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Fragen zu den buddhistischen Schulen

  • Wohlwollen
  • 21. Juni 2010 um 23:52
  • Zum letzten Beitrag
  • Wohlwollen
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    21. Januar 2010
    • 21. Juni 2010 um 23:52
    • #1

    Hallo an alle! :)

    in den letzten Wochen und Monaten haben sich einige Fragen um die verschiedenen buddhistischen Lehrrichtungen bei mir angesammelt. Ich würde gerne diese Fragen oder Aussagen in den Raum stellen und würde mich freuen, wenn (besonders Praktizierende dieser Richtung) ihre Meinung dazu sagen.

    1. Tibetischer Buddhismus: Mir erscheint der tibetische Buddhismus im Gegensatz zum nüchtern-analytischen Theravada-Buddhismus sehr bunt, grell und chaotisch. Dort kommen Dämonen, Götter und Geister vor, es werden Trommeln geschlagen, Ritualgegenstände verwendet, es werden Mantras gesungen, esoterische (im Sinne von "der Öffentlichkeit nicht zugänglich") Lehren gegeben.
    Bisher begegnete mir diese Richtung beim Diamantweg-Zentrum und in Form einer Gelug-Nonne, die in einem tibetischen Zentrum tätig ist. Gerade die Diamantweg-Praktizierende kommen mir sehr quirlig vor: u.a. werden Partys gefeiert, Alkohol getrunken, bunte Visualierungsübungen absolviert und tibetische Lieder (Schwarzer Mantel) gesungen. Ich finde das zwar sehr fröhlich und locker, aber ich habe mich dabei schon gefragt was daran teilweise Lehre Buddhas sein soll. Die Behauptung, dass die "fortgeschrittenen" Belehrungen Buddhas mündlich geheim weitergegeben wurden, lässt sich nicht überprüfen – mit so einer Erklärung kann man alles lehren ohne angreifbar zu sein.

    Was sagen Praktizierende dieser Richtung dazu?

    2. Zen-Buddhismus: Zen erscheint mir hingegen wiederum sehr nüchtern, klar und ruhig. Durch das Betonen von Achtsamkeit habe ich den Eindruck, dass etwa der soziale Teil (Party, scherzen, "alles nicht so ernst nehmen") auf das allernotwendigste heruntergeschraubt werden. Ich bin nun ein Mensch, der sehr gerne lacht und vieles nicht so ernst nimmt.

    Ich hoffe das ist nun keine dumme Frage: Wird man als Zen-Praktizierender denn sachlich, ernst und zurückgezogen?

    3. Theravada-Buddhismus: In meiner Nähe habe ich einmal eine Theravada-Gruppe (Laienanhänger/innen) besucht und dort Vipassana und Metta-Meditation gemacht. Ich war verwundert über die wohlwollende Ausrichtung auf andere, die ich eher dem Mahayana zugeordnet hätte.
    Besonders vonseiten des Diamantweg-Buddhismus wird dem Theravada vorgeworfen nur das eigene Erwachen anzustreben. Von diesen Darstellungen hat man den Eindruck es handelt sich fast nur um Mönche, die sich selbst befreien wollen und nur gut an anderen handeln, damit es sie wiederum einen Schritt näher zur Befreiung führt.
    Immer wieder habe ich gelesen, dass im Theravada Laienanhänger/innen nur eine niedrige Stellung einnehmen würden. Die Rolle des Laienanhänger bestünde darin, dass er die Mönche und Nonnen materiell versorgt und durch diese Taten hofft im nächsten Leben als Mönch bzw. Nonne wiedergeboren zu werden um überhaupt Erleuchtung zu erlangen.

    Meine Frage: Sind diese Behauptungen wahr? Wenn nicht, wie läuft das wirklich im Theravada?

    Vielen Dank! 8)
    Liebe Grüße,
    Wohlwollen :)

    Mögen alle Wesen frei sein von Gier, Hass und Verblendung.

  • bel
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 00:22
    • #2
    Wohlwollen:

    ..... Gerade die Diamantweg-Praktizierende kommen mir sehr quirlig vor: u.a. werden Partys gefeiert, Alkohol getrunken, ......Ich finde das zwar sehr fröhlich und locker, aber ich habe mich dabei schon gefragt was daran teilweise Lehre Buddhas sein soll. Die Behauptung, dass die "....
    ..... Zen erscheint mir hingegen wiederum sehr nüchtern, klar und ruhig. Durch das Betonen von Achtsamkeit habe ich den Eindruck, dass etwa der soziale Teil (Party, scherzen, "alles nicht so ernst nehmen") auf das allernotwendigste heruntergeschraubt werden. Ich bin nun ein Mensch, der sehr gerne lacht und vieles nicht so ernst nimmt.

