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  1. Buddhaland Forum
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Unterschied zwischen angenehmen und unangenehmen Gefühlen

  • Erdmaus
  • 5. August 2010 um 18:48
  • Zum letzten Beitrag
  • Dudjom
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    • 11. September 2010 um 21:06
    • #51
    Erdmaus:
    Zitat

    Aber ganz ehrlich, wenn du so ein wahrhaft guter Prkatizierender wärst, dann hättest du vieles von dem, was du hier bereits geschrieben hast nicht geschrieben.

    mein Geist ist klein, dumm und von quassliger Natur :(
    Aber ich habe ja niemandem geschadet damit.


    Schon recht. Wir vertreten diesbzgl. andere Perspektiven.

    Erdmaus:

    Einfachheit und Purismus ist für mich ganz wichtig. Der Dschungel der Konzepte, Vorstellungen, Phantasien hat mich nie glücklich gemacht. Aber seid ich anfange loszulassen wird mein Herz freier. Dies bedeutet für mich aber auch die Bereitschaft bescheiden zu werden, die eigene Verletzlichkeit anzunehmen und meine geistige Beschränktheit. Ich bin winzig, schwach, klein und wusle in meiner eigenen kleinen geistigen Welt herum. Aber diese Schwäche, Winzigkeit und Verletzlichkeit wird bedeutungslos, wenn es niemanden mehr gibt, der diese Attribute besitzt. Das ist das wundervolle an der Existenz. Das Ich mit seiner unglaublichen Schwere stellt sich als Illusion heraus, die losgelassen werden kann. Dieser Körper mit seinem Gehirn wird diese Attribute immer behalten. Er wird immer jene wuslige, variable Ansammlung bleiben, bis der Tod sie auflöst. Aber in dieser Ansammlung steckt eine Vorstellung vom Ich. Diese Vorstellung kann befreit werden. Sie kann sich auflösen wie ein spukhaftes Phänomen, wie eine rauchige, leidhafte Erscheinung. Das macht mich glücklich, gibt mir Hoffnung und Frieden.

    Jeder will Glück und keiner will Leid. Darin gleichen sich alle fühlenden Wesen. Gleiches schreibst du von dir.
    Auf dem Weg zum Glück, wählen sie immer den falschen Weg. Warum "immer"?`Na sonst wären sie nicht da "wo" sie sind.

    Das "ich" überwinden zu wollen, um sich frei von "Schwäche, Winzigkeit und Verletzlichkeit" ist wohl aber nicht der richtige Ansatz, sondern genau wieder der Ansatz des "ich".

    Wie dem auch sei ... Worte kann man missverstehen ... ich wünsche dir das Glück und den Frieden, die du dir wünscht, und dass dein Weg dorthin nicht so fehlerbehaftet ist wie er sonst immer ist.

    LG

    Alle fühlenden Wesen wollen Glück und kein Leid.
    "Es gibt nichts 'Absolutes' im Buddhismus. Wenn es etwas 'Absolutes' geben würde, dann wäre es 'Mitgefühl'." (HHDL)
    oṃ vajrapāṇi hūṃ phaṭ

  • Erdmaus
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    • 11. September 2010 um 21:11
    • #52
    Zitat

    Wie dem auch sei ... Worte kann man missverstehen ... ich wünsche dir das Glück und den Frieden, die du dir wünscht, und dass dein Weg dorthin nicht so fehlerbehaftet ist wie er sonst immer ist.

    Danke :) das wünsch ich dir auch.

    lg
    maus

  • crazy-dragon
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    • 12. September 2010 um 19:38
    • #53
    Dudjom:


    In deinem Alter sollte man etwas ernster beim Thema "Sterben" sein.
    LG

    So jung wie ich mich fühle, warst Du noch gar nicht; Du läufst wahrscheinlich schon immer miesepetrig durch die Landschaft, mußt Du deswegen Dein Alter verschweigen? :lol: Wieso soll ich da ernster sein? Weil der Tod dann vielleicht nicht kommt oder noch aus Respekt einen Umweg macht?

