlwollen, Freundlichkeit oder Materielles? Achtest Du darauf, die Silas einzuhalten? Dies ist sehr wichtig, um überhaupt Erfolg in der Meditation haben zu können. Meditierst Du? Wenn ja, verstehst Du Deinen Lehrer?

    Zitat

    Und darf ich im Buddhismus mich auf Beziehungen etc. wirklich völlig einlassen? Ich bin Mutter und es fällt mir schwer mir vorzustellen, dass auch diese Liebe nur eine Illusion ist, da es das reinste Gefühl ist, das ich jemals erfahren durfte.


    Der Buddha lehrte, das die freudvollste Methode mit dem schnellsten Fortschritt die beste sei.
    Nimm dieses Gefühl als Meditationsobjekt. Metta (brahmavihara) wurde von Ihm sehr empfohlen. Und vor Allem, lass Deine Vorstellungen und Erwartungen los, die bringen bloß Verwirrung. Nichts wird sich rasend schnell durch ein paar Antworten ändern. Du wurdest nicht an einem Tag zu einem Anhaftendem Wesen, darum: hab' Geduld. Alte Gewohnheiten sind hartnäckig.

    Zitat

    Da alles vergänglich ist und es Schmerz erzeugt an etwas zu hängen, hört es sich für mich manchmal so an, als ob ein wahrer Buddhismus bei allen Dingen, die er macht, von vorneherein denkt: Dies ist vergänglich, und dadurch nicht alles für Beziehungen gibt. Er lässt sich sozusagen gar nicht auf andere Menschen ein, weil er weiß, dass dadurch nur Leid entsteht. Stimmt dies?


    Ich kann Deine Sicht nachvollziehen, mir ging es ähnlich. Doch das ist nur der gern herumdenkende und anhaftende Geist, der sich etwas zurechtplaudert. Ich mag den Begriff Kopfkino. Solche Vorstellungen loslassen und sich in Vertrauen zu üben, sich an die Laientugenden halten und vor allem täglich Meditieren, im Sitzen und den ganzen Alltag ist die Aufgabe.


    Vielleicht war dies eine kleine Hilfe?

    Alles Gute, Mirco :)

  • crazy-dragon
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    16. Dezember 2007
    • 21. Februar 2011 um 21:20
    • #4
    Roma:

    ...wahrer Buddhismus...Er lässt sich sozusagen gar nicht auf andere Menschen ein, weil er weiß, dass dadurch nur Leid entsteht.

    Er läßt sich schon ein, pflegt liebendes Mitgefühl, weiß aber, daß Leid allen Dingen immanent ist. Auch in Deiner wunderschönen Mutterliebe dürfte das auftauchen, obwohl ich Dir das nicht wünsche. Spätestens in der Pubertät Deines Kindes :oops: wirst Du noch die Wände hoch gehen...
    Wenn man weiß, was auf einen zukommt, ist man nicht enttäuscht und weiß, daß sich auch das verändern wird.

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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