    Ja, aber möchtest Du denn Deine "soziale" Ader in einer "Kirchengemeinde" ausleben? Ich kann nur raten, das "Zentrum" nicht zum Lebensmittelpunkt werden zu lassen - in vielen Fällen ist da Enttäuschung vorprogrammiert.
    Das mit den Feiern und Alkohol ist ne "Teenager"-Sache, das meine ich nicht auf Dich bezogen, sondern als ein mögliches Kennzeichen noch junger Gemeinschaften (und/oder deren Führungspersonals) - gabs übrigens auch in der Etablierungsphase von Zen in Europa.


    _()_

  • Wohlwollen
    Themenautor
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    21. Januar 2010
    • 22. Juni 2010 um 00:31
    • #3
    bel:
    Wohlwollen:

    ..... Gerade die Diamantweg-Praktizierende kommen mir sehr quirlig vor: u.a. werden Partys gefeiert, Alkohol getrunken, ......Ich finde das zwar sehr fröhlich und locker, aber ich habe mich dabei schon gefragt was daran teilweise Lehre Buddhas sein soll. Die Behauptung, dass die "....
    ..... Zen erscheint mir hingegen wiederum sehr nüchtern, klar und ruhig. Durch das Betonen von Achtsamkeit habe ich den Eindruck, dass etwa der soziale Teil (Party, scherzen, "alles nicht so ernst nehmen") auf das allernotwendigste heruntergeschraubt werden. Ich bin nun ein Mensch, der sehr gerne lacht und vieles nicht so ernst nimmt.

    Ja, aber möchtest Du denn Deine "soziale" Ader in einer "Kirchengemeinde" ausleben? Ich kann nur raten, das "Zentrum" nicht zum Lebensmittelpunkt werden zu lassen - in vielen Fällen ist da Enttäuschung vorprogrammiert.
    Das mit den Feiern und Alkohol ist ne "Teenager"-Sache, das meine ich nicht auf Dich bezogen, sondern als ein mögliches Kennzeichen noch junger Gemeinschaften (und/oder deren Führungspersonals) - gabs übrigens auch in der Etablierungsphase von Zen in Europa.

    Vielen Dank für deine Antwort, bel!

    Das Zentrum ist sicher nicht mein sozialer Lebensmittelpunkt - keine Sorge. ;) Ich wollte mit dem oben genannten Thema Erfahrene fragen, wie ob man durch Praktizeren von Zen mit der Zeit eher zu einem ernsteren und zurückgezogeneren Menschen wird.

    Liebe Grüße,
    Wohlwollen :)

    Mögen alle Wesen frei sein von Gier, Hass und Verblendung.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 02:04
    • #4

    Moin Wohlwollen,

    Zitat

    Wird man als Zen-Praktizierender denn sachlich, ernst und zurückgezogen?


    Ich glaube nicht, das sich diese Frage allgemein beantworten lässt. Ich empfinde es nicht so. Ich gehe den Zen Weg schon gut 20 Jahre. Ich kann lachen und scherzen aber auch ernst sein und sachlich.

    Zitat

    Tibetischer Buddhismus: Mir erscheint der tibetische Buddhismus im Gegensatz zum nüchtern-analytischen Theravada-Buddhismus sehr bunt, grell und chaotisch. Dort kommen Dämonen, Götter und Geister vor, es werden Trommeln geschlagen, Ritualgegenstände verwendet, es werden Mantras gesungen, esoterische (im Sinne von "der Öffentlichkeit nicht zugänglich") Lehren gegeben.


    Im Zen, jedenfalls in unserer Traditionslinie, werden beim Rezitieren auch Trommeln geschlagen. Mantras sind in unserer Richtung auch nicht unbekannt, es werden aber eher Dharanis rezitiert.Und der Öffentlichkeit nicht zugängliche Lehren gibt es auch, wir nennen es Koan-Arbeit :D

    Es gibt überall so'ne und solche.

    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • Mondfinger
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    7. Februar 2010
    • 22. Juni 2010 um 08:05
    • #5

    @ Wohlwollen.
    Das sind viele Fragen! Stoff für mindestens 3 Threads. Oder 30...
    Schnelle Antworten wirst Du hier nicht bekommen.
    Kultiviere weiter deine kritische Sicht auf die Schulen. Kultiviere deinen gesunden Menschenverstand. Kultiviere Lebensfreude. Dann kommen die Antworten von alleine und du wirst merken, welche "Schule" dein Herz am meisten anspricht.
    Akzeptiere einfach für den Anfang, dass dieser "Buddhismus" eine atemberaubend unübersichtliche Angelegenheit ist.
    Da kann man die Katholiken manchmal wirklich beneiden...

    Tra il dire e il fare c'è di mezzo il mare (ital. Sprichwort = Zwischen dem Reden und dem Tun liegt ein Ozean).

  • Dudjom
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    • 22. Juni 2010 um 08:42
    • #6
    Wohlwollen:

    1. Tibetischer Buddhismus: Mir erscheint der tibetische Buddhismus im Gegensatz zum nüchtern-analytischen Theravada-Buddhismus sehr bunt, grell und chaotisch.