    Hollerdiyoudou, crazy dragon

    Tag für Tag ein guter Tag

    2 Mal editiert, zuletzt von crazy-dragon (12. September 2010 um 19:47)

  • crazy-dragon
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    • 12. September 2010 um 19:41
    • #54
    Erdmaus:


    Ich nehme grundsätzlich nur überprüfbare Dinge aus seiner Lehre an. Das der Buddha eine Sache lehrte (bzw sie in den Überlieferungen steht), ist für mich kein Kriterium sie anzunehmen.
    Das ist meine ganz persönliche Lebensweise.
    lg
    maus

    Good posting, Chapeau :P Aber mit welchen tools prüfst Du das nach? Gibts da Meßgeräte?

    Lieber Gruß,
    crazy dragon

    Tag für Tag ein guter Tag

    Einmal editiert, zuletzt von crazy-dragon (13. September 2010 um 19:34)

  • Dudjom
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    • 12. September 2010 um 20:32
    • #55
    crazy-dragon:
    Dudjom:


    In deinem Alter sollte man etwas ernster beim Thema "Sterben" sein.
    LG

    So jung wie ich mich fühle, warst Du noch gar nicht; Du läufst wahrscheinlich schon immer miesepetrig durch die Landschaft, mußt Du deswegen Dein Alter verschweigen? :lol: Wieso soll ich da ernster sein? Weil der Tod dann vielleicht nicht kommt oder noch aus Respekt einen Umweg macht?

    Hollerdiyoudou, crazy dragon

    Ich weiß ja von wem das kommt. :|

    LG

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  • mirco
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    • 13. September 2010 um 08:24
    • #56
    Dudjom:

    Freude resultiert aus dem Tun des Richtigen.

    Hallo Dudjom,

    genau. Und das Tun des Richtigen darf ebenfalls freudvoll sein.

    Alles Gute, Mirco

  • Helmut9
    Gast
    • 13. September 2010 um 11:22
    • #57
    crazy-dragon:
    Erdmaus:


    Ich nehme grundsätzlich nur überprüfbare Dinge aus seiner Lehre an. Das der Buddha eine Sache lehrte (bzw sie in den Überlieferungen steht), ist für mich kein Kriterium sie anzunehmen.
    Das ist meine ganz persönliche Lebensweise.
    lg
    maus

    Good posting, Chapeau :P

    Lieber Gruß,
    crazy dragon

    Das Buddha eine Sache lehrt ist genau richtig!

  • crazy-dragon
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    • 13. September 2010 um 19:31
    • #58
    Dudjom:


    Ich weiß ja von wem das kommt. :|
    LG

    Werter Dudjom, das klingt zwar etwas abwertend- aber ich lade Dich trotz Deiner ernsten Miene auf nen Grüntee ein :P
    Lieber Gruß,
    c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Dudjom
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    • 13. September 2010 um 19:47
    • #59
    crazy-dragon:
    Dudjom:


    Ich weiß ja von wem das kommt. :|
    LG

    Werter Dudjom, das klingt zwar etwas abwertend- aber ich lade Dich trotz Deiner ernsten Miene auf nen Grüntee ein :P
    Lieber Gruß,
    c.d.

    Ich kenne dich als den, der hier schreibt, was er schreibt. Deswegen weiß ich von wem das kommt. Das was du schreibst ist deine Entscheidung, d.h. mit dem was du schreibst legst du die Bewertung nahe. Also Be-Wertung. Wenn du Ab-Wertung vermutest, dann müsstest du den Bezugsrahmen für "Ab-" und "Auf-" angeben, damit das verständlich wird.

