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Die Shakuhachi im ZEN

  • Jaroo
  • 12. Oktober 2010 um 19:48
  • Zum letzten Beitrag
  • Jaroo
    Themenautor
    Punkte
    85
    Beiträge
    13
    Mitglied seit
    2. September 2010
    • 12. Oktober 2010 um 19:48
    • #1

    Hi ihr
    Welche Bedeutung bzw. Verwendung hat die Shakuhachi für das ZEN? Ich lese immer wieder das die Shakuhachi bzw. das Shakuhachispielen aus dem ZEN-buddhismus hervorgegangen ist. Wißt ihr da mehr darüber?
    Grüße, Jaro

  • Aiko
    Gast
    • 12. Oktober 2010 um 21:17
    • #2
    Jaroo:

    Hi ihr
    Welche Bedeutung bzw. Verwendung hat die Shakuhachi für das ZEN? Ich lese immer wieder das die Shakuhachi bzw. das Shakuhachispielen aus dem ZEN-buddhismus hervorgegangen ist. Wißt ihr da mehr darüber?
    Grüße, Jaro

    Für den Zen hat eigentlich jedes Erlernen eines Instrumentes Bedeutung, da es als Weg gesehen werden kann.
    Aber die Flöte ist ein sehr altes Instrument und neben der Trommel für alle möglichen kultischen Handlungen die musikalischen Begleitung.
    Die Shakuhachi kam ursprünglich aus China. Schon dort gab es vermutlich in der Tang-Zeit im 7.-9. Jh. Verbindungen zum Buddhismus. In Japan tauchen dann die ersten Längsflöten aus Jade, Stein, Elfenbein und Bambus, von denen noch spielbare Instrumente erhalten sind, im Hoforchester Gagaku im 8. Jh auf. Zwischen 9. und 12. Jh. wird über die Verwendung des Instrumentes als Hofinstrument berichtet. Die Shakuhachi war daher nur den Hofleuten und den hohen buddhistischen Priestern zugänglich. Das instrument ist also zusammen mit dem Buddhismus von China nach Japan gekommen. Im Mittelalter (ab dem 13. Jahrhundert) wurde das Instrument vermehrt von wandernden Bettelmönchen gespielt. Nach den Bürgerkriegen und grossen sozialen Umwandlungen im 16. Jh. wurde ein Orden von Bettelmönchen gegründet, der sich auf den Zenmeister Fuke bezog und dessen Wahrzeichen die Strohmatte und die Shakuhachi wurde.

    Fuke war ein Wandermönch in China im 9. Jh., der mit einer Glocke seine Rezitation begleitete. Einer seiner Anhänger (Chohaku) versuchte, das Spiel der Glocke und die Rezitation mit einer Flöte nachzuahmen. So entstand, der Legende nach, das Stück Kyôtaku. Chohaku gab das Stück seinen Schülern weiter.

    Im 13. Jahrhundert kam der japanische Mönch Gakushin nach Studien in China zurück nach Japan und brachte die Flöte Shakuhachi und die darauf gespielte Musik mit. Andere Stücke, wie z.B. Mukaiji (Flöte an nebligem See) und Kokû (Flöte im Leeren Himmel) wurden von einem Schüler von Gakushin, Kichiku aus Eingebung der Natur, komponiert. Diese Stücke bilden bis heute das Basisrepertoire der sogenannten“ zentralen Hauptstücke“ (Honkyoku) der alten Schulen. Neben den auf die religiösen Wurzeln sich stützenden Richtungen des Shakuhachispiels (Honkyoku) werden bis heute auch die kammermusikalische Stile (Gaikyoku, Sankyoku) gepflegt.

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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