    Wenn du irgendwo auf dem Gebiet des Buddhismus analytisches Denken lernen kannst, dann im Rahmen des tibetischen Buddhismus, kaum im Theravada. Theravada orientiert sich an Aussagen im Palikanon, welche als "gesetzt" gelten, und misst alles Weitere daran. Einige Schulen des tibetische Buddhismus (nicht alle) setzen dagegen auf Analyse und eigenes Schlussfolgern.

    Wohlwollen:


    Dort kommen Dämonen, Götter und Geister vor, es werden Trommeln geschlagen, Ritualgegenstände verwendet, es werden Mantras gesungen, esoterische (im Sinne von "der Öffentlichkeit nicht zugänglich") Lehren gegeben.


    Götter und Geister kommen im Thervada auch vor, der Dämon Mara ebenso.
    Trommeln werden in Musik auch geschlagen. Hörst du deswegen keine Musik?

    Wohlwollen:


    Gerade die Diamantweg-Praktizierende kommen mir sehr quirlig vor: u.a. werden Partys gefeiert, Alkohol getrunken, bunte Visualierungsübungen absolviert und tibetische Lieder (Schwarzer Mantel) gesungen. Ich finde das zwar sehr fröhlich und locker, aber ich habe mich dabei schon gefragt was daran teilweise Lehre Buddhas sein soll.


    Da hier von Anhängern des Ole Nydhal immer betont wird, dass sie sich vom tibetischen Buddhismus abgrenzen, würde ich diese Gruppierung als ungeeignet ansehen, um etwas über den tibetischen Buddhismus zu erfahren. Wer am lautesten schreit, ist nicht notwendigerweise der, der recht hat.

    Wohlwollen:


    Die Behauptung, dass die "fortgeschrittenen" Belehrungen Buddhas mündlich geheim weitergegeben wurden, lässt sich nicht überprüfen – mit so einer Erklärung kann man alles lehren ohne angreifbar zu sein.

    Was sagen Praktizierende dieser Richtung dazu?


    Bestimmte Belehrungen sollten geheim bleiben, weil sie sonst Schaden nehmen und ihre Wirksamkeit verlieren. Sie sind alleine für die Sphäre von Lehrer und Schüler gedacht. Wer dies nicht akzeptieren kann, der hat vielleicht ein Problem mit seiner ungestillten Neugierde oder seinem nicht bremsbaren Diskussionstrieb.
    Alles was das Theravada lehrt ist im tibetischen Buddhismus perfekt integriert. Allerdings gibt es Fehldeutungen seitens mancher Schüler, die vor lauter Aufgeblasenheit über "hohe" oder "höhere" Lehren denken, sie könnten die Lehrreden des Buddha selbst ignorieren, ablehnen oder als "nur für das Hinayana gültig" bezeichnen.

    Liebe Grüße

    Alle fühlenden Wesen wollen Glück und kein Leid.
    "Es gibt nichts 'Absolutes' im Buddhismus. Wenn es etwas 'Absolutes' geben würde, dann wäre es 'Mitgefühl'." (HHDL)
    oṃ vajrapāṇi hūṃ phaṭ

  • Kusala
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 08:50
    • #7
    Wohlwollen:

    3. Theravada-Buddhismus: In meiner Nähe habe ich einmal eine Theravada-Gruppe (Laienanhänger/innen) besucht und dort Vipassana und Metta-Meditation gemacht. Ich war verwundert über die wohlwollende Ausrichtung auf andere, die ich eher dem Mahayana zugeordnet hätte.

    Die Brahmavihāra (Güte und Freundlichkeit (mettā), Mitgefühl (karunā), Mitfreude (muditā), Gleichmut (upekkhā)) haben einen hohen Stellenwert im Theravada und entwickeln sich ganz natürlich und selbstverständlich auf dem Weg. Sie sind nichts eingeübtes oder aufgesetztes. Im Theravada geht es auch um Authentizität und Entwicklung aus eigener Erkenntnis heraus. Jeder darf so sein wie er/sie gerade ist und wo er/sie gerade steht.
    Da muss man sich und anderen nichts vor machen.

    Wohlwollen:

    Besonders vonseiten des Diamantweg-Buddhismus wird dem Theravada vorgeworfen nur das eigene Erwachen anzustreben.

    Im Theravada wir das eigene Erwachen von den meisten angestrebt. Auf dem Weg dahin nimmt man aber jede Menge Menschen mit :D
    Fakt ist aber, dass man nur Dinge weiter geben kann, die man selber auch erfahren hat. So ist es nur natürlich, dass man erst einmal selber an sich arbeitet. Durch die eigene "Veränderung" verändert man seine Umwelt, was zu mehr Lebensqualität für alle führt.
    Jegliches Wissen wird auch anderen weiter gegeben. Der Buddha sagte mal, dass es nichts wichtigeres als edle Freunde auf dem Weg gibt. Im Theravada versucht man für jeden ein edler Freund zu sein. Auch weit entwickelte Lehrer verstehen sich eher als edle Freunde als als Lehrer. Jeder kann aber wie gesagt nur das weiter geben was er auch wirklich selber weiß und in seinem Leben umgesetzt hat und auch vorleben kann.