    LG

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  • mirco
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    • 14. September 2010 um 08:44
    • #60
    Dudjom:
    mirco:

    "sollte" "ernst" ... hört sich nicht nach freudvoller Praxis an :roll::lol:

    Was propagierst du? Die irre Freude vergnügungsüchtiger Dummköpfe, die - in die Tiefe stürzend und sich noch im freien Falle befindend - sich freuen, dass bisher doch alles gutgegangen sei (weil sie noch nicht aufgeschlagen sind)? Das kann nicht wirklich deine Absicht sein ... ? Freude resultiert aus dem Tun des Richtigen. LG

    Hallo Dudjom,

    dazu ist mir noch die Erklärung eines sehr erfolgreich die Brahmaviharas Praktizierenden eingefallen:

    Zitat

    Jedes Mal, wenn ein Hindernis entsteht, man es loslässt, entspannt, zum Meditationsobjekt zurückkehrt und das Hindernis dann wieder auftaucht, ist es nicht das Selbe Hindernis, denn man hatte es ja losgelassen. Das gibt eine Idee davon, wie Anhaftung tatsächlich funktioniert.

    Wenn man anfängt, daraus ein Spiel zu machen, wenn man anfängt, damit zu spielen anstelle es ernst zu nehmen, dann hält dieser Spiel-Modus den Geist ‚erhöht’, so dass es wirklich leicht zu erkennen ist, wenn er zu sinken beginnt. Darum geht es beim Freude erleben. Nicht an der Freude anzuhaften, aber die Freude zu erleben, damit die Achtsamkeit scharf bleibt. Ob (die Freude) stark oder schwach ist, spielt keine so große Rolle. Aber man kann nicht nach ihr greifen. Sobald man dies macht, ist man verloren.

    Wir müssen sagen: „Ach so, wieder ein Gefühl, o.k., na und ?“ Gleichmut dem Gefühl gegenüber zu entwickeln ist der Weg loszulassen und der Weg, tiefer in die Meditation zu gelangen.

    […]

    Wenn man aber beginnt, es ernst zu nehmen anstelle es als ein Spiel zu betrachten, dann beginnt man, es als Problem zu betrachten, als ‚mein’ Problem. Dann hält man an der Idee fest, dass ist ‚meins’, ‚das bin ich’. Es ist nicht so. Wenn man damit zu spielen beginnt und die Perspektive in „es ist nur das“ zu wechseln beginnt, denn man hat das Hindernis sicherlich nicht gebeten, zu escheinen, es kam von alleine, man kann es nicht kontrollieren, also ist es nicht ‚meins’, dann lass es los und entspanne, lächle, (kehre zu Meditationsobjekt zurück) und erlebe Freude.

    Liebe Grüße, Mirco

  • Dudjom
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    • 14. September 2010 um 19:27
    • #61
    mirco:

    Hallo Dudjom,

    dazu ist mir noch die Erklärung eines sehr erfolgreich die Brahmaviharas Praktizierenden eingefallen:

    Mir scheint, das ist jetzt ein ganz anderes Thema. Ich sehe es so, dass es um Taten und ihre Wirkungen ging im Kontext von "Sterben und was dann?" und dies im weiterem Kontext von "Gefühle beim Sterben" und deren Wirkungen auf das "was dann?"


    LG

    Alle fühlenden Wesen wollen Glück und kein Leid.
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  • mirco
    Gast
    • 15. September 2010 um 08:34
    • #62
    Dudjom:

    Mir scheint, das ist jetzt ein ganz anderes Thema. Ich sehe es so, dass es um Taten und ihre Wirkungen ging im Kontext von "Sterben und was dann?" und dies im weiterem Kontext von "Gefühle beim Sterben" und deren Wirkungen auf das "was dann?"

    Aha. Achso. Ich war woanders unterwegs. Na dann, bis bald. Allet Jute, Mirco

  • LeylaAlJamila
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    • 3. Februar 2011 um 17:21
    • #63
    thecap:
    Erdmaus:

    Was unterscheidet ein angenehmes von einem unangenehmen Gefühl?


    Hi Erdmaus

    Kurze Antwort: Das Vorzeichen. . .