    Wohlwollen:

    Immer wieder habe ich gelesen, dass im Theravada Laienanhänger/innen nur eine niedrige Stellung einnehmen würden. Die Rolle des Laienanhänger bestünde darin, dass er die Mönche und Nonnen materiell versorgt und durch diese Taten hofft im nächsten Leben als Mönch bzw. Nonne wiedergeboren zu werden um überhaupt Erleuchtung zu erlangen.

    Das ist nicht richtig. Laien und Ordinierte sollen eine Vierfache Versammlung bilden. Eine Symbiose. Die Laien unterstützen die Ordinierten damit sie sich zum Wohle aller explizit dem Dhamma in Theorie und Praxis widmen können. Dafür unterrichten die Ordinierten die Laien und geben das weiter was sie selber durchschaut haben, bzw. studiert haben. Zum intensiven Studium und der intensiven Praxis bedarf es Zeit und Ruhe. Die findet man als Ordinierter (und das leider auch nicht immer) aber selten im Hausleben. Einige lassen sich z.B. auch nur zeitweise ordinieren. Ein Mann kann bis zu 7 mal die Robe an- und ablegen.

    Es gibt im Theravada keine niedere oder höhere Stellung. Jeder kann in diesem Leben alles verwirklichen, sofern es denn karmisch passt. Egal wo er/sie steht im Leben. Ob Ordiniert oder nicht Ordiniert spielt dabei nur insofern eine Rolle, dass man es im Hausleben durch diverse Ablenkungen (Beruf, Familie etc.) event. schwerer haben kann, sich mit dem Dhamma intensiver zu beschäftigen.

    Außerdem, jeder darf so sein wie er/sie ist. Nicht jeder strebt in diesem Leben die entgültige Befreiung an. Manchen reicht es auch erst mal sich z. B. in den Silas zu üben (was automatisch zu einem heilsameren und freudvollerem Leben führt) und andere zu unterstützen wie z.B. Dana geben, damit andere die Möglichkeit haben sich schneller zu entwickeln. Abgeben (damit andere event. bessere Möglichkeiten haben) ist z.B. eine gute Übung um sein Ego zu überwinden. Auch möchte z. B. nicht jeder meditieren usw. In der ursprünglichen Lehre des Buddha hat jeder Platz. Jeder nach seinen karmischen Gegebenheiten. Der Dhamma ist zeitlos, Geschlechtsunabhängig, Standesunabhängig usw.
    Die Wege auf dem edlen Achtfachen Pfad sind so unterschiedlich wie es Menschen gibt und doch ist es der gleiche Pfad.
    Durch eigene Einsichten auf dem Weg entsteht da auch Toleranz (Gleichmut) und wie oben schon erwähnt Mitgefühl, Mitfreude und Freundlichkeit allen Wesen gegenüber.

    Mögen alle Wesen glücklich in sich selber ruhen!

    Kusala

  • hedin
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 10:10
    • #8
    Kusala:


    Außerdem, jeder darf so sein wie er/sie ist. Nicht jeder strebt in diesem Leben die entgültige Befreiung an. Manchen reicht es auch erst mal sich z. B. in den Silas zu üben (was automatisch zu einem heilsameren und freudvollerem Leben führt) und andere zu unterstützen wie z.B. Dana geben, damit andere die Möglichkeit haben sich schneller zu entwickeln. Abgeben (damit andere event. bessere Möglichkeiten haben) ist z.B. eine gute Übung um sein Ego zu überwinden. Auch möchte z. B. nicht jeder meditieren usw. In der ursprünglichen Lehre des Buddha hat jeder Platz. Jeder nach seinen karmischen Gegebenheiten. Der Dhamma ist zeitlos, Geschlechtsunabhängig, Standesunabbhängig usw.
    Die Wege auf dem edlen Achtfachen Pfad sind so unterschiedlich wie es Menschen gibt und doch ist es der gleiche Pfad.
    Durch eigene Einsichten auf dem Weg entsteht da auch Toleranz (Gleichmut) und wie oben schon erwähnt Mitgefühl, Mitfreude und Freundlichkeit allen Wesen gegenüber.

    genauso sehe ich den Theravada-Buddhismus.
    danke für deine Erklärungen.

    hedin

  • bel
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 10:18
    • #9
    Dudjom:

    Wenn du irgendwo auf dem Gebiet des Buddhismus analytisches Denken lernen kannst, dann im Rahmen des tibetischen Buddhismus,


    Vielleicht auf einer tibetischen Klosteruniversität - in Europa ist mir noch nie aufgefallen, daß sich Tibeter mit besonderer Analytik hervortun, hier schon überhaupt nicht.

    Dudjom:

    kaum im Theravada. Theravada orientiert sich an Aussagen im Palikanon, welche als "gesetzt" gelten, und misst alles Weitere daran.


    Wenn man im tibetischen Buddhismus wirklich die "Analytik" mit Löffeln schaufeln könnte, wäre einem aufgefallen, daß der überwiegernde Teil des Pali-Suttapitaka analytische Betrachtungen sind.

    Viel Spaß noch bei fröhlichen Schubladen-Spiel.


    _()_

  • Dudjom
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    • 22. Juni 2010 um 10:25
    • #10
    bel:
    Dudjom:

    kaum im Theravada. Theravada orientiert sich an Aussagen im Palikanon, welche als "gesetzt" gelten, und misst alles Weitere daran.


    Wenn man im tibetischen Buddhismus wirklich die "Analytik" mit Löffeln schaufeln könnte, wäre einem aufgefallen, daß der überwiegernde Teil des Pali-Suttapitaka analytische Betrachtungen sind.


    Ich sprach ja auch vom Theravada, welches sich im Umgang von Theravadins mit ihren Schriften zeigt. Ich sprach nicht davon wie ein bel die Schriften des Theravada interpretiert.

    bel:


    Viel Spaß noch bei fröhlichen Schubladen-Spiel.


    Viel Erfolg beim Erlernen von Unterscheidung.

    LG

    Alle fühlenden Wesen wollen Glück und kein Leid.
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  • bel
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 10:47
    • #11
    Dudjom:

    Ich sprach ja auch vom Theravada, welches sich im Umgang von Theravadins mit ihren Schriften zeigt. Ich sprach nicht davon wie ein bel die Schriften des Theravada interpretiert.


    Was weißt Du denn von "Theravada"? Oder hast Du in SriLanka studiert?
    Letztens hat mir mir ne Freundin aus Burma n Packen Publikationen aus den dortigen Klöstern mitgebracht - da war von verschiedenen Autoren einges vom Niveau Buddhadasas dabei - wenn man das nicht kennt, ist das weder denen noch dem "Theravada" anzulasten.

    _()_

  • Dudjom
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    • 22. Juni 2010 um 11:01
    • #12
    bel:
    Dudjom:

    Ich sprach ja auch vom Theravada, welches sich im Umgang von Theravadins mit ihren Schriften zeigt. Ich sprach nicht davon wie ein bel die Schriften des Theravada interpretiert.


    Was weißt Du denn von "Theravada"? Oder hast Du in SriLanka studiert?


    Ich weiß vom Theravada das, was die, die sich zu dieser Tradition bekennen, von sich geben. Und dies sind sowohl Laienpraktizierende als auch Mönche. Dabei bestreite ich nicht, dass es im Zusammenhang ihrer Tradition nicht legitim wäre, mit den Schriften so umzugehen wie sie es tun, und ich behaupte auch nicht alle Theravada-Mönche und Laienpraktizierende, die es gibt, zu kennen oder etwas von ihnen gehört oder gelesen zu haben.
    Was aber ein bel, der Zen praktiziert, über das Theravada äußert, halte ich in diesem Zusammenhang für belanglos. Zumal ein bel sich hier grundsätzlich dadurch hervortut, dass er über andere Traditionen als Zen glaubt besser Bescheid zu wissen als diejenigen, welche in der jeweiligen Tradition praktizieren.

    LG

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  • bel
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 11:16
    • #13
    Dudjom:
    bel:


    Was weißt Du denn von "Theravada"? Oder hast Du in SriLanka studiert?


    Ich weiß vom Theravada das, was die, die sich zu dieser Tradition bekennen, von sich geben. Und dies sind sowohl Laienpraktizierende als auch Mönche. Dabei bestreite ich nicht, dass es im Zusammenhang ihrer Tradition nicht legitim wäre, mit den Schriften so umzugehen wie sie es tun, und ich behaupte auch nicht alle Theravada-Mönche und Laienpraktizierende, die es gibt, zu kennen oder etwas von ihnen gehört oder gelesen zu haben.


    Und im Lichte dessen ist Deine generalisierende Aussage ...

    Dudjom:

    Wenn du irgendwo auf dem Gebiet des Buddhismus analytisches Denken lernen kannst, dann im Rahmen des tibetischen Buddhismus, kaum im Theravada.


    ..... einfach nur Mumpitz.

    Dudjom:

    Was aber ein bel, der Zen praktiziert, über das Theravada äußert, halte ich in diesem Zusammenhang für belanglos. Zumal ein bel sich hier grundsätzlich dadurch hervortut, dass er über andere Traditionen als Zen glaubt besser Bescheid zu wissen als diejenigen, welche in der jeweiligen Tradition praktizieren.


    Sags Dir mal schön selbst, oder bist Du schon merkbefreit?

    _()_

  • Kusala
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 11:17
    • #14

    Werter Dudjom, die gesamte Praxis im Theravada besteht aus

    Rechte Erkenntnis (Sammā-Diṭṭhī)

    Rechte Gesinnung (Sammā-Saṅkappa)

    Rechtes Reden (Sammā-Vācā)

    Rechtes Tun (Sammā-Kammanta)

    Rechte Lebensführung (Sammā-Ājīva)

    Rechte Anstrengung (Sammā-Vāyāma)

    Rechte Achtsamkeit (Sammā-Sati)

    Rechte Geistessammlung (Sammā-Samādhi)

    Sīla, Samādhi, Paññā

    Lesen/hören/lernen
    ...............eigenes darüber nachdenken/überprüfen (analysieren, diskutieren) und Meditation/Kontemplation .