    Lange Antwort:

    Es gibt angenehme & unangenehme Gefühle bei Otto-Normal-Verbrauchern und es gibt angenehme & unangenehme Gefühle beim Meditierenden. Bei einem Otto-Normal-Verbraucher entsteht das angenehme Gefühl beim Kontakt mit anziehenden Formen, Gerüchen, Geschmäckern, Geräuschen & Tastempfindungen, oder beim Fehlen von abstoßendem Sinneskontakt, und es vergeht bei der Abwesenheit von anziehendem Sinneskontakt sowie beim Aufsteigen von abstoßendem Sinneskontakt. Das unangenehme Gefühl entsteht bei einem Otto-Normal-Verbraucher beim Kontakt mit abstoßenden Formen, Gerüchen, Geschmäckern, Geräuschen & Tastempfindungen, oder beim Fehlen von angenehmem Sinneskontakt, und es vergeht bei der Abwesenheit von abstoßendem Sinneskontakt, sowie beim Aufsteigen von angenehmem Sinneskontakt. Aber das angenehme Gefühl eines Meditierenden entsteht und vergeht durch Abgeschiedenheit, Kontemplation, Entreizung, Geistessammlung, Vergegenwärtigen der Zustände & Loslösen in und als der Atem; und das unangenehme Gefühl eines Medis entsteht durch Sinnesgier, Übelwollen, Müdigkeit, Rastlosigkeit & Zweifelssucht, und vergeht mit Vergegenwärtigen & Loslösen.

    Alles anzeigen

    Also bitte:


    "Otto-Normal-Verbraucher" = Mensch

    Das hört sich für mich ja fast so an, als würdest du dich für was Besseres halten? : )

    Ohne Sinn kein Sinn...

  • Peeter
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    • 3. Februar 2011 um 18:46
    • #64
    LeylaAlJamila:

    "Otto-Normal-Verbraucher" = Mensch

    Das hört sich für mich ja fast so an, als würdest du dich für was Besseres halten? : )

    Das tun hier ja auch evtl Viele .. mit dem Palikanon auf den Knien ;)

  • Peeter
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    • 3. Februar 2011 um 18:50
    • #65
    sumedha:
    Erdmaus:

    Was unterscheidet ein angenehmes von einem unangenehmen Gefühl?


    wenn mcih der schuh drückt ist es unagenehm, ziehe ich ihn aus ist es angenehm; in diesem fall der schuh

    der Schuh steht dann für das unangenehme Gefühl (?)

    zu allen Anderen .. hier wird doch wieder Haar gespalten .. unangenehm .. angenehm .. ist es bei jedem Menschen das Selbe, das dies oder das auslöst .. sind wir wirklich alle über einen Kamm zu scheren = alle gleich ???
    Wenn du schon beginnst, darüber zu sinnieren, was unangenehm und was angenehm ist, bist du schon nicht mehr auf dem rechten Weg ....
    (es ist doch alles eh nur nicht eigenexistent ;) und von daher ist es evtl besser nach Ursachen für Gefühle zu suchen und sie zu vermehren oder sie evtl loszuwerden, wie Sumedhas Schuh ..)

    Hasta la Vista -.

  • Peeter
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    • 3. Februar 2011 um 18:53
    • #66
    Dudjom:
    sumedha:


    wenn mcih der schuh drückt ist es unagenehm, ziehe ich ihn aus ist es angenehm; in diesem fall der schuh

    Das deutet darauf hin, dass "angenehmes Gefühl" nur eine kurzzeitige Unterbrechung offensichtlichen Leidens ist ... bis sich eine andere Form von Leiden offen manifestiert.

    LG

    das folgerst du daraus ???
    Leiden ist eh ein "dummer" Begriff. Ich las mal .. Grundübel .. das find ich wesentlich passender als dies so negatov belastete (arme) Wort "Leiden".
    Wenn der Schuh offen ist und nicht mehr drückt, wo ist denn dann das folgende "Leiden" ??

  • Peeter
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    • 3. Februar 2011 um 18:55
    • #67
    sumedha:
    Dudjom:

    Das deutet darauf hin, dass "angenehmes Gefühl" nur eine kurzzeitige Unterbrechung offensichtlichen Leidens ist ... bis sich eine andere Form von Leiden offen manifestiert.


    den satz kann man genau so gut umdrehen, dann ist das leid eine kurzzeitige unterbrechung des angenhemen gefühls, wenn ich nähmlich vorwiegend barfüßig laufe. eine sache der perspektive nicht der deutung. du weisst :) die geschichte mit dem halb vollen oder halb leeren glas :grinsen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutung

    wunderbar, dass du so positiv bist ..
    wie eine leuchtende Orange im trüben Spätwinter :D

  • Peeter
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    • 3. Februar 2011 um 19:01
    • #68
    Dudjom:

    Nein denn das vermeintlich Angenehme wendet sich bei Aufrechterhalten und Intensivierung ganz natürlich ins Leidhafte

    Weisst du, wie ich leide, wenn ich sowas lese ??

    Es gibt hier für etliche Buddhisten scheints nichts Schönes auf der Welt .. nur immer leiden .. leiden .. leiden ...
    Obwohl der Buddha doch auf allen Statuen und Bildern voller Lachen ist.

    Ihr versteht es nicht richtig .. denkt mal an die Erbsünde .. das Grundübel im Christentum. Ähnlich ist es auch mit dem angeblichen "Leiden". Es ist da die Eifersucht, der Hass, die Gier, die Intoleranz etc... das sind die Grundübel = Leiden.
    Irgendwann haben wir es eingeheimst .. und diese Dinge/Zustände gilt es loszuwerden. Wir haben sie sozusagen mit bzw. nach der Geburt "geschenkt" bekommen.

  • Sven
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    • 16. Februar 2011 um 22:02
    • #69
    Erdmaus:

    Was unterscheidet ein angenehmes von einem unangenehmen Gefühl?

    Zuerst sollte man die geistigen Gefühle der Einfachheit abtrennen, denn diese entstehen erst in nachfolgenden Bewusstseinprozessen, wo die Dinge schon benannt wurden.

    Es bleiben die körperlichen Gefühle übrig.
    Ein Wohl-Gefühl ist z. B. ein Gefühl wie streicheln, wenn man die Intensität verstärkt, wird daraus ein wehes Reibegefühl. Der Unterschied ist eigentlich nur die Intensität. Dies wird beim Vipassana auch klar erkannt.

    Die Empfindung rot oder blau gehört zu den Weder-weh-noch-wohl-Gefühlen, da die Intensität das Sinnesorgan nur schwach erregt. Anders ist es, wenn man in die Sonnen schauen würde (nicht nachmachen Erblindungsgefahr) dann ist die Intesität so groß, dass es zum Weh-Gefühl wird. Bei Geräuschen ist es genauso (Weder-weh-noch-wohl-Gefühle), es sei denn jemand schreit einem ins Ohr (dann Weh-gefühl).

    Das Durchschauen, dass Wohl-Gefühle letztendlich mit den Weh-Gefühlen in ihren allgemeinen Merkmalen identisch sind, bringt den Ablösungsprozess in Gang, der für das Erwachen erforderlich ist.

    Gruß
    Sven

  • hedin
    Gast
    • 16. Februar 2011 um 22:14
    • #70
    Sven:


    Zuerst sollte man die geistigen Gefühle der Einfachheit abtrennen, denn diese entstehen erst in nachfolgenden Bewusstseinprozessen, wo die Dinge schon benannt wurden.
    Es bleiben die körperlichen Gefühle übrig.

    Sind nicht alle Gefühle geistigen Ursprungs ?

    hedin

  • Hanzze
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    • 17. Februar 2011 um 06:42
    • #71

    Oiso monchmoi hab is so a "Ahhhhh..." Gefühl und donn hob I so a "Uiiiijeeee..." Gefühl und dann kümmt wieda a "Ahhhh..." Gefühl und monchmoi kummt ma fua das des "uiijeee..." Gefühl irgendwie mit dem "Ahhhh..." Gefühl zusommen hängt und des "Ahhhh..." Gefühl am stärksten is, wenns noch einem "Uiiijee..." Gefühl kümmt.
    Dann denkst da, pfeif auf des "Ahhh..." und "Uiiijeee..." und dann fühlst nix mehr. Oba irgendwie is den ned cool.