    Zitat


    Aus "Die sieben Erleuchtungsglieder"
    ....................
    Als zweiter Faktor der Erleuchtungsglieder wird die

    Gesetzesergründung (dhammavicaya-sambojjhaṅga) angeführt.

    Sie beinhaltet das Wissen um die Dinge, wie sie denn tatsächlich sind. Karmisch Heilsames, nicht Heilsames und Neutrales müssen unterschieden werden. Weiterhin beinhaltet sie die Erforschung der Charaktereigenschaften, die Wirklichkeitsergründung und die Einsicht in das Gesetz der Daseinserscheinungen. Es erfordert ein systematisches Herangehen an alles das Dasein Betreffende, um Erkenntnisse und Wissen über die logischen Gesetzmäßigkeiten zu erlangen. Als Ergebnis entsteht ein analytisches Wissen. Es wird aufgeteilt in vier analytische Wissensformen.

    1. Das Analytische Wissen vom wahren Wesen (attha-patisambhidā).
    attha: Sinn, Zweck, Ergebnis, Bedeutung, wahres Wesen
    patisambhidā: Kenntnis der Bedeutung (von Wörtern)
    Diese Erkenntnis beinhaltet das Wissen um das bedingte Entstehen, das Nibbāna, Wortbedeutungen, karmische Wirkungen und karmisch unabhängige Funktionen. Des Weiteren die Erkenntnis vom Leiden.

    2. Das Analytische Wissen vom Gesetz, den Gesetzmäßigkeiten (dhamma-patisambhidā).
    dhamma: Bedingung, Gesetz, Gesetzmäßigkeit, Träger (tragen), Phänomen, Gegebenheit, Ding.
    Diese Erkenntnis beinhaltet das Wissen über jede ein Ergebnis erzeugende Ursache, das gesprochene Wort, der Edle Achtfache Pfad, das karmisch Heilsame und das karmisch Unheilsame, des weiteren die Erkenntnis vom Entstehen des Leidens.

    3. Das Analytische Wissen von der Sprache (nirutti-patisambhidā).
    nirutti: Ausdrucksweise, Aussprache, Dialekt
    Dies bedeutet, dass man immer die richtige Wortwahl hat, um es wirklichkeitsgemäß "auf den Punkt" zu bringen, und dass die Ausdrucksweise präzise ist.

    4. Das Analytische Wissen von der Schlagfertigkeit (patibhana-patisambhidā).
    patibhana: Redegewandtheit, Schlagfertigkeit
    Auf alle Fragen, die einem gestellt werden, oder in Diskussionen hat man immer die richtige Antwort.

    Wie erlangt man die vier analytischen Wissen?

    Im Aṅguttara-Nikāya VII. 37 lesen wir:

    Im Besitze von sieben Eigenschaften, ihr Mönche, mag sich ein Mönch nach gar nicht langer Zeit die vier Analytischen Wissen zu eigen machen, sie selber erkennend und verwirklichend; und mit ihnen ausgestattet, hat er sich die vier Analytischen Wissen zu eigen gemacht, sie selber erkennend und verwirklichend. Welches sind diese sieben Eigenschaften? Da weiß, ihr Mönche, der Mönch der Wirklichkeit gemäß: 'Diese geistige Schlaffheit besteht in mir.' Ist sein Geist innerlich verkrampft, so weiß er der Wirklichkeit gemäß: 'Mein Geist ist innerlich verkrampft.' Ist sein Geist nach außen hin zerstreut, so weiß er: 'Mein Geist ist nach außen hin zerstreut.' Bewusst steigen die Gefühle in ihm auf, bewusst sind sie da, bewusst schwinden sie. Bewusst steigen die Wahrnehmungen in ihm auf, bewusst sind sie da, bewusst schwinden sie. Bewusst steigen die Gedanken in ihm auf, bewusst sind sie da, bewusst schwinden sie. Bei den zuträglichen und unzuträglichen, den gemeinen und edlen Dingen und den Gegensätzen von Gut und Böse, da hat er die Ursache wohl erfasst, wohl erwogen, wohl verstanden, in Weisheit wohl durchdrungen.

    Um analytisches Wissen zu erlangen, ist ein hilfreiches, eigentlich das wichtigste! Instrument die "Durchschauung" (vipassanā). Man unterscheidet drei weltliche Durchschauungen:

    1. Die Durchschauung des Erkannten (ñāta- vipassanā)
    2. Die untersuchende Durchschauung (tirana- vipassanā)
    3. Die überwindende Durchschauung (pahāna- vipassanā)

    Man kann eine ausführliche Beschreibung im Visuddhimagga finden.

    Oft stößt man dabei an Grenzen des eigenen Denkens und die Gedanken drehen sich immer wieder im Kreis. Dann hilft manchmal ein geduldiges Ruhenlassen des Denkens, so lange, bis man erkennt: "Ja, genau so ist es." Des Weiteren ist es von Vorteil, sich jederzeit ethisch korrekt zu verhalten, denn nur mit einem beruhigten Geist (kein "schlechtes" Gewissen) ist man in der Lage, Wissen zu erlangen und nicht Verblendungen anheim zu fallen, auf Irrwege zu gelangen. Das heißt, nicht nur durch Lesen und (Auswendig-) Lernen der Lehrreden des Pālikanon (Vinaya, Sutten und Abhidhamma) erreicht man analytisches Wissen (Wissensbildung), sondern nur in der Kombination Lesen, Lernen, Nachdenken, Analysieren, Diskutieren, In-Frage-Stellen. Man versucht, das Gelesene bzw. Gehörte zu verstehen (wann, zu wem wurde was gesagt, welche Umstände führten eben dazu, usw.). Und in der Meditation versucht man, mit Achtsamkeit ALLES zu durch-schauen (vi-passanā), und nicht länger - wie die meisten Menschen - alles nur an-zuschauen.

    Dazu folgendes Zitat aus dem Saṃyutta-Nikāya 46.51:

    Was aber, ihr Mönche, ist die Nahrung, um das noch nicht erschienene Erwachungsglied Lehrergründung erscheinen und das erschienene sich weiter entfalten und reif werden zu lassen? Es gibt, ihr Mönche, heilsame und unheilsame Dinge, tadelhafte und untadelige Dinge, niedere und erlesene Dinge, es gibt Dinge mit dem Gegensatz von Dunkel und Hell: was dabei an gründlicher Aufmerksamkeit sich ausbreitet, das ist die Nahrung, um das noch nicht erschienene Erwachungsglied Lehrergründung erscheinen und das erschienene sich weiter entfalten und reif werden zu lassen. Was aber ist, ihr Mönche, der Nahrungsentzug für das Erscheinen des noch nicht erschienenen Erwachungsgliedes Lehrergründung und für Entfaltung und Reifwerden des erschienenen? Es gibt, ihr Mönche, heilsame und unheilsame Dinge, tadelhafte und untadelige Dinge, niedere und erlesene Dinge, es gibt Dinge mit dem Gegensatz von Dunkel und Hell: dazu keine Aufmerksamkeit ausbilden, das ist jener Nahrungsentzug für das Erwachungsglied Lehrergründung.

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  • Dudjom
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    • 22. Juni 2010 um 11:21
    • #15
    Kusala:

    Werter Dudjom, die gesamte Praxis im Theravada besteht aus
    ...

    Werte(r) Kusala

    warum schreibst du mir das?

    Weder habe ich danach gefragt, noch habe ich daran gezweifelt, dass das Theravada Theravada ist.

    Liebe Grüße

    Alle fühlenden Wesen wollen Glück und kein Leid.
    "Es gibt nichts 'Absolutes' im Buddhismus. Wenn es etwas 'Absolutes' geben würde, dann wäre es 'Mitgefühl'." (HHDL)
    oṃ vajrapāṇi hūṃ phaṭ

  • thigle
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 11:26
    • #16
    Wohlwollen:


    1. Tibetischer Buddhismus: Mir erscheint der tibetische Buddhismus im Gegensatz zum nüchtern-analytischen Theravada-Buddhismus sehr bunt, grell und chaotisch.

    Das liegt u.a. daran, dass du wohl noch ein sehr seltsames Wirklichkeitsverständnis hast. Das reine Relative im Tantrayana, erscheint für dich wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Darum wäre erst mal ein Sutrayana-Studium für dich geeignet. Kennst du die grossen Lamrim Werke der einzelnen tibetischen Schulen? Die kannst du auch ohne irgendein Zentrum lesen.

  • Kusala
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 11:27
    • #17
    Zitat

    Werte(r) Kusala

    warum schreibst du mir das?

    Weil Deine Aussage falsch ist......

    Dudjom:

    Wenn du irgendwo auf dem Gebiet des Buddhismus analytisches Denken lernen kannst, dann im Rahmen des tibetischen Buddhismus, kaum im Theravada.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (22. Juni 2010 um 11:29)

  • Dudjom
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    • 22. Juni 2010 um 11:28
    • #18
    Dudjom:
    Kusala:

    Werter Dudjom, die gesamte Praxis im Theravada besteht aus
    ...

    Werte(r) Kusala

    warum schreibst du mir das?

    Weder habe ich danach gefragt, noch habe ich daran gezweifelt, dass das Theravada Theravada ist.

    Liebe Grüße


    Moment ...

    Ach du wollstest belegen, dass es Analyse auch im Theravada gibt?

    Ja, aber das Ergebnis der Analyse ist bereits vorgegeben und es erfolgt keine analytische Untersuchung wie es überhaupt zu Ergebnissen der analytischen Untersuchung kommt und was deren Richtigkeit oder Falschheit ausmacht.