  • Sven
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    • 17. Februar 2011 um 14:02
    • #72
    hedin:

    Sind nicht alle Gefühle geistigen Ursprungs ?

    Ursprung ist nicht genau genug. Natürlich ist ohne Geist kein Gefühl möglich. Dennoch haben im Buddhismus alle Gefühle eine körperliche Grundlage. So ist für die Sehempfindung Rot das "Auge" die Körperliche Grundlage (ohne Auge keine rote Sehempfindung).

    Aber das ist hier nicht gemeint, da auch geistige Gefühle eine körperliche Grundlage haben.

    Mit körperlichen Gefühlen sind hier die körperlichen neutralen Gefühle (z. B. die Sinnesempfindungen) die körperlichen angenehmen Gefühle (z. B. Wärme) und die körperlichen unangenehmen Gefühle/Schmerzemfindungen (z. B. Hitze) gemeint.

    Unangenehme geistige Gefühle sind z. B Trauer, Verzweiflung, Angst etc.

    Unangenehme geistige Gefühle kommen bei erwachten Personen nicht mehr vor. Aber die in diesem Sinne körperlichen unangenehmen Gefühle sind auch für erwachte Personen nicht vermeidbar.

    Gruß
    Sven

  • hedin
    Gast
    • 17. Februar 2011 um 14:27
    • #73
    Sven:

    Unangenehme geistige Gefühle sind z. B Trauer, Verzweiflung, Angst etc.
    Unangenehme geistige Gefühle kommen bei erwachten Personen nicht mehr vor. Aber die in diesem Sinne körperlichen unangenehmen Gefühle sind auch für erwachte Personen nicht vermeidbar.

    Es gibt angenehme, unangenehme und neutrale Gefühle. Die ersten beiden können sehr subtil sein, so dass wir sie gar nicht wahrnehmen, aber trotzden mit Anhaftung darauf reagieren.
    Trauer, Verzweiflung, Angst etc. sind m.E. keine Gefühle, sondern das Ergebnis des Ergreifens/Ablehnens (Wollen) dieser Gefühle.
    Erleuchtete Personen tragen das vor ihrer Erleuchtung angesammelte Karma mit und erfahren somit alle Arten von Gefühlen.
    Durch die Tilgung der 10 Befleckungen greifen sie aber nicht mehr nach angenehm, unangenehm, daher keine Angst, Verzweiflung,Trauer etc.

    hedin

  • Erdmaus
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    • 17. Februar 2011 um 16:22
    • #74
    Zitat

    Das Durchschauen, dass Wohl-Gefühle letztendlich mit den Weh-Gefühlen in ihren allgemeinen Merkmalen identisch sind, bringt den Ablösungsprozess in Gang, der für das Erwachen erforderlich ist.

    Dies ist ein weiser Satz. Ich denke er deutet auf eine wichtige Erkenntnis.

    gruß
    maus

  • monikamarie
    Gast
    • 17. Februar 2011 um 17:33
    • #75

    Ich bin davon überzeugt, dass es all die Gefühle weiterhin gibt, nur nicht mehr den "Fühlenden". Auch für Buddha gab es sicher Trauer genauso wie Freude, jedoch keinen Trauernden und keinen sich Freuenden.
    Genauso wie Buddha auch ein Hungergefühl empfunden haben wird, jedoch nicht darunter litt.
    Ein Befreiter wird nicht denken: "oh, ich bin so traurig" oder "ach, was freu ich mich" oder gar "ich hab Hunger, also ich muss schnell meinen Hunger stillen." Er oder sie wird Trauer verspüren und sich nicht weiter darum kümmern, oder Freude und sich nicht weiter darum kümmern, oder Hunger und essen, wenn es passt und vorhanden ist, oder sich nicht weiter darum kümmern.
    _()_ Monika

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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