    Siehst du ... das meinte ich mit :

    Dudjom:

    Wenn du irgendwo auf dem Gebiet des Buddhismus analytisches Denken lernen kannst, dann im Rahmen des tibetischen Buddhismus, kaum im Theravada.

    und

    Dudjom:

    Theravada orientiert sich an Aussagen im Palikanon, welche als "gesetzt" gelten, und misst alles Weitere daran.


    LG

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  • Kusala
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 11:35
    • #19
    Dudjom:

    es erfolgt keine analytische Untersuchung wie es überhaupt zu Ergebnissen der analytischen Untersuchung kommt und was deren Richtigkeit oder Falschheit ausmacht.

    Man kann sich natürlich auch im papañca (Weitschweifigkeit) ergehen und sich damit vom Eigentlichen weit entfernen.

    Ich bin ganz zurfrieden mit den Pädgogischen und Didaktischen Fähigkeiten des Buddha als Lehrer. ;)
    Sie halten jeder weiteren Überprüfung stand.

  • accinca
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    • 22. Juni 2010 um 11:37
    • #20
    Dudjom:


    Ja, aber das Ergebnis der Analyse ist bereits vorgegeben und es erfolgt keine analytische Untersuchung wie es überhaupt zu Ergebnissen der analytischen Untersuchung kommt und was deren Richtigkeit oder Falschheit ausmacht.


    Was für Analysen es überall gibt ist schon erstaunlich. :P

  • Aggivessano
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 11:43
    • #21
    Dudjom:


    Ja, aber das Ergebnis der Analyse ist bereits vorgegeben und es erfolgt keine analytische Untersuchung wie es überhaupt zu Ergebnissen der analytischen Untersuchung kommt und was deren Richtigkeit oder Falschheit ausmacht.

    Wie kommst du denn darauf? Ohne Analyse keine Erleuchtung. Der gesamte Weg ist doch Analyse pur.. egal in welcher Tradition.

  • Dudjom
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    • 22. Juni 2010 um 11:45
    • #22
    Kusala:
    Dudjom:

    es erfolgt keine analytische Untersuchung wie es überhaupt zu Ergebnissen der analytischen Untersuchung kommt und was deren Richtigkeit oder Falschheit ausmacht.

    Man kann sich natürlich auch im papañca (Weitschweifigkeit) ergehen und sich damit vom Eigentlichen weit entfernen.


    Na ja, das ist das Standard-Argument von euch Theravadins bei allen kritischen Hinterfragungen.

    Wie gesagt, es ist legitim das so zu sehen. Aber dann muss man halt auch zugeben, dass man es mit der Analyse nicht so genau nimmt, sondern es bevorzugt, bei einer relativ "frühen Ebene" damit aufzuhören.

    Kusala:


    Ich bin ganz zurfrieden mit den Pädgogischen und Didaktischen Fähigkeiten des Buddha als Lehrer. ;)


    Seine Anweisungen sind von der Art "Tu dies und lasse jenes". Das ist in Ordnung für jene. welche auch wirklich "dieses tun" und "jenes lassen (können)".

    Kusala:


    Sie halten jeder weiteren Überprüfung stand.


    Wenn man sich diszipliniert dran hält, dann mag das sein.

    LG

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    oṃ vajrapāṇi hūṃ phaṭ

  • KDR
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    • 22. Juni 2010 um 11:48
    • #23

    Was an der tibetischen Tradition der Analyse falsch sei, verstehe ich nicht. Dort wird völlig ergebnisoffen debattiert, um Weisheit und Einsicht zu entwickeln; siehe hier S. 98 (oder 12 nach Adobe-Reader-Zählung). Das sieht für mich nach konsequenter Umsetzung des Kalama-Sutras aus.

    Schöne Grüße
    KDR

    DRACO DORMIENS NUNQUAM TITILLANDUS

  • Dudjom
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    25. Juli 2009
    • 22. Juni 2010 um 11:49
    • #24
    Aggivessano:
    Dudjom:


    Ja, aber das Ergebnis der Analyse ist bereits vorgegeben und es erfolgt keine analytische Untersuchung wie es überhaupt zu Ergebnissen der analytischen Untersuchung kommt und was deren Richtigkeit oder Falschheit ausmacht.

    Wie kommst du denn darauf? Ohne Analyse keine Erleuchtung. Der gesamte Weg ist doch Analyse pur.. egal in welcher Tradition.

    Verzeih, aber wir reden von unterschiedlichen "Dingen".

    LG

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  • bel
    Gast
    • 22. Juni 2010 um 12:01
    • #25
    Kusala:

    Ich bin ganz zurfrieden mit den Pädgogischen und Didaktischen Fähigkeiten des Buddha als Lehrer. ;)

    Dudjom:

    Seine Anweisungen sind von der Art "Tu dies und lasse jenes". Das ist in Ordnung für jene. welche auch wirklich "dieses tun" und "jenes lassen (können)".


    Was zeigt, daß Du wirklich keine Ahnung hast, was im Pali-Suttapitaka steht, das ist aber auch in Ordnung.

    _()_

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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